Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse

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  • Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse Beitrag #21
Hab ich auch nicht geschrieben, es ist aber doch ein unterschied sich einen Hund zu holen der primär für die Jagd gezüchtet wurde (und das wurde der Goldi) als eine der nur einen normalen Jagdinstinkt besitzt.

Bitte unterteile dort etwas genauer. "Für die Jagd" gezüchtet kann vieles bedeuten und vor allem sehr viel ausmachen. Es gibt Hunde, die für Treib- und Hetzjagden gezüchtet wurden und eben Hunde, die für die Arbeit nach dem Schuss gezüchtet wurden. Golden Retriever zählen zu letzterem. Sie sind also nicht darauf gezüchtet Tieren hinter her zu jagen, sondern geduldig mit viel WTP zu warten, bis sie das erlegte Tier sanft im Maul zum Besitzer bringen dürfen.

Natürlich können Golden Retriever auch einen richtig starken Jagdtrieb entwickeln, aber das kann so gut wie jeder Hund. Bei Retriever hat man den großen Vorteil, dass man ihn gut umlenken kann und er, eben durch diese Zucht auf die Arbeit nach dem Schuss, auch trotz Jagdtrieb so viel WTP mitbringt, dass man es gut kontrollieren kann.

Edit: Hunde und die Dankbarkeit... ich will keine große Diskussion anfangen, aber so wie sich das Menschen bei ihren Hunden vorstellen (eben menschlich), ist es für Hunde schlicht und einfach mit ihrem Ich-Empfinden gar nicht möglich zu empfinden...
 
  • Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse Beitrag #22
Hallo.

Was Hunde empfinden können und was nicht, da gehen die Meinungen auseinander, deswegen schreibe ich da auch garnichts weiter zu:D

Im Prinzip wurde schon alles gesagt, ich wäre auch der Meinung, dass ein Tierheimhund das idealere für euch wäre :)
Es gibt ja auch junge Hunde dort, und ihr habt genügend Zeit, um den Hund kennen zu lernen! :)
 
  • Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse Beitrag #23
Vielen Dank für die vielen Tipps.
Spanischer Wasserhund oder Pudel kommen für uns nicht in Frage.
Beratung fällt in unserem Tierheim weitestgehend flach.
Habe da bisher folgende Hunde dmpfohlen bekommen:
1. Golden Husky Mix
2. Boxer Bulldog Mix Welpen.
Nach euren Tipps würden beide absolut nicht passen.
Aber vielleicht machen wir uns wirklich einfach zu viele Gedanken.
 
  • Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse Beitrag #24
Idefix-st, ihr macht euch keinesfalls zuviele Gedanken. Ganz im Gegenteil! Man kann sich bei der Anschaffung eines Haustieres gar nicht zu viele Gedanken machen, dazu kann viel zu viel schief gehen.

Ich musste leider aehnliche Erfahrnungen mit Tierheimen machen. Allerdings koennte sich für euch die Fahrt nach Köln-Dellbrück mal lohnen, soll ein tolles Tierheim sein und ist ja nun nicht sooo weit.

Ansonsten bleibe ich dabei und empfehle aufgrund den von Syn genannten Zuchtzielen immernoch den Goldi aus einer Showlinie. Mir persönlich ist der Labrador zu distanzlos, das kann einem aber bei jedem anderen Hund auch passieren. Mein Border hat sich die ersten Wochen so dermaßen unterwürfig verhalten, das war schon extrem nervig...sagt man der Rasse ja aber auch nach...


Zum Thema "Hundesport". Ich bin ebenfalls der Meinung, dass man nicht mit jedem Hund mehr machen muss als den ueblichen Spaziergang, es gibt durchaus Rassen/Individuen, die kein Interesse an weiterführenden Aufgaben haben.
Sollte es doch dazu kommen, kann man den Hund immernoch prima geistig durch kleinere Einheiten Unterordnung, Tricks oder Dummytraining auslasten (nicht professionell). Das lässt sich alles prima auf dem normalen Spaziergang einbauen, man braucht kein großes Equipment und auch nur bedingt know-how.
 
  • Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse Beitrag #25
Huhu!

Aufgrund eurer Beschereibung halte ich auch den Golden Retriever für eine gute Wahl! Er ist nicht umsonst einer der beliebtesten Familienhunde. Das Positive an der Rasse ist, dass es viele, viele Züchter gibt, die sich auf die Zucht von Familienhunden spezialisiert haben und eben nicht auf leistungsstarke Apportier und Stöberhunde. Da werdet ihr bestimmt fündig. Klar können alle Hunde irgendwie Probleme entwickeln, da findet man immer ein Haar in der Suppe. Aber da ihr ja bereit seit, den Hund auszulasten und mit ihm eine Hundeschule zu besuchen, denke ich nicht, dass ihr einen jagtsüchtigen, Leute anfallenden Goldie haben werdet, der nicht in den Griff zu bekommen ist, sondern maximal kleine Fehler ausbügeln müssen werdet ;) Aber so ist das in der Erziehung, das ist ja aber auch einer der Vorzüge am Hunde halten! :)

Am Besten könnt ihr jetzt mal auf der VDH Seite die Züchterseiten heraussuchen und durchlesen, Kontakt aufnehmen und die Hunde dort kennenlernen. Ein seriöser Züchter stellt euch gern seine Hunde und auch sein Zuhause vor, zeigt euch wie die Welpen aufwachsen oder lässt euch ohne Kaufinteresse den Wurf beschauen. Was für mich das A und O wäre, ist eine Aufzucht in der Familie, da er ja schließlich auch ein Familienhund werden soll.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Was noch dazu gesagt werden sollte ist, dass ein Welpe die ersten 2-3 Monate gar nicht allein sein sollte. Wenn das gar nicht möglich ist, haben Züchter auch immer wieder ältere Junghunde da.
Außerdem solltest du mit dem Hund nicht allzu viel machen, bis er etwas über ein Jahr alt ist. Also bis dahin kein Joggen, damit würdest du spätere Gelenk und Knochenprobleme provozieren. Man schickt einen 6-Jährigen Buben ja auch nicht zum Marathonlauf ;)
 
  • Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse Beitrag #26
Ansonsten bleibe ich dabei und empfehle aufgrund den von Syn genannten Zuchtzielen immernoch den Goldi aus einer Showlinie.

Von reinen Showlinien möchte ich an dieser Stelle mit aller Vehemenz abraten.

Wenn gleichzeitig auch vom Züchter auch auf das Wesen geachtet wird- okay.
Aber das ist leider Gottes gerade bei Goldies in den letzten Jahren sehr vernachlässigt worden und man hat da haufenweise nervöse, total überdrehte Hunde, die eig. gar nicht in die Zucht gehören und nur aufgrund ihres Exterieurs weiter in der Zucht eingesetzt werden.

Das fällt gerade bei dieser Rasse wirklich ganz massiv auch in der Hundeschule auf- bei den Arbeitslinien wird noch wesentlich mehr auf Wesensstärke usw. geachtet.

Wählt da also ganz sorgfältig den Züchter- was grundsätzlich für alle Hunde gilt, wenn es denn einer vom Züchter sein soll, aber gerade diese Showlinien-Problematik fällt doch immer mehr auf.
 
  • Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse Beitrag #27
Ich meinte damit vor allem die Golden Retriever, die eben nicht für die Arbeit gezüchtet wurden. Einen Golden Retriever aus Arbeitslinie würde ich niemandem in die Hand geben, der nur mal spazieren gehen mag! Da mag das Wesen noch so gefestigt sein, aber diese Hunde brauchen Auslastung und fordern sie auch ein. Wenn ich einen Golden Retriever aus Arbeitslinie neben einem aus Showlinie sehe, sind das für mich eh zwei vollkommen unterschiedliche Rassen.

Ich persönlich bin sowieso kein Fan von der extremen Showzucht mit ihren Ausstellungen, Mogeleien, viel zu oft eingesetzten Zuchtrüden und dem einzigen Ziel der "Schönheit" (welches meinem Geschmack nicht mal entspricht).

Es gibt aber viele Züchter, die "ganz normal" züchten, ohne in ein Extrem zu gehen. Golden Retriever Züchter, bei denen das Ziel ein gesunder und wesensfester Familienhund ist. Zuordnen wird man sie trotzdem unter Showlinie.

Ich stehe per PN gerne beratend zur Seite, wenn es um die Auswahl eines seriösen Golden Retriever Züchterns gehen sollte.


So wie ich das verstanden habe, ist aber ein Welpe eh keine Option?


In dem Fall würde ich einfach weiter in Tierheimen schauen. Es gibt ja mehr als eines, auch wenn man für manche dann vielleicht auch mal etwas weiter fährt. Die meisten haben auch eine Website, wo man schon mal reinschnuppern kann und viele beschreiben die Hunde dort auch schon recht ausführlich.
 
  • Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse Beitrag #28
Wenn man nicht gerade einen Hund aus Arbeitslinie nimmt, dann gewöhnen die sich genau an das Programm, welches sie erleben, wenn sie aufwachsen. Ich finde dahingehend Welpen also eine ideale Wahl.

Klar gewöhnen sie sich im gewissen Masse an das Programm, dennoch ist "nur spazieren gehen" absolut keine Auslastung. Wenn der Hund geistig mehr gefordert werden will, gewöhnt er sich nicht daran. Wir reden ja nicht von den nach Überforderung schreienden Arbeitsrassen, deren Halter schon beim Welpen das komplette Programm gefahren haben und das Problem hausgemacht ist.
Es hat immer wieder "nur spazieren gehen" Hunde in der Hundeschule, die vor Unausgelastetsein dann auffällig werden. Und man steckt nicht drin, wie viel der Welpe als erwachsener Hund später fordert. Selbst ein Welpe von nicht fordernden Eltern kann aus der Reihe tanzen. Verhalten ist kein monogener Erbgang.

Daher ist bei dem Wunschpensum ein Hund, dessen Ansprüche bekannt sind und sich sehr wahrscheinlich nicht erhöhen, besser als ein gewisses Überrauschungsei.
Wenn man bereit ist, doch mehr als "nur spazieren gehen" in den Alltag einzubauen, sieht es wieder ganz anders aus.
Aber nach der Aussage sieht es damit eben nicht so gut aus:
Aber kein Hund, der Hundesport "benötigt"
 
  • Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse Beitrag #29
Off-Topic
Die Anforderung an die Auslastung ist durchaus auch eine Sache der Gewöhnung. Aber gerade, wenn du generationenlang Familienhunde hast, bei denen die Halbgeschwister in Familien untergekommen sind und dort mit "nur Spazierengehen" glücklich sind, brauchst du nicht zu erwarten, dass plötzlich eine Arbeitssau fällt ;) Zumal man das Temperament des Hundes bis zu einem gewissen Grad auch schon im Welpenalter abschätzen kann.

Auf die Eigenschaften eines Tierheimhundes wie man ihn dort kennenlernt kann man sich auch nicht unbedingt verlassen. Er ist da in einer völlig anderen Umgebung, hat ständig irgendeine Form von Action und Stress um sich herum, da kann es gut sein, dass er im neuen Zuhause plötzlich unterfordert ist, wenn das wegfällt. Muss nicht - kann aber.
Besser ist es dann schon auf Pflegestellen oder bei Hunden, bei denen die Vorgeschichte recht genau bekannt ist.

Außerdem finde ich nicht, dass "nur Spazierengehen" keine Auslastung ist. Meinem Hund reich das z.B. vollkommen. Und außerdem kann man ins Spazierengehen ja problemlos etwas Kopfarbeit einbauen.
Grade bei apportierfreudigen Hunden wie Retrievern hat man es da nicht schwer. Dummy mitnehmen, verstecken, vergraben, auf einen Baum hängen .. da kann ma "Sitz, Platz, Bleib, Los" üben und das Spazierengehen wird keinem langweilig ;)
Darüber hinaus ist Gassi für den Hund ja mehr, als bloß herumtrotten. Da wird geschnüffelt, da werden Blätter gejagt, mit anderen Hunden gespielt, mit seinen Menschen gespielt und markiert.. glaub mal nicht, dass sie dabei nichts zutun hätten.
 
  • Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse Beitrag #30
Off-Topic
Wie Kiwi sehe ich das auch.
Mit diesem Wahn nach Auslastung für die Hunde, nach Hundeplatz und Hundesport, machen wir mehr falsch als richtig. So zumindest meine Meinung. Hunde gewöhnen sich beim Aufwachsen sehr gut an das gebotene Programm. Wie gesagt sollte man sich als "nur Spaziergänger" nicht unbedingt einen Hund aus durchgezüchteter Arbeitslinie holen, aber bei einem "normalen" Hund kann man da ganz beruhigt sein. Vor allem, wie Kiwi schon ausgeführt hat, muss "nur spazieren gehen" ja auch nicht bedeuten, dass man den Hund komplett ignoriert. Ich denke das tun die wenigsten. Ich bin auch nicht mehr auf dem Hundeplatz etc. und meine Hunde sind vollkommen zufrieden und ausgelastet. Gerade die "Auslastung" die ein "Familienhund" einfach durch den oft turbulenten Alltag mitbekommt, wird meiner Meinung nach total unterschätzt.
Hunde darf man sich heutzutage ja nur noch holen, wenn man vorher schon mal alle Kurse in der Hundeschule + mindestens eine Hundesportart ausgeplant und vorgebucht hat. :roll:
Tut mir leid.. ich verstehe das ja absolut bei Arbeitslinien und eben bestimmten Rassen, die eigentlich nur aus Arbeitslinie bestehen, aber bei ganz "normalen" Hunden ist das meiner Meinung nach einfach nur Blödsinn.
Ich will nicht zu ausschweifend werden, aber das ist etwas was mich bei Hund und Mensch momentan einfach nur noch stört.. anstatt Hunden und Kindern die wichtige Langeweile, Frustrationstoleranz und Ruhe beizubringen, schleppen wir sie von einem Kurs zum nächsten und denken wir müssten ein überdrehtes Verhalten damit "kurieren", dass wir noch mehr Beschäftigung bieten! :eusa_doh:
 
  • Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse Beitrag #31
Off-Topic
Danke, ihr Beiden. Genau das bete ich derzeit quasi täglich runter, wenn wieder jmd. mit seinem 13 Wochen alten Bolonka fragt wann er denn mit Agi anfangen muss damit der Hund nicht durchdreht vor lauter Unterforderung...oder alternativ jmd. anruft und fragt, ob wir auch Hunde in Pension nehmen, die jeden Tag 4 Stunden Kopfarbeit brauchen, weil sie sonst die Wohnung zerstören.

Man kann fast alles in einem vernünftigen Maß machen, aber das richtige Maß zu finden scheint irgendwie komplett verloren gegangen zu sein:/
 
  • Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse Beitrag #32
Wenn Leute mir berichten, sie gehen mit dem Hund nur spazieren, dann läuft der Hund wirklich nur mit, wird versäubert und darf, wenn er Glück hat, auch mal mit Artgenossen spielen. Vielleicht wirft man ihm auch mal ein Stöckchen. Das wars. Und dann fragen sie, warum der Hund nach ner Runde Jogging nicht ruhig wird, war ja anstrengend.
Alles, was ihr beschreibt, ist mehr als nur Spazieren. Apportier- und Nasenarbeit ist für mich Hundesport, kein Spazierengehen.
Und wie schon gesagt, man braucht dazu keinen Verein, wenn man weiss was man tut (Einführungskurse besuchen), aber es braucht Lust, z.T. Zeit für die Vorbereitung und muss es auch konsequent tun.
 
  • Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse Beitrag #33
Und für mich ist eben so ein bisschen rumgedudel auf dem Spaziergang meilenweit entfernt vom Hundesport. Nur weil ich jeden Morgen dem Bus hinterher renne, bin ich doch auch kein Leichtathlet ...
 
  • Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse Beitrag #34
Off-Topic
Da haben wir vermutlich unterschiedliche Auffassungen von Hundesport:)

Beim Spaziergang Kopfarbeit einzubauen ist eig. eine Selbstverständlichkeit bzw. sollte es sein- das hat noch nicht viel damit zu tun, dass das wirklich Sport im eigentlichen Sinne ist:)
Abruftraining, Distanzarbeit usw. usf., was jeder macht, der seinen Hund halbwegs erzieht lastet ihn darüber auch ein Stück weit aus.Rennt man wirklich nur ne Runde um den Block und das wars- gut, das ist wirklich Mist.

Aber um das Ganze jetzt mal auf die Spitze zu treiben: Meine Hunde sind durchaus auch manchmal vollkommen k.o. ganz ohne Spaziergänge:mrgreen:

Hundesport wäre für mich jetzt z.B. eben sowas wie angeleitete Arbeit an Geräten wie eben Agility, Obedience, "richtige" Dummyarbeit usw. usf. - alles wo irgendwie ein Regelwerk hinter steckt und bestimmte Vorgaben erfüllt werden müssen.
Ob ich das dann für mich so umsetze sei mal dahin gestellt, aber wenn ich zum Beispiel Obedience mache, dann orientiere ich mich an den entsprechenden Vorgaben, auch wenn ich das vllt. nie wirklich machen will im Sinne von Wettkämpfen usw.

Auch bei der Dummyarbeit kann ich das Ganze eben auf "Sportebene" oder eben auf "Ich lasse meinen Hund apportieren-Ebene" aufziehen- was nicht heißen soll, dass A schlechter wäre als B. Es ist einfach vom Ansatz her ein Unterschied:)

So klarer?:)
 
  • Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse Beitrag #35
Off-Topic
Auch für mich ist Hundesport vor allem in Verbindung mit Vereinen, Hundeplatz und Regelwerk zu sehen. Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin durchaus dafür, dass Hunde ausgelastet werden. Es gibt zum einen durchgezüchtete Arbeitsrassen und -Linien, die wirklich "Hundesport" brauchen und auch einfordern (wobei meiner Meinung auch dort viel zu oft unterschätzt wird wie wichtig gerade dann das "Beibringen" von Ruhe ist) und zum anderen natürlich auch Menschen, die Hundesport + "Erfolg" auch einfach als Ziel haben und/oder eben einfach bestimmte Anforderungen an den Hund stellen (wobei es auch dort ja nicht gleich der Husky sein muss, nur weil man täglich ne Runde joggt und nicht gleich der Border Collie, nur weil man dem Hund ein paar Tricks beibringen möchte..). Ich habe damit dann auch keinerlei Problem. Wenn man mit dem Hund ein bestimmtes Ziel hat, dann kann man einen Hund passend dafür aussuchen und mit ihm dahingehend trainieren. Ich mag Hundesport! Wirklich! Ich finde es einfach schön, wenn Besitzer und Hund so toll zusammen arbeiten.
Nur ist das mittlerweile nun mal leider das, was heutzutage von JEDEM Hund + Halter verlangt wird. Man bekommt als Hundehalter gesagt, dass man vor der Anschaffung schon wissen muss, welchen Hundesport man mal mit dem Hund machen möchte.

Wer einfach nur mit einem Familienhund spazieren gehen mag, bekommt gesagt, dass das den Hund nicht ausreichend auslasten würde und das ist meiner Meinung nach Blödsinn. Mit zwei Stunden aktivem Programm + Familienleben ist ein normaler Hund, der auch genau das gewöhnt ist, vollkommen zufrieden. Wäre der Hund jetzt bis auf die zwei aktiven Stunden den ganzen Tag in einem Zwinger wäre das etwas anderes, aber mit Menschen - gerade Kind(ern) - um ihn herum ist automatisch auch Aktion geboten. Dazu kommt die ganz normale Hundeerziehung die der Alltag fordert und Dinge, die der Hund auf Spaziergängen selbst dann erlebt, wenn der Besitzer tatsächlich keinerlei Interesse und Interaktion an und mit dem Hund zeigt (andere Hunde/Menschen/Tiere, Geräusche, Gerüche, neue unbekannte Dinge etc.). Vor allem bitte niemals vergessen, wie wichtig Ruhe ist.

Da ich gerade Schwanger bin ist das Thema für mich eben auch bei Kindern wieder ganz aktuell. Man bekommt von allen Seiten gesagt, dass man als Schwangere schon anfangen soll mit der "Förderung". Lachsöl-Tabletten für bessere Hirnkapazität des Kindes nehmen, klassische Musik laufen lassen (kein Rock, das stresst das Baby!), Spieluhr laufen lassen, damit das Kind sie später erkennt, Vorlesen, gezielte Massagen um das Baby "herum zu drücken" und somit zu Bewegungen zu animieren (ein faules Baby im Mutterleib kann ja nur zu einem faulen Menschen werden!).. und wenn es erst geboren ist! Ja hoffentlich ist der Frühkurs für Englisch und Mathe (vorm Kindergarten!!) schon gebucht. Musikinstrument muss mit 2 Jahren auch schon drin sein, sonst ist es zu spät und irgend ein Sportprogramm darf natürlich auch nicht fehlen, nicht, dass das Kind mal zu viel wiegt! Ach.. ich bin schon zu weit... als Baby gibt es ja schon Babysingen, Schwimmkurse, Babyyoga und auf jeden Fall "Pekip"!

Bei Hunden sieht es doch genauso aus.. Hundeschule ist ja sowieso Pflicht und zur Sozialisierungen müssen auch Welpengruppen besucht werden, danach gibt es direkt Junghundegruppen, Einführung in Agility, Sucharbeit etc. spezielles Training für dieses und jenes, Besuche in der Stadt, im Einkaufszentrum, im Wildpark, in den öffentlichen Verkehrsmitteln, auf den Markt, vorbei an Baumaschinen etc. - bitte auch nicht vergessen mit Regenmantel und Knisterfolie brüllend auf den Hund zu zu stürmen! - und auf gar, gar, gar keinen Fall darf man irgend was davon verpassen und alles muss noch bis dann und dann geschafft sein, sonst ist es zu spät und der Hund hat später Ängste, versteht seine Artgenossen nicht, ist nicht ausgelastet und total unerzogen! (wie haben es meine Hunde nur geschafft ohne Hundeschule etc. brav, ausgeglichen, umweltsicher und verträglich zu werden?)
Die Leute wundern sich dann, warum ihr 6 Monate alter Hund so hippelig und unausgeglichen ist. Er kommt nie zur Ruhe! Sowas aber auch.. welch Wunder, wenn er nun mal nie in Ruhe gelassen wird! Das schlimmste was dann passieren kann sind Leute in Foren oder sogar in Hundeschulen, die natürlich sofort wissen was los ist: Na klar! Zu wenig Auslastung! Man muss ihn richtig müde machen, dann wird er schon ruhig. :eusa_doh:

Nicht falsch verstehen.. eine gute Hundeschule kann für Hundeanfänger natürlich eine enorme Hilfe darstellen und auch Sozialisierung und Auslastung sind wichtig! Ich finde nur es wird zu weit getrieben und dabei gehen andere wichtige Dinge (Langeweile, Frustrationstoleranz, Ruhe) verloren. Muss ein Welpe wirklich ALLES kennen lernen, selbst wenn er im Alltag niemals damit konfrontiert werden wird? Wäre es so furchtbar, wenn er etwas Unbekanntes irgendwann später kennen lernt und im ersten Moment erschrickt? Muss er schon als Welpe/Junghund in Hundesportarten eingeführt werden, wenn er noch nicht mal im Alltag angekommen ist? Muss es überhaupt eine spezielle Hundesportart sein die man macht? Darf ein Hund nicht einfach mit seiner Familie "leben"?

Ich habe in meinen Hundejahren jetzt an drei verschiedenen Orten gelebt und sehr viel verschiedene Arten von Hundehaltung erlebt. Was ich wirklich interessant fand: Die ruhigsten, bravsten und ausgeglichensten Hunde habe ich im kleinen sehr abgelegenen Dörfchen getroffen. Weit entfernt von Hundeschulen oder Hundesport - gibt es dort gar nicht. Dort gibt es NUR Leute die einfach spazieren gehen. Hier, in einer Kleinstadt direkt neben einer großen Stadt, trifft man regelmäßig auf hippelige Hunde. Vor allem in Hundeschulen und auf Hundeplätzen.

So.. jetzt wurde es doch etwas ausschweifender.. und OT..
Tut mir echt leid, aber das Thema beschäftigt mich momentan sehr und man stößt auch überall darauf.


 
  • Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse Beitrag #36
Off-Topic
Hach, Syn. Lass´dich drücken und herzen:mrgreen:
Kann deinen Ausführungen nur unumwunden zustimmen.
 
  • Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse Beitrag #37
Off-Topic
Gerne. :mrgreen:
Freut mich, dass noch jemand meine Meinung teilt. Es fühlte sich in letzter Zeit für mich oft so an, als stände ich alleine in einer verrückt gewordenen Welt. Ich lese momentan über all nur noch "Auslastung hier und Förderung dort" und habe einfach das Gefühl, dass das normale Leben und Erleben dabei verloren geht. Hach..wie philosophisch. :lol:
 
  • Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse Beitrag #38
Syn & Midoriyuki Danke!

Ich bin mit der Rasse zwar noch nicht viel weiter,
weiss auch noch nicht ob Welpe oder Tierheim,
aber: mein Gefühl scheint nicht komplett falsch zu sein.:D

Danke!
 
  • Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse Beitrag #39
Goldie ist also nichts für dich? :D
Verstehe ich, die sind schon niedlich, mein Typ wären sie rein optisch aber auch nicht :mrgreen:
So wie ich das verstehe, spielt für dich ja Optik genauso wie das Wesen eine Rolle?

Was war mit dem Kromfohrländer?
Der ist etwa Mittelgroß und schaut so aus:
[VERSTECK][/VERSTECK]

Labrador kennt man ja, das könnte ich mir auch noch vorstellen.

Alternativ zum Appenzeller Sennenhund gibts den Berner Sennenhund.
Wobei man vermutlich bei beiden Hunden am Bellen arbeiten muss. Muss man dann machen, geht aber auch! Also es wird kein dauergekläffe geben, vielleicht mal drei Wuffs, wenn jemand vorbeikommt, wenn man gut damit arbeitet.

Habt ihr euch mal den deutschen Pinscher angeschaut? Nicht die Kleinen, die gibt es auch in 45-50cm.
 
  • Hilfe bei der Findung der richtigen Rasse Beitrag #40
Der Goldie ist definitiv nicht außen vor.
Den Kromfohrländer kannte ich bisher nicht.
Hört sich aber sehr interessant an.
Hat jemand Erfahrung, welche Kosten von Züchtern aufgerufen werden?
 
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