Mal ein Bericht direkt von der Kriegsfront:
Rupert (was ist den "Ruppi" bitte auch für ein Name?) wohnt inzwischen knapp 1 1/2 Monate bei mir und hat sich prima eingelebt. Er weiß sehr genau was er will (Futter, Futter, Futter und 90% Schreibtisch) und das zeigt er auch.
Wir raufen uns zusammen, gehen Komprommise ein (ja, ich brauche diesen Platz auf dem Schreibtisch auch nicht wirklich und der Katzenkorb passt dort echt prima hin, ein Hoch auf frei bewegliche Hände!) und wissen langsam, wie wir miteinander umgehen müssen.
Dachte ich bisher noch, dass Katerchen einfach gerne auf dem Schreibtisch liegt, weiß ich seit dem Wochenende nun, dass ihm eigentlich egal ist wo er schläft, solange es nur neben mir ist. Oder auf mir.
Und einmal als Info an die, die sich fragen wie es ist so einen alten Sack ins Haus zu holen: Überraschend.
Mit seinen (vermutlich) 14 Jahren hat er so viel Energie wie die 4 jüngeren Katzen meiner Mutter zusammen. Er donnert durch die Wohnung, den Kratzbaum hoch und dem Hund hinterher. Spielt er mit seiner Maus, habe ich Angst um meinen Fernseher und eine leere Papiertüte ist der größte Spaß überhaupt.
Neue Situationen nimmt er dafür mit einer arschigen Gelassenheit.
Neue Wohnung? Wird natürlich direkt erkundet.
Erste Nacht im neuen Heim? Sicher schläft man mit auf dem Kopfkissen.
Ein fremder Hund vor sich? Der wird natürlich angetatscht.
Gäste in der Wohnung? Kein Problem, einfach einmal die Pfote drauf.
Die Tür zum Hausflur steht offen? Gehen wir halt auf Erkundungstour.
Ziel für die nähere Zukunft sind ein paar mehr Gramm auf den noch etwas knochigen Hüften und dann sehen wir weiter.
Bis dahin.