Hund mit "aussetzern" an Maulkorb gewöhnen?

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  • Hund mit "aussetzern" an Maulkorb gewöhnen? Beitrag #1
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Hallo liebes Forum!

Ich habe schon die Suche bemüht aber nichts gefunden was damit zutun hat was ich wissen will.

Ich habe leider keinen eigenen Hund (da meine Eltern noch nicht so überzeugt sein), aber ich kümmere mich oft um den Hund meines Opas. Tommy ist ein Labrador Bernersennenhund Mix und dürfte/müsste jetzt 2 Jahre alt sein. Tommy hat bei mir (wie das bei meinem Opa ist weiß ich nicht, er würde es sich auch nie eingestehen) manchmal so eine Art "aussetzer" an denen wir schon fleißig Arbeiten.

Tommy läuft entspannt neben, vor oder hinter mir, hält viel Blickkontakt, holt sich ab und zu ein Leckerlie ab. Dann plötzlich ohne das irgendwas erkennbares passiert rast er los, zieht Kreise um mich, die immer enger werden. Ignorieren bringt nix, Ansprechen bingt nix, Leckerlies bringen nix. Nur mit blocken schaffe ich es das er runter kommt. Er nimmt bei diesen Kreisen ab und zu anlauf und hämmert so richtig schön in mich rein, mit Zähnen voraus. Er hat dabei keine Absichten mich zu verletzen aber es tut natürlich weh wenn man volle Kanne von den Zähnen an Hüfte, Bauch, Armen, Beinen und sogar im Gesicht getroffen wird.
Wenn ich es schaffe das er schon beim Anlauf an meinem Bein abblockt kommt er sofort runter. Natürlich will ich das ich ihn auch anders rausreißen kann, aber das ist hier nicht das Thema.

Meine Frage ist ob ich ihn an einen Maulkorb gwöhnen soll/kann? Denn wir arbeiten zwar dran aber es geht ja nicht mit Fingerschnipp sofort weg und ich denke ich bekomme seine Zähne noch oft ab bevor ich ihm das "aussetzen" irgendwie abgewöhnen kann.
Denkt ihr das würde ihn noch mehr hochstacheln?
Und ist spazieren gehen mit Maulkorb nicht so gut?
Würde es in meinem Fall eher kontraproduktiv sein?

P.S: Wir waren auch schon beim TA, aber Tommy ist gesund. Auch das Blutbild war in Ordnung.
 
  • Hund mit "aussetzern" an Maulkorb gewöhnen? Beitrag #2
Wie genau arbeitet ihr denn an dem "Problem"?
 
  • Hund mit "aussetzern" an Maulkorb gewöhnen? Beitrag #3
Also wie beschrieben lässt er sich erst richtig runter holen wenn er geblockt wird, bevor er mit dem umrennen erfolg hatte. Das schaffe ich aber nicht immer.
Ich musst mich dann vor ihn stellen sodass er gegen mich prallt bevor er richtig los legen kann.
Danach wirkt er so als wüsste er nicht recht was er jetzt tun soll und geht dann meistens wieder seiner Wege.
Ich würde dieses Blocken gerne irgendwie mit einem Wort verbinden sodass er später mal nur auf das Wort schon runter kommt.
Ansonsten wüsste ich nicht wie ich es anders hinbekommen soll
 
  • Hund mit "aussetzern" an Maulkorb gewöhnen? Beitrag #4
Irgendwie kann ich mir das noch nicht so richtig vorstellen. Ist dieses umrennen und rempeln spielerisch oder eher eine Maßregelung? Versuch auch mal auf alle Zeichen zu achten, wann das passiert. So ganz aus dem Nichts passiert bei Hunden nur dann was, wenn eine Erkrankung vorliegt. Vielleicht ist er in dem Moment so aufgeregt, weil du ihn oft euphorisch gelobt hast und er weiß nicht wohin mit seiner Energie und das dient als sein "Ventil"

Zum Maulkorb: klar kannst du ihm einen anlegen. Wenn man das vernünftig aufbaut, stört sich ein Hund nicht daran. Beim richtigen Modell kann man auch Leckerchen zwischen den Streben durch geben. Aber wenn er immer so derb rempelt, wäre vielleicht ein weicher Maulkorb besser als einer aus Kunststoff. Ich denke auch nicht, dass es kontraproduktiv ist einen anzulegen. Vielleicht gibt gerade das dir mehr Selbstbewusstsein, deinem Hund ausdrucksstarker entgegen zu treten. Und je nach Angst vor einer Verletzung, die bei dir mitschwingt, kann das auch die Situation beeinflussen. Manche Hunde übertragen dies Angst und Aufregung eins zu eins.
 
  • Hund mit "aussetzern" an Maulkorb gewöhnen? Beitrag #5
Huhu,
ich habe mir deinen Anfangspost nun dreimal durchgelesen, und muss sagen, ich muss mich Susan anschließen:mrgreen:.
Aus dem NICHTS passiert es wahrscheinlich nicht, nur für nicht ersichttlich, achte mal auf die Körpersprache bevor es losgeht.

auf der einen Seite hört es sich erst mal nach den berühmten 5minuten an, wo er einfach iwie mal Dampf ablassen muss.
Das anspringen und "reinbeissen" könnte auch eine rüpelhafte Spielaufforderung sein. Könnte auch eine Masregelung sein, ala schieb mir mal das Nächste Leckerchen rein.

Schwierig zu beurteilen, wenn man es nicht sieht.
 
  • Hund mit "aussetzern" an Maulkorb gewöhnen? Beitrag #6
Wie lastet ihr ihn denn sonst so aus?
Kann es vielleicht sein, dass er unterfordert ist und sich dann halt diese beschäftigung sucht?:eusa_think:
 
  • Hund mit "aussetzern" an Maulkorb gewöhnen? Beitrag #7
Also er geht aufjedenfall 3x am Tag raus, mindestens 1 Stunde. Weil mein Opa keinen guten Schlaf hat auch schon mal Nachts noch eine Stunde.
Dann trickse ich 3-4x die Woche mit ihm, aber daran hat er nocht so viel Spaß. Natürlich noch die Grunderziehung die bei uns beiden noch ein wenig hapert.
Zwischendurch ein bisschen Apportieren, was er aber auch nicht so dufte findet.
1-2x baue ich ihm einige Hindernisse im Wald und dann gibts sowas ähnliches wie Agility. Ansonsten natürlich Ball spielen, Leckerlie suchen und toben.
 
  • Hund mit "aussetzern" an Maulkorb gewöhnen? Beitrag #8
Die Möglichkeit das Verhalten mal zu filmen hast du nicht, oder? Für mich klingt das auch einfach nach den berühmten fünf Minuten, in Verbindung mit einem Hund dem ein paar Grenzen fehlen. Als Junghund hat meine Hündin ein ganz ähnliches Verhalten gezeigt, besonders gern auch wenn an einer Straße gewartet werden musste, oder so... :roll:
 
  • Hund mit "aussetzern" an Maulkorb gewöhnen? Beitrag #9
Er nimmt bei diesen Kreisen ab und zu anlauf und hämmert so richtig schön in mich rein, mit Zähnen voraus. Er hat dabei keine Absichten mich zu verletzen aber es tut natürlich weh wenn man volle Kanne von den Zähnen an Hüfte, Bauch, Armen, Beinen und sogar im Gesicht getroffen wird.
Höh? Wie, er reißt den Kopf hoch und hat das Maul auf? Oder rennt er volle Breitseite mit dem Gesicht in dich rein? Aber der hat doch auch noch ne Nase, die dann gequetscht wird? Das tut ihm doch auch weh, oder nicht!? (Oder bin ich zu fantasielos?)
 
  • Hund mit "aussetzern" an Maulkorb gewöhnen? Beitrag #10
ich könnte mir vorstellen, dass es mit Mauli noch mehr weh tut ;) Denn dann ist ja das komplette Maul "hart".. wenn er dann gegen deine Beine bollert tut das sicher ordentlich weh. Er rennt ja gegen dich, oder? Ronnie hat das bei seinen "5 Minuten" früher auch manchmal gemacht, anfangs hab ich mich dann immer in sicherheit gebracht :uups: aber als er es sich dann noch mehr angewöhnt hat bin ich immer stehen geblieben und hab mich groß gemacht, und wenn er auf mich zukam geschimpft. Dann hat er meistens ( ;) ) ne Kurve gemacht und ist weiter um mich rum gedüst, mittlerweile zieht er dann nur noch Kreise und bollert nicht mehr :)
 
  • Hund mit "aussetzern" an Maulkorb gewöhnen? Beitrag #11
Die Möglichkeit das Verhalten mal zu filmen hast du nicht, oder? Für mich klingt das auch einfach nach den berühmten fünf Minuten, in Verbindung mit einem Hund dem ein paar Grenzen fehlen. Als Junghund hat meine Hündin ein ganz ähnliches Verhalten gezeigt, besonders gern auch wenn an einer Straße gewartet werden musste, oder so... :roll:

Gleichfalls- und es ist halt ein Labbi-Berner-Mix.
Das gehört bei beiden Rassen zum Spielverhalten und dein "Blocken" wird vermutlich als ziemlich amüsante Spielaufforderung missverstanden.

Rempeln, schubsen und rüpeln gehört da eben einfach dazu. Wenn Mensch mitmacht isses natürlich noch wesentlich witziger und steigert sich immer weiter.

Wichtiger als die Frage nach Auslastung wäre daher: Hat er irgendwelche Grenzen bzw. kennt er welche?;)
 
  • Hund mit "aussetzern" an Maulkorb gewöhnen? Beitrag #12
Naja kommt drauf an was für Grenzen ihr meint.
Er darf bei mir nicht springen, nicht die Zähne an mir oder anderen Leuten benutzen, nicht zu weit voraus, er hat auf den ersten Pfiff zu hören und er darf nicht ziehen. Solange er sich an das alles hält hat er viele Freiheiten.
Also meistens ist es so das er vor mir läuft und dann einfach Anfängt mit diesen Kreisen. Es hat was von fünf Minuten und ja wenn wir spielen dann auch was rüpelhafter, aber wie gesagt darf er da nicht springen und seine Zähne nutzen sonst ist das Spiel sofort vorbei.
Könnte es denn sein das ihm dieses Zähne nutzen und springen bei unseren Spielen fehlt?
Und das er das dann irgendwie nach holen will?
Es tut echt schon ziemlich weh mit seinen Zähnen.
Aber gestern und vorgestern beim Spaziergang hat er es sofort auf ein wütendes: "Nein Tommy!" sein gelassen, puh da war ich Stolz auf ihn.
 
  • Hund mit "aussetzern" an Maulkorb gewöhnen? Beitrag #13
Mit 2 Jahren ist er auch einfach schlicht in einem gradiosen Rüpelalter.
Da testet man einfach mal wie weit man gehen kann und das halt auch immer wieder.

Grenzen sind nicht unbedingt solche Dinge wie "er soll hören", sondern á la "Wo hörst du auf und fange ich an".
Abgrenzung zum Hund, einhalten von Individualdistanz usw. usf.

Das Problem beim "wütenden Nein" wird übrigens sein, dass er irgendwann merkt, dass das halt nur wütendes Rumgehopse deinerseits ist und da ist halt die Frage was als Nächstes an Druck eingesetzt werden muss um ihn dir vom Leib zu halten.
Wesentlich sinniger wäre es erstmal ein vernünftiges Abbruchsignal zu etablieren und dann ein Alternativverhalten aufzubauen.

Sonst schreist du bald nur noch rum und den Hund juckts keinen Millimeter mehr.
Abgesehen davon, dass man auch kaum ernst genommen wird, wenn man laut werden muss;)
 
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