Als ich einen Hund wollte, bin ich erst einmal durchgegangen, ob ich es mir leisten kann. Wie steuern, Versicherung, Futter, Tierarztkosten usw. Hatte dann überlegt, ob ich auch den Anforderungen gerecht werden kann. Wie regelmäßige Sparziergänge in einer passenden Umgebung, eine nicht zu kleine Wohnung, bin ich gewillt auf bestimmte Freiheiten zu verzichten u.s.w.
Ich glaube, da liegt schon der erste Fehler, den sehr viele begehen die sich einen Hund anschaffen. Sie denken darüber gar nicht erst nach. Sie wollen ihn evt. weil die Kinder ihn haben möchten und die Eltern tun ihnen einfach nur den Gefallen oder sie wollen ihn selbst, weil er ja so süß aussieht. Wenn er dann da ist, merken sie schon nach einer kurzen Zeit, dass der Hund ihnen einfach zu viel ist. Also ab ins TH.
Erst danach habe ich überlegt, welche Rasse für mich passend wäre. Hier hat meine Entscheidung am längsten gedauert. Da ich mich mit diesem Thema sehr viel beschäftigt hatte. Auch dies machen leider viele zu wenig.
Da es für mich der erste Hund ist, war für mich klar, dass ich keinen Hund mit einem starken Wesenscharakter nehmen kann. Dies hätte ich mir nicht zugetraut.
Da ich in der Stadt wohne und auch berufstätig bin, musste ich auch bedenken, dass dieser Hund nicht zu viel Auslauf benötigt. Denn diesen könnte ich gar nicht so gut bieten. Auch wenn mir viele andere Rassen vom Aussehen auch sehr zugesagt hätten. Ich verglich daher sehr viele Rassen, was eine verdammte Arbeit war und sehr zeitaufwendig.
Wieder bin ich der Meinung, dass sich manche darüber keine Gedanken machen. Sie nehmen den erstbesten Hund. Oder wollen einen bestimmten aus einem bestimmten Grund, egal ob er zu ihnen passt oder nicht.
Auch ich hatte zum Anfang an einen Hund aus dem TH gedacht. Leider habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass man kaum kleinere oder mittlere Hunde dort bekommt. Einen Hund der schlechte Vorerfahrung hatte, habe ich mir auch hier wieder nicht zugetraut, da ich halt noch ein Laie in der Hundehaltung bin. Somit hab ich dann für mich ein TH recht schnell ausgeschlossen. Ich wollte es nicht versuchen, ob ich mit solch einem Hund vielleicht doch klar komme und ihn dann doch wieder weggeben müsste.
Als letztes stand dann noch die Frage, aus privaten Händen oder von einem Züchter. Ich entschied mich dann für einen Welpen von einem Züchter. Ich suchte also einen guten Züchter, da ich keine Massenzucht oder ähnliches unterstützen wollte. Für einen Welpen entschied ich mich, da ich die Erziehung von Anfang an alleine übernehmen kann. Das stellte ich mir am einfachsten vor.
Leider machen sich sehr viele Halter keine Gedanken vorher, was sie denn wirklich wollen und vor allem auch können. Er sieht einfach nur so süß aus, oder tut ihnen so leid. In meinen Augen ist das der größte Fehler, den man sich selbst und vor allem auch dem Hund antun kann.
Wenn man die entsprechenden Erfahrungen in der Hundehaltung und –erziehung hat, finde ich es auch sehr schön, den Hunden eine 2. Chance zu geben, aber die anderen sollten lieber die Finger davon von lassen, bevor sie es noch schlimmer machen.
Vielleicht sollte man zum Anmelden des Hundes (Hundesteuer) eine Bescheinigung einer HuSchu oder eines Hundetrainers mitbringen müssen, daß man so ne Art Einführungskurs gemacht hat.
Hier sollte man bedenken, dass viele Halter ihre Hunde gar nicht erst anmelden. Dann kann nicht jeder eine Hu-Schu besuchen. Ich persönlich habe nicht die Möglichkeit. Meine nächste gute HuSchu ist nur mit dem Auto zu erreichen. Da ich aus gesundheitlichen Gründen kein Auto fahren darf, ist es mir somit nicht möglich eine aufzusuchen.
Zum Glück gibt es aber eine Menge Materialien (Bücher, Zeitschriften,Internet) wo man sehr viel über Erziehung nachlesen kann. Deswegen habe ich mich auch hier angemeldet um einige Ratschläge zu erhalten, wenn ich dann mal nicht weiter weiss.
Hätte ich dann nach deiner Meinung kein Hund haben dürfen?
Ich habe einen Bolonka Zwetna Mix. Habe sie mit 8 Wochen erhalten und jetzt ist sie ein halbes Jahr. Ohne eine HuSchu kann sie gut "sitz", "platz", "hier", an der Leine laufen. Ich kann sie bei mir in der Gegend auch ohne Leine laufen lassen, da sie gut abrufbar ist, sogar wenn sie mit Hunden spielt. Klar muss ich ihr noch sehr viele Sachen beibringen, aber ich denke, dass ist mit einem halben Jahr normal. Aber wenn ich mir manch andere ältere Hunde hier in der Gegend anschaue, bin ich auf meine kleine Aimy schon sehr stolz.
Lg.
Dani