So, erstmal möchte ich jetzt noch mal auf dein vorheriges Posting eingehen.

Ich war vorhin nur am Handy Online.
Mag ja sein, dass dir das hilft - bei mir offensichtlich nicht
Das probiere ich ja jedes Mal - keine Chance.
Ich hatte auch schon Situationen, wo ich gar nicht dran gedacht habe und dann kam ganz plötzlich die Übelkeit, bzw. ich hatte plötzlich das Gefühl, mir kommt was hoch.
Und dann geht's natürlich erst richtig los ^^
Es ist ganz oft so, das ein Reiz in der Umwelt eine Angst auslöst.
Angst ist ein ganz normales Verhalten bei uns Menschen. Unsere Vorfahren hat Angst das Leben gerettet.
Bsp von mir. Wir sind am Strand, sitzen gemütlich, Unterhalten uns und alles ist super.
Und dann kommt ein Insekt an mir vorbei, Auslöser für Atemnot, Panik und Herzrasen.
Von jetzt an achte ich penibel auf meinen Körper. Könnte das Insekt mich gestochen haben?
Deine Angst steuert deine Gedanken also ganz gezielt auf deine Symptome.
Da muss doch etwas sein, sonst würde es einem in dem Moment nicht so schlecht gehen.
Das Unterbewusst sein spielt hier auch eine enorme Rolle, es leitet dich genauso, aber eben so, das du es nicht bewusst mitbekommst.
Er tappst du dich manchmal dabei, das du in Gedanken vertieft bist und über deine Angst nachdenkst?
Bis dich irgendwas aus diesem Gedanken holt und du dachtest "huch?was war das nun?"
Wir sind uns unserer Ängste bewusst. Wir müssen aber lernen, damit umzugehen.
Autogenes Training wollte ich mal probieren - mein Dad kann das.
Das solltest du wirklich mal machen. Wenn dein Papa das kann, dann setze dich doch mit ihm mal zusammen hin und teste das.
Geb dir aber Zeit dabei. Du lernst es nicht von heute auf morgen.

Alternativ kannst du dir auch mal bei Youtube Entspannungsübungen raus suchen.
Dann machst du dir ein gemütliches Licht an und lässt das alles mal auf dich wirken.
Auch hier, geb dir Zeit.

Wenn du dich aber voll auf die Stimme einlässt, dann wird dir das gut tuen.
Medikamente habe ich bisher gar keine bekommen.
Nur als ich krank war, hat meine Mum von meiner Oma die Tabletten bekommen, die mein Opa (der kurz vorher gestorben ist) genommen hat.
Die waren gegen Übelkeit (auch Reiseübelkeit) und Erbrechen. Das Problem ist allerdings, dass die eine extreme Müdigkeit auslösen. Mir wird dann richtig schwindlig und ich kann die Augen kaum offen halten. Also nehme ich die nur noch, wenn ich sowieso zu Hause bleibe und dann meistens nur, wenn mir abends schlecht ist. Dann helfen die auch richtig gut (hatte ich erst gestern Abend wieder)
Haben dir diese Medikamente geholfen?
Also, war bzw ist die Übelkeit dann weg gewesen?
Therapien habe ich ja schon oft versucht. Aber die Angst geht eben nicht weg, und kommt immer wieder
Das hatte ich auch, bis zu dieser Verhaltenstherapie. Und davor habe ich mich selber mit mir auseinandergesetzt.
Was meinst du mit "auseinander gesetzt"?
Damit meine ich, ob dich mal wirklich mit dir und deiner Krankheit auseinandergesetzt hast?
Hast du dir mal Bücher durchgelesen?
Dir die Frage gestellt, warum bin ich Krank?
Was ist der Auslöser?
Warum gibt es Ängste und wie leben andere Menschen damit?
Wie kann ich mir selber helfen?
Was brauche ich, damit ich mich beruhige und entspannen kann?
Was tust du für dich, damit du deine verstehst und vor allem dich und deine Krankheit akzeptierst und lernst damit zu leben?
Ich glaube, bei mir gibt es gar keinen richtigen Auslöser mehr. Mir wird halt richtig schlecht, wenn ich raus gehe, und davor habe ich eben Angst.
Das ist, wie ich denk, falsch.

Jede Angst hat seinen Ursprung.
Und jede Angst wird bleiben und wachsen und sich Ernähren, so lange man sie nicht lernt zu verstehen und einzupacken in einen Karton, wo sie dann drin bleiben kann.

Deine Angst hat sich zu einer Angst, vor der Angst entwickelt.
Du hast Angst raus zugehen, weil du weisst, es passiert etwas und das willst du nicht. Davor hast du Angst und dadurch kommt ein Meideverhalten. Weil du weisst, wenn du Zuhause bleibst, umgehst du diesem Unangenehmen Gefühl.
Hier gilt es, raus zufinden, was DIR gut tut, wenn du raus gehst und was du machen kannst, damit es dir besser geht, damit du raus gehen kannst.
Der Ursprung der Angst muss allerdings gefunden werden und daran sollte man Arbeiten.
Bei mir war es z.b. die Krankheit meines Opas, die er bekam, als ich 5 Jahre alt war und da durch hat meine Mutter mich wie ein Rohes Ei behütet.
Ich wurde vor allen Umwelteinflüssen Beschützt und konnte nicht abhärten.
Dadurch hat sich eine Überempfindlichkeit entwickelt, ich konnte mich nicht selber Kennenlernen, weil meine Mutter mir nichts erlaubt hat.
Da durch bekam ich vor allem angst.
Besonders Krankheiten und Tod haben mir grosse Angst gemacht.
Wir Menschen sind Gewohnheitstiere und diese Gewohnheit in eine Panikattacke oder Angst zubekommen, sind uns leider gegeben.
Ich habe da mit meinem Therapeuten mal drüber geredet und er hat meinen Gedanken, zumindest bei mir, bestätigt, das es eine Art Gewohnheit ist, welche sich entwickelt hat.
und diese gilt es, zubrechen.
Wenn du magst, Erzähle ich dir auch gerne, wie ich gelernt habe, das ich mich akzeptiere und auch gelernt habe, mich zufinden und mit meiner Krankheit zuleben.
Es gehört vor allem erst einmal dazu, sich selber so zu Akzeptieren und sich zusagen"Ich bin gut,wie ich bin." Und dann kann man schritt für schritt weiter gehen.
Ich habe sehr Lange gebraucht dahin zukommen, wo ich heute bin. Zu mir. Und damit bin ich sehr glücklich.
Wenn dir in meinem Text etwas unklar vorkommt, dann Frag mich bitte, ich hoffe, ich habe nicht zu wirr geschrieben.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Ich kann Knopfstern nur recht geben und nein, das hilft nicht nur ihr. Das Einzige, was gegen diverse Ängste und Angststörungen (und ich hab selber genug xD) hilft, ist die Angst auszuhalten und zu lernen, dass einem nichts passiert. Dass es keinen Grund für die Angst gibt und die tatsächlich nur im Kopf als völlig übertriebene Reaktion entsteht. Ich habs selbst mal mit Medikamenten probiert, was zwar schon geholfen hat, aber auch nur mit dem Wissen, dass ich die Situation mit Medikamenten aushalten kann. Gelernt, dass mir auch ohne Medikamente nichts passiert, habe ich erst, als ich selbst beschlossen habe, sie abzusetzen, weil ich sie nicht ewig nehmen wollte.
:clap: Das finde ich toll.
Genauso war es bei mir auch. Die Medikamente haben es unterdrückt. Aber mich auch Verfälscht. Und ich bin sehr fest der Überzeugung, wenn man Innerlich angekommen ist und sich sagt "jetzt will ich nicht mehr." und das mit 100%iger Überzeugung.Dann hilft auch die richtige Therapie und man findet seinen Weg selber zu sich und lernt damit, wie man am besten mit der Situation umgeht.
Das braucht aber sehr viel Zeit und Geduld.