Hilfe, mein Hund ist ein Podenco (Mix)

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BlackPassion

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Hallo ihr Lieben.

Ich habe meinen 14 Monate alten Rico vor einem halben Jahr von einer "netten" Familie gekauft.
Ich wusste von Anfang an, dass er nicht leicht sein wird, weil bei ihm unter anderem auch Dobermann mit drinnen ist.

Als ich ihn dann zu Hause hatte, ging es auch schon los.
Man konnte nicht mit ihm spazieren gehen, weil er hinter Fahrräder, rennenden Menschen (insbesondere Kinder), Skateboards, Roller, Motorräder ...... hinter her will.
Er zog permanent an der Leine und hat tausend Dinge gesehen, von denen ich nicht mal eine Kleinigkeit bemerkt habe.
Das beste Beispiel: Er wollte draußen eine Fliege fangen ^^

Drinnen ist er der allerliebste Hund. Sehr verschmust und sehr nähebedürftig.

Seid ich ihn habe, gehe ich auch zur Hundeschule.
Wir wusste, dass er ursprünglich wohl von einem Bauernhof stammen sollte. Angeblich wäre bei ihm Labrador und Dobermann mit drinnen. Andere Rassen wohl auch, aber welche konnte keiner sagen.
Vor mir hatte er zwei Vorbesitzer, die ihn abgegeben haben, weil sie mit ihm nicht fertig wurden (was ich mehr als nur gut nachvollziehen kann)

Vor einer Woche meldete sich seine erste Besitzerin bei mir.
Sie hatte mit den anderen Besitzern (also denen vor mir) damals nur einen Schutzvertrag geschlossen. Der beinhaltete, dass der Hund eigentlich an die ersten Besitzer hätte zurück gehen müssen, und nicht hätte weiterverkauft werden dürfen.

Alles schön und gut.

Man kam dann ins Gespräch und ich habe einiges über Rico erfahren.

Er stammt nicht direkt von einem Bauernhof, sondern aus einem winzigen Verschlag an der polnischen Grenze. Dort ist er zusammen mit seinen 8 Geschwistern in einem vollgeschi*** und vollurinierten Verschlag zur Welt gekommen. Drei seiner Geschwister sind verhungert.

So nahm die Geschichte seinen Lauf. Jeder dachte, es wäre ein Problemhund. Die Vorbesitzer vor mir haben ihn auch geschlagen, ihm kaum Auslauf gegeben und wenn er nicht so wollte wie sie, dann hat er auch schon mal nichts zu fressen bekommen :evil:

So kam er zu mir. Ich habe viel Arbeit, Geduld und Zeit (und vor allem auch eine Menge Geld) in diesen Hund gesteckt.
Ich wollte ihn nicht aufgeben, weil ich immer die Hoffnung hatte, dass ich es hinbekomme. Das es irgendwann besser wird.
Es wurde nicht besser. Auch trotz der ganzen Hilfe.

Gestern habe ich dann einen Anruf von der Mitarbeiterin des Tierschutzes. Sie hat sich daran gemacht, etwas über Rico herauszufinden und auch ein besseres zu Hause für ihn zu finden. Denn ich glaube nicht, dass ich ihm wirklich noch weiterhelfen kann.
Sie hat einen Bruder meines Hundes ganz in unserer Nähe ausfindig machen können. Und bei ihm sieht man voll den Podenco!
Mein Hund ist nicht wie immer angenommen, ein Labrador-Dobermann-Mischling. Nein, er ist ein Podenco-Dobermann-Mischling.

Alle Beteiligten, inklusive mir und der Hundetrainer sind wegen dieser Fehlinformation komplett falsch an die ganze Sache rangegangen :(
Es tut mir so leid, für meinen Hund, dass ich ihn so missverstanden habe :(

(Ich weiß, der Text ist ziemlich lang geworden. Aber ich musste das mal loswerden und hoffe, dass man es auch versteht)

Eigentlich würde ich mich niemals freiwillig von meinem Hund trennen. Ich habe mich für ihn entschieden! Aber ich kann ihm niemals so gerecht werden, wie er es wirklich braucht :(
Aus diesem Grund bleibt mir kaum noch was anderes übrig.

Kennt ihr vielleicht jemanden im Raum Hamburg, der mit Podencos zu tun hat?
Hat jemand vielleicht noch Tipps für mich, wie ich ihn etwas besser handhaben kann? Ich hab schon fast alles durchprobiert. (Halti, Fahrrad fahren, langsame und ruhige Spaziergänge, immer wieder stehenbleiben, Richtungswechsel, Ablenkung ......)

Vielleicht kennt ihr auch jemanden, der einen Podenco-Mix zu sich nehmen würde. Auf meinem Stand würde ich seiner weiterentwicklung leider eher schaden, als ihm noch wirklich zu Helfen.
Dafür fehlt mir die Erfahrung und leider auch die Zeit in dem Ausmaß.

Viele Grüße
Blacki
 
  • Hilfe, mein Hund ist ein Podenco (Mix)

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  • Hilfe, mein Hund ist ein Podenco (Mix) Beitrag #2
Okay, ich zuerst einmal glaube ich, dass ich einige Dinge noch nicht richtig verstanden habe, deswegen frage ich erstmal nach.

Vor einer Woche meldete sich seine erste Besitzerin bei mir.
Man kam dann ins Gespräch und ich habe einiges über Rico erfahren.

Er stammt nicht direkt von einem Bauernhof, sondern aus einem winzigen Verschlag an der polnischen Grenze. Dort ist er zusammen mit seinen 8 Geschwistern in einem vollgeschi*** und vollurinierten Verschlag zur Welt gekommen. Drei seiner Geschwister sind verhungert.
Diese erste Besitzerin hat Rico von dem Bauernhof damals geholt, richtig? Sie hat den Hund gekauft obwohl sie gesehen hat, dass dort extrem schlechte Bedingungen herrschen und der Hund ganz offensichtlich kein Stück sozialisiert sein kann.
Die Besitzer des Bauernhofs haben ihr auch noch freimütig davon erzählt, dass die Geschwister verhungert sind (bzw) sie hat es gesehen), allerdings hat sie nicht den Tierschutz angerufen, sondern trotzdem einen Hund gekauft.

Als nach ein paar Monaten (Wochen?) Probleme mit dem Hund auftauchten (was ja zu erwarten gewesen wäre) hat sie ihn abgegeben an die zweiten Besitzer.
Die Vorbesitzer vor mir haben ihn auch geschlagen, ihm kaum Auslauf gegeben und wenn er nicht so wollte wie sie, dann hat er auch schon mal nichts zu fressen bekommen :evil:
Das hast du gesehen, dass haben dir die Vorbesitzer erzählt, oder das vermutet die Erstbesitzern über die Zweitbesitzer?
Wenn es nur Gerüchtcharakter hat würde ich solchen Aussagen erstmal nicht viel beimessen, es gibt viele Leute die gerne sowas erzählen.

Das die Zweitbesitzer den Hund nicht an die Erstbesitzerin (die sich ja ebenfalls kaum länger als ein paar Wochen oder Monaten mit ihrem "Fehlkauf" beschäftigt hat) zurückgeben wollten kann ich sogar nachvollziehen.

Ich habe viel Arbeit, Geduld und Zeit (und vor allem auch eine Menge Geld) in diesen Hund gesteckt.
Aber du hast Rico doch erst seit 6 Monaten und zudem ist er mitten in der Pupertät, da darf man doch einfach keine Wunder erwarten, vor allem wenn der Hund schon durch so viele Hände gegangen ist.
Sie hat einen Bruder meines Hundes ganz in unserer Nähe ausfindig machen können. Und bei ihm sieht man voll den Podenco!
Mein Hund ist nicht wie immer angenommen, ein Labrador-Dobermann-Mischling. Nein, er ist ein Podenco-Dobermann-Mischling.
Erstens, auch hier frage ich mich, wie sicher man wirklich weiß, dass es ein Vollbruder (Wurfgeschwister) ist und zudem kann man bei Mischlingen gerade in fortgeschrittener Generation nicht immer vom Aussehen zwingend auf die Rasse schließen. Ein Mischling kann äußerlich nach Schnauzer aussehen aber genetisch ein Labradore/Pudel/Neufundländer - Mischling sein.
Also vergiss diese Info ruhig wieder.
Dann kommt noch dazu, nur weil der Hund ein Podenco ist, heißt dass ja nun wirklich nicht, dass er nicht erzogen werden könnte.

Er ist ein aktiver, junger Rüde (mit schwieriger Vergangenheit) im besten Flegelalter, was erwartest du) ;)

Alle Beteiligten, inklusive mir und der Hundetrainer sind wegen dieser Fehlinformation komplett falsch an die ganze Sache rangegangen :(
Was hätte man denn in der potenziellen Podenco-Erziehung anders machen müssen deiner Meinung nach und warum solltes dafür jetzt zu spät sein, Rico ist doch noch ganz jung.
Eigentlich würde ich mich niemals freiwillig von meinem Hund trennen. Ich habe mich für ihn entschieden! Aber ich kann ihm niemals so gerecht werden, wie er es wirklich braucht :(
Was glaubst du braucht er?
Ist es nicht eher so, dass er dir nicht gerecht wird, weil du lieber einen "einfacheren" Hund hättest?

Ich hab schon fast alles durchprobiert. (Halti, Fahrrad fahren, langsame und ruhige Spaziergänge, immer wieder stehenbleiben, Richtungswechsel, Ablenkung ......)
Nichts davon klingt nach geeigneter, geistiger Auslastung, die allerdings jeder Hund braucht, Podenco hin oder her.
Was ist also mit Dummytraining, Clickern usw, und wie lange habt ihr die Schleppleine probiert um sein Problem mit den Radfahrern zu lösen?

Für mich klingt das, als währt ihr halt erst am Anfang des Trainings und wenn du dich reinhängst dann kann man da bestimmt noch eine Menge machen.
Wenn du allerdings keine Lust mehr auf ihn hast, such ihm ein anderes Zuhause, wo jemand bereit ist all die Arbeit in ihn reinzustecken die er braucht.

Sorry, ich will nicht böse klingen, aber denke vielleicht sollten diese Dinge mal so deutlich gesagt werden.
Bitte fühl dich nicht angegriffen.
 
  • Hilfe, mein Hund ist ein Podenco (Mix) Beitrag #3
Hallo und Guten Morgen,

ich frage mich zwar wo genau an der polnischen Grenze ein Podenco-Mischling herkommen soll, aber nun gut, es gibt inzwischen wohl nichts mehr, was es nicht gibt. Wie genau kommt ihr denn drauf, dass da Podenco drin ist? Hast du mal ein Bild? (wie gesagt in Polen auf einen Podenco zu treffen ist eher untypische, dort sind es eher die HSH-Mixe und die Mixe aus Straßenhunden X. Generation mit "Haushunden" - schon ab der 3./4. Generation "auf der Straße" entwickeln sich sogenannte "Pariahunde" bzw. erste "Pariahundemerkmale" = Stehohren, hochbeinig, lange Rute, lange Suchnauze (also typähnlich zu den Podencos, die ja zu den Hunden vom Urtyp zählen), was dann mit einem Podenco aber nicht zwingend was zu tun hat ;))

Und meine Frage: was genau ist jetzt das Problem? Der Jagdtrieb? Und was genau daran ist jetzt dem geschuldet, dass es ein angeblicher Podi-Mix ist? :eusa_think:

Was habt ihr denn schon alles an Training hinter euch?
Halti ist keine Trainingsmethode sondern ein Hilfsmittel, Fahrradfahren ist auch kein Training sondern körperliche Auslastung...
Was verstehst du unter Ablenkung? Und wie genau hast du das mit den Richtungswechseln umgesetzt/trainiert? Wie lange hast du das gemacht? Und was wolltest du damit erreichen?

Was genau ist das Problem im Alltag? Welche Situationen kannst du momentan nicht händeln?
Wie sieht ein Tag bei euch euch aus? Was machst du mit dem Hund?
Welche Erwartungen hast/hattest du den an den Hund? Und was davon klappt, was nicht?

Für mich klingt das ganz und gar nicht nach einem Problem, was man jetzt (zumindest ausschließlich) dem angeblichen Podenco-Anteil zu schieben kann, sondern nach einer tiefen Lücke zwischen Erwartung und Realität und einem grundsätzlichen Problem mit dem Jagdtrieb eines Hundes. ;)

Podencospezifisch wäre ein Jagen mit Nase, Ohren und Augen, sehr hohe Aufmerksamkeit auf alles und jeden, nur nicht das andere Ende der Leine, aber kein Reagieren auf jeden Bewegungsreiz! ;) Meine DSH-Hündin fängt übrigens sehr geschickt und ausdauernd Fliegen und mein Podenco nicht, mein Dackel-Whippet-Mix hat/hatte ein Problem mit Joggern und Radfahrern und mein Podenco nicht...:eusa_shhh: Er ist dafür nur bedingt ableinbar, da er von 0 auf 100 weg ist und nicht zu 100% abrufbar (Futter interessiert ihn nur bedingt, Spielzeug gar nicht, somit muss ich immer schneller sein als eher im Entdecken von potentieller Beute, was dazu führt, dass er in unübersichtlichem Gelände zur Sicherheit an der Schlepp bleibt, es heißt aber nicht, dass er draußen alles hetzt was sich bewegt und null komma null auf mich reagiert...die Phase hatten wir am Anfang, die hatte aber auch meine Freundin mit ihrem Malinois, meine Bekannte mit ihrem Border und meine Nachbarin mit ihrem Schnauzermis...nur um nochmal zu betonen, dass das nicht an einer Rasse festzumachen ist...:angel:)
 
  • Hilfe, mein Hund ist ein Podenco (Mix) Beitrag #4
Hallo.
Ich muss noch ein paar Dinge richtig stellen.

Die ersten Besitzer haben ihn vom Tierschutz, der ihn und seine Geschwister aus dem Schuppen geholt haben. Durch je mehr Hände er gegangen ist, desto mehr Infos sind verloren gegangen.

Das mit dem Futterentzug und dem Schlagen haben sie mir selber erzählt Zitat: der Hund brazchtebeine harte Hand.

Das sechs Monate keine allzu lange zeit bei einem solchen Hund ist,ist mir durchaus bewusst.Aber von der Anfangssituation bis jetzt hat sich keine Besserung eingestellt. Ich haben eher das Gefühl, dass es schlimmer geworden ist.

Meiner Meinung nach.besucht er viel mehr Auslastung und auch Freilauf,.uns beides kann ich ihm nicht in den Maße bieten.
Ich habe zusammen mit meinem Freund dran gearbeitet.
Er hatte bis vor kurzem einen anderen Job. Der Hund war max 3-4 Stunden am.tag alleine. Jetzt sind es 9. Für ihn ein absolutes No. Go.
Wenn ich einen einfachen Hund hätte haben wollen, hätte ich mir einen goldi geholt ^^
Wir haben auch schon viel mit geistiger Auslastung probiert. Suchspiele, clickern,.denkaufgaben etc. Drinnen alles kein Problem. Draußen bekommt man nicht mal seine Aufmerksamkeit. Nicht einmal mit lecker und in einer ruhigen Gegend ohne viel Ablenkung..
 
  • Hilfe, mein Hund ist ein Podenco (Mix) Beitrag #5
Um dir eventuell helfen zu können, wäre es schön, wenn du meine und Kompassqualles Fragen beantworten könntest. ;)

Mein Fazit momentan: Hund funktioniert nicht, wie du es willst, also soll er weg.
Das ist an sich ja keine schlimme oder verurteilenswerte Erkenntnis, allerdings hört es sich für mich auch so an, als ob ihr etwas ziellos "herum gedoktert" habt, mit vielen falschen Erwartungen und vielleicht auch der grundsätzlich falschen Einstellung - auch das meine ich nicht böse. ;) Wer einen Retriever möchte und einen Jagdhund-HSH-whatever-Mix aus dritter Hand mit fraglicher Vorgeschichte bekommt, ist erst mal komplett falsch bedient...:?

Jetzt gilt es herauszufinden, was ihr wollt, was ihr leisten könnt und was der Hund geben kann.
Mit Geduld, Konsequenz und Kompromissbereitschaft lässt sich meines Erachtens nach immer ein Weg finden.
Dabei würde ich gerne helfen, aber dazu brauche ich Antworten auf meine Fragen. ;)

Was habt ihr für die Bindung zu eurem Hund getan?
Habt ihr es mal mit reiner Handfütterung versucht?
Habt ihr an der Schleppleine draußen trainiert?

Wenn ihr drinnen den Clicker richtig konditioniert habt und der Hund das gut akzeptiert, sollte das auch iwann draußen sitzen, allerdings ist das nicht für jeden Hund was und man muss ein gutes Timing, so wie ein gutes Auge haben. D.h. es kann theoretisch sein, dass du seit 6 Monaten am Hund "vorbei" trainierst und ihr euch zwar drinnen (ablenkungsfrei, vertraut) ab und an mal "trefft", aber eben noch kein Grundgerüst aufgebaut ist, was dann draußen nutzbar ist. ;)

Bei der Vorgeschichte sind 6 Monate übrigens gar nichts. :eusa_shhh: Ein Hund braucht erst mal Vertrauen und eine Bindung bevor er anfangen kann zu kommunizieren, zu reagieren und zu verstehen! Das kann bei einem misshandelten Hund, der bis dato nur schlechte Erfahrungen gemacht hat locker 1-2 Jahre gehen bis wirklich der letzte Funken Misstrauen und Blockade verschwunden ist!

Des Weiteren befindet sich der Hund gerade in einem Alter, wo ihm eh alles egal ist! ;) Da bekommen selbst Leute, die den Hund von Welpe an haben und eine gute Bindung haben, Probleme in Bezug auf Aufmerksamkeit und Co!

Was würde ich machen?

Erst mal nur noch aus der Hand füttern und nur wenn der Hund etwas dafür gemacht hat. Anfangen in der Wohnung. Rufübungen: dein Freund sitzt auf dem Sofa, du stehst ein paar Meter von ihm weg. Freund ruft den Hund, Hund kommt, Futter. Du rufst, Hund kommt, Futter. Sollte er loslaufen ohne gerufen worden zu sein bekommt er von dem, wo er hinläuft KEIN Futter, sondern der andere ruft wieder. Steigerungen sind dann nach einer Weile: Sitz machen lassen bevor er das Futter bekommt, Abstand vergrößern (iwann in verschiedenen Räumen) usw.

Suchspiele in der Wohnung. Futter verstecken, Hund mit "Such" losschicken. Steigerungen: Hund absitzen lassen vor dem "Such" (iwann auch in einem anderen Raum), bestimmte Futterbrocken zum Tabu erklären (d.h. er darf nur die nehmen auf die du zeigst, die anderen nicht, mit "Nein" (oder was auch immer) somit ein Abbruchsignal einführen) usw.

Such dir jemanden, der die die Arbeit mit Futterbeutel gut erklären kann! Lass dir helfen beim Aufbau des Apportierens und fange in kleinen (winzigen) Schritten an. Am Besten auch in der Wohnung beginnen, dann erst rausgehen, wenn der Hund das Grundprinzip verstanden hat. Da auch hier das Timing sehr wichtig ist, wäre es gut das mit einem Trainer anzufangen um Fehler von vorne herein zu vermeiden! Wenn die Grundlagen sitzen, ist der Futterbeutel ein tolles Mittel! Mein Podi z.B. apportiert nicht wirklich gerne und gut, aber ab und an Futterbeutelarbeit findet er super toll. Er hat das Prinzip verstanden und findet es wesentlich sinnvoller, als Spielzeug zu holen ("Hol den Kram doch selber, du hast es ja auch weggeworfen")...immerhin ist es ja Essen, was er da holt(jagt)...:mrgreen:

Noch toller findet mein Podenco die Reizangel. Sehr gut für das Trainieren eines "Stoppsignals" aus der Hatz heraus. An der Reizangel sitzt das bei meinem Podi zu 100%, somit hab ich draußen bei ihm je nach Situation immerhin ein 80-90% Chance. ;) Und es ist richtig gemacht (mit Aufwärmen, auf weichem Untergrund und maximal 15-20min am Stück (zu Beginn max. 5min!!!!!)) eine schöne körperliche Auslastung, die auch den Jagdtrieb "befriedigt".
 
  • Hilfe, mein Hund ist ein Podenco (Mix) Beitrag #6
Hallo,
Tompina und Kompassqualle - tolle Beiträge , habe sie auch wenn ich sicher keinen "Problemhund" habe sehr interessiert durch gelesen. Danke dafür.

Nun ist es aber so, daß in dem letzten Beitrag der Themengeberin in einem Nebensatz folgendes gesagt wurde: "Nun ist der Hund 9 Stunden täglich allein " und selbst fügte sie dazu dass sei ein "No Go."
Ja und genau das ist es.

9 Stunden kann ganz ausnahmsweise ein ansonsten ausgelasteter ausgewogener Hund , ganz zur Not MAL alleine sein. Aber ein so junger, extrem aktiver und noch dazu kaum erzogener unsicherer Hund der einige Probleme (wobei ich diese nicht verstehe) mit sich bringt auf keinen Fall.

Sollte sich an dieser Situation nichts ändern, ist der Themengeberin auf jeden Fall, wie sie es selbst im ersten Beitrag schrieb, zu raten für das Tier ein neues gutes, erfahrenes zu Hause mit viel Zeit zu suchen.
Und desweiteren auch nicht zu einem anderen Hund zu raten. So hart es klingt.


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Ich konnte auch nicht herauslesen WAS genau den Hund der Themengeberin zum Problemhund macht? Was macht er denn "falsch"?
Jagdtrieb....Unaufmerksamkeit...Fliegen jagen....nicht abrufbar....

Nun dazu braucht es keinen Podenco im Stammbaum...das kann einem, wenn man nicht mit dem Tier arbeitet genauso mit einem Chi , Goldi oder Dogge passieren.


LG Suno
 
  • Hilfe, mein Hund ist ein Podenco (Mix) Beitrag #7
Suno, danke! :D:uups:

Die Frage wäre in diesem Fall halt - 9 Stunden am Stück oder 9 Stunden insgesamt.
Deshalb auch meine Frage nach dem Tagesablauf.

Grundsätzlich ließe sich das ja vielleicht auch mit einer Betreuungsperson lösen.
Wenn es aber ohnehin an allen Ecken hakt und die Zeit und Muse für konsequentes Training fehlt, dann ist eine Abgabe sicher das Beste!
 
  • Hilfe, mein Hund ist ein Podenco (Mix) Beitrag #8
hi black passion,

ohne dir jetzt zu nahe treten zu wollen, aber wenn nach sechs monaten nicht die geringste verbesserung eingetreten ist, würde ich sagen, dass das ganz falsch angegangen wurde, gerade zum bsp thema leinenzerren. habt ihr rausgefunden WARUM er zerrt? für das zerren gibt es viele gründe, zum bsp wenn die nase ständig am boden ist kann das sein weil er nach stellen zum markieren sucht (wenn man das nicht kontrolliert, bzw. unterbindet kann das zwanghaft werden, gerade wenn sehr viele hunde auf engem raum sind), oder er jagt, oder er sucht nach etwas fressbarem, oder er ist hyperaktiv/gelangweilt... für jeden grund gibt es eine andere herangehensweise. dann gibt es das andere zerren wo er in die leine springt, zum bsp bei anderen hunden (wil denjenigen vertreiben oder möchte hin), irgendwelche fixierungen, bewegungsreize usw.

meiner erfahrung nach kann man nach vier wochen eine merkliche verbesserung sehen, wenn man aufmerksam analysiert, konsequent trainiert und das tier artgerecht ausgelastet ist. da ich auch aus hamburg komme biete ich dir an zusammen spazieren zu gehen wenn du das möchtest, dann würde ich mir das ankucken.
 
  • Hilfe, mein Hund ist ein Podenco (Mix) Beitrag #9
Hm, lieber TE, bist du sicher, dass es keine Verbesserungen gibt?:)
Manchmal sind sie klein und fallen kaum auf oder aber das Problem ist groß und man ist einfach genervt über das, was nicht klappt. Mein Freund hat bei unserem Hund auch so seine Probleme Fortschritte zu sehen, weil die Baustellen recht groß sind. (Besser gesagt: Für unsere derzeitigen Lebensumstände sind sie groß, im Grunde sind sie das nicht so wirklich;))
Ich weiß nicht, wie viele Leute ihm sagen mussten, dass er ein toller Hund ist, der Baustellen hat, aber dass er große Fortschritte macht. Könnte sein, dass es jetzt langsam anfängt durchzusickern. Hast du jemanden, der dich ab und zu drauf hinweist?
Wenn du aber sechs Monate lang keine Verbesserungen siehst, ist das sehr demotivierend. Ich weiß, wovon ich rede, nur dass wir unser Tief schon viiiel früher hatten.;)
Hast du die Trainerin einzeln oder mit mehreren in der Hundeschule?
 
Thema:

Hilfe, mein Hund ist ein Podenco (Mix)

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