Kaum noch "passende" Tierheimhunde

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  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #21
Pearless ich empfehle immer wenn man keine Ahnung hat besser nix zu sagen. Ich habe was Hunde betrifft mehr Erfahrung als wahrscheinlich 70% der Halter hier, Der Hund war Kerngesund was das Körperliche angeht. Waren ne Woche vorher noch beim TA zum jährlichen Check. Und es ist ja nicht so das ich ihn gleich nachdem er mich angehen wollte zum TA gebracht habe sondern ich habe das noch 2 Tage beobachtet aber es verschlimmerte sich immer mehr anstatt besser zu werden. Am Ende habe ich meinen eigenen Hund mit Maulkorb zum TA gebracht und dort erlösen lassen. Ausserdem wenn du richtig gelesen hättest ich habe ihn 2 mal vom Beisser zum verträglichen Hund gemacht
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #22
Ich habe durchaus richtig gelesen, Warp-One.
Und der Tierarzt konnte eine Woche im Voraus sagen, ob der Hund Schmerzen hat? Wow, den Tierarzt möchte ich bitte auch mal besuchen.
Und lassen wir mal deine jahrelange-und-extrem-beeindruckende Erfahrung aus dem Spiel, die interessiert mich nämlich grad recht wenig, denn scheinbar hat sie dir ja auch nicht geholfen.
Und akut vor dem Einschläfern, hast du da ihn noch mal auf Schmerzen untersuchen lassen?
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #23
Aber sicher, der Hund war körperlich immer noch top in Ordnung und er hat auch nicht immer geschnappt. Man kann das schlecht beschreiben. Morgens dachte ich auch das er erschrocken war, dann war 3 Stunden nix er war brav und wie wenn du nen Schalter umgelegt hättest schwupps knurren und schnappen. Ich tippe mal das es was krankhaftes im Kopf war. Der TA vermutete auch etwas in der Richtung da es ja nicht immer war. Damals habe ich ihn nicht obduzieren lassen, heute würde ich das tun
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #24
Wenn ich überhaupt auf die Idee käme, mein eigenes Tier deshalb einzuschläfern, dann würde ich das auch tun, aber hallo.
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #25
Ich sehe das ähnlich wir Warp-One. Wir hatten auch mal einen Hund, der einerseits keiner Fliege etwas tun würde, aber im nächsten Moment ist er auf alles was sich bewegt hat, losgegangen. Mein Dad wollte ihn morgens füttern, ist auf einmal aber nur aus der Küche geflüchtet und hat die Tür hinter sich zu geschlagen. Nach ein paar Stunden sind wir dann in die Küche und unser Hund war wieder wie ausgewächselt. Total lieb und nicht die geringste Spur von Aggressionen oder ähnliches. Sind dann zum Tierarzt und haben ihn untersuchen lassen. Er hatte nen Turmor im Kopf und selbst eine OP hätte ihm nicht mehr helfen können. Haben ihn dann einschläfern lassen.

So leid mir das auch tut, aber sollte ich jemals einen Hund zu mir nehmen, der anfängt nach meiner Familie oder mir zu schnappen ist bei mir definitiv der Ofen aus. Klar, werd ich das Tier untersuchen lassen und gucken was es hat, aber so etwas wie mit unserem Schäferhund möchte ich nicht nochmal erleben müssen!

Er war ein herzensguter Hund, aber manchmal war es echt, als wenn man bei ihm einen Schalter umgelegt hätte. Wir haben ihn dann auch nicht mehr wieder erkannt und naja da ich und meine Geschwister noch kleiner waren, war es meinen Eltern einfach zu gefährlich.

Zum eigentlichen Thema kann ich nur sagen, dass mir das auch schon aufgefallen ist. Denke auch, dass es einfach so ist das kleinere Hunde einfach schneller und einfacher zu vermitteln sind als große^^ Bei uns im Tierheim sitzen heutzutage fast nur große Hunde (wie Rottweiler etc.). Habe mal nachgefragt und dort sagten sie mir auch, dass kleinere Hunde einfach besser zu vermitteln wären bzw. noch nicht einmal direkt im Tierheim untergebracht werden müssten. Meist bleiben die Hunde nur noch ein paar Tage in den Familien und wenn jemand gefunden ist, der den Hund nimmt, würde er direkt von der Familie zum neuen Besitzer wechseln. So ist es bei uns.
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #26
Sind dann zum Tierarzt und haben ihn untersuchen lassen. Er hatte nen Turmor im Kopf und selbst eine OP hätte ihm nicht mehr helfen können. Haben ihn dann einschläfern lassen.
Das ist meiner Meinung nach doch eine ganz andere Sache. Ihr wusstet, dass dieser Hund einen Hirntumor hat und er wohl auch nicht mehr zu retten war, das hatte medizinische Gründe. Da hätten doch wohl die meisten so gehandelt.
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #27
Ja schon, aber ich kann Warp-One trotzdem verstehen^^ Euch anderen versteh ich auch. Ich würde jedem Hund und jedem anderen Tier eine 2. Chance geben, aber wenn er mich oder meine Familie beißen sollte, obwohl wir ihm nichts tun, dann wäre bei mir auch der Ofen aus. Ab zum TA, untersuchen lassen und wenn es sein muss würd ich ihn auch einschläfern lassen.
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #28
obwohl wir ihm nichts tun
Genau das ist aber der Punkt. Viele Leute meinen, dass der Hund, nur weil sie es nicht erkennen, total grundlos zubeisst, aber in den allermeisten Fällen hat das einen Grund und man erkennt es nur nicht. Ich würde mich einfach schuldig fühlen, wenn ich wüsste, dass es dem Hund vielleicht wieder besser hätte gehen können und ich es verhindert habe, weil ich ihn "erlösen" wollte. Aber wie kann man nach nur zwei Tagen wissen, ob das das Richtige ist, wenn man nicht mal alle seine Möglichkeiten ausgeschöpft hat, um die Ursachen zu finden? Die können so vielfältig sein und nicht selten spielen mehrere Faktoren zusammen.
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #29
Moinsen,

@ Gerade aus den von euch genannten Gründen einen Hund einschläfern zu lassen muss sehr belastend sein. Mein Beileid und Respekt euch, das ihr dies Durchgestanden habt.

Es gibt Hunde die wegen übersteigerter Agressivität, die nicht therapierbar ist, nicht mehr unter normalen Bedingungen gehalten werden können.
Bei diesen Hunden ist sichherlich das Einschläfern nicht nur sinnvoll sondern auch angebracht.

Die Gründe dafür, das ein Hund nicht therapierbar ist, liegen darin das sich ein Hund im Reflexhaften Verhalten verhält.
Die Ursachen liegen dann entweder im gesundheitlichen Bereich oder sind genetisch dispositioniert.

Solange der Hund sich im Operanten Verhalten verhält, ist er ohne Probleme therapierbar.
Verhalten das als Lösungsstrategien im Lymbischen System abgelegt wurde.

Natürlich gibt es auch Mischformen.

Um dieses abzuklären bedarf es einer fundierten Verhaltensanalyse. Denn die Gründe für Operantes Verhalten können vielschichtig und unklar sein.

Im Rahmen meiner Ausbildung waren schon einige Hunde dabei die Aggressionen gegen ihre Besitzer gezeigt haben.
Den meisten konnte geholfen werden.

Ein Hund der schon als Junghund gegen alles und jeden Beschädigungsbeissen gezeigt hat und im Rahmen eines Seminars seine letzte Chance bekommen hat als Einschläferungskandiat.
Dieser war innerhalb einer halben Stunde lammfromm und hat sich in den Dozenten reingekuschelt. Damit war die Problematik nicht verschwunden aber der Therapieweg war klar.

Ein Hund der einfach zu schlau für die meisten Menschen war und dementsprechend gelernt hat sein Umfeld über Agression zu manipulieren. Als diese Stratgie nicht mehr funktionierte wurde er zu Kuschelhund.




, jedem seine Meinung, ist OK. Aber ich bin Froh das nicht jeder deiner Meinung ist.das klingt etwas nach, wenn der Hund Probleme macht, einschläfern, gibt ja genug. (ich Übertreibe, ich weiss)
Wäre auch schade für mich, will ja noch mal als Hundetrainer Geld verdienen.;)


Zu dem klingt für mich das alte Denken durch, wenn der Hund die Hand beisst, die ihn füttert, hat der Hund das Leben verwirkt.
Dieses resultierte wohl aus dem alten Dominanzgedanken und der Vorstellung das Hunde in A -Z Rangordnung leben. Das ist jedoch schon lange überholt.

Aggression ist allgemein unter Hunden ein Mittel um Ansprüche durchzusetzen, wenn das Gegenüber offenbart das dies funktioniert.

älse
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #30
Ich finde die Problematik ist eigentlich, das es zuviele Hunde gibt.
Schaut mal in Foren, e*** Kleinanzeigen oder anderen Vermittlungsseiten für Tiere.
Wieviele Hunde werden im Ausland unter schlimmen Umständen gezüchtet und hier verkauft?
Aber auch hier in Deutschland gibt es genügend Menschen, die immer wieder Hunde züchten.
Eigentlich möchte ich es eher "vermehren" nennen.
Egal ob es Mischlinge oder auch Rassehunde sind (natürlich selten mit gültigen Papieren).
Meistens nur um damit bisl Geld zu machen....und sei es nur ein paar Euros.
Denn ansonsten kann ich mir nicht erklären, weshalb manche Leute immer wieder Welpen haben und verkaufen.
Ob es nun sogenannte "Kampfhunde" sind, alle möglichen Formen von Doodles die derzeit angeboten werden oder "normale" Welpen.
Es sollte nicht einfach so gezüchtet oder vielmehr vermehrt werden dürfen.
Ich denke da sollte man mal über eine Lösung nachdenken.
...sicherlich schwer!
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #31
Ich kann dem garnicht zustimmen. Hier in der Umgebung sind die Tierheime voll von Hunden die auch für Anfänger geeignet sind. Natürlich liegt es auch immer daran wie viel Zeit die Leute in einen Hund stecken möchten. Grade als Anfänger sehe ich die Hundeschule als Pflicht an, schon um den Hund ein gefallen zutun und ihn besser verstehen zukönnen. Natürlich kann man einen Rassewelpen besser nach seinen eigenen Vorstellungen prägen aber nur weil ein Hund 3 Jahre alt ist, lässt er sich immernoch genauso gut erziehen und an gewisse Dinge gewöhnen. Ich habe im Juni zwei kleine Anfängergeeignete Hunde von Teneriffa mit nach Deutschland genommen per Flugpatenschaft. Grade die kleine Ida war ein sooolcher Schatz. Amliebsten hätte ich sie gleich adoptiert. Sie war zu jedem freundlich, war total tiefenentspannt im Flughafengebäude und auch beim einchecken. Da war sie mit mir ja allein und sie kannte mich vorher ja garnicht. Auch als sie später aus der Box rausdurfte in Frankfurt wurde erstmal alles neugirig beschnüffelt und jeder Mensch der anhielt bei uns wurde freudig begrüßt und das nach 4 1/2 Stunden flug. Es gibt solche süßen tolle Schätze in den Tierheimen. Und schaut mal auf der Internetseite von der Organisation, da sind momentan wieder total viele kleine Welpen und auch kleine Hunde.
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #32
I
Aber wieso sind große Hunde Familienuntauglich? Chester ist doch ein Wolfspitz? Die erreichen auch 50 cm Schulterhöhe. Ich finde ja ehrlich gesagt, große Hunde eher Familientauglich als kleine :lol:


Hey :)
also ich meinte nicht, das allgemein große Hunde familienuntauglich sind, sondern die die in den Tierheimen ihr dasein fristen. Ich schaue ja ab und zu aus Neugier auf Tierheimseiten vorbei, da war letztens ein Tierheim mit zwei Kangalen - ein Herdenschutzhund, der für "normale" Familien ungeeignet ist. Ich will mir garnicht ausmalen, wie der mit seinen 70 cm Schulterhöhe UNAUSGELASTET abgeht.. mir geht es um die Verwendung. Auch können sich kaum noch kleinere Familien solche Oschis holen, weil die Wohnung nicht artgerecht sein würde.

Wir haben auch gewartet, richtig lange sogar. Wir waren auch in einem Tierheim, wo ein, tut mir leid, total versauter Hund dabei war. Mir wurde erklärt, das dieser Menschen hasst, er darf nicht raus da er beißen würde. Sein Vorbesitzer hat ihn abgerichtet, bei jedem Lebewesen hat er zugeschlagen und ihn nur mit Gewalt erzogen - vom Welpenalter an. Mir tut der Hund so unendlich leid, aber wer nimmt so einen denn noch? Natürlich gibt es für jeden Topf den passenden Deckel, aber wie groß ist die Chance denn...

Dann gibt es die Listenhunde, die hauptsächlich beschlagnahmt wurden weil die Halter die Bedingungen nicht erfüllten.

Mir fällt auch öfter mal auf, dass viele Welpen in den Kleinanzeigen stehen, meist 7-9 Monate. Da frag ich mich doch warum geben sie diese ab? Sind sie zu nervig? Wollten sie ein Kuschelhund haben und haben gemerkt, das ein richtiger Hund arbeit macht? Unverständlich sowas... wenn ich dann da mal anrufe und nachfrage, sagen die meisten, wir können uns den Hund nicht mehr leisten. Komisch, stimmt das wirklich oder ist das nur vorgeschoben? Ich tendiere zum zweiten..

Tja, dann läg meine Hündin wohl schon unter der Erde, und das nur, weil die Vorbesitzer zu dumm waren, um so einen intelligenten Hund richtig zu halten und zu erziehen. Und ich habe ihr die Chance gegeben, einigermaßen "normal" zu werden, und diese Chance haben wir gemeinsam genutzt, also bitte?! Warum direkt töten, was die Menschen verbockt haben?

Edit: 'tschuldigung, aber so Beiträge machen mich etwas wütend. Wenn das auf Hunde bezogen war, für die es leider keine Hoffnung mehr gibt, dann wäre es gut, wenn man das so formuliert.


Ich finde es super, das du so einem Hund die Chance gibst. Aber man muss echt dabei sagen, warum der Hund so ist. Wenn er "nur" unausgelastet ist, kann er trotzdem ein super Hund werden. Aber das gegenteil sieht man meistens im Tierheim. Dort sind oft viele Hunde, die einfach als "cooler Hund" gehalten werden, ein Listenhund muss es sein, denn ein "Kampfpudel" wäre ja nicht so cool. Die Besitzer erfüllen die Bedingungen nicht, der Hund wird beschlagnahmt. Meist haben diese Welpen Aggressionen gegen Männer oder Kinder. Warum? Weiß keiner.. Wenn man sich nicht auskennt (so wie ich in diesem Bereich) kann man sich so einen Hund nicht holen. :(

Off-Topic
Ich bin ja der Meinung, das man jedes Verhalten umlenken kann - nur manchmal dauert es Jahre und die wenigsten nehmen sich heutzutage diese Zeit. In Robertsdale gibt es einen Polzisten der einen Rottweiler erschießen sollte weil der wirklich jedem an die Kehle ging, der ihm zu nah kam. Der Polizist war aber ein erfahrener Hundeführer und hat den Rotti bei sich aufgenommen. Es hat etliche Jahre gedauert aber als ich den Rottweiler zum ersten Mal gesehen habe, hätte ich nie gedacht, das er so eine Vorgeschichte hat. Der Mann hat aus ihm einen super Familienhund gemacht, der grunzend am Rücken liegt und sich den Bauch kraulen läßt...ich finde es schade, das immer so schnell über ein Tierleben geurteilt/verurteilt wird...alle brauchen nur eine Chance in den richtigen Händen...es kann Jahre dauern, ja....aber die Zeit nimmt sich heutzutage einfach keiner mehr....unendlich schade und traurig.

Ich finde es immer schön, von so etwas zu hören. Aber es gibt einfach so wenig Leute die Zeit haben, also Zeit für sowas. So ein Hund brauch ja rund um die Uhr Betreuung. Das ist, wie schon gesagt, in normalen Familien nicht möglich. Arbeiten muss man ja auch mal.. also wie schaffen es solche Familien? Viele würden bestimmt gerne sehr viel Zeit haben, aber heutzutage ist das kaum mehr möglich...

Hmm irgendwie kann ich persönlich dem nicht zu stimmen.
Ich glaube ich könnte in jedes Tierheim gehen und würde mit einem Hund raus kommen :lol:

Ich weiß ja nicht wo du wohnst, aber bei uns (NRW) ist das ganz anders. :(
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #33
Off-Topic
Könnten wir die Diskussion zum Einschläfern bitte verlagern? Hier sollte es ja eigentlich um etwas anderes gehen und ich denke, es wurde auch schon sehr viel zu diesem Thema gesagt und geklärt, sodass jetzt ein guter Abschluss dafür wäre ;).
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #34
hm das kann ich hier bei uns zumindest nicht bestätigen. ich wüsste jetzt auf anhieb schon 3 hunde die ein zuhause suchen (nicht im tierheim sondern auf privaten pflegestellen) und die man durchaus in "eine familie" stecken kann ohne dass probleme vorprogrammiert sind. :eusa_think:
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #35
Ich bin etwas erstaunt.

Ich wohne selbst in NRW und finde nicht, dass es in den Tierheimen kaum noch "Anfängerhunde" gibt. Die sind halt nur schneller weg, ist ja klar. Dass die meisten Hunde so sind, wie sie sind, liegt am Versagen der Vorbesitzer. Meist ist es aber so, dass der "Problemhund" bei einem neuen Besitzer gar kein Problemhund mehr ist.

Dass es soviele Listis gibt, liegt an den Gesetzen. Für mich ist das "Angebot" der Tierheime aber eben deshalb optimal. Ich bin ein Mensch, der einem alten, kranken und nicht ganz leichten Listenhund SOFORT ein Zuhause geben würde. Nur leider habe ich immer nur einen Platz frei. Wenn ich meine Vernunft ausschalten würde, hätte ich sicherlich mind 5 alte, nicht leicht vermittelbare Hunde bei mir sitzen.
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #36
Mir sind Tierheime lieber, die auch angeben, was der Hund für "Macken und Probleme" hat. Leider sind die Tierheime und Tierschutzvereine finanziell oder personell nicht so gut ausgestattet, um sich diesen Hunden ausreichend anzunehmen und entsprechend "umerziehen". Der Grund für das Übel sind natürlich falsche Aufzucht der Welpen (fehlende Sozialisierung, schlechte Erfahrungen), dann unüberlegtes Anschaffen von Hunden ohne die leiseste Ahnung zu haben bzw. sich keine Hilfe holen, wenn es nötig ist.

Als wir unsere jetzige Hündin gekauft hatten, wohnten wir noch in der Großstadt in einer Wohnung (Haus war aber schon gekauft). Die Leute über uns hatten sich tatsächlich zwei Wochen später einen Schäferhundmischlingswelpen geholt. Beide arbeiteten und die Tochter war Schülerin. Es dauerte genau 4 Tage, da war der Kleine wieder entsorgt worden. Der Mann sagte, er hätte eine Allergie, die Frau meinte der Vermieter hätte im nachhinein gemeckert. Vermutlich war es wohl die Unsauberkeit, da der Kleine über Stunden allein zu Hause war.

Im übrigen wäre schon sehr viel erreicht, wenn gewerbliche Hundezucht verboten werden würde. Vielleicht wäre auch ein genereller Pflicht-Besuch einer HuSchu nicht schlecht.

Als ich meinen ersten Hund geholt habe (ein sogenannter Wanderpokal, da krank), habe ich umgehend einen Hundtrainer nach Hause bestellt der mir einen "Einführungskurs Hund" gegeben hat. Er hat sich den Kleinen angesehen und mir auch versichert, daß dies ein Lämmchen ist, der keinerlei Probleme machen wird. So war es auch.
Ich habe dem Herrn fast 2 Stunden mit Fragen gelöchert und er hat geduldig geantwortet. Ich hatte schon früher Kontakt zu Hunden, aber keinen selber zu Hause gehabt. Trotzdem wollte ich sicher gehen, daß von Anfang an keine "groben" Fehler meinerseits gemacht werden.

Vielleicht sollte man zum Anmelden des Hundes (Hundesteuer) eine Bescheinigung einer HuSchu oder eines Hundetrainers mitbringen müssen, daß man so ne Art Einführungskurs gemacht hat. Außerdem würde da halt gleich gesehen werden seitens der "Profis", ob da ein Problemhund ist.
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #37
Als ich einen Hund wollte, bin ich erst einmal durchgegangen, ob ich es mir leisten kann. Wie steuern, Versicherung, Futter, Tierarztkosten usw. Hatte dann überlegt, ob ich auch den Anforderungen gerecht werden kann. Wie regelmäßige Sparziergänge in einer passenden Umgebung, eine nicht zu kleine Wohnung, bin ich gewillt auf bestimmte Freiheiten zu verzichten u.s.w.

Ich glaube, da liegt schon der erste Fehler, den sehr viele begehen die sich einen Hund anschaffen. Sie denken darüber gar nicht erst nach. Sie wollen ihn evt. weil die Kinder ihn haben möchten und die Eltern tun ihnen einfach nur den Gefallen oder sie wollen ihn selbst, weil er ja so süß aussieht. Wenn er dann da ist, merken sie schon nach einer kurzen Zeit, dass der Hund ihnen einfach zu viel ist. Also ab ins TH.

Erst danach habe ich überlegt, welche Rasse für mich passend wäre. Hier hat meine Entscheidung am längsten gedauert. Da ich mich mit diesem Thema sehr viel beschäftigt hatte. Auch dies machen leider viele zu wenig.

Da es für mich der erste Hund ist, war für mich klar, dass ich keinen Hund mit einem starken Wesenscharakter nehmen kann. Dies hätte ich mir nicht zugetraut.

Da ich in der Stadt wohne und auch berufstätig bin, musste ich auch bedenken, dass dieser Hund nicht zu viel Auslauf benötigt. Denn diesen könnte ich gar nicht so gut bieten. Auch wenn mir viele andere Rassen vom Aussehen auch sehr zugesagt hätten. Ich verglich daher sehr viele Rassen, was eine verdammte Arbeit war und sehr zeitaufwendig.

Wieder bin ich der Meinung, dass sich manche darüber keine Gedanken machen. Sie nehmen den erstbesten Hund. Oder wollen einen bestimmten aus einem bestimmten Grund, egal ob er zu ihnen passt oder nicht.

Auch ich hatte zum Anfang an einen Hund aus dem TH gedacht. Leider habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass man kaum kleinere oder mittlere Hunde dort bekommt. Einen Hund der schlechte Vorerfahrung hatte, habe ich mir auch hier wieder nicht zugetraut, da ich halt noch ein Laie in der Hundehaltung bin. Somit hab ich dann für mich ein TH recht schnell ausgeschlossen. Ich wollte es nicht versuchen, ob ich mit solch einem Hund vielleicht doch klar komme und ihn dann doch wieder weggeben müsste.

Als letztes stand dann noch die Frage, aus privaten Händen oder von einem Züchter. Ich entschied mich dann für einen Welpen von einem Züchter. Ich suchte also einen guten Züchter, da ich keine Massenzucht oder ähnliches unterstützen wollte. Für einen Welpen entschied ich mich, da ich die Erziehung von Anfang an alleine übernehmen kann. Das stellte ich mir am einfachsten vor.

Leider machen sich sehr viele Halter keine Gedanken vorher, was sie denn wirklich wollen und vor allem auch können. Er sieht einfach nur so süß aus, oder tut ihnen so leid. In meinen Augen ist das der größte Fehler, den man sich selbst und vor allem auch dem Hund antun kann.

Wenn man die entsprechenden Erfahrungen in der Hundehaltung und –erziehung hat, finde ich es auch sehr schön, den Hunden eine 2. Chance zu geben, aber die anderen sollten lieber die Finger davon von lassen, bevor sie es noch schlimmer machen.

Vielleicht sollte man zum Anmelden des Hundes (Hundesteuer) eine Bescheinigung einer HuSchu oder eines Hundetrainers mitbringen müssen, daß man so ne Art Einführungskurs gemacht hat.

Hier sollte man bedenken, dass viele Halter ihre Hunde gar nicht erst anmelden. Dann kann nicht jeder eine Hu-Schu besuchen. Ich persönlich habe nicht die Möglichkeit. Meine nächste gute HuSchu ist nur mit dem Auto zu erreichen. Da ich aus gesundheitlichen Gründen kein Auto fahren darf, ist es mir somit nicht möglich eine aufzusuchen.

Zum Glück gibt es aber eine Menge Materialien (Bücher, Zeitschriften,Internet) wo man sehr viel über Erziehung nachlesen kann. Deswegen habe ich mich auch hier angemeldet um einige Ratschläge zu erhalten, wenn ich dann mal nicht weiter weiss.

Hätte ich dann nach deiner Meinung kein Hund haben dürfen?

Ich habe einen Bolonka Zwetna Mix. Habe sie mit 8 Wochen erhalten und jetzt ist sie ein halbes Jahr. Ohne eine HuSchu kann sie gut "sitz", "platz", "hier", an der Leine laufen. Ich kann sie bei mir in der Gegend auch ohne Leine laufen lassen, da sie gut abrufbar ist, sogar wenn sie mit Hunden spielt. Klar muss ich ihr noch sehr viele Sachen beibringen, aber ich denke, dass ist mit einem halben Jahr normal. Aber wenn ich mir manch andere ältere Hunde hier in der Gegend anschaue, bin ich auf meine kleine Aimy schon sehr stolz.

Lg.
Dani
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #38
Du hast Recht, HuSchu ist nicht für jeden erreichbar. Aber es gibt mittlerweile Hundetrainer, die auch nach Hause kommen.
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #39
Aber nicht jeder Hundetrainer ist auch gut.
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #40
Mag aich mal kurz was zu dem Thema sagen,
zumindest in unserem örtlichen tierheim wäre ich (angenommen als familie) jetzt auch nicht so auf Anhieb fündig geworden.
Mal angenommen eine junge Familie (zB mit Kind, 4 Jahre) sucht einen familienhund. Was ruhiges, freundliches, wenn möglich nicht so ein Arbeitshund wie ein aussie zum Beispiel.
diese Familie wäre bei uns im TH definitiv nicht fündig geworden.
Da sitzen momentan zig Schäferhunde, laut Tierheim alle verhaltensauffällig, zig listenhunde und der klägliche Rest sind sehr alte Hunde.
Ja ich weiß - auch alte Hunde sollten eine Chance bekommen, aber: holt sich eine Familie die einen jahrelangen Begleiter sucht wirklich einen Hund der nächstes Jahr versterben könnte? Auch im Bezug auf das kleine Kind für welches das sicher ein herber Verlust wäre?
holt sich diese Familie einen Listenhund? Der vielleicht wirklich ganz lieb ist, wer weiß das schon? Aber geht man dieses Risiko mit einem 4jährigen ein? Oder mit einem Schäferhund wie er da km TH sitzt und vielleicht wirklich am Rad dreht, wer weiß was er vorher erlebt hat?

Ich würde solchen Hunden durchaus eine Chance geben, aber nicht mit Kindern im Haus.
 
Thema:

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