Ich dachte bisher, dass hauptsächlich Demona seltsame Menschen ohne Ende trifft :lol:, aber hier in der Gegend scheinen sich auch grad eine Menge davon zu sammeln...
1. Gestern waren wir mit beiden Hunden unterwegs. Da Barney nach einer Weile müde wurde, wir aber noch ein ganzes Stück vor uns hatten, hat mein Mann Barney dann einfach eine Weile getragen und Bruni konnte so weiter lustig ihres Weges gehen. Hinter uns kam dann Max, ein wunderschöner Schäferhund, den wir schon kennen, seit wir hier wohnen und dessen Besitzer ich bisher nur auf dem Fahrrad begegnet bin. Ich habe ihn wirklich noch nie beim Laufen gesehen, Max ist ein totales Lämmchen, der nicht wirklich an Barney und Bruni interessiert ist, deshalb haben wir ihn nicht weiter beachtet.
Normalerweise schnuppert Max nur kurz auf der Wiese und folgt dann seinem Besitzer auf dem Rad. Das erste Mal seit 3 Jahren hat der Besitzer allerdings mit uns gesprochen, es ergab sich folgendes Gespräch; Er: Wieso tragt ihr den Kleinen denn?, wir: Barney ist ja noch jung und schon ziemlich müde, wir wollen ihm ne kurze Pause gönnen, er: Ihr könnt es ruhig sagen, wenn euch Max stört, wir: Nein, nein, Max ist doch völlig ok, Barney ist einfach kaputt, er: hat das was mit meinem Hund zutun?, wir: Öhm, nö, echt nicht, der Kleine ist einfach müde! Währenddessen liefen Max und Bruni nebeneinander her und der Besitzer fuhr kopfschüttelnd und ohne weitere Worte fort...Irgendwie bin ich verwirrt, wenn ich ein Problem mit einem Hund hätte, würde ich doch nicht jahrelang meinen 1. Hund, der nur 6 Kilo wiegt, ständig den Kontakt zu diesem erlauben und ihn sogar neben Bruni her laufen lassen...:eusa_think:
2. Ich war gerade mit Barney zu einer kurzen Runde draußen, weil er nochmal sein Geschäft erledigen musste. Bruni schläft momentan selig, weil sie heute Morgen schon gespielt, gefressen etc. hat, selbst mit gutem Willen hätte ich Bruni nicht aus der Wohnung bekommen, zudem ich ja eh nur eine kurze Runde drehen wollte, alles also kein Problem, dachte ich zumindest. Ich traf eine ältere Frau mit einem schwarzen Mischling, die offenbar meinen Mann und die beiden Hunde kannte, mir kam sie hingegen unbekannt vor. Sie begrüßte mich gar nicht, sondern streichelte erstmal Barney (das liebe ich ja sehr) und richtete dann das Wort an mich:
Sie: Wo ist denn der andere Hunde?,
ich: Die Kleine schläft selig zu Hause.
Sie: Wieso schläft er um diese Uhrzeit?
Ich (inzwischen etwas genervt, aber versucht freundlich): Weil Bruni heute Morgen schon eine große Runde hatte und Barney ja noch klein ist und viel häufiger raus muss?!
Sie: So klein sieht er aber gar nicht mehr! Wie alt ist er denn?
Ich: Barney ist erst 4 Monate alt.
Sie: Häh? Das geht doch gar nicht. Sie haben ihn doch bestimmt schon 4 Wochen!
Ich: Ja, wir haben Barney mit 10 1/2 Wochen vom Züchter geholt.
Sie (guckte extrem geschockt): Mit 10 Wochen? Das ist ja Tierquälerei, da waren Sie dann aber bei keinem Züchter! So kleine Hunde gibt man doch nicht ab.
Ich (inzwischen echt verwirrt, weil ich dachte, sie hätte mich nicht richtig verstanden): Wir haben ihn erst mit 10 Wochen geholt. Der Züchter gibt die Tiere ab der 8. Woche je nach Entwicklungsstand der Welpen ab und wir haben eben extra nochmal 2 1/2 Wochen mehr gewartet, damit Barney noch ein bisschen Zeit im Rudel verbringen kann.
Sie: Also das geht ja alles echt nicht! So früh holt man sich doch keinen Welpen! Das ist viel zu früh. Und wie alt ist eigentlich der andere Hund?
Ich (inzwischen einfach nur noch genervt): Bruni ist 3 1/2.
Sie: Aha, so jung ist sie noch. Ist er denn ein Zwergcollie oder wächst er noch?
Ich (schon bereits unterwegs Richtung Heimat): Barney ist ein reinrassiger, britischer Collie, der wächst noch ne Menge.
Sie: Aha, aber der arme Welpe, so früh von der Familie getrennt. Ich muss dann weiter.
Sie hat dann ca. 20 Mal ihren Hund gerufen, der die Ohren auf Durchzug stellte und im Gebüsch verschwand. Tja, das lasse ich mal unkommentiert..
3. Ich treffe einen Labrador mit Besitzerin, der mir riesig vorkam, aber das ist vielleicht auch einfach meine Wahrnehmung. Erst waren unsere beiden Hunde an der kurzen Leine, nach einer kurzen Absprache ließen wir die beiden Kontakt aufnehmen. Allerdings warf mich der Labrador zur Begrüßung erstmal um, ich fiel ungünstig und habe jetzt einen dick geprellten Arm, aber das wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Zur Begrüßung überrollte der Hund Barney erstmal und auch im weiteren Kontakt war der Hund sehr stürmisch, worauf Barney gar nicht steht. Ich hab den Hund also geblockt und gebeten ihn wieder anzuleinen. Die Besitzerin war völlig verdutzt und fragte mich, wo denn das Problem sei, was meinem Hund dann passiert wäre, dass er so ängstlich wäre und wieso er denn nicht spielen würde. Ich hab dann erklärt, dass Barney mir und den Trainern in der Welpenstunde nicht ängstlich vorgekommen sei, aber er ja nun mal erst 4 Monate alt sei und ungern von Hunden völlig überrollt würde. Ich hab dann gefragt, wie viel der Labrador wiegt und sie verstand weiterhin nicht, warum mein 14 Kilo Junghund nicht gerne von einem 40(!) Kilo Labrador überrollt werden würde. Zum Abschied erklärte sie mir dann noch (sie hat sich nicht dafür entschuldigt, dass ich umgeworfen und im Dreck gelandet bin), dass ihr Hund grad in so einer Phase sei, dass er Leute gerne umwerfen würde und das für Labradore normal sei, die hätten eben so Phasen. Ähm, ja, ok, gut zu wissen...