hallo hundefreundin,
das war ja echt ne besch... situation. aber ich finde du solltest auch sehen, wie oft du deinen hund schon beschützt hast, nämlich jedes mal wenn du ihn rangerufen hast oder nen anderen hund abgewehrt hast, nur dieses eine mal ist es eben "schief" gegangen. der hund wird es dir verzeihen und dir immer noch vertrauen, da bin ich mir sicher. sicher hat sie auch etwas daraus gelernt, hunde sind schließlich nicht dumm. vielleicht merkt sie sich nächstes mal sogar, dass sie einfach nicht wild und wahllos beißt, weil sie mit so unüberlegten aktionen auch ihr eigenes rudel verletzten kann.
ich selbst habe/hatte auch einen sehr unsicheren hund, in den zwölf monaten wo er bei uns lebt wurde er sicher schon fünf mal gebissen, gerade vor zwei wochen kam ein freilaufender hund von hinten angflitzt und sprang auf unseren angeleintn hund drauf und biss ihm in den kopf. von wegen leine bedeutet sicherheit! natürlich waren wir auch mega angepisst, so schnell konnte man auch gart nicht reagieren wie das passiert ist. unser hund dagegen hat sich kurz geschüttelt und wollte nach ein paar minuten spielen. vertrauen tut er uns nach wie vor
ich wünsch dir gute besserung!
Hallo

Ich glaube, dass es eine negative Eigenschaft von mir ist, immer richtig handeln zu wollen.
Unterbewusst denke ich mir oft, dass ich so viel falsch gemacht habe damals, dass ich jetzt ein wenig perfektionistisch sein will, was meinen Hund angeht.
Quasi nach dem Motto : " Du hast so viel Mist gebaut, mache es jetzt gefälligst richtig!"
Was natürlich nicht geht, weil Menschen machen Fehler, und das lässt sich nicht ändern.
Ja, über deinen Kleinen lese ich auch immer und finde es wirklich arg toll, was ihr in der Zeit hin bekommen habt!!!
"Unfälle" passieren, aber super das er trotzdem das Vertrauen behält!!
Und liebe Leute, ich habe zu berichten, jaa!!

Zur Info, mein Bruder war mit, weil ich möglichst nicht mehr alleine gehen soll (hat u.a. mit dem Herren des Hundes zutun, mit dem der Vorfall war. Ich erklärte ihm vorher, dass er mich bitte nicht nervös machen soll, und er hielt sich dran

)
Situation 1: Es kommt eine Joggerin mit Foxterrier, die habe ich schonmal getroffen und es ist eine ganz nette Dame

Hund lief links, ich konnte nicht ausweichen, überall hohes Feld.
Also Hundi am Wegrand hingesetzt, mich vor sie gestellt, Leine locker und mit Leckerlie abgelenkt.
Das Foxer Tierchen war ganz interessiert, ist aber brav an der Leine mit gelaufen.
Juhuuu, brave Susi:clap:.
Situation 2: (Der Grund, warum ich das in diesen Thread schreibe)
Wir sahen eine Art "Zelt", und kurz darauf auch einen Mann auf einer Bank.
Ich hielt ihn für einen Obdachlosen und leinte Susi deshalb an. (Sie reagiert nicht bei jedem Menschen gleich und anleinen schadet dem Hund net)
Wir sahen dann, dass das provesorische "Zelt" Tarnfarbe hatte.
Als wir näher kamen, sahen wir 2 große Hunde vor dem Mann, die scheinbar irgendwie an der Bank fest gemacht waren
Ich habe grade im Inet geschaut, sie sahen ähnlich aus wie
ein Hovawart, ganz sicher sagen kann ich es aber nicht, weil sie beide ziemlich groß waren
.
Als wir näher kamen, fingen beide an zu bellen und der Mann hatte Mühe sie zu beruhigen.
Susi fing dann natürlich auch das Bellen an, ich habe kein Leckerchen benutzt, sondern bin stehen geblieben und habe gesagt "es ist alles ok" und habe sie vorm Brustkorb gehalten und habe einfach meine "ruhige Seite" raus hängen lassen.
Ich wusste gefühlstechnisch, dass es ein unsicheres Bellen war und habe mich deshalb dafür entschieden.
Was auch funktioniert hat, die Hunde bellten weiter, aber sie lief dicht links an mir, zwar knurrend aber sonst ruhig.
Dann hat es einer von denen geschafft, sich los zu reißen, keine Ahnung wie, er konnte ja dann nicht richtig fest gemacht sein.
Dann ging alles ziemlich schnell und ist schwer wieder zu geben.
Ich habe den Hund mit meinem rechten Arm abfangen können und am Halsband fest gehalten (die Größe war in dem Moment von Vorteil, ich musste mich nicht bücken)
Ich hielt Susi mit dem linken Arm, und wups, sie ging zurück! oO
SIE VERTRAUTE MIR!!!!
*Tanz*
Ich schaute kurz nach hinten, weil ich theoretisch wollte, dass mir mein Bruder Susi abnimmt, der hatte aber Angst, was er mir nachher erklärt hat.
Er meinte, dass sei sicher ein Bundeswehrhund (wegen der Tarnfarbe des Zeltes) und hatte Angst gebissen zu werden, weil er ja abgerichtet sein könnte u.s.w., naja gut:roll:
Jedenfalls war der Besitzer ziemlich schnell da und schiss da seinen Hund zusammen.
Dann hatte ich Zeit, Susi genauer anzuschauen, ihre Körpersprache.
Sie wirkte fast ängstlich, was sehr ungwöhnlich für sie ist.
Sie schaute von den Hunden weg und ging von selber links auf der Wiese, und hielt den Schwanz sehr weit runter, aber nicht eingezogen.
Ich sagte, ist alles gut, ich bin sehr stolz auf dich!
(Ich weiß, dass Hunde die Wörter an sich nicht verstehen können. Aber denke jedoch, dass man in dem man bestimmte Sätze sagt, das Gefühl vermittelt was gemeint ist, was wiederrum die Hunde verstehen, kann mir jemand folgen!?

)
So, dann kam mein Bruder.
:shock::shock::shock: Mein Gott Rebecca, bist du ruhig geblieben!!!
Ich natürlich im siebten Himmel:mrgreen:
Warum er nicht dazwischen ist, hat er ja erklärt und es ist auch ok!
Er bestätigte mir nochmal, dass Susi sich richtig hinter mich gestellt hat, was ich in kaum glauben konnte, es ist einfach so unrealistisch...:shock::uups:
Dass mir mein Hund vertraut hat, was für ein größeres Geschenk gibt es eigentlich auf dieser Welt?:uups:
Ich nutzte die Gelgenheit natürlich gleich aus und erklärte ihm einiges über Hundesprache.
(Was bedeuten die verschiedenen Schwanzstellungen usw. , das einfache 1 mal 1 für Hundehalter)
Ich selber gehe davon aus, dass die Hunde terretorial reagiert haben.
Sie wollten vermutlich einfach ihren Herren und das "Lager" beschützen.
Situation 3: Frau mit Kinderwagen, und wie wir später sehen einen kleinen Langhaardackel.
Er holte Spielzeug, und als er uns sah fing er an zu kläffen, blieb aber auf der Stelle stehen.
Susi Rute hoch, ich sage "alles ok" und als wir näher kamen verpfiff sich Dackel zu Frauchen:mrgreen:
Die leinte ihn an und dann fing er dann richtige Kläffen an, "bin ja an der Leine":mrgreen:
Susi später Leckerchen gegeben und gut war
Ich vermute übrigens, dass sie vor ein paar Tagen bei dem Beißvorfall durch das Halsband so ausgetickt ist, kann das möglich sein?
Heute hatte sie ein Geschirr an und ich vermute, dass sie sich durch den Griff an der Leine (sie hatte eig. genug Leine, aber vielleicht habe ich ihr nicht genug gegeben!?) beim Hals eingeengt gefühlt hat, so dass sie sich wehren "musste", weil sie nunmal keinen richtigen Freiraum hatte.
Denn theoretisch hat man den Hund mit einem Halsband am Kopf eher im Griff, aber mit dem Geschirr war sie heute (ob es am Hund lag oder nicht ist ja grade wurscht) viel entspannter und hat sich eher zurück gezogen.
Was denkt ihr darüber?