Landseer hat sich komplett verändert

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  • Landseer hat sich komplett verändert Beitrag #1
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bunck

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Hallo, ich bin neu hier und habe mich angemeldet mit der Hoffnung dass mir hier jemand weiterhelfen kann.
Mein Hund (Landseer) ist 4 Jahre alt und war eigentlich immer einer der liebsten Hunde, außerdem war ich früher auch bei der Welpen Schule mit ihn, da er nicht mein erster Hund ist. Jetzt bin ich vor kurzem umgezogen und er möchte einfach gar nicht mehr mit mir raus. Wir müssen immer im Rudel gehen, sprich unsere ganze Familie bzw. der größte Teil muss mitkommen und dazu noch Leberwurst mitnehmen. Draußen ist allerdings auch nichts vorgefallen, womit ich mir dieses Verhalten erklären könnte.
Als ob das nicht schon genug ist, bellt er mich mittlerweile und alle anderen aus der Familie auch noch ohne Grund an.
Sonst hat man ihn nur ganz selten gehört, mittlerweile bellt er bei den kleinsten Geräuschen.
Dazu kommt jetzt auch noch das er sich selbst Wunden beißt.
Auf seine alten Freunde reagiert er auch allergisch und aggressiv. Er versteht sich nur noch mit ganz wenig anderen Hunden.
Ich war jetzt schon bei 3 unterschiedlichen Tierärzten und keiner konnte mir weiterhelfen.
Ich hoffe jemand weiß Rat.

MfG
 
  • Landseer hat sich komplett verändert

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  • Landseer hat sich komplett verändert Beitrag #2
Hey,

das klingt aber gar nicht gut:/

Was ist denn bisher beim TA alles untersucht worden?
Ist er auf HD/ED untersucht worden?

In welchen Situationen bellt er euch an?

Was macht ihr generell mit ihm?
Also normaler Tagesablauf, Auslastung usw. usw.

Ist er kastriert?

Mit 4 Jahren ist er ja eigentlich aus dem gröbsten raus was die Pubertät betrifft, daher kann es auch einfach sein, dass sich bei anderen Hunden bestimmte Abneigungen gefestigt haben.
Gibt es da ein besonderes Schema? Also mag er Hündinnen/Rüden/intakt/kastriert?

Wie verhaltet ihr euch, wenn er "allergisch reagiert"?
 
  • Landseer hat sich komplett verändert Beitrag #3
Worauf er untersucht wurde kann ich dir leider erst heute Abend mitteilen.
Im Prinzip bellt er momentan eigentlich fast durchgehend.
Selbst wenn wir nur am Tisch sitzen und frühstücken und halt wenn er irgendwas hört, ob es nur aus einem anderen Zimmer kommt oder aus dem Hausflur ist egal.
Also ich gehe morgens vor der Arbeit eine kurze runde mit ihn, diese dauert ca. 30 Minuten.
Dann Nachmittags eine größere ca. 1-1 1/2 Stunden und am Sonntag wenn ich mehr Zeit habe ca. 3 Stunden.
Und Abends nochmal eine etwas kürzere.
Ansonsten ist er teilweise alleine, allerdings nie lange.
Zudem muss ich vielleicht noch erwähnen dass wie 3 Katzen haben, mit denen er allerdings auch aufgewachsen ist und nie ein Problem hatte.
Kastriert ist er nicht, da unserer TA sagte dass es nicht viel bringen wird.
Momentan hat er gegen alle Hunde etwas, 1-2 Ausnahmen gibt es zwar aber wenn wir einen Hund begegnen gehen wir ihm meist aus dem Weg, da wenn er mal mit mir alleine geht ich ihn nicht unbedingt immer halten kann. (wiegt ja auch 80 kg)
 
  • Landseer hat sich komplett verändert Beitrag #4
Hrm- spontan würde ich sagen, dass das nach extrem viel Unsicherheit klingt:eusa_think:

Wie lange ist der Umzug denn her?
Gab es noch eine andere Veränderung? Sei es, dass jmd. nicht mit umgezogen ist, jmd. ist dazu gekommen etc.?

Ist er an der Leine aggressiv bei anderen Hunden oder auch, wenn er nicht angeleint ist?
 
  • Landseer hat sich komplett verändert Beitrag #5
Ja, einer meiner Söhne ist nicht mitgezogen und ich habe mich letztes Jahr von meinen Lebensgefährten getrennt.
Es kam bei der Trennung leider auch der Verdacht dass er meinen Hund in meiner Abwesenheit geschlagen hat.
Ehrlich gesagt traue ich mich nicht ihn nicht angelehnt mit zunehmen, da es so auch unmöglich scheint dass er mitkommt.
Der Umzug ist mittlerweile 2 Monate her, im 1 Monat traute er sich auch nicht die 2 Stufen in den Garten runter, deshalb habe ich mir ein Tor einbauen lasse.
Allerdings 2 Wochen nach den Einbau traute er sich auch endlich die Treppen runter.
 
  • Landseer hat sich komplett verändert Beitrag #6
Hallo Bun ck,
willkommen erstmal im Forum.

Da habt ihr alle aber große Veränderung durch gemacht und auch ist ja nun eure Familie so zusagen umstrukturiert. Ich glaube nicht, daß Hunde auf so etwas direkt reagieren / wenn das Rudel an sich stabil ist - Aber sie reagieren auf die Energie und Emotionen innerhalb ihres Rudels und da könnte auch euer Problem liegen.

Klar, erstmal gesundheitlichen Check (beim Hund ) ...aber dann würde ich an die Psyche gehen und zwar erstmal an Eure.

Analysiere mal wie Du dich fühlst (und dein Sohn) , geht es dir gut, bist du gestresst, bist du traurig und selbst vielleicht Unsicher - hast du (das kennen wir alle) einbißchen Zukunftsangst - oder bist du von der Vergangenheit extrem mit genommen? Ihr alle vermißt sicher den einen Sohn, der nicht mit umgezogen ist.,,..und sicher hat sich dadurch, durch die Trennung (von dem der den und geschlagen hat...pfui) und den Umzug ganz viel Verändert.

Wenn man sich selbst mal analysiert, kann man wieder zur Ruhe kommen und erst wenn man selbst ruhig und gelassen ist, kann man einem von der gesamt Situation verunsicherten Hund diese Haltung abverlangen.

Vielleicht kannst du versuchen täglich etwas schönes mit dir und dem Hund zu machen - versuche durch zu atmen und mindestens 1 Spaziergang am Tag , so richtig zu genießen und wenn es dazu Leberwurst braucht - gut dann ist das so.
Zu Hause vergiß danach mal Ärger und Stress....leise Musik an, Kerze an und den Hund sanft durchbürsten....20 Minuten (die Wäsche / das saugen kann wirklich auch mal warten...) OHNE Hektik ...einfach das Sein genießen....


Ich weiß das hört sich jetzt total psycho an -aber ich weiß auch, daß es funktioniert. Ich hatte den Hund einer Freundin für einige Zeit übernommen , nachdem dieser innerhalb eines persönlichen Verlustes und darufhin Bitterbösen Trennung und Rosenkrieg vollkommen von der Rolle war.
Er wurde agressiv und bissig - und nur weil Frauchen selbst völlig neben sich stand. Nun ist alles wieder gut - und die beiden haben ihre eigene Harmonie gefunden......

Du kannst dem Hund und der Hund kann die helfen Dir Wunden zu heilen.

LG Suno
 
  • Landseer hat sich komplett verändert Beitrag #7
Ui...das klingt immer weniger gut:( Jetzt losgelöst vom Hund ist das für dich ja auch eine total doofe Situation.

Aber gut.
Ich kenn´deinen Hund nicht und rate daher etwas ins Blaue: Vermutlich hat er den Wegfall/Umbruch seines sozialen Systems noch nicht verkraftet.
Selbst wenn, was ich nicht hoffe, dein Ex ihn geschlagen haben sollte gehörte er zum Rudel genau so wie dein Sohn.
Diese beiden Elemente fehlen jetzt und wahrscheinlich wird auch dir es in der letzten Zeit nicht wahnsinnig bombig ergangen sein- Trennung, Umzug und Sohn zieht aus, da kann man sich wirklich schönere Lebensabschnitte vorstellen.

Das Bellen, Wunden beißen, nicht aus dem Haus wollen deutet darauf hin, dass er sich absolut und vollkommen unsicher ist.
Er kann die Umgebung nicht einordnen, empfindet wahrscheinlich einfach alles als fremd und auf dich kann er sich zur Zeit auch nicht verlassen- zumindest aus seiner Perspektive.

Bei der Leinenaggression vermute ich mal genau diesen Hintergrund als Motivator: Hunde würden im Normalfall ihr Revier/Rudel gegen fremde Hunde verteidigen.
Bisher musste er das wahrscheinlich einfach nicht, jetzt fühlt er sich aber dazu gezwungen in permanenter Hab-Acht-Stellung quasi auf einen Angriff zu warten schließlich ist er jetzt im Fremdgebiet.
Je nachdem wie eure Beziehung zueinander ist kommt vllt. auch noch hinzu, dass er dir nicht zutraut kritische Situationen zu klären.
Damit möchte ich nicht anzweifeln, dass du mit deinem Hund klar kommst, rein von deiner Beschreibung her versucht er die Situationen eben selbst zu klären.
An der Leine hat er dich dann ja auch "im Rücken" für den Ernstfall.

So.

Wir können hier jetzt ganz viel mutmaßen, aber im Endeffekt wird es wahrscheinlich einige Stellschrauben geben, die wir von "hier" aus nicht nennen können.
Ich würde sehen, dass ich einen positiv arbeitenden Hundetrainer finde, der sich das Ganze ansieht.

Persönlich würde ich ansonsten erstmal schauen, dass er einen festen Platz bekommt.
Dort schickst du ihn hin, wenn er wieder alles anbellt etc.- nicht um ihn zu bestrafen, sondern einfach um dafür zu sorgen, dass er sich wieder beruhigen kann.
Das setzt dann aber voraus, dass du mit ihm trainierst wo sein Platz ist und das er dort bleiben soll bis du ihn wieder abholst.
Schaff´ihm seinen kleinen privaten, sicheren Hafen.

Draußen würde ich an der Leine gar keinen Kontakt mehr zulassen und mit ihm daran arbeiten, dass er sich bei anderen Hunden auf dich und nicht auf den anderen Hund konzentriert.
Auch hier muss man kleinschrittig trainieren, dass der Abstand zum fremden Hund verringert werden kann. Das kann Wochen dauern, zahlt sich aber aus;)
Solange er noch ruhig bleibt loben, loben, loben und sobald er Anstalten macht zu moppern umdrehen und den Abstand vergrößern.

Lassen sich Hundebegegnungen nicht vermeiden: Beide Hände an die Leine, festhalten und kommentarlos dran vorbei.
Da er ja nun mal wirklich ein Koloss ist würde ich ihm sowas hier http://www.amazon.de/Halti-LH02-Hundegeschirr-Gr%C3%B6%C3%9Fe-M/dp/B004W78GGC/ref=sr_1_1 verpassen. Tut dem Hund nicht weh, man muss kein Profi sein um das zu benutzen, da es im Prinzip ein normales Geschirr ist, aber das Kräftegleichgewicht ist zu deinen Gunsten verteilt.

Damit kann selbst eine 54kg Person ihren Landseer problemlos halten (sieht natürlich trotzdem jedes Mal witzig aus im Training):)


Auch nicht unwichtig: Wenn ihn die Situation wirklich so stresst wie es scheinbar der Fall ist sind die Wunden, die er sich zufügt eventuell tatsächlich Ausdruck von genau diesem Stress, den er nicht abbauen kann, da er durchgehend präsent ist. Hab selbst so eine kleine Maus hier, die sich fast kahl gekratzt hat, weil sie so gestresst war bevor sie zu mir kam.

Zum Stressabbau kannst du ihm auch ganz viel zum Kauen geben.
Kauen und Laufen sind die besten Mittel Stress effektiv abzubauen.

Ansonsten kann es auch nicht schaden, wenn man auch in die Richtung Bachblüten etc. denkt.

Nach diesem Roman noch abschließend: Das Wichtigste wird für ihn sein, dass du in allem was du tust Sicherheit vermittelst.
Also nicht schon panisch die Leine kürzer nehmen, wenn ein Hund auftaucht, sondern einfach weiterlaufen;)
Meist schleicht sich ein kleiner, gemeiner Automatismus ein: Mensch sieht fremden Hund (eig. ist noch alles gut) und nimmt schon mal die Leine kürzer und er darauf hin reagiert der eigene Hund überhaupt- Oha! Muttern wirkt besorgt! Dann brettern wir den lieber direkt um bevor der uns was tut!

Aber wie gesagt: Das ist alles hochspekulativ und ich würde da wirklich jmd. draufgucken lassen, der Ahnung hat:)
Außerdem stimme ich Suno zu: Tu´dir selbst was Gutes und schau wie es dir überhaupt geht.
Nicht umsonst sind Hunde "Spiegel der Seele";)
 
  • Landseer hat sich komplett verändert Beitrag #8
Ich bedanke mich schon einmal bei euch für die vielen Tipps.
Ich werde diese jetzt erst einmal versuchen umzusetzen, falls nichts hilft werde ich mich mal über Bachblüten schlau machen.


MfG
 
  • Landseer hat sich komplett verändert Beitrag #9
Es ist ja schon etwas her, dass Du Deine Frage gepostet hast, und ich hoffe natürlich, dass sich Eure Situation inzwischen entspannt hat und es Euch allen gut geht!!

Trotzdem möchte ich Dir schreiben, weil wir einen Landseer-Mischling haben, der als Welpe zunächst nicht mit mir, sondern nur mit meinem Freund oder am liebsten mit dem gesamten Familienrudel spazieren gehen wollte. War mein Freund auf Dienstreise hat sich unser Welpe (!) nachts völlig anders verhalten als sonst, bei jedem Rascheln angeschlagen und vor lauter Wachsamkeit keinen Schlaf bekommen (genausowenig wie ich).

Nachdem ich in der Erziehung strukturierter und strenger (ich war erstaunt!) geworden bin und auch mal einen aggressiven, frei laufenden Hund (Freigänger) tatkräftig abwehren musste, hat sich diese Ängstlichkeit und übermäßige "Wachsamkeit" unseres Hundes komplett gelegt. Inzwischen ist er richtiggehend "tiefen-entspannt", sehr sozial, versteht sich mit großen und kleinen Hunden und mit allen Menschen, egal ob er angeleint ist oder nicht.

Ich kann nicht beurteilen, ob es Parallelen zu Eurer Situation gibt, aber ich habe schon mehrfach beobachtet, dass Hunde sich unsicher, aggressiv, übermäßig alarmiert und insgesamt überfordert verhalten, wenn sie meinen, sie müssten, obwohl dies bisher nicht ihr Job war, nun die Rudelführerschaft übernehmen. Bei dem Versuch, ihr Rudel zu schützen und irgendwie diese Rolle auszufüllen, werden sie ggf. immer überforderter, nervöser und aggressiver, da sie ursprünglich ja gelernt haben, dass ihre Menschen die Leitung des Familienrudels innehaben.

So ist z.B. eine Appenzeller Sennenhündin in der Nachbarschaft inzwischen zu einem bissigen, völlig unverträglichen Hund geworden, weil ihr Herrchen proportional zu ihrer Aufgeregtheit immer unsicherer und unbestimmter geworden ist und inzwischen so, als sei er gar nicht anwesend, tatenlos hinter seiner um so aktiveren Hündin herläuft. Versteh mich bitte nicht falsch, so ist es bei Euch nicht, das ist klar!!! Diese Hündin zeigt mir nur immer wieder, was aus einen recht lieben Hund werden kann, der womöglich das Gefühl hat, seine Menschen dirigieren und beschützen zu müssen und mit dieser Situation überfordert ist.

Das alles ist im Grunde oben schon geschrieben worden, aber ich wollte nochmal anmerken, wie konkret und häufig ich ähnliche Verhaltensweisen bereits beobachtet habe, obwohl dies doch, wenn man gerade mitten im Geschehen steckt, eine große Belastung und Sorge bedeutet. Eure Situation hat sich bestimmt bereits beruhigt, solch ein Umzug und die persönlichen Veränderungen brauchen eine Zeit der Umstellung und Entspannung. Nur könnte es sein, dass hinter der vermeintlichen Wesensveränderung oder Krankheit Eures Hundes solch eine Krise und Überforderungssituation stand. Ich wünsche Dir und Deinen Lieben auch weiterhin alles Gute!!!
 
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