Kaum noch "passende" Tierheimhunde

Diskutiere Kaum noch "passende" Tierheimhunde im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; Auch bei Welpen habe ich da meine Zweifel, auf der Strasse oder in der Tötungsstation geborene Welpen, haben von ihrer Mutter häufig ein...
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #81
Auch bei Welpen habe ich da meine Zweifel, auf der Strasse oder in der Tötungsstation geborene Welpen, haben von ihrer Mutter häufig ein Misstrauen gegenüber Menschen beigebracht, manche Tierforscher vermuten sogar vererbt bekommen. Wenn ich schon lese sind in Rumänien, Spanien oder Griechenland auf Kinderfreundlichkeit getestet worden.
Ich habe von deutschen Tierschützern gehört wie solche Tests ablaufen. Drei Kinder rein in den Zwinger, lassen sich die Hunde anfassen und hochnehmen, auch wenn sie in die Ecke gedrängt da sitzen, werden sie als kinderfreundlich eingestuft.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Zu den Fragen beim Tierheim: Bei jeder Wohnungsbesichtigung oder sogar bei Handyverträgen habe ich ähnliche Fragen beantworten müssen, da finde ich die Fragen bei der Verantwortung für ein Lebewesen erst recht legitim, damit der Hund dann nicht so ein Wanderpokal wird wie oben beschrieben. Ich erwarte von dem Tierheim ja auch ehrliche Antworten. Schluss war allerdings bei mir bei einem Tierheim. Wo ich erst einen 5 seifigen Fragebogen ausfüllen sollte, bevor die entschieden haben, welchen Hund sie mir überhaupt zeigen.
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #82
Auch bei Welpen habe ich da meine Zweifel, auf der Strasse oder in der Tötungsstation geborene Welpen, haben von ihrer Mutter häufig ein Misstrauen gegenüber Menschen beigebracht,
Und nicht nur das, 'wild' geborene Straßenhunde erleben als Welpen in der Regel überhaupt keinen engen (positiven) Kontakt mit Menschen. Aber gerade Erfahrungen in den ersten Prägephasen sind so elementar, dass Defizite unter Umständen ein ganzes Leben lang nicht mehr aufgeholt werden können.

Ich erzähle mal von meinem Auslandshund, der ist nämlich genau so ein Fall.
Versteckt da doch recht lang (und traurig :().
[VERSTECK]Ringo ist wild geboren und dann mit etwa 10 Wochen von Tierschützern eingefangen worden(so krank, dass er schon nicht mehr weglaufen konnte). Der erste Kontakt mit Menschen also völlig traumatisch: festhalten, Tierarzt, einsperren, Flugzeug, neue Umgebung, mehr Menschen, mehr Tierärzte...etc.
Natürlich hat ihm das alles damals das Leben gerettet und er ist jetzt 11 Jahre alt. Nur was ist es bisher für ein Leben gewesen frage ich manchmal. Die ersten zwei Jahre waren schrecklich, er hatte ANGST, vor allem, vor Menschen, vor Autos, vor geschlossenen Räumen, vor anderen Hunden, vor Geräuschen, vor ALLEM!

Gleichzeitig aber das Problem, dass man ihm die Angst nicht nehmen konnte, weil man überhaupt nicht an ihn ran kam. Er hat sich nicht für Menschen interessiert, sich ihnen nicht zugewand und sich auch nicht an ihnen orientiert. Wenn man ihn angesehen oder mit ihm gesprochen oder ihn gestreichelt hat, hatte er Angst.

Natürlich ist es im Laufe von nun mehr als 10 Jahren besser geworden, aber die letzten Ressentiments und Unsicherheiten hat er niemals abgelegt. Er fürchtet sich vor kleinen Alltags-Geräuschen, wenn man Schluckauf hat z.B. oder wenn die Heizung knackt...alltägliche Dinge, da springt er auf und drückt sich zitternd in eine Ecke (wirklich panisch, er klemmt den Schwanz ein, zittert, stresshechelt) und ist dann auch nicht ansprechbar. Weder ignorieren noch positiv belegen (mit Futter locken) funktioniert, er ist dann ganz in sich zurückgezogen.

Knuddeln und Streicheln ist auch nicht sein Ding, er duldet es, aber das er es von sich aus einfordern würde ist nicht der Fall.
Er ist auch nicht wirklich für eine Sache zu begeistern, hat eine kurze Aufmerksamkeitsspanne. Klickerspiele und Übungen z.B. findet er toll aber nach ein paar Minuten kann er sich nicht mehr konzentrieren, auch kann es passieren dass er eine Übung oder ein Spiel ohne mir ersichtlichen Grund abbricht und sich ängstlich in sein Körbchen verzieht.
Fehlverhalten zu bestrafen ist ebenfalls nur sehr gering möglich, da selbst ein leichtes Stimme erheben dazu führen kann, dass er total verwirrt und verunsichert ist.

Wenn er sich bedrängt oder unsicher fühlt (Kinder, unsichere Erwachse, Betrunkene, Uniformierte, große Männer ...etc) kann es schon mal sein, dass er schnappt, man kann ihn also im Grunde auch nirgendwo mit hinnehmen.

Mit anderen Hunden versteht er sich hingegen gut (nur intakte Rüden sind ihm ein Dorn im Auge, da kommt das bisschen Macho raus was noch in ihm steckt ;)).

Alles in Allem liebe ich meinen Hund natürlich, aber ich bin (gerade am Anfang) mehr als einmal verzweifelt, habe oft gedacht 'so will ich nicht mit einem Hund zusammenleben, ich möchte einen Hund der mit Freude mit mir durchs Leben geht' und kann es nach wie vor verstehen, wenn solche Hunde wieder abgegeben werden.
Mich hat das Zusammenleben mit ihm oft traurig gemacht, ich war wütend, ich war verzweifelt, ich war enttäuscht. Ich würde niemandem einen Vorwurf machen der sich solche negativen Gefühle nicht ein Hundeleben lang antun will.

Eine Freundin die hin und wieder mal einen Tag auf ihn aufpasst (die einzige die sich ihm überhaupt gewachsen fühlt da sie viel Erfahrung mit Pflegehunden hat) sagt "Ringo ist einer meiner Lieblings-Gast-Hunde, ich mag ihn dafür, dass er es einem nicht leicht macht ihn zu mögen." ...und ich verstehe was sie meint, Ringo ist nicht wirklich ein Hund im herkömmlichen Sinne und man kann nicht davon ausgehen, dass bei ihm all die Dinge funktionieren die bei so ziemlich jedem anderen Hund funktionieren (enthusiastisches Locken 'guck mal hier, ja komm mal her' löst bei ihm z.B. höchstes Misstrauen aus), er ist ein reservierter Solist. Aber genau das macht es manchmal vielleicht auch besonders wenn man es geschafft hat ihn aus seinem Schneckenhaus zu locken, wenn er ausnahmsweise mal freudig in einem Spiel aufgeht, einen aufmerksam anguckt oder einfach nur irgendwo entspannt liegt.

Dennoch, ich glaube Ringo und ich haben beide viel gelitten und leiden immer noch unter der Situation und seinen Ängsten und wenn ich die Wahl hätte würde ich niemals nochmal so einen Hund haben wollen.

Was die Organisation angeht von der er herkommt, hieß es damals natürlich er wäre sehr lieb und verträglich, er wäre halt nur sehr unterwürfig (das ist er nicht, er ist ängstlich und das sind zwei ganz verschiedene Dinge), aber das würde es bestimmt auch sehr leicht machen ihn zu erziehen...ein toller Anfängerhund :roll:
Ich bin nach wie vor der Meinung man hat mit dieser Vermittlung weder mir noch Ringo einen Gefallen getan.
Ja, man hat ihm als Welpen das Leben gerettet, aber es gab genügend Momente in den letzten 10 Jahren wo ich gedacht habe, es wäre besser gewesen, wenn man es nicht getan hätte :( Vielleicht wäre es besser gewesen er wäre- als wilder Hund geboren - auch als wilder Hund gestorben, ohne so viele Jahre gezwungen zu sein, dass Leben eines domestizierten Hundes zu führen in das er sich einfach nicht einfügen kann.
[/VERSTECK]

Zu den Fragen beim Tierheim: Bei jeder Wohnungsbesichtigung oder sogar bei Handyverträgen habe ich ähnliche Fragen beantworten müssen, da finde ich die Fragen bei der Verantwortung für ein Lebewesen erst recht legitim, damit der Hund dann nicht so ein Wanderpokal wird wie oben beschrieben. Ich erwarte von dem Tierheim ja auch ehrliche Antworten. Schluss war allerdings bei mir bei einem Tierheim. Wo ich erst einen 5 seifigen Fragebogen ausfüllen sollte, bevor die entschieden haben, welchen Hund sie mir überhaupt zeigen.
Im Grunde gebe ich dir recht, ich finde es ja auch okay, dass die Tierheime sich absichern wollen, zum Wohle der Hunde.
Nur ich habe es erlebt dass es für die Tierheime schon ein Ausschlusskriterium war, wenn im Fragebogen kein Haus mit Garten angegeben war. Da tat es mir dann schon Leid für die Hunde die nun weiterhin in ihrem kleinen, lauten Tierheim-Zwinger sitzen mussten, nur weil ein Zuhause in der 60m² Stadtwohnung den Vermittlern nicht gut genug erschien.
Hier wird meiner Meinung nach teilweise mit falschen Maßstäben gemessen.
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #83
Ich muss sagen, da hatte ich Glück. Ich wohn in einem kleinen Appartement ohne Balkon und ohne Garten. Dennoch bekam ich meine Hündin :)
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #84
Zufi, da hattest Du glaub wirklich Glück! Ich finds spannend zu lesen, was in D alles abgeht. Ich kann nur sagen, ich kenne jetzt nicht alle Tierheime in der CH gut, weiss aber, dass vor einiger Zeit mal eine Bekannte einen Hund aus dem TH Basel holen wollte. Bekam ihn aber auch nicht, die geben nur ab, wenn man Haus mit Garten hat. :?

Finde ich irgendwie etwas sehr übertrieben. Denn meistens sind gerade diese Leute, die eben Haus mit Garten habe, auch gerne mal etwas faul und überlegen sich dann bei schlechtem Wetter 2x ob sie nun wirklich die Runde laufen sollen oder ob es nicht reicht, den Hund einfach mal schnell in den Garten zu lassen.... :? Ich finde es ja super, wenn man Haus mit Garten hat (wünsch ich mir ja auch schon lange) und den Garten dann auch sinnvoll für den Hund nutzt. Mit ihm dort spielt, übt, Dummys verstecken, Reizangeln, sonstige Suchspiele... Aber das machen die meisten ja nicht, die schmeissen den Hund in den Garten "soll doch mal selber ein bisschen spielen", klar, der Hund spielt sicher alleine im Garten, neeee, der beginnt dann irgendwann die Nachbarn anzubellen. Da ist er auch beschäftigt, aber das will man dann doch auch wieder nicht.

Ich kenne manchen Hund, der in einer kleinen Wohung lebt, der deutlich ausgeglichener und ausgepowerter ist als mancher, der einen grossen Garten hat. ;) Daher kann ich eben diese Regelung überhaupt nicht verstehen. :roll:
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #85
Kompass: Aber meinst du es wäre besser gewesen, Ringo hätte sein ganzes Leben in Panik auf der Straße verbracht?
Und als Gegenbeispiel wieder BJ. Der war auch total eingeschüchtert, brauchte keinen Menschenkontakt weil er vor allen Panik hatte und hatte vor allem Angst. Das hat sich aber mit Ruhe mittlerweile (fast 1,5 Jahre) fast vollständig gelegt. Er ist noch etwas skeptisch und geht nicht zu jedem Menschen, aber ansonsten ist er mittlerweile ein Hund, der völlig aufgeht und Spaß am Leben hat.
Weiter auf der Straße oder in dieser "Pflegestelle" hätten ihn wohl nur immer weiter verschüchtern lassen.

Aber definitiv finde ich, dass man das vorher mit den Besitzern absprechen muss, sollten die sich nicht schon soweit informiert haben. Dass das eben viel Arbeit ist und man manches uU nie aus dem Hund bekommt, nach all den schlechten Erfahrungen...
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #86
Der Verein, wo meine Hündin herstammt, denkt halt genauso: Garten kann auch ne gute Ausrede sein, um sich nicht so viel mit dem Hund beschäftigen zu müssen. Bei mir wissen die hingegen ganz genau, dass ich meinem Hund regelmäßig Bewegung biete und das über Stunden hinweg.
Ich gebe aber ehrlich zu, dass ich gerade Abends oder bei Durchfall über einen Garten echt glücklich wäre :lol:
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #87
Off-Topic
Kompass: Aber meinst du es wäre besser gewesen, Ringo hätte sein ganzes Leben in Panik auf der Straße verbracht?
Das ist die Frage die ich mir natürlich auch stelle, zumal er ja nicht dort gelebt hätte, sondern so krank war, dass er wohl sehr bald gestorben wäre :(
Was das angeht hat er es natürlich gut getroffen, war seit ich ihn habe noch nicht ein mal nennenswert krank, ist mit seinen 11 Jahren noch topfit.

Trotzdem, wenn ich manchmal daran denke wie viel er gelitten hat in seinem Leben (und ich mit ihm).......:(
Natürlich hat er auch Spaß gehabt, kann manchmal sehr humorig sein und er mag auch trotz seinem Alter noch gerne Dinge unternehmen, freut sich wenn es rausgeht. Aber jederzeit kann eine Kleinigkeit auftauchen die ihn wieder zurückversetzt in eine Welt voller Angst und ohne Entkommen.
Das große Misstrauen welches er auch uns gegenüber dann immer wieder zeigt macht mich jedes mal aufs neue traurig.

Manchmal schaffe ich es ihm die Angst vor einem Geräusch abzugewöhnen durch langsame Desensibiliserung und mit vielen Leckerchen. Regelmäßig passiert es dann, dass er irgendwann Angst bekommt vor anderen Dingen, die früher kein Problem war. Es ist wie eine Beule im Teppich, tritt man die eine Seite runter kommt es auf der anderen Seite hoch.
Ich weiß natürlich, dass traumatische Erlebnisse (gerade im jungen Alter) Schäden hinterlassen können die teilweise nicht mehr zu kitten sind (ist bei Menschen ja nicht anders) und ich kann auch ganz gut akzeptieren, dass es mit Ringo nunmal so ist.

Das ändert nichts an der Tatsache, dass ich mir (wie wohl jeder geneigte Hundefreund) doch eigentlich einen Hund anschaffen wollte um mit ihm zusammen glücklich zu sein.

...ich habe es nicht geschafft meinen Hund an mein Leben anzupassen (ihm beizubringen wie er sich verhalten soll, damit man gut zusammen leben kann) so wie man es normalerweise macht, ich habe größtenteils mein Leben an Ringo anpassen müssen (z.B. haben wir letzten Winter kaum heizen können, weil Ringo so große Panik vor dem ein oder anderen kleinen Knacken hatte, dass er immer wenn abends die Heizung an war vor Angst gezittert hat, sich hinterm Sofa versteckt hat, unruhig hin- und hergelaufen ist...das ging teilweise die ganze Nacht so, so dass keiner von uns mehr schlafen konnte) und zu soetwas ist nun mal nicht jeder bereit.


Mein größter Vorwurf geht an die Organisationen für eine schlampige Vorauswahl. Es kann ohnehin nicht jeder Hund gerettet werden und ich halte es für von großer Bedeutsamkeit das man nur die Hunde für eine Vermittlung aussucht die sich auch wirklich gut für ein Leben auf dem Sofa eigenen.
Denn ich glaube Hunde wie Ringo enden nur allzu oft als schwer vermittelbarer Wanderpokal in den deutschen Tierheimen und da fände ich es im Grunde humaner man hätte sie da gelassen wo sie herkamen, auf der Straße hätten sie vielleicht noch ihren Platz im Leben finden können. Als ungewollt im Zwinger versauernder "Problemhund" leiden sie sicher mehr (und überfüllen dazu noch die ohnehin schon überlasteten Tierheime).

Natürlich sind Hunde wie BJ dann der Gegenbeweis, dass es auch viele Tiere gibt für die die Vermittlung ein riesiger Glücksgriff war und die dadurch überhaupt erst ein Leben geschenkt bekommen haben ;)
dass vor einiger Zeit mal eine Bekannte einen Hund aus dem TH Basel holen wollte. Bekam ihn aber auch nicht, die geben nur ab, wenn man Haus mit Garten hat. :?
Ich finde solche Regelungen auch völlig übertrieben. Ein Garten ist Luxus (und ehrlich, ich hätte auch gerne einen, wo ist der "Menschenschutz" der dafür sorgt, dass ich einen bekomme? :?) und es ist schön wenn ein Hund in ein Luxuszuhause vermittelt werden kann.
Aber man kann nicht alles haben und im Falle eines Hundes der bereits in Not geraten ist, ist ein Leben in einer Wohnung sicher dem Leben im Zwinger allemal vorzuziehen.
Zumal wie du schon angesprochen hast es nicht so ist, dass Hunde mit Gartenzuhause in jedem Fall besser ausgelastet werden. Da kommt es dann doch in erster Linie auf die Einstellung der Menschen an und nicht auf ihre Wohnsituation.
....wenn man sich die Pingelei einiger Tierheime so ansieht verwundert es nicht, wenn dann einige Leute sich lieber einen Hund aus unseriöser Quelle holen wo wenigstens keine Fragen gestellt werden und man nicht sofort verdächtig ist, nur weil man ein Tier aufnehmen möchte :?
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #88
Kompassqualle, Deinen letzten Beitrag kann ich nur unterschreiben!

Ich muss auch sagen, ich wage ja zu behaupten, dass ich Tierfreundin bin :mrgreen: aber manchmal verstehe ich dann die Tierschützer eben auch nicht. Reisen sie ins Ausland in ein rappelvolles Tierheim, haben die Möglichkeit, sich 5 Hunde auszusuchen, die sie nach D mitnehmen. Da sehen sie einen uralten Hund mit nur 3 Beinen... Oooooooh, das arme Tier, der muss den Rest des Lebens unbedingt auf einem Sofa in der Wärme verbringen. Gut, Hund 1 ausgewählt -- Vermittlungsschancen = 0.
Weitere Hunde, da ist ein gaaaanz kranker, so ein armer Tropf, muss auch mit. Hund 2 -- Vermittlungsschancen = 0. Und das geht dann bei allen 5 Hunden so weiter. Es kommt noch ein Herdenschutzhund dazu, ein total überängstlicher Schäferhund und noch ein total deformierter irgendwas, der wohl durch einen Unfall alle 4 Beine in irgend einer Form kaputt hat und kaum laufen kann. :?
So, ist ja nett, diesen Tieren zu helfen aber--hilft man denen wirklich!? Sorry, wenn ich da uralte (oder zumindest uralt wirkende) rumhumpeln sehen, zerschunden und zerschlagen, dazu noch total scheu und von Räude zerfressen... Hilft man diesem Hund wirklich, wenn man den am Leben lässt und den auch noch ins Ausland schippert? Würde nicht hier eine Spritze, die letzte Spritze, mehr Hilfe bieten? Manchmal kann ja der Tod auch eine Erleichterung sein. :eusa_shhh:

Und im Zwinger nebenan sitzt eine ganze Truppe lustiger Welpen, lebensfroh, menschenfreundlich, sie werden ziemlich sicher mal etwa 50 cm hoch. Nehmt doch diese mit! Diese haben Chancen, echte Chancen auf Vermittlung! Nicht die Alten, Schwachen, Scheuen und Kranken. Sorry! :(
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #89
Oh Kompassqualle, ich kann dich so gut verstehen... du hast meinen größten Respekt verdient, wirklich. Ich find es toll, das du Ringo trotz allem behalten hast. Wir wollten unseren auch behalten, aber wir waren niemals so stark wie du. Nicht nur die Größe von ihm, auch mit seinem Wesen hätten wir niemals zurecht kommen können. :( Er ist genauso wie Ringo, mir kommt es so vor, als würdest du von über ihn schreiben...

Mit den Fragebögen von Tierheimen finde ich auch so ne Sache. Wir waren ja auch im Tierheim auf der Suche nach "unserem" Hund und nebenbei wurden auch ein paar Fragen bezüglich der Wohnung gestellt. Bei "kein Garten vorhanden" wurde auch leicht geschmunzelt.. weiß aber nicht, ob es dann dagegen gesprochen hätte. Ich bin der Meinung, das ein Garten trotzdem ein Gefängnis ist wie das eigene Haus bzw. die eigene Wohnung. In einem Garten kann man sich auch nicht frei bewegen, Mauern grenzen einen ein - "Draußen - Feeling" gleich null. Früher hatten wir auch einen Garten bevor wir Hunde hatten und als kleines Kind habe ich mich auch nie so gefühlt, als wäre ich draußen... und für einen Hund ist das ja das gleiche. Deswegen verstehe ich nicht, warum so viele Tierheime so versessen auf einen Garten sind. Der Hund ist doch trotzdem eingesperrt, kann nicht laufen in dem Sinne und umherstreifen. Klar, ein Garten ist schön, wer wünscht sich keinen? Aber es ist immer noch ein Gefängnis mit äußerst schönem Umfeld. ;)

kleiner Falke da kann ich nur zustimmen! Ich lese gerne jeden Tag etwas aus dem Tierschutz und was gerade so aktiv gemacht wird. Da sehe ich auch öfter jetzt, vorallem wegen Rumänien, das Hunde ohne Schnauze, mit drei Beinen, total verkrüppelt usw. trotzdem nach Deutschland vermittelt werden. Ich verstehe das nicht... Da hört für mich der Tierschutz auf.. den Tieren ist doch nicht geholfen, wenn sie nicht Tier sein können, nicht mehr laufen können, raufen und umherstreifen dürfen. :(
Manchmal frage ich mich auch, woher die diese traurigen Texte haben. Aus dem traurigen Kinderbuch ? Die sind ja echt alle gleich, vorallem bei den Welpen. Alle sind super sozial, alle sind kerngesund... sie wurden zwar der Mutter entrissen (steht da ja nicht) aber sie sind so tapfer und wollen nur eins, auf IHR Sofa ! Klar, ein Hund wollte schon immer bei Menschen sein, die ihn wahrscheinlich vorher misshandelt haben. :( Warum sind die Leute denn nicht ehrlich...
 
  • Kaum noch "passende" Tierheimhunde Beitrag #91
Der Artikel verwirrt mich leider etwas, weil ich das Original, auf das er sich scheinbar bezieht, nicht online finde. Online gibt es lediglich Berichte darüber, dass das TH dieses Jahr den hessischen Tierschutzpreis gewonnen hat.
Was mich aber weit mehr stört: Ich kann nichts ernst nehmen, in dem ich beim ersten drüberlesen so viele Schreibfehler finde :?.
Außerdem wird hier ein Problem ins Lächerliche gezogen, das scheinbar im ursprünglichen Artikel angesprochen wurde: Dreck, schwierige Hunde, Vermittlung an Leute, die sich nicht auskennen. Besonders wenn ein TH schwierige Tiere vermittelt, sollte es verstärkt darauf achten, wer diese zu sich nimmt. Picco hatte dazu ja erst ein interessantes Thema eröffnet und ich sehe es durchaus auch als Fehler der Mitarbeiter, wenn ein Tier an jemanden abgegeben wird, der es anschließend wegen verschiedener Probleme zurück bringen muss, weil er damit nicht fertig wird. Man steckt nie drin, sollte aber nicht immer nur die Schuld bei dem suchen, der den Hund ausgewählt hat, sondern auch bei dem, der ihn der Person erst mitgegeben hat.
Was den Dreck angeht: Wer kommt denn da bitte vor den Öffnungszeiten rein? Keine Sau, würde ich wagen zu behaupten. Wenn es bei einem Besuch dort dreckig war, dann wohl zu den Öffnungszeiten, was ich ebenfalls nicht akzeptabel finde. Ich war auch schon in diversen Tierheimen, dort war es aber wenigstens immer sauber, das sollte neben der Fütterung auch erste Priorität sein.

Das Thema kranke Hunde finde ich sehr komplex, das wird hier aber so ins Lächerliche gezogen und als völlig normal abgetan, ohne sich da genauer Gedanken drüber zu machen. Nicht jedes Tier kann gesund sein, das stimmt, aber es gibt Vereine, die scheinbar absichtlich kranke Tiere aufnehmen und vermitteln, teils ohne Aussicht auf ein »richtiges« Leben, besonders im Auslandstierschutz. Ob diese Vereine das richtige tun erfordert eine weit tiefergehende Betrachtung, als das in diesem Blogeintrag der Fall ist. Daneben stehen natürlich Hygiene und Krankheitsverbreitung sowie Gruppenhaltung in einem Zusammenhang und sein durchaus auch Probleme, die in größerem Rahmen zu diskutieren sind (Platz für Quarantäne kranker Tiere zum Beispiel). Ganz abgesehen von der Frage nach Möglichkeit und Finanzierung von tierärztlichen Leistungen – oft kann/wird nur das nötigste gemacht. Es wurden durchaus auch schon bewusst bestimmte Tests nicht gemacht oder kranke Tiere nicht isoliert oder gar ohne Angabe der Krankengeschichte weitervermittelt, allgemein gesprochen.

Wenn es da wirklich Kritik an diesem Tierheim gab, wäre es gut, den Originalartikel dazu auch zu zitieren und das ganze sachlich zu diskutieren, nicht in dieser Form.
Das Problem des »passenden« Tierheimhundes ist im Vergleich dazu recht gering, das stimmt schon, nur könnte man aus dem verlinkten Artikel auch einfach den Schluss ziehen, dass sich kaum jemand ein Tier aus dem Tierheim holen oder wünschen sollte, denn diese haben ja scheinbar alle Probleme...
 
Thema:

Kaum noch "passende" Tierheimhunde

Kaum noch "passende" Tierheimhunde - Ähnliche Themen

Hund - und alles drum und dran: Hallo, ich beschäftige mich jetzt seit einiger Zeit mit dem Gedanken, einen Assistenzhund zu holen bzw einen Hund als solchen selbst...
Finyas und mein Trainingsweg - zurück zum Vertrauen: Hallo ihr lieben! Ich weiß noch nicht so ganz genau, ob ich in diesem Unterforum wirklich ganz richtig bin. Da es hier aber um Finyas Verhalten...
Aggressiver Listenhund: Hallo Leute, ich melde mich nach eeewigkeiten mal wieder. Ich bin gerade bei einem Thema, bei dem ich hier sicher auf sehr empfindliche Nerven...
Hund behalten oder abgeben?: Hallo, hab mich hier jetzt extra angemeldet, weil ich ein großes Problem hab und zwar mit meinem neuen Hund. Wird wahrscheinlich länger, weil ich...
Welche Hunderasse passt zu meinen Vorstellungen?: Hallo, :) ich möchte gerne in ca 3 Jahren meinen ersten Hund haben, ich weiß, das ist noch lange hin, jedoch beschäftigt mich das Thema so sehr...
Oben