- "Atopie" - Ja/Nein und nun? Beitrag #1
Morastbiene
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Hallo ihr Lieben,
ich hätte gerne euren Rat, weil ich der ganzen Sache etwas hilflos gegenüberstehe.
Ich kann nicht eindeutig sagen, ob ein Zusammenhang besteht, schildere euch einfach mal den Ablauf.
Angefangen hatte das Ganze im Herbst, um den Oktober herum. Ich wollte unseren Mädels "mal was Gutes tun" und nahm einen Sack Almo Nature Holistic Trockenfutter (Huhn und Reis) mit. Unsere beiden bekommen am Tag zu festen Zeiten etwas TroFu als Leckerchen, das sie jagen oder sich z.B. über Fummelbrett oder Kartons beschaffen müssen. So weit so gut, die kleinen Kringel wurden begeistert angenommen.
Es verging etwa eine Woche, da bemerkte ich, dass Rieke sich vermehrt am Kragen (Brust-/Schulterbereich) zu kratzen begann. Kam mir komisch vor und es dauerte nur wenige Tage, bis sich an diesen Stellen Schorf bildete. Also zum Tierarzt. Er hat sie ordentlich durchgekämmt und sich die Stellen angeschaut, sich meine Beobachtungen angehört. Er sagte, es müsse nicht zwangsläufig mit dem Futter zusammenhängen, es könnte auch eine Atopie sein, also eine Überreaktion auf eigentlich harmlose Umweltstoffe. Sie bekam eine Depot-Spritze mit Cortison. Ich solle das verdächtige Futter absetzen und beobachten, ob es besser würde.
Etwa vier Wochen hatten wir Ruhe, dann kratzte sie sich erneut, aber nicht extrem. Ich hab' sorgfältig geschaut, ob sich das Ganze ausbreitet und wie schlimm es ist, sie regelmäßig abgetastet. Glücklicherweise war es nur eine Schorfstelle und die war halb so groß wie mein kleiner Fingernagel, zwischendurch schien sie sogar abzuheilen. Ich habe daher beschlossen, sie wegen der ein oder zwei Krümelchen Schorf nicht gleich in die Praxis zu schleppen.
Letzten Monat wurde es stärker und wir sind zum Tierarzt. Vorne zwischen Brust und Schulter hatte sich eine kleine Hügellandschaft gebildet, alles rau, trocken und krustig. Allerdings niemals kahl oder anderweitig extrem (großflächig, blutig, offen oder eiternd), wie man es auf den Horrorfotos sieht, wenn man nach Katzen und Allergien bei Google sucht. Der Doc blieb dabei, dass wir es mit einer Atopie zu tun hätten, gegen die man schlecht vorgehen könne, weil selbst Hausstaub ein möglicher Auslöser wäre und so etwas natürlich schlecht beizukommen sei. Rieke bekam erneut ein Cortison-Depot gespritzt (1-2x im Jahr könne man das machen) und wir wollten hoffen, dass wir damit eine Weile Ruhe hätten. Eine z.B. saisonale Ursache ließ sich noch nicht ausmachen.
Seit der letzten Spritze sind nun ziemlich genau vier Wochen vergangen und Madame beginnt pünktlich wieder, sich zu kratzen.
Heute Morgen beim Kuscheln fühlte ich wieder eine kleine Kruste an ihrer Schulter.
Außerdem kaut sie, so scheint es mir zumindest, zwischendurch häufiger als sonst an ihren Hinterpfoten.
Mir graut ein wenig vor dem nächsten Tierarztbesuch und ich hätte gerne Tipps von euch, wie wir weiter an die Sache herangehen können. Ich weiß, dass Katzen Cortison besser vertragen als wir Menschen, trotzdem wird mir bei dem Gedanken übel, Rieke den Rest ihres Lebens damit vollstopfen zu müssen, wo sie doch gerade einmal 4,5 Jahre ist und wir keinen konkreten Befund haben. Fakt ist, dass bisher eigentlich nichts gemacht wurde, um eine Ursache zu finden, die Diagnose zu stützen oder zu entkräften. Keine Geschabsel, keine Hautprobe, keine Blutprobe und somit kein Test, auch keine Ausschlussdiät.
Ich bin ziemlich verunsichert, weil ich nicht weiß, ob der Doc es sich mit seinem Befund nicht zu einfach gemacht hat. Ich weigere mich ein bisschen, mich jetzt schon damit abfinden zu müssen, dass der Sache außer mit Spritzen nicht zu begegnen wäre. Beziehungsweise ist mir die Vorstellung unerträglich, dass ich Rieke mit möglicherweise einfachen Maßnahmen wenigstens Linderung verschaffen könnte, wenn ich nur etwas habe, worauf ich reagieren kann. Ich spiele leise mit dem Gedanken, Rieke in einer anderen Praxis vorzustellen, wo sich eine Ärztin besonders mit Dermatologie und Zahnheilkunde befasst. Andererseits möchte ich natürlich nicht, dass zu viele Köche den Brei verderben.
Was meint ihr? Zweite Meinung einholen oder den Doc zu näheren Untersuchungen bringen? Wo fängt man da am besten an? :eusa_think:
ich hätte gerne euren Rat, weil ich der ganzen Sache etwas hilflos gegenüberstehe.
Ich kann nicht eindeutig sagen, ob ein Zusammenhang besteht, schildere euch einfach mal den Ablauf.
Angefangen hatte das Ganze im Herbst, um den Oktober herum. Ich wollte unseren Mädels "mal was Gutes tun" und nahm einen Sack Almo Nature Holistic Trockenfutter (Huhn und Reis) mit. Unsere beiden bekommen am Tag zu festen Zeiten etwas TroFu als Leckerchen, das sie jagen oder sich z.B. über Fummelbrett oder Kartons beschaffen müssen. So weit so gut, die kleinen Kringel wurden begeistert angenommen.
Es verging etwa eine Woche, da bemerkte ich, dass Rieke sich vermehrt am Kragen (Brust-/Schulterbereich) zu kratzen begann. Kam mir komisch vor und es dauerte nur wenige Tage, bis sich an diesen Stellen Schorf bildete. Also zum Tierarzt. Er hat sie ordentlich durchgekämmt und sich die Stellen angeschaut, sich meine Beobachtungen angehört. Er sagte, es müsse nicht zwangsläufig mit dem Futter zusammenhängen, es könnte auch eine Atopie sein, also eine Überreaktion auf eigentlich harmlose Umweltstoffe. Sie bekam eine Depot-Spritze mit Cortison. Ich solle das verdächtige Futter absetzen und beobachten, ob es besser würde.
Etwa vier Wochen hatten wir Ruhe, dann kratzte sie sich erneut, aber nicht extrem. Ich hab' sorgfältig geschaut, ob sich das Ganze ausbreitet und wie schlimm es ist, sie regelmäßig abgetastet. Glücklicherweise war es nur eine Schorfstelle und die war halb so groß wie mein kleiner Fingernagel, zwischendurch schien sie sogar abzuheilen. Ich habe daher beschlossen, sie wegen der ein oder zwei Krümelchen Schorf nicht gleich in die Praxis zu schleppen.
Letzten Monat wurde es stärker und wir sind zum Tierarzt. Vorne zwischen Brust und Schulter hatte sich eine kleine Hügellandschaft gebildet, alles rau, trocken und krustig. Allerdings niemals kahl oder anderweitig extrem (großflächig, blutig, offen oder eiternd), wie man es auf den Horrorfotos sieht, wenn man nach Katzen und Allergien bei Google sucht. Der Doc blieb dabei, dass wir es mit einer Atopie zu tun hätten, gegen die man schlecht vorgehen könne, weil selbst Hausstaub ein möglicher Auslöser wäre und so etwas natürlich schlecht beizukommen sei. Rieke bekam erneut ein Cortison-Depot gespritzt (1-2x im Jahr könne man das machen) und wir wollten hoffen, dass wir damit eine Weile Ruhe hätten. Eine z.B. saisonale Ursache ließ sich noch nicht ausmachen.
Seit der letzten Spritze sind nun ziemlich genau vier Wochen vergangen und Madame beginnt pünktlich wieder, sich zu kratzen.
Heute Morgen beim Kuscheln fühlte ich wieder eine kleine Kruste an ihrer Schulter.
Außerdem kaut sie, so scheint es mir zumindest, zwischendurch häufiger als sonst an ihren Hinterpfoten.
Mir graut ein wenig vor dem nächsten Tierarztbesuch und ich hätte gerne Tipps von euch, wie wir weiter an die Sache herangehen können. Ich weiß, dass Katzen Cortison besser vertragen als wir Menschen, trotzdem wird mir bei dem Gedanken übel, Rieke den Rest ihres Lebens damit vollstopfen zu müssen, wo sie doch gerade einmal 4,5 Jahre ist und wir keinen konkreten Befund haben. Fakt ist, dass bisher eigentlich nichts gemacht wurde, um eine Ursache zu finden, die Diagnose zu stützen oder zu entkräften. Keine Geschabsel, keine Hautprobe, keine Blutprobe und somit kein Test, auch keine Ausschlussdiät.
Ich bin ziemlich verunsichert, weil ich nicht weiß, ob der Doc es sich mit seinem Befund nicht zu einfach gemacht hat. Ich weigere mich ein bisschen, mich jetzt schon damit abfinden zu müssen, dass der Sache außer mit Spritzen nicht zu begegnen wäre. Beziehungsweise ist mir die Vorstellung unerträglich, dass ich Rieke mit möglicherweise einfachen Maßnahmen wenigstens Linderung verschaffen könnte, wenn ich nur etwas habe, worauf ich reagieren kann. Ich spiele leise mit dem Gedanken, Rieke in einer anderen Praxis vorzustellen, wo sich eine Ärztin besonders mit Dermatologie und Zahnheilkunde befasst. Andererseits möchte ich natürlich nicht, dass zu viele Köche den Brei verderben.
Was meint ihr? Zweite Meinung einholen oder den Doc zu näheren Untersuchungen bringen? Wo fängt man da am besten an? :eusa_think: