Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie

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  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #21
Aww sind die niedlich *schmacht*
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie

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  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #22
Ich drücke die Daumen für die Hypnose. Mir hat das bei meinen Angstproblemen sehr geholfen.
Wobei ich denke es ist sehr davon abhängig wer es macht. Ich war erst bei zwei Leuten die mir überhaupt nicht gefallen haben, bis ich dann beim dritten Anlauf "meine" Hypnosetherapeutin gefunden habe.

Nach meinen zwei Reinfällen würde ich dazu raten auf jeden Fall einen Threapeuten auszusuchen der einen ausreichenden Qualifikationsnachweis hat (denn bisher kann sich in Deutschland leider fast jeder Hypnosetherapeut nennen, auch wenn er nur drei Wochenendkurse gemacht hat).
Einen Therapeuten mit hoher Qualifikation findet man gut über die Listen des DGH (Deutsche Gesellschaft für Hypnose und Hypnosetherapie).

Ich hatte letztes Jahr 4 Sitzungen (ich möchte noch weitermachen, aber muss erst noch etwas sparen), direkt nach den Sitzungen habe ich mich immer nur "gut" gefühlt aber meistens keine "Spontanheilung" erleben können.
Dennoch hat es Stück für Stück zu einem Umdenken in meinem Kopf geführt und selbst jetzt ein viertel Jahr danach bin ich oft im Alltag noch über mich selbst überrascht, dass ich Dinge plötzlich mache oder kann die vorher im Grunde undenkbar sind.
Nachdem ich vorher lange Zeit andere Therapieformen ausprobiert habe, war die Hypnose eine echte Offenbarung und Erleichterung für mich, ich wage zu behaupten, dass nichts anderes in meinem Leben mich so weit voran gebracht hat.

Dennoch denke ich nicht, dass man durch die Hypnose einfach einen Schalter umgelegt bekommt und dann wird alles gut, man muss mitarbeiten wollen und auch mal einen Rückschlag wegstecken.
Trotz dessen ich also schon das Gefühl habe, dass es auch sehr anstrengend ist an sich zu arbeiten, hat mir die Hypnose die Kraft und das Selbstvertrauen gegeben genau das anzupacken.
Das die einzelnen Therapiestunden im Gegensatz zur Verhaltenstherapie in der Regel zwar anstrengend aber auch sehr entspannend und angenehm sind macht es zudem auch nochmal leichter mit der Therapie Schritt zu halten.

Wie du schon merkst, ich war und bin total begeistert davon und beantworte gerne alle Fragen zu dem Thema (und ja, am liebsten würde ich eine "Religion" draus machen, aber mir ist natürlich bewusst, dass nur weil es mir so gut geholfen hat diese Therapieform nicht für jeden die richtige sein muss ;)).

Ich drücke ganz doll die Daumen, dass es dir weiterhilft und berichte bitte über deine Erfahrungen.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #23
Danke dir :)

Ich stecke schon sehr viel Hoffnung in die Hypnose - auch wenn ich natürlich weiß, dass es nicht unbedingt helfen muss.
Nach dem ersten Mal kann ich auch noch nicht sagen, dass es viel gebracht hat - abgesehen davon, dass ich vorher ein nervliches Wrack war und es mir danach deutlich besser ging. Aber eben bisher nicht länger wirkend.

Der Therapeut wirkt auf mich schon sehr "seriös" - er meinte auch, er ist auch in anderen Dingen ausgebildet, als Berufscoach oder irgendwie sowas.
Nächstes Mal nehmen wir das ganze auf, damit ich das auch zwischen den Terminen machen kann :)
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #24
Ich bin auch gespannt was du berichtest.
Bei der Hypnose hatte ich keinen Erfolg in der Traumatherapie. Ich hab mich dann für EMDR entschieden.
Wünsche dir alles liebe!!
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #25
Nach dem ersten Mal kann ich auch noch nicht sagen, dass es viel gebracht hat - abgesehen davon, dass ich vorher ein nervliches Wrack war und es mir danach deutlich besser ging. Aber eben bisher nicht länger wirkend.
Das ging mir auch oft so und ich denke es ist normal. Ich hatte nach keiner Sitzung das Gefühl jetzt "geheilt" zu sein, im Grunde habe ich alles erst im Nachhinein gemerkt, wenn ich mal wieder ohne einen großen Gedanken dran zu verschwenden etwas getan hatte was noch vor Wochen oder Monaten im Grunde undenkbar war.

Direkt nach den Sitzungen ging es mir teilweise sogar schlecht. Einmal hatte ich direkt nach der Hypnose so derartige Kopfschmerzen (die auch noch zwei Tage anhielten) dass ich dachte mir platzt der Schädel. Die Therapeutin meinte aber sowas kann vorkommen und spricht unter Umständen dafür dass sich Dinge bewegen oder lösen.
Rückblickend war es tatsächlich eine der besten Sitzungen die ich hatte.

Alle Hypnosesitzungen die ich hatte waren übrigens zukunftsgewandt, nie ging es darum Leichen aus der Vergangenheit auszugraben (die Therapeutin riet in jedem Fall davon ab, weil in der Regel kein Hypnosetherapeut auch eine vollwertige Traumaausbildung hat und es ziemlich nach hinten losgehen kann wenn dann jemand in einer Hypnose ein retraumatisierendes Erlebnis hat).
Zuerst war ich skeptisch deswegen, dachte ich müsste die Vergangenheit bewältigen, jetzt weiß ich, nein- ich musste nur genügend Kraft haben die Gegenwart zu meistern ;)
Das tolle war auch die Erkenntnis, 'ich kann das alles', ich kann alles schaffen wenn ich will und muss nicht mehr so Angst haben und mir abhängig machen von den Meinungen und dem Verhalten anderer, mit anderen Worten mehr Selbstbewusstsein ;)

Die Sitzungen aufnehmen und sich zuhause nochmal anhören ist eine sehr gute Idee, mit jeder Wiederholung "trainiert" man das Hirn alles etwas positiver zu sehen ;)
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #26
Das klingt ja echt wahnsinnig positiv :)
Danke für deinen Bericht
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #27
Nach dem ersten Mal
Wie hast du denn den ersten Trancezustand empfunden?
Es gibt da ja auch viele verschiedene Möglichkeiten jemanden in Trance zu setzen (meine Therapeutin berührt einen dabei z.B. nicht, was aber einer der anderen beiden bei denen ich vorher war und wieder aufgehört habe getan hat) und genauso hat man ja selbst manchmal das Gefühl mehr oder weniger "weg" zu sein ;)

Hattest du beim Trancezustand auch so ein "ach das ist das"-Gefühl. Ich habe mir erst wunder was vorgestellt und dann aber bemerkt, nein, den Zustand kenn ich doch eigentlich (wie kurz vorm Einschlafen halt, ganz entspannt :)).

Konntest du dich nach der Sitzung gut an alles erinnern?
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #28
Ich war im Kopf völlig klar und hab gedacht wie immer. Mit fällz es aber auch sehr schwer das Denken abzustellen,es wohl auch ein Teil meinws Problems ist.

Erinnern konnte ich mich an alles. Nur meine Arme etc kamen mir danach schwerer vor

Der Therapeut meinte aber, das es normal ist, dass man beim ersten mal viel denkt
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #29
Seit 4 Jahren genau das Gleiche..

Hypnise Therapie würde ich auch gerne machen, allerdings kann ich das erst wenn ich volljährig bin, da meine Eltern nix mehr damit zu tun haben (wollen) und ich mit meinen 14 Jahren schlecht einfach so zu so einem Menschen gehen kann.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #30
Doch miraleiiin, das könntest du, auch Hypnosetherapeuten oder Heilpraktiker halten sich an Schweigepflichten (genau wie Ärzte), einziges Problem könnte sein, dass deine Eltern grundsätzlich ihr okay dazu geben müssten dass du dich behandeln lässt (sonst kann der Therapeut sich strafbar machen), wenn das aber geschehen ist bleibt es eine Sache zwischen dir und dem Therapeuten was ihr besprecht ;)
Natürlich muss die Bezahlung irgendwie geregelt sein, denn reine Hypnosetherapeuten werden nicht von den Krankenkassen bezahlt.

Der Therapeut meinte aber, das es normal ist, dass man beim ersten mal viel denkt
Ich habe eigentlich immer viel gedacht dabei und oft dass was ich gesehen habe quasi aus dem Off kommentiert :lol:
Einmal sollte ich mir vorstellen wie ich in eine Pyramide reingehe in der ein Pfad nach unten führt - ich habe es vor mir gesehen und da war eine Treppe mit einem ziemlich modernen und mit Aufklebern beklebten Geländer, da habe ich dann wortwörtlich in der Hypnose gedacht "Ja, ne..iss klar, son dämliches U-Bahn Geländer mitten in ner alten Pyramide" Ich hab mich also über das Geländer lustig gemacht was meine Fantasie gerade erst erfunden hatte, fand ich lustig :lol::mrgreen:

Unangenehm war es in meiner aller ersten Hypnose bei dem der ersten beiden Therapeuten bei denen ich war, da hatte ich das Gefühl mein Körper wird fremdkontrolliert aber mein Geist funktioniert noch irgendwie. Hatte dann auch zwischendrin vage Panikgefühle weil ich dachte, selbst wenn ich wollte würde ich hier jetzt nicht mehr wegkommen. Da mir auch der Therapeut eher unsympathisch war, fühlte ich mich da irgendwie ein wenig ausgeliefert...bin dann ja auch zu dem nicht mehr hingegangen (allerdings geb ich nicht dem Therapeuten die Schuld, der hat sich schon Mühe gegeben, aber wahrscheinlich stimmte die Chemie zwischen uns einfach nicht :102:)
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #31
Das ist grundsätzlich das Problem. Für sie hat sich das erledigt, da kann ich sie nicht einfach mal so um ihr okay und das Geld fragen, weil ich mit ihnen schon gar nicht darüber reden will.

Ich warte bis ich 18 bin und dann nehm ich da in Angriff, hab ich mir fest versprochen.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #32
Off-Topic
Oh, das ist ja noch eine ganz schön lange Zeit bis du 18 bist (und eine wichtige Zeit im Leben noch dazu) :(
Lass dir was das angeht nicht zu sehr von deinen Eltern reinreden, du bist 14 und hast damit ein Recht auf Selbstbestimmung. Du darfst auch alleine zu Ärzten gehen und diese können dich behandeln ohne dass sie eine Einwilligung der Eltern einholen müssen (natürlich muss der Arzt bei Jugendlichen genauer abwägen was er macht als bei Erwachsenen).
Ob auch ein Heilpraktiker/Hypnosetherapeut dich ohne wissen der Eltern behandeln könnte müsste man denjenigen mal direkt fragen, ausschließen würde ich es aber nicht gleich.
Das Geld ist natürlich ein anderes Problem...

Aber es gibt auch ganz normale Psychotherapeuten die Hypnose anbieten (oder andere alternative Therapiemethoden) dort kannst du darfst du immer hingehen, auch ohne das deine Eltern einwilligen müssten (am besten du fragst mal deinen Hausarzt danach, wenn du wieder eine Therapie anfangen möchtest). Denn ich finde es auch nicht gut, wenn du eigentlich gerne Therapie machen würdest und deine Eltern dich zurückhalten :(
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #33
Wenn man normale Psychotherapeuten findet, die aber auch Hypnose einsetzen, wird das sogar von der Krankenkasse bezahlt ;)

Schon echt doof, wenn sich die Eltern so dagegen stellen. Meine würden alles tun, damit es mir besser geht, und nehmen die hohen Kosten "gerne" auf sich
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #34
Ich frag mal den Hausarzt..wenn ich mich dann trau.

Ich glaube sie würden mir schon helfen, aber sie machen immer ein rieesen Tamtam drum, sodass meine Mam sich schlussendlich selbst noch ein Psychiater bestellt. Das macht alles noch viel schlimmer, ich habe es ihnen schon paar Mal gesagt.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #35
Ohje Mira. Lass dir eins gesagt sein, mach jetzt eine Therapie. Gerade wenn man will, gibt es gute Heilung. Du bist 14 in 4 Jahren kann es noch viel schlimmer sein. Ich wünsche euch allen alles gute!
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #36
Ich glaube, es wird mal wieder Zeit für ein Update..
Wirklich viel hat sich nicht geändert
Ich hab immer noch 1x wöchentlich einen Hypnosetermin und höre dazwischen brav die Aufnahme
So wirklich bringt das bisher leider nichts :?
Meine Eltern und der Therapeut sagen, dass es eben sehr tief drinsteckt... naja, ich bin mal gespannt
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #37
Nicht aufgeben.
Du schaffst das!! Ich habe Anfangs auch gedacht das ich es nicht schaffen würde die Anorexie gehen zu lassen.
Inzwischen bin ich auf einem guten Weg und das schaffst du auch. Ich glaub an dich!!

LG
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #38
Danke dir
Anorexie ist ja auch echt fies... da hab' ich vor allem in der einen Klinik viele kennengelernt.
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #39
Ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster zu sagen, dass wenn nach 2-4 Hypnosesitzungen nicht wenigstens eine milde Besserung oder ein besseres Allgemeingefühl eintritt, da dann auch nicht mehr viel passieren wird.

Das kann verschiedene Ursachen haben, wie z.B. dass der Therapeut nicht genügend ausgebildet ist, oder nicht mit einem auf der gleichen Wellenlänge liegt (bei mir war es erst die dritte Hypnose-Therapeutin mit der es geklappt hat).
Vielleicht ist Hypnose aber auch nicht "deine" Therapieform.

Ich drücke auf jeden Fall weiter die Daumen, dass es dir schnell besser geht.

P.S.:
Ich war diese Woche gerade nach einem halben Jahr wieder bei meiner Hypnose-Therapeutin, die Sitzung war gut, allerdings weiß ich noch nicht so genau, was ich dieses Mal mitgenommen habe (dauert bei mir aber auch immer ein paar Tage bis sich da was tut).
Diese Woche war allerdings auch mein Zukünftiger dort, er ist Borderliner (drei Klinikaufenthalte und jahrelange ambulante Therapie) und hat jetzt auch noch eine schlimmer werdende, chronische Nierenerkrankung. Heute - einen Tag nach seiner ersten Hypno-Sitzung - ist er schon den ganzen Tag das blühende Leben, gut gelaunt und ausgeglichen, hat den ganzen Vormittag über Gedichte geschrieben :D
Er ist offenbar sehr empfänglich dafür und möchte gerne noch mehr Termine wahrnehmen. So schnell kamen die Erfolge bei mir nie, aber natürlich freue ich mich für ihn ;)
 
  • Mein Leben mit Agoraphobie/Emetophobie Beitrag #40
Ich stelle mir deine Diagnosen aber auch nicht einfach vor.
Und ich hoffe du kannst es bald hinter dir lassen.
 
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