erster "eigener" hund - unsicherheit

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  • erster "eigener" hund - unsicherheit Beitrag #1
sandy94

sandy94

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hallo!

Seit gestern wohnt ein sheltie bei uns. er ist 7 monate alt und ein rüde.
Die züchterin meinte schon dass er eher schüchtern ist und sich sehr an eine Person bindet, seine ganze charakter beschreibung fand ich aber eigentlich ansprechend und auch wo ich das erste mal zu besuch bei der züchterin war, war er mir sehr zugetan und ging im ganzen rudel etwas unter (sie hat um die 15 shelties) deshalb, muss ich sagen passte es von vielen Seiten.

ich hab nun eine woche urlaub, um ihn auf mi zu prägen und damit er nicht alleine ist.
ich arbeite vollzeit, bin aber erst 19, wohne zu hause und meine großeltern und der freund meiner mutter sind in rente, also immer zu hause, immer für den hund da.
nun meine 1.frage. meint ihr, dass er trotzdem merkt, dass ich seine bezugsperson sein sollte/bin?

2. und zum futter, bei der züchterin bekam er nur trockenfutter. bei mir soll er jetzt rinti dosenfutter und sein gewohntes trockenfutter bekommen. das dosenfutter liebt er jetzt bereits über alles.
wie viel meint ihr soll er an nassfutter bekommen? er hat etwa 4kg

3. seit freitag nachmittag ist er bei uns, die züchterin meinte schon dass er keine treppen steigen kann, aber ist das normal? ich habs schon probiert mit ihm, er weiß gar nicht was machen, schaut mich nur an wenn ich die treppen im haus rauf gehe und auch wenn er mich auf schritt und tritt verfolgt, treppen scheinen für ihn eine unüberwindbare barriere zu sein. ist das normal?

4. er schläft so viel. echt nach den spazieren gehen legt er sich hin und schlaft. er verfolgt mich im haus auf schritt und tritt aber sobald ich mich hinsetzte legt er sich hin und döst dahin. ab wie viel schalfen soll ich mir sorgen machen? und wie lange soll ich mit ihm in diesen alter nun spazieren gehen?

das wären mal meine ersten fragen,
würde mich über antworten oder sonstige tips freuen!

liebe grüße
 
  • erster "eigener" hund - unsicherheit Beitrag #2
Huhu,

ich würde mal abwarten, wie er sich entwickelt, wenn er erstmal aus dem Rudel raus ist. Manche Hunde gehen bei so großen Gruppen wirklich unter, blühen einzeln aber richtig auf.

Eine Woche Zeit für eine Prägung ist nichts. Das dauert Monate, ob der Hund nun schüchtern ist oder nicht. An dich gewöhnen kann er sich in der Zeit sicher, aber eine wirkliche Bezugsperson mit starker Bindung zu ihm wirst du in dieser Zeit sicher nicht werden, das braucht einfach Zeit, dafür muss man sich mit dem Hund lange beschäftigen, sich auch einfach kennen lernen und zusammen wachsen. Je nachdem, wie viel du mit ihm nach der Arbeit machst und was der Rest im Haus mit ihm macht kann es durchaus passieren, dass nicht du die Bezugsperson wirst. Besonders, wenn er eher schüchtern ist und sich gerne an eine Person binden sollte, wird er vermutlich die nehmen, die am meisten da ist und am meisten mit ihm macht und sei es nur auf dem Sofa kuscheln und füttern.

Das Nassfutter musst du ausprobieren. Wenn du 50:50 fütterst rechnest du einfach die Fütterungsempfehlung jeweils hälftig, also wenn er 200g Trockenfutter bekommen sollte davon nur 100 und dazu dann wenn er auf 4kg 300g Nassfutter bekommen sollte davon 150g.

Treppen: Nein, das ist nicht normal. Die Züchterin klingt mir von dem wenigen was du erzählt hast wenig erfahren. 15 Hunde in höherem Alter wohl teils auch, der Hund verschüchtert, kennt mit sieben Monaten keine Treppen – das sollte nicht sein. Das wird ein Problem der Gewöhnung sein, sprich du musst es mit ihm üben. Vielleicht gibt sich das in ein paar Tagen von selbst, wenn du es einfach ignorierst und ihn lobst, wenn er hochgeht. Falls nicht wirst du üben müssen, das heißt ihn ein Stück hochtragen, auf der letzten Stufe absetzen und dann freundlich hochlocken. Das kannst du auch von ganz unten versuchen, erstmal nur eine Stufe ist aber vll einfacher für ihn. Wenn er es aber nicht kann im Sinne von nicht fähig sein habt ihr ein gesundheitliches Problem, das heißt Check beim TA.

Zum Schlafen/Hinterherlaufen: Das Nachlaufen kommt im Normalfall aus Kontrollzwang oder Unsicherheit raus, in dem Fall gehe ich mal von Unsicherheit durch den Umgebungswechsel aus. Das sollte sich geben, wenn er sich sicherer fühlt, ich würde aber durchaus ein Kommando wie »bleib einfach liegen« einführen, mit dem du ihm signalisierst, dass er jetzt nicht die zwei Meter zum Kühlschrank mit muss (wobei die Küche für die meisten Hunde immer interessant ist und das nichts mit Unsicherheit zu tun hat :mrgreen:).

Was meinst du denn mit viel schlafen? Wie viel lauft ihr am Tag, was macht ihr sonst so?
Ein kleiner Hund mit sieben Monaten sollte fast ausgewachsen sein und kann daher sicher auch mal länger am Stück laufen, also eine Stunde plus. Nach fünf-Minuten-Regel dürfte er 35 Minuten am Stück laufen, das ist aber sehr wenig in dem Alter und gilt da auch nicht mehr unbedingt. Ansonsten kann es auch einfach Erschöpfung durch die Umstellung und die ganze neue Umgebung sein. Je nachdem, wie viel er kennt, strengt ihn alles neue an. Für einen Hund geht es da ja nicht nur um Optik, sondern auch um Gerüche.

Liebe Grüße
 
  • erster "eigener" hund - unsicherheit Beitrag #3
Huhu, unsere beiden sind ja ungefähr im selben alter. Kiba ist fast 6 Monate alt.

Das wegen dem Prägen stimme ich Mischling voll kommen zu.
Bei uns ist es so das Kiba und ich einfach irgendwie immer zusammen gehören.
Mit meinem Mann schmust er genauso gerne und lässt sich von ihm verhätscheln.
Aber sobald es ernst wird und er verunsichert ist kommt er zu mir. Auch horcht er bei mir besser (wobei das der inkonsequenz meines Mannes zuzuschreiben ist).
Auch sind wir bestimmt noch nicht am ende angekommen.
Ich denke es braucht einfach Jahre bis eine Bindung wirklich so tief geht.


Vielleicht habt ihr ja die möglichkeit eine gute Welpengruppe zu finden. Er ist eigentlich fast schon zu alt. Bei uns werden die Hunde jedoch ihren Fähigkeiten nach in verschiedene (Welpen) Gruppen eingegliedert.
Da kann man sich auch noch ein bischen mit hindernissen vertraut machen. Es gibt da ja meistens so Parcours. Das würde ihm das Treppensteigen bestimmt erleichtern sofern es ncihts gesundheitliches ist.
Hat die Züchterin in richtung Kommandos den schon was gemacht ?

Wir laufen mit Kiba morgens und abends ne kurze runde (Ca. 15-20min) und mittags dann ne große Runde von mindestens 1 Stunde. Das wird sich natürlich dann mit dem alter noch steigern.
Ich würde erstmal mit kleinen Runden anfangen und schaun wie gut er das schafft. Und langsam steigern.
 
  • erster "eigener" hund - unsicherheit Beitrag #4
hallo ihr lieben!

vielen dank für eure echt ausführlichen informativen antworten!

ich glaube echt dass mein kleiner etwas hinterher ist mit allen bzw. es einfach nicht gut bei der züchterin hatte. auf mich wirkte sie kompetent, die sachen wie dass er nicht treppen steigen, an der leine gehen, kein sitz und platz kann, hat sie mir erst bei der abholung gesagt, dann wars aber schon um mich gehehen.
ich weiß man sollte keine hunde aus mitleid kaufen, aber der kleine ist schon 7 monate alt und soll es jetzt schön haben, bitte keine kommentare wie, dass ich dadurch eine schlechte zucht unterstütze usw. das ist mir selbst die tage schon genug bewusst geworden, aber dafür kann der hund nichts.

wie sollte ich jetzt mit ihm weiter machen? ihm ein paar wochen eingewöhnen lassen und dann zu hause mit ihm sitz, platz, trainieren udn das stufen gehen und dann in eine hundeschule?

lg
 
  • erster "eigener" hund - unsicherheit Beitrag #5
Oh je, das hört sich aber echt so an, als hätte dein Kleiner einiges nachzuholen. Wenn man einen Junghund vom Züchter kauft, sollte man doch eigentlich erwarten können, dass er schon wenigstens etwas gelernt hat in der Zeit.

Solche Sachen wie Sitz und Platz würde ich jetzt schon immer mal kurz zwischendurch mit ihm üben. Ist ja auch Beschäftigung für ihn. Leine laufen trainiert ihr ja wahrscheinlich bei jedem Gassigehen automatisch mit.

Was die Treppen angeht, habe ich es mit unserem Junghund so gemacht, dass ich ihn zuerst eine oder zwei Stufen vor Ende der Treppe abgesetzt habe, ein Leckerchen auf den Boden gelegt und etwas gelockt. Nach und nach musste er dann immer mehr Stufen selber gehen, zuerst noch mit Leckerlies auf jeder Stufe, dann nur noch zwei oder drei über die Treppe verteilt und irgendwann ging es ganz ohne.

Wegen der Hundeschule würde ich mich ruhig jetzt schon umschauen. Guck dir verschiedene Schulen an, ruhig auch erstmal ohne Hund. Wenn du eine gefunden hast, die dir gefällt, kannst du ruhig anfangen, sobald sich dein Kleiner etwas eingewöhnt hat.

Ich wünsche euch viel Erfolg!
 
  • erster "eigener" hund - unsicherheit Beitrag #6
huhu,

hab jetzt im vorstellungsbereich auch fotos von den kleinen gepostet :D

ich glaube echt er ist einfach unglücklich weil er sein rudel nicht mehr hat. hab ihn noch kein einziges mal schwanzwedeln gesehen. ich meine er kommt schon auf mich zu und ich merke dass er sich freut wenn er streicheleinheiten bekommt, da er auch immer mehr verlangt, aber iwas passt ihm anscheinend nicht. meine oma meint auch er wirkt wie ein unglücklicher hudn
essen, trinken und seine geschäfte verrichten tut er aber brav

ich hoffe aus ihm wird trotz den schwierigkeiten noch ein offener, freundlicher hund. er ist ja echt total süß und lieb, macht nichts kaputt und bellt so gut wie gar nicht.

lg
 
  • erster "eigener" hund - unsicherheit Beitrag #7
Huhu,

gib ihm einfach Zeit, das wird schon ;). Er ist ja noch keine Woche da und muss sich erstmal einleben.
Mit Kommandos und Hundeschule würde ich allerdings auch schon anfangen. Es ist ein Trugschluss, dass man die ersten Wochen gar nichts machen sollte, damit der Hund sich einleben kann. Grenzen muss er von Anfang an lernen und auch Kommandos sollten begonnen werden. Er muss nicht morgen Fuß laufen können, aber das Komm, Sitz und Platz würde ich anfangen.
Eine Hundeschule würde ich mir auch mal anschauen, aber eine, die ohne Druck arbeitet. Am besten wäre vielleicht eine Junghunde- oder Familiengruppe, wo der Hund nicht nur Gehorsam lernt, sondern auch Kontakt zu Artgenossen hat, Sozialisation nachgeholt wird (mal in die Stadt gehen o.ä.) usw..
 
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