Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :)

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  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #21
Nach MEINEN Wünschen, nicht nach dem Charakter des ersten Hundes. Ich schaffe doch mir einen weiteren Hund an, keinem anderen...
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #22
Nach welchen Kriterien habt ihr denn euren Zweithund ausgesucht?

Großteils nach Leistung und natürlich auch nach Sympathie bzw. Züchter-Sympathie.
Ein bisschen hat auch das Aussehen mitgespielt - es kam jedoch völlig anders. Scheinbar mögen mich die Götter nicht, denn trotz dem Wunsch eines dunklen Hundes wurde der Herder natürlich hell...Foss hat Pech gehabt :lol:

Habt ihr vom Charakter her eher einen, der so ist wie der erste oder eher ein bisschen gegensätzlich?

Vom Charakter her recht ähnlich, jedoch gibt es in bestimmten Punkten natürlich große, gravierende Unterschiede. Aber das war bei der Rasse ja auch so zu erwarten und ich erfreue mich jeden Tag darüber.

Wie war das erste Kennenlernen so?

Das Kennenlernen zwischen Akos und Wega fand daheim statt. Wir fuhren zur Züchterin, holten Wega und fuhren dann mit ihm heim. Das Kennenlernen fand also quasi in Akos Revier statt. Zuerst herrschte natürlich Neugierde pur, dann die ersten paar Tage das typische "Igitt Welpen!" Ignorieren von Akos, umso größer Wega jedoch wurde und man auch was mit ihm "anstellen" konnte, gab es ständig nur Spielereien und Kabbeleien.
Selbst jetzt gibt es ständig Spielaufforderungen gegen Akos, der kann jedoch derzeit nicht so wirklich mithalten und tut dann seinen Unmut kund, indem er das Spielen mit Wega vermeidet und sich zurückzieht.
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #23
Kriterium bei Leni war eig., dass sie sonst ins TH gewandert wäre und da elendig eingegangen wäre.
Gut, das tun viele Hunde, aber einen bissigen, unerzogenen, mega-kläffigen, angstaggressiven, übergewichtigen Pinscher, der schon weit jenseits jeder Niedlichkeitsphase war hätte da wohl länger gesessen.

Außerdem passte das halt einfach von der Chemie her zwischen mir und ihr.

Das hatte mit meinem Ersthund recht wenig zu tun.

Beide wären auch durchaus glückliche Einzelhunde:eusa_think:

Generell sollten die Kriterien bei der Anschaffung eines Zweithundes eig. fast die gleichen sein wie bei der Anschaffung des Ersthundes.
Ändert sich ja jetzt nicht irre viel;)

Charakterlich sind die Beiden extrem verschieden.
Wo sie irre submissiv ist, ist er doch sehr präsent und äußert klar sein Befinden^^

Kennenlernen: Joa, beide anne Schlepp, kurz rumknatschen lassen und damit hatte sich das Thema erledigt.
Beide haben direkt am ersten Abend problemlos zusammen bei uns mit im Bett geschlafen- Ressourcenaggression flackert gerade bei Leni immer mal wieder auf, aber das ist recht easy zu händeln.

Wie man das Kennenlernen gestaltet hängt aber auch ganz stark von den jeweiligen Hunden und der Durchsetzungsfähigkeit des Menschen ab.
Einem HSH, der seit Ewigkeiten Herrchen manipuliert würde ich jetzt nicht einfahc so einen fremden Hund vor die Nase setzen:p
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #24
Generell sollten die Kriterien bei der Anschaffung eines Zweithundes eig. fast die gleichen sein wie bei der Anschaffung des Ersthundes.
Ändert sich ja jetzt nicht irre viel;)

Meine "Bedenken" bei den Fragen war nur: Was ist, wenn die sich nicht mögen und wie kann ich das vermeiden?

(Wobei ich bei Lola da eher keine Bedenken habe, weil sie ja jeden toll findet. Nur halt mit viel Krawumm. :silence: )
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #25
Es gibt fast in jedem Haushalt mal Situationen, wo sich die Hunde nicht ausstehen können und man eingreifen muss. Kannst du gleich ein Gefühl dafür kriegen, was Mehrhundehaltung auch bedeutet... :p
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #26
Naja, wenn ich weiß, dass meine Hündin (aus welchen Gründen auch immer) alles was ebenfalls weiblich ist am Liebsten zerfleischen würde, würde ich vermutlich davon absehen mir eine weitere Hündin anzuschaffen.

Mal so als ganz banales Beispiel.

Ich persönlich orientiere mich da auch einfach recht viel am Spiel- und Stressverhalten.

Labbi und Windhund kann gut gehen, kann aber auch nach hinten losgehen.

Und verhindern...joa.
Da ich ja nach wie vor entscheide wem was wann zusteht (harrr, klingt das drakonisch:D) gibt´s da einfach keine Diskussionen.

Wobei ich z.B. keinen Bock auf permanent angespannte Situationen hätte.
Bis zu einem gewissen Grade gestehe ich meinen Hunden durchaus zu, dass sie Konflikte selbst klären, aber generell gilt eben meine Ansage, ob sich jetzt gefetzt wird oder nicht.

Wie man das durchsetzt...joa.
Kommt auf die Hunde an:D
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #27
Nach welchen Kriterien habt ihr denn euren Zweithund ausgesucht?

Tom (2. Hund): ich wollte einen Podenco und bekam einen Podenco. ;) Es war auch völlig wurscht, ob Hündin oder Rüde und wie alt, es musste einfach zu meinem Alltag (damals Ausbildung im TH) passen und zu den Kleintieren, alles andere, auch Lupina (1. Hund) waren bei der Entscheidung ehrlich gesagt keine Kriterien.

Giotto (3.Hund - RIP): er hätte sonst ins TH gemusst und ich hab es einfach versucht, obwohl er Rüden nicht ausstehen konnte und grundsätzlich andere Hund doof fand. Wir haben uns ziemlich schnell zusammen gerauft und trotz scheinbarer charakterlicher "Nichtpassung", hat es traumhaft gepasst!

Sonny (3. Hund): sie hätte sonst auch ins TH gemusst. Sie war und ist der einzige Schäfermix vor dem Lupina noch nie Angst hatte, sie war und ist Toms erste große Liebe und daher wusste ich schon vorher (da ich sie sogar länger kenne, als meine ersten beiden Hunde), dass es passt.

Habt ihr vom Charakter her eher einen, der so ist wie der erste oder eher ein bisschen gegensätzlich?

Tom ist das Gegenteil von Lupina.
Giotto war auch eher gegensätzlich.
Sonny ist Lupina in vielen Punkten sehr ähnlich, aber in vielen Punkten auch sehr gegensätzlich.

Also eher das Gegenteil - wenn ich jetzt den Ersthund als Basis nehme. :mrgreen:

Wie war das erste Kennenlernen so?
Habt ihr den Zweiten einfach geholt und dazugesetzt oder wirklich so ne Kennenlernphase gehabt? :eusa_think:

Tom habe ich zusammen mit Lupina auf seiner PS besucht. Sie fand ihn zwei Stunden lang doof (Zähnefletschen, Knurren, Verstecken), Tom hat mit Engelsgeduld geflirtet und sich ins Zeug gelegt und plötzlich rasten sie zusammen durch den Garten und lagen danach aufeinander gestapelt in einem viel zu kleinen Körbchen. :D Dann habe ich Tom eingepackt und mitgenommen. Zuhause hat Pina ihm dann noch ein paar Sachen "erklärt" (wem was gehört (ihr nämlich alles), wer wann wohin liegen darf (sie immer überall, er nirgends) usw. :lol:), er ließ es sich widerstandslos erklären und deshalb gab es nie ein Problem.

Giotto wurde gebracht, die Hunde trafen sich im Garten (sie hatten sich ca. 6-7 Monate nicht mehr gesehen), kannten sich aber schon vorher (zwei Jahre fast tägliches Sehen, dann Besuche alle 5-6 Monate) und somit war auch das kein großes Ding. Giotto "erklärte" den beiden Spaniern ein paar Sachen (siehe oben) und Pina und Tom ließen es sich erklären. Fertig. ;)

Sonny wurde ebenfalls gebracht, auch ein Treffen im Garten (nach ca. 1 Jahr nicht mehr Sehen), die Hunde kannten sich ebenfalls schon (zwei Jahre tägliches Sehen, dann Besuche alle 5-6 Monate). Sonny kam, sah und siegte. Tom hat nun zwei Frauen, die über ihn bestimmen (drei wenn man mich mitzählt...:eusa_shhh:), die Mädels haben ab und an mal was zu diskutieren (Spielzeug, Futter, Liegeplatz), sie diskutieren aber in der Regel in Sekundenschnelle mit kurzen aber vielsagenden Blicken und nur ganz selten auch mal mit Gebrumme oder so. Im Eifer des Gefechts um einen Ball musste ich die beiden Grazien auch schon mal auseinander pflücken, aber die waren beide fast mehr erschrocken über sich selbst, als ich über die beiden...:cool: Sonny ist in der Regel der Chef, Pina ab und an größenwahnsinnig und Tom der Depp vom Dienst...passt also alles. :lol:

Auch einen vollkommen neuen Hund (meine Besuchshunde, wenn sie das erste Mal da waren bzw. meine Pflegehunde) habe ich immer "einfach dazu gesetzt". Kennenlernen auf umzäunten Gebiet, alle ohne Leine (Garten, TH-Auslauf o.ä.), dann kurz zusammen laufen, dann einfach zusammen nach Hause. Macht man ja auch so, wenn man Bekannte mit Hunden nur zu Besuch hat, oder? Und die Hunde merken erst nach ner Weile, dass der Neue nicht mehr geht, somit kommt es ohnehin erst zu "Konflikten" oder "Diskussionen", wenn etwas Zeit vergangen ist. Und klären müssen das auch zwei vollkommen friedliche, freundliche Hunde. Die klären das halt nebenher und ohn Aufhebens, bei anderen "kracht" es auch mal. Man muss als Mensch einfach nur die Hunde "lesen" können, sich nicht verrückt machen und die individuellen Besonderheiten erkennen und akzeptieren. Nicht jedes Hundepärchen liegt verknotet im Körbchen oder spielt ausgiebig, Hauptsache beide kommen klar, der Mensch kommt klar und es herrscht kein Dauerstress.
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #28
Man hört aber verschiedenes...Auf der einen Seite heißt es, die Tiere sollen sich möglichst ähneln (z.B. vom Aktivitätsgrad her), auf der anderen Seite heißt es, sie sollen sich möglichst ergänzen, indem sie unterschiedlich sind (z.B. ein tiefenenspannter Hund + ein Wirbelwind). Was ist nun richtig? Kann man einen eher gemütlichen Hund zu einem sehr aktiven Hund dazu holen?
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #29
Letztendlich musst doch Du mit dem Hund zufrieden sein, nicht der erste Hund......
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #30
Naja, es geht tendenziell alles.

Rein vom Aktivitätsgrad her hätte ich meine niemals zusammenpacken dürfen- beide sehr fordernd und aktiv.

Man muss halt damit klar kommen.
Sehr reaktive Hunde z.B. pushen sich gegenseitig durchaus hoch- hat man da eh schon als Mensch ein Problem mit sollte man sich vllt. nicht unbedingt noch einen sehr reaktiven Hund dazu holen.

Da man ja eh getrennt geht im Regelfall ist es auch recht egal wie viel die Hunde so "brauchen".
Mit einem Seniorhund z.B. (unser Dackel-Mädchen ist fast 16) geht man nicht unbedingt mehr o.ä., sondern anders.

Wenn ich mit dem Dackel und Liam losgehe, geht sie wieder nach Hause und er geht dann halt nochmal ne Runde mit mir mit.
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #31
Da man ja eh getrennt geht im Regelfall ist es auch recht egal wie viel die Hunde so "brauchen".

Also ich gehe im Ausnahmefall getrennt und nicht im Regelfall. :eusa_think:
Mal eben in die Stadt oder so, da geht dann eben einer von dreien mit, aber weniger weil ich das nicht gehandelt bekommen würde, eher weil ich versuche auch "zweisame" Zeit in den Alltag einzubauen. ;)

Und ich hatte hier schon verschiedene Kombis - Tom ist ein Powerpaket mit Mute-Funktion, d.h. man kann ihn auf Knopfdruck hochschrauben, aber eben auch runterschrauben. Pina ist ähnlich. Beide zusammen haben auch schon mal ihre 5 Minuten. Das ging wunderbar auch zusammen mit einem Senior (Giotto RIP) aber auch mit Welpen/Junghunden (Besuchshunde). Sonny ist zwar alterstechnisch auch schon Seniorin, ist aber von meinen drei Hunden, der "Unkaputtbarste"...:lol: Da kann man vier Stunden reiten gehen, die Hunde mit zum Ziegenfüttern schleppen (Berg rauf, rennen auf umzäuntem Gebiet, Berg wieder runter) und dann noch ne kleine Runde laufen - spätestens zwei Stunden später steht sie wieder "aufgetankt" bereit, während die beiden Spanier im Koma in der Ecke liegen...:mrgreen:

Es kommt halt drauf was man will und was man kann und wie man das Ganze managt, finde ich.
Die Hunde müssen ruhen können, die Rudelimpulse muss man erkennen und lenken können und dann kann man glaube ich so ziemlich alles kombinieren, solange eben jeder auf seine Kosten kommt, Hund 1, Hund 2 und Mensch.
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #32
Naja,
Ich mah mir halt gedanken drüber.
Ich kenne Ja Hundehaltung mit 2 Hunden.
Seit unsere Fox-Terrier Hündin Cora 1996 noch einen Ups-Wurf hatte, aus dem nur ein Rüde überlebt hat, waren immer zwei Hunde um mich rum.
Das hat sich erst geändert, als ich Spike vor 3 Jahren mitgenommen habe. Bei ihm hatte ich auch das Gefühl, dass Einzelhund sein ihm ganz gut gefällt.
Aber Lola ist halt total begeistert von anderen Hunde und sehr sozial, aber eben auch noch wild.

Bisher waren es halt immer
1) Welpen, die zu einem (jungen) erwachsenen Hund kommen und
2) nicht meine Entscheidung, welcher Hund der Zweithund wird.

Letztendlich musst doch Du mit dem Hund zufrieden sein, nicht der erste Hund......

Ich hab da immer folgende Worst-Case Szenarien im Hinterkopf:

Eine Freundin von mir hat mehrere Hunde, u.a. eine Cattle Dog Hündin. Zeitweise hatte sie eine 2. Cattle Hündin in Pflege. Die beiden haben sich regelmäßig ineinander verbissen. Momentan hat sie noch eine Aussie Hündin, die mit ihr auch nicht so prima klar kommt.

Ein Bekannter hat einen Labbi-Ridgemix, seine Freundin zwei reine Ridgebacks. Ersterer mag die beiden anderen nicht, also muss er, wenn er nicht mit an der Arbeit oder mit Herrchen unterwegs ist, von den anderen Abgesperrt leben.

Das sind alles Situationen, in die ich nicht kommen möchte. Dass es mal ein bisschen Stunk gibt, das ist okay, damit komm ich klar.
Aber wenn Nr.1 und Nr.2 sich so garnicht mögen, damit wohl eher nicht. :?

Sehr reaktive Hunde z.B. pushen sich gegenseitig durchaus hoch- hat man da eh schon als Mensch ein Problem mit sollte man sich vllt. nicht unbedingt noch einen sehr reaktiven Hund dazu holen.

Wäre bei uns wohl auch so, weshalb ich eher zu einem etwas älteren und ruhigerem Modell tendieren würde.
Lola orientiert sich auch ziemlich an anderen Hunden, deshalb wäre ne Granate wohl eher die falsche Wahl...:eusa_think:
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #33
Klar kann es auch mal gar nicht passen.

Aber wenn man den Hund sorgfältig aussucht und gerade bei einem Adulthund als Zweithund darauf achtet, dass man 1. den Hund selber gut kennenlernt bevor man ihn nimmt und 2. die Hunde unter sich ausreichend Gelegenheit haben sich "abzuchecken", dann ist das in der Regel kein Thema.

Cattle Dogs (und auch die Ridges) sind übrigens bekannt dafür, dass sie (wie viele andere Rassen bei deren Verwendungszweck und Zucht nie wirklich auf Gruppentauglichkeit gezüchtet wurde) nicht unbedingt die besten Teamplayer sind, wenn sie nicht wirklich zu fünft den ganzen Tag an der Rinderherde (bzw. im Busch auf Löwenjagd) beschäftigt sind. Gerade auch Hunde aus Leistungslinien, die unterfordert sind, können echte Sozialdrachen werden, bei Rassen die für Hundekämpfe oder zum Schutzdienst eingesetzt werden, ist dies ja sogar "erwünscht".

Im Gegensatz dazu stehen dann eben die Meutehunde (wie Beagle), die Windhunde (wobei hier auch Rassen u.a. der Barsoi existieren, die nicht gerade eine 1+ verdienen beim Thema Rudeltauglichkeit) und die kooperativen Rassen (Retriever, Begleithunde etc.), wo einfach schon von der Anlage her (Ausnahmen bestätigen die Regel - gleiches gilt für den oberen Absatz!) eine gewisse Gruppentauglichkeit gegeben ist.

Ein nicht sozialisierter Meutehund, kann aber ebenso zum Sozialdrachen werden, wie ein gut sozialisierter "Einzelhund" wunderbar im Rudel mitlaufen kann.

Ein extrem ressourcenfixierter Hund oder ein sehr territorialer Hund kann auch problematisch werden und man sollte ganz sicher nicht zwei Exemplare mit der gleichen "Macke" kombinieren, aber auch daran kann man arbeiten (meine beiden Mädels sind "Ressourcenschweine", aber Sonny ist der klare Boss und Pina akzeptiert das in 99% der Situationen, in 1% muckt sie geleitet von Größenwahnsinn auf, dann habe ich auch mal eine kleinere Keilerei mit viel Geschrei und wenig dahinter, am Ende liegt Pina auf dem Rücken und Sonny hat gewonnen).

Wie gesagt, am wichtigsten ist "Was will der Mensch?" (Beschäftigung etc.) und "Was kann der Mensch?" (körperliche, räumliche etc. Situation)...
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #34
Ich möchte nochmal kurz etwas zum getrennt oder gemeinsam spazieren gehen anmerken.

Vor dem zweiten Hund dachte ich: Wieso großartig getrennt laufen, außer mal einmal in der Woche, damit jeder einzeln bespaßt wird...
Aber seit zwei Hunde hier Realität sind, gehe ich regelmäßig getrennt mit beiden. Mit dem zweiten, weil er einfach noch viel Übung braucht und das besser einzeln klappt. Und mit der ersten, damit sie auch mal mit Apportel bespaßt werden kann, da der zweite noch nicht "ertragen" kann bei sowas zuzuschauen. Sobald ich nicht mehr arg so viel Zeit zur Verfügung habe, wird sich das auch wieder etwas ändern. Aber generell wird sich wohl mindestens eine kurze Einzelrunde mit jedem einpegeln. Da habe ich auch mehr Ruhe bei. :lol:
Die großen Runden mache ich dafür eigentlich nur zusammen. Selten kommt es auch mal vor, dass ich am Wochenende die große Runde getrennt gehe.

Bei der Wahl des Zweithundes bin ich teils nach meinen Vorstellungen und teils nach passenden Eigenschaften, damit er mit meiner Hündin gut auskommt, gegangen. Soll heißen: es gab bezüglich meiner Hündin einfach ein paar KO Kriterien, wie Unsicherheit und extreme Ressourcenverteidigung, da das hier garantiert zu Problemen geführt hätte. Ansonsten sollte der Zweite nur gut mit anderen Hunden klar kommen und gefestigteres Sozialverhalten haben, um meine Hündin da etwas zu stärken, da sie manchmal unsicher mit anderen Hunden ist.
Meine eigenen Ansprüche waren da nicht ganz so hoch. Er sollte mittelgroß, kurzhaarig und menschenbezogen sein. Es musste halt einfach passen vom Gefühl her.
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #35
Ich äußer mich dann auch mal.
Bei mir sitzen zur Zeit drei Hunde. Alle von ähnlicher Rasse, weniger um körperliches Gleichgewicht, ähnliches Verhalten, Aktivität usw. Her zu stellen,als dass ich einfach die Rasse mag :D

An meinem Alltag hat sich mit zunehmender Hundezahl recht wenig geändert. Es dauert einfach alles ein bisschen länger. Getrennt Gassi musste ich bisher nicht. es kommt ab und zu mal vor, dass mein Ältester an heißen Tagen eine kleinere Runde macht, aber in der Regel ist der noch fit und hält gut mit.
Dass sich das mit zunehmenden Alter immer deutlicher abgrenzt ist klar.

ich weiß gar nicht mehr wie es zum Zweiten kam.. das war einfach so ein Spontaneinfall, dass man da jetzt einen Weiteren dazu holen könnte. Auf die Rasse kam ich weil ich eben schon einen Dsh hatte und es nichts auszusetzen gab.
Beim Dritten ging die Überlegung lange Richtung "wenn, dann zwei Nummern kleiner", aber da es ein ausgewachsener Hund mit guter Grunderziehung sein sollte und kleine, gut erzogene Hunde in Tierheimen nach 5 Minuten vermittelt sind und von Privat für 3fachen Züchterpreis abgegeben werden ging ich doch wieder zurück zur altbekannten Rasse. Es wurde dann zwar keine DSH-hündin, aber so weit entfernt ist der Schweizer Schäferhund ja auch nicht.
Ich muss aber ganz ehrlich sagen, dass ich zu der Sorte gehör(t)e, die ihren Hunden den neuen Hund aussuchen lassen. Ich hatte bei der Suche zur 3. Hündin eine wunderbare Deutsche Schäferhündin, die komplett meinen Vorstellungen entsprach gefunden. Aber irgendwas an Nelson hat ihr nicht gepasst und das bringt mir dann auch nichts wenn ich drei Hunde habe und zwei davon sich nicht mögen.

Große Bedenken hatte ich eigentlich nicht.
Einzig die Frage ob ich allen drei die gleiche Aufmerksamkeit geben kann habe ich mir manchmal gestellt.
Jetzt kann ich sagen, dass es eigentlich nicht notwendig ist sich da groß Gedanken zu machen oder sich zu bemühen. Das geschieht von selbst.. Auch gibt es bei mir jetzt keinen Lieblingshund.. Vermutlich weil ich mir keine Gedanken mache.
Ich höre "oft" von Leuten mit zwei oder mehr Hunden, dass eine strikte Reihenfolge bei allem was getan wird eingehen wird und Hund A immer vor B Futter bekommt, raus darf, das größere Kissen hat, usw. Und stimmt da mal was nicht fällt man aus allen Wolken und richtet sich gleich einen Termin beim Hundepsychologen ein.
Bei meinen drei passiert das wie es gerade kommt. Einzig auf die Leinenfarbe achte ich akkurat, muss ja zum Halsband passen :D und da passiert es schon dass Azita freudig vor mir sitzt und ich erst die anderen beiden anleine.
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #36
Hallöchen!

Ich hole das Thema nochmal hoch... Aus aktuellem Anlass! :mrgreen:

Also, wir haben die Chance zum Zweithund. Arbeit und so Weiter ist mir Alles bewusst, ich habe eure hilfreichen Antworten aufmerksam gelesen. Eine Frage hätte ich aber noch, und zwar wie ihr das macht, wenn beide Hunde alleine bleiben?

Bleiben eure Hunde in der ganzen Wohnung zusammen? Nur in einem Raum? Komplett getrennt? Und warum?
Wenn sie zusammen sind, macht ihr euch Gedanken? Also das was passieren könnte? Ich habe in der letzten Zeit ein paar Horrorgeschichten gelesen, wo es in Abwesenheit zu Streitigkeiten kam und beim Heimkommen war ein Hund tot... :shock:

Freu mich über Input!
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #37
Ui FinnFinn. Ich drück dir die Daumen, dass es klappt. :)

Hier bleiben beide zusammen im Wohnzimmer alleine. Und ja, ich mache mir nen Kopf, was hier abgeht, wenn ich nicht da bin. Daher hab ich gefilmt. Entweder spielen sie miteinander, liegen da und faulenzen oder kuscheln auch ein bisschen. Bei Situationen, wo es unter meiner Anwesenheit auch mal zu kleinen Zickereien kommen würde, verstehen sich die beiden komentarlos und gehen sich eher aus dem Weg. Dadurch mache ich mir nun auch keine Sorgen mehr.
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #38
Grüß dich

Eine Frage hätte ich aber noch, und zwar wie ihr das macht, wenn beide Hunde alleine bleiben?

Das kommt wohl immer auf die Hunde an. Es gibt Hunde, die mit viel Platz zum Bewachen (Stichwort: ganzes Haus) überfordert sind und denen man am besten nur 1-2 Räume zur Verfügung läßt, es gibt aber auch Hunde, die mit viel Raum keine Probleme haben.
Das ist halt von Hund zu Hund abhängig zu machen.

Hier haben beide das ganze Haus zur Verfügung. Gedanken mache ich mir eigentlich keine.
Akos überlebt sowieso alles irgendwie und Wega...ist halt Wega :mrgreen:
Es werden keine Schuhe angekaut, es werden keine Holzleisten auseinander genommen und selbst wenn sie mal 11 Stunden und im Notfall damals 18 Stunden alleine waren, gab es keine Probleme.
Wobei ich gerade bei Wega von Anfang an das "Ruhe im Haus" sehr gut trainiert habe und sorgsam darauf geachtet habe, das im Haus nicht aufgedreht wird.
Zudem Wega sich sowieso sofort schleicht, wenn Akos leise brummelt.
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #39
Bleiben eure Hunde in der ganzen Wohnung zusammen? Nur in einem Raum? Komplett getrennt? Und warum?
Wenn sie zusammen sind, macht ihr euch Gedanken? Also das was passieren könnte? Ich habe in der letzten Zeit ein paar Horrorgeschichten gelesen, wo es in Abwesenheit zu Streitigkeiten kam und beim Heimkommen war ein Hund tot... :shock:

Ich lasse die Hunde nur getrennt allein, wie da die Zimmeraufteilung ist, ist eigentlich recht egal. Ich weiß, dass ich zwei Hunde haben die sich in Größenwahn und Übermut in nichts nachstehen und den Konflikt auch nicht scheuen (obwohl es bisher nie ernsthafte Auseinandersetzungen gab *aufHolzklopf*). Einen Grund zum streiten kann es immer geben und da will ich schon gern eingreifen können, zumal mein 7 kg Floh auch nichts gegen die Schäferhündin ausrichten könnte.
 
  • Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :) Beitrag #40
Hi Finnfinn,

wie Foss schon sagte, kommt das ganz auf die Hunde an. Das merkt man ziemlich schnell, ob man zwei zusammen alleine lassen kann oder eher nicht, anfangs lässt man sie auch gar nicht lange alleine und beim Zurückkommen sieht man schnell, ob die beiden sich vertragen, also friedlich rumgammeln oder ob das Zimmer aussieht wie Sau. Louis kann ich zum Beispiel wunderbar mit der Pudeldame im Auto lassen, aber zusammen in der Wohnung oder auch nur in einem Zimmer geht das nicht. Dabei kann ich ihn zuhause bedenkenlos mit der Zwergpinscherdame alleine lassen, sofern kein Spielzeug rumliegt.
 
Thema:

Zweithund - Erzählt doch mal von eurem Alltag :)

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