Hund wie verrückt nach Autofahrt

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Hallöchen zusammen,

vielleicht kennt ja der ein oder andere unser "Problemchen" und könnte mir ein paar Tipps für die Zukunft geben.
Immer wenn wir mit unserem Hund (16 Monate) unterwegs sind, ist er super entspannt im Auto, döst teilweise, schaut ab und zu mal aus dem Fenster, das übliche halt.

Wenn wir jedoch anhalten, springt er direkt auf und es wird schwer ihn überhaupt von der Sicherung zu entfernen, weil er einfach so hibbelig und aufgedreht ist.
Meist warte ich erst mal ab und lass ihn runterfahren, gelingt soweit gut, ich schnall ihn ab und er ist wieder so drauf.
Ohne meine Erlaubnis darf er nicht aus dem Auto springen, soweit so gut, er beherzigt das auch, er ist also in seiner Aufregung trotzdem bei der Sache und hört auch auf Kommandos.

Dann gehts aber los, sobald er aus dem Auto springt, zieht er wie ein Wilder an der Leine. Dann gehts nach links, nach rechts, zurück, hin und her. Total strecklich, auch wenn ich ihn kurz halte heizt er so in die Leine rein, hechelt wie verrückt (klar, das Halsband drückt beim ziehen ja auch alles ein :eusa_doh:). In der Situation bleib ich eigentlich ruhig auch wenns mich schon nervt, ich fang mit Unterordnung an, er hört - aber eher halbherzig. Da ist jeder Grasbüschel interessanter - "sitz" und Blick auf den Büschel. "Platz" und Blick was weiß ich wohin, auf jeden Fall reagiert er, aber irgendwie eher im Unterbewusstsein (?).
Wenn ich ihn dann auspower, legt sich das schnell wieder. Wenn ich ihn einfach machen lasse und ableine, schnuppert er wie ein Wilder alles an, klar, ist ja auch interessant, aber nicht überall wo ich hin fahre habe ich die Möglichkeit ihn sofort abzuleinen - vorallem soll es ja auch mal ruhiger gehen.

Kennt sowas jemand und weiß, wie ich damit umgehen könnte? Liegts am Alter, liegts an mir ? Für jeden Tipp wär ich echt dankbar.

LG

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  • Hund wie verrückt nach Autofahrt Beitrag #2
Hey,

im Prinzip hast du die Lösung doch schon gefunden;)

Wenn er am Anfang Theater macht bleibst du einfach stumpf stehen bis er sich beruhigt hat.
Sitz, Platz usw. würde ich sein lassen, sondern wirklich einfach aussitzen, dass er so aufgeregt ist und dann losgehen. Dreht er wieder hoch bleibst du wieder stehen.

So dauert es zwar länger bis du wirklich los kannst, aber im Zweifelsfalle bringt ihm das wesentlich mehr als eben nur "halb" mit dem Kopf bei dir zu sein.
Mal abgesehen davon, dass Gehorsamsübungen unter solchen Bedingungen nicht unbedingt förderlich sind;)

Mein Monster ist/war auch grundsätzlich so drauf sobald es irgendwohin ging und den kriege ich so auch ruckizucki runter gefahren.
 
  • Hund wie verrückt nach Autofahrt Beitrag #3
ist das schon immer so gewesen? lastest du ihn täglich zu genüge aus? bist du schon mal einfach nur um den block gefahren und hast ihn vor der haustür rausgelassen?

es kann ne phase sein, es kann anerzogen sein, es kann die neue umgebung sein, es kann an zu wenig auslastung liegen
 
  • Hund wie verrückt nach Autofahrt Beitrag #4
Hui, das ging schnell :lol:
Hm... stimmt. So hab ichs noch garnicht gesehen. Ich dachte durch das (doofe :lol:) rumsitzen und rumliegen würde er auch runterfahren, aber hast schon recht.
Ist halt nur echt nervig, vorallem weil er durch diese Aufregung echt dazu neigt, rumzubellen. Da brauch nur einer schief gucken und es wird rumgebellt, im Sinne vom "Komm, spiel mit mir!" aber mach das mal einem Kind oder einer älteren Dame verständlich. Die suchen dann schnell das Weite :eusa_shhh:

EDIT: louiss, unsere Beiträge haben uns überschnitten:
jein, immer ist es nicht gewesen. In seiner Welpenzeit hatte er ab und zu solche "Phasen" die wir eigentlich auch immer wieder gut hinbekommen haben. Nur mittlerweile denk ich halt, dass es schon wirklich länger anhält bei ihm, vorallem das oben genannte Bellen (was dazu gekommen ist) ist halt extrem stressig. Er bellt dann eher weil er einfach die ganze Welt abknutschen könnte, alles ist toll, alles ist aufregend. Er fordert dann alles und jedem zum Spiel raus..
Er ist täglich insgesamt 3-4 Stunden draußen, zwei Stunden davon im Freilauf und Hundekontakt hat er auch wobei er in seinem gewohnten Umfeld eher der ruhige ist, also nichts mit Bellen und co. Um den Block gefahren bin ich auch öfter, auch wenn ich nur eine Straße weiter fahr und ihn rauslasse, ist er erst einmal so. Da färht er jedoch schneller runter, er blickt dann schon nach 3 Minuten das er hier ja schon tausend mal war. :D
 
  • Hund wie verrückt nach Autofahrt Beitrag #5
Ich dachte durch das (doofe :lol:) rumsitzen und rumliegen würde er auch runterfahren, aber hast schon recht.

Da kommt es immer ein bisschen auf den Hund an;)
Manche Hunde bekommen dadurch die notwendige Sicherheit (á la "Mama weiß schon was sie tut"), andere stehen dadurch erst recht unter Strom.
Lege ich meinen Hund in solchen Situationen ab dreht er mir erst recht frei, weil er weiß, dass spätestens nach dem Auflösen irgendwas passiert (sonst will ich seine Aufmerksamkeit ja auch komplett bei mir, wenn ich ihn irgendwo parke:p).

Sonst kein Thema, in der Situation aber kontraproduktiv:mrgreen:

Das Bellen könntest du versuchen in Alternativverhalten umzuwandeln.
Sprich er bekommt was zum drauf rum kauen o.ä. oder du läufst stumpf eine Mini-Strecke hin und her.

Kauen und Laufen baut Stress ab und wenn du 5 Minuten auf einem 5 Meter langen Abschnitt rumgegurkt bist dürfte Ruhe einkehren:mrgreen:
Gleicher Effekt wie einfach stumpf stehen bleiben, du baust aber eben durch die Bewegung den Stress ab und vermeidest so, dass er sich durch das Bellen selbst weiter hoch pusht.

Auch das ist übrigens bei meinem Monster genau so;)
Bei Aufregung/Freude wird gebellt und da krieg´ich ihn im Regelfall und wenn ich will, dass er das eben nicht tut über "sinnloses" Auf- und Ablaufen wieder raus.

Wichtig dabei ist dann aber auch, dass man dem Ganzen keine große Beachtung schenkt. Nicht ausflippen vor Freude, wenn er gerade mal ruhig ist (das animiert nur wieder zum Ausflippen), nicht schimpfen, wenn er länger braucht um runter zu kommen, sondern eben gesittet und normal mit ihm sprechen, wenn man spricht und vllt. nochmal ein kurzes "Siehste, geht doch" hinterher bevor man dann losgeht:mrgreen:
 
  • Hund wie verrückt nach Autofahrt Beitrag #6
meine gassihündin war anfangs auch so, im zack zack gelaufen, wild im kreisgedreht, gefiept, mich angerempelt und so richtig terror gemacht. ich bin damals auf die leine gestanden, und hab sie ignoriert (in die luft gestarrt, sms gelöscht, n buch gelesen) und hab gewartet bis sie sich komplett abreagiert hat, weil ich in ihrem zustand keinen einzigen meter weit gekommen wäre. anfangs hat das 35 minuten gedauert bis sie ruhig war, mittlerweile nach ca. 6 wochen brauch ich nur noch die leine fallen zu lassen und sie "benimmt" sich wieder.

wenn es ein anhänglicher hund ist und die umgebung sicher ist, kann man es auch damit versuchen den hund einfach loszulassen und kommentarlos in entgegengesetzter richtgung weggehen (und ihn erst rufen wenn er ausm blickfeld ist). dadurch lernt der hund sich auf dich zu konzentrieren und hat somit weniger energie rumzuhampeln. hat bei meinem wunderbar gewirkt.
 
  • Hund wie verrückt nach Autofahrt Beitrag #7
Ich denke mal, dein Hund weiß, dass wenn ihr mit dem Auto irgendwo hin fahrt, er an einen neuen spannenden Ort kommt.
Sobald du die Tür öffnest strömen ja total viele unbekannte Gerüche und Eindrücke auf ihn ein, wodurch er dann natürlich mal "durchdrehen" kann.:D
Mein Hund hat das auch - er ist immer total aufgeregt, weil er die neue Umgebung nicht kennt. Das legt sich dann aber immer mit der Zeit wieder, wenn er sich ein wenig orientiert hat. Gib deinem Hund am Anfang einfach ein wenig Zeit, sich zurecht zu finden, lass ihn schnuppern und laufe ein kleines Stück. Ich denke, dann sollte sich die Aufregung schnell wieder legen :)
 
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