Nach welchen Kriterien habt ihr denn euren Zweithund ausgesucht?
Tom (2. Hund):
ich wollte einen Podenco und bekam einen Podenco.

Es war auch völlig wurscht, ob Hündin oder Rüde und wie alt, es musste einfach zu meinem Alltag (damals Ausbildung im TH) passen und zu den Kleintieren, alles andere, auch Lupina (1. Hund) waren bei der Entscheidung ehrlich gesagt keine Kriterien.
Giotto (3.Hund - RIP): er hätte sonst ins TH gemusst und ich hab es einfach versucht, obwohl er Rüden nicht ausstehen konnte und grundsätzlich andere Hund doof fand. Wir haben uns ziemlich schnell zusammen gerauft und trotz scheinbarer charakterlicher "Nichtpassung", hat es traumhaft gepasst!
Sonny (3. Hund): sie hätte sonst auch ins TH gemusst. Sie war und ist der einzige Schäfermix vor dem Lupina noch nie Angst hatte, sie war und ist Toms erste große Liebe und daher wusste ich schon vorher (da ich sie sogar länger kenne, als meine ersten beiden Hunde), dass es passt.
Habt ihr vom Charakter her eher einen, der so ist wie der erste oder eher ein bisschen gegensätzlich?
Tom ist das Gegenteil von Lupina.
Giotto war auch eher gegensätzlich.
Sonny ist Lupina in vielen Punkten sehr ähnlich, aber in vielen Punkten auch sehr gegensätzlich.
Also eher das Gegenteil - wenn ich jetzt den Ersthund als Basis nehme. :mrgreen:
Wie war das erste Kennenlernen so?
Habt ihr den Zweiten einfach geholt und dazugesetzt oder wirklich so ne Kennenlernphase gehabt? :eusa_think:
Tom habe ich zusammen mit Lupina auf seiner PS besucht. Sie fand ihn zwei Stunden lang doof (Zähnefletschen, Knurren, Verstecken), Tom hat mit Engelsgeduld geflirtet und sich ins Zeug gelegt und plötzlich rasten sie zusammen durch den Garten und lagen danach aufeinander gestapelt in einem viel zu kleinen Körbchen.

Dann habe ich Tom eingepackt und mitgenommen. Zuhause hat Pina ihm dann noch ein paar Sachen "erklärt" (wem was gehört (ihr nämlich alles), wer wann wohin liegen darf (sie immer überall, er nirgends) usw. :lol

, er ließ es sich widerstandslos erklären und deshalb gab es nie ein Problem.
Giotto wurde gebracht, die Hunde trafen sich im Garten (sie hatten sich ca. 6-7 Monate nicht mehr gesehen), kannten sich aber schon vorher (zwei Jahre fast tägliches Sehen, dann Besuche alle 5-6 Monate) und somit war auch das kein großes Ding. Giotto "erklärte" den beiden Spaniern ein paar Sachen (siehe oben) und Pina und Tom ließen es sich erklären. Fertig.
Sonny wurde ebenfalls gebracht, auch ein Treffen im Garten (nach ca. 1 Jahr nicht mehr Sehen), die Hunde kannten sich ebenfalls schon (zwei Jahre tägliches Sehen, dann Besuche alle 5-6 Monate). Sonny kam, sah und siegte. Tom hat nun zwei Frauen, die über ihn bestimmen (drei wenn man mich mitzählt...:eusa_shhh

, die Mädels haben ab und an mal was zu diskutieren (Spielzeug, Futter, Liegeplatz), sie diskutieren aber in der Regel in Sekundenschnelle mit kurzen aber vielsagenden Blicken und nur ganz selten auch mal mit Gebrumme oder so. Im Eifer des Gefechts um einen Ball musste ich die beiden Grazien auch schon mal auseinander pflücken, aber die waren beide fast mehr erschrocken über sich selbst, als ich über die beiden...

Sonny ist in der Regel der Chef, Pina ab und an größenwahnsinnig und Tom der Depp vom Dienst...passt also alles. :lol:
Auch einen vollkommen neuen Hund (meine Besuchshunde, wenn sie das erste Mal da waren bzw. meine Pflegehunde) habe ich immer "einfach dazu gesetzt". Kennenlernen auf umzäunten Gebiet, alle ohne Leine (Garten, TH-Auslauf o.ä.), dann kurz zusammen laufen, dann einfach zusammen nach Hause. Macht man ja auch so, wenn man Bekannte mit Hunden nur zu Besuch hat, oder? Und die Hunde merken erst nach ner Weile, dass der Neue nicht mehr geht, somit kommt es ohnehin erst zu "Konflikten" oder "Diskussionen", wenn etwas Zeit vergangen ist. Und klären müssen das auch zwei vollkommen friedliche, freundliche Hunde. Die klären das halt nebenher und ohn Aufhebens, bei anderen "kracht" es auch mal. Man muss als Mensch einfach nur die Hunde "lesen" können, sich nicht verrückt machen und die individuellen Besonderheiten erkennen und akzeptieren. Nicht jedes Hundepärchen liegt verknotet im Körbchen oder spielt ausgiebig, Hauptsache beide kommen klar, der Mensch kommt klar und es herrscht kein Dauerstress.