Kaum noch "passende" Tierheimhunde

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  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #61
Nur das Problem liegt ja nicht am Hund - oder meistens nicht.

Ach wie viele Menschen ich kenne die sich einen Hund nehmen, der Nachbar hatte einen Hund als ich jung war - ich muss ein Hundeprofi sein. Es gibt leider keinen Beruf Hundeprofi, es gibt auch hierzulande keinen Beruf als Hundetrainer - tja.
Hunde sind gut um das andere Geschlecht kennenzulernen, um unbedingt etwas für seine Gesundheit zu tun, oder damit man nicht alleine ist.

Aber mit dem allen ist es ja nicht getan, ein Hund ist kein "Flirter", ist kein Fitnesstrainer - den man bei Eisregen oder Schnupfen in den schrank verbannen kann oder wenn man sein Traumgewicht erreicht hat - einfach wieder zurückgibt, und ein Hund ist kein Partnerersatz mit dem man zu Hause Zeitung lesen kann.

Ein Hund ist viel mehr - ein Hund ist das was man daraus macht - manchmal eben leider. Ein Hund ist ein Lebewesen - das ein Hirn hat, gefordert werden muss, auslauf ist gut - aber zweitranging - wichtig ist dass man sich dem Tier annimmt und die Verantwortung für dieses Tier überimmt.
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #62
Ja, aber diese Hunde sitzen meist nicht lange im Heim.
Durch solche "spontanen" Ereignisse sitzen natürlich auch welche da, aber diese sind dann meist wegen ihrem unkompliziertem Erscheinungsbild wieder flink in neuen Händen.

Die meisten Hunde die Jahre dort vor sich hinvegetieren sind eben die "anstrengenden, verhaltensauffälligen"

Bei uns sitzen zB enorm viele Huskymischlinge, weil sie eben auch unüberlegt angeschafft wurden sind und keiner sich solch ein Tier zutraut

(ich würde sie alle nehmen wenn ich Platz und Erlaubnis hätte :eusa_shhh:;))

Oder eben Kat. 1 Hunde, die garnicht erst vermittelt werden dürfen, weil bei uns das Halten verboten ist
Man kann sich die Tiere zwar anschauen, aber drunter steht fett in rot, das die Tiere bei uns im Land nicht gehalten werden dürfen
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #63
Also bei uns sitzen auch immer wieder Hunde, wo der Besitzer nicht auffindbar ist. Hier gibt es leider doch noch sehr viele ungechipte, unregistrierte Hunde. Als wir Fettie McBetty gefunden haben wurde die auch weiter vermittelt. Gut, die war schon ein bisschen auffällig (Inkontinent, Knurren (kann aber auch gut aus der Überforderung gekommen sein) und natürlich viel zu Fett), aber definitiv nicht so hochgradig gestört. Und der Vorteil da war ja auch, dass sie eben so monsterdick und unterbemuskelt war, dass man da garantiert schon eine Menge ausbügeln konnte, bevor sie in der Lage war sich großartig zu bewegen :)

Aber ja. Letztens saß dann da auch so ein süßer junger Schäferhund-Mix... Gibt schon solche Hunde. Wobei ich mich ja auch zu den "leichten" Problemfällen hingezogen fühle :D Beißen könnte ich nicht händeln, dafür würde ich mir immer wieder einen Schisser ins Haus holen...
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #64
Off-Topic
dass sie eben so monsterdick und unterbemuskelt war, dass man da garantiert schon eine Menge ausbügeln konnte, bevor sie in der Lage war sich großartig zu bewegen :)

Irgendwoher kenne ich das... hmm woher nur?? :eusa_think:
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #65
Off-Topic
Das kann ich dir auch nicht sagen :mrgreen:
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #66
Dieses „Problem“ gab es schon vor 10 Jahren als ich meinen Ringo geholt habe.
Ich bin damals durch die Tierheime Schleswig-Hosteins getingelt um „meinen“ Hund zu finden.
Beseelt von dem Gedanken einem armen Wesen aus dem Tierschutz ein Zuhause zu geben habe ich mich auf die Suche gemacht.
Aber: zu krank, zu groß, zu schwierig.
Ich wohne in der Stadt und wollte keinen 40kg Hund in der Wohnung haben, auch einer der zu bissig oder unverträglich war hätte ich mir als Ersthundehalter nicht zugetraut. Listenhunde konnte ich mir nicht leisten. Bei einigen Tierheimen waren die Auflagen zur Vermittlung absurd 'Haus mit Garten und einer immer Zuhause', das konnte ich nicht bieten.
Und (man mag mich verurteilen) aber einen alten, sehr kranken Hund wollte ich nicht (7 Jahre waren etwa das Limit für mich). Auch hatte ich mir eigentlich eine Hündin gewünscht.
Den ganzen Sommer 2002 habe ich damit verbracht nach meinem Hund zu suchen.

Im Herbst bin ich dann durch ein Zeitungsinserat auf eine Auslandshundevermittlung aufmerksam geworden, die junge Hunde aus Griechenland vermittelten.
Ich fuhr hin und bis auf das es dort gerade keine Hündinnen zur Vermittlung gab erfüllten die 3 Hunde die abgegeben werden sollten immerhin meine Kriterien.
Natürlich wurde von der Organisation nur gutes über die Vermittlungstiere erzählt und so kam ich am Ende zu „Ringo.“

..das der „super liebe, verträgliche, genügsame“ Straßenhund am Ende schwieriger war als all die Tierheimhunde die ich mir als Anfänger nicht zugetraut hätte steht nochmal auf nem anderen Blatt!

Worauf ich hinaus will:
Auch ich denke mittlerweile nicht mehr ganz so positiv über die Einfuhr von Auslandshunden. Ich denke zwar, dass Tierschutz keine Grenzen haben sollte, aber oft sind die Straßenhunde z.B. sehr problembehaftet und ich bin mir nicht sicher, wie viel Gefallen man einigen Tieren damit tut sie auf ein Sofa zu zwingen.
Aber, ich denke auch, dass der Bedarf an kleinen bis mittelgroßen Hunden auf jeden Fall da ist.
Die Tatsache, dass ein Auslandshund dann auch noch günstig in der Anschaffung ist und man das Gefühl haben kann etwas gutes getan zu haben tut dann noch ihr übriges.

Die Schwemme an Auslandshunden die das Land seit etwa 10 Jahren überfällt ist für mich Beweis, dass die Nachfrage nach kleineren/mittleren Hunden (Mischlingen) so groß ist, dass sie mit Tieren aus dem Inland offenbar allein nicht gedeckt wird.



Was die Verteilung von Rassen und Mischlingen im Tierheim angeht so ist meine Erfahrung, dass beides etwa gleich häufig vertreten ist, bei den Rassen sind es allen voran große Rassen die abgegeben werden. Schäferhunde und Listenrassen.


Das heißt, dass sich heutzutage sehr viele Menschen einen Hund anschaffen.
Ist das so?
Zur Zeit gibt es etwas über 5 Millionen Hunde in Deutschland, ich weiß zwar nicht wie die Zahlen früher waren, aber der Staat hat im letzten Jahrzehnt doch ganz schön viel getan um die Hundehaltung unattraktiver zu machen (erhöhte Steuern, Sachkundenachweis ..etc).
Deswegen kann ich mir kaum vorstellen, dass es heute sogar noch mehr Hunde geben soll als früher.

Ich wäre persönlich dafür das JEDER Hundebesitzer erstmal nachweisen muss das Wissen, Verstand und Kohle da ist um sich um einen Hund zu kümmern, am besten noch VOR der Anschaffung.
Das würde schon mal die abschrecken die's eh nicht auf die Reihe bekommen würden.
Ich finde Hundesteuer etc. ist zwar Schwachsinn, eine Anhebung könnte aber in der heutigen Zeit mit dem sich entwickelnden (und ich glaube es wird noch schlimmer werden) Trend auch hilfreich sein.


...und gleichzeitig kämen bei mehr Bürokratie (das letzte was Deutschland braucht) dann die unter die Räder die super mit einem Hund umgehen würden aber irgend ein kleines Ausschlusskriterium nicht erfüllen würden.
Ich finde es wäre schrecklich wenn z.B. nur noch Leute mit einem Mindesteinkommen einen Hund halten dürften (in einem Land in dem die Kinderarmut andererseits so hoch ist wie noch nie).
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #67
Off-Topic
Abgesehen davon dass es niemanden zu interessieren hat, wieviel ich verdiene? Das geht ja wohl einen Schritt zu weit. Man kann und wird nie alle kontrollieren können und es kann und wird immer schwarze Schafe geben, fertig aus. Da eine Reglementierung wird höchstens dazu führen, dass es wieder mehr nicht-angemeldete Hunde gibt.
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #68
Es ist halt leider oft diese Mitleidsmasche... der arme Hund hatte so ein schlechtes Leben und nun sucht er jemanden den er glücklich machen kann.

Ja klingt ja wie im Bilderbuch - aber die Realität ists nicht. Bekannte haben sich ganz am Anfang einen Hund aus Rumänien geholt - einen Strassenhund der angefahren irgendwo am strassenrand gelegen ist... Tja - der arme Kerl hatte leider verletzungen an der Bauchspeicheldrüse laut Organisation war es gesund - nur leider sehr sehr dünn und irgendwie kränklich - er war Diabetiker. Und auf einmal standen sie trara vor dem Problem - entweder kein neues Auto - oder den Hund einschläfern zu lassen. Denn Insulinspritzen für den Hund zahlt dir keine Versicherung - vor allem wenn die Verletzung schon zum Zeitpunkt der übergabe bestanden hat... sie haben sich kein neues Auto gekauft, und auch kein weiteres neues auto - der Hund hat dann noch 10 Jahre in der Familie gelebt. Aber ehrlich, dass müssen wirklich sehr sehr tierliebe Menschen sein - denen man so einen Hund andrehen kann.
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #69
Ja ich bin da auch sehr Zwiegespalten und finde, man müsste eher an der Situation vor Ort arbeiten. Als rumänische Verwandte von mir das erste mal hier in Deutschland waren, waren sie SEHR überrascht, dass es hier keine Straßenhunde gibt, die entweder alleine oder in Rudeln umherstreifen... :?

Klar es gibt da auch sehr Tierliebe Menschen, mein einer Onkel hatte zu Lebzeiten auch immer Hunde, für seinen letzten hat er eine OP bezahlt, die dem Hund nochmal 5 Jahre geschenkt hatte, aber für einen normalen RO Arbeiter niemals zu bezahlen wäre (meine Oma zB bekommt in einem Jahr so viel Rente, wie ich fast in nem Monat verdiene... und ungefähr so sind die Relationen da für viele Menschen. Und gehts den Menschen schlecht, dann gehts meistens auch den Tieren schlecht :/ - weshalb die Einzige Löse halt weniger Tiere sind (Kastrationsaktionen!)

Ich hab ja nun aber selbst nen Spanier hier sitzen (Weil ich keinen TH Hund bekommen habe). Einen Hund von dem mir kaum einer glaubt, dass er schon 8 Jahre alt ist und erst ein viertel Jahr hier lebt. Der sich besser benimmt, als jeder andere Hund in der HuSchu und eine so enge Bindung zu mir aufgebaut hat, als würde ich ich ihn schon Jahre haben... Ein Glücksgriff klar, aber man muss eben nach Organisationen suchen, die ehrlich sind und wo auch mal negative Dinge über die Hunde stehen. Wenn man auf einer HP ist wo NUR tolle Hunde sind, sollte man es eigentlich besser wissen ;)
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #70
Hey,

@schweinemama- warst du zufällig im TSH vösendorf? die "interessanten" vermittlungsvoraussetzungen kommen mir nämlich arg bekannt vor. Mein freund damals Teilzeit arbeitend, ich studentin, mein Freund konnte den hund mit auf die Arbeit nehmen (problemlos und es hätte sich NIE geändert da er bei meinen eltern arbeitete). Und wir bekamen keinen Hund :eusa_eh:

Und es kann übrigens auch mit kleinhunden aus Kleinanzeigen böse in die Hose gehen, habe ich mit Abbey lernen müssen.
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #71
Eine seriöse Auslandstierschutzorganisation sollte aber mindestens die gleichen Kriterien wie die Tierheime haben.
Natürlich ist es toll, wenn Kinder mit Hunden aufwachsen, aber die Zahl Hunde, die wegen Kindern ins Tierheim gegeben werden gerade bei den jungen kleinen und mittleren Hunden ist eben sehr groß . Ein seriöses Tierheim wird dann nicht die Gefahr eingehen und den Hund an eine Familie mit Kindern vermitteln .
Bei den Anzeigen des Auslandstierschutzorganisationen liest sich das oft anders, hier sind die Hunde fast durch die Bank kinderlieb oder Kinderverträglich und in den Kleinanzeigen sowieso. Leider habe ich in der Realität bei fast keinem Hund aus dem Ausland Kinderfreundlichkeit gesehen. Die beste Variante ist noch sie haben Angst vor Kindern und verstecken sich, die schlechtere Variante ist sie schnappen nach den Kindern, um dann in ein deutsches Tierheim zu kommen und wieder nicht an Kinder vermittelt zu werden.
Wer einmal in Griechenland oder Spanien gesehen hat wie die Kinder, die Strassenhunde behandeln, weil sie es so vorgelebt bekommen, weiß das der kinderliebe Strassenhund nur eher die Ausnahme sein kann.

Um unseren Hund aus dem Tierheim zu bekommen müssten wir übrigens auch betteln. Aber durch Hartnäckigkeit und Offenlegung privater Fakten, haben wir unseren Dackel bekommen. Manchmal wollen die Tierheime auch nur sehen, ob man wirklich bereit ist für den Hund zu kämpfen.:D
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #72
Bei den Anzeigen des Auslandstierschutzorganisationen liest sich das oft anders, hier sind die Hunde fast durch die Bank kinderlieb oder Kinderverträglich und in den Kleinanzeigen sowieso. Leider habe ich in der Realität bei fast keinem Hund aus dem Ausland Kinderfreundlichkeit gesehen
Genau so sehe ich es auch.
Die Auslandshunde werden viel zu häufig als 'problemlos' abgegeben. Vielleicht gibt es hier aber auch ein Geschäft mit dem Mitleid, denn natürlich möchten viele Menschen einem armen Hund helfen nur haben sie häufig (berechtigte) Zweifel. Wenn dann in der Anzeige steht wie unkompliziert der Hund doch ist überlegt man es sich aber vielleicht doch mal eher einen Auslandshund bei sich aufzunehmen.
Bei "Schutzgebühren" von bis zu 400 Euro bin ich mir da auch nicht immer sicher ob das Geld wirklich da ankommt wo es ankommen sollte, oder ob da nicht vielleicht auch jemand eine Gewinnabsicht verfolgt.

Um unseren Hund aus dem Tierheim zu bekommen müssten wir übrigens auch betteln. Aber durch Hartnäckigkeit und Offenlegung privater Fakten, haben wir unseren Dackel bekommen. Manchmal wollen die Tierheime auch nur sehen, ob man wirklich bereit ist für den Hund zu kämpfen.:D
Das ist mir wiederum zu viel. Ich bin gerne zu Gesprächen bereit, komme mehrmals, gehe mit dem Hund spazieren etc.
Bei privaten Angaben geht es mir persönlich aber zum Teil zu weit (und ja, es gibt einige Fragebögen in Tierheimen die ich wirklich nicht ausfüllen wollen würde).
Auch wenn 'unangekündigte Kontrollen' zur Vermittlungsbedingung gehören würde ich dem armen Hund lieber kein Zuhause geben.
Ich denke damit bin ich nicht alleine und derlei extremes Misstrauen geht hier wahrscheinlich oft zu Lasten der Tiere.
Wenn das Heim ein schlechtes Gefühl bei einer Vermittlung hat finde ich es absolut legitim wenn sie Vermittlung nicht zulassen, aber jedem Interessanten von vorne herein Unfähigkeit und späteres Desinteresse zu unterstellen und dann zu Verlangen dass der Interessant das Gegenteil beweist ist mir persönlich eine zu negative Einstellung...ich fühle mich dann ohne Anhaltspunkte verdächtigt und sowas mag ich nicht.

Ich würde aber übrigens auch keinen Hund von privat übernehmen bei dem die Vorbesitzer sich vorbehalten den Hund 'jederzeit' besuchen zu dürfen.
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #73
Das ist mir wiederum zu viel. Ich bin gerne zu Gesprächen bereit, komme mehrmals, gehe mit dem Hund spazieren etc.
Bei privaten Angaben geht es mir persönlich aber zum Teil zu weit (und ja, es gibt einige Fragebögen in Tierheimen die ich wirklich nicht ausfüllen wollen würde).
Auch wenn 'unangekündigte Kontrollen' zur Vermittlungsbedingung gehören würde ich dem armen Hund lieber kein Zuhause geben.
Ich denke damit bin ich nicht alleine und derlei extremes Misstrauen geht hier wahrscheinlich oft zu Lasten der Tiere.
Wenn das Heim ein schlechtes Gefühl bei einer Vermittlung hat finde ich es absolut legitim wenn sie Vermittlung nicht zulassen, aber jedem Interessanten von vorne herein Unfähigkeit und späteres Desinteresse zu unterstellen und dann zu Verlangen dass der Interessant das Gegenteil beweist ist mir persönlich eine zu negative Einstellung...ich fühle mich dann ohne Anhaltspunkte verdächtigt und sowas mag ich nicht.

Ich würde aber übrigens auch keinen Hund von privat übernehmen bei dem die Vorbesitzer sich vorbehalten den Hund 'jederzeit' besuchen zu dürfen.

Genau das!
Ich werde keine mir zu privaten Fakten preisgeben nur weil das TH meint ich müsste für den Hund kämpfen. Am Ende sind sie die Gelackmeierten, die auf dem Hund sitzenbleiben obwohl ein Top-Kandidat vor der Tür stand.

Dass bei Auslandshunden überall "kinderfreundlich" steht ist mir auch aufgefallen. Wobei ich da auch eher nach Welpen gekuckt hab und bei denen ist es ja ganz klar auch eine Frage der Erziehung. So gut wie niemand wird wohl vorhersagen können, ob ein Welpe mal später Kinder mag oder nicht.

Btw, BJ ist ein ehemaliger Straßenhund und äußerst Kinderfreundlich :D Wurde getestet und mit "sehr zufrieden" bewertet :) Ich denke, auch das ist eine Charakterfrage des Hundes. Manche gehen halt nach vorne, manche nach hinten, verallgemeinern kann man da wieder mal nichts... :)
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #74
Die Auslandshunde werden viel zu häufig als 'problemlos' abgegeben. Vielleicht gibt es hier aber auch ein Geschäft mit dem Mitleid, denn natürlich möchten viele Menschen einem armen Hund helfen nur haben sie häufig (berechtigte) Zweifel. Wenn dann in der Anzeige steht wie unkompliziert der Hund doch ist überlegt man es sich aber vielleicht doch mal eher einen Auslandshund bei sich aufzunehmen.

Genau das ist ja meist hier auch das Problem. :( Bevor wir unseren Hund geholt haben waren wir auch einmal Pflegestelle für einen Hund aus Rumänien. Wir suchten einen Hund und haben ihn dann als Pflegestelle zugeordnet bekommen zum schauen obs passt. Damals waren wir echt noch total blind und, wenn ich ehrlich bin, auch dumm... Wir wussten es einfach nicht besser obwohl wir uns richtig ümit dem Thema befasst haben.
Wir bekamen Fotos geschickt von dem letzten Welpen aus dem Wurf, angeblich sollte er in einer Hütte gehaust haben. Er sollte Kinder lieben, würde immer mit ihnen spielen wollen. Perfekt, dachten wir uns, da wir hier viele Kinder in der Umgebung haben und auch ein Heim für Kinder. Der Hund war auch noch "welpentypisch" verspielt und ein absoluter Schatz, wenn er jedoch nicht bald vermittelt werden kann, konnte die Frau ihn nicht länger behalten. Wir wollten dem Hund eine Chance geben uns kennen zu lernen, haben ihn dann bekommen. Bei dem Treffpunkt dann der Schock:
es war ein ganz anderer Welpe, er sah nicht so aus wie auf dem Foto, war niemals 5 Monate alt (er wurde vom Tierarzt auf 7 Wochen geschätzt), war schon groß wie sonst was, obwohl er ein "kleiner" Welpe bleiben sollte. Wir nahmen ihn trotzdem zu uns...

Wir peppelten ihn so gut es ging auf, brachten ihm sogar das Laufen (!!!) bei. Die ersten 4 Wochen mussten wir ihn immer raus tragen, er konnte garnichts machen... er hatte Angst vor alles und jedem, diese Angst konnten wir ihm aber gott sei dank noch nehmen.
Das Ende vom Lied war dann, das der kleine, höchstens 30 cm große Welpe, wie es dort beschrieben worden ist, ein mit 6 Monaten 60 cm großer Hund wurde und wir ihn in der kleinen Wohnung nicht halten konnten. Er war außerdem krank, hatte Entzündungen und Verhaltensstörungen. Vor Kindern hatte er panische Angst.. Im Vertrag, den wir unterschrieben haben, stand drin, das alle Arztkosten erstatten werden. Bisher sahen wir keinen Cent, aber das ist uns egal. Uns gings um den Hund. Wir entschieden uns, das es besser ist für ihn, das er an eine richtige Stelle kommt. Wir als Anfänger wussten nicht, wie wir mit ihn arbeiten sollten.

Tja, das Ende vom Lied ist, das wir ihn dann abgegeben haben. Aus Geldgier der Orga sitzt der kleine bzw. schon große Mann schon bei der 4. Person. Er wird wieder weitervermittelt, weil er als äußerst kinderlieb dargestellt wird, obwohl wir mit der Orga geredet haben. Wir schauen regelmäßig auf deren Seite vorbei und sehen den kleinen Mann, Text gleichbleibend, aber der Aufenthaltsort stets wechselnd.
Der Text ist wieder der gleiche, süßer Hund, extrem kinderlieb und verspielt, sucht Menschen fürs Leben...
Die Vorbesitzeranzahl wird verheimlicht.

Wir wissen nichts mehr von ihm, die Orga ignoriert uns einfach.
Was ich damit sagen möchte, bitte wählt die Orga richtig aus, nehmt nich einfach Hunde aus dem "Katalog". Wie sie dort beschrieben werden, wird niemals stimmen, vorallem wenn sie keine Macken haben. Kein Hund ist perfekt..
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #75
Genau so sehe ich es auch.
Die Auslandshunde werden viel zu häufig als 'problemlos' abgegeben.

Das kann ich erfahrungsgemäß nur so unterschreiben.
Abgesehen davon, dass die Hunde durchgehend als freundlich angepriesen werden,oder nur ihre positiven Eigenschaften genannt werden, wurde mein Auslandshund mir auch noch als komplett gesund verkauft.
Das komplett gesund war dann Demodex-Milbenbefall, Patella Luxation, Nickthautvorfall und ne heftige Ohrenentzündung auf beiden Ohren.
Mind. 2000 Euro Tierarztkosten für einen gesunden Hund?
Ich finde, man sollte mit offenen Karten spielen und nicht alles als Friede-freude-Eierkuchen verkaufen.

[VERSTECK]Merlin hatte seine Krankheiten schon, wir hatten zuallererst abchecken lassen, er hat sie mitgebracht denn so schnell konnte er das alles ja nicht bekommen. TA meinte, die Demodex-Milben hat er warsch. schon mit der Muttermilch aufgenommen.[/VERSTECK]
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #76
Hmm aber wenn man schon hier so viel drüber ließt, muss man nicht eigentlich schon damit rechnen?
Ich meine ich hab auch alles immer kritisch hinterfragt, okay meine Orga war selbst TA und damit evt von Berufswegen ehrlicher mit den Wewechen? Hab trotzdem mit so Sachen wie Milben, Flöhe etc gerechnet... letzere hat er sich erst hier von den Igeln eingefangen... (Ich musste btw noch weniger für Mirage zahlen weil ich ihn ja trotz Krankheit genommen habe - was ich allerdings erst später erfahren hab, hatte also nichts mit der Entscheidungsfindung zutun...)

Aber wenn man so schaut, die ganzen Copy paste Texte die immer die selben sind... das fällt doch auf, auch wenns super NICHT okay von den Orgas ist.
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #77
Drift, wenn dir aber gesgagt wird, dass der Hund komplett abgecheckt vom TA ist und nichts hat, womit soll man dann rechnen? :eusa_shhh:
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #78
Ich meine, ein paar Dinge können einfach nicht sein und man rechnet schon damit. Aber bei manchen Dingen vertraut man einfach den Orgas, von wegen gesundheit, da sie ja auch geimpft werden müssen und eigentlich nicht krank einreisen dürfen, soweit ich weiß. Der Hund von uns hatte auch Milben und Flöhe, klar, damit kann man rechnen. Aber das er wirkliche Verhaltensstörungen hat und in seinem Alter schon Hüftprobleme hat, die sehr offensichtlis sind.. da hört bei mir der Spaß auf. Ein bisschen Ehrlichkeit hatten wir uns schon erhofft. :/

Ich frag mich immer wieder, warum die Orgas so rumlüge... kennen die die Hunde nicht? Oder gehts bei vielen echt nur ums Geld und um die Tat, einen Hund "gerettet" zu haben?
Wir hätten den auch genommen, wenn da stehen würde, er hat es schwer Bahn zu fahren, kennt die Umwelt noch nicht und zeigt sich ängstlich. Das wäre doch kein Problem gewesen..
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #79
Vielleicht hab ich da einfach ne andere Einstellung weil ich in RO schon mal solche 'Tierheim' war und mir unter der Hand auch mal erläutert wurde wieso manchmal geflunkert wird.... Das was hier aber geschildert wird ist schon arg unfair :/
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #80
Ja - TSH Vösendorf, ich habe bei meinem letzten Hund mit Frau Klinger persönlich gestritten, der Hund war 5 Wochen alt (tags davor streunend gefunden wurde) und lag zwischen den Katzen im Katzenhaus...Sie wollten mir den Hund nicht geben, weil der Hund ganz einfach ein paar Wochen länger dortbleiben hätte müssen wegen Infektionen die er möglicherweise hätte... Ich habe sie dann mitgenommen, denn ich sehe und sah nicht ein, dass ein so junger ausgesetzter Hund der sowieso nicht zu anderen Hunden darf - weil das zu gefährlich wäre, nun wochenlang im Katzenheim sitzt und sich dort noc Katzenaids, Schnupfen oder sonst noch was holt. Der Hund hat mich damals gefunden, er ist mir über die beine gestolpert und wir haben uns gleich ineinander verliebt - damals noch Klesslplatz.

Frau Klinger kam dann im übrigen höchstpersönlich mehrmals vorbei und hat sich den Platz angeschaut wo der Hund eingezogen ist. Einerseits finde ich es gut, andererseits sind die Vergaberichtlinien katastrophal - da kriegt keiner mehr einen Hund, mit einem Menschen kann immer mal was sein, Krankenhaus - todesfall usw. Man kann nunmal nicht garantieren, dass man dem Hund sein lebenlang treu bleiben wird können.
 
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