Ponyreiten auf Kirmes?

Diskutiere Ponyreiten auf Kirmes? im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; auserdem werden die ponys in planten un blom normal auch gritten, und sind nur einmal die woche da. war schon mal auf dem hof....... die sind in...
  • Ponyreiten auf Kirmes? Beitrag #21
auserdem werden die ponys in planten un blom normal auch gritten, und sind nur einmal die woche da. war schon mal auf dem hof....... die sind in offen stall haltung und haben es vool gut da alle von der wurst gerettet worden. es wusste auch niemand das ich komme, kann also nicht gelogen sein. die richtung ist auch immer anders :D
 
  • Ponyreiten auf Kirmes? Beitrag #22
Es gibt evtl. den ein oder anderen Veranstalter, dessen Pferde nicht so leiden. Der Normalfall ist das jedoch nicht!

Im Normalfall leiden solche Ponys.
Sie laufen auf hartem Boden, nur ein wenig Sägemehl. Sie sind angebunden (aneinander, oft auch ausgebunden). Sie werden gezwungen immer hintereinander im Gleichschritt zu laufen. Oft haben sie Hunger und Durst, denn gefüttert wird wenig. Alle 4-6 Std. Raufutter ist nicht möglich. Getränkt wird nicht regelmäßig.
Die Ponys sind extremer Lautstärke und zu vielen Umweltreizen ausgesetzt. Turnierpferde laufen 3-5 Min. in einem Hexenkessel, Zirkusponys müssen das stundenlang ertragen.
Die Sättel sind fast immer ungeeignet. Es sind meist Kinderwesternsättel aus Sperrholz. Gute Kinderwesternsättel gibt es nur Maß.
Die Luft ist stickig, Frischluft ist Mangelware.
Im fahrenden Geschäft haben es die Ponys besonders schwer. Sie haben keinen vernünftigen Stall, geschweige denn eine Wiese. Die Hufe werden nicht regelmäßig bzw. von einem vernünftigen Hufschmied gemacht. Wird ein Schmied gerufen, weiß der, dass es sich um reisende Kundschaft handelt, die er nie wiedersieht. Hufumstellung ist nicht möglich und auch nicht erwünscht, das Pony würde dann ja einige Tage ausfallen.
Diese Pferde sollen Geld verdienen. Sie finanzieren die Aussteller, den Platz, das Material...
Ponys sind billig. Vom Metzger bekommt man sie für 50€. sobald ein Pony gesundheitliche Probleme hat, die man ihm ansieht (Abmagerung, geschwollene Gelenke, Lahmheit...) wird es 'ausgetauscht'.
 
  • Ponyreiten auf Kirmes? Beitrag #23
Finde es auch absolute Quälerei eben weil die Tiere nicht nach getaner Arbeit auf die Wiese kommen sondern wahrscheinlich genauso Nase an Hintern in einem viel zu engen Stall stehen. Von dem Stress und der Geräuschkulisse mal abgesehen hat auch sicher keines der Tiere einen passenden Sattel. Wieso auch sind ja nur Fliegengewichte obendrauf :roll:
 
  • Ponyreiten auf Kirmes? Beitrag #24
Es spielt natürlich immer eine Rolle, wie die Tiere sonst gehalten und gearbeitet werden. Aber als Kirmesbesucher kann man das natürlich schlecht beurteilen. Wenn man das allerdings vielleicht zweimal im Jahr macht, dann finde ich das auch nicht weiter schlimm. (Sind bei uns meistens Privatponys, welche das einfach mal an einem solchen anlass tun. Es kann sogar ein bisschen Abwechslung für die Tiere sein, denn leider stehen heute noch viel zu viele Ponys einfach tagein tagaus auf der Weider herum und dienen als Rasenmäher.. Ob es Abwechslung oder nur Stress ist, darüber kann man sich streiten..;) Solange man einige Dinge beachtet, finde ich das nicht soo tragisch, aber es gibt sicher Besseres für die Ponys..
 
  • Ponyreiten auf Kirmes? Beitrag #25
Ich helfe jeden Herbst bei so einem Schaustellerbetrieb mit und den Pferden geht es gut! @ Calimero:Schlechter Boden: Bei dem Fürther Betrieb gilt das nicht, der wird jeden Tag aufgefrisch, abgeäppelt und nachgestreut. ALle paar Runden wird nachgerecht. Gebrochener Wille: Gar nicht, da gibt es so ganz ruhige, die kannst du auf den Kopf stellen und die störts nicht, aber auch die eher "wilden". Die zicken in der Box rum, klauen Karotten, etc. Ortswechsel: Der BEtrieb reist nicht einmal quer durch Deutschland für zwei Wochen Kirmes. Der Betrieb wo ich helfe hat einen eigenen Hof mit Weiden und Hallen, wo die Pferde normalerweise stehen. Junge oder unausgelastete Pferde werden davor noch abgeritten (bei uns immer am SPortplatz entlang :D) DIe Ponys stehen zusammen in einem ANhänger und haben einen kleinen Paddock (Das ist besser als in 50% aller Ställe) und die Großpferde (auch nicht größer als 1,65m) stehen in 2x2m großen Boxen. Und glaub mir, nach einem Tag Arbeit tun die nix mehr, da sind sie froh wenn sie ihre RUhe haben ;) Diamant wurde verkauft, weil er für den BEtrieb zu hibbelig war. Er steht jetzt als Westernpferd in einem Privatstall. (Mein Liebling *-*) Diabolo (R.I.P Großer) war schon alt. Der ist mitgekommen und ist vllt alle zwei drei Tage mal ein paar Stunden mitgelaufen. Andere PFerde wären in seinem ALter in der WUrst gelandet! DIe PFerde sind top zu reiten, weil ihnen keiner im Maul zieht. Ich geb dir aber mal nen Tipp, wenn du dich aufregen willst: Ein Schausteller, der beim Nürnberger CHristkindlesmarkt die Postkutschen fährt. Seine PFerde stehen fast 24h in STÄNDERBOXEN, werden nicht geputzt und nicht bewegt. Wenn sie dann die schweren Kutschen stundenlang bergauf- bergab ziehen schwitzen die wie Hölle. Aber fette Kohle macht der Herr damit -.- Sicher gibt es andere Betriebe, die da nicht so pferdefreundlich sind, aber man kann das nicht in einen TOpf werfen. EIn Verbot bringt - meiner Meinung nach - gar nichts, denn viele Kinder bekommen gerade durch diese Begegnung Interesse am PFerd. Und das sind in den meisten Fällen die Leute, die sich nachher für PFerde engagieren! Würde keiner mit PFerden in Kontakt kommen, würde es auch niemand interessieren wenn was mit ihnen ist. Strengere AUflagen zwecks Pferdewechsel etc müssen her. Sonst passt alles :)
 
  • Ponyreiten auf Kirmes? Beitrag #26
Anscheinend geht es nicht bei jedem Ponyreiten so gut zu, wie bei Dir. Habe letzte Woche auf einem Weihnachtsmarkt wieder ein Ponyreitstand entdeckt, das waren Tinker, echt schöne Tiere. Hab zugeschaut wie sie gesattelt wurden, sie sahen aber auch ganz gut aus. Ein bisschen getüddelt und dann auch schon wieder weggegangen. Der Boden sah auch gesund aus, das einzige was mich stört ist, dass die Tiere keinen Handwechsel machen können.
 
  • Ponyreiten auf Kirmes? Beitrag #27
Es gibt Ausnahmen bei den Kirmespferden. Aber das sind leider nur Ausnahmen. Der Betrieb in dem du aushilfst Miss Death Mental könnte sicher auch anders überleben. So lange Ponys bei extremer Lautstärke immer im Kreis laufen müssen, immer andere Kinder tragen, Sättel nicht vernünftig sind etc. bin ich dagegen. Genauso wie in vielen Schulbetrieben - da haben es die Pferde oft schlechter als in dem, Ponybetrieb den du beschrieben hast.
Gundsätzlich würde ich daher mein Kind nicht auf so einem Pony reiten lassen. Wenn das Kind einen Bezug zu Pferden bekommen soll, dann so wie sie sind. Als Mutter muss man dann eben ein wenig mehr Engagement an den Tag legen um meinem Kind dieses Hobby zu ermöglichen.
Wenn man den Prozentsatz mal nachhält wie viele Kinder durch Kirmesponys ans Pferd herankommen ist wohl verschwindend gering. Die meisten kommen durch die so in Reiterkreisen verhassten Wendy Heftchen Freunde, Bekannte oder die Eltern bzw, deren Freund und durchs Fernsehfilme zum Pferd.
Sie merken dann mehr oder weniger schnell, dass dir reale Welt ganz anders aussieht und einige werden echte Pferdemädels und -jungen.
 
  • Ponyreiten auf Kirmes? Beitrag #28
Hallöchen :)
also für mich persönlich grenzt das an Tierquälerei. Diese Ponys/Pferde dürfen nie "Pony/Pferd sein", wer kann da noch glücklich sein?! Sehe ich sowas immer auf Kirmes, etc. würde ich am liebsten das Veterinäramt rufen, aber anscheinend darf man sowas. Tiere stundenlang im Kreis laufen lassen, ihnen ihren natürlichen Lebensraum nehmen, nur damit man selbst Geld hat. Schrecklich. :'( Schon öfter hab ich gehört dass Leute angezeigt wurden weil ihre Pferde ein bisschen im Matsch standen und solche quälen jahrelang diese armen kleinen Ponys. Wo ist da noch der Sinn, die Gerechtigkeit?!
Ich könnte mich bei sowas so aufregen, denke aber es geht vielen so. :D
Liebe Grüße <3
 
  • Ponyreiten auf Kirmes? Beitrag #29
Der Betrieb, den MissDeathMetal beschrieben hat, ist sicher OK. Die Pferde haben halt ihren Job. Das Leben dieser Pferde ist sicher besser, als das von so manchem Privatpferd, das 23Std. Boxenhaft hat.
Das Problem ist sicher der Kirmesbetrieb. Die Lautstärke, die Luft, der Boden, die Arbeitszeit der Pferde ... Zu über 90% sind das schlimme Zustände!

Ich kenne jedoch hier in der Nähe auch einen Betrieb, allerdings ist das kein Kirmesbetrieb, sondern ein Betrieb in einem Märchenzoo. Das Konzept ist folgendermaßen:
Der Betrieb befindet sich am Rande eines Waldes und ist in den Wald gebaut. Man kann dort einen Waldspaziergang machen und geht an verschiedenen Stellen vorbei wo wunderschöne Märchen aufgebaut sind. Auf Knopfdruck bewegen sich die Figuren und das Märchen wird erzählt und plastisch gespielt. Zusätzlich gibt es noch Gastronomie, Hüpfburg, Cartfahren, Trampolinspringen ...
Die Pferde stehen auf der anderen Seite der anderen Events im Wald. Die Reitbahn ist auf Naturwaldboden, der mit Sand aufgestreut ist. Die Ponys stehen nebenan auf einem Wiesenstück im Offenstall. Alles sieht sauber aus und man kann alles jederzeit sehen.
Manchmal auf Ausritten sehe ich, dass die Ponys auch ins Gelände dürfen. Dann sitzen Mädels drauf (OK für mich ist alles unter 25 noch Mädel, bin ja schon älter) - ich denke, das sind die Mädels, die die Pferde auch putzen und führen. Ansonsten sehe ich diese Pferde und Ponys auch noch auf einer größeren Wiese. Bei schlechtem Wetter, wenig Besuchern und im Winter stehen die Tiere einfach in ihrem Offenstall oder auf der großen Wiese, wo sie 2 Unterstände haben.
Die Pferde werden beim Reiten geführt.
Einen solchen Betrieb finde ich ehtisch absolut vertretbar, auch wenn der Betreiber mit den Tieren sicher gutes Geld verdient.

Dagegen gibt es auch jede Menge solcher Betriebe:
 
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