- Probleme nach Zooladenkauf Beitrag #1
M
Moana
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Wir haben für unsere beiden Kinder im Zoohandel je zwei männliche Degus gekauft. Einer der Degus bekam nach wenigen Wochen einen Anfall, der nach Ersticken aussah. Der Degu richtete sich auf und flog kreuz und quer durch den Käfig. Es war grausam dies mit ansehen zu müssen. Bis ich beim Tierarzt sein konnte, war er bereits tot. Der Arzt vermutete, dass es sich um Innzuchttiere handeln könnte und das Tier vermutlich genetisch nicht in Ordnung war. Wir kauften ein weiteres männliches Tier dazu.
Dieses bekam schon bald Babys. Die Geschlechterunterscheidung scheint also auch für Fachleute nicht leicht zu sein. Es war extrem schwierig die Jungtiere zu vermitteln.
Behalten war unmöglich, weil die Käfige im Kinderzimmer standen und die Degus beim Trinken aus der Nippelflasche und beim Nagen, auch Nachts recht viel Krach machten. Vom Geruch (wir haben die Bretter natur belassen, weil wir bei einer Lackierung fürchteten dass sie gesundheitsschädlich sein könnte) und vom Dreck der durch die Gitterstäbe der Voliere fliegt, mal ganz zu schweigen.
Bitte nicht falsch verstehen: Wir lieben unsere Degus sehr, aber wenn immer behauptet wird, die Haltung von Degus sei unproblematisch, kann ich dem nicht zustimmen. Wer sich einen Degu anschaffen möchte, sollte bessere Informationen erhalten, damit der Halter im Nachhinein nicht enttäuscht oder überfordert ist. Es ist nicht empfehlenswert, einen Degukäfig im Schlafraum zu halten und wer abends ungestört Fernsehen möchte, sollte den Käfig auch nicht im Wohnzimmer stehen haben.
Nochmal zum Gesundheitszustand und der Lebenserwartung: Unser zweites männliches Pärchen fing (mit der Geschlechtsreife) an, sich zu rivalisieren und sich gegenseitig Verletzungen zuzufügen. Wir mussten sie trennen. Sie leben seither in Einzelhaltung, obwohl uns das im Herzen weh tut. Aber eine Vergesellschaftung mit einem Neuzugang kann auch nicht garantiert werden. Nun stehen zwei große Volieren im Kinderzimmer. Sowohl Platzbedarf, als auch Kosten, sind nicht zu unterschätzen. Alle Männchen waren aus dem gleichen Wurf und haben schon jung angefangen sich die Haare von den Pfoten zu nagen. Einer der Degus hat ein Problem mit dem Ohr. Das Gewebe stirbt ab, so dass er nur noch zwei Drittel des Ohres hat. Der Tierarzt konnte uns weder in bezug auf die kahlen Pfoten, noch mit dem Ohr weiterhelfen. Er vermutet ebenfalls genetische Ursachen. Laut ihm, gibt es über Degus zu wenig tiermedizinische Erkenntnisse. Das wäre für mich noch ein Grund, Degus nicht als Haustiere weiter zu empfehlen - so niedlich sie auch sind und so sehr ich sie auch liebe. Es ist eine wahre Herausforderung ihnen ein Leben möglich zu machen, welches sie verdienen! Sie haben sich nicht ausgesucht in Käfighaltung zu leben. Es ist unsere Verantwortung ihnen ein schönes Leben zu bieten. Deshalb sollten die Beiträge über Deguhaltung ehrlich sein und mögliche Interessenten gut darüber aufklären, welches Tier sie sich mit einem Degu ins Haus holen und wie hoch die Kosten werden können.
Unser Weibchen wurde nicht älter als 4 Jahre. Die Männchen sind mittlerweile ca. 6,5 Jahre alt.
Dieses bekam schon bald Babys. Die Geschlechterunterscheidung scheint also auch für Fachleute nicht leicht zu sein. Es war extrem schwierig die Jungtiere zu vermitteln.
Behalten war unmöglich, weil die Käfige im Kinderzimmer standen und die Degus beim Trinken aus der Nippelflasche und beim Nagen, auch Nachts recht viel Krach machten. Vom Geruch (wir haben die Bretter natur belassen, weil wir bei einer Lackierung fürchteten dass sie gesundheitsschädlich sein könnte) und vom Dreck der durch die Gitterstäbe der Voliere fliegt, mal ganz zu schweigen.
Bitte nicht falsch verstehen: Wir lieben unsere Degus sehr, aber wenn immer behauptet wird, die Haltung von Degus sei unproblematisch, kann ich dem nicht zustimmen. Wer sich einen Degu anschaffen möchte, sollte bessere Informationen erhalten, damit der Halter im Nachhinein nicht enttäuscht oder überfordert ist. Es ist nicht empfehlenswert, einen Degukäfig im Schlafraum zu halten und wer abends ungestört Fernsehen möchte, sollte den Käfig auch nicht im Wohnzimmer stehen haben.
Nochmal zum Gesundheitszustand und der Lebenserwartung: Unser zweites männliches Pärchen fing (mit der Geschlechtsreife) an, sich zu rivalisieren und sich gegenseitig Verletzungen zuzufügen. Wir mussten sie trennen. Sie leben seither in Einzelhaltung, obwohl uns das im Herzen weh tut. Aber eine Vergesellschaftung mit einem Neuzugang kann auch nicht garantiert werden. Nun stehen zwei große Volieren im Kinderzimmer. Sowohl Platzbedarf, als auch Kosten, sind nicht zu unterschätzen. Alle Männchen waren aus dem gleichen Wurf und haben schon jung angefangen sich die Haare von den Pfoten zu nagen. Einer der Degus hat ein Problem mit dem Ohr. Das Gewebe stirbt ab, so dass er nur noch zwei Drittel des Ohres hat. Der Tierarzt konnte uns weder in bezug auf die kahlen Pfoten, noch mit dem Ohr weiterhelfen. Er vermutet ebenfalls genetische Ursachen. Laut ihm, gibt es über Degus zu wenig tiermedizinische Erkenntnisse. Das wäre für mich noch ein Grund, Degus nicht als Haustiere weiter zu empfehlen - so niedlich sie auch sind und so sehr ich sie auch liebe. Es ist eine wahre Herausforderung ihnen ein Leben möglich zu machen, welches sie verdienen! Sie haben sich nicht ausgesucht in Käfighaltung zu leben. Es ist unsere Verantwortung ihnen ein schönes Leben zu bieten. Deshalb sollten die Beiträge über Deguhaltung ehrlich sein und mögliche Interessenten gut darüber aufklären, welches Tier sie sich mit einem Degu ins Haus holen und wie hoch die Kosten werden können.
Unser Weibchen wurde nicht älter als 4 Jahre. Die Männchen sind mittlerweile ca. 6,5 Jahre alt.