Mäuse sind Gruppentiere, Punkt!
Die Haltung von nur zwei Tieren ist im Endeffekt genauso schlimm wie die Einzelhaltung, das ist eine Zwangspartnerschaft, Mäuse brauchen aber Gruppen was der Name ja schon in aller Deutlichkeit aussagt. Ich halte ja bekannter weise selbst Mausels, angefangen habe ich ebenfalls mit zwei Tiere und mit meinem jetzigen Wissen kann ich ruhigen Gewissens sagen das diese Tiere, krass gesagt, unzufrieden und unglücklich waren! Nach einigen Wochen wollte ich mehr Tiere haben weil ich nun wusste das es GRUPPENtiere sind, dann waren es drei aber deren Verhalten hat sich noch immer nicht groß gebessert, nach und nach kamen immer mehr dazu und erst ab der Gruppengröße von sechs Tieren waren sie wirklich zufrieden und lagen ein gesundes, natürliches Vehalten an den Tag. Mittlerweile habe ich genau 50 Mäuse, in wenigen Wochen werden wieder mindestens 20 dazu kommen (arme Weihnachtsgeschenke und Skiurlaubsbehinderungen), KEINER erwartet das Du so viele Tiere hältst, es sollte aber dennoch eine Gruppe sein, ich würde dir empfehlen mindestens vier, besser sogar sechs oder mehr Tiere zu halten, wenn sowas nicht möglich ist solltest Du dich von den Tieren trennen um ihnen ein artgerechtes Leben in einer größeren Gruppe zu ermöglichen, das haben sie verdient.
Ich sag es dir nochmal - Gruppe bitte vergrößern oder notfalls abgeben wenn Du den Tieren nicht gerecht werden kannst, Du musst immer an das Wohl der Tiere denken.
Zu deinen Informationsquellen - In Deutschland ist es so das jeder Depp (entschuldigt meine Wortwahl bitte aber ich möchte es nunmal deutlich genug sagen) ein Buch schreiben kann, ein Buch über Gott und die Welt, ein Roman, ein Comic, ein Ratgeber, ..., genau aus diesem Grund gibt es keinerlei Garantie für die Richtigkeit der Infos. Es können 20 Leute schreiben das Hunde mindestens zweimal täglich geduscht werden müssen, Meerschweinchen absolute Einzelgänger sind und das es nur lila Katzen gibt. Man darf nicht alles glauben was in den Büchern steht denn dort steht leider oft nur Mist.
Zum Arzt - Was beinhaltet dieses Studium (Veterinärmedizin)? Es geht allein um die Anatomie und körperliche Gesundheit von Tieren, NICHT um die Psyche oder um die individuelle, artgerechte Haltung, das sind Themen die im Studium einfach nicht vor kommen. Soll heißen - der Tierarzt kann dir in diesem Punkt nur die selben Dinge erzählen wie dein Zahnarzt oder der Verkäufer bei Aldi - sein persönliches Wissen und auch da kann dir keiner garantieren das sich der Arzt mit der artgerechten Haltung dieser Tiere auskennt. Ich studiere selbst Medizin, Gynäkologie um genau zu sein und auch dieses Studium ist, genau wie das Studium der Veterinärmedizin, auf bestimmte Themen begrenzt, ich befasse mich mit dem Thema Gynäkologie, also mit der Anatomie, Krankheiten, Verletzungen/Wundbehandlung (beinhaltet jedes Medizinstudium), Verhütung, Sexualität, Hormone, Schwangerschaft, Geburten, ... Ich werde in diesem Studium weder was über Zähne, noch was über die Psychologie erfahren. Ein normaler Tierarzt befasst sich hingegen NUR mit der körperlichen Gesundheit der Tiere, er lernt auch nicht mehr und nicht weniger, jedes Studium ist auf einige, konkrete Themen beschränkt.
Spielzeuge ersetzen übrigens auch keine Artgenossen.
Bitte handel nur im Wohle der Tiere und sei dabei vernünftig, hör' bitte auf die User des Forums, die Leute die jahrelang Erfahrungen gesammelt haben, nicht auf irgendwelche Bücher von irgendwelchen Leuten oder Ärzte die mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst noch nie Mäuse gehalten haben.
Liebe Grüße
Ps. Die Tierheime sind momentan VOLL, jetzt wäre also die beste Zeit um nach Artgenossen zu suchen :eusa_shhh: