Freigänger zum Wohnungskater machen, da ständig wochenlang verschwunden...

Diskutiere Freigänger zum Wohnungskater machen, da ständig wochenlang verschwunden... im Katzen Haltung Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo alle zusammen, ich bin neu hier und hab direkt mal eine Frage an euch: Zunächst einmal zur Vorgeschichte damit ihr wisst worauf ich hinaus...
  • Freigänger zum Wohnungskater machen, da ständig wochenlang verschwunden... Beitrag #1
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Johnny2408

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Hallo alle zusammen,

ich bin neu hier und hab direkt mal eine Frage an euch:
Zunächst einmal zur Vorgeschichte damit ihr wisst worauf ich hinaus will. Ich habe mir vor ca. 2 Jahren einen Kater (damals 12 Wochen alt) geholt. Er hat seit ca 1,5 Jahren Freigang (nachdem er kastriert und gechipt wurde) und das nutzt er auch ordentlich aus.
Ich habe ihm eine Katzenklappe eingebaut, sodass er kommen und gehen kann wie er lustig ist.
Vor einiger Zeit war er plötzlich für längere Zeit verschwunden. Eigentlich hat uns das zunächst nicht weiter verwundert, da er gerne mal 3-6 Tage unterwegs ist. Nachdem es dann aber schon auf die 2. Woche zuging, haben wir das Tierheim + Tasso informiert, Suchzettel aufgehängt und sogar eine Anzeige in die Zeitung gesetzt. Leider alles ohne Erfolg. Nach 5 Wochen bekamen wir dann einen Anruf, dass unser Kater von einem Herrn aufgenommen wurde. (nicht für lange Zeit - er hat ihn Montagabend aufgenommen und am Dienstagmorgen im Tierheim angerufen)
Das ganze war gerade mal 500m von unserem Zuhause entfernt.
Nun gut... wir hatten unseren Kater nun endlich wieder! Ich war natürlich üüüüberglücklich und konnte es fast nicht glauben, dass ich ihn nochmal in meine Arme schließen darf. :)))
Doch nun kommen wir wieder zum traurigen Ereignis: Er ist seit einer Woche schon wieder weg. Dabei war er gerade mal eine Woche Zuhause. :((( Wir haben soeben bei dem Herrn angerufen, der ihn damals gefunden hat, um nachzufragen, ob er ihn in den letzten Tagen nochmal gesehen hat. Und siehe da, vorgestern hat er ihn wieder gesehen.
Jetzt vermute ich stark, dass er dort irgendwo eine zweite Familie hat und er es sich dort erstmal bequem macht und die 'neue Gegend' in Ruhe erkundet. Das ganze macht mich sehr sehr traurig.

Ich überlege nun, ob ich versuche meinen Johnny (wenn ich ihn wieder bei mir habe) nur noch drin zu halten. Da mir klar ist, dass er alleine in der Wohnung bzw im Haus eingehen würde, habe ich mir überlegt evtl eine zweite Katze hinzuzuholen. Meint ihr das könnte klappen? Ich komme damit einfach nicht klar, dass er ständig weg ist bzw. das eine andere Familie mit meinem Kater kuschelt und sich um ihn kümmert. :(

Bitte helft mir... ich weiß echt nicht weiter...

Danke schon mal im Voraus. :)
 
  • Freigänger zum Wohnungskater machen, da ständig wochenlang verschwunden... Beitrag #2
Also ... ich halte das für eine schlechte idee.
Scheinbar genießt dein Kater den Freigang in vollen Zügen und ihn jetzt einzusperren, wäre mehr eine Qual für ihn. Er liebt scheinbar seine Freiheiten - ich kann mir vorstellen, dass er ziemlich randalieren würde ;) Vor allem, weil er es ja gewohnt ist, zu kommen und zu gehen wie er lustig ist.

Freigänger zu haben ist immer ein Risiko - meine Tante hatte eine extreme Streunerin, die teilweise monatelang weg war und auch unser erster Kater war öfter ein paar Tage verschwunden...

Eine zweite Katze (besser Kater, ähnlich temperamentvoll, ähnliches Alter) wäre trotzdem keine schlechte Idee. Wenn beide sich gut verstehen, könnte eine Katerkumpelschaft entstehen und möglicherweise käm Johnny dann freiwillig öfter heim. Vielleicht wäre Kater 2 auch etwas lieber zuhause...
Vielleicht vertragen sich beide aber auch nicht so bombe und Johnny kommt erst recht seltener nach Hause - und Kater 2 vielleicht auch.

Du siehst, es gibt viele "möglicherweise" und "vielleichts" in meinen Vermutungen - es kann sich durch einen zweiten Kater zum positiven oder zum negativen Wenden.

Wenn du die Vermutung hast, eine zweite Familie könne ihn füttern, dann frag doch bei Nachbarn nach. Vielleicht gibt es tatsächlich eine Zweitfamilie und ihr könntet euch darauf hin einigen, dass Johnny nicht mehr gefüttert wird?
 
  • Freigänger zum Wohnungskater machen, da ständig wochenlang verschwunden... Beitrag #3
Also um ehrlich zu sein würde ich das nicht versuchen.
Es ist sehr schwer einen Freigänger zu einer reinen Wohnungskatze zu "erziehen".

Ich weiß von meinen Nachbarn (sind gerade zugezogen), dass deren Kater kurz nach dem Umzug
eine Weile drin bleiben sollte, wegen neuer Umgebung und so.
Die haben das aber nur 3 Tage ausgehalten, weil der Kater nur genörgelt und viele Dinge kaputt
gemacht hat.
Und die haben noch 2 weiter Katzen mit denen er sich hätte beschäftigen können.

Meine Meinung ist: einmal Freigänger immer Freigänger!

Aber vllt. gibt es hier ja einen Fori, der diese Erfahrung selber schon mal gemacht hat.

Edit: Was mir gerad einfällt, hättest du die Möglichkeit deinem Kater einen gesicherten
Freilauf zu bieten? Also so, dass er zwar raus kann aber nicht so weit weg. Sprich
gesicherter Balkon oder Katzenfreilaufgehege. Vielleicht würde er sich damit zufrieden geben.
 
  • Freigänger zum Wohnungskater machen, da ständig wochenlang verschwunden... Beitrag #4
Die Katze meiner Schwester war auch früher Freigängerin, sie hat allerdings recht fix angefangen die Türen zu öffnen und war irgendwann durch die Haustür durch und weg.
Thema Zweitkatze hat Keisuke alles geschrieben.

Edit: meine zwei Kater sind auch mal länger als eine Woche weg und streunern gerne in der selben Gegend herum. Vermute mal das sie sich gerne von den Grundschülern verwöhnen lassen :lol:
 
  • Freigänger zum Wohnungskater machen, da ständig wochenlang verschwunden... Beitrag #5
Meine Meinung ist: einmal Freigänger immer Freigänger!

Aber vllt. gibt es hier ja einen Fori, der diese Erfahrung selber schon mal gemacht hat.
Ausnahme gibt´s ja immer, aber da ist die Ausgangslage dann eine ganz andere ;). Sevens Bonetti und meine Tequila haben ja früher zusammen gelebt und waren auch Freigänger. Netti ist jetzt mit der Dachterasse bei seven sehr glücklich und Tequila liebt zwar unser Freigehege, aber auch nur, wenn´s Wetter richtig schön ist ;). Das sind aber auch beides eher Senioren mit ihren mittlerweile 13 Jahren und die beiden haben ja auch jeweils eine Menge Gesellschaft, das ist sicherlich nicht mit der Situation der TE zu vergleichen.

Ich befürchte, dass das einfach auch das Risiko ist, wenn man Freigänger hat: Manchmal suchen Katzen sich ihr Zuhause dann eben selbst aus, so traurig das dann auch ist. Ihn jetzt deswegen einzusperren - und ein "Einsperren" wäre es sicherlich, so wie du ihn und seinen Freiheitsdrang beschreibst - ist bestimmt keine glückliche Lösung.
 
  • Freigänger zum Wohnungskater machen, da ständig wochenlang verschwunden... Beitrag #6
Da ich ja hier schon namentlich erwähnt werde, mische ich doch auch einfach noch mit ;)

Es ist sicher immer schwer und in vielen Fällen wohl auch nicht möglich, einen eingefleischten Freigänger zur Wohnungskatze zu machen.
Gerade, wenn sie noch so jung sind - und mit etwas mehr als 2 Jahren gehört Dein Kater ja wirklich noch zur "Kindergartenfraktion" :D
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass er, würde er eingesperrt, die Wohnung gehörig umräumen würde.
Es ist bei Freigängern leider unvermeidlich, dass sie von fremden Leuten angelockt werden oder aber sie sich auch selber als neues Zuhause (oder "Teilzuhause") aussuchen.
Du könntest natürlich wirklich versuchen, die Nachbarn vom Füttern abzuhalten (gut sind dann immer solche Argumente wie: "Er ist nierenkrank und braucht Spezialfutter" - auch wenn das nicht der Wahrheit entspricht, aber es schreckt dann doch manchen davon ab....)
Ich finde Keisukes Idee mit der Zweitkatze nicht verkehrt - denn selbst wenn es Freigänger sind, haben sie doch draußen meist eher Katzenkontakt in Form von Revierverteidigung, als dass sich wirklich Freundschaften entwickeln. Eine Garantie gibt´s da aber natürlich nicht, und Keisuke hat das ja schon gut erläutert, wie´s dann laufen könnte...

Was unsere Netty (Bonetti) betrifft - die ist eher froh, dass sie jetzt selbst entscheiden kann, wann sie raus- und reinwill (bei unserem verstorbenen Freund war es so, dass Tequila und Bonetti morgens vor die Tür gesetzt wurden und abends dann wieder reingelassen. Die hatten natürlich eine Super-Freigänger-Umgebung mit Riesengarten und angrenzendem Wald.) Netty geht bei Wind und Wetter raus - aber meist nur kurz, und oft quetscht sie sich dann unter die Strandkorbabdeckung und pennt ´ne Runde im trockenen Strandkorb ;) Die meiste Zeit verbringt sie aber innerhalb der Wohnung, und das ganz friedlich ohne jegliche Anzeichen von Rebellion. Gerade pennt sie wieder zusammengerollt auf der Couch ;) Das mag aber durchaus auch am Alter liegen - wie Ina schon sagte, mit 13 ist sie ja eigentlich schon eine Seniorin...
@Aleika: Das mit den Grundschülern halte ich nur für eine mäßig gute Idee ;) Wer weiß, was die Katze da so alles als Mahlzeit bekommt :shock:
Grundschülern kann man zwar die artgerechte Tierhaltung nahebringen - nur das Umsetzen gelingt dann meist trotzdem nicht.
(Zitat: "Mein Hase findet es aber toll mit der Maus im Käfig." Oder: "Meine Eltern sagen, ich kann einen Hasen gut allein halten." Oder: "Meine Eltern sagen, eine Katze allein ist gut und sie mag halt am liebsten Trockenfutter." usw.... und ja, ich weiß, dass es Kaninchen sind ;) Die Kommentare kamen übrigens NACH meiner Unterrichtsreihe zum Thema "Hasen und Kaninchen" ;) Die meisten Grundschüler sind da einfach noch die falschen Adressaten für - sie meinen´s nur gut, sind aber zu leicht beeinflussbar, und das natürlich am ehesten von ihrer Familie....)
Aber ich schweife ab ;)

LG, seven
 
  • Freigänger zum Wohnungskater machen, da ständig wochenlang verschwunden... Beitrag #7
Einsperren würde ich ihn auf jeden Fall nicht.
Das ist für ihn nur Quälerei.

Gesicherter Freilauf und Gesellschaft oder mit den Nachbarn
sprechen, finde sevens Ansatz mit dem Spezialfutter da gar nich so verkehrt.

Mir fiel auch gerade ein, die Katze meiner Vermieter
war fast ein Jahr verschwunden und tauchte vor etwa einem
Monat plötzlich wieder auf.
Wir vermuten, dass sie bei den Nachbarn auf der anderen
Straßenseite war.
Die streiten das natürlich ab aber naja.
 
  • Freigänger zum Wohnungskater machen, da ständig wochenlang verschwunden... Beitrag #8
@Aleika: Das mit den Grundschülern halte ich nur für eine mäßig gute Idee ;) Wer weiß, was die Katze da so alles als Mahlzeit bekommt :shock:
Grundschülern kann man zwar die artgerechte Tierhaltung nahebringen - nur das Umsetzen gelingt dann meist trotzdem nicht.
(Zitat: "Mein Hase findet es aber toll mit der Maus im Käfig." Oder: "Meine Eltern sagen, ich kann einen Hasen gut allein halten." Oder: "Meine Eltern sagen, eine Katze allein ist gut und sie mag halt am liebsten Trockenfutter." usw.... und ja, ich weiß, dass es Kaninchen sind ;) Die Kommentare kamen übrigens NACH meiner Unterrichtsreihe zum Thema "Hasen und Kaninchen" ;) Die meisten Grundschüler sind da einfach noch die falschen Adressaten für - sie meinen´s nur gut, sind aber zu leicht beeinflussbar, und das natürlich am ehesten von ihrer Familie....)
Aber ich schweife ab ;)

LG, seven

îst nur eine vermutung, da sich beide oftmals in der Gegend von der Schule aufhalten. Verbieten kann ich es den beiden schlecht ;)
 
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