Aggressiv gegenüber Artgenossen! Ernährung und Ergänzungen

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cindy88

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Hallo :039:

Ich habe einen 6 Jährigen Rüden (kastriert) der leider aggressiv gegenüber Artgenossen ist! Mit Weibchen scheint er nicht so ein Problem zu haben ( haben 2 Hunde im Haus beides Weibchen, von denen lasst er sich auch anbellen und anspringen und macht nichts). Aber wenn er einen Hund von weiten sieht wird er ganz starr, will nicht weiter gehen und sobald der Hund näher kommt fängt er an zu jaulen und auch bei manchen Hunden zu bellen und knurren!
Als ich ihn bekommen habe war sein Verhalten noch schlimmer, jetzt haben wirs einigermaßen in den Griff bekommen! Was aber noch ein Problem bei ihm ist, ist dass er draußen seeeehr unkonzentriert ist! Um das Problem mit den anderen Hunden in den Griff zu bekommen muss ich ja erst mal schaun, dass er draußen auf mich hört, was aber ziemlich schwierig ist da er sich sehr leicht Ablenken lässt!
So nun ist mir klar dass wir um ein Training nicht herum kommen, habe aber jetzt im Internet gelesen, dass eine Proteinarme Ernährung hilfreich sein könnte und auch die Zugabe von Bachblüten bzw L-Tryptophan (um den Serotonin-Spiegel zu erhöhen).
Hat jemand von euch damit schon Erfahrungen gemacht, bzw so ein ähnliches Problem wie ich ?

Lg
 
  • Aggressiv gegenüber Artgenossen! Ernährung und Ergänzungen

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  • Aggressiv gegenüber Artgenossen! Ernährung und Ergänzungen Beitrag #2
Huhu,

wie lange hast du den Hund denn schon? Wie hast du bisher trainiert?
Es scheint ja schon Erfolg gezeigt zu haben, also würde ich erstmal mit dem Training weiter machen, bevor ich drüber nachdenke, den Hund »auf Droge« zu setzen ;). Ob Bachblüten wirken oder nicht sei mal dahin gestellt, sie ersetzen in keinem Fall eine Erziehung. Proteinarme Ernährung – gut, manche glauben, das würde den Hund pushen und nervös machen. Ab davon, dass ich nicht zu diesen gehöre: Was bekommt der Hund derzeit zu fressen?
Allerdings wird auch eine Ernährungsumstellung das Problem nicht beheben. Es führt kein Weg an konsequenter Erziehung und Geduld vorbei ;).

Das Verhalten klingt außerdem eher unsicher/überdreht als wirklich aggressiv. Jaulen, Bellen, Knurren und am besten alles auf einmal macht einen etwas nervösen Eindruck. Vll kannst du das näher beschreiben, auch seine Körpersprache?
Ein gewisses Problem mit Rüden ist an sich auch nicht so unnormal. Auch dass er sich vll mal wehrt gehört einfach dazu.
Was macht er denn, wenn er dann wirklich Kontakt mit einem anderen Hund hat?
Und was meinst du mit »unkonzentriert«?
 
  • Aggressiv gegenüber Artgenossen! Ernährung und Ergänzungen Beitrag #3
Huhu,

wie lange hast du den Hund denn schon? Wie hast du bisher trainiert?
Es scheint ja schon Erfolg gezeigt zu haben, also würde ich erstmal mit dem Training weiter machen, bevor ich drüber nachdenke, den Hund »auf Droge« zu setzen ;). Ob Bachblüten wirken oder nicht sei mal dahin gestellt, sie ersetzen in keinem Fall eine Erziehung. Proteinarme Ernährung – gut, manche glauben, das würde den Hund pushen und nervös machen. Ab davon, dass ich nicht zu diesen gehöre: Was bekommt der Hund derzeit zu fressen?
Allerdings wird auch eine Ernährungsumstellung das Problem nicht beheben. Es führt kein Weg an konsequenter Erziehung und Geduld vorbei ;).

Das Verhalten klingt außerdem eher unsicher/überdreht als wirklich aggressiv. Jaulen, Bellen, Knurren und am besten alles auf einmal macht einen etwas nervösen Eindruck. Vll kannst du das näher beschreiben, auch seine Körpersprache?
Ein gewisses Problem mit Rüden ist an sich auch nicht so unnormal. Auch dass er sich vll mal wehrt gehört einfach dazu.
Was macht er denn, wenn er dann wirklich Kontakt mit einem anderen Hund hat?
Und was meinst du mit »unkonzentriert«?

Hii danke erstmal für deine Antwort

ich versuch mal alle Fragen ausführlich zu beantworten!
Ich habe ihn jetzt seit ca 4 Jahren, in dieser Zeit ist er 4 mal (mit mir 3 mal) umgezogen! Wir haben bis jetzt Social Walks gemacht (mit mehreren Hunden aber auch manchmal nur mit einem / da Funktioniert es super,sobald wir aber normal Gassi gehen ist er wieder wie vorher). Wie gesagt wir sind oft umgezogen, in der neuen Umgebung fühlt er sich sichtlich unwohl, er ist allgemein ein ängstlicher Hund, hat wie ich ihn bekommen hab sogar vor Müllsäcken angst gehabt! Er bekam Wolfsblut, und zur Zeit Pure Instinct!
Er hat vor ca 3 1/2 Jahren schon mal einen anderen Hund gebissen!
Der Kontakt mit Weibchen ist dann kein Problem, aber er führt sich trotzdem vorher so auf! Männchen geht dann gar nicht (der gebissene Hund war auch ein Männchen)
ZB gestern ist wieder ein Hund an uns vorbei gegangen, bzw er hat ihn gesehen ich hab sofort reagiert und versucht mehr Abstand zu halten, sein Verhalten: er lässt den anderen Hund nicht mehr aus den Augen, ich muss ihn richtig dazu zwingen weiter zu gehen (er hat um die 30kg ist manchmal nicht so einfach) ab und zu bleibt er zwar ruhig fixiert den anderen aber trotzdem die ganze Zeit!
Unkonzentriert in dem Sinne: wenn ich draußen mit ihm Übungen mache dann schafft er das nicht lange, sobald ein Blatt runter fällt oder er etwas knirschen hört hab ich seine Aufmerksamkeit nicht mehr!
Ich weiß dass eine Ernährungsumstellung das Problem nicht beheben wird und ich bin auch weiterhin dran am Training! Nur nach fast 4 Jahren bin ich auch langsam am Ende!
Mir reichts ja schon wenn er normal bei anderen Hunden vorbei gehen kann, das ist mein eigentliches Ziel mehr verlange ich nicht !

Lg
 
  • Aggressiv gegenüber Artgenossen! Ernährung und Ergänzungen Beitrag #4
Hey,

ok, mit Wolfsblut habt ihr tatsächlich recht viel Protein drin. Nur glaube ich nach wie vor nicht dran, dass das was ausmacht. Besonders, wenn es eigentlich eher darum geht, dass der Hund einfach unsicher ist.

Wenn es auf Spaziergängen mit mehreren Hunden klappt ist er ja auch nicht grundsätzlich unsozial oder sozial unfähig.
Zu dem Biss: Wie kam es dazu? Und was heißt Biss? Getackert oder sich nur in die Haare gekriegt? So oder so würde ich deswegen noch nicht sagen, dass er aggressiv ist.

Du schreibst, du reagierst sofort – ich nehme an, du spannst dich an, wirst ein wenig nervös? Das ist etwas, woran du arbeiten musst. Denn es signalisiert deinem Hund »hey, da kommt Gefahr, aufgepasst!«. Wie viel Abstand muss denn zwischen euch und dem anderen Hund sein, damit es klappt? Versuch mal, diesen Abstand zu Anfang einzuhalten und auf diese Distanz zu trainieren, also ein paar Kommandos einzufordern und den Hund auf dich zu konzentrieren. Wenn das klappt würde ich den Abstand langsam verringern.
Wenn ihr doch einem Hund begegnet und er nicht mehr weiter zu bekommen ist – lass es. Wenn gar keine Chance besteht, den Hund so vorwärts zu bewegen oder auf dich zu konzentrieren würde ich Schadensbegrenzung betreiben. Es hat ja keinen Sinn, den Hund mit Gewalt mitzuschleifen. Bleib stehen, bleib gelassen, lass den Hund absitzen und halte die Leine so, dass du ihn im Griff hast, aber nicht auf Dauerspannung. Dann unterbinde das Bellen und Knurren, sollte er ein entsprechendes Kommando kennen. Außerdem würde ich versuchen, ihm den Blick abzuschneiden, sprich du stellst dich zwischen ihn und den anderen Hund.

Zu der Sache mit der Aufmerksamkeit: Wie gut sitzen die Kommandos denn in kontrollierter Umgebung, z.B. drinnen? Ich würde nochmal anfangen wie beim Welpen: Jedes Kommando in reizloser Umgebung üben, bis es 100 Prozent sitzt, dann langsam die Ablenkung steigern. Außerdem würde ich zum Besuch einer Hundeschule raten. Gruppenübungen in kontrollierter Umgebung würden euch sicher weiter bringen, besonders mit ein wenig professioneller Anleitung. Achte auch drauf, dass ihr dann nicht nur auf dem Platz übt, sondern auch immer mal wieder in die Stadt geht etc., damit der Hund das nicht nur auf diese kontrollierte Umgebung bezieht (die du allerdings zumindest für den Anfang brauchen wirst).
 
  • Aggressiv gegenüber Artgenossen! Ernährung und Ergänzungen Beitrag #5
Hey,

ok, mit Wolfsblut habt ihr tatsächlich recht viel Protein drin. Nur glaube ich nach wie vor nicht dran, dass das was ausmacht. Besonders, wenn es eigentlich eher darum geht, dass der Hund einfach unsicher ist.

Wenn es auf Spaziergängen mit mehreren Hunden klappt ist er ja auch nicht grundsätzlich unsozial oder sozial unfähig.
Zu dem Biss: Wie kam es dazu? Und was heißt Biss? Getackert oder sich nur in die Haare gekriegt? So oder so würde ich deswegen noch nicht sagen, dass er aggressiv ist.

Du schreibst, du reagierst sofort – ich nehme an, du spannst dich an, wirst ein wenig nervös? Das ist etwas, woran du arbeiten musst. Denn es signalisiert deinem Hund »hey, da kommt Gefahr, aufgepasst!«. Wie viel Abstand muss denn zwischen euch und dem anderen Hund sein, damit es klappt? Versuch mal, diesen Abstand zu Anfang einzuhalten und auf diese Distanz zu trainieren, also ein paar Kommandos einzufordern und den Hund auf dich zu konzentrieren. Wenn das klappt würde ich den Abstand langsam verringern.
Wenn ihr doch einem Hund begegnet und er nicht mehr weiter zu bekommen ist – lass es. Wenn gar keine Chance besteht, den Hund so vorwärts zu bewegen oder auf dich zu konzentrieren würde ich Schadensbegrenzung betreiben. Es hat ja keinen Sinn, den Hund mit Gewalt mitzuschleifen. Bleib stehen, bleib gelassen, lass den Hund absitzen und halte die Leine so, dass du ihn im Griff hast, aber nicht auf Dauerspannung. Dann unterbinde das Bellen und Knurren, sollte er ein entsprechendes Kommando kennen. Außerdem würde ich versuchen, ihm den Blick abzuschneiden, sprich du stellst dich zwischen ihn und den anderen Hund.

Zu der Sache mit der Aufmerksamkeit: Wie gut sitzen die Kommandos denn in kontrollierter Umgebung, z.B. drinnen? Ich würde nochmal anfangen wie beim Welpen: Jedes Kommando in reizloser Umgebung üben, bis es 100 Prozent sitzt, dann langsam die Ablenkung steigern. Außerdem würde ich zum Besuch einer Hundeschule raten. Gruppenübungen in kontrollierter Umgebung würden euch sicher weiter bringen, besonders mit ein wenig professioneller Anleitung. Achte auch drauf, dass ihr dann nicht nur auf dem Platz übt, sondern auch immer mal wieder in die Stadt geht etc., damit der Hund das nicht nur auf diese kontrollierte Umgebung bezieht (die du allerdings zumindest für den Anfang brauchen wirst).

Hund musste damals Notoperiert werden, also es war nicht nur ne kleine Rauferei!
Das ist ja das komische auf den Social Walks funktioniert es, da gehen meistens 3-4 Hunde hinter ihm und er geht vorne weiter ohne starr nach hinten zu blicken!
Bei einigen Hunden schaut er fixiert ich nehm ihm am Brustgeschirr und sag dass wir weiter gehen und er geht weiter, bei anderen wiederrum führt er sich fürchterlich auf und ich hab leider noch nicht heraus gefunden bei welchen Hunden er so ist, da es immer unterschiedlich ist. Also er hat jetzt keinen fixen Feind wie zB alle großen Hunde oder alle kleinen.. nein es ist immer verschieden!

Die Grundkommandos funktionieren daheim perfekt...auch alle anderen Kommandos und "Zirkuslektionen" wie zB Pfote, Rolle .....
Ich bin am Sonntag wieder bei der Hundetrainerin, hab mir überlegt ob wir vielleicht Agility machen um die Beziehung zwischen uns zu stärken, da es ja sicher nicht von Nachteil ist wenn er sich an mir auch ein wenig orientieren kann!

Und zu dem Thema ob ich nervös werde: JA, leider, ich versuch schon nicht angespannt zu sein und lockerer, schaffe es aber in den seltesten Fällen, da ich leider schon mal mit bekommen habe wie er einen anderen Hund gebissen hat und ich sowas nicht mehr erleben will!
Und Absitzen wenn ein anderer Hund vorbei geht funktioniert überhaupt nicht!! Da ist es so als wär ich gar nicht mehr da!
Blick abwenden versuche ich ja auch nur wie gesagt er ist nicht grad klein und hat ziemlich viel Kraft...funktioniert meistens leider nicht
 
  • Aggressiv gegenüber Artgenossen! Ernährung und Ergänzungen Beitrag #6
hi cindy,

dass das bei den social walks gur funktioniert, aber im straßenverkehr nicht kann daran liegen, dass im straßenverkehr die hunde auf ihn zugehen, ihm also die "agressive" gesichts-seite zeigen. oft hat es auch was mit der leine zu tun, das kann man rausfinden indem man die lein loslässt und einfach weggeht (ist bei deinem hund vielleicht nicht unbedingt zu empfehlen) bei meinem, der auch sehr unsicher war, hab ich immer gekuckt, dass ich zwischen den hunden bin und meiner etwas hinter mir geht. das muss aber geschehen, bevor er den anderen hund sieht, also ich muss den fremden hund zuerst sehen und meinen dann hinter mich nehmen. da ich vorneweg gehe signalisiere ich, dass ich mich drum kümmer und ich auch entscheide wer gefährlich ist und wer nicht. der vorteil, wenn der hund hinter dir geht ist, dass du den sichtkontakt unterbrechen kannst.

wenn dein hund "rumzickt" hat das wahrscheinlich einen grund. bei meinem konnte ich feststellen, dass das was mit "energie" zu tun hat. bei ruhigen ausgeglichenen hunden bleibt meiner entspannt. bei aufdringlichen, unhöfliche und unerzogenen hunden versucht er nach vorne zu kommen und zu kläffen (mittlerweile isses aber viel besser geworden). vielleicht hast du die möglichkeit mit ruhigen hunden zu üben. ich wünsch euch alles gute
 
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