- Hund lässt sich nicht trainieren (Keine Leckerlis, kein Spielzeug etc.) Beitrag #1
chris84
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Hallo Zusammen,
ich habe seit einem guten Jahr vermehrt Probleme mit meinem Rüden.
Ich bekam ihn vor ca. 2 Jahren als Streuner aus Serbien. Er hatte vor fast allem Angst (Autos, Stöckchen, Meschen...). Mit viel Liebe und Geduld gelang es mir jedoch innerhalb von ca. 6 Monaten, ihn zu einem selbstbewussten, liebevollen Hund zu erziehen. Nach einiger Zeit fing er auch an, typisches "Rüdenverhalten" zu zeigen (Markieren, Schnüffeln, Scharren...) und es wurde immer schwieriger beim Gassi gehen seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Eine Trainerin gab mir damals den Tip, es mal mit einem "Hormonchip" zu versuchen. Dies habe ich gemacht und er wurde tatsächlich nach kurzer Zeit wieder der alte, aufmerksame Hund.
Nochmal 6 Monate später lies die Wirkung des Chips langsam nach und der Dickkopf kam erneut durch. Diesmal so extrem, dass er plötzlich sogar Aggressionen (Anfangs nur an der Leine) gegenüber anderen Hunden entwickelte und nicht mehr ansprechbar war. Auch Leckerlis o.ä. interessierten ihn draußen überhaupt nicht mehr, was ein Training unmöglich machte. Man muss an dieser Stelle dazu sagen, dass sein Sozialverhalten bis dahin absolut super war. Der Schock kam dann bei mir, als er das erste mal auch ohne Leine dieses aggressive Verhalten zeigte und aus dem nichts heraus einen anderen Hund attackierte. Er hat ihn zwar nicht ernsthaft verletzt, aber von alleine auch nicht mehr von ihm abgelassen. Ich denke, dass er diese Aktion als ein Erfolgserlebnis empfunden hat, da sich sein Verhalten seit dem verstärkt hat.
Da ich ihn laut Tierschutzvertrag eh hätte kastrieren lassen müssen, war das das erste was ich danach tat. Mittlerweile weiß ich, dass es wahrscheinlich eh schon zu spät war, um damit eine Verhaltensänderung zu bewirken.
Verändert hat sich danach tatsächlich gar nichts. Ich suchte mir also vor ein paar Monaten Hilfe bei einer professionellen Hundetrainerin von "Rütters Dogs" und begann ein Einzeltraining in der Hoffnung, dass sie mir sagen kann was sein Problem ist.
Wir haben nun diverse Trainingsmethoden und Verhaltensänderungen auf der menschlichen Seite über Monate probiert und so langsam verzweifelt selbst sie an dem Kleinen. Drinnen ist er der Vorzeigehund überhaupt und unsere Beziehung ist auch nicht gestört. Sein Futter bekommt er seitdem auch nur noch beim Gassi gehen angeboten und nicht mehr aus dem Napf. Das Grundproblem beim Training ist aber, dass er sein Essen draußen nicht haben will. Ich kann ihm ne Fleischwurst unter die Nase halten und er guckt mich nichtmal an... (Zu Hause würde er dafür töten)... Er ist mega aufgeregt und scharrt, schnüffelt und markiert was das Zeug hält obwohl sein Testosteronwert sehr niedrig ist. Es gibt also weder Leckerlis, noch Spielzeug was ihn draußen wirklich interessiert. Lieber hungert er ne ganze Woche und macht dann mal einen Tag mit wenn er vor Hunger fast umkommt. Von einer Tierärztin habe ich nun angeboten bekommen, es mit einem Medikament zu versuchen, welches ihn wohl etwas ruhiger und gleichzeitig gefräßiger machen soll. Ich bin davon noch nicht so richtig überzeugt... :eusa_think: Aber wie trainiere ich mit einem Hund, der sich nicht belohnen und von nichts begeistern lässt?
Was würde ich dafür geben, ihn irgendwann mal wieder ohne Leine neben mir zu haben und friedliche Hundebegegnungen zu erleben.
Vielelicht gibt es hier ja Menschen mit ähnlichen Erfahrungen oder Tipps. Ich bin mittlerweile dankbar für jede Anregung...
ich habe seit einem guten Jahr vermehrt Probleme mit meinem Rüden.
Ich bekam ihn vor ca. 2 Jahren als Streuner aus Serbien. Er hatte vor fast allem Angst (Autos, Stöckchen, Meschen...). Mit viel Liebe und Geduld gelang es mir jedoch innerhalb von ca. 6 Monaten, ihn zu einem selbstbewussten, liebevollen Hund zu erziehen. Nach einiger Zeit fing er auch an, typisches "Rüdenverhalten" zu zeigen (Markieren, Schnüffeln, Scharren...) und es wurde immer schwieriger beim Gassi gehen seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Eine Trainerin gab mir damals den Tip, es mal mit einem "Hormonchip" zu versuchen. Dies habe ich gemacht und er wurde tatsächlich nach kurzer Zeit wieder der alte, aufmerksame Hund.
Nochmal 6 Monate später lies die Wirkung des Chips langsam nach und der Dickkopf kam erneut durch. Diesmal so extrem, dass er plötzlich sogar Aggressionen (Anfangs nur an der Leine) gegenüber anderen Hunden entwickelte und nicht mehr ansprechbar war. Auch Leckerlis o.ä. interessierten ihn draußen überhaupt nicht mehr, was ein Training unmöglich machte. Man muss an dieser Stelle dazu sagen, dass sein Sozialverhalten bis dahin absolut super war. Der Schock kam dann bei mir, als er das erste mal auch ohne Leine dieses aggressive Verhalten zeigte und aus dem nichts heraus einen anderen Hund attackierte. Er hat ihn zwar nicht ernsthaft verletzt, aber von alleine auch nicht mehr von ihm abgelassen. Ich denke, dass er diese Aktion als ein Erfolgserlebnis empfunden hat, da sich sein Verhalten seit dem verstärkt hat.
Da ich ihn laut Tierschutzvertrag eh hätte kastrieren lassen müssen, war das das erste was ich danach tat. Mittlerweile weiß ich, dass es wahrscheinlich eh schon zu spät war, um damit eine Verhaltensänderung zu bewirken.
Verändert hat sich danach tatsächlich gar nichts. Ich suchte mir also vor ein paar Monaten Hilfe bei einer professionellen Hundetrainerin von "Rütters Dogs" und begann ein Einzeltraining in der Hoffnung, dass sie mir sagen kann was sein Problem ist.
Wir haben nun diverse Trainingsmethoden und Verhaltensänderungen auf der menschlichen Seite über Monate probiert und so langsam verzweifelt selbst sie an dem Kleinen. Drinnen ist er der Vorzeigehund überhaupt und unsere Beziehung ist auch nicht gestört. Sein Futter bekommt er seitdem auch nur noch beim Gassi gehen angeboten und nicht mehr aus dem Napf. Das Grundproblem beim Training ist aber, dass er sein Essen draußen nicht haben will. Ich kann ihm ne Fleischwurst unter die Nase halten und er guckt mich nichtmal an... (Zu Hause würde er dafür töten)... Er ist mega aufgeregt und scharrt, schnüffelt und markiert was das Zeug hält obwohl sein Testosteronwert sehr niedrig ist. Es gibt also weder Leckerlis, noch Spielzeug was ihn draußen wirklich interessiert. Lieber hungert er ne ganze Woche und macht dann mal einen Tag mit wenn er vor Hunger fast umkommt. Von einer Tierärztin habe ich nun angeboten bekommen, es mit einem Medikament zu versuchen, welches ihn wohl etwas ruhiger und gleichzeitig gefräßiger machen soll. Ich bin davon noch nicht so richtig überzeugt... :eusa_think: Aber wie trainiere ich mit einem Hund, der sich nicht belohnen und von nichts begeistern lässt?
Was würde ich dafür geben, ihn irgendwann mal wieder ohne Leine neben mir zu haben und friedliche Hundebegegnungen zu erleben.
Vielelicht gibt es hier ja Menschen mit ähnlichen Erfahrungen oder Tipps. Ich bin mittlerweile dankbar für jede Anregung...
