In meiner Hundeschule kann ich sagen, dass die Trainer nicht wirklich eine Ahnung von Hundeerziehung haben. Ich nutze sie, dass mein Hund mit Hunden spielen kann und unter Ablenkung Kommandos durchführen muss. Meine Erziehungsprobleme löse ich alleine, aber ich habe mich informiert und informiere mich immer weiter, wie ich diese hundegerecht lösen kann.
Meine Hundeschule beschäftigt sich auch irgendwie gar nicht mit diesen Problemen. Zum Beispiel haben viele beklagt, dass ihre Hunde ziehen.
Bei uns ist das genauso. Ich war mit Nils bis zur 16. Woche in der Welpengruppe. Es ht mir eigentlich sehr gut gefallen und auch Spaß gemacht. Nils hatte Kontakt zu Gleichaltrigen, konnte ohne Leine mit anderen spielen.
Es wurden Bindungsspiele gemacht, diverse Alltagssituationen nachgestellt, ein bißchen Sitz-Platz geübt. Beigebracht habe ich ihm das zuhause, alleine, dort wurde es spielerisch aufgearbeitet unter Anwesenheit andere Hunde.
Aaaaber meines Erachtens hatten die Trainer nicht wirklich Ahnung. Die Kleinen mussten ewig im Sitz verharren und Slalom wurde statt einmal - was meiner Meinung nach gereicht hätte - drei Mal in Folge gemacht. Infolgedessen war Nils Konzentration im A...
Dann kam die Aussage, dass Nils lernen muss sich zu wehren - und ich ging. Darauf ließ ich mich nicht ein.
Danach hätte ich gerne einen neuen Platz besucht. Allerdings fand ich keinen in der Nähe, wo nicht mit Stachelhalsband, Schnauzengriff usw. gearbeitet wurde. Irgendwann gab ich die Suche auf.
Nils ist ein wunderbarer Hund! Ich habe viele Bücher gelesen, bin in Foren aktiv, habe mit Hundehaltern und - züchtern gesprochen - und viel dazu gelernt. Auch dank euch :clap: Obwohl ich Hundeanfänger bin, muss ich doch sagen, dass ich Nils gut hinbekommen habe :mrgreen: Er kennt alle Grundkommandos und ist sehr angenehm, kaum zu glauben, dass er anwesend ist :roll: Mir ist nicht wichtig, dass er irgendwelche Kommandos kennt, klar irgendwann bringe ich ihm Tricks bei. Aber im Moment finde ich, dass es viel wichtiger ist, dass er mit meinem Alltag zurecht kommt. Zur Zeit trainieren wir den Stadtbesuch.
Aus meiner Sicht brauche ich keine Hundeschule. Aber es gibt sicher Probleme, bei denen ich verzweifeln würde und kompetenten Rat bräuchte. Allerdings habe ich das Glück, dass Nils ein ganz lieber ist, der sehr sensibel auf mich reagiert, immer alles richtig machen will und ich es so recht leicht habe, ihm etwas beizubringen.
Für Menschen, die sich nicht informieren und keine Ahnung haben, unsicher sind, ist ein Huundeschulbesuch sicher ratsam.
Wenn wir umgezogen sind, möchte ich mit Nils wieder auf den Platz, um evtl. Agility oder so zu machen. Wenn Nils neue Freundin kommen sollte, werde ich auch mit ihr auf den Platz gehen, damit sie mit anderen Welpen spielen kann.
Zum Thema ziehen: Nils zog zu der zeit immer so verrückt, sobald ich stehen blieb, setzte er sich und zog dann weiter. Der Hundetrainer meinte, ich sollte stehen bleiben. Tat ich doch?! Was sollte ich da tun? - Keine Antwort.
Mhmmm, je mehr ich über Hunde erfuhr, desto mehr erkannte ich, dass die Trainer noch weniger Ahnung hatten als ich.
Eine gute Huschu kann einem sicher immer helfen - aber eine solche zu finden, habe zumindest ich nicht geschafft.
So trainiere ich mit Nils im Alltag mit all seinen Ablenkungen und nicht auf dem Platz. Ich bin der Meinung, dass einem ein Hundetrainer bei schweren Problemen, die man selbst nicht lösen kann, wenn er Ahnung hat, bestimmt helfen kann, d.h. einem die eigenen Fehler aufzeigen und erklären, was man ändern soll. Allerdings kann das nicht nur auf dem Platz geschehen. Man muss auch Zuhause im Alltag immer weiter üben. Allein auf den Hundeplatz zu gehen, löst keine Probleme.