- Gefahrenquelle Leitungswasser Beitrag #1
K
Kir
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Hallo erstmal!
Ich bin neu hier im Forum und ich hoffe, dass ich nich' direkt alle Fehler mache, die man machen kann.
Ich wollte euch über die Gefahrenquelle Leitungswasser aufklären, also fang' ich jetzt einfach mal an mit Schreiben.
Letztes Jahr August hatte ich noch zwei Katzen. Angel und Gustavo. Angel war zu dem Zeitpunkt 6 Monate, Gustavo war 1 Monat alt. Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich, warum Gustavo so jung war. Gustavo war eine Dorfkatze, dessen Vater unbekannt und dessen Mutter von einem Auto überfahren worden war. Der Bauer, dem die überfahrene Katze gehört hat, wusste mit dem Nachwuchs nichts anzufangen und wollte ihn abgeben. Die, die nicht abgegeben werden konnten, wurden umgebracht. Deswegen wollten meine Freundin und ich wenigstens eins der Katzenbabys retten. Leider ist das so auf dem Land mit den Katzen, ich kann das nicht nachvollziehen.
Jedenfalls war Gustavo noch nicht besonders stubenrein und Angel war schon ein gutes Stück größer als er. Sie hat gern mit ihm gespielt, ist dabei aber manchmal ein wenig zu hart rangegangen, ab dann haben meine Freundin und ich auch eingegriffen. Wir wollten schließlich nicht, dass Angel Gustavo ungewollt beim Spielen erdrückt. Am 29. August in der Früh um etwa 8:30 Uhr war das auch wieder der Fall und da Gustavo noch nicht vollständig stubenrein war und Angel sich auf ihn gestürzt hatte, war ihm etwas rausgerutscht. Ich habe dann die Badewanne klar gemacht, das Wasser auf warm gestellt und die Beiden dort reingesteckt.
Plötzlich haben beide angefangen, benommen zu werden und sich einfach in das Wasser gelegt. Ich hatte die Beiden zwar nur geduscht, aber wir haben einen relativ verstopften Ausfluss, wodurch die Badewanne beim Duschen immer zu einem kleinen Teil gefüllt ist, ungefähr so dass die Pfoten unter Wasser sind. Nun haben sich die Beiden aber einfach mit dem Kopf in's Wasser gelegt und sind in den Bereich der Badewanne gerutscht, der etwas mehr 'geflutet' ist. Ich habe natürlich sofort das Wasser ausgemacht, die Beiden rausgeholt und vorsichtig in Handtücher gelegt, doch da war es bereits zu spät.
Gustavo und Angel hatten Wasser geschluckt.
Beide lagen nur noch auf den Handtüchern, Angel wurde immer matter. Ihre Atmung setzte aus. Ich habe sie durch Mund-zu-Schnauze Beatmung 2 mal wieder zurückholen können, doch beim 3. mal gab es keine Chance mehr. Etwa 15 Minuten nachdem ich sie in die Badewanne gepackt hatte, war Angel verstorben. Gustavo hielt sich jedoch weiterhin, obwohl er viel jünger war. Er kämpfte noch. Ich habe also aus dem Internet den nächsten Tierarzt rausgesucht und da ich kein Auto hatte, bin ich dort sofort mit Gustavo hingerannt. Wir wurden als Notfall behandelt, doch auch der Arzt konnte nichts mehr tun. Er konnte Gustavo nur noch von seinen Leiden erlösen. Etwa 45 Minuten nachdem ich ihn in die Badewanne gepackt hatte, war Gustavo verstorben.
Ich war am Ende. Ich habe nur noch geheult und wusste nicht, was ich tun sollte und weswegen die Beiden verstorben waren.
Doch dann kam zwei Tage später ein Brief in's Haus geflattert.
Unterschrieben von den Stadtwerken Landsberg am Lech und dem Gesundheitsamt.
Ich habe mir den Brief durchgelesen, es war ein etwa 2 Zeilen Brief, indem mir erklärt wurde, dass die Legionellen-Anzahl in unserem Leitungswasser 'etwas über der Grenze' liegt, dies sei aber unbedenklich.
Sofort habe ich meinen Laptop angeschmissen und mich im Internet über Legionellen aufklären lassen. Ich las die grausamsten Geschichten, selbst Menschen waren schon an Legionellen verstorben!
Dann habe ich die Seite mit Symptomen für Menschen gefunden. Dort stand auch eine Magen-Darm-Erkrankung, die ich komischerweise ein paar Tage vor dem Tod unserer Katzen auch hatte. Einen Tag, bevor die Erkrankung anfing, hatte ich das erste und letzte Mal von unserem Leitungswasser probiert. Sonst trinke ich immer Volvic, aber da das gerade ausgegangen war, ich nichts mehr da hatte und alle Supermärkte schon geschlossen hatten, habe ich dort einfach mal probiert. Und bin sofort davon krank geworden. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich jedoch noch nicht das Wasser in Verdacht gehabt. Als ich das dann gelesen hatte, wurde mir dafür einiges klar.
Laut einigen Seiten sind schon die Dämpfe von legionellenverseuchtem Wasser schädlich, diese hatten wahrscheinlich verursacht, dass die Katzen benommen wurden. Dadurch, dass sie sich mit dem Kopf in's Wasser gelegt haben, haben sie das Wasser natürlich auch verschluckt. Das war dann wohl tödlich.
Falls irgendwer denkt, ich würde übertreiben, dann möge er bitte selbst nach Legionellen googeln und die gefundenen Artikel als Antwort hier posten.
Ich wohne in einer Dachgeschosswohnung und mir wurde von dem Gesundheitsamt gesagt, dass Dachgeschosswohnungen häufiger von Legionellenbefall betroffen sind als Wohnungen darunter.
Nun frage ich mich: Wieso stand in dem Brief absolut nichts von einer potentiellen Gefahr und warum kam er so spät?
Meine Freundin hatte sich in der Zeit auch geduscht, jedoch kein Wasser geschluckt. Sie hat einen schwachen Kreislauf und dachte, dass sie deswegen in der Dusche fast zusammengebrochen wäre. Vielleicht, vielleicht auch nicht.
Noch eine weitere Frage: Wen kann ich deswegen anzeigen und wer ist der eigentliche Schuldige? Oder ist die Sache bereits 'verjährt'?
Zum Abschluss: Achtet auf euer Leitungswasser und testet vorher, ob eure Katzen komisch darauf reagieren. Vor Allem in Dachgeschosswohnungen. Ich habe temporär mit meiner Gesundheit für deren Fehler gezahlt, meine Katzen leider sogar mit dem Leben.
MfG,
Kir
Ich bin neu hier im Forum und ich hoffe, dass ich nich' direkt alle Fehler mache, die man machen kann.
Ich wollte euch über die Gefahrenquelle Leitungswasser aufklären, also fang' ich jetzt einfach mal an mit Schreiben.
Letztes Jahr August hatte ich noch zwei Katzen. Angel und Gustavo. Angel war zu dem Zeitpunkt 6 Monate, Gustavo war 1 Monat alt. Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich, warum Gustavo so jung war. Gustavo war eine Dorfkatze, dessen Vater unbekannt und dessen Mutter von einem Auto überfahren worden war. Der Bauer, dem die überfahrene Katze gehört hat, wusste mit dem Nachwuchs nichts anzufangen und wollte ihn abgeben. Die, die nicht abgegeben werden konnten, wurden umgebracht. Deswegen wollten meine Freundin und ich wenigstens eins der Katzenbabys retten. Leider ist das so auf dem Land mit den Katzen, ich kann das nicht nachvollziehen.
Jedenfalls war Gustavo noch nicht besonders stubenrein und Angel war schon ein gutes Stück größer als er. Sie hat gern mit ihm gespielt, ist dabei aber manchmal ein wenig zu hart rangegangen, ab dann haben meine Freundin und ich auch eingegriffen. Wir wollten schließlich nicht, dass Angel Gustavo ungewollt beim Spielen erdrückt. Am 29. August in der Früh um etwa 8:30 Uhr war das auch wieder der Fall und da Gustavo noch nicht vollständig stubenrein war und Angel sich auf ihn gestürzt hatte, war ihm etwas rausgerutscht. Ich habe dann die Badewanne klar gemacht, das Wasser auf warm gestellt und die Beiden dort reingesteckt.
Plötzlich haben beide angefangen, benommen zu werden und sich einfach in das Wasser gelegt. Ich hatte die Beiden zwar nur geduscht, aber wir haben einen relativ verstopften Ausfluss, wodurch die Badewanne beim Duschen immer zu einem kleinen Teil gefüllt ist, ungefähr so dass die Pfoten unter Wasser sind. Nun haben sich die Beiden aber einfach mit dem Kopf in's Wasser gelegt und sind in den Bereich der Badewanne gerutscht, der etwas mehr 'geflutet' ist. Ich habe natürlich sofort das Wasser ausgemacht, die Beiden rausgeholt und vorsichtig in Handtücher gelegt, doch da war es bereits zu spät.
Gustavo und Angel hatten Wasser geschluckt.
Beide lagen nur noch auf den Handtüchern, Angel wurde immer matter. Ihre Atmung setzte aus. Ich habe sie durch Mund-zu-Schnauze Beatmung 2 mal wieder zurückholen können, doch beim 3. mal gab es keine Chance mehr. Etwa 15 Minuten nachdem ich sie in die Badewanne gepackt hatte, war Angel verstorben. Gustavo hielt sich jedoch weiterhin, obwohl er viel jünger war. Er kämpfte noch. Ich habe also aus dem Internet den nächsten Tierarzt rausgesucht und da ich kein Auto hatte, bin ich dort sofort mit Gustavo hingerannt. Wir wurden als Notfall behandelt, doch auch der Arzt konnte nichts mehr tun. Er konnte Gustavo nur noch von seinen Leiden erlösen. Etwa 45 Minuten nachdem ich ihn in die Badewanne gepackt hatte, war Gustavo verstorben.
Ich war am Ende. Ich habe nur noch geheult und wusste nicht, was ich tun sollte und weswegen die Beiden verstorben waren.
Doch dann kam zwei Tage später ein Brief in's Haus geflattert.
Unterschrieben von den Stadtwerken Landsberg am Lech und dem Gesundheitsamt.
Ich habe mir den Brief durchgelesen, es war ein etwa 2 Zeilen Brief, indem mir erklärt wurde, dass die Legionellen-Anzahl in unserem Leitungswasser 'etwas über der Grenze' liegt, dies sei aber unbedenklich.
Sofort habe ich meinen Laptop angeschmissen und mich im Internet über Legionellen aufklären lassen. Ich las die grausamsten Geschichten, selbst Menschen waren schon an Legionellen verstorben!
Dann habe ich die Seite mit Symptomen für Menschen gefunden. Dort stand auch eine Magen-Darm-Erkrankung, die ich komischerweise ein paar Tage vor dem Tod unserer Katzen auch hatte. Einen Tag, bevor die Erkrankung anfing, hatte ich das erste und letzte Mal von unserem Leitungswasser probiert. Sonst trinke ich immer Volvic, aber da das gerade ausgegangen war, ich nichts mehr da hatte und alle Supermärkte schon geschlossen hatten, habe ich dort einfach mal probiert. Und bin sofort davon krank geworden. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich jedoch noch nicht das Wasser in Verdacht gehabt. Als ich das dann gelesen hatte, wurde mir dafür einiges klar.
Laut einigen Seiten sind schon die Dämpfe von legionellenverseuchtem Wasser schädlich, diese hatten wahrscheinlich verursacht, dass die Katzen benommen wurden. Dadurch, dass sie sich mit dem Kopf in's Wasser gelegt haben, haben sie das Wasser natürlich auch verschluckt. Das war dann wohl tödlich.
Falls irgendwer denkt, ich würde übertreiben, dann möge er bitte selbst nach Legionellen googeln und die gefundenen Artikel als Antwort hier posten.
Ich wohne in einer Dachgeschosswohnung und mir wurde von dem Gesundheitsamt gesagt, dass Dachgeschosswohnungen häufiger von Legionellenbefall betroffen sind als Wohnungen darunter.
Nun frage ich mich: Wieso stand in dem Brief absolut nichts von einer potentiellen Gefahr und warum kam er so spät?
Meine Freundin hatte sich in der Zeit auch geduscht, jedoch kein Wasser geschluckt. Sie hat einen schwachen Kreislauf und dachte, dass sie deswegen in der Dusche fast zusammengebrochen wäre. Vielleicht, vielleicht auch nicht.
Noch eine weitere Frage: Wen kann ich deswegen anzeigen und wer ist der eigentliche Schuldige? Oder ist die Sache bereits 'verjährt'?
Zum Abschluss: Achtet auf euer Leitungswasser und testet vorher, ob eure Katzen komisch darauf reagieren. Vor Allem in Dachgeschosswohnungen. Ich habe temporär mit meiner Gesundheit für deren Fehler gezahlt, meine Katzen leider sogar mit dem Leben.
MfG,
Kir
