Danke,ninchenmami,ich hab echt keine Lust,es noch tausenmal zu schreiben(vor allem,weil ich es ja nie geschrieben habe,dass Fleischesser Tierhasser sind,das haben sich die Leute so interpretiert.Ich sagte,ich habe Schwierigkeiten mit der Formulierung,wenn Fleischesser sich als Tierfreunde bezeichnen,weil ich finde,dass das eingeschränkt ist.Sie lieben die Tiere um sich herum,die sie kennen,aber bei fremden Tieren ist die Liebe nicht groß genug,als dass es vom Fleischessen abhalten würde.Von Hass war bei mir nie die Rede).
Tja,ich bin Vegetarierin(auf dem Weg zur Veganerin)aus Leidenschaft

Ich möchte meinen Genuss nicht über die Rechte setzen,die Tieren eigentlich zustehen sollten.
@nessa2911: Das ist genau der Punkt.Sobald eine Bindung zu dem Tier besteht,sobald sie es kennen,fällt es den Menschen viel,viel schwerer,ein Tier zu töten bzw.das tote Tier zu essen.Mir ist es egal,ob ich das Tier kenne oder nicht,ich brauche keine emotionale Bindung,um das Fleischessen sein zu lassen.Ich möchte eben keine Privilegien verteilen,so nach dem Motto: "Dich kenne ich,dich habe ich lieb,du darfst leben.Dich kenne ich nicht,dich darf ich essen". Aber das bedeutet alles nicht,dass ich dich verachte.Ich möchte dir nur mal vor Augen führen,was du vielleicht gar nicht bedenkst,wenn du Fleisch isst.Habe ich ja auch nie,es war normal.
Die tun einem ja schon Leid...
Leider selten Leid genug,als dass jemand um ihretwillen aufhört,Fleisch zu essen.Ja,Bauern halten ihre Tiere besser,da gebe ich dir Recht.Aber töten tun sie sie auch.Wenn es den Fleischkonsum für dich besser macht,wenn sie vorher ein schöneres Leben hatten als die Tiere der Massentierhaltung-okay.
Ich finde es nicht in Ordnung,das als Rechtfertigung zu sehen.Es ist besser,da stimme ich zu,aber kein Grund,sie zu töten.Wie schon mal gesagt: Ich hatte bisher auch ein schönes Leben,und deshalb hat noch lange niemand das Recht,mich umzubringen,mit der Begründung "Ja,aber sie hatte ja ein schönes Leben."Das beruhigt das Gewissen,ich weiß.Es ist angenehmer,so zu denken,als sich klarzumachen,dass auch das Speziesismus ist,Herabsetzen anderer Arten.
Ich verstehe schon,weshalb jemand so denkt.So ist es nicht.
Was soll denn sonst mit Rindern, Schweinen usw passieren? Wir können die nicht frei rumlaufen lassen.
Das ist auch ein Einwand,der oft kommt.Tatsache: Ich kann dir leider auch keinen perfekten,bis ins Detail ausgeklügelten Plan liefern,wie die Welt veganisiert werden soll,da muss ich passen.Es müsste langsam,ganz langsam zurückgeschraubt werden.Das würde lange dauern,sicher.Aber ich fände,es wäre die Mühe wert.
Verschwinden müssten die Tiere deswegen nicht,obwohl ihre Zahl sicher stark abnehmen würde.Man könnte sich um sie kümmern,sie könnten Weiden abgrasen,aber sie hätten ihren Frieden,sie dürften ihr Leben voll auskosten,sie müssten es nicht im Schlachthof aushauchen.Vielleicht verstehst du,was ich meine...?Eine vegane Welt wirkt auf den ersten Blick utopisch,aber es würde schon funktionieren.Nur müssten wir dann entweder alle an einem Strang ziehen,oder die Fleischesser müssten z.B.per Gesetz gezwungen werden,die Tiere in Ruhe zu lassen.Mir persönlich wäre es lieber,das wäre nicht notwendig
Vegetarierer essen meinem Essen das Essen weg^^
Ein etwas ausgelutschter Satz^^. Es ist so: Wenn die Fleischindustrie Stück für Stück abgebaut werden würde,dann würden Menschen ihre Arbeitsplätze verlieren,aber gleichzeitig würden sehr viele neue geschaffen werden,z.B.im Ackerbau.Und das ganze Getreide,das zur Zeit an Schlachttiere verfüttert wird...mann,das könnte man viel sinnvoller einsetzen!
Für Nirmel,die Faktenliebhaberin

,ich habe dazu mal eine Tabelle gefunden. Bitteschön,da kannst du dich informieren,nessa,wie sinnvoller es wäre,eher auf Gemüseanbau zu setzen:
Gründe für Vegetarismus
Stand 2000
Fakten:
- Verschwendung natürlicher Ressourcen
- Zerstörung der Regenwälder
- Umweltverschmutzung
- Gesundheit
Verschwendung natürlicher Ressourcen
- In den achtziger Jahren verzehrten die Westeuropäer und Nordamerikaner 33% mehr Milchprodukte, 50% mehr Rindfleisch und 280% mehr Geflügel als zwischen 1900 und 1910!
- Allein in den USA werden jährlich mehr Tiere für die Fleischerzeugung geschlachtet als die Welt Einwohner hat.
- In Deutschland lassen täglich 50.000 Rinder und Schweine ihr Leben, dazu unzählige Fische, Hühner und andere Tiere.
- Um die riesigen Futtermengen, die für die Mast der Schlachttiere notwendig sind, zu erzeugen, werden jährlich etliche Millionen Tonnen Pestizide verbraucht; genug, um die Weltbevölkerung zu töten.
- Anteil des von Masttieren verzehrten Getreides an der jährlichen Welternte: 49%
- Anteil der von Masttieren verzehrten Sojabohnen an der jährlichen Welternte: 90%
- Alle 2,3 Sekunden stirbt ein Kind auf der Erde an Unterernährung
- Menge an Getreide und Sojabohnen, die zur Erzeugung von 1 kg tierischer Nahrung notwendig sind:
- Rindfleisch: 16 kg
- Schweinefleisch: 6 kg
- Geflügel/Eier: 3-4 kg
- Anzahl der Kinder, die täglich an den Folgen der Unterernährung sterben: 38.000
- Anzahl der Nährstoffe, die bei der Umwandlung von Getreide in Fleisch verloren gehen:
- Eiweiß: 90%
- Kohlenhydrate: 99%
- Faserstoffe: 100%
- Anzahl der Menschen, die 1991 an Unterernährung starben: 20 Millionen
- Menge essbarer Produkte, die auf einem Hektar Land erzeugt werden können:
- Kirschen: 1.000 kg
- grüne Bohnen: 2.000 kg
- Äpfel: 4.000 kg
- Karotten: 6.000 kg
- Kartoffeln: 8.000 kg
- Tomaten: 10.000 kg
- Sellerie: 12.000 kg
- Rindfleisch: 50 kg
- Anzahl der Menschen, die mit den Futtermitteln (Getreide und Soja) ausreichend ernährt werden könnten, welche für die Fleisch- und Milchproduktion für einen westlichen Durchschnittskonsumenten notwendig sind: 7
- Anteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche, die für die Tierhaltung und Tierfuttererzeugung gebraucht wird: 64%
- Anteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche, die für die Erzeugung von Obst und Gemüse gebraucht wird: 2%
- Anzahl der Menschen, die ausreichend ernährt werden könnten, wenn Land, Wasser und Energie statt zur
Fleischerzeugung für den Getreideanbau genutzt würden, wenn die Menschheit 10% weniger Fleisch essen würde: über eine Milliarde
- Kalorienverbrauch (durch fossile Brennstoffe), der zur Erzeugung von 1 Fleischeiweißkalorie nötig ist: 78 kcal
- Kalorienverbrauch, der zur Erzeugung von 1 Sojabohneneiweißkalorie
nötig ist: 2
- Vom Gesamtwasserverbrauch in Westeuropa und Nordamerika entfällt auf die Massentierhaltung: über 50%
- Wassermenge, die in Kalifornien zur Erzeugung von 1 kg Lebensmittel verbraucht wird:
- Tomaten: 138 l
- Kopfsalat: 138 l
- Kartoffeln: 150 l
- Weizen: 106 l
- Karotten: 198 l
- Äpfel: 40-60 l
- Orangen: 320 l
- Milch: 840 l
- Eier: 3.300 l
- Huhn: 4.950 l
- Schweinefleisch: 9.700 l
- Rindfleisch: 32.100 l
Zerstörung der Regenwälder
- Anzahl der Quadratmeter tropischen Regenwaldes, die für einen Hamburger geopfert werden: 5
- Anteil der Zerstörung des tropischen Regenwaldes, der auf Kosten der Massentierhaltung geht: 90%
Umweltverschmutzung
- Produktion von Exkrementen der Masttiere der Massentierhaltung in den USA und in Westeuropa: 1.100 Tonnen pro Sekunde
- Anteil der Wasserverschmutzung in Europa, die auf Kosten der Massentierhaltung geht: über 50%
Gesundheit
- Häufigste Todesursachen in den USA und Westeuropa:
Herz-Kreislauf-Krankheiten
- Zweithäufigste Todesursachen in den USA und Westeuropa: Krebs
- Wahrscheinlichkeit für einen Tod durch Herzinfarkt bei Fleischessern: 50%
- Wahrscheinlichkeit für einen Tod durch Herzinfarkt bei Vegetariern: 15%
- Wahrscheinlichkeit für einen Tod durch Krebs bei Fleischessern: 24%
- Wahrscheinlichkeit für einen Tod durch Krebs bei Vegetariern: 8%
- Wahrscheinlichkeit für einen Tod durch Herzinfarkt und Krebs zusammen bei Vegetariern (Vegetarier, die auch keine Eier und Milchprodukte essen): unter 6%
- Senkung der Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarktes durch Reduzierung des Verzehrs von Fleisch, Eiern und Milchprodukten um 10%: 9%
- Senkung der Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarktes durch Reduzierung des Verzehrs von Fleisch, Eiern und Milchprodukten um 50%: 45%
- Heilungsquote bei Neurodermitis durch tiereiweißfreie Rohkost und Naturheilverfahren: 80-100%
- Gesundheitszustand von Veganern nach Studien der National Academy of Sciences (USA): überragend
- Prozentsatz der fleischessenden Mütter mit DDT in ihrer Muttermilch: 97%
- Prozentsatz vegetarisch lebender Mütter mit DDT in der Muttermilch: 8%
- Prozentsatz vegan lebender Mütter (völlig ohne tierische Nahrung) mit DDT in der Muttermilch: 1,1%
- Durchschnittliche Belastung der Muttermilch mit Umweltgiften bei "normalen" Müttern im Vergleich zu Vegan-Müttern: 35mal höher
- Viele Spitzenathleten leben heute vegetarisch!
ist jetzt vielleicht übertrieben, aber ich kanns mir auch grad nicht vorstellen, wenn niemand mehr Fleisch essen würde...)
Das versteh ich.Es ist ja auch schwierig,es sich vorzustellen,weil es zur Zeit so normal und alltäglich ist.Deshalb will ich ja auch dagegen kämpfen,damit es das irgendwann einmal nicht mehr ist.Dass das harte Arbeite ist,viele Misserfolge mit sich bringt und lange dauern kann,ist mir bewusst.
Aber,ich bringe das Beispiel immer gerne: Es war in der Vegangenheit auch ideologisch,utopisch,nicht vorstellbar,dass Männer und Frauen mal gleichberechtigt sind.Die Unterdrückung der Frau war damals auch normal,und kaum jemand hat es angezweifelt.Und schau,wie es heute ist.Nur,weil sich einige dafür eingesetzt haben,weil einige gekämpft haben- ob es damals als normal galt oder nicht.
@ninchenmami:
aber trotzdem verteh ich was Nima sagen möchte (mir persönlich gibt das auch zu denken
)!!
Toll,wirklich,das ist genau das,was ich erreichen wollte: Dass Fleischesser nachdenken,nicht alles als gegeben und normal hinnehmen,anzweifeln.Danke,du machst mir echt Mut!
