Hilfe, reagiere ich falsch?

Diskutiere Hilfe, reagiere ich falsch? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hi, ich habe seit gut 10 Tagen einen Jack Russel Welpen (Rüde), der jetzt 9 Wochen alt ist. Er ist zwar mein Ersthund, aber ganz ohne Erfahrung...
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Meg19

Meg19

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Hi,
ich habe seit gut 10 Tagen einen Jack Russel Welpen (Rüde), der jetzt 9 Wochen alt ist.
Er ist zwar mein Ersthund, aber ganz ohne Erfahrung bin ich dann doch nicht, was Hunde angeht.
Wie unschwer zu erraten ist, habe ich eine kleine Verständnisfrage, die erfahrenere Hundebesitzer sicher besser beantworten können als irgendwelche theoretische Fachliteratur.

Zu erst unsere Situation:
Sam hat sich ohne Schwierigkeiten eingelebt, er hat weder gejault noch gequengelt in der ersten Woche ohne seine Geschwister.
Auch mit der Stubenreinheit läuft es immer besser, kleine Unfälle passieren noch immer, aber eigentlich nur, wenn ich zu langsam bin oder er mir aus Protest was hinmacht. Das wird natürlich nicht bestraft, ignoriert und nach Möglichkeit ohne seine Aufmerksamkeit weggemacht.
Er bekommt Leckerlie und Lob, wenn er etwas toll und richtig macht, auch an Streicheleinheiten fehlt es ihm nicht.
Die erste Zeit lief gut, beim Spaziergang quengelt er auch immer weniger, er bleibt nur noch immer stehen und zieht, aber da bleibe ich genauso stehen, warte bis er wieder ruhig ist und weiter geht es.
Ich lasse ihm besonders beim Spaziergang nicht seinen Willen.

Ich bekomme aber das Gefühl, dass er seine Grenzen immer weiter austestet und ich falsch darauf reagiere.
Er beißt immer häufiger, wenn ihm etwas nicht passt, ich ihn zB nicht an Möbel knabbern lasse oder die Leine anlegen will, aber auch, wenn ich ruhig mit ihm spiele.
Normalerweise nehme ich ihn, sage deutlich nein, schaue ihn böse an und bring ihn in sein Körbchen (natürlich springt er direkt wieder raus).
Die erste Zeit ging das gut und ich habe auch mit Ignoration gearbeitet, sprich, wenn er etwas verbotenes tut, beißt oder knabbert ignoriere ich ihn eine weile, dann kommt er zu mir und bettelt um Aufmerksamkeit.
Ich weiß nicht wie lange ich ihn ignorieren soll.

Mir ist durchaus bewusst, dass er seine Beißhemmung erst ausbilden muss (er hat kein Quietschspielzeug bekommen, nur ein Stofftier, wo er nichts abbeißen und verschlucken kann und ein Tau), aber wenn er beißen will und damit droht, weil er seinen Willen bekommen will, ist es doch falsch darauf mit zurückweichen zu reagieren oder ihn zu lassen...
Ich weiß aber nicht, wie ich sonst reagieren soll, weil ich ihn auch gar nicht packen kann, um ins Körbchen zu bringen ohne dass er mich erwischt.
Den Schnauzengriff will ich nicht anwenden.
Zur Welpenschule geht es so schnell wie möglich (muss einen Termin vereinbaren).
In den verschiedenen Threads finde ich aber keine andere Lösung.

Danke im Vorraus :)
 
  • Hilfe, reagiere ich falsch?

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  • Hilfe, reagiere ich falsch? Beitrag #2
Hallo,

bei Hunden gibt es kein Protestpinkeln oder Protestkoten.
Es ist völlig normal, dass der Hund seine Grenzen austesten möchte.
Wieso möchtest du den Schnauzgriff nicht anwenden?
Ich würde einen Hund nie ignorieren, wenn er in irgendetwas beißen würde. Man kann einen Hund gut ignorieren, wenn er um Aufmerksamkeit bettelt, quengelt, oder sonstiges macht. Aber in deinem Fall sollte der Hund auf keinen Fall ignoriert werden, wenn er in Möbel o.ä. beißt. Er lernt so nicht, dass es falsch ist.
Wenn er nach dir schnappt, solltest du ihn auch auf keinen Fall ignorieren. Du musst ihm seine Grenzen auch aufzeigen.
In welchen Situationen schnappt der Hund denn überhaupt? Beim Spiel?
Wenn er beim Spiel schnappt ist es Strafe genug dieses zu beenden und den Hund zu ignorieren (in diesem Fall ist Ingorieren eine gute Lösung, aber eben nicht in allen Fällen ;) )
 
  • Hilfe, reagiere ich falsch? Beitrag #3
Dass ich ihm seine Grenzen aufzeigen muss ist mir klar, dass ist auch gar nicht die eigentlich Frage.
Es geht mehr um das wie, wie soll ich ihm begegnen, wenn er direkt schnappt?
Beim Spielen, sicher da beende ich sofort.
Aber wenn er zB an was knabbert und ich ihm ins Körbchen bringen will als Bestrafung, da schnappt er und ich kann ihn nicht erwischen bzw. er erwischt mich. Oder auch, wenn er ins Wohnzimmer sprintet, wenn einer die Tür aufmacht und ich ihn raus bringen will.
Er weiß sehr genau, wann er hochgenommen wird, um bestraft zu werden und wann er auf den Schoß oder in den Arm will und genommen wird.
 
  • Hilfe, reagiere ich falsch? Beitrag #4
Ich bin der Meinung, dass ein Hund nichts auf dem Schoß zu suchen hat, aber das ist wieder ein anderes Thema.
Du bist leider nicht auf meine Frage eingegangen, wieso du nicht den Schnauzgriff anwenden möchtest?
Dein erster Fehler ist schon, dass du dich vom Hund erwischen lässt oder er dir entwischt. Du weißt doch anscheinend, dass er dann schnappen wird. Also kannst du ihm zuvor kommen.
 
  • Hilfe, reagiere ich falsch? Beitrag #5
Hallo,

bei Hunden gibt es kein Protestpinkeln oder Protestkoten.
Es ist völlig normal, dass der Hund seine Grenzen austesten möchte.
Wieso möchtest du den Schnauzgriff nicht anwenden?
Ich würde einen Hund nie ignorieren, wenn er in irgendetwas beißen würde. Man kann einen Hund gut ignorieren, wenn er um Aufmerksamkeit bettelt, quengelt, oder sonstiges macht. Aber in deinem Fall sollte der Hund auf keinen Fall ignoriert werden, wenn er in Möbel o.ä. beißt. Er lernt so nicht, dass es falsch ist.
Wenn er nach dir schnappt, solltest du ihn auch auf keinen Fall ignorieren. Du musst ihm seine Grenzen auch aufzeigen.
In welchen Situationen schnappt der Hund denn überhaupt? Beim Spiel?
Wenn er beim Spiel schnappt ist es Strafe genug dieses zu beenden und den Hund zu ignorieren (in diesem Fall ist Ingorieren eine gute Lösung, aber eben nicht in allen Fällen ;) )

hallo,
da muss ich dir recht geben. ignorieren kann man einen hund auch wnn er immer wieder anspringt. einfach arme verschrenken und nach oben gucken... naja aber mit dem schnappen ist so ne sache, die mutterhünden würde in dem falle den "nackengriff" anwenden, sie würde sich nie ernsthaft beißen lassen ohne das der kleine kein echo von ihr bekommen würde.

gruß
Denise
 
  • Hilfe, reagiere ich falsch? Beitrag #6
Hallo,
Ich gebe Mäxchen da vollkommen recht, wenn der Hund versucht zu schnappen muss das unterbunden werden, ignorieren hilft in dem Falle nicht (ausgenommen im zu wildem Spiel). Der Welpe muss lernen das beissen ein absolutes Tabu ist und nicht geduldet wird.

Aber wenn er zB an was knabbert und ich ihm ins Körbchen bringen will als Bestrafung, da schnappt er und ich kann ihn nicht erwischen bzw. er erwischt mich.
Kannst du ihm nicht zuvor kommen? Wenn du genau auf deinen Hund achtest, bemerkst du wann er schnappen will, lass es am besten gar nicht erst dazu kommen. Wenn er mit seinem schnappen durchkommt und sein Ziel damit erreicht, merkt er ganz schnell wie er das für sich nutzen kann und tanzt dir bald auf der Nase herum.

Zitat von Motte2000
naja aber mit dem schnappen ist so ne sache, die mutterhünden würde in dem falle den "nackengriff" anwenden, sie würde sich nie ernsthaft beißen lassen ohne das der kleine kein echo von ihr bekommen würde.
Stimmt, eine Mutterhündin würde einen Welpen zurechtweisen, aber nicht mit einem "Nackengriff", sondern mit einem Schnauzengriff.

LG
 
  • Hilfe, reagiere ich falsch? Beitrag #7
Die erste Zeit lief gut, beim Spaziergang quengelt er auch immer weniger, er bleibt nur noch immer stehen und zieht, aber da bleibe ich genauso stehen, warte bis er wieder ruhig ist und weiter geht es.
Ich lasse ihm besonders beim Spaziergang nicht seinen Willen.
Lass ihn mal wennmöglich ohne Leine laufen, damit er lernt sich nach dir zu orientieren. Natürlich mußt du dich dabei ruhig verhalten und dein normales Spaziergehtempo laufen. Er muß schauen das er zu dir Kontakt hält. Wenn du das jetzt nicht machst wird es immer schwieriger diese Bindung aufzubauen.
Ich bekomme aber das Gefühl, dass er seine Grenzen immer weiter austestet und ich falsch darauf reagiere.
Genau so schätze ich die Situation auch ein.
Du hast einen Terrier, also einen waren Dickschädel der mit Sicherheit seinen Spielräume soweit ausreizt wie du es zulässt. Da hilft nur äußerste Konsequenz, also was er darf, darf er immer und was er nicht darf wird von anfang an wirklich jedes mal verboten.
Welche Methoden du dabei anwenden muß gibt dir zum Teil auch das Temperament deines Hundes vor. Es kann nicht sein das er nach dir schnappt und du tust so als sei nichts und gehst weg, da steht er als Sieger da und du bestärkst das auch noch mit deinem Verhalten. Da ist es mindestens angebacht in im Genick zu packen und in einem entschiedenen Ton pfui zu sagen.
Das gleiche gilt wenn er Möbel anknabbert.
Das er mit 9 Wochen noch nicht im Körbchen bleibt ist eigentlich nachvollziehbar. Ich persönlich bin auch nicht unbedingt dafür den Schlafplatz dafür zu gebrauchen den Hund eine Strafe absitzen zu lassen, da gibt es doch sicher noch einen geeigenten Platz dafür.
 
  • Hilfe, reagiere ich falsch? Beitrag #8
Hallo,
Stimmt, eine Mutterhündin würde einen Welpen zurechtweisen, aber nicht mit einem "Nackengriff", sondern mit einem Schnauzengriff.

LG

hallo,
schnauzen- oder auch fanggriff wird von mutterhündenen genauso gerne angewendet wie der nackengriff..sie beißen ihren welpen in den nacken und drücken ihn auf den boden, danach lässt sie sofort wieder ab. wenn die mutterhündin liegt, oder beim spielen wenn der welpe gerade mit dem kopf zu ihr steht und dann frech wird, wenden sie den fanggriff an um ihren aufmüpfigen knilch in die schranken zuweisen.

gruß
Denise
 
  • Hilfe, reagiere ich falsch? Beitrag #9
Hast Du den Hund von einem Züchter? Dann frag den mal wie dein Hund von der Mutter zurecht gewiesen wurde. Eine Hündin weist mit Nackenstoss ODER Schnautzgriff zurecht, den einen Welpen so, den andren Welpen so so. Auf den ersten Böock denkt man sie macht einfach weis kommt, ist aber nicht so.

Eine Hündin klärt das mit jeden einzelnen Welpen immer auf dieselbe Art. Entweder Nackenstoss oder Schautzgriff. Nur so und nicht abwechslungsweise dies oder das. . Das kann man bei Welpenbeobachtungen sehr schön sehen.

Deshalb frag mal an worauf er geprägt wurde und wende das dann an.
Das wird die grösste Wirkung haben weil er dann GENAU weiss was Du ihm da sagst.
 
  • Hilfe, reagiere ich falsch? Beitrag #10
Also erstmal danke für die Tipps.

Ihn ohne Leine laufen lassen werde ich ihn nicht, nicht eher er besser hört, weil es mir einfach zu gefährlich ist.

Was das zuvor kommen angeht, ist das einfacher gesagt als getan...
Mal kann ich es sehr gut vorhersehen, auch an seiner Körpersprache, andere Male kommt es doch sehr plötzlich.
Ich bin dazu übergegangen ihn trotzdem zu packen, also gerade wenn er etwas angestellt hat und er schnappt nicht zurückzuweichen, sondern komme was wolle, "das wirkt nicht Sam" ihn mir zu schnappen.
Ich habe auch ganz gut rausfinden können, mit welchen Griff er nicht an mich rankommt, weder schnauzengriff noch den Nackenstoß.
Ich halte ihn, schaue ihn an und warte bis er sich beruhigt hat, was mal schneller mal langsamer geht.
Beim spielen oder streicheln wird konsequent abgebrochen.

Den Züchter werde ich aufjeden Fall mal fragen, aber ich weiß nicht, ob er mir da Auskuft geben kann, da er nicht ständig bei den Welpen war und sie getrennt vom Wohnhaus gehalten hat. Sehr ländlich.


Eine Frage habe ich noch.
Irgendwo habe ich gelesen, man solle auch mal, um das Alphatier zu makieren, den Hund anknurren, wenn er aufmüpft.
Stachelt ihn das nicht eher an?
 
  • Hilfe, reagiere ich falsch? Beitrag #11
Man kann einen Hund anknurren. Dafür sollte man aber im Vorfeld wissen, wie man richtig knurrt. Wenn man es falsch macht, kann es falsch interpretiert werden.
Wenn ein Hund schnappt sollte man sowieso nicht zurückziehen, da er dann nachschnappt ;)
 
  • Hilfe, reagiere ich falsch? Beitrag #12
hallo,
klingt zwar komisch, aber auch besteigen kann manchmal hilfreich sein.
das hat nix mit sexueller handlung zutun, sondern eher mit überlegenheit ausdrücken.

gruß
Denise
 
  • Hilfe, reagiere ich falsch? Beitrag #13
Also erstmal danke für die Tipps.

Ihn ohne Leine laufen lassen werde ich ihn nicht, nicht eher er besser hört, weil es mir einfach zu gefährlich ist.

Um nochmal deine Anfangsfrage aufzunehmen.
Das halte ich für grundlegend falsch.
Natürlich kannst du einen so jungen Hund nur da von der Leine lassen wo keine Autos fahren und sonst keine Gefahrenquellen sind, aber wie soll er lernen sich an dir zu orientieren wenn nicht jetzt.
Willst du ihn ein halbes jahr oder länger nicht einmal von der Leine lassen?
Jetzt als Welpe gibt es nicht schlimmeres für ihn als den Kontakt zu dir zu verlieren, wenn du ihn so lange an der Leine führst wird es selbstverständlich für ihn das er nicht aufpassen muß wo du bist. Dann wird es erst recht schwierig das er Kontakt zu dir hält.
Wenn du ihn jetz mal ohne Leine laufen lässt und er entfernt sich ein paar Meter von dir darfst du nur nicht den Fehler machen ihm gleich hinterher zuspringen, du mußt dich eher von ihm entfernen oder mal hinter einem Baum verstecken. Meiner Meinung nach ist diese Bindung die dadurch entsteht, der Hund lernt sich nach dir zu orientieren die Grundlage für jegliche weitere Erziehung des Hundes, denn nur wenn er sich auf dich Konzentriert kannst du ihm was beibringen. Wenn er sich für alles andere um sich herum interessiert geht das was du sagst rechts rein und links wieder raus, aber das ist deine Entscheidung.
 
  • Hilfe, reagiere ich falsch? Beitrag #14
Man muss den Hund auch nicht unbedingt von der Leine machen. Mit einer ganz dünnen leichten Leine fällt es dem Hund kaum auf, wenn sie an ihm dran hängt.
Sich hinter einem Baum zu verstecken ist ein gefährlicher Tipp. Der Hund wird sich zwar an einem orientieren, aber nicht aufgrund einer guten Bindung. Der Hund wird dann keine Kontaktblicke, sondern Kontrollblicke zeigen und es entsteht nur Misstrauen.
Viel wichtiger ist es das natürliche Verhalten des Hundes zu belohnen. Wenn der Hund voraus läuft und sich umdreht ein Leckerchen hinhalten und wenn der Hund zu einem kommt loben. Auch ist es wichtig den Hund ab und an im Vorbeigehen zu streicheln. Auch Hunde streifen leicht am Menschen vorbei, um die Zusammengehörigkeit zu stärken.
 
  • Hilfe, reagiere ich falsch? Beitrag #15
Sich hinter einem Baum zu verstecken ist ein gefährlicher Tipp. Der Hund wird sich zwar an einem orientieren, aber nicht aufgrund einer guten Bindung. Der Hund wird dann keine Kontaktblicke, sondern Kontrollblicke zeigen und es entsteht nur Misstrauen.
Den Hund muß man selbstverständlich ständig beobachten, sollte er nicht auf die Idee kommen einen zu suchen macht man sich bemerkbar und bewegt sich vom Hund weg. Ziel der Sache ist es das der Hund nach einem schaut und von sich aus kommt. Meiner Meinung nach muß er einfach lernen acht zu geben wo Herrchen oder Frauchen ist, wenn er dann gesprungen kommt wird er ausgibig gelobt und belohnt. Meine Hunde haben das immer sehr schnell begriffen und auch heute noch die größte Freude wenn sie mich finden.
Bei meinem ersten Jagdhund, Anjas Mutter, habe ich gerade in dieser Beziehung fehler gemacht. Der erfolg war das ich bei dem Bewegungsdrang den diese Hündin hatte mir genau überlegen mußte wann ich sie los lassen konnte. Sie kam immer zurück, aber eben erst wenn sie wollte. Das bei Anka noch andere Sachen falsch gelaufen sind weiß ich auch. Sie war eben eine Hündin die immer ihren Kopf durchsetzten mußte und ich war nicht immer konsequent genug.
Gerade daraus habe ich aber gelernt wie wichtig die Bindung des Hundes zum Führer ist und wie wichtig konsequente Erziehung ist.
Sollte ich mit meiner Erziehung so falsch liegen müßte der Blick auf dem folgenden Foto auch ein Kontrollblick sein.
002 IMG_Ulrica.gif
 
  • Hilfe, reagiere ich falsch? Beitrag #16
Das man selbst den Hund immer beobachtet steht ja ganz außer Frage. Sicherlich hat der Hund Freude einen wieder zufinden. Immerhin war die Bezugsperson auf einmal verschwunden. Das ist schlimm! Man muss nicht hinter einen Baum springen, damit der Hund auf einen achtet. Ich musste mich vor meinem noch nie verstecken und er achtet immer auf mich.
Du hast recht, dass die Bindung das wichtigste ist und man immer konsequent sein sollte. Das hat aber nichts damit zu tun, ob sich zu verstecken ein richtiger oder falscher Ansatz ist.
Ich sage auch nicht, dass deine Erziehung falsch ist und ich glaube dir, dass du eine gute Bindung zu deinen Hunden hast. Aber man kann Kontaktblicke auf andere Art und Weise fördern (Beispiele habe ich genannt).
Es ist sehr schlimm für einen Hund von seinem Rudel getrennt zu sein. Oben erwähnter Hund ist 9 Wochen alt! Viel zu jung um von seinem Rudel getrennt zu sein. Mich gruselt es bei dem Gedanken, dass ein Welpe durch den Wald "irrt", um sein Rudel zu finden. Natürlich sollte man nicht an dem Hund kleben, weil er dann natürlich nicht auf die Besitzer achten muss. Aber es reicht, wenn man den Abstand größer werden lässt. Man kann zusätzlich noch in die Hocke gehen, um sich zu verkleinern und somit den Abstand augenscheinlich zu vergrößern.
Mein Hund hat z.B. eine unsichtbare Leine/Grenze. Sobald er einen bestimmten Abstand zwischen uns gebracht hat, kommt er zurück oder wartet. Egal wie interessant irgendwas anderes ist. Er kann den Abstand nicht vergrößern. Selbst bei tobenden Hunden nicht, die ihn zum Spiel auffordern.
 
  • Hilfe, reagiere ich falsch? Beitrag #17
Im Grunde sind wir uns doch einig, und alles was du an Möglichkeiten aufzählst benutze ich ja auch in meiner Erziehung, was ich hier aber unbedingt sagen wollte ist das es immer schwieriger wird die Bindung zum Hund aufzubauen wenn man da jetzt nicht mit anfängt. Es ist ja auch ein vertrauensbeweis zum Hund wenn er sich frei bewegen kann. Wenn es nicht möglich ist ihn jetzt schon ganz von der Leine zu lassen, währe mein nächster Vorschlag die dünne Leine gewesen die du ja schon genannt hast.
 
  • Hilfe, reagiere ich falsch? Beitrag #18
Ja, damit hast du natürlich vollkommen recht!
Wenn die Bindung schon stark ist, könnte ich das mit Verstecken immer noch anders ansehen. Aber wenn noch keine Bindung vorhanden ist, wirds problematischer.
 
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