Was macht so ein Hund, wenn er mal Durchfall hat? Der fällt ohne jegliche Reserve ja fast ins Koma...
Gute Frage - und ich bin ehrlich, das ist ein Thema wo ich nicht SO bewandert bin, dass ich da große Sprüche klopfen will. Weiß aber, dass es auch bei trainierten, "dürren" Hunden so ist, dass sie nicht sofort ins Koma fallen.

Vielleicht sind die Hunde sogar fitter, weil der Körper trainierter ist? Das wäre eine Frage, die ich gern von einem Sportmediziner o. Ä. beantwortet haben würde.
Schlank durchaus, aber zwischen schlank und dürr ist für mich ein Unterschied. Beim Mensch gab es mal diese schöne Untersuchung, dass Leute mit Untergewicht tatsächlich auf lange Sicht ungesünder sind als Leute mit leichtem Übergewicht.
Das sehe ich doch auch so. Nur habe ich wohl eine andere Definition von "schlanken" Hunden. Ich habe mich wirklich gefreut, als meine Hündin mit knapp 1 1/2 nicht mehr so ein spindeldürres, schmales Tierchen war. Da sind einfach Muskeln dazu gekommen, der Körper wurder breiter, sie hat ein bisschen mehr angesetzt - so passt es, für mich. Aber, gerade wenn ich junge Malinois sehe (mit den gezeigten Pits kenne ich mich nicht aus), wo man ein paar Rippen sieht, werde ich die letzte sein, die schreit: "oh, der arme Hund!" - Hunde im Wachstum sehen blöd aus, unfertig, dünn. Hunde die stark arbeiten, sich strecken, auch. Hunde mit einem so hohen Energieumsatz überhaupt breit zu kriegen, ist schon eine Kunst für sich.
Diesen Hund empfinde ich zum Beispiel als schön schlank, aber nicht mager:
http://www.studebakers.de/assets/images/2012_Feb_04.jpg
Wenn die Hündin verbellt oder anderweitig stark arbeitet, schätze ich, sieht man die Rippen auch.
Ich hatte deswegen danach gefragt, weil meine Mutter eines Tages ihren Hund auf einem ähnlichen Portal finden durfte. Sie hatte die Eintragung nicht gemacht, zudem war sie falsch und lückenhaft, und es wurde sich geweigert, das zu entfernen.
Hab jetzt aber auch gecheckt, wie man die Nachkommen ansehen kann. Mehr sehe ich zwar nicht, aber es scheint bei diesem Hund wirklich der erste Wurf zu sein.
Ich muss mich korrigieren, ich habe noch einen weiteren Wurf gefunden - auch aus 2014 ...
Es gibt quasi zu jeder Rasse verbandsabhängige und unabhängie Portale, wo man sich die verschiedenen Stammbäume ansehen kann. Es nützt weder dem Betreiber, noch dem Züchter etwas, da falsche Angaben zu machen.
Lass mich lügen, aber bei den Landseern sind es m.W. zwei Körungen und ein Wesenstest, dann kann die Zuchtzulassung erfolgen. Welche Klassen man braucht weiß ich gerade allerdings nicht auswendig.
Mh, keine Ahnung, was man da für die ZZL benötigt. Kann man ja schnell nachsehen:
Ausschnitt aus der Zuchtordnung des VLD:
[VERSTECK]
Zur Zuchtzulassung sind bei der Zuchtleitung folgende Unterlagen einzureichen:
- formloser Antrag
- Ahnentafel
- HD-/OCD-/ED-Auswertung, falls der Zuchtleitung noch nicht bekannt
- Untersuchungsergebnisse Cystinurie/CTP, wenn erforderlich (siehe 5.3.j)
- die Zuchteignungsbewertung (ZEB) (siehe 5.3.a).
- zwei Richterberichte aus der Offenen Klasse oder Zwischenklasse von Spezialzuchtschauen oder Sonderschauen im Inland von zwei verschiedenen von der VDH/FCI anerkannten Zuchtrichtern für die Rasse Landseer. (Siehe 5.3.b)
- ggf. Urkunden über Siegertitel
- ein Foto des Hundes.
Quelle:
http://www.vld-landseer.de/uploads/media/VLD-Zuchtordnung.PDF (S. 6, Punkt 5.2 Zuchtzulassung)
[/VERSTECK]
Okay, diese Richterberichte würden mich z. B. stören und die fallen bei Arbeitshunden auch oft weg. Da muss der Hund zur Formwertbeurteilung und das war's dann.
Der NLC schreibt:
[VERSTECK]
Gezüchtet werden darf nur mit Neufundländern oder Landseern, die bei einer Zuchteignungsbeurteilung (ZEB) die Bewertung: ,,Zuchttauglich“ von einem amtierenden Zuchtrichter erteilt bekommen. Diese Beurteilung sollte nach Vollendung des 18. Lebensmonates erfolgen. Sie muss durch einen Zuchtrichter der im Besitz des NLC- Zuchtrichterausweises oder von einemauf Schauen nach Absprache mit dem Vorstand eingesetzten Zuchtrichter erfolgen. Die ZEB erlangt ihre Gültigkeit mit Vorliegen der HD - und ED - Befundung, die nicht vor Vollendung des 18. Lebensmonats erfolgen darf, sowie zunächst einer auskultatorischen Herzuntersuchung, deren Ergebnis den Zuchtbestimmungen des NLC e.V. entsprechen muss.
Quelle:
http://www.landseer-nlc.de/pdf/10Zuchtordnung.pdf (Punkt 4.3, Zuchtzulassung)
[/VERSTECK]
Finde ich jetzt auch nicht so eine riesige Hürde, wenn man denn will. Und das ist das Problem. Der normale Familienhundebesitzer kann sich oft weder für Ausstellungen begeistern, noch sind die Hunde geröngt oder geschallt. Um die Rasse kümmern sich schon andere, "wir" müssen das nicht.
Sportler haben ihre Hunde, weil sie Hundesport machen wollen oder weil sie durch die Hunde zum Hundesport gekommen sind, da wird der Hund sowieso gründlich untersucht, so eine Zuchtschau ist eine nette Gelegenheit auch mal andere Hunde arbeiten zu sehen, man lässt seinen Hund auf Arbeitsanlagen überprüfen (um damit beim nächsten Stammtisch anzugeben

), guckt sich nach einem Nachfolger um, etc. - es wird sich häufig viel gründlicher mit Stammbäumen, Vererbung, verschiedenen Linien auseinandergesetzt, als ein "Familienhundehalter" es tut. Meiner Erfahrung nach.
Wir scheinen aber gar nicht so weit auseinander zu sein, denn deinen letzten Satz würde ich genauso unterschreiben

. Und genau darum geht es mir auch, wenn ich sage, dass ich nichts davon halte, dass ein Hund sagen wir mal acht oder zehn Jahre dauerbeansprucht wird. Wenn ein vereinzelter mal erst im hohen Alter damit anfängt ok, aber die Regel wird es nicht sein. Ich frag mich auch, wie viele Leute in dem Alter noch so aktiv mit ihrem Hund Titel und Preise einfahren, dass er den Leuten noch »im Gedächtnis ist« und tatsächlich angefragt wird. Das wird vielleicht das größere Problem sein.
Mir geht und ging es nie um "Dauerbeanspruchung". Es geht mir nur darum, dass man AUCH (nicht nur!) ältere Rüden einsetzen kann und dass das sogar sehr vom Vorteil sein kann. Ja, es gibt Rüden, die werden viel zu häufig eingesetzt - aber genau die Hunde sind selten alt. :mrgreen: Das sind Hunde, die gerade eine Meisterschaft gewonnen haben, auf einer großen Show hochplatziert wurden, besonders "hübsch" oder anders sind.
Wenn ein Züchter so oberflächlich sucht, dass er nach Titeln und Preisen geht, dann frag ich mich schon, ob er sein Handwerk versteht. Da geht es doch mehr um Genetik, als um schöne Schleifen - und die Datenbanken und Zuchtbücher, die Kontakte mit anderen Züchtern, sollten zumindest helfen, auch mal auf einen älteren Rüden zu treffen, der seine Karriere vielleicht schon hinter sich hat. Wenn mir ein Hund gefällt, schreibe ich mir den Namen manchmal auf - und ich züchte nicht und habe es auch nicht vor.
Wobei dem ja inzwischen durch zentrale Datenbanken der einzelnen Rassen ein wenig entgegengewirkt werden soll. Wobei ich schon immer etwas merkwürdig fand, dass es für Hündinnen eine »Mengenbegrenzung« im Nachwuchs gibt, für Rüden nicht. Sicher ist die körperliche Belastung der Hündin weit größer, aber manchen Rassen täte es gut, wenn die Rüden eine Obergrenze für ihre Samenspenden gesetzt bekämen.
Na ja. Kommt darauf an, wie und wo man den Rüden einsetzt, mit welcher Hündin, usw. und viele Schranken behindern die Hundezucht mMn auch stark. Da würde eine gescheite Fortbildung der Züchter eher was helfen, denke ich. Ausserdem kommt es ja auch noch darauf an, wohin die Hunde vermittelt werden - wenn von fünf Welpen fünf "nur Familienhunde" werden, sind sie für die Zucht auch einfach nicht relevant.
Sicher, wenn du das für dich persönlich als Kriterium setzt ist das eine Sache und völlig legitim. Die Frage ist halt, wenn du das als allgemein »bessere Variante« empfindest, ob und warum es vll sinnvoll wäre, darauf bei der Zucht generell mehr zu achten. Es schaut ja bei weitem nicht jeder Käufer auf den Deckrüden, teils befindet sich dieser in einem anderen Land, teils wollen die Käufer nicht einmal den Stammbaum sehen. Ich frage mich dann halt, welche Vorteile sowas hätte und ob man das nicht generell in Erwägung ziehen sollte. Dass nachher der Käufer allein die Entscheidung trifft ist klar.
Ich wollte eigentlich nicht hergehen und sagen: "Kauft nur noch von alten Rüden!" - Nö, warum auch? Ich sehe es gern, wenn ein älterer Hund der Deckrüde ist, warum, habe ich oben schon erklärt. Denke aber auch, dass das ganz stark auf die Rasse ankommt, wie da die Zuchtpolitik ist. Ich kenne Schäferhundzüchter, die eine Hündin haben und die in ihrem Leben einen Wurf bekommt - um einen Welpen selbst zu behalten. Erst dann, wenn sie ihre Sportkarriere mehr oder weniger hinter sich hat...
Ich hatte das so verstanden, dass wir von einem Alter reden, in dem eben Alterserscheinungen erkennbar sind.
Tun wir doch auch, oder nicht? :mrgreen:
Zum zweiten Punkt: Ich habe es bisher nur anders herum erlebt, dass Rüdenhalter mit Hunden in dem Alter (also ab 6 Jahre) dann meinten, er sei bisher noch nicht eingesetzt worden, also machen sie es gar nicht mehr. Keine Ahnung, ob das dann Frust oder was anderes ist, aber ich habe tatsächlich noch keinen Deckrüden über 5/6 Jahre gesehen. Bzw. keinen, der zuvor noch nicht gedeckt hat.
Sehr seltsam, echt. Wenn diesen Rüdenhalter nun jemand anrunft und fragt, ob er seine Hündin decken lassen könnte - dann hat er kein Interesse mehr?!
Ich fand dafür die Malis auf den Bildern durchweg zu dünn. Muskulös durchaus, aber ansonsten zu dünn. Wobei sich das auch nur richtig beurteilen lässt, wenn man den Hund live sieht. Dennoch sah es auf den Bildern recht extrem aus, wie die Rippen heraus standen und das finde ich nicht mehr schön oder gesund, sondern schlicht zu dünn, unabhängig von der sonstigen Bemuskelung.
Ich fand sie schlank, der eine im Stand könnte vielleicht 500g mehr auf die Wage bringen, aber wir wissen auch nicht, wie die letzten Wochen dieses Hundes ausgesehen haben oder ob er gerade gearbeitet hat, oder oder. Der eine Boxer war auch sehr sehr schlank, aber auch da steht der Hund nicht ruhig, sondern arbeitet.
Eben nicht und das meine ich mit »hungern lassen«. Ein trainierter Hund hat wie du selbst sagtest erhöhten Energiebedarf. Den kann ich aber durchaus so gering halten, dass er zwar Muskeln aufbaut, aber nichts ansetzt. Und das ist für mich dann die Tendenz zum dürr halten zusätzlich zum Training. Auch ein trainierter Hund kann eine gesunde Fettreserve haben, wenn er ausreichend gefüttert wird (und keine Parasiten o.ä. hat).
Wenn ich einen Hund habe, der alles, was er aufnimmt, sofort wieder umsetzt, dann ist da nichts mit "ausreichend gefüttert". Es gibt Leute, die packen massig Fett und Kohlenhydrate auf den jungen Hund, trotzdem nimmt er nicht gut zu.
Bei meiner Hündin merkt man nicht, wie viel sie gefressen hat. Bei meinem Yorkimix siehst du es am nächsten Tag sofort...
Ich finde es sehr schwer, sowas zu beurteilen, wenn man einen Hund nicht kennt und nur kleine Bildchen sieht.
*urgs*
Danke, auf sowas wollte ich hinaus, als ich sagte, dass auch der gesunden Bemuskelung nach oben Grenzen gesetzt sind. Das ist nicht mehr nur nicht schön, das ist übertrieben und m.E. ungesund. Dem Hund ein solches Maß an Muskulatur anzutrainieren muss ein Training gekostet haben, das für den Hund sicher nicht angenehm war. Wenn hier nicht sogar »nachgeholfen« wurde, auch wenn das mit den Steroiden eigentlich ein Scherz war. Ich ging nicht davon aus, dass es Hunde gibt, auf die das zutreffen könnte :eusa_eh:.
Ist tatsächlich sehr ungesund, hat aber mit Steroiden nichts zu tun. Es handelt sich dabei um einen Whippet, der von einem Gendeffekt betroffen ist: Myostation Mutation.