Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum?

Diskutiere Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? im Hunderassen Forum im Bereich Hunde Forum; Ist auch teilweise bei meinen Hunden so fast immer der Fall, jedenfalls in den wärmeren Monaten. Die steh rum und man kann Rippen zählen, aber...
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #141
Eben das meinte ich ;). Mir sind diese Hunde eben zu dünn. Übrigens finde ich den Hund auf dem von dir gezeigten Bild auch schön und nicht dürr, deswegen sagte ich auch, dass man den Hund eben nicht nur anhand eines kleinen Bildausschnittes beurteilen kann. Bei meinem Max hat man im Rennen und Strecken die Rippen auch gesehen und ich wette, man würde sie bei Leo ohne das Fell auch sehen. Nur wenn der Hund steht und normal atmet sollten die Rippen nicht sichtbar sein oder sogar hervorstechen, den Eindruck hatte ich halt bei den Hunden auch den Bildern teilweise.


Ist auch teilweise bei meinen Hunden so fast immer der Fall, jedenfalls in den wärmeren Monaten. Die steh rum und man kann Rippen zählen, aber für mich ist das nicht entscheidend. Sie bekommen so viel Energie wie der Sport verlangt, auch mehr, dennoch sieht man immer die Rippen und das passt dann auch mit der Leistung.


Dass man eher danach schaut als als Familienhundhalter glaube ich gerne. Leider hab ich auch im Sport viele erlebt, die keine Zuchtambitionen hatten und dann auch wieder keinerlei Untersuchungen gemacht haben. Ich wurde auch doof angeschaut, warum ich meinen Mischling denn untersuchen lasse – bringt doch nix. Für mich bringt es durchaus was und ich halte grundlegende Untersuchungen (von Rasse zu Rasse ja durchaus verschieden) für jeden Hund für sinnvoll.


Ein Hund der Sport macht sollte untersucht werden, grade wenn es um körperlich anstrengenden Sport geht.


Dort war es üblich, dass der Hund trotz Mehrbelastung an der Untergrenze der Fütterungsempfehlung gehalten wurde, dass es vor dem Training oder Prüfungen kein Futter gab (währenddessen übrigens auch nicht) und vieles mehr. Es gibt einen Grund, dass ich nicht mehr in dem Sport bin ;).


Vor der Prüfung/Wettkampf hätte ich auch wegen Magendrehung angst. Ich füttere zwar frühs, aber nur wenig (ca. 3-4Stunden vor dem Start), dafür kommt die fehlende Menge aber auf die Abendmahlzeit drauf. Während des Wettkampfs gibt es Leckerlis und Wasser, aber die normalen Mahlzeiten sind morgens und abends, gibt auch Leute die nur am Abend füttern.


War auch überspitzt formuliert ;). Aber der Hund kann durchaus mal krank werden und da frage ich mich, ob ein Hund mit so wenig Fettreserve da nicht ein Problem bekommt. Was du weiter unten ansprichst stimmt schon, der Hund greift dann seine Muskulatur als Reserve an, das ist ja aber nicht gewünscht und auch nicht in derselben Form ein Ausgleich.


Weiß ich doch ;) Nein, da gibt es keine Probleme. Hunde die kurz vorm Wettkampf stehen und einen Darmverschluss haben (weil mal wieder was gefressen was nicht in den Hund gehört) wurden operiert und es ging auch wunderbar. Oder einer wurde mal zusammengebissen wirklich lebensgefährlich und trotz Trainingszustand hat er alles gut überstanden.
Die Reserven sind dennoch da, das sie auch schlimmere Sachen packen.


Das ist dann wohl wirklich subjektive Erfahrung. Wenn meiner mal ein paar Tage schlicht frisst und abnimmt hat er nicht nur miserable Laune, er will auch nicht mehr laufen, nichts üben, keine Denkspiele machen usw.. Bei ihm leidet die Leistungsfähigkeit darunter durchaus und er ist wie gesagt von Natur aus nicht so dünn wie die Hunde auf den Bildern.

Ja, wenn unsere zu wenig Energie haben, weil gekotzt oder sonst was, sind sie auch nicht leistungsfähig. Daher ist es für mich sehr wichtig das die Energiezufuhr stimmt.


Sorry, ich steh gerade aufm Schlauch: Welchen Wettbewerb meinst du?

Schau mal auf mein Profil, da sind die Hunde beim Sport.
Wir haben Weitsprung, Hochsprung, Hürdensprung, Wandklettern, rennen und einige Arten an Gewichtsziehen (ohne Beute).

Und wenn bei gleichen Training der Hund mehr Leistung im schlanken Zustand bringt, ist es für mich schon aussagekräftig.


Bei kleinen Gewichtsunterschieden macht sich das kaum bemerkbar, weil der Energiebedarf nicht nach Gewicht, sondern nach der Stoffwechselmasse gerechnet wird. Deswegen brauchen kleine Hunde verhältnismäßig mehr Energie.
Annäherungsweise rechnet man mit 0,5 MJ/kg KM^0,75/Tag an Bedarf, wobei das wieder in Abhängigkeit zum Futter und seinen anderen Gehalten steht.
Übrigens wiegen Muskeln mehr als Fett, sodass das relativ leicht für den Hund zu tragen sein müsste, abgesehen davon würde mehr Gewicht zwar auch etwas mehr Belastung bedeuten, aber hätte er dann bei gleichem Training nicht aufgrund dessen automatisch mehr Muskelaufbau?


Nur weil der Hund mehr wiegt, baut er nicht mehr Muskeln auf. Muskeln sollen ja auch nur soweit aufgebaut werden, wie sie benötigt werden. Überflüssiges Gewicht schwächt die Leistung.
Meine Hunde haben im Winter ca. 3kg mehr drauf als im Sommer und man sieht die Rippen nicht mehr. Was im Schnitt 18% mehr Gewicht bedeutet. Bei einem schlanken Menschen von 50-70 kg (je mach Frau oder Mann) sind das 9-13kg. Ich würde mich unwohl fühlen eine solche Mehrbelastung mit mir rumzuschleppen und gesund ist das auch nicht, das würde sogar ein Arzt bestätigen.


Richtig. Und wenn man trainiert und trainiert und trainiert und dabei als Bonus noch ne gute (oder zu dünne) Version von sich schafft dann ist man auch fitter wie vorher, liegt dann ja aber am Training und nicht am Gewicht. ;) Also ist es nicht automatisch besser so ein Gerippe als Hund zu haben. :eusa_think:

Genau, nur dünn bringt ohne Training nichts. Aber dünn und trainiert ist besser als mehr auf der Hüfte und trainiert.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum?

Anzeige

  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #142
Vor der Prüfung/Wettkampf hätte ich auch wegen Magendrehung angst. Ich füttere zwar frühs, aber nur wenig (ca. 3-4Stunden vor dem Start), dafür kommt die fehlende Menge aber auf die Abendmahlzeit drauf. Während des Wettkampfs gibt es Leckerlis und Wasser, aber die normalen Mahlzeiten sind morgens und abends, gibt auch Leute die nur am Abend füttern.
Kommt drauf an, welchen Sport man macht. Vor einer Fährte hätte ich keinen Schmerz, den Hund zu füttern, vor einem Agi-Turnier schon eher. Wobei wir schon mal wo besprochen hatten, dass es einen Grund gibt, warum die meisten Drehungen im Schlaf passieren: Es ist nicht das Gewicht, sondern im Magen aufsteigende Luft, die diesen dreht. Von daher dürfte es sogar wenig Unterschied machen, wobei ich da durchaus auf Nummer sicher gehen würde.
Mir ging es gar nicht darum, ob der Hund einmal, zweimal oder zehnmal am Tag Futter bekommt, solange er die ausreichende Menge bekommt. Die Hunde, die ich meine, wurden wirklich NICHT gefüttert, also gar nicht. Nicht reduziert oder zu anderer Zeit als sonst, sondern ein oder zwei Tage vorher einfach gar nicht. Sollte die Motivation steigern :eusa_eh:.


Weiß ich doch ;) Nein, da gibt es keine Probleme. Hunde die kurz vorm Wettkampf stehen und einen Darmverschluss haben (weil mal wieder was gefressen was nicht in den Hund gehört) wurden operiert und es ging auch wunderbar. Oder einer wurde mal zusammengebissen wirklich lebensgefährlich und trotz Trainingszustand hat er alles gut überstanden.
Die Reserven sind dennoch da, das sie auch schlimmere Sachen packen.
Überstehen sicherlich. Aber der Hund baut ja massiv Muskelmasse ab, wenn kein Fett da ist. Fett baut sich langsamer ab und liefert mehr Energie als Muskelmasse, die sich schneller abbaut (im Falle von Diät/Krankheit). Gilt natürlich nur dann, wenn die Muskulatur nicht beansprucht wird, wenn aber nichts da ist, der Körper aber was braucht, nimmt er dennoch die Muskulatur. Und den Abbau von Muskelmasse merkst du im Gegensatz zu dem von Fett, da können Schwindel, Übelkeit und Kreislaufprobleme auftreten. Darum würde ich bevorzugen, wenn mein Hund von ein paar kleinen Fettreserven zehrt und nicht von Muskelmasse. Immerhin will ich ja auch nicht, dass bei jeder Kleinigkeit gleich die antrainierte Muskelmasse drunter leidet.


Schau mal auf mein Profil, da sind die Hunde beim Sport.
Wir haben Weitsprung, Hochsprung, Hürdensprung, Wandklettern, rennen und einige Arten an Gewichtsziehen (ohne Beute).

Und wenn bei gleichen Training der Hund mehr Leistung im schlanken Zustand bringt, ist es für mich schon aussagekräftig.
Aaaah, danke. Aber wie hast du denn da die Prozente berechnet? Einfach nach der Zeit/dem gezogenen Gewicht?
Wobei ich mich da dem Einwand von Smoothie anschließe, dass es nicht zwangsläufig der Gewichtsverlust sein muss, sondern auch das Training sein kann.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #143
Es mag ja sein, dass alle extremsportler 0% Körperfett haben und nur Muskelmasse. Aber da ist es auch fraglich, wie gesund das ist. Ich würde meinen Hund nie zum Spaß so sehr drillen, dass es gesundheitsschädlich ist.
Ich bin kein Experte, aber gar keine Fettreserven zu haben, kann einfach weder für Mensch noch Tier gesund sein.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #144
Frauen ohne Fettreserve sind unfruchtbar oder erleiden Fehlgeburten, denkt mal darüber nach...
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #145
Kommt drauf an, welchen Sport man macht. Vor einer Fährte hätte ich keinen Schmerz, den Hund zu füttern, vor einem Agi-Turnier schon eher. Wobei wir schon mal wo besprochen hatten, dass es einen Grund gibt, warum die meisten Drehungen im Schlaf passieren: Es ist nicht das Gewicht, sondern im Magen aufsteigende Luft, die diesen dreht. Von daher dürfte es sogar wenig Unterschied machen, wobei ich da durchaus auf Nummer sicher gehen würde.
Mir ging es gar nicht darum, ob der Hund einmal, zweimal oder zehnmal am Tag Futter bekommt, solange er die ausreichende Menge bekommt. Die Hunde, die ich meine, wurden wirklich NICHT gefüttert, also gar nicht. Nicht reduziert oder zu anderer Zeit als sonst, sondern ein oder zwei Tage vorher einfach gar nicht. Sollte die Motivation steigern :eusa_eh:.
Wenn ich meine Hunde nicht füttern würde 1-2 Tage vorher, würden sie keine oder schlechte Leistung erbringen. Wenn ich Hunger hab, hab ich auch einen Bock auf Arbeit bzw. mehre wie mein Leistungspegel sinkt. So betrachte ich das auch bei den Hunden.


Überstehen sicherlich. Aber der Hund baut ja massiv Muskelmasse ab, wenn kein Fett da ist. Fett baut sich langsamer ab und liefert mehr Energie als Muskelmasse, die sich schneller abbaut (im Falle von Diät/Krankheit). Gilt natürlich nur dann, wenn die Muskulatur nicht beansprucht wird, wenn aber nichts da ist, der Körper aber was braucht, nimmt er dennoch die Muskulatur. Und den Abbau von Muskelmasse merkst du im Gegensatz zu dem von Fett, da können Schwindel, Übelkeit und Kreislaufprobleme auftreten. Darum würde ich bevorzugen, wenn mein Hund von ein paar kleinen Fettreserven zehrt und nicht von Muskelmasse. Immerhin will ich ja auch nicht, dass bei jeder Kleinigkeit gleich die antrainierte Muskelmasse drunter leidet.

Wenn der Hund krank ist, bracht er die Muskeln nicht und kann diese ruhig als Reserven nehmen. Was auch zu bedenken ist das bei Krankheit die Futtermenge das 3-4 Fache der Trainingsmenge ist. Ein Hund der am Tag normal 500g bekommt, bekommt dann bei Krankheit 2 kg barf.
Der Hund braucht Energie für die Heilung, für den normalen Energiebedarf und er soll dann zunehmen. Deswegen sind die Mengen dann so hoch.


Aaaah, danke. Aber wie hast du denn da die Prozente berechnet? Einfach nach der Zeit/dem gezogenen Gewicht?
Wobei ich mich da dem Einwand von Smoothie anschließe, dass es nicht zwangsläufig der Gewichtsverlust sein muss, sondern auch das Training sein kann.


Zeit ist nur beim rennen interessant, bei allen anderen Sportarten kann ich es anhand von cm und kg vergleichen.
Zb. gleiches Training: in einer Saison nicht mehr als 250cm beim kletter erreicht und bei der aktuellen Saison sogar 380cm.
in den anderen Sportarten konnte ich eine konstante Verbesserung bemerken von 10-20%.

Ich stimm euch auch voll zu, nur weil man schlank ist oder abgenommen hat, ist man nicht Leistungsfähiger.
Aber bei gleichem Training ist man im schlankeren Zustand im Vorteil. Der Hund läuft 2 Tage auf Höchstleistung, da brauch er zwar genug Reserven und gute Energiezufuhr, aber bei höherem Eigengewicht geht dem Hund eher die Luft aus.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Es mag ja sein, dass alle extremsportler 0% Körperfett haben und nur Muskelmasse. Aber da ist es auch fraglich, wie gesund das ist. Ich würde meinen Hund nie zum Spaß so sehr drillen, dass es gesundheitsschädlich ist.
Ich bin kein Experte, aber gar keine Fettreserven zu haben, kann einfach weder für Mensch noch Tier gesund sein.
Von drillen spricht hier auch keiner, das will von uns keiner. Ich will auch mal wissen wie viel Körperfett meine Hunde haben, bei mir weiß ichs, aber die meisten Messgeräte sind zum Anfassen und das geht schlecht beim Hund. Ich glaub auch nicht das der Körperfettanteil bei den Hunden auf 0 ist, denke eher unter 20%.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #146
Meine Hunde hatten mal Gift gefressen.
Am Tag vorher gab es nicht viel, an dem Tag wurde ausgekost, am nächsten und übernächste gab es sehr wenig.
Obwohl sie sehr dünn sind, waren sie trotzdem fit und munter und steckten es sehr
gut weg.
Selbst der TA war begeistert.
Es wird auch extrem Fälle geben, wo es selbst mir zu dünn ist.
Aber für viele, sind meine schon zu dünn.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #147
Tolle Disskussion.. ich habs zwar erst alles überlesen aber ich werds heute Abend bei zeiten mal komplett durchlesen :clap::clap:

Um auf dem Eingangspost kurz einzugehen ich habe Gebrauchshunde und find es toll.
Wir wollten immer Familienhunde die Spass an der Arbeit haben, ganz egal welche. In unseren Nachkommen gibt es ausgebildete Therapiehunde, Jagdhundausbildung aber auch einige die den typichen Schutzdienst machen. Aber ich sage immer Sport ja Bundesleistungssieger wird er sicher nicht. Dafür gibt es genug Züchter die in der Richtung Züchten. Mich regt es auf zu sagen Show-Linie, Arbeitslinie. Kann man das bei einem Gebrauchshund nicht beides hjinbekommen? Ich will weder einen Hund der mega Arbeiten kann dem ich aber nen schild umbinden muss das er nen Riesenschnauzer ist und noch weniger brauch ich einen Hund der alleine in der Aussteöllung gehen kann, kaum noch Hund sein darf und so viel Fell hat das er im Sonner runtergeschoren werden muss weil Trimmen garnicht erst mehr möglich ist.
Aber das führt nun zu einem anderen Thema.
Wenn ich gut ausgebildete Hunde sehe egal ob fpür den Sport zuhause oder für den Dienst geht mir das Herz auf. Wenn ich auf dem Hundeplatz bin und gleich nach der ersten Trainingsstunde höre: der Hund wiegt 45 kilo den bekommst du nur mit nem Stachel unter kontrolle könnt ich kotzen...
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #148
Wenn ich meine Hunde nicht füttern würde 1-2 Tage vorher, würden sie keine oder schlechte Leistung erbringen. Wenn ich Hunger hab, hab ich auch einen Bock auf Arbeit bzw. mehre wie mein Leistungspegel sinkt. So betrachte ich das auch bei den Hunden.
Meine Rede ;). War auch gar nicht auf dich gemünzt, sondern meine Erfahrung zum Thema schlank im Sport.

Wenn der Hund krank ist, bracht er die Muskeln nicht und kann diese ruhig als Reserven nehmen. Was auch zu bedenken ist das bei Krankheit die Futtermenge das 3-4 Fache der Trainingsmenge ist. Ein Hund der am Tag normal 500g bekommt, bekommt dann bei Krankheit 2 kg barf.
Der Hund braucht Energie für die Heilung, für den normalen Energiebedarf und er soll dann zunehmen. Deswegen sind die Mengen dann so hoch.
Klingt logisch, aber kann man das umsetzen? Welcher kranke Hund frisst sogar noch mehr als zuvor? Zumal bei Durchfall häufiger kleine Portionen und Schonkost angesagt sind, wobei ich da in meinen z.B. nie genug Futter rein bekäme.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #149
Mich regt es auf zu sagen Show-Linie, Arbeitslinie.[...]
Ich will weder einen Hund der mega Arbeiten kann dem ich aber nen schild umbinden muss das er nen Riesenschnauzer ist und noch weniger brauch ich einen Hund der alleine in der Aussteöllung gehen kann, kaum noch Hund sein darf und so viel Fell hat das er im Sonner runtergeschoren werden muss weil Trimmen garnicht erst mehr möglich ist.
Mich auch, Showlinien braucht kein Mensch, genauso wenig wie "hübsche" Gebrauchshunde.
Wenn die Hunde gut aussehen, okay - aber darauf zu selektieren engt den Genpool nur unnötig ein. Was zählt ist doch das Wesen der Hunde - und bei den Arbeitshunden die Gebrauchsfähigkeit. Klar, sollte das Grundgerüst des Hundes dem Typ entsprechen, aber wenn es Abweichungen davon gibt und der Hund sonst genial ist, ist es doch wurscht, wie lang der Bart ist oder ob ein weißer Fleck am Hund ist.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #150
Meine Rede ;). War auch gar nicht auf dich gemünzt, sondern meine Erfahrung zum Thema schlank im Sport.


Klingt logisch, aber kann man das umsetzen? Welcher kranke Hund frisst sogar noch mehr als zuvor? Zumal bei Durchfall häufiger kleine Portionen und Schonkost angesagt sind, wobei ich da in meinen z.B. nie genug Futter rein bekäme.

Dann sind wir uns wieder mal einig :mrgreen:

Hab ich schon mehrfach gesehen, das bei Krankeit so verfahren wurde. Bei Durchfall und Erbrechen nicht, da wird dann wegen Dehydrationsgefahr eher eine Infusion gelegt.

Infusion lass ich auch machen wenn mir Durchfall oder Erbrechen zustark vorkommt, ob der Hund im Sommer dünn oder im Winter dick ist, das ist egal.
Kam bis jetzt nur einmal vor, Hund war dick und ende vom Lied war eine OP. Mit Durchfall und Erbrechen (zusammen), oder Futterverweigerung ist nicht zu spassen.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #151
Man darf sich ja auch mal einig sein, auch wenn es der Diskussion schadet :mrgreen:.

Dass der Bedarf steigt leuchtet mir ein, aber ich hab wirklich noch nicht erlebt, dass da jemand so viel mehr in den Hund rein bekommen hätte.
Infusionen würde ich allerdings unabhängig vom Gewicht auch immer empfehlen, wenn sich sowas in die Länge zieht. Selbst ein dicker Hund kann leider dehydriert oder unterernährt sein, wenn zu rasch zu viel fehlt.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #153

1921 -Pit
123.jpg


2002 - Pit

275113.jpg

Ich find es toll die alten Bücher durch zu blättern und zu sehen das sich kaum was verändert hat :)



Nach diesen Hund wurde der Standard des AmStaff:
Pit Bull von 1896 - 25 kg - 47cm (ein sehr schwerer Pit)
5650.jpg


AmStaff heute - 33kg bei 49 cm
baltic_pirates_max.jpg

Bitte was soll das?

Es ist schon traurig das die meisten FCI so krank gezüchtet werden. Immer schwerer, immer extremer.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #154
Off-Topic
Zerberus, wenn die Bilder nicht von dir sind bitte noch die Quellen nachreichen, danke :).


Man sollte da aber auch bedenken, dass viele Bezugsbilder alter Rassevertreter gezeichnet und nicht fotografiert sind. Auf Bildern hat man gerne beschönigt, genauso wie bei Bildhauerei u.ä.. Ob die Hunde gesünder waren kann man leider auch nur selten feststellen, weil die meisten Krankheiten, die wir heute kennen und fürchten, zwischen 18XX und 1930 oder was das älteste war nicht getestet wurden oder getestet werden konnten. Die Tiere haben gearbeitet, wurden entsprechend gepflegt und gehalten, aber wenn der Hund nicht mehr arbeiten konnte – warum auch immer – gab es halt Ersatz. Warum der krank war wurde kaum untersucht, auch in der Nachkriegszeit bei uns ganz sicher nicht. Da hast du aufs Land ja nicht einmal einen Humanmediziner bekommen, geschweige denn einen Vet.-Med. (außer vll für Schlachtvieh).

Und jetzt genug gekritelt :mrgreen:. Unabhängig von der Vergangenheit sind Rassen, wie sie in dem Video gezeigt wurden, nicht mehr »nicht schön«, sondern teilweise einfach krank. Manche sicher durch Linienzucht und Inzest, um gewünschte Eigenschaften besser zu erhalten, andere weil einfach nach den falschen Kriterien selektiert wird. Der Mensch arbeitet in unseren Regionen nur noch selten mit dem Hund, also gibt es sich keine Mühe, ihn arbeitsfähig zu züchten. Der Hund ist nunmal ein Accessoire, ein Luxusgut, wie die Hundesteuer belegt. Und das muss für die meisten hübsch oder besonders individuell aussehen. Was ich davon halte brauch ich glaube ich nicht zu sagen. In einem gebe ich dem Video recht: Ein Hund, dem die Hautfalte auf dem Boden reibt, arbeitet sicher gar nichts mehr, nicht einmal für seine normale Auslastung, die ihm auch als Familienhund zuteil werden sollte.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #155
Ich habe hier jetzt nichts gelesen und antworte nur auf die Hauptfrage. :)

Ich persönlich würde mir meine Wunschrasse nach der Arbeitslinie aussuchen. Dafür wurden sie gezüchtet und man weiß ja auch vorher, ob man dem Tier gerecht werden kann.
Die Showlinien finde ich absolut sinnlos. Hunde aus dieser Linie sind oft wie zB der Labbi kräftiger gebaut und sie werden voll verunstaltet. Nicht nur ihr Äußeres ist anders, auch ihr Wesen. Das sind nicht mehr die Hunde, für die sie einst gezüchtet wurden.

Ich finde Hunde aus Arbeitslinien klasse und werde mir auch immer solche holen. Vorausgesetzt ich kann ihnen gerecht werden.

LG keks
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #156
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #157
Gibt es beim Sheltie denn überhaupt noch Arbeitslinien, Keks? Ich glaube nicht...
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #158
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #159
Klar gibt es die. jede britische Hütehundrasse hat noch eine Arbeitslinie. ;)

öhm... Sicher? ich bin da nämlich nicht so sicher.
zumal es ja auch kaum noch "arbeitende" Collies gibt... warum auch gibt ja Borders.
Wenn dann weniger Hüten sondern eher in Therapiehunderichtung. Suchhunde etc.

Es sein denn, du würdest Ami und Briten vergleichen.
Dann wären die Briten die Arbeitslinie und die Amis die Showlinie.
denn die Amis sind ja aus den Briten entstanden nach Größe und weniger Fell selektiert.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #160
öhm... Sicher? ich bin da nämlich nicht so sicher.
zumal es ja auch kaum noch "arbeitende" Collies gibt... warum auch gibt ja Borders.
Wenn dann weniger Hüten sondern eher in Therapiehunderichtung. Suchhunde etc.

Es sein denn, du würdest Ami und Briten vergleichen.
Dann wären die Briten die Arbeitslinie und die Amis die Showlinie.
denn die Amis sind ja aus den Briten entstanden nach Größe und weniger Fell selektiert.

Schau mal rüber nach Nordamerika oder in unsere Nachbarländer. Es gibt sie noch. Unser Gilmore kommt von einer reinen Arbeitslinie aus Belgien.
Es gibt dort so genannte "Herding Trials" ("Hütewettbewerbe") und natürlich die klassisschen Viehherden, erstere sind überlaufen mit britischen Hütehunden.
 
Thema:

Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum?

Oben