Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik

Diskutiere Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik im Aquaristik Forum Forum im Bereich Terraristik & Aquaristik; Also für eher für eine extensive Zucht und weniger notwendig zur einfachen Vermehrung.
  • Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik Beitrag #21
Also für eher für eine extensive Zucht und weniger notwendig zur einfachen Vermehrung.
 
  • Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik Beitrag #22
Genau so. Für Otto Normalgarnelenhalter wahrscheinlich ein Gimmick das er eher weniger braucht. Neocaridinas vermehren sich ja eh wie die Pest. Das Pulver ist dann eher für (Para-)Caridina und Sulawesi gedacht.
 
  • Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik Beitrag #23
Hallo ihr, verfolge eure Beiträge schon einige Zeit. Und ich verstehe euch nicht ganz. Warum gibt es denn so ein Durcheinander mit den Wasserwerten? Ist doch alles keine Hexerei.
Warum haben Neuanfänger nicht die Geduld ein Becken einfahen zu lassen. Und warum wollen, meiner Meinung nach, so wenige sich mit dem Stickstoffkreislauf beschäftigen. Meine Meinung ist, wenn ich mir so ein Biotop anschaffe möchte ich doch auch wissen wie das alles funktioniert. Natütlich ist es möglich ein Becken auch ohne Einlaufphase ans Laufen zu bringen. Dennoch würde ich das einen Neuanfänger nie raten. Ich finde es schade, dass sich einige nicht mit der Thematik richtig auseinander setzen möchten.
Also meine Meinung: werder Einlaufphase mitmachen. Regelmäßig testen (mit Tröpfchentest!) und wenn kein Nitrit mehr vorhanden ist langsam besetzen.
Oder: nach ein paar Tagen besetzen, regelmäßig testen, regenläßiger Wasserwechsel, oder Zugabe von lebenden Bakterien ( und ich meine wirklich lebende Bakterien)
Ich komme zwar nicht aus der Süßwasserecke, sondern aus dem Meerwasserbereich aber an den Wasserwerten ändert das nichts.
 
  • Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik Beitrag #24
Die ganze Wassertesterei kann man sich im Süßwasserbereich vollkommen sparen. Es reicht einmal die Wasserwerte zu anfangs zu messen um den pH-Wert und die Wasserhärte zu wissen. Wenn man auf seine Tiere achtet, braucht man nicht einmal mehr das Wasser zu testen. Diese Wasserwertehysterie sorgt nur dafür, dass die Leute nicht mehr lernen auf die Tiere und ihr Verhalten zu achten. Stattdessen testet man ständig irgenwelche Werte, und meistens weiß man noch nicht mal, was die einzelnen Werte überhaupt genau aussagen (und was nicht!).

Gucken was man für ein Leitungswasser hat, Fische aussuchen, Becken danach einrichten, dann nach und nach besetzen. Dabei wenig füttern und die Tiere beobachten. Bei Auffäligkeiten (schnelle Kiemenbewegungen, lethargisches Verhalten, hängen an der Oberfläsche) einen großen Wasserwechsel machen. Wenn es dazu überhaupt kommen sollte. Fertig. Dauert gefühlt eine Woche.
Das ist wesentlich sinnvoller, als X Wochen zu warten, dann den Besatz reinzuwerfen und sich zu wundern, woran auf einmal täglich die Fische sterben... dabei hat man doch extra den Nitritpeak abgewartet. Klar kann man den abwarten. Ist aber sinn- bzw. nutzlos, weil ich dann trotzdem noch langsam besetzen, wenig füttern und die Tiere beobachten muss.

Objektiv betrachtet bring eine Einlaufzeit weder Vor- noch Nachteile. Sie gaukelt dem Anfänger bloß die Sicherheit vor, dass nach der Wartezeit seinen Fischen nichts mehr passieren könne, was de facto nicht der Fall ist.
 
  • Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik Beitrag #25
Ich glaube nicht das ein Anfänger ein Blick für das Verhalten der Tiere hat. Das muss man sich erst mit der Zeit aneignen. Und das ist im Süßwasser- genau so wie im Meerwasserbereich.

Stattdessen testet man ständig irgenwelche Werte, und meistens weiß man noch nicht mal, was die einzelnen Werte überhaupt genau aussagen (und was nicht!).
Und genau deshalb sollte man sich so ein wenig mit dem Stickstoffkreislauf usw. beschäftigen. Ich bin der Meinung, wenn man dazu nicht gewillt ist, kann man auch nicht sagen warum die Tiere so oder so reagieren. Und dann kommt es nämlich meistens dazu, dass man hört, mein Fisch schwimmt komisch (oder ähnliche Aussagen). Wie soll man das Verhalten der Tiere richtig deuten können, wenn man noch nicht mal weiß was im Aquarium so ab geht?

schnelle Kiemenbewegungen, lethargisches Verhalten, hängen an der Oberfläsche
Sorry aber wenn es schon so weit ist, finde ich das nicht mehr akzeptabel. Dies bedeutet schon enormen Stress für die Tiere. Und je nachdem was du da für ein Tier (Fisch, Garnele) hast, kann das auch nach hinten losgehen. Und eh ein Einsteiger überhaupt mitbekommen hat, das da was nicht stimmt kann es schon zu spät sein.
Ganz ehrlich, ich verstehe dich nicht.

Das ist wesentlich sinnvoller, als X Wochen zu warten, dann den Besatz reinzuwerfen und sich zu wundern, woran auf einmal täglich die Fische sterben... dabei hat man doch extra den Nitritpeak abgewartet. Klar kann man den abwarten. Ist aber sinn- bzw. nutzlos, weil ich dann trotzdem noch langsam besetzen, wenig füttern und die Tiere beobachten muss.
Also 1. nicht jedes Aquarium funktionier gleich PUNKT. Du kannst zwei Becken nebeneinander stellen. Alles gleich einrichten, wirklich alles gleich machen, und ich mach mit dir ne Wette, dass nicht jedes Becken gleich läuft.
2. Es hat keiner gesagt, dass du nach der Einlaufphase gleich ne menge Tiere reinsetzen sollst.
3. Es gibt für ein Aquarium kein Patentrezept. Jedes Becken ist ein eigenes Biotop und es kommt darauf an wie und mit was du es einrichtest. Angenommen du nimmst ein leeres Aquarium, füllst da Wasser rein und setzt da nach ca. 2 Tagen Fische rein. In dem Fall macht es wahrscheinlich wirklich keinen großen Sinn eine Einlaufphase abzuwarten. Wenn du aber das ganze vorher einrichtest (und da kommt es z.B. darauf an wieviel Pflanzen du reinbringst) macht das ganze schon einen Sinn. Abgestorbene Pflanzenteile belasten das Wasser. Und nochmal, ich sage nicht, dass das ganze nicht auch ohne Einlaufphase klappt. Aber warum soll das ganze nicht ganz in Ruhe stattfinden? Und warum soll ein Neueinsteiger nicht lernen was da so im Becken passiert? Warum soll ich denn den neueingesetzten Fischen den Stress von Schadstoffen aussetzen und diese dann noch mit permanenten WW stressen? Verstehe ich nicht!
 
  • Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik Beitrag #26
Und genau deshalb sollte man sich so ein wenig mit dem Stickstoffkreislauf usw. beschäftigen.
Aha, ok... und welch Werte sind deiner Meinung nach so wichtig, das man sie dauerhaft kontrollieren sollte?
Wie soll man das Verhalten der Tiere richtig deuten können, wenn man noch nicht mal weiß was im Aquarium so ab geht?
Und was geht da so ab? Welcher Wasserwert wirkt sich wie auf die Fische aus? Und was kann ich dann tun?
Dies bedeutet schon enormen Stress für die Tiere. Und je nachdem was du da für ein Tier (Fisch, Garnele) hast, kann das auch nach hinten losgehen.
Die Toxität von Nitrit ist immer Fisch(art) abhängig. Insofern bedeutet Nitrit im Wasser nicht automatisch Stress für den Fisch. Zumal Nitrit auch nicht wie ein Gift wirkt. Es hemmt den Sauerstofftransport im Blut. Dies lässt sich von einem Moment auf den anderen unterbinden, in dem man einen Wasserwechsel macht. Beachtet man, dass man anfangs nur nach und nach besetzt, weniger füttert und die Fische beobachtet, geht da nix nach hinten los. In 99 Prozent der Fälle, kommt es noch nicht mal zu solchen nitritbedingten Erscheinungen.
Und eh ein Einsteiger überhaupt mitbekommen hat, das da was nicht stimmt kann es schon zu spät sein.
Deshalb soll man auch ein Auge auf seine frisch eingesetzten Fische haben.
Also 1. nicht jedes Aquarium funktionier gleich PUNKT. Du kannst zwei Becken nebeneinander stellen. Alles gleich einrichten, wirklich alles gleich machen, und ich mach mit dir ne Wette, dass nicht jedes Becken gleich läuft.
Bingo! Deshlab machen solche Aussagen wie "3 Wochen warten", "mindestens 4 Wochen warten", "6 Wochen warten" und "täglich messen und auf den Nitritpeak warten" mal so garkeinen Sinn. Wenn das dann noch mit so schwammigen Aussagen wie "der bilogische Kreislauf muss sich entwickeln in dieser Zeit" oder "das Aquarium muss Einlaufen" verbunden wird, wird es so richtig verworren...
2. Es hat keiner gesagt, dass du nach der Einlaufphase gleich ne menge Tiere reinsetzen sollst.
Aber es wird oftmals so suggeriert.
Und wenn ich nach einer Einlaufphase auch nicht gleich meinen ganzen Besatz reinsetzten darf, sondern auch erst nach und nach, so als hätte ich garkeine Einlaufphase gemacht, warum soll ich dann eine Einlaufphase machen?

Zu deinem Punkt drei:
Abgestorbene Pflanzenteile belasten das Wasser.
Und wie belasten die das? Und wie hängt das mit einer Einlaufphase zusammen?
Und warum soll ein Neueinsteiger nicht lernen was da so im Becken passiert?
Und was passiert da so?
Die Nitrifikationskette kommt da nicht in Gang, weil noch niemand da ist, der Nahrung verstoffwechselt. Möglich, dass bereits vorhandene Stickstoffverbindungen abgebaut werden und dadurch etwas Nitrit entsteht (der s.g. Peak), ein muss ist das aber nicht.
Warum soll ich denn den neueingesetzten Fischen den Stress von Schadstoffen aussetzen und diese dann noch mit permanenten WW stressen?
Warum werden denn Fische durch einen Wasserwechsel gestresst? Dann müssten ja Durchlaufaquarien die wahren Höllen für Fische sein...
 
  • Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik Beitrag #27
Ok anderer Ansatz... Du sagst deine Methode funktionier so einfach bei jeden Becken? Egal was du da drin halten möchtest? Und ist auch für jeden Anfänger geeignet? Dann ist diese Diskusion sinnlos.
Ich kann deine Meinung dann nicht teilen. Ich werde jetzt nicht die ganze Nitrifikationprozesse auseinander nehmen. Ich hoffe wir wissen beide was in so einen Aquarium SO AB GEHT. Dann erübrigt sich vielleich auch deine Frage inwieweit abgestorbene Pflanzenreste ein Aq belasten. Und nun sind wir wieder bei dem Punk, dass diese Disskusion sinnlos ist, da wir ja gar nicht wissen was gepflegt werden soll und wo der PH Wert liegt, oder beim einsetzen der Pfleglinge liegen sollte. Wie du hoffendlich weißt, hängt der PH wert mit dem Ammonium zusammen. Wo wir wieder am Anfang bei dem abgestorbenen Pflanzenresten wären... Und ich bin der Meinung das man die ganze Sache nicht verallgemeinern kann. Und ich finde es nunmal nicht ratsam einen Anfänger, der vielleicht anspruchsvolle, sensible Tiere halten möchte diese Sache zu empfehlen.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ich sagte nicht dass man die Werte dauerhaft messen soll!!!!

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ich weiß wie Nitrit wirkt. Und du willst allen Ernstes behaupten, dass ein Fisch keinen Stress hat, wenn er keine Luft mehr bekommt? Und dann mal so ne Frage...wenn du in diesen Fall dann deinen WW machst, und du hast dann Fische die einen bestimmten PH wert brauchen oder haben sollten gibst du deinen Fischen dann wieder einen vor dem Koffer?

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Und was passiert da so?
Die Nitrifikationskette kommt da nicht in Gang, weil noch niemand da ist, der Nahrung verstoffwechselt. Möglich, dass bereits vorhandene Stickstoffverbindungen abgebaut werden und dadurch etwas Nitrit entsteht (der s.g. Peak), ein muss ist das aber nicht.
HÄ? Widerspruch in sich... Der Stickstoffkreiselauf ist die Nitrifikation plus die Denitrifikation. Und oh welch ein Wunder. Wenn bei der Denitrifikation der Sauerstoff vom Nitrat nicht richtig von Bakterien veratmet werden kann, haben wir wieder Nirtit. Soviel zum Thema regelmäßig (nicht dauerhaft) messen.
 
  • Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik Beitrag #28
Zumal Nitrit auch nicht wie ein Gift wirkt. Es hemmt den Sauerstofftransport im Blut.

Wo ist da der Unterschied? Für mich ist Nitrit ein klassisches Toxin, genau wie Kohlenstoffmonoxid, Blei & Co. ebenfalls die Bindung des O2 ans Hämoglobin oder Analogverbindungen be- und verhindern; wie sonst entsteht eine Zyanose? Und das wird dir jeder Arzt, Tierarzt oder Biologe so bestätigen. Wer das widerlegen kannst, den schlage ich umgehend für den Medizin-Nobelpreis vor.
 
  • Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik Beitrag #29
Dass eine Einlaufphase nicht zwingend nötig ist, heißt doch auch nicht, dass man als Anfänger das Becken sofort besetzen muss? Ich verstehe das Problem daher nicht ganz.

Ich habe mich wesentlich sicherer dabei gefühlt, alles Schritt für Schritt anzugehen. Dass Nitrit bei Garnelen normalerweise kein Problem darstellt, war mir ebenso bekannt wie der Stickstoffkreislauf usw. Trotzdem habe ich fleißig Wasserwerte gemessen (mehr aus persönlichem Interesse als aus Notwendigkeit) und geschaut, ob sich die Werte (vor allem PH, GH, KH) im Becken gegenüber dem Leitungswasser verändern, das Wasserwechseln geübt, abgewartet, ob die Pflanzen anwachsen, ein wenig hin- und her geräumt und Schnecken beobachtet. Ich behaupte mal, dass es nicht geschadet hat zu warten;).
Gerade am Anfang habe ich öfter mal ins Becken gegriffen, um irgendwas umzuräumen, den Filter anders anzubringen oder weil mir wegen meiner kleinen Basteleien was hineingefallen war. Ich glaube nicht, dass das für Garnelen so gut gewesen wäre.

Außerdem gibt es bestimmt Anfänger, die nicht so recht einzuschätzen wissen, was im Becken am Anfang passiert (was ja an sich nicht schlimm ist) und sich dann entweder unnötig Sorgen machen (und vielleicht wegen ein paar Bodenwürmern gleich eine Wurmkur machen, Bakterienbeläge für irgendwas Schlimmes halten etc.) oder eben im Gegenteil gar nicht reagieren, wenn die Garnelen Anzeichen einer Vergiftung oder Krankheit zeigen (weil sie nicht wissen, wie sie sich normalerweise verhalten), sondern erst Beobachten oder im Forum fragen, was wertvolle Zeit verstreichen lässt.

Wie gesagt, ich fand die Zeit sehr hilfreich. Vielleicht werde ich ein zweites Becken auch schneller besetzen, aber so konnte ich mir in Ruhe die ganzen Veränderungen im Aquarium ansehen, ohne mir gleich Sorgen um die Tiere machen zu müssen.
Ich finde es völlig richtig, Anfänger über Sinn und Unsinn einer Einlaufphase aufzuklären, aber davon abraten würde ich auf keinen Fall.
 
  • Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik Beitrag #30
Hallo,

ich glaube hier liegt ein Verständnissproblem vor. Die von Felix und mir vorgeschlagene Art des "Einlaufens" ist die deutlich schonendere Methode.

Und was passiert da so?
Die Nitrifikationskette kommt da nicht in Gang, weil noch niemand da ist, der Nahrung verstoffwechselt. Möglich, dass bereits vorhandene Stickstoffverbindungen abgebaut werden und dadurch etwas Nitrit entsteht (der s.g. Peak), ein muss ist das aber nicht.


HÄ? Widerspruch in sich... Der Stickstoffkreiselauf ist die Nitrifikation plus die Denitrifikation. Und oh welch ein Wunder. Wenn bei der Denitrifikation der Sauerstoff vom Nitrat nicht richtig von Bakterien veratmet werden kann, haben wir wieder Nirtit. Soviel zum Thema regelmäßig (nicht dauerhaft) messen.

Hier hast du etwas nicht verstanden Ivy. Und zwar brauchst du einen Stickstoffeintrag ( Tier nimmt Nahrung auf und verstoffwechselt diese ) damit die Nitrifikation / Denitrifikation stattfinden kann. Mit steigendem Stickstoffeintrag nimmt die Anzahl an Bakterien zu und kann damit größere Mengen bewältigen. Wenn du ein Becken 4 Wochen leer stehen hast dürfte eine recht geringe Menge der nötigen Bakterien vorhanden sein. Diese bilden sich übrigens rasend schnell!
Was passiert also wenn du dein Becken nach 4 Wochen besetzt im Vergleich dazu wenn du es nach wenigen Tagen besetzt? Die richtige Antwort wäre: genau das selbe! Die vorhandenen Bakterien vermehren sich stark und schnell.
Hast du zu viele Fische eingesetzt erlebst du einen Peak ( auch nach 4 / 6 usw. Wochen ) hast du dich zurück gehalten und startest mit einem geringen Besatz erlebst du meistens keinen Peak. ( unabhängig davon ob man im leeren Becken schon einen Nitritpeak messen konnte )

Was ist nun der schonenste Weg? Meiner Meinung nach sollte man ein Becken nur kurz leer stehen lassen und dieses dann mit Garnelen, Schnecken oder robusten Fischen ( Corys ) besetzten. Dabei beachtet man einfach nur dass man je nach Beckengröße agiert. ZB vertragen 10L nur 10 Garnelen, bei 800 muss man da schon mindestens 100 einsetzen damit es überhaupt irgend eine Wirkung hat.
Bsp 60L: 10 Garnelen ( aus kostengründen ;) ) nach wenigen Tagen eingesetzt, eine Woche drauf 5 Corys ( die magische Zahl ), wieder eine Woche drauf 10 Neons. Wenn wir hier begleitend messen was meint ihr was Nitrat / Nitrit machen?


Ich weiß wie Nitrit wirkt. Und du willst allen Ernstes behaupten, dass ein Fisch keinen Stress hat, wenn er keine Luft mehr bekommt? Und dann mal so ne Frage...wenn du in diesen Fall dann deinen WW machst, und du hast dann Fische die einen bestimmten PH wert brauchen oder haben sollten gibst du deinen Fischen dann wieder einen vor dem Koffer?


Ivy versuch doch mal sachlich zu Disskutieren und nicht so sinnlos emotionsgeladen .... Also ein Fisch erstickt nicht gleich wenn Nitrit nachweisbar ist. Je nach Art reagieren die Tiere völlig unterschiedlich bei unterschiedlichen Werten.
Mit empfindlichen Fischen kenne ich mich sehr gut aus weil ich unter anderem Diskus halte. Auch hier sind schnelle Wasserwechsel problemlos möglich und das auch wenn der pH stark schwankt. Ich verscheide mein Wasser z.B mit Osmose da das Münchner Wasser sehr hart ist. Damit drücke ich meine Werte auf KH 6 und einen pH von 6,9 - 7.
Als die Tiere noch jünger waren und ich noch viel füttern musste ist mir ein par Mal das Wasser fast gekippt ( Diskus dunkel ) und ich musste schnell mehr als die Hälfte Wasser austauschen.
Da die Osmose nicht so schnell arbeitet gabs halt Leitungswasser. Sprich KH rauf auf 11 und pH sicher bei 7,6. Diskus zeigen dir deutlich wie sie sich fühlen und was glaubst du sah man? Genau die Tiere in den tollsten Farben und alles fein. Die nächsten Tage dann wieder mit Osmose verschnitten und gut. Die sind nun 5 Jahre alt also kann es so schädlich nicht sein ;)


Wenn man als Anfänger misst finde ich das auch OK. Da ich Wasser pansche muss ich auch immer mal die KH prüfen. Was ich aber blöd finde ist dass man Anfängern nicht zutraut die Augen zu benutzen. Die sind teilweise belesener als Leute die sich hier für erfahren halten. Und natürlich kann man Anfängern zutrauen ihr Becken langsam zu besetzen und wenn dann Fragen auftauchen können die auch zeitnah geklärt werden.

Löst euch von dem Gedanken dass ein Wochenlang lehrstehendes Becken eingefahren ist!
 
  • Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik Beitrag #31
Die Diskussion ist tatsächlich müßig...
Ich möchte hier niemanden seine Einlaufzeit ausreden. Es geht mir darum, dass man ein Aquarium immer nach und nach besetzen, anfangs weniger füttern und ggf. öfter Wasserwechsel machen sollte. Nur damit verhindert man einen Anstieg des Nitrits. Unabhängig davon, ob man X Wochen einlaufen lässt, oder nicht. Wer gerne eine Einlaufzeit machen möchte, soll dies tun. Aber dann zu glauben, es könne dann nichts mehr in Sachen Nitrit passieren ist einfach falsch. Das sollte man Anfängern klar machen. In einem Becken, dass mehrere Wochen ohne Besatz vor sich hin lief, existiert einfach keine nennenswerte Baktierienkultur. Wie auch? Kein Organismus ist vorhanden, der in nennenswerten Mengen Futter verstoffwechselt und die Baktierien dadurch Nahrung bekommen. Das bisschen an Stickstoffverbinden was vielleicht bei der Einrichtung durch das Leitungswasser und Pflanzen eingebracht wurde sorgt zwar kurzzeitig für einen Anstieg der Bakterienkultur (und damit des Nitritwerts), ist aber schnell wieder verbraucht. Oftmals so schnell, dass man diesen s.g. Peak garnicht erst mitbekommt. Die Bakterienkulturen reduzieren sich dann ebenfalls wieder sehr schnell. Und schon ist man wieder bei Null. Wie am ersten Tag, als man dass Wasser eingefüllt hat.
So oder so, Nitrit lässt sich beim ersten Einrichten und Besetzen am effektivsten durch langsamen Besatz, wenig Futter und ggf. häufigere Wasserwechsel verhindern. Egal ob ich das Becken nun Einfahren lasse, oder nicht. Notwendig ist dieses Vorgehen in beiden Fällen. Daher kommt man auch prima ohne Einlaufzeit klar. Wenn man sie machen möchte, dann aber bitte daran denken, dass ich trotzdem mein Aquarium weder schneller noch sonstwie anders besetzen kann, als ohne Einlaufphase. Einzig darum ging es mir.
Das wichtigste ist sowieso seine Fische zu beobachten und Auge dafür zu entwickeln.

Löst euch von dem Gedanken dass ein Wochenlang lehrstehendes Becken eingefahren ist!
Jepp, das ist es eigentlich auf den Punkt gebracht. Vielleicht wird da mal etwas Stickstoff verstoffwechselt, weil das schon im Leitungswasser vorhanden ist und/oder eine Pflanze ein paar Blätter abschmeißt. Dann entsteht eine kleine Bakterienkultur, die dann auch ziemlich schnell wieder zurückgeht, da ja keine weiteren Stickstoffverbindungen nachkommen ohne Besatz. In einem unbesetzten Becken passiert nüscht. Da läuft nix ein und da geht auch nix ab. Vielleicht ist da schon die ein oder andere Schnecke drin. Aber selbst bei einem kleinen 54 Liter Standardbecken und ein paar Posthorschnecken haben die nicht so einen Nahrungsumsatz, dass da eine nennenswerte Bakterienkultur entstehen könnte.
Das "System Aquarium" wird in der Einlaufphase nicht belastet und ist deshalb genauso gut oder schlecht auf eine Belastung durch den Besatz vorbereitet, wie vor der Einlaufphase.
 
  • Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik Beitrag #32
Bedeutung von Nitrit- und Nitratwerten

edit: Für den Hintergrund der Diskussion bitte hier nachlesen:

Viel im vergleich zu was? Ist ja wohl alles Definitionssache. Vergleicht man die Möglichkeiten zwischen 60l und 500l sollte da schon ein gravierender Unterschied sein.
Wenn man bedenkt, dass sich einige Fische nur gut in 60 Liter (und weniger) pflegen lassen und in 500 Liter überhaupt nicht, ist der Unterschied überhaupt nicht gravierend. Es ist halt immer die Frage, welche Fische man pflegen will und was für eine Art von Aquaristik man betreiben möchte.
Nach Besatz der Tiere sind Nitrit und Nitrat schon nicht unwichtig ;)
In einem laufenden und besetzten Becken gibt es nichts unwichtigeres als den Nitrit- und Nitrat-Wert (mit einer Ausnahme, dass die Pflanzen kümmern. Dann ist der Nitrat-Wert wieder kurzzeitig interessant).
Es ist aber schon mal von Vorteil, wenn man diese Begriffe als Anfänger mal gehört hat und sich derer bewusst ist.
Da gibt es wesentlich wichtigere Dinge...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik Beitrag #33
In einem laufenden und besetzten Becken gibt es nichts unwichtigeres als den Nitrit- und Nitrat-Wert (mit einer Ausnahme, dass die Pflanzen kümmern. Dann ist der Nitrat-Wert wieder kurzzeitig interessant).

Da muss ich nun deutlich widersprechen.

Nitrit ist Gift für im Wasser lebende Tiere und wenn du das abstreitest, kann ich dich nun wirklich nicht mehr Ernst nehmen.
No3 mag nicht gravierend sein, aber die Tatsache, dass man in den meisten Gewässern kein NO3 nachweisen kann, zeigt doch schon, dass es sinnvoll ist, diesen Wert gering zu halten.
 
  • Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik Beitrag #34
Nitrit kommt in besetzten und laufenden Becken in verschwindend geringen Mengen vor. Der Wert ist daher vollkommen irrelevant. Mit vielen handelsüblichen Wassertests lässt sich das Nitrit noch nicht mal mehr nachweisen. In laufenden Becken kann dem Aquarianer das Nitrit ziemlich egal sein.

Seit wann kann man Nitrat "in den meisten Gewässern" nicht nachweisen? Ab welchem Wert wirkt Nitrat denn in irgendeinerweise schädigend auf unsere Aquarienfische?
 
  • Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik Beitrag #35
@Felix: Wenn man die Zucht außen vor lässt, spricht man bei Fischen von einer toxischen Dosis ab ca. 100 mg/l je nach Art, und bei Wirbellosen ab ca. 30 mg/l.

Das Problem liegt darin, dass es in der Tat ein Indikator für eine schlechte Wasserqualität und Pflege ist, wobei die anderen Stickstoffverbindungen wie Nitrit und Ammonium/Ammoniak eben auch in erhöhten Konzentrationen zu erwarten sind.
Diese Stoffe sind dann in der Tat für Fische sehr gefährlich. Dokumentiert sind diese Zusammenhänge in den verschiedenen Büchern über Fischkrankheiten. Für Wirbellose gilt dasselbe.
(R. Hoffman, Veterinärmediziner, Uni München)

Siehe auch u.a. Tilak et al., 2002; Scott & Crunkilton, 2000, Rubin & Elmaraghy, 1977, Hrubec et al., 1997 und Westin, 1974.

Quintessenz: Nitrat selber wird in hohen Dosen toleriert, wie sie in keinem gut laufendem AQ auftreten werden; Problem sind die Vorstufen Ammonium, Ammoniak, salpetrige Säure und Nitrit, die zwangsweise vorhanden sind und sehr wohl toxisch wirken. Hier siehe die Ausarbeitungen von Kurt Schreckenbach.
 
  • Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik Beitrag #36
Danke Cerri :)

Dass Nitrat schädlich ist, habe ich nicht behauptet.
Ich sagte nur, dass es in den meisten freien Fischgewässern nicht nachgewiesen werden kann.
Da ist ein erheblicher Unterschied.
 
  • Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik Beitrag #37
Nitrat selber wird in hohen Dosen toleriert, wie sie in keinem gut laufendem AQ auftreten werden;
Bingo!
Problem sind die Vorstufen Ammonium, Ammoniak, salpetrige Säure und Nitrit, die zwangsweise vorhanden sind und sehr wohl toxisch wirken
Auch die kommen in einem "gut laufenden AQ" nicht in toxischen Mengen vor.

Von daher spielen Nitrit und Nitrat bei der Fischauswahl (und um die geht es ja in diesem Thread) mal so garkeine Rolle. Da sind nur GH/KH, pH und Temperatur von Interesse. Als nächstes kommen dann Futter und Keimdichte.

Ich sagte nur, dass es in den meisten freien Fischgewässern nicht nachgewiesen werden kann.
Es gibt genügend Gewässer mit Fischen, wo Nitrat durchaus nachweisbar ist.
 
  • Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik Beitrag #38
Du sagst es, Felix, in einem gut laufenden AQ; wenn aber alle Aquarien, vor allem die der Anfänger, gut liefen, wäre die Welt viel einfacher. ;)
 
  • Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik Beitrag #39
Schief laufen kann immer mal was. Dann macht macht ein oder zwei große Wasserwechsel und stellt die Ursache ab. Der Wert (in mg/l) ist auch hier vollkommen egal. Wenn sich die Fische auffälig verhalten, dann reagiere ich. Die Werte braucht dabei kein Mensch.

Und wie gesagt, es geht hier um die Fischauswahl und da ist das hier
GH/KH, pH und Temperatur von Interesse. Als nächstes kommen dann Futter und Keimdichte.
um ein vielfaches wichtiger, als Nitrit, Nitrat & Co. (vor allem deren genaue Werte).
 
  • Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik Beitrag #40
Du verdrängst aber wieder die Tatsache, dass Nitrat und Nitrit als allgemein "wichtige" Werte zählen, Nitrit mehr als Nitrat, denn, wenn es im Aqua auftaucht, muss man sich bewusst sein, dass etwas nicht stimmt.
Dass das mit Wasserwechseln geregelt wird, ist uns klar, der TE aber vielleicht nicht.
Daher wäre es ja ganz nett, wenn wir diese Erbsenzählerei nun mal aufgeben und zum Thema zurück kehren.

Es ist nicht immer notwendig, jedes Wort auf die Goldwaare zu legen... ;)
 
Thema:

Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Aquaristik

Oben