- Jagdtrieb und andere Kommunikationshürden Beitrag #1
freake
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Hallo liebe Foris,
Einige der Eingesesseneren von euch kennen mich vielleicht noch von früher aus dem Rattenbereich. Nun endlich fängt bei mir der nächste große Lebensabschnitt an: Lebensabschnitt Hund. Und wie alles was neu ist, bringt auch dies ein paar unerwartete Hürden und unsicherheiten mit sich. Ich würde mich jetzt mal ganz blöd als mäßig hundeerfahren bezeichnen. Zwar habe ich an der Erziehung der Hündin meiner Mutter mitgewirkt und kenne die Grundlagen und Verhaltensregeln doch jeder Hund ist anders und meine neue Gefährtin und ich sehen uns ab und an mit Fragezeichen in den Augen an...
Jetzt aber erst mal die Rahneninfos...
Name Inka
Alter Laut TH etwa 1,5, wir haben aber den Verdacht, dass sich da ein Fehler eingeschlichen hat und sie nur 1/2 Jahr alt ist (da es aussieht als seien nicht alle Zähne da (ich zähle 40) und sie frisst als wäre sie im Zahnwachstum), das wird am Freitag noch mal bei unserem TA überprüft
Rasse Polnischer Straßenmischling, ganz bestimmt Dackel, viel unbekannt + die üblichen Spekulationen (Fotos folgen)
Herkunft Lokales TH, davor TH in Polen, davor unbekannt
Kastriert Ja - aber nicht sicher, wann
Bei mir seit letzem Samstag, 24.05.2014
Auslastung 3xtäglich spazieren (morgens 30-45 min, Nachmittags nach Zeit und Umgebung 30 min bis 3h, abends 45-60 min + 10-15min Pipigang vor dem zubettgehen), geistig momentan v.a. Grunderziehung und wurf und tobespiele. Außerdem begleitet sie mich im Alltag und meistert neue Situationen und Umgebungen mit Bravur. Viel Kontakt mit anderen Hunden.
Worum gehts? Vorab: Inka hat irgendwann in der Vergangenheit mal ganz böse Erfahrungen gemacht. Fremden Menschen traut sie gar nicht und selbst bei vertrauten gibt es bestimmte Reize die eine Angstreaktion triggern. Für mich sind diese relativ klar nachvollziehbar: Über sie beugen, unbedacht auf sie zugehen, plötzlich den Arm heben, harsche Stimmlage, etc... dann kneift sie den Schwanz ein, duckt sich weg und sucht Versteck oder drückt sich an meine Beine. In der ersten Eingewöhnungsphase war sie generell sehr hörig, zurückhaltend und passiv. Langsam taut sie auf und spielt sehr wild (und herzzerreißend süß), testet ihre grenzen (warum genau dürfen eigentlich die Menschen ins Bett und ich nicht??) und zeigt völlig ungehemmte und aufgeschlossene Zuneigung gegenüber allen die sie schon kennt. Das Komando 'komm' beherrscht sie schon perfekt, Hundeschule geht nächste Woche mit Einzelstunden los. Im TH in De war sie nur ca einen Monat und außer "Das Tier hat sehr viel Angst" war nicht viel über sie bekannt. Dass sie schnell auftauen würde war mir gleich beim ersten Gassi klar, außerhalb der Überforderung und Reizüberflutung auf dem TH Gelände war Inka sofort ein ganz neuer Hund. Auch dass sie jagen würde habe ich mir gleich gedacht..wo Dackel drin ist liegt auch Jagdtrieb vor, oder? Da kommen wir auch schon zum Thema: Jagdtrieb. In der schüchternen Anfangsphase war der Jagdtrieb relativ schwach, sie hat v.a. nach Mäsen gejagt und war (an der langen Leine) immer trotzdem abrufbar. Jetzt wo die Scheu abtaut sieht das ganz anders aus. Heute Morgen im Wald sah sie ein Kaninchen und ist völlig ausgeflippt..schweres Atmen, heftiges Ziehen, schrilles Fiepen...sie hat sich bis Zuhause nicht eingekriegt. Jetzt bin ich mir nicht sicher wie ich mich verhalten muss... Hundeschule gibt es erst ab nächster Woche und jetzt habe ich Sorge, eine falsche Grundlage zu setzen. Gerade wenn sie bald ohne Leine laufen soll habe ich ein ernsthaftes Vertrauensproblem...was wenn sie in den Wald läuft und nicht zurück kommt? Aber erst mal zur konkreten Situation: Hund an der Leine, bekommt Jagdtrieb, zerrt los. Was tun? Hundetrainer sagt immer gleich unterbinden. Aber wie? Machen dass sie aufhört kann ich ja nun nicht... Ablenkung nahm sie zumindest heute morgen nicht an. Leine kurz und Richtung wechseln? Hund hochehmen und wegtragen?(aber könnte das nicht sogar als belohnung empfunden werden?
Außerdem bin ich mir bei manchem nicht sicher ob es als Jagdverhalten zählt und unterbunden werden muss. Buddeln ist verboten - auch wenn sie ein Leckerchen vergräbt? Gibt es Spielarten die wir meiden sollten? Heute ist sie ganz aufgeregt mit einem Knochen durch die Wohnung gelaufen und hat dabei gefiept wie beim Jagen - hatte das etwas mit dem Jagdtrieb zu tun oder war sie nur so aufgeregt über das tolle Fresserl?
Über Rat und Erfahrungsberichte würde ich mich sehr freuen.
Ganz liebe Grüße,
Frike
Einige der Eingesesseneren von euch kennen mich vielleicht noch von früher aus dem Rattenbereich. Nun endlich fängt bei mir der nächste große Lebensabschnitt an: Lebensabschnitt Hund. Und wie alles was neu ist, bringt auch dies ein paar unerwartete Hürden und unsicherheiten mit sich. Ich würde mich jetzt mal ganz blöd als mäßig hundeerfahren bezeichnen. Zwar habe ich an der Erziehung der Hündin meiner Mutter mitgewirkt und kenne die Grundlagen und Verhaltensregeln doch jeder Hund ist anders und meine neue Gefährtin und ich sehen uns ab und an mit Fragezeichen in den Augen an...
Jetzt aber erst mal die Rahneninfos...
Name Inka
Alter Laut TH etwa 1,5, wir haben aber den Verdacht, dass sich da ein Fehler eingeschlichen hat und sie nur 1/2 Jahr alt ist (da es aussieht als seien nicht alle Zähne da (ich zähle 40) und sie frisst als wäre sie im Zahnwachstum), das wird am Freitag noch mal bei unserem TA überprüft
Rasse Polnischer Straßenmischling, ganz bestimmt Dackel, viel unbekannt + die üblichen Spekulationen (Fotos folgen)
Herkunft Lokales TH, davor TH in Polen, davor unbekannt
Kastriert Ja - aber nicht sicher, wann
Bei mir seit letzem Samstag, 24.05.2014
Auslastung 3xtäglich spazieren (morgens 30-45 min, Nachmittags nach Zeit und Umgebung 30 min bis 3h, abends 45-60 min + 10-15min Pipigang vor dem zubettgehen), geistig momentan v.a. Grunderziehung und wurf und tobespiele. Außerdem begleitet sie mich im Alltag und meistert neue Situationen und Umgebungen mit Bravur. Viel Kontakt mit anderen Hunden.
Worum gehts? Vorab: Inka hat irgendwann in der Vergangenheit mal ganz böse Erfahrungen gemacht. Fremden Menschen traut sie gar nicht und selbst bei vertrauten gibt es bestimmte Reize die eine Angstreaktion triggern. Für mich sind diese relativ klar nachvollziehbar: Über sie beugen, unbedacht auf sie zugehen, plötzlich den Arm heben, harsche Stimmlage, etc... dann kneift sie den Schwanz ein, duckt sich weg und sucht Versteck oder drückt sich an meine Beine. In der ersten Eingewöhnungsphase war sie generell sehr hörig, zurückhaltend und passiv. Langsam taut sie auf und spielt sehr wild (und herzzerreißend süß), testet ihre grenzen (warum genau dürfen eigentlich die Menschen ins Bett und ich nicht??) und zeigt völlig ungehemmte und aufgeschlossene Zuneigung gegenüber allen die sie schon kennt. Das Komando 'komm' beherrscht sie schon perfekt, Hundeschule geht nächste Woche mit Einzelstunden los. Im TH in De war sie nur ca einen Monat und außer "Das Tier hat sehr viel Angst" war nicht viel über sie bekannt. Dass sie schnell auftauen würde war mir gleich beim ersten Gassi klar, außerhalb der Überforderung und Reizüberflutung auf dem TH Gelände war Inka sofort ein ganz neuer Hund. Auch dass sie jagen würde habe ich mir gleich gedacht..wo Dackel drin ist liegt auch Jagdtrieb vor, oder? Da kommen wir auch schon zum Thema: Jagdtrieb. In der schüchternen Anfangsphase war der Jagdtrieb relativ schwach, sie hat v.a. nach Mäsen gejagt und war (an der langen Leine) immer trotzdem abrufbar. Jetzt wo die Scheu abtaut sieht das ganz anders aus. Heute Morgen im Wald sah sie ein Kaninchen und ist völlig ausgeflippt..schweres Atmen, heftiges Ziehen, schrilles Fiepen...sie hat sich bis Zuhause nicht eingekriegt. Jetzt bin ich mir nicht sicher wie ich mich verhalten muss... Hundeschule gibt es erst ab nächster Woche und jetzt habe ich Sorge, eine falsche Grundlage zu setzen. Gerade wenn sie bald ohne Leine laufen soll habe ich ein ernsthaftes Vertrauensproblem...was wenn sie in den Wald läuft und nicht zurück kommt? Aber erst mal zur konkreten Situation: Hund an der Leine, bekommt Jagdtrieb, zerrt los. Was tun? Hundetrainer sagt immer gleich unterbinden. Aber wie? Machen dass sie aufhört kann ich ja nun nicht... Ablenkung nahm sie zumindest heute morgen nicht an. Leine kurz und Richtung wechseln? Hund hochehmen und wegtragen?(aber könnte das nicht sogar als belohnung empfunden werden?
Außerdem bin ich mir bei manchem nicht sicher ob es als Jagdverhalten zählt und unterbunden werden muss. Buddeln ist verboten - auch wenn sie ein Leckerchen vergräbt? Gibt es Spielarten die wir meiden sollten? Heute ist sie ganz aufgeregt mit einem Knochen durch die Wohnung gelaufen und hat dabei gefiept wie beim Jagen - hatte das etwas mit dem Jagdtrieb zu tun oder war sie nur so aufgeregt über das tolle Fresserl?
Über Rat und Erfahrungsberichte würde ich mich sehr freuen.
Ganz liebe Grüße,
Frike