Hund während der Ausbildung?

Diskutiere Hund während der Ausbildung? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallöchen! Ich beginne jetzt mein Abi :) und ich interessiere mich SEHR für die Hunderasse Zwergspitz! Ich lese viel informiere mich und weiß das...
  • Hund während der Ausbildung? Beitrag #1
Danii_22

Danii_22

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Hallöchen!
Ich beginne jetzt mein Abi :) und ich interessiere mich SEHR für die Hunderasse Zwergspitz! Ich lese viel informiere mich und weiß das diese hunde sehr sehr teuer sind.. gut.. ich spare fleißig und werde auch bald einen Nebenjob beginnen..
Soweit so gut.. mein Plan ist es (ja ich denke sehr in die Zukunft..) Auszuziehen wenn ich in der 13. Klasse bin. Dann kurz vor den Sommerferien mir einen kleinen süßen Zwergspitz zu holen um ihn in den Sommerferien genug Zeit widmen zu können.
Meine Frage,
ich starte dann (zumindest wünsche ich mir das) meine Ausbildung als Tierpflegerin zu beginnen.
Meint ihr Hund und Ausbildung? Ich würde nicht alleine wohnen..
In der Pause würde ich versuchen nachhause zu fahren um mit dem fellknäul gassi zu gehen und morgens sowieso..
Ich weiß es ist alles in fernerer Zukunft aber ich mache mir lieber früh genug Gedanken als dann plötzlich eine solche Entscheidung zu treffen..

Habt ihr erfahrungen mit Ausbildung und Hund? :)
 
  • Hund während der Ausbildung? Beitrag #2
Hallo Danii,

Schön, das du dir vorher Gedanken machst.

Ich kann dir aus meiner Erfahrung mit der Ausbildung und meinen Hunden erzählen.

Zu aller erst musst du dir aber folgende Fragen stellen.

Du möchtest Ausziehen, wie Finanzierst du dir das? Hast du hier Unterstützung deiner Eltern? Musst du nebenbei noch Arbeiten gehen? Als Tierpflegerin hast du nicht viel Geld in der Tasche in deiner Ausbildung.
Da stellt sich also zu aller erst die Frage, wirst du für dich genug Geld haben und hast du dann noch genug Geld für einen Hund und all die Kosten, die so anfallen - diese können auch schnell mal im Tausender Bereich sein. ;)
Denk bitte daran, Wohnung ist Teuer,
Strom
Telefon
Wasser
Miete
Fahrkosten
Essen
Etc


Was machst du, wenn du nicht in der nähe deiner Arbeit leben wirst? Wer kann sich dann um deinen Hund kümmern? Hundesitter?*auch dieser kostet* Freunde/Familie?
Also einen Plan B.

Wie willst du das Tier auslasten?
Wie viel Zeit hast du eingeplant? Und das jeden Tag. ;)

Ich habe in meiner ersten Ausbildung sehr wenig Verdient. Ich habe aber meinen Vater immer zur Unterstützung gehabt.
Ich habe alleine 150 Euro an Medikamente jeden Monat für meinen Hund ausgegeben. Ohne meinen Vaters Hilfe, wäre das alles nicht gegangen.
Mein Vater hat mich auch in der Zeit, in der ich Arbeiten war, Unterstützt.
Er ist Mittags, in seiner Pause mit meinen Jungs raus gegangen. Auch dies wäre ohne ihn gar nicht gegangen.

Nun muss ich dazu aber sagen, meine Hunde waren keine Welpen, sie waren schon im gehobenen Alter und waren aus allem Raus. ;)
Einen Welpen, alleine, in meiner Ausbildung, niemals.
Die Ferienzeit wird nicht langen um einen Hund das allein sein Vernünftig bei zubringen. Das ist einfach, alleine, nicht machbar.

Dann stellt sich mir auch die Frage, du wirst nicht alleine Leben. Was sagen die Mitbewohner zu deiner Idee?

Und dann kommt ja zu der Ausbildung noch der Theorieteil hinzu. Du musst nach der Schule/Praxis, ja auch immer noch Lernen. Das musst du auch mit einbeziehen.

Ich würde an deiner Stelle erst einmal schauen, das du mit dem Geld, was dir zur Verfügung stehst, klar kommst.
Das du schaust, wie dein Alltag sein wird und wieviel Zeit du wirklich hast.
Oft bist du zwischen 9-10 Stunden aus dem Haus, wenn nicht noch mehr.

Bist du bereit, evtl sogar morgens um 5/6 Uhr aufzustehen? und abends evtl erst um 21/22 Uhr ins Bett zukommen?

Ich war damals immer froh, grade nach der Schule, das ich nicht mehr Gassi gehen musste und einfach runter kommen konnte. ;)

Ich fange jetzt im August eine Neue Ausbildung an und habe immer noch zwei Hunde. ;)
Diesmal ist meine Schulzeit jedoch kürzer am Tag und meine Arbeitszeiten sind auch festgelegt und sie werden höchstens vier Stunden alleine sein, weil dann jemand zuhause ist. Da ich nur spät arbeiten werde, da meine Einrichtung so geöffnet hat.
Evtl arbeite ich auch Samstags/Sonntags, dann ist aber immer jemand Zuhause.
Dann werde ich Schulferien haben und brauch in der Zeit nicht arbeiten. Das wird in deiner Ausbildung aber wohl anders sein.
Du wirst dann deinen Urlaub nehmen.


Für mich wird das auch wieder eine sehr Anstrengende Zeit, ich weiss jedoch das es bei mir kaum Finanzielle Veränderungen geben wird.
Und das mein Alltag sich auch nicht viel ändert, als wie er jetzt gerade ist.
Das einzige, was bei mir hinzukommt, das ich Lernen muss und meine Schwerpunktarbeiten machen muss. ;)

Kurz um, ich würde mir in einer Ausbildung niemals einen Welpen zulegen und würde mich auch erst einmal einfinden, ins Berufleben und schauen, wie der Alltag wird.
Und erst dann, wenn alles eingelaufen ist, würde ich mir einen Hund holen.
Wenn ich nach meiner Erfahrung aus meiner Ersten Ausbildung im Verkauf,gehe. ;)

Jetzt kann ich mir meine Zeit ganz anders einplanen.
 
  • Hund während der Ausbildung? Beitrag #3
Ich hatte meinen ersten eigenen Hund für mich genau zu meiner Ausbildungszeit. Ich hab damals gerade mal 500€ gehabt und in einer WG gelebt. Den Hund konnte ich mir nur leisten, weil der Tierschutzverein den Vertrag auf Endpflegestelle schloß und sämtliche Kosten übernahm, sonst hätte ich mir das nie leisten können. Zumal es kein Welpe, sondern ein bereits erwachsener und älterer Hund war. Ich hab sie damals fast immer mit zur Arbeit genommen - ging das nicht, bin ich mittags heim (Arbeit war nur 5 Min von der Wohnung entfernt) und hab sie rausgelassen.

Es ist machbar, aber es muss die Zeit, das Geld und Plan A, B und C zur Verfügung stehen.

Off-Topic
Ich hab mal gehört, dass Spitze aufgrund ihrer früheren Aufgabe sehr bellfreudig sind - ist also auch ne Frage, ob man den unbedingt den ganzen Tag alleine lassen will
 
  • Hund während der Ausbildung? Beitrag #4
Hallo,

ich habe meinen ersten Hund während meiner Ausbildung zur Tierpflegerin im Bereich Tierheim/Tierpension angeschafft.
Grundsätzliches Fazit: ja, es geht. ABER: nur mit Unterstützung (finanzieller Art wie auch zeitlicher Art)

Ich wollte eigentlich keinen Hund während der Ausbildung, einfach weil man gerade im Bereich Tierpflege, da es keinen Tarifvertrag oder so gibt, die niedrigste mögliche Lohnstufe bekommt und davon kann man schon alleine nicht wirklich leben! Ausbildungsbafög, Eltern, die was dazu geben können sind ein MUSS, wenn man nicht zuhause wohnen kann und somit zumindest Kost und Logis frei hat...und wer einen Ausbildungsplatz in der Tierpflege haben will, muss in der Regel auch weiter weg denken, denn wie Sand am Meer liegen die Plätze ganz sicher nicht rum.

Nachdem ich mich aber in einen Rüden verliebt habe in meinem Ausbildungsbetrieb, habe ich angefangen zu rechnen, habe abgeklärt wie und wo ich ihn mit auf die Arbeit nehmen kann (ACHTUNG: viele denken "Ach im TH ist das kein Thema den Hund mit zur Arbeit zu nehmen...", das ist aber bei weitem nicht in jedem TH so problemlos und gern gesehen!!!) bzw. wie ich ihn unterbringen kann wenn ich in der Berufsschule bin usw. Das Ergebnis war recht ernüchternd und ein JA war mit vielen Verzichten und Kompromissen meinerseits verbunden. Gescheitert ist es aber dann am Hund, da der leider absolut nicht kompatibel war mit meinem Leben, leider.

Wenig später kam jedoch Lupina...sie kam, sah und siegte und ich nahm sie einfach mit. Ohne zu denken. Ich hatte meine Mum, ich hatte einen Nebenjob, ich hatte einen netten Arbeitgeber und ich hatte genug liebe Leute um mich, deshalb hat es geklappt und nur deshalb konnte auch noch Hund Nummer 2 einziehen während der Ausbildung. Ich würde es immer wieder so machen, weil ich gerne auf alles verzichtet habe für meine Hunde, aber ich weiß auch, dass das nur so einfach war und überhaupt möglich, weil ich finanzielle Unterstützung hatte und genug Ausweichmöglichkeiten zwecks Betreuung und so.

Ich persönlich würde mir wenn den Hund erst holen, wenn ich einen Ausbildungsgplatz habe und eine Wohnung bzw. eine genaue Vorstellung wie, was, wo und wann abläuft. Gerade bei der Ausbildungsplatz suche sollte man flexibel sein heutzutage und da kann ein Hund (vor allem ein Welpe) ein sehr, sehr großer "Klotz am Bein" sein...und einen Welpen würde ich mir unter diesen Umständen ganz und gar nicht zulegen...Lupina war zwar auch erst 6 Monate, als ich sie übernommen habe, aber sie war stubenrein und kannte die Grundkommandos, das ist Gold wert, wenn man so schon kaum Zeit hat.
 
  • Hund während der Ausbildung? Beitrag #5
Da bin ich dir eigentlich auch ein sehr gutes Beispiel.

Ein Hund war immer mein absoluter Traum. Als wir umgezogen sind, sollte der auch in Erfüllung gehen. In Punkto Auslastung war ich an oberster Stelle, die finanzielle Seite sollte meine Familie übernehmen. Nur hatte ich wirklich nicht gedacht, dass sie es mit der Auslastung so ernst meinen :eusa_shhh:

Also zog meine Nicki mit 8 Wochen bei uns Zuhause ein - ich hatte gerade meine letzten Sommerferien, es war mitte August und die Ausbildung begann Anfang September.

Ahnung hatte ich schon, wenn ich das einfach mal so sagen darf. Nur meine Familie nicht. Es gab Unstimmigkeiten und die 3 Wochen, die ich noch Zuhause war, waren viel zu kurz. Der Hund war noch nicht stubenrein, sogar ein Spätzünder und erst mit gut einem Jahr ging wirklich NICHTS mehr in die Wohnung.

Das Alleine bleiben konnte ich in der kurzen Zeit auch absolut nicht richtig aufabauen. Das stellte sich als riesen Problem heraus. Denn auch meine Eltern sind nicht immer da und ich 9 Stunden in der Arbeit.

Finanziell würde es selbst bei mir noch schwierig werden. Auch wenn ich ca. 850 habe pro Monat, geht doch sehr viel weg für Versicherung, Handy, Sprit und man möchte ja auch mal weggehen oder sich andere Dinge kaufen ;)
Zudem habe ich in der Zwischenzeit einen Freund, der ein Stückchen weiter weg wohnt. Man muss immer abwägen, was sich im Leben noch großartig ändern wird / kann und das mit einberechnen. Hätte mein Freund nicht selbst Hunde und würden wir deshalb nicht zu 80% mit diesen unterwegs sein, könnte ich ihn nicht gerade oft sehen.

Ohne meine Eltern und die Tatsache, dass ich noch Zuhause wohne, hätte ich sicher keinen Hund. Und selbst jetzt bin ich der Meinung, dass es auch bei mir zu früh war. An Ein Welpe macht unheimlich viel Arbeit, du kommst nach einem langen Arbeitstag nach Hause und MUSST einfach für den Hund da sein. Egal ob du total müde bist, mal keine Lust hast etc.

Mich hat das sehr oft frustriert, weil in Sachen Auslastung wirklich nur ich da war. Jetzt bin ich im 2. Lehrjahr, meine Hündin ist 2 Jahre alt und vom Charakter her gefestigt. Sie hat eine bestandene BH und wir sind fleißig im Agi. Obwohl sie und die Hundeschule meine einzigen Hobbys sind und es mir die größte Freude bereitet, mit ihr zu arbeiten, zweifle ich noch oft an meiner Entscheidung.

Würde ich die Zeit noch einmal zurückdrehen können, ich bin mir sicher, würde kein Hund vor der Ausbildung einziehen. Eine Ausbildung ist Anstrenung, manchmal auch Stress und zeitintensiv genug. Finde dich erst mal ein, schau wie du zurecht kommt, grade auch weil du ausziehen möchtest. Du brauchst auf jeden Fall Unterstützung und dann kannst du dir früher oder später immer noch Urlaub nehmen und einen Hund aufnehmen
 
  • Hund während der Ausbildung? Beitrag #6
Ich befinde mich (noch) in meiner Ausbildung und mein Hund kam vor nem dreiviertel Jahr. Ich hatte also schon zwei Jahre Ausbildung hinter mir und wusste, wieviel ich mir leisten kann. Ich habs ohne Hilfe geschafft (finanziell. Denn einen sitter hatte ich). Man muss extrem Prioritäten setzen und sparsam leben. Es geht, aber man muss es wirklich gut durchorganisieren.

Würde also raten, es nicht im ersten Jahr zu machen sondern erst dann, wenn Du genau weißt, wie dein Alltag ist.
 
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