Ist Reiten noch zeitgemäß?

Diskutiere Ist Reiten noch zeitgemäß? im Reiterstübchen Forum im Bereich Pferde Forum; Hallo ;) Dieser Artikel hat mich sehr nachdenklich gemacht. Ich habe lange überlegt, ob ich das hier schreiben soll und auch wie ich es...
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loulou2008

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Hallo ;)
Dieser Artikel hat mich sehr nachdenklich gemacht.
Ich habe lange überlegt, ob ich das hier schreiben soll und auch wie ich es formulieren sollte.
Jetzt habe ich beschlossen euch an meinen Gedanken teilhaben zu lassen und würde mich sehr freuen wenn ihr selbst auch eure Gedanken aufschreibt, wenn ihr folgendes Video gesehen habt, beziehungsweise den Artikel gelesen habt.
Ich selbst lebe seit längerer Zeit vegan, hauptsächlich aus ethischen Gründen und lehne somit jegliche Ausbeutung von Tieren ab und vielleicht gerade deswegen hat mich dieser Artikel in Kombination mit dem Video sehr aufgewühlt. Dazu muss ich auch noch sagen, dass ich seit einem Jahr nicht mehr aktiv reite, auch wenn ich vorher seit meinem 5. Lebensjahr eigentlich nur ein Leben mit Pferden gekannt habe und somit jetzt nicht in der Zwickmühle stecke zu sagen, gebe ich mein Hobby den Tieren zuliebe auf?
Ist es nicht egoistisch mein Hobby auf Kosten der Tiere auszuüben die ich doch so gerne mag?
Am besten seht ihr euch das Video und den Artikel an damit ihr versteht, welche Gedanken mir durch den Kopf gehen.
Ich muss vorher sagen, dass Video ist ziemlich lang, ca. 1 Stunde und auf Englisch.
Also hier der Artikel:
"Ist Reiten noch zeitgemäß" - von Maksida Vogt

( Ich habe mir auch die Kommentare durchgelesen und das fand ich auch recht interessant, weil die Autorin sie alle beantwortet hat. )
Und hier das Youtube Video:

( Bei der Stelle 24:50-30:00 ist die Aussage, über die Wirkung des Gebiss im Maul des Pferdes und des Gewichts des Reiters auf dem Pferderücken zu sehen. )

Ich habe zuerst das Video gesehen und es hat mich sehr berührt.
Aber besonders getroffen haben mich die Aussagen über das Gewicht des Reiters auf dem Rücken des Pferdes.
"In den ersten 12-15 Minuten reagieren die Hauptmuskeln, die das Gewicht des Reiters Tragen mit Unwohlsein auf den Reiter und nach 20 Minuten setzt ein Gefühl ein, wie wir es auch spüren wenn unsere Beine einschlafen weil sie nicht genug durchblutet werden."
Und dann habe ich angefangen nachzudenken, wie viele doch immer noch der Meinung sind ein Pferd muss funktionieren.
Ich habe auch schon Aussagen gehört, dass man sich das Pferd doch extra gekauft hat um Reiten zu können und dafür ja auch viel Geld bezahlt.
Und dann habe ich mich gefragt, wie viele ihr Pferd behalten würden, wenn es plötzlich durch einen Unfall oder eine Krankheit unreitbar wäre.
Und wenn ich dann höre, dass Leute ihr Pferd verkauft haben, weil sie nicht mit ihm klar kommen und sich ganz schnell ein neues angeschafft haben, dann wird mir bewusst, dass viele leider immer noch in ihrem Pferd ein Objekt sehen, dass funktionieren muss, das ansonsten das Geld das man monatlich ausgibt nicht wert ist.
Ich meine wenn wir das zum Beispiel auf Hunde übertragen und man sich vorstellt, das man einen Hund einfach so verkauft weil man nicht mit ihm klar kommt und dann direkt den nächsten anschafft, dann würden doch viele empört sein, wie man so einfach ein Lebewesen aufgeben kann, für dass man die Verantwortung übernommen hat.
Wenn ich mir dann anhöre was die Auswirkungen des Reitergewichts auf den Pferderücken sind, dann frage ich mich doch, wieso wir das tun?
Wieso ziehen wir unserem Pferd ein Gebiss an um es kontrollieren zu können wenn wir uns auf seinen Rücken setzen und ihm damit Schmerzen zufügen?
Uns Stunde für Stunde durch die Wälder tragen lassen um Freiheit zu spüren die wir unsrem Pferd mit dem Metall im Maul und dem Sattel auf dem Rücken nehmen?
Ist das nicht egoistisch?
Und auch ein Satz aus dem Artikel finde ich wichtig,
Off-Topic
Wird ein Reitschüler seinen Reitlehrer hinterfragen?

Denn erfahrungsgemäß wird er das nicht tun, er wird dem Pferd das Gebiss anziehen und nicht darüber nachdenken.
Wieso brauchen wir ein Gebiss? Um das Pferd zu kontrollieren und damit geben wir uns die Antwort ja fast schon selbst, wir setzen das Gebiss ein um etwas gegen den Willen des Pferdes zu tun, was es sonst nicht zulassen würde.
Denn ich glaube niemand von uns könnte sich einfach so auf den Rücken seines Pferdes schwingen und ohne Sattel und ohne Trense einfach frei ausreiten, weil er sein Pferd dann nicht mehr unter Kontrolle hätte.
Und dann habe ich überlegt wie ich als kleines Kind meine Liebe zu Pferden entstanden ist, was mich fasziniert hat an den großen kraftvollen Tieren die gleichzeitig so unglaublich sanft sein können, wie ich nach einem schweren Reitunfall nur die Nähe von Pferden gesucht habe mich mit ihnen beschäftigen wollte, mit ihnen spazieren gehen und all das ohne auf ihrem Rücken zu sitzen.
Und dann habe ich mich auch gefragt wann ich wieder angefangen habe mich auf ihren Rücken zu setzen, einfach so als wäre es nichts, ihnen ein Gebiss anzuziehen und das ohne darüber nachzudenken wie das Pferd sich damit fühlt und auch wenn ich zu dem Zeitpunkt gedacht habe ich hätte eine gute Beziehung zu Pferden merkte ich dass etwas verloren gegangen war.
Die Leichtigkeit die ich als Kind im Umgang mit den Pferden war weg, sie mussten mich nun auf ihrem Rücken tragen und das war ihre Aufgaben, die mussten sie erfüllen, so habe ich gedacht.
Ich bin mir bewusst das wir realistisch bleiben müssen, dass wir natürlich den Pferden nicht ihren kompletten freien Willen geben können, denn alleine schon durch die Zäune der Weide, wenn sie zu den Glücklichen gehören die nicht ihr Leben in der Box fristen müssen um dann ihr Pferd rauszuholen wenn sie es brauchen werden sie ja eingeschränkt, aber diese Einschränkung ist nötig.
Doch gleichzeitig frage ich mich wie egoistisch ist es, trotz des Wissens was das Gebiss im Pferdemaul und der Reiter auf dem Pferderücken dem Pferd antun, sich doch immer wieder daraufzusetzen nur um Spaß zu haben und Freiheit zu spüren auf Kosten Anderer, auf Kosten des Pferdes.
Und wie können wir sagen wir lieben unser Pferd und es dennoch immer wieder mit dem Gebiss und dem Sattel unter Schmerzen zu kontrollieren ?
Ich meine natürlich gibt es da auch Abstufungen zwischen denjenigen die ihr Pferd auf Turnieren zum Beispiel beim Mächtigkeitsspringen total unnatürlichen und schmerzhaften Bewegungen aussetzen und das alles auf Kosten eines Lebewesens ( damit meine ich soetwas : bei diesem Video zeigen z.B ganz klar Stellen wie 1:25, 2:03, 2:43 wie sich die Pferde versuchen zu wehren, doch der Reiter sitzt dank des schmerzhaften Gebisses am längeren Hebel) , bis hin zu dem Freizeitreiter, dessen Pferd im Offenstall in der Herde mit einer großen Weide steht und ab und zu gebisslos ins Gelände geritten wird.
Doch können wir einfach so weitermachen wie bisher, einfach auf Reitlehrer, oder auf Menschen blind vertrauen, die meinen es aus Erfahrung richtig zu machen, weil es ja immer so gemacht wurde?
Und lügen wir uns nicht selbst an wenn wir sagen mein Pferd hat Spaß am Reiten selbst, also nicht an der Abwechslung die es durch das Reiten geboten bekommt sonder daran uns auf seinem Rücken zu tragen? Denn wie kann es Spaß an etwas haben dass ihm weh tut und die wir ihm durch ein Gebiss aufzwingen ?
Danke an alle die das bis hierhin gelesen haben, ich habe ganz schön viel geschrieben :uups::D
Das sind irgendwie die Dinge die mir besonders durch das Video aber auch durch den Artikel durch den Kopf gehen.
Ich muss noch dazusagen, dass ich weder das Video noch den Artikel blind als " die Wahrheit" bezeichnen möchte, denn gerade in dem Artikel sind doch manche Sachen etwas überspitzt dargestellt, aber ich möchte vielleicht auch einfach ein bisschen zum Nachdenken anregen und die Gedanken weitergeben die mich danach beschäftigt haben.
Auch wenn mir bewusst ist, dass hier jetzt wahrscheinlich viele verschiedene Meinungen aufeinander treffen werden, würde ich mich sehr freuen wenn ihr hier schreibt was ihr darüber denkt. ;)
LG
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #2
Hallo loulou,

also vorweg, ich habe das Video nicht angesehen sondern nur den Artikel gelesen, da ich grade keinen funktionsfähigen Ton habe.

Den Artikel finde ich nicht nur überspitzt, sondern schon wieder so lächerlich, dass auch das letzte Körnchen Wahrheit im Inhalt kaum noch ernst genommen werden kann.
Nein, ich denke nicht dass jeder Reiter ein spirituell unerernährter, lebensferner, kranker Mensch und Tierquäler ist, der seine Pferde ohne Rücksicht auf Verluste missbraucht, ausbeutet und quält. :roll:

Ich glaube auch nicht, dass jeder Reitschüler heute die Klappe halten würde, wenn der Reitlehrer auf das Pferd eindrischt oder wenn er sieht, wie die armen gequälten Pferde voller panischer Angst und voller Schmerz den Befehlen ihrer grausamen Haltern folgen.

Allein diese Absätze sind so dermaßen ohne Worte, dass es mit Leid tut um das tatsächlich existierende Pferdeelend, das da ins lächerliche gezogen wird. Sorry, meine persönliche Meinung.

Und ja, ich denke nicht nur, dass die Pferde aussterben würden, wenn sie nicht mehr genutzt würden, ich weiß es sogar am Beispiel der Entwicklung des Norikerpferdes vor der Industriealisierung, nach der Industriealisierung und heute.
Ich weiß die genauen Zahlen nicht mehr auswendig, aber direkt nach der Industriealisierung (als das Pferd sozusagen seinen Platz als Nutztier verloren hat) ist die Zahl der Pferde auf einen winzig kleinen Bruchteil gesunken. Hätte es nicht wieder Auftrieb als Freizeitpferd erhalten, würde es heute wohl maximal noch winzige Restbestände geben.
Und ich denke die Entwicklung dieser Rasse lässt sich ohne weiteres auf Pferde insgesamt ausweiten. Die Haltung von Pferden ist nicht so billig und einfach, gar nicht zu reden von der Auslastung - wer kann und will sich das denn heute noch leisten, nur so zum Spaß?
Und ich rede jetzt nicht vom Gnadenbrot für ein geliebtes Pferd, das man natürlich nicht mehr belasten kann, sondern von der Haltung aller Pferde. Ich denke die Zahl der Liebhaber würde schneller sinken als man gucken könnte.

LG
blackcat
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #3
Off-Topic
Die Haltung von Pferden ist nicht so billig und einfach, gar nicht zu reden von der Auslastung - wer kann und will sich das denn heute noch leisten, nur so zum Spaß?

Aber ist Reiten an sich nicht auch "zum Spaß"? Also in unseren Breitengraden fällt mir ehrlich gesagt kein wirklicher Nutzen mehr für Pferde ein. Gut, der ein oder andere selten gewordene Wander-Schäfer nutzt sie vllt., aber sonst?

Oder steh´ich da grad aufm Schlauch?
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #4
Tja was soll ich sagen, ich hab es schon damals gelesen und finde es gut ;)
Ich verstehe so viele Reiter nicht, und wenn ich sehe wie viele Pferde missverstanden werden, noch härtere Hilfen genommen werden und nen Pferd heute oft nur noch funktionieren muss, bin ich froh das mir lange Spaziergänge reichen, ohne das das Pferd mich durch de Gegend schleppen muss
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #5
Oh sorry, ich komm bisschen zu sehr aus der Kaltblutszene, wo die Pferde teilweise auch noch wirklich eingesetzt werden, zum Beispiel zur schonenden Wald- oder Feldarbeit. Sehr faszinierendes Gebiet, wenn sich mal wer interessiert, es gibt nahezu jedes landwirtschafliche Gerät in Ausführungen, die die Nutzung mit Pferden statt Traktoren/Maschinen erlaubt.

Was ich wohl eigentlich sagen wollte ist, dass der Reiter das Pferd auch nutzt und nicht nur zum "Spaß" hält, sprich, das Pferd erfüllt eine Aufgabe und ist nicht nur ein Statusobjekt das man sich in den Garten stellt, weil es schön anzuschauen ist.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

@Michse: Das ist der Kern in dem ich auch mit dem Artikel überein stimme. Es fehlt sehr, sehr viel Aufklärung und Feingefühl in der Pferdehaltung, vieles wird nicht hinterfragt, vieles wird falsch gemacht. Das Pferd ist kein Motorrad, wo man aufsteigt, ne Runde fährt und es dann wieder in der Garage abstellt.

Aber würdest du dich als spirituell unerernährten Tierquäler bezeichnen, weil du auch mal reitest? ;)
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #6
Hallo blackcat

Danke für deine Meinung;)
Wie schon geschrieben finde ich den Artikel speziell in vielen Formulierungen wie z.b " Kein Tier wurde jahrelang so ausgebeutet" auch überzogen, aber seine Grundaussage, wieso wir uns immer wieder auf seinen Rücken setzen, mit dem Bewusstsein welche Auswirkungen unser Gewicht auf dem Rücken hat, hat mich doch zum Nachdenken angeregt.
Und wie schon gesagt es geht hier absolut nicht darum den Artikel für bare Münze zu nehmen, aber müssen wir nicht nachdenken wie unsre Beziehung zu den Pferden ist, wie sie sich dabei fühlen?
Off-Topic

Ich glaube auch nicht, dass jeder Reitschüler heute die Klappe halten würde, wenn der Reitlehrer auf das Pferd eindrischt oder wenn er sieht, wie die armen gequälten Pferde voller panischer Angst und voller Schmerz den Befehlen ihrer grausamen Haltern folgen.

Vielleicht habe ich da auch selbst zu viel schlechtes gesehen, aber ja viele Reitschüler machen ihren Mund nicht auf sondern rattern stur das runter was ihr Reitlehrer ihnen gesagt hat.
Und leider habe ich auch schon gesehen, wie schnell ein Pferd beim Schlachter landet, weil es alt ist, Rückenprobleme hat und sich deswegen gegen das Reitergewicht wehrt.
Und wie ich auch schon geschrieben habe geht es hier nicht drum alle Reiter zu verteufeln, aber es soll zum Nachdenken anregen, für mehr Dankbarkeit dem Pferd gegenüber sorgen, dass es uns auf seinem Rücken trägt und dem Reiten vielleicht auch seine Selbstverständlichkeit nehmen, sondern die Partnerschaft sehen.
Wie gesagt momentan reite ich nicht und ich weiß auch nicht ob ich mich vielleicht irgendwann wieder auf den Rücken eines Pferdes setze, aber ich weiß auf jeden Fall das ich es nicht mehr mit der Selbstverständlichkeit tuen werde, das Pferd hat mich jetzt zu akzeptieren und Ende.
LG

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Die Haltung von Pferden ist nicht so billig und einfach, gar nicht zu reden von der Auslastung - wer kann und will sich das denn heute noch leisten, nur so zum Spaß?
Aber ist Reiten an sich nicht auch "zum Spaß"? Also in unseren Breitengraden fällt mir ehrlich gesagt kein wirklicher Nutzen mehr für Pferde ein. Gut, der ein oder andere selten gewordene Wander-Schäfer nutzt sie vllt., aber sonst?

Oder steh´ich da grad aufm Schlauch?

Ich glaube da liegt das Problem begraben, eben bei dem Gedanken der Leute, das Pferd muss "benutzt" werden, im Sinne von Reiten.
Ich meine sehen wir uns die Hunde an, wieviele haben da noch echte "Aufgaben" zu erledigen, wie es z.B ein Schäfer mit seinem Hütehund tut?
Nicht viele, einfach weil die meisten heute Hunde halten um mit ihnen eine Bindung einzugehen, sie sind Sozialpartner mit denen man etwas unternimmt, Sport macht, Spazieren geht,... aber das Pferd muss funtionieren, wenn es nicht geritten wird hat die Haltung keinen Sinn, zumindest denken so viele.
Und wie kann ich so von einem Lebewesen denken, dem ich Zuneigung geben will und für das ich die Verantwortung habe?
Ich meine die Kosten hat der Halter so oder so, ob es geritten wird oder nicht.
Aber viele haben einfach den Gedanken im Kopf, dass das Pferd nur da ist um geritten zu werden, sehen das Pferd aber nicht als Tier, mit dem man eine Bindung eingeht, das ein Sozialpartner mit eigenem Willen ist.
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #7
Der Artikel ist super, und ich kann da vielen Sachen nur zustimmen. Ich selbst reite seit ich 5 bin, habe mit 6 mein erstes (junges) Pferd bekommen und mir vor etwas über einem halben Jahr ein junges Zweitpferd selbst gekauft, mit dem ich dieses Jahr (Spring)Turniere starte.
Ich habe mehrere Trainer, die nach der klassischen Reitweise unterrichten – d.h. teilweise welche, die viele Jahre in der Spanischen Hofreitschule waren (als Rollkur dort noch nicht unbedingt so verbreitet war) und die mich die feine, harmonische Verbindung zum Pferd lehren.
Einer arbeitet auch mit jemandem zusammen, der Bewegungsstudien von Pferden analysiert und durchführt, dabei den „idealen“ Sitz, das Eingehen in die Bewegung und die Wirkung der Hilfen (wie zB Treiben) auf das Pferd beobachtet.

Was ich gleich mal sagen muss – ja, Reiten ist oft egoistisch. Aber es ist sehr schwierig, sich das einzugestehen, daher werden es die meisten verleugnen. Reiten ist wunderschön, das kann hier denke ich mal jeder bestätigen?
Wenn wir nun zugeben, dass es oft nicht fair gegenüber dem Pferd ist, schon allein, weil wir als Raubtier einem Fluchttier Sattel und Gebiss aufzwängen, und uns auf den Rücken begeben, der nicht dazu gemacht wurde, Reiterlast zu tragen – dann würden wir über uns selbst sagen, dass wir schlechte Menschen sind.
Und müssen irgendwie damit umgehen, dass wir etwas Schlechtes machen.

Meine Reitlehrer bringen mir vieles näher, sie erweitern meinen Horizont und erklären viel, die genauen Wirkungsweisen von allem. Ich komme mit Trainern nicht klar, die jemandem Gedanken aufzwingen, ohne diese großartig zu erklären.

Da ich gegen die Natur der Pferde handle, wie jeder andere Reiter, versuche ich, die Pferde bestmöglich zu reiten. Keine Rollkur, keine falschen Knicks, keine zugeschnürte Mäuler durch Sperriemen, keine Wunden durch Sporen.
Was man leider so oft in Reitvereinen oder großen (Schul)ställen sieht, ist der reine Horror.
Die Schüler machen alles, was der Reitlehrer sagt, ohne zu hinterfragen – obwohl das Leid der Tiere oft so offensichtlich ist dass ich am liebsten „Schau doch, hör doch einfach mal auf dein Gefühl anstatt auf den Idioten in der Bahnmitte!!“ schreien würde.
Ich kann mittlerweile gar nicht mehr in gewissen Ställen beim Reiten oder Unterricht zusehen, weil es wie gesagt der pure Horror ist.

Ein Szenario war zB im Reitunterricht eine Schülerin, die ihr Pferd ausgebunden hatte, mit normalen seitlichen Ausbindern (genaue Bezeichnungen weiß ich da nicht), die wahrscheinlich auf die gleiche Länge gestellt waren – sie ging aber auf dem Zirkel und das Pferd konnte natürlich nicht nach innen gestellt / richtig gebogen werden, wie denn auch mit dem Wiederstand ?
Das Mädchen natürlich klassisch mit Sporen und Gerte ausgerüstet, die es auch genauso „gut“ einsetzt wie die Ausbinder. Das Pferd läuft also sehr hinter der Senkrechten, aber sehr gerade – und der Reitlehrer brüllt, sie solle den Gaul mal ordentlich nach innen durchstellen.
Sie zerrt also am inneren Zügel und reißt ruckartig daran, woraufhin das Pferd sich nur noch mehr einrollt – was soll es denn auch sonst machen.
Ich hätte heulen können…

Oder als ich letztens ein Pferd geritten bin, weil mir angeboten wurde, darauf Turniere zu reiten.
Erstmal hatte es keine Muskeln am Widerrist, der Sattel hat gar nicht gepasst- mir wurde beim Aufsteigen echt das Herz schwer.
„Leider“ war kein Sperriemen verschnallt – beim leichtesten Zügelkontakt streckte das Pferd die Zunge (ungelogen!!) ungefähr 15 cm zur Seite raus, wenn das überhaupt geht?!
Mir wurde bei dem Anblick übel und ich war wieder mal kurz vorm losheulen. Was für ein Leid und welche Schmerzen müssen dem Pferd jedes Mal zugefügt werden, damit es beim leichtesten Kontakt die Zunge extrem rausstreckt?
Der Kommentar der Besitzerin war nur, dass es ohne Sperriemen bei dem einfach gar nicht geht.
Die Frage, ob ich für die Frau und auf dem Pferd Turniere reiten werde, könnt ihr euch hoffentlich alleine beantworten…

Aber man will oft dazu gehören, um wieder auf das Thema zurück zu kommen. Bei den großen Turnierreitern sieht alles so toll aus, dass man sich überlegt, ob das nicht Richtig ist, was die machen.
Ich war auch schon manchmal in einer Situation wie dieser.
Man bekommt so viel um sich herum mit, und weiß dass es falsch ist (nicht unbedingt alles, aber größtenteils) und man frägt sich nach einer Weile „ist das wirklich falsch?“ oder „Was genau war nochmal falsch daran?“ weil man im Endeffekt oft nur dazu gehören will.
Neben dem Umdenken ist es meiner Meinung nach wichtig, dass man auf dem richtigen Weg bleiben kann. Das sieht oft einfacher aus, als es ist.

Mit meinem Warmblut werde ich Turniere gehen, zugegebenermaßen, weil ich Erfolg will. Ich würde aber nicht alles für diesen Erfolg tun, und so ist mir das Wohl des Pferdes am Wichtigsten und steht an erster Stelle.
Wäre das Pferd krank oder unreitbar, aus welchem Grund auch immer – ich würde es behalten. Wenn das bedeuten würde, ich könnte keine Turniere mehr reiten, dann würde ich es in Kauf nehmen und akzeptieren. Ich liebe meine Pferde.

Das mal meine Meinung dazu, und ich hab auch nen Roman geschrieben sorry :p
Und zu dem Thema könnte ich ehrlichgesagt noch 10 weitere Seiten voll schreiben.


 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #8
@Michse
Ich finde deine Einstellung toll und wäre froh, wenn mehr Leute die Beziehung mit dem Pferd im Vordergrund sehen würden, anstatt das Objekt PFerd das " Funktionieren" muss.
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #9
Loulou da gehe ich mit dir mit. Ich habe kein reitschüler gesehen, die was gesagt haben. Weil schließlich ist der RL der god vather und hat immer recht.
Ich muss aber auch dazu sagen, mich hat es nachdenklich gemacht, das meine beiden rb's die nicht geritten werden, die einzigen waren die beim osteo keinen verkorksten rücken hatten.
Ich bin da lieber der Typ, der das Pferd lieber mit leichten agylity Übungen, Kopf Arbeit wie Teppich ausrollen etc 'auslaste'
Mir reicht es ^^ ja ich setze mich auch mal rauf im roundpen um den trensen Träger ans sidepull zu gewöhnen, und nein, ich habe kein schlechtes gewissen danach.
Aber im Grunde gehe ich da mit. Wieviele werden in boxen gehalten um dann zum nutzen raus zu kommen. Und bei solch einer Haltung würde ich niemals nicht nie ein Pferd halten wollen. Wenn es mir schon dienen muss, soll es die Freizeit wenigstens artgerecht verbringen dürfen

Die Arbeit mit kalten finde ich auch herrlich, unsere mussten damals auch Bäume rücken und es war auch eine tolle Arbeit :)
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #10
@ tessa-Ami-Keith

Ich teile leider deine schlechten Erfahrungen mit vielen Reitschulen, wenn man sieht wie immer noch eins "draufgestetzt" wird, weil die Pferde durch die jahrelange harte Einwirkung komplett abgestumpft sind.
Gerade in der Reiterszene ist es meiner Meinung nach wichtig, seinen Horizont so weit wie möglich zu erweitern, einfach weil die Unterschiede so gravierend sind, zwischen der " alten Schule" mit all ihren Mitteln und Zwängen und dem was die Beziehung zu dem Pferd in den Vordergrund stellt.
LG

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Michse ich finde auch absolut nicht, dass du ein schlechtes Gewissen haben musst, weil du dich ab und zu mal draufsetzt.
Denn letztendlich muss man immer das gesunde Mittelmaß finden und man merkt ja dass du den richtigen Weg gefunden hast mit deinem Pferd / RB? zu arbeiten ;)
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #11
aber seine Grundaussage, wieso wir uns immer wieder auf seinen Rücken setzen, mit dem Bewusstsein welche Auswirkungen unser Gewicht auf dem Rücken hat, hat mich doch zum Nachdenken angeregt.
Ich bezweifle, dass ein Kaltblüter meine 47 Kilo Gewicht überhaupt wirklich wahrnimmt, aber du hast natürlich insofern recht, dass viele Bereiche wirklich nochmal hinterfragt werden müssen. Pferde sind nicht von Natur aus darauf ausgelegt, überhaupt Gewicht auf dem Rücken zu tragen, insofern ist eine Überbelastung durchaus etwas, was man im Kopf behalten muss.

Ich behaupte aber auch, dass man mit etwas Erfahrung einem Pferd durchaus anmerkt, ob es freudig, bereitwillig und neugierig mitarbeitet oder ob es widerwillig tut was man von ihm will, verspannt ist, Schmerzen hat etc.
Die Dauerbelastung muss man natürlich noch zusätzlich mit einberechnen, aber prinzipiell reiten abzulehnen halte ich doch für übertrieben.

Wie sieht es eigentlich mit Zugpferden aus?

Ich glaube da liegt das Problem begraben, eben bei dem Gedanken der Leute, das Pferd muss "benutzt" werden, im Sinne von Reiten.
Ich meine sehen wir uns die Hunde an, wieviele haben da noch echte "Aufgaben" zu erledigen, wie es z.B ein Schäfer mit seinem Hütehund tut?
Nicht viele, einfach weil die meisten heute Hunde halten um mit ihnen eine Bindung einzugehen, sie sind Sozialpartner mit denen man etwas unternimmt, Sport macht, Spazieren geht,... aber das Pferd muss funtionieren, wenn es nicht geritten wird hat die Haltung keinen Sinn, zumindest denken so viele.
Zum Hüten eingesetzte Hunde würden Arbeitspferden entsprechen, Hunden die im Hundesport aktiv sind, Kunststücke können, etc. würden dem normalen Hobbypferd entsprechen - Partnerschaft von der sich der Mensch Unterhaltung erwartet. Dazu kommen noch Wachhunde, die aus Furcht vor Einbrechern oder zur Sicherheit beim Joggen herhalten usw.
Die einzigen Hunde die für nichts funktionieren müssen außer zum Hund sein, sind die Hunde die nur als Statussymbol dienen. Zum angeben.
Wäre mal gespannt wie viele Hundehalter das Forum noch hätte, wenn die Hunde nur nach als Statussymbol dienen dürften, ohne einen Zweck erfüllen zu dürfen.
Und dann muss man sich mal überlegen, wie einfach die Haltung eines Pekinesen im Vergleich zu einem Araberpferd ist.

Klar ist es unfair, aber ein bisschen realistisch muss man doch auch bleiben - sobald Pferde keinen Zweck mehr erfüllen, werden sie praktisch aussterben.

Was ich damit NICHT sagen will, dass jedes Pferd geritten werden muss oder dass es geschlachtet werden soll, wenn es seine Arbeit nicht mehr verrichten kann. Ich bin absolut für eine artgerechte, umsichtige Haltung, in der das Pferd nicht ausgebeutet wird sondern als Partner angesehen.
Abgesehen davon ist Bodenarbeit oder mal Spazierengehen mit dem Pferd AUCH ein sinnvoller Einsatz, von dem der Mensch profitiert (Unterhaltung, Gesellschaft, etc.).

Fazit: Natürlich läuft im Umgang mit Pferden wahnsinnig viel noch falsch, aber gerade deshalb kann ich dem Artikel nichts abgewinnen, da er im Grunde jede Interaktion mit dem Pferd verteufelt, ohne Alternativen aufzuzeigen.
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #12
Off-Topic
der Vergleich zwischen arbeitenden Pferden und Hunden ist zwar gut, allerdings muss ich dazu sagen, mein Hund muss auch nichts machen außer Hund sein, und nein, er ist nicht mein Statussymbol. Dazu zählt Vllt iwann mal meine protzer karre, aber kein Lebewesen ;) ich habe ihn, weil ich gerne mit meinem Partner Hund unterwegs bin. Er kann weder kunststücke ala' Männchen, Peng etc, sondern nur die für mich notwendigen wie den Abruf oder ablegen. Ansonsten kann er sich glaub ich über sein flodder leben nicht beschweren und leidet auch nicht unter Depressionen weil er nicht fünf mal die Woche auf Platz arbeiten muss
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #13
Off-Topic
Michse, dann lass mich mal so fragen, warum hast du einen Hund, noch dazu einen Husky?
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #14
Den Umschwung hab ich allerdings leider erst vor knapp zwei Jahren mitbekommen, durch Leute die ihre Pferde ebenso behandeln und bei mir hat es ordentlich zu rattern angefangen ;)
Das erste mal ohne Trense reiten, der reinste horror für mich cO ich kam mir vor als hätte ich keine Kontrolle und kam mir sehr hilflos vor auf dem riesen Tier.

Ich bin ebenso nicht gegen das reiten, doch Tessa, deine Ansicht finde ich sehr gut. Ich finde nämlich es entwickelt sich langsam zu den extremen, gar nicht oder ganz... Das es auch ein Mittelding gibt, so wie du es machst Tessa, ist eher die Seltenheit

Off-Topic
ich fand letzten auch auf diversen Plattformen den shitstorm interessant, wo ein Mädel eine Kuh geritten ist. Kenne mich jetzt nicht genau in der Anatomie des Rindes aus... Aber ist das jetzt so ein riesen unterschied? Nur weil es nicht 'normal' ist?


EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Off-Topic
ich habe einen Alaskan malamute weil mich diese Rasse schon immer faszinierte. Dieses, noch alte hundewesen , was sich nicht unbedingt von seinem menschlein zum Clown machen lässt und generell noch sehr eigenständig ist. Ich gehe auch generell nicht in menschenreichen Straßen gassi, sondern fahre alleine in den Wald um da vor den Bäumen zu Posen ;)
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #15
Off-Topic
Michse, hättest du dir auch einen Hund angeschafft wenn die monatlichen Unterhaltskosten nicht bei ~60€ liegen würden sondern bei 300€ aufwärts?


ich denke das reiten an sich ist- mit sinn und verstand gemacht- nicht DIE tierquälerei schlechthin wie es der artikel versucht darzustellen. ich kenne dafür einfach zu viele Pferde die gerne mit dem Menschen arbeiten und sich darauf freuen wenn mal was los ist.

Allerdings sollte man Hunde nicht mit Pferden vergleichen- die Bedürfnisse unterscheiden sich ebenso grundlegend wie die Kosten.
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #16
Off-Topic
richtig, die kosten sind einfach Welten unterschied. Obwohl, die einstellkosten in unserem stall sind da nicht wesentlich höher. Aber auch wenn, ich denke auch dann hätte ich einen Hund, solange er kein eigenes Haus brauch bzw stall, könnte ich das noch mit mir vereinbaren. Ich bezahle ja schließlich auch fürs nicht reiten :)
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #17
Off-Topic
Okay, das erklärt die Rasse, aber nicht warum du überhaupt einen Hund wolltest. ;)


Off-Topic
Zur Kuh: Ich habe das entsprechende Video gesehen. Zur Anatomie kann ich nichts beitragen, aber die Kuh hat jedenfalls nicht mal im entferntesten auf "Befehle" gehört oder sich drum gekümmert ob jemand auf ihr saß oder nicht, damit es in langsamen Schritt vorwärts ging, musste sie von einer zweiten Person ständig gelockt und geführt werden.
Allein daraus folgt für mich, dass Kühe als Reittier reichlich uninteressant sein dürften und sich sicher nicht durchsetzen werden.

By the way, wie viele Leute halten Kühe nur so, ohne dass sie gemolken, gezüchtet oder geschlachtet werden? Dürften doch verschwindend wenige sein. ;)
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #18
@ Ivy-marie1
Aber das Problem ist viele denken, dass sie sich mit den hohen Unterhaltskosten das Recht erkaufen, dass das Pferd funktionieren muss.
Gerade leider bei sehr ambitionierten Turnierreitern musste ich schon Dinge hören, wie " Ich bezahle nicht umsonst ... €" und wollen deswegen Erfolge haben.

Ich finde den Vergleich Pferd-Hund nicht völlig falsch einfach weil beim Hund schon die Entwicklung weg von dem Tier was immer etwas Leisten muss um eine Daseinsberechtigung zu haben zu dem Partner Hund gemacht ist und leider ist wie gesagt bei Pferden viel zu oft noch der Gedanke des Objekts im Kopf, dass eben funktionieren muss.
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #19
Off-Topic
weil beim Hund schon die Entwicklung weg von dem Tier was immer etwas Leisten muss um eine Daseinsberechtigung zu haben zu dem Partner Hund gemacht ist und leider ist wie gesagt bei Pferden viel zu oft noch der Gedanke des Objekts im Kopf, dass eben funktionieren muss.

Da mag ich mal energisch widersprechen:mrgreen:
Hunde müssen ziemlich viel leisten um eine Daseinsberechtigung zu haben- nett sein, müssen "hören", alles mögen was Mensch auch mag, möglichst angenehm-steril sein und am Besten so tun als wären sie keine Raubtiere.

Wer "aggressiv" ist oder "nicht funktioniert" kommt weg, wird zum Wanderpokal oder wird euthanasiert. SO extrem ist der Unterschied da gar nicht.
Da wird auch schneller mal was weggeben, eben WEIL Hunde billig zu bekommen/zu halten sind.
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #20
Off-Topic
Da mag ich mal energisch widersprechen:mrgreen:
Hunde müssen ziemlich viel leisten um eine Daseinsberechtigung zu haben- nett sein, müssen "hören", alles mögen was Mensch auch mag, möglichst angenehm-steril sein und am Besten so tun als wären sie keine Raubtiere.

Wer "aggressiv" ist oder "nicht funktioniert" kommt weg, wird zum Wanderpokal oder wird euthanasiert. SO extrem ist der Unterschied da gar nicht.
Da wird auch schneller mal was weggeben, eben WEIL Hunde billig zu bekommen/zu halten sind.
Danke, genau das meinte ich. Hunde haben andere Einsatzgebiete als Pferde, aber wenn sie ihren Aufgaben nicht mehr gerecht werden können, sind sie ebenso schnell übrig wie ein Pferd, das nicht mehr geritten werden kann.

 
Thema:

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