- Bemerkenswerte Erlebnisse und Sätze mit Hund Beitrag #2.321
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Schweinemama
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Bei uns umme Ecke wohnt eine Familie, die aus einem Land mit vielen Straßenhunden kommt. Deren Kinder haben alle Angst vor Hunden, auch vor unseren. Wenn ich aus der Tür komme und die Kinder sind in der Nähe, halten sie an und mögen nicht am Haus vorbeigehen, obwohl ich in der Tür stehenbleibe und das Haus einige Meter von der Straße zurückliegt. Die haben richtig Panik und wissen gar nicht mehr, was sie machen sollen. Da hilft nicht mal, dass ich freundlich bin und stehenbleibe und dass wir uns bereits vom Sehen kennen. Die Kinder wissen, dass ich nicht auf sie zugehe oder die Hunde ableine oder sowas. Und trotzdem haben sie richtig schlimm Angst. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn dann ein Hund unangeleint auf sie zukommt und bellt und sie berührt.
Sicherlich soll es auch solche Leute geben. Trotz allem, wenn ich als Mutter ein Kind hätte das Angst vor einem Kind hat, wäre ich gut beraten dem Kind den Umgang mit den Hunden zu erklären. Was mache ich, wie gehe ich vorbei, was tu ich im Notfall wenn der Hund unangeleint auf mich zugelaufen kommt. Kontakt zu Hunden hat man heute immer mal wieder, es reicht in ein Flugzeug steigen zu wollen, der Drogenhund geht am Gepäck vorbei, oder - der Mensch wird selbst abgeschnüffelt. Um etwaige Verdachtsmomente von sich zu lenken wäre es gar nicht so blöd, wenn man dies zulassen können würde.
Ich selbst gehe mit Menschen bei denen ich sehe dass sie Angst vor hunden haben immer offen um. Es ist kein Problem einen gewissen Respekt vor Hunden zu haben. Weglaufen, wenn ein Freilaufendes hund unterwegs ist ist eine sehr blöde Idee. Deshalb wenn ich Kinderaugen sehe die in der Erwartungshaltung hingehen zu wollen zu meinen Hunden. Spreche ich das mit den Eltern und den Kindern ab. Man geht nicht ungefragt zu fremden Hunden hin. Auch wenn sie aussehen wie ein Stoffpüppchen (wie meine alte Dame) oder so groß und stark sind wie mein Labrador. Ich erlaube den Kontakt zu meinen Hunden (ausnahme - mein großer ist zu unruhig, oder meiner alten Dame geht es gesundheitlich nicht gut). Aber dann darf jeder Hund nur einzeln beschnüffelt werden - da der andere Hund "pausiert".
Ich als Hundehalter profitiere ja auch davon, die Hunde können in homeopatischen Dosen andere Menschen und Kinder kennenlernen. Zu Hause haben sie Kinder die sie gewohnt sind und aus denen sie lesen können. Fremde Kinder sind etwas anderes, die können nach Angst riechen, nach Freude, nach Soletti oder nach Apfelsaft. Dennoch nähern sich die Hunde mit einem Respekt und mit vorsicht. Für meinen großen ist das eine sehr gute Übung für seine Impulskontrolle. Nicht täglich, aber wenn es sich ergibt, darf er andere Menschen und Kinder kennenlernen und diese ausgiebig beschnüffeln. Er lässt sich über das Gesicht streicheln, über den Rücken, und auch seine stets sehr gefragten kalten Hängeohren berühren... Wobei er im Normalfall an allen Kindern und Menschen vorbeigeht (ausnahme es weint ein Kind, weil es in der Nähe vom Rad gestürzt ist oder einfach nur müde und grantig ist. Da bleibt er stehen und checkt für sich die Lage in einer Distanz - meist kommt er dann zu mir zurück und wir gehen gemeinsam bei Fuss vorbei).
Wobei ja- in Wien ist es derzeit etwas prikär. Es hagelt anzeigen von Menschen die aus ihren WOhnungen heraus fotographieren. Hund ohne Leine und Maulkorb, die Anzeigen flattern entweder anonym zur Polizei oder gleich mit Angaben des Hundehalters. Das selbe gilt für nicht entsorge Hundehäufchen... Es ist wie im Polizeistaat. Selbst überlege ich auch schon meine Spaziergänge in Niederösterreich zu machen. Ein jeder hat ein Handy und 70% meiner Hundebekanntschaften haben innerhalb des letzten Jahres zumindest 1 Anzeige erhalten, und sei es den Moment des Betreten des eingezäunten Hundeauslaufs zu fotographieren, wenn der Hundebesitzer die Türe noch nicht hinter sich zugemacht hat und den Hund bereits ohne Maulkorb und Leine freilässt (der Hund könnte ja umdrehen und durch den Türspalt rauslaufen). Eine durchaus moppelige Viszlahündin (vom Züchter) muss nun eine DNA Untersuchung bei der Polizei vorweisen. Da sie wie ein "sogenannter Kampfhund" ihre Strafe bezahlen muss. Der Tierarzt hat schon gemeint ob er sie nicht gleich einschläfern soll. Denn das kann nicht auf 12 jährige gebrechliche Viszlahündinnen nun jagd gemacht wird. Strafanzeige, der Hund war ohne halsband, aber mit Maulkorb unterwegs, weil die Besitzerin den Hund im Auto immer mit einem Brustgeschirr sichert und dieses im Auto belässt. die 20 Meter bis zur Haustüre lief der Hund bei fuss.
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