würgehalsbänder

Diskutiere würgehalsbänder im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Joa, in dem Video sagt er ganz klar "Der Unterschied zwischen der Benutzung von Leckerlis und 'Werkzeugen', ist dass ich ihr (dem Hund) die...
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ShiGi

ShiGi

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Joa, in dem Video sagt er ganz klar "Der Unterschied zwischen der Benutzung von Leckerlis und 'Werkzeugen', ist dass ich ihr (dem Hund) die Kommandos über Disziplin/Strafe/Züchtigung und nicht über
Motivation gebe"(frei übersetzt). Man könnte auch sagen, es ist ihm egal, ob der Hund Spaß am Training hat und gerne mit seinem Menschen zusammen arbeitet, er soll hauptsächlich gehorchen. Kann man schon so machen, ist halt nicht besonders nett dem Hund gegenüber...

Modi, was ist denn deiner Meinung nach Konditionierung? Konditionierung kann ja alles sein. Von Leckerli geben bis zu Hund verprügeln. In dem Video wird über den unangenehmen Reiz durch das Halsband konditioniert. Das funktioniert auch nur so schnell, weil der Reiz stark genug, also schmerzhaft ist.
 
demona

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Was bringt er denn dem Hund deiner Meinung nach bei? Es ist Konditionierung, was er da betreibt.
Und was macht der Hund da? Nichts!
Was er dem Hund beibringt? Dass der Mensch unberechenbar ist. Der Hund WEISS nicht, dass er nicht ziehen soll, er bekommt nur eine drauf wenn er es macht. Warum korrigiert er den Hund nicht BEVOR er am Ende der Leine angekommen ist?


Ein normales Halsband wäre auch effektiv, sieht aber natürlich nicht so spektakulär aus.
Diese Aussage kann man auch umdrehen: Wieso sollte man über Wochen ein Verhalten einstudieren anstatt in einer Stunde tatsächliche Ergebnisse zu haben. Und wer sich mal angeschaut hat, wie Hunde miteinander umgehen oder sogar einfach nur spielen, der wird feststellen, dass an solchen Korrekturen nun mal garnichts dran ist, was dem Hund irgendwie schadet, ihm weh tut oder gar Leiden zufügt.
So, damit hast du dich für mich disqualifiziert. WIR sind Menschen! WIR sind KEINE Hunde. WIR fordern von Hunden Dinge, die kein anderer Hund von einem Hund fordern würde. Eine kurze Korrektur wenn ein anderer Hund zu nah kommt, zeigt dem Hund, "GEH WEG!"
Der "Trainer" "beißt" den Hund aber wenn er weg geht und will ihn zur Nähe zwingen. Das ist so unnatürlich, dass es weh tut und zwar nicht nur körperlich.

Warum wird immer dieses sinnlose "Argument" gebracht? Sieh dir doch mal an wie Hunde untereinander reagieren, das ist ja gar nicht schlimm und das tut auch nicht doll weh. Ja, verdammt, weil Hund wissen, was sie tun - zumindest in den optimalsten Fällen. Das sind Millisekunden und davor hat im Normalfall eine so lange körpersprachliche Kommunikation stattgefunden, dass man daraus einen 200 Seiten Roman schreiben könnte. Eine körperliche Korrektur ist das letzte Mittel.

Warum ist es bei Menschen immer gleich das erste Mittel? Weil sie sonst hilflos sind? Da findet vorher keine Kommunikation statt, der Hund rennt in die Leine/Stachler, wird für etwas bestraft, was er gar nicht versteht und dann vielleicht nochmal kräftig dran rucken damit er es auch ja lernt. Himmel, das sind Methoden aus dem Mittelalter und da sollten sie auch bleiben.

Menschen, die in einer Stunde ein perfektes Ergebnis wünschen, sollten sich ein Steiff-Tier kaufen aber bitte kein lebendes Wesen.
 
M

Modi

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Joa, in dem Video sagt er ganz klar "Der Unterschied zwischen der Benutzung von Leckerlis und 'Werkzeugen', ist dass ich ihr (dem Hund) die Kommandos über Disziplin/Strafe/Züchtigung und nicht über Motivation gebe"(frei übersetzt). Man könnte auch sagen, es ist ihm egal, ob der Hund Spaß am Training hat und gerne mit seinem Menschen zusammen arbeitet, er soll hauptsächlich gehorchen. Kann man schon so machen, ist halt nicht besonders nett dem Hund gegenüber...
Nö, ganz und garnicht. Ein Hund braucht eine Struktur. Dann ist er glücklich. Ich habe in dem Video keine einzige Sequenz gesehen, bei der sich der Hund irgendwie unwohl gefühlt hat oder Angst hatte. Ja, ein paar Situationen waren für ihn körperlich nicht angenehm. Aber dadurch wird er nicht ungerne mit dem Menschen zusammen arbeiten. Sondern eine Struktur erlernen. Mensch möchte X, wenn ich erfülle, was der Mensch will, geht es uns beiden gut.

Und er arbeitet an solchen Stellen eben mit Disziplin, damit nicht etwas auftaucht, wo der Hund einfach sagt: Hey, schön dass du mir Leckerli gibst, aber die Katze zu jagen ist nun interessanter. Ich bin dann mal weg.

Modi, was ist denn deiner Meinung nach Konditionierung? Konditionierung kann ja alles sein. Von Leckerli geben bis zu Hund verprügeln. In dem Video wird über den unangenehmen Reiz durch das Halsband konditioniert. Das funktioniert auch nur so schnell, weil der Reiz stark genug, also schmerzhaft ist.
Was ist meiner Meinung nach Konditionierung? Einem Hund beibringen ein Verhalten entweder öfter oder seltener zu zeigen. Mit einem Stachelhalsband kann ich dies auf zwei Arten machen. Durch eine positive Bestrafung (Impuls an der Leine) oder durch eine negative Verstärkung.

Und nein, es funktioniert nicht so schnell, weil der Reiz stark genug oder schmerzhaft ist. Wenn du das glaubst, dann hast du nichts verstanden. Der Reiz muss groß genug sein, damit der Hund ihn wahrnimmt. Im "Normalzustand" reicht ein kleiner Impuls mit zwei Fingern. Ist der Hund dagegen aufgeregt, muss der Impuls stärker sein, damit er zum Hund durchdringt. Beides ist aber weit von Schmerzen entfernt.

Im Video bringt er dem Hund bei, dass er selbst bestimmt wie viel Druck (leash pressure) er bekommt.

Nur weil er nicht mit Leckerli arbeitet, bedeutet es noch lange nicht, dass es alle Trainer so tun. Der Hund zieht an der Leine, ihm wird es unangenehm. (Negative Verstärkung) Lässt er nach und geht in Richtung des HH, wird es sofort angenehm. (Positive Verstärkung). Kommt er zum HH wird er noch ein Mal belohnt (zweite positive Verstärkung). Und dadurch lernt der Hund schneller das Verhalten zu ändern.
 
demona

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Ist der Hund dagegen aufgeregt, muss der Impuls stärker sein, damit er zum Hund durchdringt.
Nö, dann muss der Abstand zum aufregenden Ding/Gegenstand/Tier vergrößert werden bis der Hund wieder normal ansprechbar ist. Geht auch ohne Stachler.

Im Video bringt er dem Hund bei, dass er selbst bestimmt wie viel Druck (leash pressure) er bekommt.
Ich hasse diesen Ausspruch. "Ja, wenn er nicht zieht, tut er sich auch nicht weh", boah, da könnte ich dezent an die Decke gehen. Der Hund WEISS nicht, was du von ihm willst und er wird für etwas bestraft, was er nicht weiß. Das ist wie Topfschlagen nur in unfair.

Das ist, als würde ich dich irgendwo hinstellen und für mich ein Ziel setzen. z.B. Du sollst in die Luft springen. Und immer, wenn du nicht in die Luft springst, rupfe ich an dem Halsband. Jetzt bist du ein Mensch - und immer noch kein Hund - und wirst relativ schnell verstehen, was ich will. Oder mir eine knallen, je nachdem. Der Hund versteht das nicht so schnell, der muss unnötig leiden - ja, leiden - weil sich manche "Trainer" zu fein, faul oder blöd sind um dem Hund es VORHER zu verklickern, was von ihnen gewünscht ist. Bevor zu solchen unfairen Mitteln gegriffen wird.

Der Hund zieht an der Leine, ihm wird es unangenehm. (Negative Verstärkung) Lässt er nach und geht in Richtung des HH, wird es sofort angenehm. (Positive Verstärkung). Kommt er zum HH wird er noch ein Mal belohnt (zweite positive Verstärkung). Und dadurch lernt der Hund schneller das Verhalten zu ändern.
Warum muss es erst negativ werden? Warum "warne" ich den Hund nicht erstmal vor, dass die Leine gleich zu Ende ist? Und nur weil das Unangenehme weg ist, ist es nicht gleich angenehm. Der Hund könnte das uach mit dem vorbei fahrenden Radfahrer verbinden, dem er ausgewichen ist. Sprich, wenn ein Radfahrer vorbei fährt, geht der Druck weg. Damit hat er noch nicht gelernt, dass er erst gar nicht ziehen soll.

Und nochmal, ein Stachler sollte nicht so eingesetzt werden. Er ist ein Mittel zur Verfeinerung eines Kommandos. Also wenn der Hund genau weiß, was man von ihm will um es für Millimeter Arbeit einzusetzen. Nicht um es dem Hund so unangenehm wie möglich zu machen.
 
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Modi

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Ich hasse diesen Ausspruch. "Ja, wenn er nicht zieht, tut er sich auch nicht weh", boah, da könnte ich dezent an die Decke gehen. Der Hund WEISS nicht, was du von ihm willst und er wird für etwas bestraft, was er nicht weiß. Das ist wie Topfschlagen nur in unfair.
Aha, ich finde Topfschlagen dagegen unfair. Du schreibst schonwilder, dass der Hund für etwas bestraft wird. Er wird nicht bestraft, es wird ihm unangenehm gemacht. Es hat mit Bestrafung nichts zutun. Bestrafung ist eine komplett andere Art der Konditionierung.

Ja, der Hund weiss nicht, wieso er etwas unangenehm empfindet. Und dann probiert er etwas aus. Nämlich weniger zu ziehen. Der Hund gibt etwas druck nach und der HH sehr viel mehr. Und nach ein paar Mal hat der Hund gelernt: Wenn ich ziehe, wird es unangenehm, wenn ich nicht ziehe, ist es angenehm.

Das ist, als würde ich dich irgendwo hinstellen und für mich ein Ziel setzen. z.B. Du sollst in die Luft springen. Und immer, wenn du nicht in die Luft springst, rupfe ich an dem Halsband. Jetzt bist du ein Mensch - und immer noch kein Hund - und wirst relativ schnell verstehen, was ich will. Oder mir eine knallen, je nachdem. Der Hund versteht das nicht so schnell, der muss unnötig leiden - ja, leiden - weil sich manche "Trainer" zu fein, faul oder blöd sind um dem Hund es VORHER zu verklickern, was von ihnen gewünscht ist. Bevor zu solchen unfairen Mitteln gegriffen wird.
Was du hier beschreibst, sind Kommandos. Es hat nichts mit der Konditionierung des Halsbandes zutun, die im Video gezeigt wird. Die richtige Anwendung hier wäre, z.B. mit Sitz. Der Hund hat Sitz schon zig mal gemacht. Du sagst Sitz, der Hund reagiert nicht. Du nimmst die Leine und ziehst die leicht nach oben. Dadurch baust du den Druck auf. Und sobald der Hund sich setzt, lässt du den Druck nach. Das ist die richtige Anwendung. Und nicht irgendwelche Impulse zu verteilen.

Der Hund könnte das uach mit dem vorbei fahrenden Radfahrer verbinden, dem er ausgewichen ist. Sprich, wenn ein Radfahrer vorbei fährt, geht der Druck weg. Damit hat er noch nicht gelernt, dass er erst gar nicht ziehen soll.
Jau, dann hat er etwas falsches gelernt. So what? Es nennt sich Training. Man wiederholt die Aktionen immer wieder. Dann lernt der Hund irgendwann mal das richtige und vergisst das falsche.
 
demona

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Ja, der Hund weiss nicht, wieso er etwas unangenehm empfindet. Und dann probiert er etwas aus. Nämlich weniger zu ziehen. Der Hund gibt etwas druck nach und der HH sehr viel mehr. Und nach ein paar Mal hat der Hund gelernt: Wenn ich ziehe, wird es unangenehm, wenn ich nicht ziehe, ist es angenehm.
Wenn es so wäre, würde kein Hund der Welt auf Dauer an irgendeinem Halsband ziehen weil das immer unangenehm ist. Jetzt gibt es aber in der Praxis verdammt viele Hunde, die auf Dauerzug laufen, die haben das also nicht über die Theorie "Ziehen - unangenehm, nicht ziehen - angenehm" gelernt. Es gibt sogar Hunde, die ziehen beim Stachler weil sie es schlicht und einfach gewohnt sind und sie den dauernden Druck am Hals als Normal empfinden.

Was du hier beschreibst, sind Kommandos. Es hat nichts mit der Konditionierung des Halsbandes zutun, die im Video gezeigt wird. Die richtige Anwendung hier wäre, z.B. mit Sitz. Der Hund hat Sitz schon zig mal gemacht. Du sagst Sitz, der Hund reagiert nicht. Du nimmst die Leine und ziehst die leicht nach oben. Dadurch baust du den Druck auf. Und sobald der Hund sich setzt, lässt du den Druck nach. Das ist die richtige Anwendung. Und nicht irgendwelche Impulse zu verteilen.
Falsch.

Der Stachler würde nicht so eingesetzt. Wenn der Hund auf "Sitz" nicht reagiert, hat er das Kommando schlicht noch nicht verinnerlicht oder er ist zu abgelenkt. Dafür ist der Stachler nicht da, ganz einfach. Bei deinem Beispiel würde ich wollen, dass der Hund neben mir sitzt. Ich sage Sitz, Hund setzt sich, soll aber 5 Millimeter weiter drüber sitzen und dann würde der Stachler mit einem kurzem Impuls eingesetzt - SEHR vereinfacht ausgedrückt. Die Praxis ist sehr viel komplizierter aber der Stachler ist nicht dazu da ein Kommando durchzusetzen sondern es zu verfeinern. Wenn der Hund es wirklich und unter jedem Umstand verstanden hat.

Ich bleibe dabei, dass es unfair ist einen Hund in einen Stachler rein rennen zu lassen ohne ihm vorher zu verclickern, was ich von ihm will. Und doch, das ist eine Bestrafung. Bestrafungen fangen nicht erst an wenn Blut fließt oder der Hund vor Schmerzen schreit.
 
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Modi

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Wenn es so wäre, würde kein Hund der Welt auf Dauer an irgendeinem Halsband ziehen weil das immer unangenehm ist. Jetzt gibt es aber in der Praxis verdammt viele Hunde, die auf Dauerzug laufen, die haben das also nicht über die Theorie "Ziehen - unangenehm, nicht ziehen - angenehm" gelernt. Es gibt sogar Hunde, die ziehen beim Stachler weil sie es schlicht und einfach gewohnt sind und sie den dauernden Druck am Hals als Normal empfinden.
Du sagst es ja selbst. Deshalb konditioniert man das Stachelhalsband als negativen Verstärker. Ich weiß jetzt nicht, wo dein Problem ist.

Falsch.

Der Stachler würde nicht so eingesetzt. Wenn der Hund auf "Sitz" nicht reagiert, hat er das Kommando schlicht noch nicht verinnerlicht oder er ist zu abgelenkt. Dafür ist der Stachler nicht da, ganz einfach. Bei deinem Beispiel würde ich wollen, dass der Hund neben mir sitzt. Ich sage Sitz, Hund setzt sich, soll aber 5 Millimeter weiter drüber sitzen und dann würde der Stachler mit einem kurzem Impuls eingesetzt - SEHR vereinfacht ausgedrückt. Die Praxis ist sehr viel komplizierter aber der Stachler ist nicht dazu da ein Kommando durchzusetzen sondern es zu verfeinern. Wenn der Hund es wirklich und unter jedem Umstand verstanden hat.
Alle Trainer in den USA trainieren es so, wie ich es beschrieben habe. Ich habe dagegen keinen einzigen Trainer gesehen, der es so macht, wie du es beschreibst.
 
demona

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Du sagst es ja selbst. Deshalb konditioniert man das Stachelhalsband als negativen Verstärker. Ich weiß jetzt nicht, wo dein Problem ist.
Dass der Hund es im schlimmsten Fall nie lernt und ständig am Stachler geführt wird weil "wenn es ihm weh tut, hört er ja auf zu ziehen." 🙄 Das ist dann halt so und natürlich überhaupt nicht Tierschutzrelevant. Nein, wie auch?

Alle Trainer in den USA trainieren es so, wie ich es beschrieben habe. Ich habe dagegen keinen einzigen Trainer gesehen, der es so macht, wie du es beschreibst.
Und hier scheiden sich die Geister. Die deutschen Trainer haben früher auch so trainiert bis man festgestellt hat, dass es bessere, modernere Methoden gibt und man den Stachler nur noch zum korrigieren nutzen muss. Aber gut, was will ich von einem Land halten, wo ein Tierquäler wie der Milan als Held und Hundeguru gefeiert wird?

Da werden wir nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen.
 
M

Modi

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Dass der Hund es im schlimmsten Fall nie lernt und ständig am Stachler geführt wird weil "wenn es ihm weh tut, hört er ja auf zu ziehen." 🙄 Das ist dann halt so und natürlich überhaupt nicht Tierschutzrelevant. Nein, wie auch?
Und die Praxis ist... Es kommt immer auf den Trainer an. Nimm z.B. die Hunde aus diesem Video hier: Die tragen alle einen Stachel-HB. Jetzt siehst du, wie die arbeiten. Findest du es nun so schlimm, dass die dieses HB tragen und kein einfaches?

 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Die Argumentation dreht sich hier echt spektakulär im Kreis.

Der Punkt, dass Modi Erziehung mit Starkzwang in Ordnung findet und auch das Thema Konditionierung nur oberflächlich erfasst hat ist doch jetzt hinreichend erörtert im Gegensatz zur tierschutzorientierten Erziehung über Motivation und Vertrauen.

Muss das jetzt noch 3798468 mal anders formuliert werden?

Im Übrigen finde ich diese Videos echt furchtbar zum Anschauen und sollten ausdrücklich als Negativbeispiele durch die Moderation gekennzeichnet werden sofern man keinen Wert auf hirnlos gedrillte und völlig gestresste Hunde legt.
 
demona

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Mido, du hast ja Recht aber ich kann es einfach nicht so stehen lassen. Sorry.

Und ja, ich finde das Video schrecklich. Ständiges Gerucke am Stachler, und ein Kind sollte niemals nicht eine Leine mit Stachler dran in die Hand gedrückt bekommen. Dieses Video, Katastrophe. Irgendwelche Prolls, die sich ach so geil finden mit ihren Schäferhunden und wie toll sie hören. 🙄 Wären die Hunde richtig erzogen bzw. trainiert, wären die Stachler nicht notwendig.

Egal, ich glaube, ich bin dann mal raus. So eine Tierquälerei kann man einfach nur scheiße finden.
 
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M

Modi

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Der Punkt, dass Modi Erziehung mit Starkzwang in Ordnung findet und auch das Thema Konditionierung nur oberflächlich erfasst hat ist doch jetzt hinreichend erörtert im Gegensatz zur tierschutzorientierten Erziehung über Motivation und Vertrauen.
Also das ist jetzt höchst manipulativ. Denn deine Aussage beinhaltet als presuposition dass der Einsatz eines Stachel-HB nicht am Tierschutz orientiert ist. Hunde sind körperlich. Wenn sie spielen, dann rennen die in den Spielpartner rein. Sie beißen sich gegenseitig, sie stellen zig andere Dinge an. Wenn Hunde beim Hüten sind, werden die von den anderen Tieren getreten.

Glaubt ihr dann ernsthaft daran, dass der Druck am Stachel-HB dem Hund irgendetwas antut?!?

Und mit Starkzwang hat es nichts zutun. Starkzwang wäre für mich, wenn ich meinen Hund anschreien würde. Oder mit erhobener Hand auf ihn losgehe. Das Stachel-HB ist Kommunikation.

Und ja, ich finde das Video schrecklich. Ständiges Gerucke am Stachler, und ein Kind sollte niemals nicht eine Leine mit Stachler dran in die Hand gedrückt bekommen. Dieses Video, Katastrophe. Irgendwelche Prolls, die sich ach so geil finden mit ihren Schäferhunden und wie toll sie hören. 🙄 Wären die Hunde richtig erzogen bzw. trainiert, wären die Stachler nicht notwendig.
Ja und das ist, weil du den Sinn des HB nicht verstehst. Nur weil es dir irgendjemand mal erzählt hat, heißt es nicht, dass es richtig ist. Schau dich mal über deinen Tellerrand. Videos gibt es dazu im Netz genug.
 
demona

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Midoriyuki hat Recht, ich setze mich jetzt auf meine Finger (und den Laptop gleich mit) und ignorieren diesen tierschutzrelevanten Schwachsinn.
 
G

Gast84631

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Oh oh oh.
Jetzt sind wir beim Thema "Hunde machen das aber auch".

Also ab liebe Leute, schmeißt eure Hunde zur Unterwerfung auf den Rücken und vergesst nicht den Schnauzengriff :)
 
B

Brightside

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Ist es nicht viel schöner, wenn man Vertrauen aufbaut, statt mit Angst und Schmerz zu arbeiten?
 
M

Modi

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Ist es nicht viel schöner, wenn man Vertrauen aufbaut, statt mit Angst und Schmerz zu arbeiten?
Was hat denn Vertrauen mit einem Stachel-HB zutun? Vertraut dir der Hund mehr, wenn er an einem normalen HB geführt wird? Ganz sicher nicht. Denn das HB hat mit Vertrauen nichts zutun.

Auch hat die negative Verstärkung nichts mit Angst zutun. Oder fährst du ständig unter Angst Auto, weil du dich fürchtest, einen Strafzettel zu bekommen? Nein, du hast gelernt, dass wenn du zu schnell fährst, es finanziell weh tut.

Und ja, es mag sein, dass es "schöner" ist, etwas komplett positiv aufzubauen, ich hallte es aber für ein Mythos, dass man einen Hund komplett positiv erziehen kann, ohne ihn zu korrigieren / bestrafen oder Druck auszuüben.
 
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Nienor

Nienor

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Ein Stachelhalsband bzw. eine Erziehung, die auf positiver Strafe und negativer Verstärkung belohnt, hat sehr wohl etwas mit Vertrauen zu tun. Es macht einen Unterschied, ob man Signale umsetzt, weil man auf eine positive Belohnung hofft oder weil man Angst vor der Strafe hat - die unvorhersehbar für denn Hund bleibt, wenn er kein Alternativverhalten kennt. Und diese Unberechenbarkeit ist Gift für Vertrauen.
Gleichzeitig werden Emotionen zusammen mit dem Signal "abgespeichert" - ein mit positiver Verstärkung aufgebautes Signal setzt Glückhormone frei - das negativ verstärkte Stresshormone und sorgt höchstens für Erleichterung als Emotion. Daher ist es definitiv auch für den Hund "schöner", um deine Wortwahl zu nutzen, wenn man positiv statt negativ verstärkt. Das hat nix damit zu tun, dass man auch mal strafen muss - i.d.R. mit negativer Strafe. Denn über Kreuz hängen die Verstärkung und Strafe immer zusammen.
 
M

Modi

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Ein Stachelhalsband bzw. eine Erziehung, die auf positiver Strafe und negativer Verstärkung belohnt, hat sehr wohl etwas mit Vertrauen zu tun. Es macht einen Unterschied, ob man Signale umsetzt, weil man auf eine positive Belohnung hofft oder weil man Angst vor der Strafe hat
Wieso verwendest du hier den Begriff Angst? Eine Angst ist etwas anderes und ein Hund zeigt eine Angst auch ganz deutlich. Und das Stachel-HB hat mit Angst nichts zutun. Wenn du mal auf eine heiße Herdplatte gefasst hast und die die Hand verbrannt hast, hast du dann Angst vor der Herdplatte? Oder vermeidest du es danach mit deinen Händen an die Platte zu kommen, wenn die heiß ist?

Und ja, es macht einen Unterschied, ob man auf eine Belohnung hofft oder eine Strafe vermeidet. Denn bei einer Belohnung kann der Hund sagen: Nö, heute nicht. Ich gehe lieber was anderes machen. Und bei einer Strafe überlegt er es sich. Das eine schließt aber das Andere nicht aus.

- die unvorhersehbar für denn Hund bleibt, wenn er kein Alternativverhalten kennt. Und diese Unberechenbarkeit ist Gift für Vertrauen.
Er kennt ja das Alternativverhalten

Beispiel: Der Hund hat in seinem Leben schon 1.000x Sitz gemacht. Jetzt will er keinen Sitz machen. Also hebt man die Leine etwas an, sodass der Kopf leicht nach oben gezogen wird. Jetzt hast es der Hund in der Hand, was er macht. Er kann dem Druck nachgeben und sich setzen und dann ist der Druck weg oder er kann dagegen kämpfen. Nur irgendwann merkt er, es hat keinen Sinn, ich muss mich eh fügen und setzt sich in jeder Situation hin. Und jetzt wird er dafür gelobt.

Und wieso unvorhersehbar? Der Hund weiß, wenn ich nicht mache, was man mir sagt, wird es unangenehm.

Gleichzeitig werden Emotionen zusammen mit dem Signal "abgespeichert" - ein mit positiver Verstärkung aufgebautes Signal setzt Glückhormone frei - das negativ verstärkte Stresshormone und sorgt höchstens für Erleichterung als Emotion. Daher ist es definitiv auch für den Hund "schöner", um deine Wortwahl zu nutzen, wenn man positiv statt negativ verstärkt. Das hat nix damit zu tun, dass man auch mal strafen muss - i.d.R. mit negativer Strafe. Denn über Kreuz hängen die Verstärkung und Strafe immer zusammen.
Hast du dir mal die Videos angeschaut? In dem Video wird ein Alternativverhalten mit einer positiven Belohnung konditioniert.
 
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