- Pferd reißt sich los Beitrag #1
SoylentGreen
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Hallo !
Es handelt sich nicht konkret um mein Problem, aber ... es packt mich doch das Helfersyndrom.
Es geht um einen jüngeren Wallach, der einem Reitbetrieb gehört. Er kam vor 2 Jahren auf den Hof, seine Vorgeschichte ist unbekannt. Nach diversen Einreitversuche, die an einem wüst bockendem Pferd scheiterten, hat sich nun eine Frau um die Pflege jenes Pferdes gekümmert. Es handelt sich dabei nicht um einen völlig ahnungslosen Tropf, sondern Jemanden, der sehr wohl weiß was er tut.
Nach viel Boden- und Longenarbeit hat diese Frau es fertig gebracht dieses Pferd zumindestens für sie zu einem Reitpferd zu machen.
Es gab viele Durchstrecken, so war zum Beispiel das Trensen anfangs ein riesiges Problem, das Pferd rannte vor der Trense davon und musste anfangs stets in der Box aufgetrenst werden. Dieses Problem hat sich seitdem durch viel Geduld deutlich verbessert.
Die Frau ist absolut seine Bezugsperson. Er kommt fröhlich auf sie zu auf der Weide, lässt sich seine Ekzemerdecke anziehen, die wohlbemerkt über den Kopf gezogen werden muss und er sich ihr im wahrsten Sinne des Wortes brav blind anvertraut - egal ob auf der Weide oder am Stall. Er senkt den Kopf in ihrer Gegenwart und ist gelassen. Ausreiten im Stil einer kleinen Runde um den Hof mit Straßenabschnitt ging auch.
Allerdings gibt es ein Problem, dass sich eigentlich durch die ganze Arbeit zieht. Beim Longieren reißt er sich los, hat diverse Longen zerissen. Beim Führen reißt er sich los. Ist unberrechenbar, wenn er alleine in der Halle oder auf dem Platz warten soll, wenn vor ihm ein Pferd weggeführt wird - auch wenn es in Sichtweite bleibt. Und nun ganz akut: Er lässt sich nicht mehr von der Weide führen, auch mit Führpferd ist dies nicht unbedingt möglich. Wenn man einen Moment unaufmerksam ist, reißt er sich los. Futterbestechung wirkt nicht. Auch am Kappzaum reißt er sich los. Eine Gerte als Führhilfe bringt auch nichts, auch mit treibender Person hinter ihm ist nichts zu machen. Am Trensengebiss ist bisher nichts eingeschnallt worden, auch mit Strick überm/im Maul oder Hengstkette hat sie es nicht versucht, da sie ihm ja nichts schlechtes will.
Er ist auf dem Reitplatz, der nahe an der Weide gelegen ist, nicht reitbar, reißt sich auch dort los. In der Halle ist er dann aber wieder brav zu reiten.
Will man ihn geregelt wieder auf die Weide führen, reißt er sich ebenfalls los.
Reitbar ist im Prinzip auch mit Einschränkungen zu besehen: Er scheint nicht wirklich motiviert, ein paar Runden Trab und er hat keine Lust mehr, bleibt stehen. Lässt sich dann zwar wieder anreiten, aber ist eben nicht so motiviert wie er sein könnte. Er wurde nach allen Einheiten stets mit Futter belohnt und natürlich auch mit Stimme.
Momentan ist der Plan ihn von der Weide zu holen, um ihn einfach zu füttern, damit er einfach weiß: Hey, da passiert dir doch nur Tolles. Aber wie gesagt, das Problem besteht in Teil 1 vom Plan, ihn eben überhaupt erstmal da runter zu bekommen.
Wie gesagt, bin ich nicht der Meinung, dass es am fehlenden Vertrauen liegen kann. Die Frau hat so viel mit ihm gearbeitet, er lässt sich bei ihr so fallen und lässt sich reiten.
Ich glaube, dass er einfach kapiert hat, dass er sich losreißen kann und nicht mitlaufen muss. Er hat es ja wie bereits erzählt oft genug geschafft und bei Leibe, die Masse hält einfach kein Mensch. Mit Schläue und Reaktion ist da einiges zu machen, aber man ist eben nicht allmächtig.
Der Druck steigt so langsam. Das Pferd ist wie gesagt seit 2 Jahren dort und so langsam aber sicher wird der Besitzer natürlich ungeduldig. Das Pferd frisst ihm die Haare vom Kopf, lässt sich aber nach wie vor nicht in der Reitschule einsetzen und zeigt auch nicht mal Ansätze, dass dies in naher Zukunft möglich sein wird.
Ich weiß, dass das Herz der guten Frau an diesem Pferd hängt und ich möchte ihr einfach so gern helfen. Ich weiß aber nicht, wie ! So langsam sind wir am Ende unseres Lateins.
Bitte helft uns !
Liebe Grüße !
Es handelt sich nicht konkret um mein Problem, aber ... es packt mich doch das Helfersyndrom.
Es geht um einen jüngeren Wallach, der einem Reitbetrieb gehört. Er kam vor 2 Jahren auf den Hof, seine Vorgeschichte ist unbekannt. Nach diversen Einreitversuche, die an einem wüst bockendem Pferd scheiterten, hat sich nun eine Frau um die Pflege jenes Pferdes gekümmert. Es handelt sich dabei nicht um einen völlig ahnungslosen Tropf, sondern Jemanden, der sehr wohl weiß was er tut.
Nach viel Boden- und Longenarbeit hat diese Frau es fertig gebracht dieses Pferd zumindestens für sie zu einem Reitpferd zu machen.
Es gab viele Durchstrecken, so war zum Beispiel das Trensen anfangs ein riesiges Problem, das Pferd rannte vor der Trense davon und musste anfangs stets in der Box aufgetrenst werden. Dieses Problem hat sich seitdem durch viel Geduld deutlich verbessert.
Die Frau ist absolut seine Bezugsperson. Er kommt fröhlich auf sie zu auf der Weide, lässt sich seine Ekzemerdecke anziehen, die wohlbemerkt über den Kopf gezogen werden muss und er sich ihr im wahrsten Sinne des Wortes brav blind anvertraut - egal ob auf der Weide oder am Stall. Er senkt den Kopf in ihrer Gegenwart und ist gelassen. Ausreiten im Stil einer kleinen Runde um den Hof mit Straßenabschnitt ging auch.
Allerdings gibt es ein Problem, dass sich eigentlich durch die ganze Arbeit zieht. Beim Longieren reißt er sich los, hat diverse Longen zerissen. Beim Führen reißt er sich los. Ist unberrechenbar, wenn er alleine in der Halle oder auf dem Platz warten soll, wenn vor ihm ein Pferd weggeführt wird - auch wenn es in Sichtweite bleibt. Und nun ganz akut: Er lässt sich nicht mehr von der Weide führen, auch mit Führpferd ist dies nicht unbedingt möglich. Wenn man einen Moment unaufmerksam ist, reißt er sich los. Futterbestechung wirkt nicht. Auch am Kappzaum reißt er sich los. Eine Gerte als Führhilfe bringt auch nichts, auch mit treibender Person hinter ihm ist nichts zu machen. Am Trensengebiss ist bisher nichts eingeschnallt worden, auch mit Strick überm/im Maul oder Hengstkette hat sie es nicht versucht, da sie ihm ja nichts schlechtes will.
Er ist auf dem Reitplatz, der nahe an der Weide gelegen ist, nicht reitbar, reißt sich auch dort los. In der Halle ist er dann aber wieder brav zu reiten.
Will man ihn geregelt wieder auf die Weide führen, reißt er sich ebenfalls los.
Reitbar ist im Prinzip auch mit Einschränkungen zu besehen: Er scheint nicht wirklich motiviert, ein paar Runden Trab und er hat keine Lust mehr, bleibt stehen. Lässt sich dann zwar wieder anreiten, aber ist eben nicht so motiviert wie er sein könnte. Er wurde nach allen Einheiten stets mit Futter belohnt und natürlich auch mit Stimme.
Momentan ist der Plan ihn von der Weide zu holen, um ihn einfach zu füttern, damit er einfach weiß: Hey, da passiert dir doch nur Tolles. Aber wie gesagt, das Problem besteht in Teil 1 vom Plan, ihn eben überhaupt erstmal da runter zu bekommen.
Wie gesagt, bin ich nicht der Meinung, dass es am fehlenden Vertrauen liegen kann. Die Frau hat so viel mit ihm gearbeitet, er lässt sich bei ihr so fallen und lässt sich reiten.
Ich glaube, dass er einfach kapiert hat, dass er sich losreißen kann und nicht mitlaufen muss. Er hat es ja wie bereits erzählt oft genug geschafft und bei Leibe, die Masse hält einfach kein Mensch. Mit Schläue und Reaktion ist da einiges zu machen, aber man ist eben nicht allmächtig.
Der Druck steigt so langsam. Das Pferd ist wie gesagt seit 2 Jahren dort und so langsam aber sicher wird der Besitzer natürlich ungeduldig. Das Pferd frisst ihm die Haare vom Kopf, lässt sich aber nach wie vor nicht in der Reitschule einsetzen und zeigt auch nicht mal Ansätze, dass dies in naher Zukunft möglich sein wird.
Ich weiß, dass das Herz der guten Frau an diesem Pferd hängt und ich möchte ihr einfach so gern helfen. Ich weiß aber nicht, wie ! So langsam sind wir am Ende unseres Lateins.
Bitte helft uns !
Liebe Grüße !