Allg. Fragen zu Gesundheit, Wiederauffinden, Ableben und Dinge danach

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Leider ist es ein trauriger Grund, weswegen ich diesen Thread eröffne. Aber da wir leider das erste Mal mit dem Abschied eines Stubentigers konfrontiert wurden, doch einige Fragen offen sind und sich hier viele Experten tummeln, will ich zumindest das versuchen, auch wenn es an der Sache leider nichts mehr ändert. Es ist sicher besser, wenn ich gleich damit beginne:

- Schon als Kleines stürzte der Vierbeiner einmal vom Balkon, weil er unbedingt rauswollte und den Freiheitsdrang einer Norwegerin hatte. Man merkte, dass er unbedingt rauswollte, indem er bei der Tür zum Erdgeschoss stand und bei zu langer Wartezeit begann, Tapeten und Schallplatten zu zerkratzen, wenn man ihn nicht rausbegleitete. Wäre das Ausschalten bestimmter Gefahrenquellen Grund genug ihn einzusperren oder nicht? Es gibt sicher ein für und ein wieder, aber wir brachten es nicht übers Herz ihn dauernd einzusperren. Zudem ist es auch schön, wenn man beispielsweise im Garten arbeitet oder mit dem Auto heimfährt und das Kätzchen springt nebenher oder kommt einem entgegen. Ich vermute mal, man muss ihn wohl auch an die Natur lassen, wenn es das will.

- Was haltet ihr von einem Ortungsgerät für Katzen? Nachteil ist, dass die Reichweite etwas begrenzt ist, obwohl es im Normalfall reichen müsste. Ich weiß auch nicht, ob das die Katze das Halsband verträgt. Gibt es da ev. auch noch etwas mit Smartphoneeinbindung? Eines der meistbewertesten Produkte ist momentan das Loc8tor Pet Ortungsgerät. Unter bestimmten Umständen könnte es lebensrettend sein.

- Haltet ihr es für eine gute Idee, ein Tier nach dem Ableben obduzieren zu lassen, wenn man die genauen Todesumstände nicht kennt? Einerseits ändert es nichts an der Tatsache, andererseits könnte die Ursache nachfolgende Tiere betreffen. Wie teuer ist so etwas in etwa?

- Was haltet ihr von Tierkadaververwertungen? Ist das einer Katze unwürdig oder sollte man das nicht so esoterisch sehen?

- Man kann zwar nur spekulieren, da wir uns gegen eine Obduktion entschieden haben. Aber welche Gründe können vorliegen, wenn eine Katze am Vortag ihres vermuteten Ablebens kerngesund ist, am Tag darauf Stunden nach Beginn des Freigangs nicht zu sehen war, wobei dies bei schlechtem Wetter für gewöhnlich fast nie der Fall war.
Erst zwei Tage später fanden wir sie ca. 15 Meter weg am Nachbarsgrundstück am Stamm eines großen Baumes mit offenen Augen, leicht heraushängender Zunge, gespreizten Beinen, seitlich liegend, aber ohne äußere Verletzungen. Trotz Totenstarre kann es nur ein paar Stunden her sein, aber da sie wie gesagt am Tag des Freigangs überhaupt nicht mehr zu sehen war, liegt es nahe, dass das der Tag des Unglücks war. Sind euch ähnliche Fälle bekannt? Es kommt einem schon unwirklich vor, ohne ersichtlichen Grund. Möglich wäre


- Ein anderes Tier  Die Katze war aber groß und kein Kind von Traurigkeit.
- Zecken  Sie wurde wie empfohlen jährlich geimpft. Ca. 4 Tage davor wurde ihr allerdings ein Zeck im Halsbereich entfernt. Dieser konnte jedoch nicht zu 100 % herausgenommen werden.
- Falsche Ernährung  Sie fraß zwar noch gerne Trockenfutter, weil wir gerade in der Umstellung waren, aber beim Tierarzt wurde nichts festgestellt, man sagte sogar es sei ein sehr gesundes Tier.
- Auto  Das wäre natürlich naheliegend. Ich denke, es ist gleich am Vormittag passiert und zu dieser Zeit fahren nicht viele davon in der 30 km/h – Zone. Zudem setzt es voraus, dass der Fahrer einfach weitergefahren ist, was ja leider nicht unwahrscheinlich ist. Ich muss zugeben, das war mein erster Gedanke. Wäre das auch komplett ohne äußer Verletzungen möglich und sie davor auch noch einen 30 cm Absatz aus Stein überwindet, um sich 10 m von der Straße entfernt unter den Baum zu legen?
- Gift  Der Nachbar hat ein Gemüsebeet und Pflanzen und ich weiß, dass sie das gerne mit chemischer Flüssigkeit einsprühen und glaube auch, dieses Blaukorn einmal gesichtet zu haben. Außerdem war es nur unsere Katze, die sich in dieser Gegend aufgehalten hat. Die Nachbarskatzen leben und sind nicht allzu oft dort. So langsam erscheint mir das gar nicht so unwahrscheinlich.
- Herzinfarkt  Mit 3 Jahren und warum dann direkt dort am Baumstamm?

Ich weiß, eig. kann man sich die Fragen sparen, weil man die Uhren nicht rückwärts drehen kann, aber rein interessehalber ist es sicherlich in Ordnung. Zudem kann das für zukünftige Haustier nützlich sein. Ich würde mich wirklich freuen, eure Meinungen zu hören. Liebe Grüße
 
  • Allg. Fragen zu Gesundheit, Wiederauffinden, Ableben und Dinge danach Beitrag #2
Hallo,

erstmal mal Beileid zum Verlust eures Katers!

Schon als Kleines stürzte der Vierbeiner einmal vom Balkon
Aus diesem Grund müssen Balkone gerade bei Wohnungskatzen grundsätzlich gesichert sein! Die meisten Katzen springen da auch nicht freiwillig runter, sondern fallen durch einen Unfall, weil sie sich mal erschrecken, zu übermütig einem Vogel/Insekt nachsetzen oder ähnliches.

Wäre das Ausschalten bestimmter Gefahrenquellen Grund genug ihn einzusperren oder nicht?
Das ist eine Frage, die jeder Katzenhalter für sich selbst beantworten muss und deren Antwort wohl auch von der Wohnumgebung abhängt, etwa davon, ob eine vielbefahrene Straße in der Nähe ist.

Was haltet ihr von einem Ortungsgerät für Katzen?
Unter bestimmten Umständen könnte es lebensrettend sein.
Unter den meisten Umständen kann es eher irre Gefährlich bis hin zu lebensbedrohlich sein, zumal die Ortungsgeräte wenn ich das richtig verstanden habe an einem Halsband befestigt werden. Zu den Risiken von Halsbändern gibt es hier noch irgendwo einen eigenen Thread, ich sag dazu mal soviel, dass ich es lieber riskiere eine Katze gar nicht mehr zu finden als zu riskieren, dass sie sich selbst erwürgt.

Haltet ihr es für eine gute Idee, ein Tier nach dem Ableben obduzieren zu lassen, wenn man die genauen Todesumstände nicht kennt?
Hängt von den Todesumständen ab würde ich sagen. Wenn es rein gar keinen Hinweis gab würde ich das schon in Erwägung ziehen. Wie viel es kostet weiß ich leider nicht.

Was haltet ihr von Tierkadaververwertungen? Ist das einer Katze unwürdig oder sollte man das nicht so esoterisch sehen?
Ich würde es bei meinen Katzen nicht übers Herz bringen, aber würde mir nicht anmaßen wollen da über andere zu urteilen.

- Ein anderes Tier
Dann würdest du definitiv äußere Verletzungen sehen.

Impfungen haben nichts mit Zecken zu tun und ich weiß auch gerade nicht, wie eine Zecke - ob nun entfernt oder nicht - eine Katze umbringen soll. :eusa_eh:

- Falsche Ernährung
Trockenfutter ist zwar höchst ungesund, aber die Katze stirbt daran auch nicht so plötzlich, sie kriegt eher Nierenprobleme und Co, woran sie langsam Zugrunde geht.

Halte ich persönlich laut deiner Beschreibung für am Wahrscheinlichsten. Innere Verletzungen an denen die Katze schließlich gestorben ist.

Wenn dein Nachbar so starkes Gift verwendet, dass es eine erwachsene Katze praktisch sofort töten kann, sollte er sich ernsthaft Sorgen um seine eigene Gesundheit machen. Die Katze müsste dann auch eigentlich Vergiftungserscheinungen zeigen, aber ganz ausschließen kann man es wohl nicht.

Das könnte bei einem angeborenen Herzfehler etc. schon möglich sein. Das Wo wäre immer Zufall, also warum nicht dort am Baumstamm.

Zudem kann das für zukünftige Haustier nützlich sein.
Ich bin nicht sicher ob dir die Fragen helfen, aber wenn du noch einmal eine Katze haben möchtest, bitte nochmal gründlich informieren. ;)
Katzen sind keine Einzeltiere, sie sollten wenigstens zu zweit gehalten werden und so Dinge wie Balkonsicherung und Trockenfutter sind doch sehr grundlegend.

LG
blackcat
 
  • Allg. Fragen zu Gesundheit, Wiederauffinden, Ableben und Dinge danach Beitrag #3
Hallo und herzlich Willkommen :D

Auch von mir herzlichen Beileid zu eurem Verlust.

- Was haltet ihr von einem Ortungsgerät für Katzen? Nachteil ist, dass die Reichweite etwas begrenzt ist, obwohl es im Normalfall reichen müsste. Ich weiß auch nicht, ob das die Katze das Halsband verträgt. Gibt es da ev. auch noch etwas mit Smartphoneeinbindung? Eines der meistbewertesten Produkte ist momentan das Loc8tor Pet Ortungsgerät. Unter bestimmten Umständen könnte es lebensrettend sein.
Ortungsgerät schön und gut, aber bitte kein Halsband. Der Thread, den Blackcat erwähnt hat, ist dieser hier: Abgesehen von den Gefahren, schaffen es viele Katzen, ein Halsband ganz schnell loszuwerden.

- Haltet ihr es für eine gute Idee, ein Tier nach dem Ableben obduzieren zu lassen, wenn man die genauen Todesumstände nicht kennt? Einerseits ändert es nichts an der Tatsache, andererseits könnte die Ursache nachfolgende Tiere betreffen. Wie teuer ist so etwas in etwa?
Wie viel so etwas kostet, kann ich dir leider auch nicht sagen, aber ich denke, dass es in manchen Fällen schon Sinn machen kann. V.a. wenn noch andere Tiere vorhanden sind und die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass es auch diese Tiere betreffen kann.

- Was haltet ihr von Tierkadaververwertungen? Ist das einer Katze unwürdig oder sollte man das nicht so esoterisch sehen?
Da hab ich mir, ehrlich gesagt, noch nicht soo viele Gedanken drum gemacht. Zum einen, weil ich das ganz wissenschaftlich sehe und mir denke, dass es nach dem Ableben nur noch ein toter Körper ist. Zum Anderen, weil es bei uns sowieso verboten ist, die Tiere (sollten sie beim Tierarzt eingeschläfert werden) wieder mit nach Hause zu nehmen. Also hab ich sie bisher immer dort gelassen.

- Auto  Das wäre natürlich naheliegend. Ich denke, es ist gleich am Vormittag passiert und zu dieser Zeit fahren nicht viele davon in der 30 km/h – Zone. Zudem setzt es voraus, dass der Fahrer einfach weitergefahren ist, was ja leider nicht unwahrscheinlich ist. Ich muss zugeben, das war mein erster Gedanke. Wäre das auch komplett ohne äußer Verletzungen möglich und sie davor auch noch einen 30 cm Absatz aus Stein überwindet, um sich 10 m von der Straße entfernt unter den Baum zu legen?
Das halte auch ich für die wahrscheinlichste Erklärung. Einer meiner Kater wurde mal (vermutlich) von einem Auto angefahren und hat es geschafft, nach Hause zu kommen (dazu musste er über das, etwa hüfthohe, Gartentor springen!), hat sich dann in mein Bett (ein Hochbett) verkrochen und das alles mit schwersten inneren Verletzungen. Gesehen hat man übrigens auch nicht, aber da er offensichtlich Schmerzen hatten, sind wir natürlich gleich zum Tierarzt und das Röntgenbild hat seine Verletzungen dann offenbart.

- Herzinfarkt  Mit 3 Jahren und warum dann direkt dort am Baumstamm?
Kann natürlich auch eine Möglichkeit sein. Auch ein Schlaganfall ist nicht auszuschließen.

Sonst kann ich Blackcat nur zustimmen. Vor der erneuten Anschaffung bitte vorher eingehend informieren ;) Falls du dazu Fragen hast, werden sie dir hier sicher beantwortet ;)
 
  • Allg. Fragen zu Gesundheit, Wiederauffinden, Ableben und Dinge danach Beitrag #4
Hallo!
Vielen Dank für eure aufmunternden Worte. Vergessen werde ich sie nie, aber permanent dauernd daran zu denken, hilft ihr ja auch nicht mehr. Besonders zu Beginn tat es sehr weh, denn eine Katze hat auch Gefühle und eine Seele und eben ein vollwertiges Familienmitglied, das auch gerne bei uns war. So kann es gehen, ich dachte mir sie sei in zehn Jahren noch bei uns. Zu Beginn war es ganz unwirklich, weil sie einen kerngesunden Eindruck machte und es so plötzlich kam.
Ein paar Fragen hätte ich dann noch, es hilft bei der Trauerbewältigung.
Leider wäre im Nachhinein eine Obduktion wirklich besser gewesen, aber so wie ihr es schreibt, vermute ich dennoch eher einen Unfall, wenn es gar nicht unwahrscheinlich ist, dass man äußerlich nichts sieht. Sie hatte zwar Tage davor mal eine Schnecke im Mund, die wir entfernten, ev. sind die vergiftet, aber wahrscheinlicher bleibt das andere. Aber man darf sich nicht zu sehr den Kopf darüber zerbrechen, sondern die Katze mit positiven Erinnerungen in Verbindung bringen und auch mit Obduktion wäre der Schmerz ähnlich groß gewesen. Hätte man dann erfahren können, wie die Chance einer Rettung gewesen wäre, wenn man sie früher entdeckt worden wäre oder geht das schon zu sehr ins Detail?
Ich war auch eher gegen diese Verwertungen, aber ich saß am kürzeren Hebel. Zudem hatte es ja nicht mehr viel mit dem quicklebendigen Bären gemein. Ich verbinde diese Möglichkeit nur irgendwie mit einem Abfalleimer, aber der Vergleich ist natürlich auch übertrieben.
Die Katze schnappte schon auch einmal einen Vogel, der aus dem Nest gefallen ist und wenn einer aus der Familie gestorben wäre, würde ihr das zwar sicher zu Beginn auffallen, aber das Leben ginge ja auch für die Katze weiter. Man sucht eben Dinge, damit man nicht zu sehr trauert bzw. versucht objektiver zu sein. Auf jeden Fall bleibt sie unvergessen. Ich werde dann noch im entsprechenden Unterforum einen kurzen Nachruf verfassen und versuche verschiedene Dinge in Zukunft noch besser zu machen: kein Trockenfutter, als Kleines nicht zum Balkon zu lassen, Obduktion usw.
Komisch nur, dass verschiedene Ereignisse zusammentrafen: eine Woche Stadtbesichtigung als sie kam und eine als sie ging und jene, die ich oben schon erwähnt habe. Ich ordne es jetzt einfach unter Zufall ein.
Was ich mich auch frage, ob die Katze eine Ahnung gehabt hatte, was an jenem Tage passierte, weil sie am Vortag noch 2-3h bei mir im Bett war, obwohl dies sonst nicht so oft der Fall war? Ob sie sich verabschieden wollte? Nein, sie wollte sicher noch länger bleiben. Ihr ging ja nichts ab.
Warum ist es eig. so, dass Katzen, die angefahren wurden, sich wo verstecken, selbst wenn der Weg zur Haustüre gleich lang oder gar kürzer wäre? Machen sie das um niemanden zu belasten oder weil sie in der schwersten Stunde ihre Ruhe wollen? Schade, dass man sich nicht in sie hineinversetzen kann.
Hat jemand Erfahrungen mit Ortungssystemen ohne Halsband? Halsbänder könnten die Katzen - wie gesagt - strangulieren, weswegen sie nicht in Frage kommen.
Kennt ihr empfehlenswerte Kamerasysteme, die die letzten 2-3 Tage aufzeichnen können? Ich weiß, ich darf max. das eigene Grundstück bewachen.
Bei uns wird enorm viel Fahrerflucht begangen. Legal ist es nicht, klingt blöd, es ist aber Sachbeschädigung und wenn das Tier verletzt ist, dann wäre das Tierquälerei. Solltet ihr mit dieser Art von Technik Erfahrung haben, könnt ihr es gerne sagen, da in näherer Umgebung einige Vierbeiner unterwegs sind.
Wie viel zeitlichen Abstand haltet ihr für gewöhnlich bis ihr einem anderen Vierbeiner ein schönes Plätzchen ermöglicht? Einerseits sollte es nicht zu früh sein, vielleicht aus Respekt vor dem vorausgegangenen Tiger, andererseits kann sie auch ablenken und in Erinnerung bleiben alle.
Seht ihr das eig. so, dass selbst Freigänger im Haus zu zweit sein sollen oder gilt das nur für Wohnungskatzen? Man liest ja viel: Katzen mindestens zu zweit, nur Wohnungskatzen zu zweit, Wohnungskatzen sind unglücklicher als Freigänger, usw. Es hängt natürlich vom Charakter ab.
Vielen Dank nochmals. Zu Beginn war es sehr schwer, jetzt denkt man noch ständig dran, aber man begreift, dass sie auch nicht wieder lebendig macht.

Im Prinzip ist es ein persönliches Nichtklarkommen. Ihr leidet logischerweise bei euch unbekannten Tieren nicht, so wie es mir bei anderen geht. Es fehlt der Bezug, aber das Abschied nehmen an sich ist, ob eigenes oder fremdes Tier ja gleich. Ich sehe das als persönliche Schutzfunktion, ebenso wie dass der Schmerz am Anfang der größte ist. Ansonsten müsste man ja ständig traurig sein. Somit bleibt die Erinnerung und die Tatsache, dass der Weg einem selbst früher oder später ebenso bevorsteht.
 
  • Allg. Fragen zu Gesundheit, Wiederauffinden, Ableben und Dinge danach Beitrag #5
Hallo,

Hätte man dann erfahren können, wie die Chance einer Rettung gewesen wäre, wenn man sie früher entdeckt worden wäre oder geht das schon zu sehr ins Detail?
Ob man sie hätte retten können, kann dir natürlich keiner sagen. Bei meinem Kater war's ja so, dass er heimkam und wir noch zum Tierarzt gefahren sind. Abgesehen von seinen Schmerzen (ich weiß noch, wie schlimm es für mich war, als mein Vater ihn in die Transportbox gesetzt hat - der Kater hat so sehr geschrien, dass ich die Wohnung verlassen musste, weil es mir so weh tat, ihn zu hören. Aber zum Tierarzt musste er ja) war er relativ munter. Einige seiner Verletzungen (Kreuzbandriss, etc.) hätte man mit einer OP wieder hinbekommen, jedoch waren auch innere Organe so schlimm zerstört, dass die Tierärztin meinte, dass es besser wäre in einzuschläfern - was wir dann auch gemacht haben.
Also selbst wenn ihr sie früher gefunden hättet, hätte sie das vielleicht nicht überlebt.


Seht ihr das eig. so, dass selbst Freigänger im Haus zu zweit sein sollen oder gilt das nur für Wohnungskatzen? Man liest ja viel: Katzen mindestens zu zweit, nur Wohnungskatzen zu zweit, Wohnungskatzen sind unglücklicher als Freigänger, usw. Es hängt natürlich vom Charakter ab.
Ich persönlich würde auch Freigänger immer mind. zu zweit halten. Zum einen ist dann auch jemand zum schmusen, spielen, etc. da, wenn Freigang grad nicht möglich ist (Gewitter, Krankheit, etc.), zum anderen macht es natürlich schon einen Unterschied, ob die Katzen sich nur draußen treffen oder auch im Haus. Mein Whisky war bei meinen Eltern Freigänger und Einzelkater. Obwohl er sich öfter mit der Nachbarskatze draußen 'getroffen' hat (meine Mutter meinte, dass die Nachbarskatze jetzt oft beim Gartentor sitzt und Whisky sucht :mrgreen:) ist es doch etwas anderes als hier bei mir, wo er wieder Gesellschaft hat. Meine beiden schmusen, spielen gemeinsam, putzen sich gegenseitig die Köpfe, etc. - also ja, meine Erfahrung hat gezeigt, dass auch Freigänger ausgeglichener sind, wenn sie jemanden an ihrer Seite haben ;)

Zu den andren Sachen kann ich dir leider nichts sagen.
 
  • Allg. Fragen zu Gesundheit, Wiederauffinden, Ableben und Dinge danach Beitrag #6
Hätte man dann erfahren können, wie die Chance einer Rettung gewesen wäre, wenn man sie früher entdeckt worden wäre oder geht das schon zu sehr ins Detail?
Ich schließe mich Andie an, die Verletzungen waren tödlich, also hätte wohl auch ein TA nur noch bedingt helfen können. Innere Verletzungen sind leider nicht leicht zu behandeln.
Versuch, dir nicht zu sehr den Kopf darüber zu zerbrechen, du kannst das Geschehene leider nicht mehr ändern.

Was ich mich auch frage, ob die Katze eine Ahnung gehabt hatte, was an jenem Tage passierte, weil sie am Vortag noch 2-3h bei mir im Bett war, obwohl dies sonst nicht so oft der Fall war?
Realistisch betrachtet wohl nicht, aber nach meiner eigenen Erfahrung lässt sich da nicht alles so leicht erklären. So oder so kannst du aber jedenfalls froh sein über diesen Abschied, ist eine schöne Sache.

Warum ist es eig. so, dass Katzen, die angefahren wurden, sich wo verstecken, selbst wenn der Weg zur Haustüre gleich lang oder gar kürzer wäre?
Das hängt ein bisschen von den Katzen ab, manche schleppen sich nach Hause, manche verkriechen sich eher im nächsten Gebüsch. Ich denke, wenn eine Katze so schwer verletzt ist, wird ihr die Orientierung unter Umständen auch nicht mehr so leicht fallen und sie sucht einfach instinktiv ein Versteck, soweit sie dazu noch in der Lage ist. :(

Hat jemand Erfahrungen mit Ortungssystemen ohne Halsband?
Ist mir nicht bekannt dass es das überhaupt gibt. Allgemein würde ich sagen, muss man sich als Halter von Freigängern einfach darauf einstellen, dass man nicht alles erfahren wird, was die Katze so erlebt und anstellt.

Wie viel zeitlichen Abstand haltet ihr für gewöhnlich bis ihr einem anderen Vierbeiner ein schönes Plätzchen ermöglicht? Einerseits sollte es nicht zu früh sein, vielleicht aus Respekt vor dem vorausgegangenen Tiger, andererseits kann sie auch ablenken und in Erinnerung bleiben alle.
Hier ist wohl jeder Mensch anders und ich denke es gibt kein richtig und kein falsch, solange du dir bewusst bist, dass die neue Katze niemals so sein wird wie die alte - und dass das gut so ist.

[VERSTECK]Testament einer Katze ( Margaret Trowton)

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament, um ihr Heim und alles was sie haben, denen zu hinterlassen die sie lieben.
Ich würde auch solch`ein Testament machen, wenn ich schreiben könnte.

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen, meinen Napf, mein kuscheliges Bett, mein weiches Kissen, mein Spielzeug und den so geliebten Schoß, die sanft streichelnde Hand, die liebevolle Stimme, den Platz den ich in jemandes Herzen hatte, die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird, gehalten im liebenden Arm.

Wenn ich einmal sterbe, dann sag bitte nicht:"Nie wieder werde ich ein Tier haben, der Verlust tut viel zu weh."
Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus und gib ihr meinen Platz. Das ist mein Erbe.

Die Liebe, die ich zurück lasse ist alles, was ich geben kann.
[/VERSTECK]

Seht ihr das eig. so, dass selbst Freigänger im Haus zu zweit sein sollen oder gilt das nur für Wohnungskatzen? Man liest ja viel: Katzen mindestens zu zweit, nur Wohnungskatzen zu zweit, Wohnungskatzen sind unglücklicher als Freigänger, usw. Es hängt natürlich vom Charakter ab.

Ich kann dir aus leidvoller Erfahrung nur empfehlen, das auch für Freigänger anzuwenden. ;)
Manche suchen und finden zwar den Anschluss zu Nachbarskatzen und scheinen damit gut klar zu kommen, aber viele schaffen das eben auch nicht und begegnen allen Katzen draußen erstmal feindselig, weil sie sie als Eindringlinge in ihr Revier betrachten.
Besonders junge Katzen bitte niemals alleine halten, da sie bis zur Kastration ohnehin keinen Freigang haben sollten und deshalb sonst Wochen- oder Monatelang in Einzelhaft sitzen würden.

Mit der Trauer umzugehen ist wirklich nicht einfach und es dauert manchmal lange, über den Tod eines geliebten Tieres hinweg zu kommen. Jeder hat da wohl seinen eigenen Weg, aber das Wichtigste ist wohl einfach nur, die Katze so in Erinnerung zu behalten, wie sie war.
 
  • Allg. Fragen zu Gesundheit, Wiederauffinden, Ableben und Dinge danach Beitrag #7
Hallo! Danke für die Antworten. Ich habe euch nicht vergessen, aber ich wollte in letzter Zeit nur etwas zeitlichen Abstand zu den Ereignissen. Sicherlich muss man das akzeptieren, aber ich denke schon noch des Öfteren an das Kätzlein, sowie die anderen verstorbenen Tierchen. Leider Gottes ist unser Kaninchen aufgrund von Unachtsamkeit bzw. Blödheit eines Jägers gestorben, der seinen alten Jagdhund einfach frei laufen ließ, welcher in den Gärten in der Umgebung herumstreunte. Tragischerweise war das Häslein gerade im Gehege, welches unten, natürlich auf den Seiten und oben mit Gittern geschützt ist, es also keine Fläche gibt, die geöffnet ist. Sogar fest verankert war das Gehege. Auf jeden Fall hat es dieser Hund geschafft, das komplette Gehege zu verbiegen und aus der Verankerung zu reißen. Selbst die kleine Tür an der Seite, die verschlossen war, hat er mit den Pfoten aufbekommen. Ich war da schon daheim, aber als ich runterging, weil ich verdächtige Geräusche wahrnahm, war es schon zu spät und das Kaninchen lag tot auf dem Steinboden vor dem Garagentor.
Wahrscheinlich wurde es zu Tode geschüttelt. Zuerst konnte ich gar nicht glauben, was ich da sah.
Aber gegen diese Gefahr war selbst der wirklich gut geschützte Käfig zu wenig gesichert.
Natürlich stellte man den Besitzer zur Rede, denn der Hund kann im Prinzip ja nichts dafür, wenn er so abgerichtet ist, aber außer ein „Was bin ich schuldig?“ und ein „O.k.“, als man ihn aufforderte, den Hund künftig nie mehr herumstreunen zu lassen, brachte der nicht raus.
Wenigstens rennt der Kläffer nicht mehr herum, auch wenn es dem Häslein nichts mehr nützt und es die Dummheit de anderen für immr ausbaden muss. Höchstwahrscheinlich ist in beiden Fällen der Mensch die Ursache bzw. sogar schuldig gewesen. Aber man kann einen Hasen einfach nicht immer im Käfig einsperren und auch die Katze drängte stets hinaus. Das Risiko ist drinnen nicht vorhanden, aber glücklich sind die Tiere dann auch nicht.

Das von euch hört man natürlich überhaupt nicht gerne, aber leider geht es vielen Tierhaltern bzw. eig. ja allen so. Ich glaube auch, dass man der Katze vermutlich nicht mehr helfen konnte. Sich jetzt einzureden, dass sich die Katze dorthin verkrochen hat, um niemanden zu belasten o.Ä. bringt nichts, weil das muss ja gar nicht stimmen und solche Gedanken machen einen nur noch trauriger.
Ich hörte natürlich auch, dass es „nur“ eine Katze sei und man sich nicht so reinsteigern soll, aber dann gab ich einfach die Antwort, dass wir doch auch nur Menschen seien.
Zuerst wollte ich hier eine Traueranzeige verfassen, aber ihr kennt die Tiere ja nicht und das Geschehene verändert sich dadurch nicht, weshalb ich das sein lasse. Ich behalte beide in guter Erinnerung und weiß, dass sie nur vorausgegangen sind. In meinen Gedanken werden sie weiterleben. Auch wenn man sich nicht wiedersieht, der Zustand wird der gleiche sein und dann ist es ganz egal, welches Individuum man vorher war.
 
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