Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum?

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  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #121
Off-Topic
Ja, und die Hundezucht ist auch so stark von Gendefekten, wie z. B. Trisomie21, Autismus oder Kleinwüchsigkeit betroffen...

Genau, der Mensch ist ja auch so was Besonderes, die Gesetze der Natur gelten für ihn nicht, das sind zusätzliche, menschliche Gesetze, die da gelten, was das Alter und die Mutationsraten betreffen :roll:
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum?

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  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #122
Und dass diese Körperform besonders im Sport gerne gelobt wird zeigst sowohl du als auch die Bilder. Dass man das nicht mit dem Haushund anstrebt ist nicht unbedingt ein Beweis dafür, dass es richtig für den Sport ist.
Ich bin nicht "im Sport". :cool:
Wenn ich die Gesundheit und Fitness irgendwo messen kann, dann im Sport/Arbeit. Und wenn ein schlanker, muskulöser Hund (auf Dauer) bessere Leistungen bringt, als einer mit 5 kg mehr, reicht das für mich als Argument. Keiner der Hunde ist MAGER, die haben alle ein schönes Paket an Muskeln/Gewebe am Körper - das ist für mich ein riesen Unterschied.

Für Punkt 1 sollte es zumindest in gewissem Rahmen Vorsorgeuntersuchungen geben. Für Punkt 2: Wo ist Arthrose ein Ausschlusskriterium für die Zucht? Davon habe ich bisher noch nicht gelesen. Also ist es schlussendlich latte, ob der Hund es hat oder nicht, drauf darf er dennoch, ob mit 5 oder mit 12 Jahren.
1. Ja, diese Vorsogeuntersuchungen gibt es. Diese sind aber, mMn, nicht so aussagekräftig wie das, was ein Hund zeigt. Ich sagte ja, wenn ein Hund nach 8 Jahren noch 4m springen kann, dann kann er nicht so krank sein - das weiß ich, auch ohne Untersuchung. Spondy zeigt sich oft auch erst im Alter, genauso wie Herzprobleme oder Krebs in seinen 1000 Facetten.

2. Für MICH ist es nicht latte. Das steht sicherlich in keinen Zuchtordnungen, trotzdem kann ICH darauf achten, weil es mir wichtig ist. Und ja, einen Deckrüden der mit 6, 7, 8 oder 9 Jahren stark an Arthrose erkrankt ist, würde ich sicherlich vermeiden. Das ist eben auch ein Zeichen von "schnellem Verschleiß".
Es geht doch nicht darum, was "drauf darf", sondern was Sinn macht.

Nur wer fängt denn mit einem 12 Jahre alten Hund erst an? Die meisten fangen an, sobald der Verband es zulässt, und dann halt nicht nur ein oder zwei Mal im Jahr. Für manche Männer mag es ein Traum sein, ich halte es für zweifelhaft, ob man dem Hund einen Gefallen tut, wenn man ihn 10 Jahre lang 20 Mal im Jahr durch die Gegend karrt und die Damenwelt beglücken lässt. Ganz abgesehen davon, dass es einer Rasse kaum dient, wenn sich ein Rüde in dem Umfang vermehrt und dann vier Generationen von ihm herumspringen, die sich im Stammbaum eines Tages wiedersehen werden.
Es geht nicht darum, mit 12 Jahren anzufangen, sondern darum auch diese Rüden noch weiterhin nutzen zu können (das wurde immerhin angezweifelt) - ich würd's so machen, frei nach dem Motto: "Wenn dir ein Hund gefällt, gehe zu seinem Vater!".

Nun gut, ich weiß ja nicht, von welcher Rasse wir hier sprechen, aber so viele heißbegehrte Rüden, wo alle nur so auf die Zuchtzulassung gewartet haben, gibt es GsD nicht. Ja, Popular Sires sind ein Problem, liegt aber eher an dem beschränkten Denken der Züchter. Soll ja nur das Beste sein, am liebsten ein Champion, schön auch noch... hat mit dem Alter eines Rüdens wenig zu tun.

Bei Hunden, die nicht nur gut aussehen und nett sein sollen, haben die Rüden eben sehr sehr oft ein gewisses Alter, weil man dann abschätzen kann wie die Hunde sich entwickeln und sich bewiesen haben.

Genau, der Mensch ist ja auch so was Besonderes, die Gesetze der Natur gelten für ihn nicht, das sind zusätzliche, menschliche Gesetze, die da gelten, was das Alter und die Mutationsraten betreffen :roll:
Ist ja schön, die Gesetze der Natur. Mir ist kein Fall bekannt, wo die Welpen dadurch Schaden genommen haben bzw. dass es vermehrt Auffälligkeiten bei alten Deckrüden gibt. Dass Deckrüden im Alter zeugungsunfähig werden, ja (übrigens ist auch DAS ein Zeichen von Vitalität ...), aber sonst?
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #123
Off-Topic
Mir ist kein Fall bekannt, wo die Welpen dadurch Schaden genommen haben bzw. dass es vermehrt Auffälligkeiten bei alten Deckrüden gibt.
Darüber dürfte es auch keine Untersuchungen geben...nur weil es nicht bekannt/untersucht worden ist heißt das ja nicht, dass nicht der Fall sein kann. Und in diesem Falle sind es einfache biologische Prozesse, die es nahe legen, dass ein zu hohes (nicht hoch- zu hoch) durchaus problematisch sein kann. Beim Menschen ist man ja auhc noch nicht so lange auf dem Stand, dass das durchaus von Bedeutung ist.

Man könnte ja mal über ein "Deckverbot" für Männer ab 35 nachdenken:mrgreen:
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #124
Darüber dürfte es auch keine Untersuchungen geben...nur weil es nicht bekannt/untersucht worden ist heißt das ja nicht, dass nicht der Fall sein kann.
Habe ich ja auch nicht abgestritten. Ich sagte nur, dass man das in Relation sehen muss - und da überwiegen für mich die Vorteile von "alten" Deckrüden eindeutig.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #125
Und wenn ein schlanker, muskulöser Hund (auf Dauer) bessere Leistungen bringt, als einer mit 5 kg mehr, reicht das für mich als Argument.
Und wer sagt das? Wie kommst du darauf?

Keiner der Hunde ist MAGER, die haben alle ein schönes Paket an Muskeln/Gewebe am Körper - das ist für mich ein riesen Unterschied.
Die Muskulatur, die bei manchen auch schon etwas übertrieben ist, gleicht da m.E. nix aus. Schön, dass wenigstens die da ist, ändert aber nichts daran, dass sonst nichts an dem Hund dran ist außer Knochen, Sehnen und Haut.

2. Für MICH ist es nicht latte. Das steht sicherlich in keinen Zuchtordnungen, trotzdem kann ICH darauf achten, weil es mir wichtig ist. Und ja, einen Deckrüden der mit 6, 7, 8 oder 9 Jahren stark an Arthrose erkrankt ist, würde ich sicherlich vermeiden. Das ist eben auch ein Zeichen von "schnellem Verschleiß".
Es geht doch nicht darum, was "drauf darf", sondern was Sinn macht.
Sicher, wenn du dir den Vater als Käufer ansiehst kannst du danach auswählen, im Allgemeinen hat ein Deckrüde in dem Alter für mich aber keinen Vorteil, eben weil nicht darauf geachtet wird. Die wenigsten nehmen sich doch überhaupt die Zeit, den Hund lange genug kennen zu lernen, um überhaupt eine Arthrose zu erkennen.

Es geht nicht darum, mit 12 Jahren anzufangen, sondern darum auch diese Rüden noch weiterhin nutzen zu können (das wurde immerhin angezweifelt)
Können ist eine Sache. Es pflanzt sich ja auch mittels künstlicher Befruchtung munter fort, was nicht mal alleine hoch kommt *hust*. Dass der noch kann steht außer Frage, ob er sollte ist mir wichtig. Und ich bin nicht der Meinung, dass ein Deckrüde über so viele Jahre eingesetzt werden sollte, besonders nicht stetig.

Nun gut, ich weiß ja nicht, von welcher Rasse wir hier sprechen, aber so viele heißbegehrte Rüden, wo alle nur so auf die Zuchtzulassung gewartet haben, gibt es GsD nicht.
Würde ich so nicht mal sagen. Gerade bei selteneren Rassen springt ein Deckrüde mit entsprechendem Stammbaum gerne mal 10 oder 20 Mal im Jahr. Bei einer Rasse mit sowieso schon kleinem Genpool mag ich mir da nicht ausmalen, wie deren Welt nach fünf Jahren Dauereinsatz mit dem Rüden aussieht, ganz zu schweigen von eben zehn Jahren.
Bei »größeren« Rassen mit mehr Individuen mag das nicht so schnell ins Gewicht fallen, früher oder später aber schon. Wenn man in zehn Generationen mal den Stammbaum anschaut und denselben Zwingernamen 5 Mal liest bzw. mal schaut, ob da Nachkommen von dem einen dabei sind und den Inzuchtkoeffizienten ausrechnet – dann wird die Sache spaßig. Da wird m.E. nicht nur der Hund verheizt, sondern auch der Genpool der Rasse.

Bei Hunden, die nicht nur gut aussehen und nett sein sollen, haben die Rüden eben sehr sehr oft ein gewisses Alter, weil man dann abschätzen kann wie die Hunde sich entwickeln und sich bewiesen haben.
Ein gewisses Alter meinetwegen, aber der Hund muss nicht gleich 12 sein, damit er einen gefestigten Charakter und einen voll ausgeformten Körper hat. Ich bin durchaus der Meinung, dass Zuchttiere zuerst »reifen« sollten bevor sie decken, aber nicht bis hin zum Renten- und Krückstockalter.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #126
Und wer sagt das? Wie kommst du darauf?
Es wird seinen Grund haben, warum aktive ARBEITSHUNDE (oder auch Menschen, Pferde) eben eher so aussehen, als ins andere Extrem zu schlagen, oder?

Die Muskulatur, die bei manchen auch schon etwas übertrieben ist, gleicht da m.E. nix aus. Schön, dass wenigstens die da ist, ändert aber nichts daran, dass sonst nichts an dem Hund dran ist außer Knochen, Sehnen und Haut.
Wie kann denn Muskulatur übertrieben sein? :eusa_eh:
Klingt ja so, als wäre es schädlich, wenn Pluto3000 mehr Muskeln hat als der Fiffi von nebenan.

Sicher, wenn du dir den Vater als Käufer ansiehst kannst du danach auswählen, im Allgemeinen hat ein Deckrüde in dem Alter für mich aber keinen Vorteil, eben weil nicht darauf geachtet wird. Die wenigsten nehmen sich doch überhaupt die Zeit, den Hund lange genug kennen zu lernen, um überhaupt eine Arthrose zu erkennen.
Joa... wenn nicht darauf geachtet wird, können wir uns die ganze Diskussion um Zucht ja sparen, oder? Schließlich geht es in der Zucht darum, auf gewisse Dinge (vermehrt) zu achten.

Können ist eine Sache. Es pflanzt sich ja auch mittels künstlicher Befruchtung munter fort, was nicht mal alleine hoch kommt *hust*. Dass der noch kann steht außer Frage, ob er sollte ist mir wichtig. Und ich bin nicht der Meinung, dass ein Deckrüde über so viele Jahre eingesetzt werden sollte, besonders nicht stetig.
Es redet doch gar keiner von ständig eingesetzten Deckrüden! Ich will auch keinen Rüden, der bereits 400 Nachkommen hat! Genauso wenig will ich aber einen Deckrüden, der zwei Jahre alt ist und nicht mal im Ansatz Leistungsfähigkeit und Gesundheit (dazu gehört auch die Fähigkeit sich fortzupflanzen) bewiesen hat. Gibt auch ältere Rüden, die eben nicht ihr Leben lang gedeckt haben...
dieser Rüde ist z. B. elf Jahre alt und hat dieses Jahr seinen ersten Wurf, wenn ich mich nicht täusche: (und guckt man sich den Stammbaum dieses Rüdens an, wird man feststellen, dass das Alter öfter mal ein höheres ist)

Wie stellst du dir denn das Leben eines Deckrüden vor? Die meisten dürfen sich freuen, wenn sie überhaupt einmal decken dürfen.

Würde ich so nicht mal sagen. Gerade bei selteneren Rassen springt ein Deckrüde mit entsprechendem Stammbaum gerne mal 10 oder 20 Mal im Jahr. Bei einer Rasse mit sowieso schon kleinem Genpool mag ich mir da nicht ausmalen, wie deren Welt nach fünf Jahren Dauereinsatz mit dem Rüden aussieht, ganz zu schweigen von eben zehn Jahren.
Wieder die Frage, von welcher Rasse wir hier reden. *schulterzuck*
Sonst sind das für mich alles Behauptungen, die so, wie sie da stehen, einfach haltlos sind... sicher gibt es MAL solche Rüden, dass aber als "Normalzustand" zu sehen, ist falsch. Wie gesagt, die meisten kommen nicht mal zum decken.

Bei »größeren« Rassen mit mehr Individuen mag das nicht so schnell ins Gewicht fallen, früher oder später aber schon. Wenn man in zehn Generationen mal den Stammbaum anschaut und denselben Zwingernamen 5 Mal liest bzw. mal schaut, ob da Nachkommen von dem einen dabei sind und den Inzuchtkoeffizienten ausrechnet – dann wird die Sache spaßig. Da wird m.E. nicht nur der Hund verheizt, sondern auch der Genpool der Rasse.
Es geht NICHT um Popular Sires. Es geht einzig und allein um das Alter des Rüdens. Und da würde ich einen alten Rüden, mit gleichen Qualitäten, einem jungen Hund eben vorziehen.

Ein gewisses Alter meinetwegen, aber der Hund muss nicht gleich 12 sein, damit er einen gefestigten Charakter und einen voll ausgeformten Körper hat. Ich bin durchaus der Meinung, dass Zuchttiere zuerst »reifen« sollten bevor sie decken, aber nicht bis hin zum Renten- und Krückstockalter.
Die Zahl 12 ist doch fiktiv. Wenn der Hund gesund und fit ist (und das ist ein z. B. kleiner Terrier, Mali, etc. durchaus noch!), spricht meiner Meinung nichts dagegen - da geht es, wie du so schön sagtest, eben nicht nur um den alten Hund, sondern auch um die Rasse an sich. Du tust gerade so, als würde man den Rüden vergewaltigen; dem dürfte es ziemlich egal sein, ob er mit fünf Jahren oder mit 12 Jahren decken darf.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #127
Es wird seinen Grund haben, warum aktive ARBEITSHUNDE (oder auch Menschen, Pferde) eben eher so aussehen, als ins andere Extrem zu schlagen, oder?
Wie kommst du darauf, dass das die Regel ist, dass die Tiere damit bis ins hohe Alter fitter und gesünder sind und dass es anders wäre, wenn sie ein oder zwei Kilo mehr wiegen würden? Das wüsste ich gerne ;).

Klingt ja so, als wäre es schädlich, wenn Pluto3000 mehr Muskeln hat als der Fiffi von nebenan.
Pluto3000? :044: Sorry, ich schmeiß mich gerade weg und weiß nicht einmal, was gemeint ist :mrgreen:.
Schädlich nicht, aber ein Hund kann mehr sein als Muskeln und Knochen, ein Körperfettanteil von 0 ist m.E. nicht erstrebenswert. Abgesehen davon will ich nicht wissen, was solche Hunde für einen Energieumsatz haben, zumal ihnen jegliche Reserve fehlt, wenn sie auch nur einmal zu wenig Energie aufnehmen. Ich denke da übrigens an so »Steroid-gedopte« Versionen wie glaub Zerberus(?) sie vom Staff schon mal gezeigt hatte. So manch ein Boxer geht auch in die Richtung und ein Mali, der nur noch Haut, Knochen und Muskeln ist, auch wenn es nicht derart extrem aussieht (weil die grundlegende Breite fehlt), ist da im Verhältnis nicht viel von entfernt.

Genauso wenig will ich aber einen Deckrüden, der zwei Jahre alt ist und nicht mal im Ansatz Leistungsfähigkeit und Gesundheit (dazu gehört auch die Fähigkeit sich fortzupflanzen) bewiesen hat.
Da sind wir völlig einer Meinung ;).

Gibt auch ältere Rüden, die eben nicht ihr Leben lang gedeckt haben...
Und da frage ich mich, wie viele das sind und was dann »nicht ihr Leben lang« bedeutet. Es wird sehr wenige geben, die einen im Alter aktiven Deckrüden haben, der zuvor nur selten eingesetzt wurde. Meist reizen es ja eher die so weit aus, die gut und viel damit verdienen, weil der Hund oft gebucht wird.
Zu dem Link kann ich leider nichts sagen, ohne Zugang ist da fast nichts sichtbar. Ist das eines der Portale, wo man sich nur selbst einträgt? Gibt nämlich auch andere, bei denen einfach Daten gesammelt werden, die dann auch nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen.

Wie stellst du dir denn das Leben eines Deckrüden vor? Die meisten dürfen sich freuen, wenn sie überhaupt einmal decken dürfen.
Von welcher Rasse sprichst du denn? Ich hab bisher die Erfahrung gemacht, dass es mehrere Deckakte pro Jahr sind, zumindest bei den Hovis und Landseern, sofern es nicht der hauseigene Rüde, sondern ein eingetragener Deckrüde ist. Durchaus auch bei Goldis übrigens. Wo/bei welcher Rasse kommt ein Rüde denn nie zum decken?


Es geht NICHT um Popular Sires. Es geht einzig und allein um das Alter des Rüdens. Und da würde ich einen alten Rüden, mit gleichen Qualitäten, einem jungen Hund eben vorziehen.
Ich bin aber der Meinung, dass sich das nicht so einfach trennen lässt. Dann müsste man es auf einen Rüden einschränken, der über 10 Jahre ist und maximal zwei oder drei Mal zuvor gedeckt hat, gesund ist usw.. Das wird ein sehr kleiner Teil der Deckrüden sein.

Du tust gerade so, als würde man den Rüden vergewaltigen; dem dürfte es ziemlich egal sein, ob er mit fünf Jahren oder mit 12 Jahren decken darf.
Nö, ich will gar nicht anzweifeln, dass der da massiv Freude dran hätte. Aber darum geht's mir auch gar nicht (wir wollen mal davon ausgehen, dass das auf freiwilliger Basis stattfindet).

Du redest hier halt immer von alt, das ist für mich je nach Rasse 10 Jahre und drüber. Jetzt plötzlich ist die 12 fiktiv, sooo alt muss er ja gar nicht sein usw.. Wenn du aber Arthrose als Beispiel heranziehst, die sich erst in dem Alter zeigen wird, dann reden wir doch wohl von einem Hund über zehn? Oder was ist für dich ein alter Deckrüde, der alt genug ist, dass man »Mängel« erkennen kann?
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #128
Wie kommst du darauf, dass das die Regel ist, dass die Tiere damit bis ins hohe Alter fitter und gesünder sind und dass es anders wäre, wenn sie ein oder zwei Kilo mehr wiegen würden? Das wüsste ich gerne ;).
Zugegeben, es ist eine Vermutung. Aber wenn über Jahrzehnte Hunde schlank und rank gehalten wurden, damit sie eben arbeiten können, wie sie sollen, dann kann das nicht so falsch sein. Es gibt tatsächlich noch Leute, die auf ihre Hunde angewiesen sind oder eben für den Hundesport haben - auch diese Leute sind darauf bedacht, lange etwas von ihren Hunden zu haben...

Pluto3000? :044: Sorry, ich schmeiß mich gerade weg und weiß nicht einmal, was gemeint ist :mrgreen:.
Schädlich nicht, aber ein Hund kann mehr sein als Muskeln und Knochen, ein Körperfettanteil von 0 ist m.E. nicht erstrebenswert. Abgesehen davon will ich nicht wissen, was solche Hunde für einen Energieumsatz haben, zumal ihnen jegliche Reserve fehlt, wenn sie auch nur einmal zu wenig Energie aufnehmen. Ich denke da übrigens an so »Steroid-gedopte« Versionen wie glaub Zerberus(?) sie vom Staff schon mal gezeigt hatte. So manch ein Boxer geht auch in die Richtung und ein Mali, der nur noch Haut, Knochen und Muskeln ist, auch wenn es nicht derart extrem aussieht (weil die grundlegende Breite fehlt), ist da im Verhältnis nicht viel von entfernt.
Geht es jetzt um Steroide? Den Sprung krieg ich nicht hin... :eusa_eh:


Und da frage ich mich, wie viele das sind und was dann »nicht ihr Leben lang« bedeutet. Es wird sehr wenige geben, die einen im Alter aktiven Deckrüden haben, der zuvor nur selten eingesetzt wurde. Meist reizen es ja eher die so weit aus, die gut und viel damit verdienen, weil der Hund oft gebucht wird.
Zu dem Link kann ich leider nichts sagen, ohne Zugang ist da fast nichts sichtbar. Ist das eines der Portale, wo man sich nur selbst einträgt? Gibt nämlich auch andere, bei denen einfach Daten gesammelt werden, die dann auch nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen.
Ohne Zugang sind die Nachkommen, die Geschwister, der Stammbaum, etc. sichtbar. Was willst du noch wissen? Die Angaben werden selbst eingetragen und freigeschalten, wenn sie überprüft wurden, zumal es wenig Sinn macht, da rumzulügen.

Ich weiß echt nicht, was du für Deckrüden kennst. Es gibt weitaus mehr zur Zucht zugelassene Rüden, als Rüden die tatsächlich zum Zuge kommen. (Wenn wir jetzt nicht von einer Rasse mit 20 Hunden in Deutschland sprechen). Kann natürlich auch sein, dass das "Hundetyp"-Abhängig ist... Landseer und Hovis sind ja in der Regel "nur Familienhunde", dass man sich da vielleicht einer Körung oder Zuchtzulassungsprüfung nicht stellen mag, kann natürlich sein. Aber ich kenne auch Golden Retriever mit ZZL und keinerlei Nachkommen... weil der Rüde einfach nicht gefragt ist/war. Beim DRC sind z. B. aktuell 557 Rüden mit ZZL registriert. Die Sache ist einfach die, dass viele Hunde nicht genutzt werden und andere, vereinzelt, zu stark.

Von welcher Rasse sprichst du denn? Ich hab bisher die Erfahrung gemacht, dass es mehrere Deckakte pro Jahr sind, zumindest bei den Hovis und Landseern, sofern es nicht der hauseigene Rüde, sondern ein eingetragener Deckrüde ist. Durchaus auch bei Goldis übrigens. Wo/bei welcher Rasse kommt ein Rüde denn nie zum decken?
Ich kenne mich nur ein bisschen bei den Malis, Deutschen Schäferhunden aus. Maximal noch die "üblichen Verdächtigen" wie Golden Retriever, Labrador, Border Collie... aber auch bei den "kleinen" Populationen, wie den Terriern, ist es nicht so, dass sich mit einem normalen Rüden viel Geld machen lässt.

Ich bin aber der Meinung, dass sich das nicht so einfach trennen lässt. Dann müsste man es auf einen Rüden einschränken, der über 10 Jahre ist und maximal zwei oder drei Mal zuvor gedeckt hat, gesund ist usw.. Das wird ein sehr kleiner Teil der Deckrüden sein.
Es ist doch dem Züchter überlassen, was für einen Rüden er wählt. Und mir als Halter, was ich kaufen mag. Aber ich sags gern nochmal: Es gibt viel viel mehr Hunde mit ZZL als Hunde, die tatsächlich (so viel) decken!

Du redest hier halt immer von alt, das ist für mich je nach Rasse 10 Jahre und drüber. Jetzt plötzlich ist die 12 fiktiv, sooo alt muss er ja gar nicht sein usw.. Wenn du aber Arthrose als Beispiel heranziehst, die sich erst in dem Alter zeigen wird, dann reden wir doch wohl von einem Hund über zehn? Oder was ist für dich ein alter Deckrüde, der alt genug ist, dass man »Mängel« erkennen kann?
Natürlich ist die 12 fiktiv. Wenn ich beim Dobermann oder der deutschen Dogge nur noch Rüden einsetzen würde, die über zehn sind, wäre die Rasse in fünf Jahren ausgestorben. So viele Hunde, die das Alter erreichen, gibt es da einfach nicht.

Beim Jack Russell Terrier ist 12 ein Alter, wo die Hunde gerade ruhiger und gesetzter werden...

Ich empfinde einen Deckrüden, so ab acht Jahren als "alt" - kommt wie gesagt auf die Rasse an. Wir haben über 300 verschiedene Hunderassen, die altern nicht alle gleich.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #129
Man das läuft ja richtig heiß :mrgreen:

Tolle Diskussion und so schön sachlich.

Der Rüde der jetzt schon über 12 Jahre ist und noch deckt, hat erst mit 8 Jahren begonnen und zeugt grad seinen 3 Wurf.
Von meinem "Nachwuchssportlern" war der Vater beim zeugen auch 10Jahr.

Ich kann mich exe nur anschließen, ein junger Deckrüde nützt nichts, wenn man weder Leistung noch Gesundheit einschätzen kann.

Und was heißt Rentenalter? Unsere Hunde gehen ja erst mit 8-10 Jahren in "Rente".
Auswirkungen auf die Nachkommen konnte ich auch noch nicht feststellen. Die wenigsten Hunde die ich kenne wurden unter 6 Jahren zum decken eingesetzt und wenn die 1 Mal im Jahr decken ist das schon gut.

Unser Trockenfutterhund hat immer 2-3kg zu viel auf der Hüfte und man merkt es das ist mehr Kraft benötigt und das die Luft schneller raus ist.

Um einen Hund so gut zu trainieren sind Monate nötig und jede Menge Futter. Je höher der Energiebedarf um so mehr muss in den Hund rein.
Die Natur gibt die Forum vor in der die beste Leistung erzielt werden kann und wenn man sich um sieht, sind es bei Mensch und Tier nicht die mit 2kg mehr drauf.

Runter hungern würde genau den gegenteiligen Effet haben, schlank aber keine Leistung. Bei Arbeitshund soll aber die bestmögliche Leistung erzielt werden.

Ein Hund der Steroide nimmt würde so aussehen: :lol:

Wenn ich mit meinen Hunden trainiere, bekomme ich auch automatisch eine schlanke Figur wo man die Rippen sieht.
Also warum gibt dann die Natur dem Menschen und dem Tier um bessere Leistung zu die Schlankere Rippen zeigende Figur?
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #130
Geht es jetzt um Steroide? Den Sprung krieg ich nicht hin... :eusa_eh:
Das war ein Scherz, wieso versteht niemand meinen Humor :lol:. Mir ging es um diese extremen Versionen, die nur noch sehnig und überproportional muskelbepackt sind. Muskeln im Unverstand sind auch nicht gesund, eben aus genannten Gründen. Was macht so ein Hund, wenn er mal Durchfall hat? Der fällt ohne jegliche Reserve ja fast ins Koma...

Aber wenn über Jahrzehnte Hunde schlank und rank gehalten wurden, damit sie eben arbeiten können, wie sie sollen, dann kann das nicht so falsch sein.
Schlank durchaus, aber zwischen schlank und dürr ist für mich ein Unterschied. Beim Mensch gab es mal diese schöne Untersuchung, dass Leute mit Untergewicht tatsächlich auf lange Sicht ungesünder sind als Leute mit leichtem Übergewicht. Hab das damals in einer Reportage gesehen, finde aber leider online keinen Artikel dazu :?. Da reden wir aber natürlich nicht von krankhaftem Übergewicht, sondern eher von »Tendenzen«.

Die Angaben werden selbst eingetragen und freigeschalten, wenn sie überprüft wurden, zumal es wenig Sinn macht, da rumzulügen.
Ich hatte deswegen danach gefragt, weil meine Mutter eines Tages ihren Hund auf einem ähnlichen Portal finden durfte. Sie hatte die Eintragung nicht gemacht, zudem war sie falsch und lückenhaft, und es wurde sich geweigert, das zu entfernen.
Hab jetzt aber auch gecheckt, wie man die Nachkommen ansehen kann. Mehr sehe ich zwar nicht, aber es scheint bei diesem Hund wirklich der erste Wurf zu sein.

Ich weiß echt nicht, was du für Deckrüden kennst. Es gibt weitaus mehr zur Zucht zugelassene Rüden, als Rüden die tatsächlich zum Zuge kommen. (Wenn wir jetzt nicht von einer Rasse mit 20 Hunden in Deutschland sprechen). Kann natürlich auch sein, dass das "Hundetyp"-Abhängig ist... Landseer und Hovis sind ja in der Regel "nur Familienhunde", dass man sich da vielleicht einer Körung oder Zuchtzulassungsprüfung nicht stellen mag, kann natürlich sein. Aber ich kenne auch Golden Retriever mit ZZL und keinerlei Nachkommen... weil der Rüde einfach nicht gefragt ist/war. Beim DRC sind z. B. aktuell 557 Rüden mit ZZL registriert. Die Sache ist einfach die, dass viele Hunde nicht genutzt werden und andere, vereinzelt, zu stark.
Lass mich lügen, aber bei den Landseern sind es m.W. zwei Körungen und ein Wesenstest, dann kann die Zuchtzulassung erfolgen. Welche Klassen man braucht weiß ich gerade allerdings nicht auswendig.
Wir scheinen aber gar nicht so weit auseinander zu sein, denn deinen letzten Satz würde ich genauso unterschreiben ;). Und genau darum geht es mir auch, wenn ich sage, dass ich nichts davon halte, dass ein Hund sagen wir mal acht oder zehn Jahre dauerbeansprucht wird. Wenn ein vereinzelter mal erst im hohen Alter damit anfängt ok, aber die Regel wird es nicht sein. Ich frag mich auch, wie viele Leute in dem Alter noch so aktiv mit ihrem Hund Titel und Preise einfahren, dass er den Leuten noch »im Gedächtnis ist« und tatsächlich angefragt wird. Das wird vielleicht das größere Problem sein.
Wobei dem ja inzwischen durch zentrale Datenbanken der einzelnen Rassen ein wenig entgegengewirkt werden soll. Wobei ich schon immer etwas merkwürdig fand, dass es für Hündinnen eine »Mengenbegrenzung« im Nachwuchs gibt, für Rüden nicht. Sicher ist die körperliche Belastung der Hündin weit größer, aber manchen Rassen täte es gut, wenn die Rüden eine Obergrenze für ihre Samenspenden gesetzt bekämen.

Es ist doch dem Züchter überlassen, was für einen Rüden er wählt. Und mir als Halter, was ich kaufen mag.
Sicher, wenn du das für dich persönlich als Kriterium setzt ist das eine Sache und völlig legitim. Die Frage ist halt, wenn du das als allgemein »bessere Variante« empfindest, ob und warum es vll sinnvoll wäre, darauf bei der Zucht generell mehr zu achten. Es schaut ja bei weitem nicht jeder Käufer auf den Deckrüden, teils befindet sich dieser in einem anderen Land, teils wollen die Käufer nicht einmal den Stammbaum sehen. Ich frage mich dann halt, welche Vorteile sowas hätte und ob man das nicht generell in Erwägung ziehen sollte. Dass nachher der Käufer allein die Entscheidung trifft ist klar.

Ich empfinde einen Deckrüden, so ab acht Jahren als "alt" - kommt wie gesagt auf die Rasse an. Wir haben über 300 verschiedene Hunderassen, die altern nicht alle gleich.
Gebe ich dir völlig recht. Ich hatte das so verstanden, dass wir von einem Alter reden, in dem eben Alterserscheinungen erkennbar sind. Das mag dann bei der Dogge schon mit 7 Jahren anfangen, bei einem Yorkie erst mit 12 Jahren.

Ich kann mich exe nur anschließen, ein junger Deckrüde nützt nichts, wenn man weder Leistung noch Gesundheit einschätzen kann.
Dem möchte ich nicht einmal widersprechen. M.E. decken viele Rüden (wie Hündinnen) viel zu jung, bevor sie überhaupt wissen, ob sie Fisch oder Fleisch sind. Ich habe mir auch schon von Züchtern berichten lassen, die ihren Deckrüden wieder eingepackt haben, als sie zum Treffen kamen und erfuhren, dass die Hündin gerade mal ihre erste oder zweite Läufigkeit hat oO.

Und was heißt Rentenalter? Unsere Hunde gehen ja erst mit 8-10 Jahren in "Rente".
Das war ja auch meine Frage, nur damit wir von »demselben Alter« sprechen, wenn man so will. Eine deutsche Dogge in dem Alter wäre heutzutage schon fast ein Wunder....


Auswirkungen auf die Nachkommen konnte ich auch noch nicht feststellen. Die wenigsten Hunde die ich kenne wurden unter 6 Jahren zum decken eingesetzt und wenn die 1 Mal im Jahr decken ist das schon gut.
Zum ersten Punkt: Da wäre es interessant, wenn es wirklich mal eine Untersuchung dazu gäbe, welches Alter von Hund, welches Genmaterial usw. die gesündesten Nachkommen zeugt. Das wäre für die Zucht allgemein sicher sehr von Interesse, schade dass es scheinbar nichts in dieser Richtung gibt.
Zum zweiten Punkt: Ich habe es bisher nur anders herum erlebt, dass Rüdenhalter mit Hunden in dem Alter (also ab 6 Jahre) dann meinten, er sei bisher noch nicht eingesetzt worden, also machen sie es gar nicht mehr. Keine Ahnung, ob das dann Frust oder was anderes ist, aber ich habe tatsächlich noch keinen Deckrüden über 5/6 Jahre gesehen. Bzw. keinen, der zuvor noch nicht gedeckt hat.


Unser Trockenfutterhund hat immer 2-3kg zu viel auf der Hüfte und man merkt es das ist mehr Kraft benötigt und das die Luft schneller raus ist.
Bei welchem Ausgangsgewicht? Ich möchte behaupten, dass ein Jack Russel mit 2kg zu viel schon massiv Probleme hat, während das einem Neufi oder Landseer mehr oder minder egal sein dürfte :lol:.
Wobei es mir vorwiegend darum ging, dass es Definitionssache ist. Was du als 2kg zu viel definierst mag für mich das Normalgewicht sein (vermute ich mal anhand der gezeigten Bilder). Ich fand dafür die Malis auf den Bildern durchweg zu dünn. Muskulös durchaus, aber ansonsten zu dünn. Wobei sich das auch nur richtig beurteilen lässt, wenn man den Hund live sieht. Dennoch sah es auf den Bildern recht extrem aus, wie die Rippen heraus standen und das finde ich nicht mehr schön oder gesund, sondern schlicht zu dünn, unabhängig von der sonstigen Bemuskelung.


Die Natur gibt die Forum vor in der die beste Leistung erzielt werden kann und wenn man sich um sieht, sind es bei Mensch und Tier nicht die mit 2kg mehr drauf.
Das ist ebenfalls Definitionssache. In welchem Regelwerk der Natur steht denn, dass man die Rippen sehen können muss? ;)

Wenn ich mit meinen Hunden trainiere, bekomme ich auch automatisch eine schlanke Figur wo man die Rippen sieht.
Eben nicht und das meine ich mit »hungern lassen«. Ein trainierter Hund hat wie du selbst sagtest erhöhten Energiebedarf. Den kann ich aber durchaus so gering halten, dass er zwar Muskeln aufbaut, aber nichts ansetzt. Und das ist für mich dann die Tendenz zum dürr halten zusätzlich zum Training. Auch ein trainierter Hund kann eine gesunde Fettreserve haben, wenn er ausreichend gefüttert wird (und keine Parasiten o.ä. hat).

Also warum gibt dann die Natur dem Menschen und dem Tier um bessere Leistung zu die Schlankere Rippen zeigende Figur?
Und genau das ist für mich eine Vermutung, keine Tatsache. Wo gibt die Natur das denn vor? Wer sagt denn oder hat bewiesen, dass der mit sichtbaren Rippen fitter ist als der mit selber Muskulatur aber nicht sichtbaren Rippen (ohne Übergewicht)?

Ein Hund der Steroide nimmt würde so aussehen: :lol:
*urgs*
Danke, auf sowas wollte ich hinaus, als ich sagte, dass auch der gesunden Bemuskelung nach oben Grenzen gesetzt sind. Das ist nicht mehr nur nicht schön, das ist übertrieben und m.E. ungesund. Dem Hund ein solches Maß an Muskulatur anzutrainieren muss ein Training gekostet haben, das für den Hund sicher nicht angenehm war. Wenn hier nicht sogar »nachgeholfen« wurde, auch wenn das mit den Steroiden eigentlich ein Scherz war. Ich ging nicht davon aus, dass es Hunde gibt, auf die das zutreffen könnte :eusa_eh:.


Man das läuft ja richtig heiß :mrgreen:

Tolle Diskussion und so schön sachlich.
Ich hoffe mal, das war keine Ironie? :mrgreen:
Also ich bin völlig entspannt, auch wenn ich glaube, dass wir vll ein wenig aneinander vorbei reden?
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #131
Hallo,

Die Diskussion ist auf einem ziemlich hohen Niveau - was ich unwahrscheinlich toll finde und weswegen ich sie auch mit größtem Interesse verfolge.
(Tierforum.de...halt :mrgreen:)

Ich wollte nur ganz kurz mal einwerfen - im Hinblick darauf, daß ein Forum auch viele nicht professionelle Hundehalter/Führer bedient:

Es nutzt überhaupt Nichts, sich ein arbeits- genetisch einwandfreies und allen Voraussetzungen zu einem perfekten Arbeitstier entsprechendem Hund an zu schaffen - wenn man ihm in Aufwand und Nutzung nicht gerecht wird.

Hier geht es nicht mehr um den netten Familienhund.

LG Suno
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #132
Was macht so ein Hund, wenn er mal Durchfall hat? Der fällt ohne jegliche Reserve ja fast ins Koma...
Gute Frage - und ich bin ehrlich, das ist ein Thema wo ich nicht SO bewandert bin, dass ich da große Sprüche klopfen will. Weiß aber, dass es auch bei trainierten, "dürren" Hunden so ist, dass sie nicht sofort ins Koma fallen. ;) Vielleicht sind die Hunde sogar fitter, weil der Körper trainierter ist? Das wäre eine Frage, die ich gern von einem Sportmediziner o. Ä. beantwortet haben würde.

Schlank durchaus, aber zwischen schlank und dürr ist für mich ein Unterschied. Beim Mensch gab es mal diese schöne Untersuchung, dass Leute mit Untergewicht tatsächlich auf lange Sicht ungesünder sind als Leute mit leichtem Übergewicht.
Das sehe ich doch auch so. Nur habe ich wohl eine andere Definition von "schlanken" Hunden. Ich habe mich wirklich gefreut, als meine Hündin mit knapp 1 1/2 nicht mehr so ein spindeldürres, schmales Tierchen war. Da sind einfach Muskeln dazu gekommen, der Körper wurder breiter, sie hat ein bisschen mehr angesetzt - so passt es, für mich. Aber, gerade wenn ich junge Malinois sehe (mit den gezeigten Pits kenne ich mich nicht aus), wo man ein paar Rippen sieht, werde ich die letzte sein, die schreit: "oh, der arme Hund!" - Hunde im Wachstum sehen blöd aus, unfertig, dünn. Hunde die stark arbeiten, sich strecken, auch. Hunde mit einem so hohen Energieumsatz überhaupt breit zu kriegen, ist schon eine Kunst für sich.
Diesen Hund empfinde ich zum Beispiel als schön schlank, aber nicht mager:
Wenn die Hündin verbellt oder anderweitig stark arbeitet, schätze ich, sieht man die Rippen auch.

Ich hatte deswegen danach gefragt, weil meine Mutter eines Tages ihren Hund auf einem ähnlichen Portal finden durfte. Sie hatte die Eintragung nicht gemacht, zudem war sie falsch und lückenhaft, und es wurde sich geweigert, das zu entfernen.
Hab jetzt aber auch gecheckt, wie man die Nachkommen ansehen kann. Mehr sehe ich zwar nicht, aber es scheint bei diesem Hund wirklich der erste Wurf zu sein.
Ich muss mich korrigieren, ich habe noch einen weiteren Wurf gefunden - auch aus 2014 ...
Es gibt quasi zu jeder Rasse verbandsabhängige und unabhängie Portale, wo man sich die verschiedenen Stammbäume ansehen kann. Es nützt weder dem Betreiber, noch dem Züchter etwas, da falsche Angaben zu machen.

Lass mich lügen, aber bei den Landseern sind es m.W. zwei Körungen und ein Wesenstest, dann kann die Zuchtzulassung erfolgen. Welche Klassen man braucht weiß ich gerade allerdings nicht auswendig.
Mh, keine Ahnung, was man da für die ZZL benötigt. Kann man ja schnell nachsehen:
Ausschnitt aus der Zuchtordnung des VLD:
[VERSTECK]
Zur Zuchtzulassung sind bei der Zuchtleitung folgende Unterlagen einzureichen:
- formloser Antrag
- Ahnentafel
- HD-/OCD-/ED-Auswertung, falls der Zuchtleitung noch nicht bekannt
- Untersuchungsergebnisse Cystinurie/CTP, wenn erforderlich (siehe 5.3.j)
- die Zuchteignungsbewertung (ZEB) (siehe 5.3.a).
- zwei Richterberichte aus der Offenen Klasse oder Zwischenklasse von Spezialzuchtschauen oder Sonderschauen im Inland von zwei verschiedenen von der VDH/FCI anerkannten Zuchtrichtern für die Rasse Landseer. (Siehe 5.3.b)
- ggf. Urkunden über Siegertitel
- ein Foto des Hundes.
Quelle: (S. 6, Punkt 5.2 Zuchtzulassung)
[/VERSTECK]
Okay, diese Richterberichte würden mich z. B. stören und die fallen bei Arbeitshunden auch oft weg. Da muss der Hund zur Formwertbeurteilung und das war's dann.

Der NLC schreibt:
[VERSTECK]
Gezüchtet werden darf nur mit Neufundländern oder Landseern, die bei einer Zuchteignungsbeurteilung (ZEB) die Bewertung: ,,Zuchttauglich“ von einem amtierenden Zuchtrichter erteilt bekommen. Diese Beurteilung sollte nach Vollendung des 18. Lebensmonates erfolgen. Sie muss durch einen Zuchtrichter der im Besitz des NLC- Zuchtrichterausweises oder von einemauf Schauen nach Absprache mit dem Vorstand eingesetzten Zuchtrichter erfolgen. Die ZEB erlangt ihre Gültigkeit mit Vorliegen der HD - und ED - Befundung, die nicht vor Vollendung des 18. Lebensmonats erfolgen darf, sowie zunächst einer auskultatorischen Herzuntersuchung, deren Ergebnis den Zuchtbestimmungen des NLC e.V. entsprechen muss.
Quelle: (Punkt 4.3, Zuchtzulassung)
[/VERSTECK]
Finde ich jetzt auch nicht so eine riesige Hürde, wenn man denn will. Und das ist das Problem. Der normale Familienhundebesitzer kann sich oft weder für Ausstellungen begeistern, noch sind die Hunde geröngt oder geschallt. Um die Rasse kümmern sich schon andere, "wir" müssen das nicht.

Sportler haben ihre Hunde, weil sie Hundesport machen wollen oder weil sie durch die Hunde zum Hundesport gekommen sind, da wird der Hund sowieso gründlich untersucht, so eine Zuchtschau ist eine nette Gelegenheit auch mal andere Hunde arbeiten zu sehen, man lässt seinen Hund auf Arbeitsanlagen überprüfen (um damit beim nächsten Stammtisch anzugeben :p), guckt sich nach einem Nachfolger um, etc. - es wird sich häufig viel gründlicher mit Stammbäumen, Vererbung, verschiedenen Linien auseinandergesetzt, als ein "Familienhundehalter" es tut. Meiner Erfahrung nach.

Wir scheinen aber gar nicht so weit auseinander zu sein, denn deinen letzten Satz würde ich genauso unterschreiben ;). Und genau darum geht es mir auch, wenn ich sage, dass ich nichts davon halte, dass ein Hund sagen wir mal acht oder zehn Jahre dauerbeansprucht wird. Wenn ein vereinzelter mal erst im hohen Alter damit anfängt ok, aber die Regel wird es nicht sein. Ich frag mich auch, wie viele Leute in dem Alter noch so aktiv mit ihrem Hund Titel und Preise einfahren, dass er den Leuten noch »im Gedächtnis ist« und tatsächlich angefragt wird. Das wird vielleicht das größere Problem sein.
Mir geht und ging es nie um "Dauerbeanspruchung". Es geht mir nur darum, dass man AUCH (nicht nur!) ältere Rüden einsetzen kann und dass das sogar sehr vom Vorteil sein kann. Ja, es gibt Rüden, die werden viel zu häufig eingesetzt - aber genau die Hunde sind selten alt. :mrgreen: Das sind Hunde, die gerade eine Meisterschaft gewonnen haben, auf einer großen Show hochplatziert wurden, besonders "hübsch" oder anders sind.
Wenn ein Züchter so oberflächlich sucht, dass er nach Titeln und Preisen geht, dann frag ich mich schon, ob er sein Handwerk versteht. Da geht es doch mehr um Genetik, als um schöne Schleifen - und die Datenbanken und Zuchtbücher, die Kontakte mit anderen Züchtern, sollten zumindest helfen, auch mal auf einen älteren Rüden zu treffen, der seine Karriere vielleicht schon hinter sich hat. Wenn mir ein Hund gefällt, schreibe ich mir den Namen manchmal auf - und ich züchte nicht und habe es auch nicht vor.

Wobei dem ja inzwischen durch zentrale Datenbanken der einzelnen Rassen ein wenig entgegengewirkt werden soll. Wobei ich schon immer etwas merkwürdig fand, dass es für Hündinnen eine »Mengenbegrenzung« im Nachwuchs gibt, für Rüden nicht. Sicher ist die körperliche Belastung der Hündin weit größer, aber manchen Rassen täte es gut, wenn die Rüden eine Obergrenze für ihre Samenspenden gesetzt bekämen.
Na ja. Kommt darauf an, wie und wo man den Rüden einsetzt, mit welcher Hündin, usw. und viele Schranken behindern die Hundezucht mMn auch stark. Da würde eine gescheite Fortbildung der Züchter eher was helfen, denke ich. Ausserdem kommt es ja auch noch darauf an, wohin die Hunde vermittelt werden - wenn von fünf Welpen fünf "nur Familienhunde" werden, sind sie für die Zucht auch einfach nicht relevant.

Sicher, wenn du das für dich persönlich als Kriterium setzt ist das eine Sache und völlig legitim. Die Frage ist halt, wenn du das als allgemein »bessere Variante« empfindest, ob und warum es vll sinnvoll wäre, darauf bei der Zucht generell mehr zu achten. Es schaut ja bei weitem nicht jeder Käufer auf den Deckrüden, teils befindet sich dieser in einem anderen Land, teils wollen die Käufer nicht einmal den Stammbaum sehen. Ich frage mich dann halt, welche Vorteile sowas hätte und ob man das nicht generell in Erwägung ziehen sollte. Dass nachher der Käufer allein die Entscheidung trifft ist klar.
Ich wollte eigentlich nicht hergehen und sagen: "Kauft nur noch von alten Rüden!" - Nö, warum auch? Ich sehe es gern, wenn ein älterer Hund der Deckrüde ist, warum, habe ich oben schon erklärt. Denke aber auch, dass das ganz stark auf die Rasse ankommt, wie da die Zuchtpolitik ist. Ich kenne Schäferhundzüchter, die eine Hündin haben und die in ihrem Leben einen Wurf bekommt - um einen Welpen selbst zu behalten. Erst dann, wenn sie ihre Sportkarriere mehr oder weniger hinter sich hat...

Ich hatte das so verstanden, dass wir von einem Alter reden, in dem eben Alterserscheinungen erkennbar sind.
Tun wir doch auch, oder nicht? :mrgreen:

Zum zweiten Punkt: Ich habe es bisher nur anders herum erlebt, dass Rüdenhalter mit Hunden in dem Alter (also ab 6 Jahre) dann meinten, er sei bisher noch nicht eingesetzt worden, also machen sie es gar nicht mehr. Keine Ahnung, ob das dann Frust oder was anderes ist, aber ich habe tatsächlich noch keinen Deckrüden über 5/6 Jahre gesehen. Bzw. keinen, der zuvor noch nicht gedeckt hat.
Sehr seltsam, echt. Wenn diesen Rüdenhalter nun jemand anrunft und fragt, ob er seine Hündin decken lassen könnte - dann hat er kein Interesse mehr?!

Ich fand dafür die Malis auf den Bildern durchweg zu dünn. Muskulös durchaus, aber ansonsten zu dünn. Wobei sich das auch nur richtig beurteilen lässt, wenn man den Hund live sieht. Dennoch sah es auf den Bildern recht extrem aus, wie die Rippen heraus standen und das finde ich nicht mehr schön oder gesund, sondern schlicht zu dünn, unabhängig von der sonstigen Bemuskelung.
Ich fand sie schlank, der eine im Stand könnte vielleicht 500g mehr auf die Wage bringen, aber wir wissen auch nicht, wie die letzten Wochen dieses Hundes ausgesehen haben oder ob er gerade gearbeitet hat, oder oder. Der eine Boxer war auch sehr sehr schlank, aber auch da steht der Hund nicht ruhig, sondern arbeitet.
Eben nicht und das meine ich mit »hungern lassen«. Ein trainierter Hund hat wie du selbst sagtest erhöhten Energiebedarf. Den kann ich aber durchaus so gering halten, dass er zwar Muskeln aufbaut, aber nichts ansetzt. Und das ist für mich dann die Tendenz zum dürr halten zusätzlich zum Training. Auch ein trainierter Hund kann eine gesunde Fettreserve haben, wenn er ausreichend gefüttert wird (und keine Parasiten o.ä. hat).
Wenn ich einen Hund habe, der alles, was er aufnimmt, sofort wieder umsetzt, dann ist da nichts mit "ausreichend gefüttert". Es gibt Leute, die packen massig Fett und Kohlenhydrate auf den jungen Hund, trotzdem nimmt er nicht gut zu.
Bei meiner Hündin merkt man nicht, wie viel sie gefressen hat. Bei meinem Yorkimix siehst du es am nächsten Tag sofort...
Ich finde es sehr schwer, sowas zu beurteilen, wenn man einen Hund nicht kennt und nur kleine Bildchen sieht.

*urgs*
Danke, auf sowas wollte ich hinaus, als ich sagte, dass auch der gesunden Bemuskelung nach oben Grenzen gesetzt sind. Das ist nicht mehr nur nicht schön, das ist übertrieben und m.E. ungesund. Dem Hund ein solches Maß an Muskulatur anzutrainieren muss ein Training gekostet haben, das für den Hund sicher nicht angenehm war. Wenn hier nicht sogar »nachgeholfen« wurde, auch wenn das mit den Steroiden eigentlich ein Scherz war. Ich ging nicht davon aus, dass es Hunde gibt, auf die das zutreffen könnte :eusa_eh:.
Ist tatsächlich sehr ungesund, hat aber mit Steroiden nichts zu tun. Es handelt sich dabei um einen Whippet, der von einem Gendeffekt betroffen ist: Myostation Mutation.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #133
Das war ein Scherz, wieso versteht niemand meinen Humor :lol:. Mir ging es um diese extremen Versionen, die nur noch sehnig und überproportional muskelbepackt sind. Muskeln im Unverstand sind auch nicht gesund, eben aus genannten Gründen. Was macht so ein Hund, wenn er mal Durchfall hat? Der fällt ohne jegliche Reserve ja fast ins Koma...


Durchfall ist relativ selten, aber selbst wenn der Hund mal 2-3 Tage Durchfall ist das nicht schlimm.
Meine lagen wegen 2-3 Tage Durchfall jedenfalls noch nicht im Koma.


Schlank durchaus, aber zwischen schlank und dürr ist für mich ein Unterschied. Beim Mensch gab es mal diese schöne Untersuchung, dass Leute mit Untergewicht tatsächlich auf lange Sicht ungesünder sind als Leute mit leichtem Übergewicht. Hab das damals in einer Reportage gesehen, finde aber leider online keinen Artikel dazu :?. Da reden wir aber natürlich nicht von krankhaftem Übergewicht, sondern eher von »Tendenzen«.


Schlank und dürr sind subjektives Empfinden, aber die Fakten zwecks Leistung sprechen für sich.
Meine Hunde bringen in dem für dich „dürren“ Zustand wesentlich bessere Leistung als
wenn sie 2-3kg mehr hätten.


Ich gehöre zu den Leute, wo man es als leicht untergewichtig bezeichnen kann, jedoch fühl ich mich als könnte ich Bäume ausreißen. Ich möchte auch kein leichtes Übergewicht oder 2-3 kg mehr auf denn Rippen, damit fühl ich mich einfach nicht wohl.






Wie das „Nutzungsverhalten“ bei den Deckrüden im VDH ist kann ich nicht beurteilen,
beim Pit nimmt man den der einem gefällt und der wird meist nach Leistung gewertet.
Klar gibt es auch Leute die rein auf Stammbaum züchten, ohne das der Hund je gearbeitet hat, wird aber meist nur von denen gemacht die man im VDH mit den Showhundezüchtern gleich stellen kann.


Dem möchte ich nicht einmal widersprechen. M.E. decken viele Rüden (wie Hündinnen) viel zu jung, bevor sie überhaupt wissen, ob sie Fisch oder Fleisch sind. Ich habe mir auch schon von Züchtern berichten lassen, die ihren Deckrüden wieder eingepackt haben, als sie zum Treffen kamen und erfuhren, dass die Hündin gerade mal ihre erste oder zweite Läufigkeit hat oO.


Ich find das sehr gut, wenn ein Deckrüdenbesitzer wieder geht wenn ihm die Hündin zu jung ist.
Ab 3 Jahre find ich das bei Hündinnen schon ok, die müssen ja auch erst mal Leistung bringen.










Das war ja auch meine Frage, nur damit wir von »demselben Alter« sprechen, wenn man so will. Eine deutsche Dogge in dem Alter wäre heutzutage schon fast ein Wunder....
Ein Pit wird zw. 12-16 Jahr alt, oder älter.




Zum ersten Punkt: Da wäre es interessant, wenn es wirklich mal eine Untersuchung dazu gäbe, welches Alter von Hund, welches Genmaterial usw. die gesündesten Nachkommen zeugt. Das wäre für die Zucht allgemein sicher sehr von Interesse, schade dass es scheinbar nichts in dieser Richtung gibt.
Zum zweiten Punkt: Ich habe es bisher nur anders herum erlebt, dass Rüdenhalter mit Hunden in dem Alter (also ab 6 Jahre) dann meinten, er sei bisher noch nicht eingesetzt worden, also machen sie es gar nicht mehr. Keine Ahnung, ob das dann Frust oder was anderes ist, aber ich habe tatsächlich noch keinen Deckrüden über 5/6 Jahre gesehen. Bzw. keinen, der zuvor noch nicht gedeckt hat.


Zum ersten Punkt: Ja wäre interessant, aber aus den Würfen die ich kenne waren keine Mutationen bei und die Hunde hatten mehr lass genug vom Vater. Allerdings weiß man nicht wie er in jungen Jahren vererbt hätte.
Zum zweiten Punkt: Die Rüden die ich kenne, hatten vorher einfach keine Zeit dazu und durften so halt ihre Rente genießen.


Bei welchem Ausgangsgewicht? Ich möchte behaupten, dass ein Jack Russel mit 2kg zu viel schon massiv Probleme hat, während das einem Neufi oder Landseer mehr oder minder egal sein dürfte :lol:.
Wobei es mir vorwiegend darum ging, dass es Definitionssache ist. Was du als 2kg zu viel definierst mag für mich das Normalgewicht sein (vermute ich mal anhand der gezeigten Bilder). Ich fand dafür die Malis auf den Bildern durchweg zu dünn. Muskulös durchaus, aber ansonsten zu dünn. Wobei sich das auch nur richtig beurteilen lässt, wenn man den Hund live sieht. Dennoch sah es auf den Bildern recht extrem aus, wie die Rippen heraus standen und das finde ich nicht mehr schön oder gesund, sondern schlicht zu dünn, unabhängig von der sonstigen Bemuskelung.


Ausgangsgewicht wäre bei 21kg, aber dafür muss ich sehr hart arbeiten und das ist es einfach nicht wert, wenn der Hund keine 5-6Jahr mehr ist. Somit geb ich mich mit 23-24kg zufrieden.
Ich fühl zwar noch die Rippen, aber es ist nicht optimal und die Leistung ist auch nicht so, aber das erwarte ich auch nicht mehr. Das müssen jetzt die anderen schaffen.


Kannst ja mal in mein Profil schauen und dir selbst ein Bild vom Zustand meiner Hunde machen.




Das ist ebenfalls Definitionssache. In welchem Regelwerk der Natur steht denn, dass man die Rippen sehen können muss? ;)


Son Regelwerk der Natur hätt ich auch gern.




Eben nicht und das meine ich mit »hungern lassen«. Ein trainierter Hund hat wie du selbst sagtest erhöhten Energiebedarf. Den kann ich aber durchaus so gering halten, dass er zwar Muskeln aufbaut, aber nichts ansetzt. Und das ist für mich dann die Tendenz zum dürr halten zusätzlich zum Training. Auch ein trainierter Hund kann eine gesunde Fettreserve haben, wenn er ausreichend gefüttert wird (und keine Parasiten o.ä. hat).


Muskeln werden genauso als Reserven wie Fett behandelt. Ein niedriger Körperfettanteil heißt noch lang nicht das man keine Reserven hat. Beim Menschen kann man den Körperfettanteil messen, wäre toll wenn das auch beim Hund ginge. Meine Hunde bekommen mehr als, da sie halt aktiv sind und nicht nur mageres Fleisch, sonder auch ordentlich Fett. Der Energiebedarf muss gedeckt sein und das nicht nur grade so. Ich fütter nicht nach aussehen, sondern wie gut die Hunde drauf sind.
Es geht auch nichts ums Muskeln aufbauen, es ist einfach völlig egal wie die Hunde aussehen, nur das Ergebnis ist entscheidend. Wenn das er Ergebnis bei den Hunden mit entschichtbaren Rippen besser ist, dann ist das eben so.


Ich hoffe mal, das war keine Ironie? :mrgreen:
Also ich bin völlig entspannt, auch wenn ich glaube, dass wir vll ein wenig aneinander vorbei reden?


Ich hab das ernst gemeint, es macht echt Spaß mit euch zu schreiben und auch wenn du einen etwas anderen Standpunkt vertrittst bleibst du fair und sachlich. Find ich klasse, genau so gern lese ich die Beiträge von exe.


Suno, sehr schön gesagt :)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Hab jetzt mal die letzten 3 Wettbewerbe verglichen.
Hund hatte beim ersten Wettkampf 19kg, Rippen nicht zu sehen, aber gut bemuskelt.
Beim zweiten Wettkampf 18,5kg auch gut bemuskelt, Rippen leicht sichtbar
und beim dritten 17,5kg gut bemuskelt und Rippen alle sichtbar.

Je nach Sportart war eine Steigerung von 10-20% zu erkennen, bei einer Sportart sogar 58%.
Es wurde alles in cm und kg notiert, daher ist ein sehr guter Vergleich möglich.
Das ist es was mich überzeugt das ein Hund wo alle Rippen sichtbar sind, bessere Leistung bringt.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #134
Durchfall ist relativ selten, aber selbst wenn der Hund mal 2-3 Tage Durchfall ist das nicht schlimm.
Meine lagen wegen 2-3 Tage Durchfall jedenfalls noch nicht im Koma.





Schlank und dürr sind subjektives Empfinden, aber die Fakten zwecks Leistung sprechen für sich.
Meine Hunde bringen in dem für dich „dürren“ Zustand wesentlich bessere Leistung als
wenn sie 2-3kg mehr hätten.


Ich gehöre zu den Leute, wo man es als leicht untergewichtig bezeichnen kann, jedoch fühl ich mich als könnte ich Bäume ausreißen. Ich möchte auch kein leichtes Übergewicht oder 2-3 kg mehr auf denn Rippen, damit fühl ich mich einfach nicht wohl.






Wie das „Nutzungsverhalten“ bei den Deckrüden im VDH ist kann ich nicht beurteilen,
beim Pit nimmt man den der einem gefällt und der wird meist nach Leistung gewertet.
Klar gibt es auch Leute die rein auf Stammbaum züchten, ohne das der Hund je gearbeitet hat, wird aber meist nur von denen gemacht die man im VDH mit den Showhundezüchtern gleich stellen kann.





Ich find das sehr gut, wenn ein Deckrüdenbesitzer wieder geht wenn ihm die Hündin zu jung ist.
Ab 3 Jahre find ich das bei Hündinnen schon ok, die müssen ja auch erst mal Leistung bringen.











Ein Pit wird zw. 12-16 Jahr alt, oder älter.







Zum ersten Punkt: Ja wäre interessant, aber aus den Würfen die ich kenne waren keine Mutationen bei und die Hunde hatten mehr lass genug vom Vater. Allerdings weiß man nicht wie er in jungen Jahren vererbt hätte.
Zum zweiten Punkt: Die Rüden die ich kenne, hatten vorher einfach keine Zeit dazu und durften so halt ihre Rente genießen.





Ausgangsgewicht wäre bei 21kg, aber dafür muss ich sehr hart arbeiten und das ist es einfach nicht wert, wenn der Hund keine 5-6Jahr mehr ist. Somit geb ich mich mit 23-24kg zufrieden.
Ich fühl zwar noch die Rippen, aber es ist nicht optimal und die Leistung ist auch nicht so, aber das erwarte ich auch nicht mehr. Das müssen jetzt die anderen schaffen.


Kannst ja mal in mein Profil schauen und dir selbst ein Bild vom Zustand meiner Hunde machen.







Son Regelwerk der Natur hätt ich auch gern.







Muskeln werden genauso als Reserven wie Fett behandelt. Ein niedriger Körperfettanteil heißt noch lang nicht das man keine Reserven hat. Beim Menschen kann man den Körperfettanteil messen, wäre toll wenn das auch beim Hund ginge. Meine Hunde bekommen mehr als, da sie halt aktiv sind und nicht nur mageres Fleisch, sonder auch ordentlich Fett. Der Energiebedarf muss gedeckt sein und das nicht nur grade so. Ich fütter nicht nach aussehen, sondern wie gut die Hunde drauf sind.
Es geht auch nichts ums Muskeln aufbauen, es ist einfach völlig egal wie die Hunde aussehen, nur das Ergebnis ist entscheidend. Wenn das er Ergebnis bei den Hunden mit entschichtbaren Rippen besser ist, dann ist das eben so.





Ich hab das ernst gemeint, es macht echt Spaß mit euch zu schreiben und auch wenn du einen etwas anderen Standpunkt vertrittst bleibst du fair und sachlich. Find ich klasse, genau so gern lese ich die Beiträge von exe.


Suno, sehr schön gesagt :)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Hab jetzt mal die letzten 3 Wettbewerbe verglichen.
Hund hatte beim ersten Wettkampf 19kg, Rippen nicht zu sehen, aber gut bemuskelt.
Beim zweiten Wettkampf 18,5kg auch gut bemuskelt, Rippen leicht sichtbar
und beim dritten 17,5kg gut bemuskelt und Rippen alle sichtbar.

Je nach Sportart war eine Steigerung von 10-20% zu erkennen, bei einer Sportart sogar 58%.
Es wurde alles in cm und kg notiert, daher ist ein sehr guter Vergleich möglich.
Das ist es was mich überzeugt das ein Hund wo alle Rippen sichtbar sind, bessere Leistung bringt.


Sicher das das am Gewichtsverlust und nicht einfach am Training liegt? Man verbessert sich ja auch, soll es bei Hunden zumindest geben.

Ich war früher dünn und hab kein Sport gemacht hab daher kaum Leistung zeigen können. Jetzt bin ich schwere, mache Sport und bin ziemlich gut und nun?
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #135
Meine Borders sind auch eher sehr schlank.
Durchs Fell wirken sie dicker.
Man fühlt deutlich die Rippen, aber sind auch nicht dürr.
Sie machen Leistungssport und da achte ich genau aufs Gewicht.
Mein Aussie ist schlank, ob da 200g mehr/weniger ist mir egal.
Sollten sie krank sein oder so, fallen sie trotzdem nicht von den Rippen.
Aber bisher hatte ich eigentlich auch noch nicht, dass sie großartig krank
waren...
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #136
Off-Topic
Damit keine Verwunderung aufkommt: Exe's Post war aus irgendeinem Grund doppelt, hab daher eine Version gelöscht. Keine Sorge, ich hab nix unterschlagen :mrgreen:.


Gute Frage - und ich bin ehrlich, das ist ein Thema wo ich nicht SO bewandert bin, dass ich da große Sprüche klopfen will. Weiß aber, dass es auch bei trainierten, "dürren" Hunden so ist, dass sie nicht sofort ins Koma fallen. ;) Vielleicht sind die Hunde sogar fitter, weil der Körper trainierter ist? Das wäre eine Frage, die ich gern von einem Sportmediziner o. Ä. beantwortet haben würde.
Dazu kann ich nur sagen, was ich von einem menschlichen Sportler weiß, der viel Krafttraining macht und auch an Hindernisläufen und Co. teilnimmt: Er meinte, wenn er einmal krank ist oder aus anderem Grund mehr Belastung auf den Körper hat, aber nicht gleich viele oder entsprechend mehr Kalorien zu sich nimmt, nimmt seine Leistungskraft sofort ab. Wenn er einmal nicht genug Kalorien zu sich nimmt (der trinkt auch Eiweißmischungen, selbst gemacht, usw.) nimmt er sofort ab, fühlt sich schlapp. Daher würde mich nicht wundern, wenn so ein doch sehr dünner Hund schnell angeschlagen ist, wenn er erstmal eine Krankheit hat.
Ich will aber auch nicht leugnen, dass bei Hunden wie bei Menschen die robuster zu sein scheinen, die eben sportlicher sind, sich mehr an der frischen Luft bewegen usw.. Nur wenn man halt doch mal was einfängt, scheint es schneller die Substanz anzugreifen.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Übergewicht durchaus schnell auf die Leistungsfähigkeit geht, von Magersüchtigen weiß ich aber auch, dass es in die andere Richtung auch sehr schnell schädlich sein kann. Die gesunde Mitte ist eben erstrebenswert, wie immer ;).

Nur habe ich wohl eine andere Definition von "schlanken" Hunden.
Ich finde es sehr schwer, sowas zu beurteilen, wenn man einen Hund nicht kennt und nur kleine Bildchen sieht.
Eben das meinte ich ;). Mir sind diese Hunde eben zu dünn. Übrigens finde ich den Hund auf dem von dir gezeigten Bild auch schön und nicht dürr, deswegen sagte ich auch, dass man den Hund eben nicht nur anhand eines kleinen Bildausschnittes beurteilen kann. Bei meinem Max hat man im Rennen und Strecken die Rippen auch gesehen und ich wette, man würde sie bei Leo ohne das Fell auch sehen. Nur wenn der Hund steht und normal atmet sollten die Rippen nicht sichtbar sein oder sogar hervorstechen, den Eindruck hatte ich halt bei den Hunden auch den Bildern teilweise.


Es nützt weder dem Betreiber, noch dem Züchter etwas, da falsche Angaben zu machen.
Bei einem seriösen Portal mit eigenen Eintragungen sicher. Uns wurde damals aber gesagt, dass man ja nur »Wissen« sammeln wolle oder so ähnlich, dass da falsche Dinge bei waren hat aus irgendeinem Grund keinen gekümmert...
In dem Fall glaube ich durchaus, dass die Angaben stimmen. Nur hatte ich wegen der Erfahrung halt gefragt, ob die Eintragungen da von irgendwem oder vom Halter gemacht werden.


Zu den Landseern: Danke, dass du das rausgesucht hast. Dann hatte ich es doch nicht mehr ganz falsch im Kopf. Da geht es halt zum größten Teil nur um das Aussehen, aber wie du schon sagtest: Für die, die wollen, ist die Hürde nicht sonderlich groß und daher m.E. auch die Auslese nicht. Da kommt jeder hübsche Hund durch, überspitzt gesagt (es gehen zum Röntgen übrigens viele zum »richtigen« TA für »gute« Bilder, das will ich aber nicht öffentlich ausdiskutieren ;)).


Sportler haben ihre Hunde, weil sie Hundesport machen wollen oder weil sie durch die Hunde zum Hundesport gekommen sind, da wird der Hund sowieso gründlich untersucht, so eine Zuchtschau ist eine nette Gelegenheit auch mal andere Hunde arbeiten zu sehen, man lässt seinen Hund auf Arbeitsanlagen überprüfen (um damit beim nächsten Stammtisch anzugeben :p), guckt sich nach einem Nachfolger um, etc. - es wird sich häufig viel gründlicher mit Stammbäumen, Vererbung, verschiedenen Linien auseinandergesetzt, als ein "Familienhundehalter" es tut. Meiner Erfahrung nach.
Dass man eher danach schaut als als Familienhundhalter glaube ich gerne. Leider hab ich auch im Sport viele erlebt, die keine Zuchtambitionen hatten und dann auch wieder keinerlei Untersuchungen gemacht haben. Ich wurde auch doof angeschaut, warum ich meinen Mischling denn untersuchen lasse – bringt doch nix. Für mich bringt es durchaus was und ich halte grundlegende Untersuchungen (von Rasse zu Rasse ja durchaus verschieden) für jeden Hund für sinnvoll.


Da würde eine gescheite Fortbildung der Züchter eher was helfen, denke ich.
Das denke ich in vielen Dingen. Ein weitergebildeter Züchter ist m.E. einiges wert, leider aber auch selten – wieder nur persönliche Erfahrung.


Sehr seltsam, echt. Wenn diesen Rüdenhalter nun jemand anrunft und fragt, ob er seine Hündin decken lassen könnte - dann hat er kein Interesse mehr?!
Scheinbar ja *schulterzuck*. Manche haben die Hunde wohl auch ganz rausnehmen lassen als nicht mehr verfügbar...

Es gibt Leute, die packen massig Fett und Kohlenhydrate auf den jungen Hund, trotzdem nimmt er nicht gut zu.
Das gibt es sicher, wir haben ja auch solche User hier. Ich habe nur leider die Erfahrung in die andere Richtung gemacht, daher auch der Bezug zum IPO (damals noch VPG), der mir in den Sinn kam. Dort war es üblich, dass der Hund trotz Mehrbelastung an der Untergrenze der Fütterungsempfehlung gehalten wurde, dass es vor dem Training oder Prüfungen kein Futter gab (währenddessen übrigens auch nicht) und vieles mehr. Es gibt einen Grund, dass ich nicht mehr in dem Sport bin ;).


Ist tatsächlich sehr ungesund, hat aber mit Steroiden nichts zu tun. Es handelt sich dabei um einen Whippet, der von einem Gendeffekt betroffen ist: Myostation Mutation.
Aaaah, danke. Ich wusste doch, dass da was war. Davon hab ich auch erst einmal gehört, hat mir ein Whippethalter hier erzählt, hatte ich aber schon wieder total vergessen :uups:.

Es nutzt überhaupt Nichts, sich ein arbeits- genetisch einwandfreies und allen Voraussetzungen zu einem perfekten Arbeitstier entsprechendem Hund an zu schaffen - wenn man ihm in Aufwand und Nutzung nicht gerecht wird.
Danke suno, da hast du natürlich vollkommen recht. Wenn ich einen Sofahund für ein paar schöne Spaziergänge möchte werde ich kaum einen Hund suchen, der in dem Maße Training braucht, wie wir hier darüber sprechen. Andererseits braucht jeder Hund Auslastung und kein Hund sollte so eine Kugel sein wie der USA-Dackel mit seinen 70 Pfund :silence:. Ich finde das durchaus für jeden Hundehalter mal interessant, denn es gibt wirklich viel zu viele dicke Tiere und auf der anderen Seite machen sich sicher viele immer wieder Gedanken, was denn nun eine gesunde Figur für ihren Hund wäre. Wobei es da sicherlich Spielraum in beide Richtungen gibt, was man sowohl als angemessen empfindet, als auch in welchem Bereich der Hund fit ist. Bei einem Hund mit 60 Kilo wird man den Unterschied mit 100g mehr oder weniger sicher nicht merken, bei einem Kleinhund durchaus.


Durchfall ist relativ selten, aber selbst wenn der Hund mal 2-3 Tage Durchfall ist das nicht schlimm.
Meine lagen wegen 2-3 Tage Durchfall jedenfalls noch nicht im Koma.
War auch überspitzt formuliert ;). Aber der Hund kann durchaus mal krank werden und da frage ich mich, ob ein Hund mit so wenig Fettreserve da nicht ein Problem bekommt. Was du weiter unten ansprichst stimmt schon, der Hund greift dann seine Muskulatur als Reserve an, das ist ja aber nicht gewünscht und auch nicht in derselben Form ein Ausgleich.


Schlank und dürr sind subjektives Empfinden, aber die Fakten zwecks Leistung sprechen für sich.
Meine Hunde bringen in dem für dich „dürren“ Zustand wesentlich bessere Leistung als
wenn sie 2-3kg mehr hätten.
Das ist dann wohl wirklich subjektive Erfahrung. Wenn meiner mal ein paar Tage schlicht frisst und abnimmt hat er nicht nur miserable Laune, er will auch nicht mehr laufen, nichts üben, keine Denkspiele machen usw.. Bei ihm leidet die Leistungsfähigkeit darunter durchaus und er ist wie gesagt von Natur aus nicht so dünn wie die Hunde auf den Bildern.

Ich hab das ernst gemeint, es macht echt Spaß mit euch zu schreiben und auch wenn du einen etwas anderen Standpunkt vertrittst bleibst du fair und sachlich. Find ich klasse, genau so gern lese ich die Beiträge von exe.
Vielen Dank, das Kompliment kann ich hier nur an alle zurück geben :D.

Hab jetzt mal die letzten 3 Wettbewerbe verglichen.
Hund hatte beim ersten Wettkampf 19kg, Rippen nicht zu sehen, aber gut bemuskelt.
Beim zweiten Wettkampf 18,5kg auch gut bemuskelt, Rippen leicht sichtbar
und beim dritten 17,5kg gut bemuskelt und Rippen alle sichtbar.

Je nach Sportart war eine Steigerung von 10-20% zu erkennen, bei einer Sportart sogar 58%.
Es wurde alles in cm und kg notiert, daher ist ein sehr guter Vergleich möglich.
Das ist es was mich überzeugt das ein Hund wo alle Rippen sichtbar sind, bessere Leistung bringt.
Sorry, ich steh gerade aufm Schlauch: Welchen Wettbewerb meinst du?
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #137
Sicher das das am Gewichtsverlust und nicht einfach am Training liegt? Man verbessert sich ja auch, soll es bei Hunden zumindest geben.

Ich war früher dünn und hab kein Sport gemacht hab daher kaum Leistung zeigen können. Jetzt bin ich schwere, mache Sport und bin ziemlich gut und nun?

Gewichtsverlust würd ich nicht sagen, das würde ja heißen weil man abnimmt schafft man mehr, das ist nicht der Fall.
Bei gleichem Training und hoher Energiezufuhr ist eine schlankere und gut bemuskelte Figur vorteilhafter.

Da du im kräftigeren Zustand mehr machst ist es klar dass du fitter bist als im schlanken.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #138
Gewichtsverlust würd ich nicht sagen, das würde ja heißen weil man abnimmt schafft man mehr, das ist nicht der Fall.
Bei gleichem Training und hoher Energiezufuhr ist eine schlankere und gut bemuskelte Figur vorteilhafter.

Da du im kräftigeren Zustand mehr machst ist es klar dass du fitter bist als im schlanken.

Richtig. Und wenn man trainiert und trainiert und trainiert und dabei als Bonus noch ne gute (oder zu dünne) Version von sich schafft dann ist man auch fitter wie vorher, liegt dann ja aber am Training und nicht am Gewicht. ;) Also ist es nicht automatisch besser so ein Gerippe als Hund zu haben. :eusa_think:
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #139
Mein Biowissen zur Ernährung/Verbrennung ist miserabel, aber: Wenn ich einen Hund habe, der 20kg wiegt und 1400 kcal/Tag (fiktiv) benötigt um sein Gewicht zu halten... würde dieser Hund mit 22kg nicht - körperlich - mehr leisten müssen? Bei gleicher Arbeit?
Wenn ich dann einen Sport habe, wo die Hunde an ihre Grenzen gehen, denke ich schon, dass die 0%-Körperfett-Hunde besser abschneiden könnten... einfach, weil der Energieaufwand niedriger ist.

Wenn ich dummes Zeug erzählt habe, sagt es mir bitte. :004:
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #140
einfach, weil der Energieaufwand niedriger ist.
Bei kleinen Gewichtsunterschieden macht sich das kaum bemerkbar, weil der Energiebedarf nicht nach Gewicht, sondern nach der Stoffwechselmasse gerechnet wird. Deswegen brauchen kleine Hunde verhältnismäßig mehr Energie.
Annäherungsweise rechnet man mit 0,5 MJ/kg KM^0,75/Tag an Bedarf, wobei das wieder in Abhängigkeit zum Futter und seinen anderen Gehalten steht.
Übrigens wiegen Muskeln mehr als Fett, sodass das relativ leicht für den Hund zu tragen sein müsste, abgesehen davon würde mehr Gewicht zwar auch etwas mehr Belastung bedeuten, aber hätte er dann bei gleichem Training nicht aufgrund dessen automatisch mehr Muskelaufbau?
 
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