Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :)

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  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #1
Seifenspenderin

Seifenspenderin

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Ich denke schon sehr lange über einen Zweithund nach. Leider passt er derzeit nicht in mein Leben.
Ich lebe mit meiner Hündin in einer tierlieben WG und könnte es mir vorstellen, später mal einen weiteren Hund dazuzuholen. Würde einem älteren und ruhigeren Hund gerne ein schönes Zuhause schenken, damit es nicht zu hektisch wird (mein eigener Hund ist 3,5 Jahre und seeehr lebendig, respektiert es aber, wenn ein Hund nicht spielen mag). Aber das liegt eigentlich noch ganz weit entfernt. Vlt. in 1,2,3 Jahren, sollte es das Studium zulassen.

Wollte mal von euren Erfahrungen hören.

Da ich aber sehr gerne joggen, Fahrradfahren, shoppen usw. mit meinem Hund gehe (mein Hund kennt alles), wird sich das allerdings als eher schwierig mit 2 Hunden erweisen. Außerdem kriegt man 2 Hunde auch schwerer unter, wenn man mal ohne Hund irgendwohin möchte. Und die Kosten :silence:

Vlt. erzählt ihr mal, wie euer Alltag mit 2 Hunden aussieht. Ich kenne jemanden, der hat auch drei Hunde bei sich, bzw. eine Familie, die 6 Hunde hat.. Allerdings weiß ich, dass diese Leute echt viel Zeit in die Hunde investieren. Ich will schon noch ein Leben haben ohne Hund.:mrgreen: Aber genau deswegen hole ich mir jetzt noch keinen zweiten.
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #2
Mein Alltag sieht aus wie vorher, ausser dass jetzt zwei Hunde Aufmerksamkeit wollen, spielen wollen, raus wollen... ich verstehe die Frage nicht ganz?! Kostet natürlich alles quasi doppelt so viel Zeit, die an anderen Ecken vllt. fehlt.

Der einzige WIRKLICHE Unterschied, ist die Erziehung, das führen von zwei Hunden und das regeln von Unstimmigkeiten, und so.
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #3
Der einzige WIRKLICHE Unterschied, ist die Erziehung, das führen von zwei Hunden und das regeln von Unstimmigkeiten, und so.

Und das Ausbügeln von Macken;)

Bin da vllt. ein schlechtes Beispiel, aber mit einem Hund war das alles recht easy mit Zweithund tendenziell weniger.
Ich muss mit beiden nach wie vor getrennt gehen, mit der Kleinen alles so erarbeiten wie ich das will und eben ganz viele Baustellen bearbeiten (Angstaggression bei Menschen/Hunden, fehlendes Drohverhalten usw. usw. usw.) und zwei extrem unterschiedliche Naturelle managen- also keine konkreten Unstimmigkeiten, sondern ihr z.B. Spielen "moderieren", da der Große zu ballerig für die Kleine spielt und sie sonst im Eifer des Gefechtes verletzen würde (und auch durchaus schon hat :roll:).

Dann kannste das halt auch haben, dass Dinge, die eig. funktionierten plötzlich nicht mehr klappen- Liam konnte allein bleiben mit Leni zusammen ging es nicht mehr.
Solcherlei Dinge treten/traten immer mal wieder auf.

Kurz zum Alltag an sich:

Joa, man braucht halt mehr Zeit und muss im Zweifelsfalle mehr vorausdenken was z.B. die Unterbringung der Hunde betrifft.

Vorhandene Probleme, die man mit dem Ersthund hat lösen sich auch nicht durch einen Zweithund, sondern werden tendenziell eher verstärkt.
Auch das sollte man bedenken. Bei einem leinenaggressiven Hund z.B. sollte erstmal daran gearbeitet werden und dann über einen Zweithund nachgedacht werden.
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #4
Huhu,

ich finde, das kann man schlecht in einem Post zusammenfassen, weil die Mehrhundhaltung so vielfältig ist :eusa_think: Ich kann zumindest ganz klar sagen, dass sich die Zeit, die ich in die Hunde stecke, nicht vermindert hat. Also wenn jemand mit einem Hund sagt, dass ihm das schon reicht, wird ein zweiter Hund m.E. zu viel. Ich kenne eigentlich niemanden, der mehrere Hunde hat und realistisch sagen kann, dass er weniger Zeit investiert, seit er mehr Hunde hat (ich spreche natürlich nur von denen, die sich dann auch wirklich um die Tiere kümmern und nicht mit "die lasten sich gegenseitig aus" argumentieren).

Ich weiß nicht, ob es schwieriger ist, mit zwei Hunden joggen zu gehen. Wenn beide das gerne machen, ist das vielleicht möglich. Das geht nur dann nicht mehr, wenn der eine Hund sich einfach nicht zum joggen eignet. Bei mir wäre das z.B. bei Jerry der Fall. Der will nunmal jeden Grashalm beschnuppern. Mit dem kann ich das nicht. Ich müsste dann mit Hanna allein joggen gehen und mit Jerry dann danach normal spazieren gehen. Aber dann haben wir wieder das Zeitproblem.

Aber generell halte ich die Mehrhundhaltung schon für etwas Tolles und würde mich trotzdem immer wieder für diese entscheiden, wenn Zeit und Finanzen stimmen. Ich glaube, wenn man das einmal hat, will man es auch nicht mehr missen. Auch wenn es Mehrarbeit bedeutet.
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #5
Ich schätze auch, dass das extrem abhängig ist von den Charakteren der Hunde. :)

Mir gehts vor allem um die Dinge, an die man eher nicht denkt. Oder auch um Kleinigkeiten.
Klar ists nicht schwer, einen weiteren Hund bei sich zuhause zu haben und den dann einfach mit zu Spaziergängen mitzubringen. (Dass die Erziehung sitzen muss, ist klar).
Aber z.B. stelle ich es mir schwer vor mit zwei Hunden an der Leine Fahrrad zu fahren. (Durch die Stadt/übers Land etc.). Daran habe ich bis vor kurzem z.B. gar nicht gedacht. Es ist zwar nur ne kleine Sache, aber schwerwiegend für den Alltag für jemanden, der immer mit dem Fahrrad unterwegs ist. Oder wenn man gerade in der Stadt ist und spontan mal bei H&M vorbeischauen möchte, ohne die Hunde draußen anbinden zu müssen. Sowas in der Art. Habt ihr im Nachhinein Feststellungen gemacht?

Wobei ich den Zeitfaktor nicht ganz verstehe: Mehr Zeit für die Erziehung würde durchaus nötig sein, aber die Spaziergänge an sich werden nicht länger werden und auch wenn man abends auf der Couch sitzt, hat man immer noch zwei Hände zum Streicheln von zwei Hunden.
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #6
Wobei ich den Zeitfaktor nicht ganz verstehe: Mehr Zeit für die Erziehung würde durchaus nötig sein, aber die Spaziergänge an sich werden nicht länger werden und auch wenn man abends auf der Couch sitzt, hat man immer noch zwei Hände zum Streicheln von zwei Hunden.

Hunde verhalten sich im Doppel durchaus ganz anders als allein.

Meine Hunde laufen getrennt super mit- aber wehe sie sind zusammen. Da sind beide völlig durchgeknallt. Allein um das zu managen braucht es mehr Zeit.
Und es ist immer mal wieder sinnvoll auch getrennt zu gehen. Hunde genießen es auch mal Zeit "für sich" mit ihrer Bezugsperson zu haben.

Das MUSS nicht notwendig sein, aber ich finde das durchaus sinnig.

Auch damit die HUnde nicht nur zusammen funktionieren.

Meine HUnde können z.B. nicht mehr getrennt allein bleiben. Wenn Liam nicht da ist verkriecht Leni sich in eine Ecke, nässt ein und schreit und schreit und schreit.
Auch sowas kann passieren- da muss man dann auch sehr zeitaufwändig dran arbeiten.
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #7
Wobei ich den Zeitfaktor nicht ganz verstehe: Mehr Zeit für die Erziehung würde durchaus nötig sein, aber die Spaziergänge an sich werden nicht länger werden und auch wenn man abends auf der Couch sitzt, hat man immer noch zwei Hände zum Streicheln von zwei Hunden.
Die Spaziergänge werden nicht länger, du musst nur doppelt laufen. ;-) Oder wann möchtest du den 2. Hund erziehen, wenn nicht auf Spaziergängen, die du allein mit ihm machst?
Meiner Ansicht nach sollte man IMMER auch eine Runde einzeln mit den Hunden laufen, wenn es sich nicht gerade um kränkelnde Senioren handelt, die sowieso froh sind, wenn man sie in Ruhe lässt. Das hat auch jeder Hund verdient.

Viele Dinge müssen einzeln trainiert werden, kleinschrittig, ohne Ablenkung. Da muss man sich Zeit für nehmen. Bevor ich beide Hunde mitnehme, weil wenig Zeit ist, lasse ich einen Zuhause. Muss er eben mal einen Tag zurückstecken, aber hat mich am nächsten Tag "für sich".

Genauso sieht es abends auf der Couch aus, beim bürsten, beim spielen... bevor beide nur zur Hälfte "bespaßt" werden, kommen sie nacheinander ran. Jeder hat seine Zeit. Sicher liegen die Hunde auch mal zusammen auf der Couch, aber das ist mMn nicht zu vergleichen.

Stell dir vor du hast Kinder und nen Mann. Mit denen liegst du sicher auch zusammen auf der Couch, aber allein mit Kind/Mann ist es doch noch mal was anderes. :mrgreen:
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #8
Ich bin ja nun noch ganz frische Zweithundbesitzerin und hab da in 2 Wochen schon so meine Erfahrung gemacht. :mrgreen:

Zeitfaktor ist definitiv mehr geworden. Der neue Hund braucht einige Einzeltrainingseinheiten und beim gemeinsamen Spaziergang muss ich z.b. anderen ausweichen oder Umwege gehen, weil der Neue fleißig andere Hunde verbellt. Aber an sich beschäftigen die beiden sich ganz gut miteinander, was mir wieder einen Teil des Aufwands abnimmt. ;)
Man braucht auch länger für alles andere. Anleinen und für den Spaziergang fertig machen, weil die Hund sich gegenseitig nervös machen. Also 5 Minuten länger warten bis Ruhe herrscht. Diese 5 Minuten abwarten um Ruhe zu bekommen, habe ich auch im Alltag dann ständig, beim Spazieren, bei der Leinenführigkeit usw...
Alles in allem dauert es mindestens doppelt so lang, wie mit einem Hund.

Das Managen von zwei Hunden gleichzeitig auf dem Spaziergang ist auch eine Sache für sich. Ich habe hier dann immer mit einer Schleppleine und einer kurzen Leine gleichzeitig zu kämpfen. Und man muss eben ÜBERALL seine Augen haben, am besten noch ein paar Hände mehr wachsen lassen. :mrgreen:

Der Stress am Anfang ist natürlich nicht ohne. Bis hier das gröbste Chaos beseitigt ist, dauert es etwas. Aber der Stress gleicht sich mit den amüsanten Momenten aus, wenn sie in der Wohnung miteinander rumalbern oder auch mal gemeinsam irgendwo liegen. Und die Rennsemmeln draußen zu beobachten ist auch klasse. Wobei jeder für sich auch nochmal seine witzigen Eigenarten hat.

Woran wir weniger gedacht habe, war wie es mit dem Autofahren wird. Wir haben im Moment nur eine Limousine, also müssen sie gemeinsam auf der Rückbank sitzen. Unser erster Gedanke war nur: hoffentlich verstehen sie sich schnell genug so gut, dass sie auf so engem Raum nebeneinander sitzen können. Das ging dann auch gut, aber da beide über einen Gurt angeschnallt waren, gestaltete auch das sich etwas chaotisch. Ich musste schon ein paar mal entknoten, während der Fahrt. :lol: Und einmal hatten wir auch das Problem, dass sie sich auf dem Spaziergang ziemlich in den Haaren hatten und danach wollte unsere erste mehr Abstand zum zweiten - war natürlich schwierig, weil wir kurz danach mit dem Auto fahren mussten. Ich rutschte dann den Sitz ganz nach hinten und nahm sie zwischen die Beine in den Fußraum. War zum Glück nur eine kurze Strecke, aber sowas bedenkt man z.B. vorher nicht unbedingt.

Fazit: Viel hat sich nicht geändert, aber das was sich geändert hat, nimmt genug Ausmaße an. Ich kann bereits nach 2 Wochen schon sagen: Ja es ist anstrengend mit einem weiteren Hund, aber ich will es jetzt schon nicht mehr missen. :D
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #9
Grüße!

Ich kann mich nur doppelt und dreifach dem Beitrag von Exe anschließen!

Die Spaziergänge werden nicht länger, du musst nur doppelt laufen. ;-)
iele Dinge müssen einzeln trainiert werden, kleinschrittig, ohne Ablenkung. Da muss man sich Zeit für nehmen. Bevor ich beide Hunde mitnehme, weil wenig Zeit ist, lasse ich einen Zuhause. Muss er eben mal einen Tag zurückstecken, aber hat mich am nächsten Tag "für sich".
kommen sie nacheinander ran. Jeder hat seine Zeit.

Das unterschreibe ich voll und ganz.

Ich persönlich fand/finde zwei Hunde jetzt nicht immens anstrengender als einen. Gehen muss man ja sowieso und man kann auch das Programm wunderbar an die Hunde anpassen, sodass jeder glücklich wird und seine Zeit für sich bekommt.

Da ich aber sehr gerne joggen, Fahrradfahren, shoppen usw. mit meinem Hund gehe (mein Hund kennt alles), wird sich das allerdings als eher schwierig mit 2 Hunden erweisen.

Als schwierig würde ich es nicht aushängen, es kommt darauf an, wie man es im Vorfeld aufbaut. Ich kann mit beiden auch gleichzeitig Radfahren und jeder benimmt sich dabei. Andere Hunde/Menschen/Pferde etc. werden völlig ignoriert. Wenn du das Ganze jeweils einzeln mit einem Hund aufbaust und es sitzt, kannst du dich dann ruhig daran trauen, es mit beiden zu versuchen. Natürlich sind die ersten paar Male vielleicht etwas chaotischer als mit einem Hund (oder auch nicht), aber wenn eine Routine mit der Zeit reinkommt, weiß dann jeder auf welcher Seite er zu laufen hat und gut ist es.

Jedoch muss man selbst sehr oft und teils noch mehr zurückstecken als bei einem Hund. Sprich man hat weniger Freizeit - für einige ist das okay, andere wollen dies jedoch nicht so einfach aufgeben.

Bei mir sieht es derzeit mit 2 Hunden so aus, das ich meistens um 4.55 aufstehe, ne große Runde in der früh mit den Hunden gemeinsam drehe (oder sogar radfahre). Von 7.45 bis 15 Uhr oder länger (manchmal auch bis 19 Uhr) bin ich dann in der Ausbildung.
Um 20 Uhr daheim, dann Hunde packen und auspowern. Sprich Gassi, Radfahren whatever. Bei der Hitze gönne ich mir jedoch dann meistens ne Pause und erledige meine anderen Sachen und fahre erst von 22 Uhr bis Mitternacht Rad und dann um 4.55 Uhr wieder aufstehen...
Muss man mögen, aber ich opfere meine Freizeit gerne für die beiden Wauzis. Und ich bin sowieso nicht der "In einer Bar Rumlunger" Typ.

Ich könnte mir sogar vorstellen, das später irgendwann ein dritter Hund einziehen wird, aber das wird noch etliche Jährchen dauern und viel Wasser die Donau runtergeflossen sein.

LG Foss
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #10
Im Endeffekt kann ich mich den meisten Vorrednern auch anschließen. :D

Einzelspaziergänge sollte man - vor allem am Anfang - täglich einplanen und auch später damit arbeiten.
Ich nehme z.B. bei Stadtgängen der mal zum Einkaufen immer nur einen Hund mit, bei nächsten Mal ist dann einer der anderen dran,
so hat man auch mal zweisame Zeit "im Alltag" ohne Extrarunden zu drehen.

Grundsätzlich versuche ich bei meinen drei Hunden jedem ein "Hobby" zu geben, was ich nur mit dem einen Hund mache bzw. hauptsächlich mit dem einen Hund, sodass es auch genug zweisame Zeit mit allen Dreien gibt. Lupina macht Agilitiy, Tom geht sehr gut am Rad und bei Sonny ist es die ausführliche Nasenarbeit (Futtersuche, Spielzeugsuche). Klar mache ich auch mit Sonny und Tom mal ein paar niedrige Agi-Sprünge, fahre mit den anderen Rad oder baue grundsätzlich Nasenarbeit in einen Spaziergang ein, aber vornehmlich ist es eben "Hobby" vom jeweiligen Hund. ;)

Ich kann und will es mir nicht mehr vorstellen wie es mit nur einem Hund ist, aber ich bin auch sehr auf meine Hunde eingestellt...
Weniger wie zwei Hunde wird es hier sicher - solange alle Umstände passen - nie mehr geben, eher dann gar keinen Hund mehr...:eusa_shhh:

Was bei mir noch dazukommt - ist aber seit es drei Hunde sind, nochmal wesentlich "schlimmer" geworden, ist die Tatsache, dass Restaurants, Hotels, Freunde und Bekannte, Familie und Co mit einem Hund (meist egal wie groß) kein Problem haben, bei zwei Hunden (wenn sie klein sind geht auch das noch) schon schief geguckt wird und bei drei Hunden (selbst wenn sie klein sind) dann oft "aus" ist...mir macht das nichts aus, ich mache so Urlaub, dass es passt, besuche nur noch Leute, wo drei Hunde willkommen sind bzw. organisiere eben eine Betreuung usw.

Und a prospos Betreuung - ein Hundesitter für einen Hund findet man in der Regel, bei zwei wird es schwieriger...Das sollte man auch beachten, wenn man z.B. ein Mal im Jahr für zwei Wochen ohne Hund in den Süden fliegt und dann eben zwei statt einem unterbringen muss, dass ist dann eben eine Geldfrage (bei Pensionen) oder eine Kulanzfrage (bei Freunden und Bekannten).

Wenn man krank ist, schleppt es sich mit einem Hund vielleicht noch um den Block, bei zwei kann das dann schon zuviel Handling sein - je nach Fieberhöhe und Deliriumszustand :lol:. Da sollte man dann Leute in petto haben, die helfen bzw. einen Garten oder so. Das hilft ungemein. ;)

Joa, das sind so die Punkte, die mich in der Vergangenheit öfters mal vor ein kurzfristiges Organisationsproblem gestellt haben, aber lösbar sind auch diese Punkte! :mrgreen:
Man muss sich eben nur zu helfen wissen und Kompromisse machen können.
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #11
Was mich noch interessiert: Wie ist das mit den beiden Hunden untereinander?
Beschäftigen die sich auch mal miteinander und sind davon dann auch mal groggy oder ist das ein fataler Fehler, zu denken, dass zwei Hunde sich miteinander beschäftigen?
(Ich rede jetzt nicht von "Ich nehm zwei, dann können die sich miteinander beschäftigen und ich muss nix mehr tun", aber halt...wenigstens son bisschen?) :eusa_think:

Was war bei euch der entscheidende Impuls einen zweiten Hund dazu zu nehmen?
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #12
Phu, also ich muss ehrlich sagen.. bis auf die Welpenzeit, wo einer noch nicht so lange mit raus durfte, kann ich die male wo ich getrennt gelaufen bin an einer Hand abzählen. Kommt sicher auch darauf an was man mit seinen Hunden alles trainieren möchte. Meine laufen halt nebenher und sind einfach Hund. Da gab es nichts zu trainieren, was sie nicht zusammen lernen konnten.
Ich habe auch das Glück, dass meine Hunde sich gegenseitig viel beschäftigen (das ist wirklich keine Selbstverständlichkeit). Allerdings merke ich einfach schon, dass der eine eben als Beschäftigung seine "Arbeit" (Dummy) vorzieht und der andere auch gerne mal mit anderen Hunden spielt. Ist ja kein Problem, bekommen sie. :)
Ich kann also bei mir sagen, dass zwei Hunde nicht viel mehr Zeit benötigen, als es der eine damals auch schon getan hat. Mag sein, dass ich da eine Ausnahme bin, aber joa.. ich habe auch generell sehr viel Glück gehabt mit meinen "Jungs". Die Regeln musste ich nur wirklich kurz erklären (In der Wohnung wird nicht gespielt, was einer hat darf er behalten bis er es von selber gehen lässt, jault einer auf = Abbruch) und seit dem sind sie klar. Die zwei unterscheiden sich so stark und gleichzeitig ergänzen sie sich auch total. Das Zusammenleben ist einfach friedlich.

Für mich sind zwei Hunde auch einfach der ideale Zustand. Ich habe ab und zu mal wegen eines dritten Hundes überlegt, aber ich denke das würde ich dann schon stark merken.

Der Impuls zum Zweithund kam bei mir damals von meinem Freund. Als er es vorgeschlagen hat, habe ich als Hundenarr natürlich nicht nein gesagt. :D
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #13
Beschäftigen die sich auch mal miteinander und sind davon dann auch mal groggy oder ist das ein fataler Fehler, zu denken, dass zwei Hunde sich miteinander beschäftigen?

Ich würde das nie einplanen. Wenn man das Glück hat, dass auch wirklich intensiv miteinander gespielt wird- großartig.
Aber das ist ja trotzdem keine "kalkulierbare" Auslastung, sondern eher Zufall.

Meine Beiden z.B. spielen überhaupt nicht "richtig" miteinander, weil sie einfach viel zu unterschiedlich spielen.

Die 3 Hunde meiner Chefin spielen phasenweise miteinander, aber auch da kann man nicht von "gegenseitig beschäftigen" sprechen;)
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #14
Der Gedanke zu einem zweiten Hund war hier einfach schon länger da. Joa aber warum? Ich kann da keinen Pauschalgrund sagen. Ich finde es allgemein ganz toll, wenn man einen Hund nicht alleine hält. Bei Lilly hatte ich schon immer das Gefühl, dass ein Artgenosse eine Bereicherung wäre, wenn es einer ist an dem sie sich orientieren kann. Zudem wollte ich auch eine neue "Aufgabe" haben, nachdem Lilly in der Erziehung nun schon soweit ist, dass sie gut nebenher gehen kann. Ich glaube ein großer innerer Gedanke war bei mir, dass ich selber an einem Zweithund wachsen wollte. Mein Freund hatte auch oft davon gesprochen, wie gerne er doch eine Bordeaux Dogge hätte. Dadurch kam dann eben auch immer mal das allgemeine Gespräch und Überlegungen zu zwei Hunden. Auch wenn es nun kein halbes Pferd geworden ist. :mrgreen:

Ich denke auch, dass man es nicht als Voraussetzung sehen darf, dass die Hunde sich gegenseitig auslasten. Wenn es so ist, ist das Glück und ansonsten sollte man sich da nicht drauf verlassen. ;)
Wir haben hier das Glück, dass sie sich vom Laufpensum hier gegenseitig auslasten. Aber man merkt gerade unserer Ersten an, dass sie doch noch die Auslastung vom Kopf her braucht, sonst ist sie unruhiger und nervt den Rüden ständig. :lol:
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #15
Aufjedenfall hätte der Zweithund bei uns erst einziehen sollen wenn der erste so gewesen wäre wie ich ihn haben will.
Das hätte einiges an Arbeit erspart. :uups:

Mein Zweithund ist jetzt 1a erzogen, aber der erste überhaupt nicht im Moment. :mrgreen:
Wäre Merlin von vorne herein bei Malous Einzug gut erzogen gewesen wäre es jetzt nicht so kompliziert, die Süße konnte ich gut "nebenher" erziehen.
Aber jetzt muss ich oft mal einzeln laufen, und zusammen stellen die zwei dann so oder so noch was an :roll::lol:

Allerdings denke ich ein älterer Hund wird nicht so stressig sein wie ein Neuzugang in Form eines quirligen Welpens. :)

Gegenseitig auslasten tun sich meine beiden nicht, die spielen mal ne Minute vielleicht, aber das war's auch. Merlin hat da kein Interesse dran.
Das Gute ist aber, der Erste beschäftigt sich lieber alleine und die Zweite kann ich dann problemlos klickern und alles. (Heißt nicht dass Merlin keine Aufmerksamkeit und geistige Auslastung bekommt^^)

Im großen und Ganzen bereue ich es nicht - Merlin hätte jetzt keinen Zweithund gebraucht und Malou hätte wohl lieber einen richtigen Kumpel als Mitbewohner, aber wir kommen mit der Situation alle gut klar und ich habe den zweiten Hund in erster Linie für mich geholt.
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #16
Dass ein älterer Hund weniger Arbeit macht als ein Welpe,möchte ich direkt dementieren. Unser Zweiter ist 1,5 Jahre und da haben sich Unarten schon gefestigt. Das weg zu bekommen ist stressiger als beim Welpen bei Null anzufangen. Das habe ich aber auch erst in der Praxis erfahren dürfen,da ich auch dachte ein Welpe wäre stressiger.
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #17
Ich muss sagen, dass ich gerade als Zweithund einen Welpen wesentlich entspannter finde. Die Hunde "wachsen" wortwörtlich zusammen. Es gibt weniger Potential für Konflikte und der Welpe wächst in die Situation hinein. Bei zwei ausgewachsenen Hunden setzt man einfach zwei "Persönlichkeiten" zusammen. Ein Welpe entwickelt sich ja erst zu einer solchen.
Natürlich hat man, wie bei jedem Welpen, Anfangs eine sehr stressige Zeit mit Stubenreinheit, Beißhemmung etc.
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #18
Also das mit der Zeit leuchtet mir jetzt ein. :)

Hmm...Also wie gesagt, ich hab den Wunsch auch schon länger und will am liebsten gar nicht bis zum Ende des Studiums warten.:roll: Vielleicht nach meinem Bachlor, wenn ich merke, es klappt alles. Bis dahin sind es noch zwei Jahre und da hab ich genug Bedenkzeit.
Also ich bin nicht diejenige, die 3x die Woche zum Agility/Dog Dancing/sonst was mit dem Hund geht und jaaaa darauf achtet, dass der Hund jeden Tag geistig ausgelastet wird.
Aber ich sorge mich darum, dass der Hund seine Gassizeiten bekommt, geknuddelt wird und je nach Lust und Laune meinerseits mal Hundesport oder Denk-, Suchspiele etc. Fahrradfahren, joggen, Stadtbummel, Besuch bei Freunden usw. ist alles drin. Auch genug Stress mit Zugfahren. :D Es gibt Chilltage und auch Tage mit viel Trubel und viiiielen Menschen, die alle wie ich "Debby" kreischen. Manchmal hab ich den ganzen Tag für den Hund Zeit, manchmal bin ich lange unterwegs. So wie bei den meisten "Durchschnitts"Hundehaltern, schätze ich.

Wenn ich mir einen zweiten dazu holen würde, würde ich mir ja eh keinen Aussi oder Border Collie holen, sondern einen ruhigeren Hund, der trotzdem mit Trubel klar kommt.
Ich stells mir einfach viel schöner vor, wenn die Hunde sich mal zu zweit langweilen können oder kuscheln können. Das finde ich ja immer toll, wenn eine meiner Mitbewohner ihren Hund mal bei sich hat.
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #19
Ich meinte auch nicht das er weniger Arbeit macht, sondern das ganze alle paar Minuten raus gehen nicht da ist und so. ;)
Durfte ich schon selbst erfahren das ein älterer schwerer sein kann.^^
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #20
Ich hab noch ne Frage!
Nach welchen Kriterien habt ihr denn euren Zweithund ausgesucht?

Habt ihr vom Charakter her eher einen, der so ist wie der erste oder eher ein bisschen gegensätzlich?

Wie war das erste Kennenlernen so?
Habt ihr den Zweiten einfach geholt und dazugesetzt oder wirklich so ne Kennenlernphase gehabt? :eusa_think:
 
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Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :)

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