Wenn man eine Rassekatze möchte, ist das ja vollkommen in Ordnung

Wenn du dich mit den Rassen an sich beschäftigt hast, wirst du ja die kleinen Unterschiede feststellen bzw. kennen.
Mit meinem zugegeben sehr beschränkten Wissen zu Katzenrasse bin ich aber auch der Meinung, dass es da nicht so viele Unterschiede gibt. Orientaler sind wohl sehr gesprächig und mitunter auch dominat, weswegen hier davon abgereaten wird, eine rassefremde Katze dazu zu setzen. Orientalische Rassekatzen bleiben wohl grundsätzlich besser unter sich.
Ansonsten ist mir aber nicht bekannt, dass sich Rassekatzen großartig von Feld-Wald-und-Wiesen-Mixe unterscheiden. Vom Charakter her ist jede Katze anders und auch wenn man einer Rasse bestimmte Eigenschaften zuschreibt, kommt es doch im Endeffekt wirklich aufs Tier an.
Wenn es denn unbedingt eine Rassekatze sein soll, dann kannst du da wohl sicher nach deinem persönlichen Geschmack entscheiden

Am Besten du gugst einfach mal, was dir so zusagst und wenn du eine Rasse gefunden hast, die du schön findest, kannst du dir ja noch mal genauer Gedanken dazu machen, ob sie sich wohl mit einer anderen Rasse versteht.
Ich denke aber wie gesagt, dass das bei den wenigsten Rassen das Problem sein dürfte.
Wenn es dir dabei wirklich nur ums Äußere geht, dann gibt es bestimmt auch genug entsprechende Tierschutzseiten, die solche Rassen vermitteln. Ich weiß das es für BKHs und Maine Coons sollche "... in Not"-Seiten gibt. Wenn es Kitten sein sollen, wirst du dir aber wohl die Mühe machen müssen, nach einem seriösen Züchter zu suchen (auch wichtig wenn es dir dabei auch um erbbedingte Krankheiten geht). Einen seriösen Züchter zu finden, ist aber nicht so einfach. Auch könnte es momentan schon schwierig werden, ein Hauskatzenkitten im Tierheim zu finden, dass du zeitgleich dazu holen kannst.
Ich denke es ist erst mal wichtig, dass du dir selbst darüber im Klaren wirst, warum genau es denn jetzt eine Rassekatze werden soll, was du von einer Rassekatze erwartest etc. Dann kann man auch besser sagen, ob dafür nur bestimmte Rassen in Frage kommen oder ob du wirklich rein nach dem Äußeren gehen kannst.
An der Stelle sei aber auch eine Frage gestellt: Die Finanzierung
Je nach Studiengang und Art des Studiums hat man als Student ja nicht unbedingt viel Geld. Ich hab selbst als Student mit der Katzenhaltung begonnen, dass war aber ein bezahltes Studium, bei dem ich monatlich fast 1.000 Euro auf die Hand hatte. Klingt erst mal viel, nach Abzug der Fahrkosten, Versicherung, Unterkunft am Studienort bzw. Fahrkarten zur Praxis etc. blieb da aber nicht mehr viel Über und großartig was zur Seite legen konnte ich auch nicht (wichtig für unerwartete TA-Besuche).
Gerade Kitten sind verdammt teuer. Das fängt mit dem Futter an, bei dem viele Kitten deutlich mehr fressen als eine ausgewachsene Katze, einfach weil sie wachsen, wachsen nd noch mal wachsen und geht mit den Kastrationskosten weiter, die spätestens 3 Monate nach Einzug der Kitten fällig werden. Dazu dann die Anschaffungskosten der Katzen selbst (gerade bei Züchtern musst du da mit mehreren 100 Euro rechnen) sowei etwaige Anschaffung von Zubehör (neue Katzenklos, vielleicht auch ein paar Näpfe und Kratzbäume, falls du keine vorrätig haben solltest.
Da wirst du in den ersten Monaten eine Menge Geld für die Tiere ausgeben müssen, eventuelle Krankheitkosten überhaupt noch nicht mitgerechnet. Da Krankheitskosten bei Katzen schnell mal verdammt hoch werden können, ist es ratsam, ein gewisses finanzielle Polster zu haben oder andere Alternativen für den Ernstfall.
Bist du Sicher, dass du das auf Dauer als Studentin stemmen kannst?
Wie gesagt hab ich selbst als Studentin mit der Katzenhaltung begonnen, hatte dabei aber verdammtes Glück, dass meine Katzen nicht krank geworden sind. Großartige TA-Kosten hätte ich nicht mal einfach so tragen können. Es war sehr unüberlegt von mir die Katzenhaltung zu dem Zeitpunkt zu beginnen, rückblickend würde ich es anders machen.