Ist Reiten noch zeitgemäß?

Diskutiere Ist Reiten noch zeitgemäß? im Reiterstübchen Forum im Bereich Pferde Forum; Hey :) Also ich finde es nicht ganz richtig, zu verallgemeinern und zu sagen Reiten wäre immer etwas gegen das Pferd. Es gibt durchaus Pferde...
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #21
Hey :)
Also ich finde es nicht ganz richtig, zu verallgemeinern und zu sagen Reiten wäre immer etwas gegen das Pferd.
Es gibt durchaus Pferde denen es Spass macht zu arbeiten, und zwar nicht Mensch gegen Tier, sondern als Team.
Ich sehe Reiten als Sport, als Sport für mich und auch für mein Pferd, welches aber sicherlich kein Hauptgrund ist um das noch zu betonen.
Eine sportliche Weiterentwicklung , die man sich als Team erarbeitet.
Sicherlich ist ein Pferd nicht dafür da den Menschen durch die Gegend zu tragen, was ich zb wirklich schlimm finde sind die grossen schweren Männer auf den kleinen Isis. Da heisst es aber auch, die können das locker tragen, aber hat jemand mal die Tiere gefragt?

Auf der anderen Seite finde ich den Beitrag gut, es stimmt es gibt viele egoistische Reiter (darunter sicherlich auch einige die es nicht besser wissen) und die wird es auch immer geben, glaube ich.

Der Reitsport mit Sinn und Verstand schadet keinem, das ist meine persönliche Meinung dazu.
Vorhin beim Lesen ist mir so vieles eingefallen, nun hab ich die Hälfte schon wieder vergessen:roll:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #22
Off-Topic
weil ich Hunde mag? Ist das kein Grund für das halten eines Tieres? Muss es einen Hintergrund, eine Funktion haben? Kann ich nicht einfach aus 'liebe zum Tier' wie man so schön sagt, meine Zeit mit diesem Partner verbringen?
Stimmt, midori, sie müssen genug leisten. Und werden gewiss auch so schnell ersetzt wie ein Pferd, welches nicht willig ist.
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #23
Off-Topic
Ich behaupte mal, es ist eher ungewöhnlich, einen Hund rein um des Hundes willen zu halten. Normalerweise erhofft sich der Besitzer davon eher einen Partner, um durch dick und dünn zu gehen, einen Freund, einen Begleiter beim Sport und dergleichen.
Ich will damit nicht sagen, dass jemand einen Hund anschafft, weil er gerne joggen geht, aber sich einen lauffreudigen Husky anschafft, ohne den Hund auch gerne auszulasten, ist für mich auch ein kleiner Widerspruch in der Tierliebe.
Das Minimum in deinem Fall ist also (hoffentlich) ein Partner und Freund, mit dem du gerne spazieren/laufen/radfahren gehst.

Oder anders gefragt: Warum hast du keinen übergewichtigen kleinen Mischling, der tun und lassen kann was er will?


Sorry loulou, irgendwie habe ich das Gefühl, ich habe die Grundaussage des Threads falsch verstanden.
Wenn ich das richtig sehe, geht es dir ja auch nur darum, aufmerksamer hin zu gucken und sich zu trauen, Dinge in der Haltung der Pferde hinsichtlich gesundheitlicher und artgerechter Aspekte genauer zu betrachten.

Wollte nur nochmal sagen, dass ich das gut und richtig finde, meine Diskussion bezieht sich auf den Artikel, der Aussagt, dass Reiten immer Tierquälerei ist usw.
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #24
Off-Topic
Ich will damit nicht sagen, dass jemand einen Hund anschafft, weil er gerne joggen geht, aber sich einen lauffreudigen Husky anschafft, ohne den Hund auch gerne auszulasten, ist für mich auch ein kleiner Widerspruch in der Tierliebe.
Das Minimum in deinem Fall ist also (hoffentlich) ein Partner und Freund, mit dem du gerne spazieren/laufen/radfahren gehst.

Das sind keine Überhunde, die Unmengen an Bewegung "brauchen". Ich kann sie dazu bringen das zu leisten, aber sie "brauchen" keinen Leistungssport um glücklich zu sein- die sind auch mit einem normalen Pensum sehr zufrieden;)

Das nur anbei;)
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #25
Ich kann mir genau ein Pferd leisten. Mehr ist als Student nicht drin und ich habe auch lang drüber nachgedacht, ob ich das mache. Denn: Wenn sich das Pferd verletzten sollte, darf ich noch gut 20 Jahre für ein unreitbares Pferd bezahlen und werde mir zumindest die nächsten Jahre auch kein zweites gesundes dazu leisten können.
Aber ja, ich habe mich dafür entschieden. Ich habe mich für mein Pferd entschieden. Keiner kann 100%ig versprechen, dass er ein Pferd lebenslänglich behalten kann, aber für mich ist keine Frage, dass er bei mir bleibt, sollte er unreitbar werden.

Für mich ist (m)ein Pferd ein Freizeitpartner. Klar, gekauft habe ich ihn, weil ICH ein Pferd möchte. Weil ICH reiten möchte, spazieren gehen möchte, Zeit mit (m)einem Pferd verbringen möchte.
Aber der Alltag ist anders: Ich versuche, meinem Tier gerecht zu werden. Ja ich habe ihn auch zum Reiten gekauft, aber wenn ich ihn durchs Gelände schaukeln möchte, müssen wir auch an der Gymnastizierung arbeiten, denn ein unbemuskeltes Pferd zu reiten, was überhaupt nichts mit dem Gewicht auf seinem Rücken anzufangen weiß, ist wohl kaum besser. Ich versuche mir so viele Gedanken wie möglich zu machen, aber trotzdem fällt mir immer wieder ziemlich niederschmetternd auf, wie wenig ich weiß und wie viele Fehler ich mache. Ich stelle meiner Reitlehrerin viele Fragen, sie kennt meine Ziele und unterstüzt uns auf dem Weg.

Mein Pferd steht im Offenstall und das ist momentan die einzige Option für uns. Er soll Pferd sein und alles haben, was er braucht. Die Zeit mit mir ist Bonus. Deswegen habe ich kein schlechtes Gewissen, ihn "rauszuholen wenn ich ihn brauch". Wir arbeiten auf eine gemeinschaftliche Beziehung hin. Wir haben unsere Probleme und müssen an vielem arbeiten, aber ich glaube, er mag mich. Für mich ist der Übergang zwischen Reiten und mit dem Pferd vom Boden aus arbeiten fließend. Wir gehen entspannt spazieren, wir reiten mit und ohne Sattel (und ja, ohne nie lang), mit und ohne Gebiss (und am Platz auch manchmal ohne alles - das funktioniert natürlich noch nicht so 100% :p) und machen vom Boden allerlei Blödsinn. Mir ist noch kein wirklicher Unterschied beim gebisslos reiten aufgefallen. Einmal hab ich Einwirkung auf Gaumen, Kiefer, Zunge etc. und einmal auf den empfindlichen Nasenrücken.

Ich denke, man kann durchaus Pferde halten und sie auch reiten. Die Frage ist für mich eher das drumrum. Wie halte ich mein Pferd und wie denke ich über ihn (das spürt er nunmal, ob er mein Sportgerät oder mein Freizeitpartner ist).

Ganz schrecklich finde ich die Leute, die reiten, weil ihnen der sportliche Aspekt zusagt. Meiner Meinung nach gehört niemand aufs Pferd, für den das der Hauptgrund ist.

Aber mit Aussterben zu argumentieren finde ich völlig falsch hier. Denn komplett werden Pferde sicher nie aussterben und eine drastischer Reduktion des Bestands wäre in meinen Augen nur zu begrüßen, wenn die Alternative Tierquälerei lautet.
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #26
Off-Topic
Das sind keine Überhunde, die Unmengen an Bewegung "brauchen".
Unmengen an Bewegung wohl nicht, aber nen Unterschied gibt es schon, ob man sich einen Pekinese, Husky oder Border Collie anschafft. ;)
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #27
Off-Topic
Unmengen an Bewegung wohl nicht, aber nen Unterschied gibt es schon, ob man sich einen Pekinese, Husky oder Border Collie anschafft. ;)

Stimmt, der Pekinese WÜRDE laufen, wenn er anatomisch KÖNNTE:mrgreen:

Grundsätzlich kann ich mir jeden Hund, der anatomisch dazu in der Lage ist, zu einem Leistungsläufer heranziehen.
Huskys, Malamutes usw. sind da einfach schon länger drauf selektiert worden, aber auch für diese Hunde ist geistige Auslastung wesentlich wichtiger als stundenlanges, hohles Laufen.

Nur mit Laufen mache ich keinen Hund glücklich:)
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #28
Aber mit Aussterben zu argumentieren finde ich völlig falsch hier. Denn komplett werden Pferde sicher nie aussterben und eine drastischer Reduktion des Bestands wäre in meinen Augen nur zu begrüßen, wenn die Alternative Tierquälerei lautet.
Komplett werden Pferde natürlich nicht aussterben, denn es ist eine reine Gedankenspielerei, dass von heute auf Morgen keiner mehr reitet oder Kutsche fährt. Ist also immer nur eine Gedankenspielerei, wenn jeder das tun würde, was der Artikel besagt.

Du schreibst ja selbst, dass du zwar die Verantwortung für dein Pferd übernimmst - in jeglicher Hinsicht - aber du wohl eher kein Pferd angeschafft hättest, wenn es von Anfang an nicht reitbar wäre.

Der Artikel argumentiert in meinen Augen nicht für einen verantwortungsbewussten und richtigen Umgang mit dem Pferd als Partner, sondern verteufelt jeden Halter/Reiter aus Prinzip. Jemanden der sich wie Calimero Gedanken macht genauso, wie das Mädchen, das mit Sporen und Gerte ihr Pferd zu etwas zwingen will, das es wegen ihr gar nicht tun kann.


Off-Topic
@Mido: Ich wollte nicht die gesamten Aspekte der Hundehaltung auf laufen reduzieren, es ging mir eher darum, dass ein Mensch der nicht mal gerne spazieren geht oder joggt wohl auch keinen Hund anschafft, rein um des Hundes Willen bzw. weil er Hunde toll findet.
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #29
Off-Topic
warum sollte ich das Tier fett füttern? Weil mir die Gesundheit schnurz ist? Klar, mein Hund würde fressen soviel er will, würde sicherlich lieber den ganzen Tag draußen jagen gehen oder Nachbars Hasen vernaschen. Aber ja, auch ich habe regeln, und klar ist das auch egoistisch. Hat aber immer noch nichts mit Statussymbol zu tun, das mein Hund niemand anderen schadet. Und warum kein Mischling? Weil ich keinen wollte, siehe oben :)
Aber ich denke das Thema würde hier arg ausarten. Klar wollen wir alles, aber ich denke jeder hat nun seinen Grund, warum ein Tier, was ja nun anscheinend jeder in diesem tierforum hat, zu Hause/stall hat

Und blackcat, ich gehe gerne spazieren... Mein Hund liegt gewiss nicht 23 1/2 Stunden zu Hause rum, weil ich ihn eigentlich nur für die halbe Stunde prollen haben wollte
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #30
Gleich vorweg: Ich habe den Artikel nur überflogen. Ehrlich gesagt fehlte mir die Lust, nach "Gefängnis der Wahrnehmung" noch weiterzulesen. Die Verallgemeinerungen und meiner Meinung nach auch falschen Aussagen (z. B. Gebiss verursacht IMMER Leid, ...) haben mir dann den Rest gegeben. ;)

Das Video kann ich mir nicht ansehen.

Und jetzt zerpflücke ich deinen Beitrag, vor allem des Umfangs wegen.
Ich selbst lebe seit längerer Zeit vegan, hauptsächlich aus ethischen Gründen und lehne somit jegliche Ausbeutung von Tieren ab und vielleicht gerade deswegen hat mich dieser Artikel in Kombination mit dem Video sehr aufgewühlt. Dazu muss ich auch noch sagen, dass ich seit einem Jahr nicht mehr aktiv reite, auch wenn ich vorher seit meinem 5. Lebensjahr eigentlich nur ein Leben mit Pferden gekannt habe und somit jetzt nicht in der Zwickmühle stecke zu sagen, gebe ich mein Hobby den Tieren zuliebe auf?
Ist es nicht egoistisch mein Hobby auf Kosten der Tiere auszuüben die ich doch so gerne mag?
JEDE Art der Tierhaltung geschieht aus Egoismus - ob es "auf Kosten der Tiere" geschieht? In vielen Fällen sicher, in vielen anderen Fällen auch nicht. Ich persönlich glaube, dass es darauf ankommt wie man das Leben des Tieres gestaltet, wie man mit dem Tier umgeht, natürlich wie es gehalten wird.
Haben alle Pferde die du geritten bist einen unglücklichen Eindruck gemacht oder wurden unsachgemäß gehalten?

Ich habe es gestern schonmal irgendwo geschrieben: NUR, weil ein Tier "aktiv genutzt" wird, geht es dem Tier nicht schlechter, als einem Tier welches "nur so" gehalten wird.

Ich habe zuerst das Video gesehen und es hat mich sehr berührt.
Aber besonders getroffen haben mich die Aussagen über das Gewicht des Reiters auf dem Rücken des Pferdes.
"In den ersten 12-15 Minuten reagieren die Hauptmuskeln, die das Gewicht des Reiters Tragen mit Unwohlsein auf den Reiter und nach 20 Minuten setzt ein Gefühl ein, wie wir es auch spüren wenn unsere Beine einschlafen weil sie nicht genug durchblutet werden."
Die Aussage wundert mich ein bisschen. Auf welchem Niveau wurde das Pferd da geritten? Kann ein eingeschlafener Muskel AKTIV tragen und locker schwingen? Und wie wurde die Aussage belegt?

Und dann habe ich angefangen nachzudenken, wie viele doch immer noch der Meinung sind ein Pferd muss funktionieren.
Ich habe auch schon Aussagen gehört, dass man sich das Pferd doch extra gekauft hat um Reiten zu können und dafür ja auch viel Geld bezahlt.
Und dann habe ich mich gefragt, wie viele ihr Pferd behalten würden, wenn es plötzlich durch einen Unfall oder eine Krankheit unreitbar wäre.
Und wenn ich dann höre, dass Leute ihr Pferd verkauft haben, weil sie nicht mit ihm klar kommen und sich ganz schnell ein neues angeschafft haben, dann wird mir bewusst, dass viele leider immer noch in ihrem Pferd ein Objekt sehen, dass funktionieren muss, das ansonsten das Geld das man monatlich ausgibt nicht wert ist.
Das mag für dich moralisch verwerflich sein, aber stört es das Pferd auch so stark? Wenn mein Pferd krank wird und ich es auf eine "Rentnerkoppel" schiebe, dann geht es dem Pferd doch nicht schlechter.
Und wenn ich mit einem LEBEWESEN einfach nicht klarkomme, dann profitieren doch BEIDE davon, sich zu trennen. In einer Partnerschaft würde niemand auf die Idee kommen, mit jemandem zusammenzubleiben, nur weil man mal zusammengefunden hat. Irgendwann passt es vielleicht einfach nicht mehr. Natürlich habe ich die Verantwortung dafür, dass es dem Pferd auch weiterhin gut geht. Aber das muss nicht bei mir sein, wenn ich dadurch unglücklich werde.

Ich meine wenn wir das zum Beispiel auf Hunde übertragen und man sich vorstellt, das man einen Hund einfach so verkauft weil man nicht mit ihm klar kommt und dann direkt den nächsten anschafft, dann würden doch viele empört sein, wie man so einfach ein Lebewesen aufgeben kann, für dass man die Verantwortung übernommen hat.
Wenn jemand wirklich nicht mit einem Hund klarkommt, dann sehe ich es nicht als verwerflich an, den Hund abzugeben. Was bringt es, sich zu quälen?

Wenn ich mir dann anhöre was die Auswirkungen des Reitergewichts auf den Pferderücken sind, dann frage ich mich doch, wieso wir das tun?
Wieso ziehen wir unserem Pferd ein Gebiss an um es kontrollieren zu können wenn wir uns auf seinen Rücken setzen und ihm damit Schmerzen zufügen?
Uns Stunde für Stunde durch die Wälder tragen lassen um Freiheit zu spüren die wir unsrem Pferd mit dem Metall im Maul und dem Sattel auf dem Rücken nehmen?
Ich kenne Pferde, die GERNE arbeiten oder ins Gelände gehen - und ich reite nicht einmal. Die sind entspannt, neugierig, meiden weder Sattel noch Gebiss, zeigen keine Auffälligkeiten, werden regelmäßig untersucht ...
Nein, ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Aussagen auf alle Pferde zutreffen. Aber auf zu viele sicherlich noch, ja.

Und auch ein Satz aus dem Artikel finde ich wichtig,
Off-Topic
Wird ein Reitschüler seinen Reitlehrer hinterfragen?

Denn erfahrungsgemäß wird er das nicht tun, er wird dem Pferd das Gebiss anziehen und nicht darüber nachdenken.
Wieso brauchen wir ein Gebiss? Um das Pferd zu kontrollieren und damit geben wir uns die Antwort ja fast schon selbst, wir setzen das Gebiss ein um etwas gegen den Willen des Pferdes zu tun, was es sonst nicht zulassen würde.
Denn ich glaube niemand von uns könnte sich einfach so auf den Rücken seines Pferdes schwingen und ohne Sattel und ohne Trense einfach frei ausreiten, weil er sein Pferd dann nicht mehr unter Kontrolle hätte.
Könntest du deine Hunde ohne Leine und Halsband durch die Innenstadt führen? Nein? ;)

Doch gleichzeitig frage ich mich wie egoistisch ist es, trotz des Wissens was das Gebiss im Pferdemaul und der Reiter auf dem Pferderücken dem Pferd antun, sich doch immer wieder daraufzusetzen nur um Spaß zu haben und Freiheit zu spüren auf Kosten Anderer, auf Kosten des Pferdes.
Und wie können wir sagen wir lieben unser Pferd und es dennoch immer wieder mit dem Gebiss und dem Sattel unter Schmerzen zu kontrollieren ?
Wie gesagt, ich glaube nicht an Schmerzen durch passenden Sattel + Trense + gesundes Pferd.

Keiner hier hält Tiere, weil die Tiere das so wollen, sondern nur, weil WIR Tiere halten wollen. Und dabei ist der Grund, WARUM man ein Tier halten möchte, völlig egal.
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #31
Off-Topic
@Michse: Eben, genau das habe ich mir gedacht und genau das macht dich zu einem guten Hundehalter - aber den Hund im Vergleich in gewisser Weise auch zu einem Pferd, weil du bestimmte Anforderungen und Vorstellungen an deinen Hund hattest. Du wirst ihn sicher nicht abgeben, wenn er diese Anforderungen eines Tages nicht mehr erfüllen kann, aber angeschafft hast du dir mehr als nur irgendeinen Hund.
Ich meine das übrigens positiv, ich finde es nicht verwerflich, an ein Tier Anforderungen zu haben, solange man bereit ist, es auch dann noch zu lieben und zu versorgen, wenn es diesen irgendwann nicht mehr gerecht werden kann.

Aber lassen wir das, es artet wirklich aus.
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #32
hii :) ich finde, nur weil man reitet ist man kein Tierquäler.
man muss ja nicht 3 stunden lang reiten man kann ja zb 1 stunde reiten, dann putzen und das pferd lieb haben. man kann ja die zügel auch locker lassen und nicht immer ganz kurz halten, dann tut es ihnen auch nicht weh.
ich finde das pferde (zum teil) da sind um zu reiten, aber man ist deshalb kein tierquäler.
lg
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #33
Hallo loulou,

also vorweg, ich habe das Video nicht angesehen sondern nur den Artikel gelesen, da ich grade keinen funktionsfähigen Ton habe.

Den Artikel finde ich nicht nur überspitzt, sondern schon wieder so lächerlich, dass auch das letzte Körnchen Wahrheit im Inhalt kaum noch ernst genommen werden kann.
Nein, ich denke nicht dass jeder Reiter ein spirituell unerernährter, lebensferner, kranker Mensch und Tierquäler ist, der seine Pferde ohne Rücksicht auf Verluste missbraucht, ausbeutet und quält. :roll:

Ich glaube auch nicht, dass jeder Reitschüler heute die Klappe halten würde, wenn der Reitlehrer auf das Pferd eindrischt oder wenn er sieht, wie die armen gequälten Pferde voller panischer Angst und voller Schmerz den Befehlen ihrer grausamen Haltern folgen.

Allein diese Absätze sind so dermaßen ohne Worte, dass es mit Leid tut um das tatsächlich existierende Pferdeelend, das da ins lächerliche gezogen wird. Sorry, meine persönliche Meinung.

Und ja, ich denke nicht nur, dass die Pferde aussterben würden, wenn sie nicht mehr genutzt würden, ich weiß es sogar am Beispiel der Entwicklung des Norikerpferdes vor der Industriealisierung, nach der Industriealisierung und heute.
Ich weiß die genauen Zahlen nicht mehr auswendig, aber direkt nach der Industriealisierung (als das Pferd sozusagen seinen Platz als Nutztier verloren hat) ist die Zahl der Pferde auf einen winzig kleinen Bruchteil gesunken. Hätte es nicht wieder Auftrieb als Freizeitpferd erhalten, würde es heute wohl maximal noch winzige Restbestände geben.
Und ich denke die Entwicklung dieser Rasse lässt sich ohne weiteres auf Pferde insgesamt ausweiten. Die Haltung von Pferden ist nicht so billig und einfach, gar nicht zu reden von der Auslastung - wer kann und will sich das denn heute noch leisten, nur so zum Spaß?
Und ich rede jetzt nicht vom Gnadenbrot für ein geliebtes Pferd, das man natürlich nicht mehr belasten kann, sondern von der Haltung aller Pferde. Ich denke die Zahl der Liebhaber würde schneller sinken als man gucken könnte.

LG
blackcat

Eine tolle Antwort. Ich wollte eigentlich genau das gleiche schreiben.

Wenn domestizierte Tiere vom Menschen überhaupt nicht mehr genutzt werden, dann sterben diese Rassen aus. Wenn man keine Pferde mehr zum arbeiten oder reiten benutzt, werden auch keine mehr gezüchtet. Wenn man keine Kühe mehr melkt und schlachtet, dann sterben die Hausrindarten aus. Wenn man keine Schweine mehr schlachtet, dann sterben die Hausschweine aus. Wenn man keine Eier mehr isst und keine HÜhner mehr schlachtet, dann wird es bald kein domestiziertes Huhn geben.

Alle diese Tierarten und Rassen haben ihre einzige Bestimmung in ihrem Nutzen für die Menschen. Kein Mensch züchtet zum Spass reinrassige Reitpferde oder Milchkühe, wenn sie ihm keinen Nutzen bringen. WÜrden wir alle vegan werden, gäbe es nur noch die wilden Ausgangsformen dieser Tiere.

Im Grunde dürften wir dann auch keine Haustiere mehr haben, denn das ist auch unnatürlich. Es ist unnatürlich, einen Fisch in ein Aquarium zu stecken. Es ist unnatürlich, ein Kaninchen im Haus zu halten. Einen Vogel in der Voliere halten, könnte man als glatte Tierquälerei einstufen. Hunde und Katzen müssten ebenfalls wegfallen, denn die werden mit Fleisch ernährt, das dann keiner mehr herstellt, weil nicht geschlachtet wird.

Herrgott nochmal. Wenn wir so weitermachen, drehen wir die Menschengeschichte wieder auf die Anfangszeiten der Jäger und Sammler zurÜck - oh, Verzeih, Jäger geht ja auch nicht.

Ich finde diesen Artikel arg überspitzt und überdreht. NatÜrlich gibt es Menschen, die Pferden wehtun, sie quälen. Aber ich glaube, die allermeisten Reiter lieben ihre Tiere und lassen dies ihre Tiere auch spüren. Und ein Pferd hat - und da bin ich sicher - auch Freude an der Bewegung, an der Interaktion mit seinem Reiter, hängt an seinem Besitzer und fühlt sich wohl in einer artgerechten Haltung.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Off-Topic
Ich behaupte mal, es ist eher ungewöhnlich, einen Hund rein um des Hundes willen zu halten. Normalerweise erhofft sich der Besitzer davon eher einen Partner, um durch dick und dünn zu gehen, einen Freund, einen Begleiter beim Sport und dergleichen.
Ich will damit nicht sagen, dass jemand einen Hund anschafft, weil er gerne joggen geht, aber sich einen lauffreudigen Husky anschafft, ohne den Hund auch gerne auszulasten, ist für mich auch ein kleiner Widerspruch in der Tierliebe.
Das Minimum in deinem Fall ist also (hoffentlich) ein Partner und Freund, mit dem du gerne spazieren/laufen/radfahren gehst.

Oder anders gefragt: Warum hast du keinen übergewichtigen kleinen Mischling, der tun und lassen kann was er will?


Sorry loulou, irgendwie habe ich das Gefühl, ich habe die Grundaussage des Threads falsch verstanden.
Wenn ich das richtig sehe, geht es dir ja auch nur darum, aufmerksamer hin zu gucken und sich zu trauen, Dinge in der Haltung der Pferde hinsichtlich gesundheitlicher und artgerechter Aspekte genauer zu betrachten.

Wollte nur nochmal sagen, dass ich das gut und richtig finde, meine Diskussion bezieht sich auf den Artikel, der Aussagt, dass Reiten immer Tierquälerei ist usw.

Blackcat, ich muss da Michse zustimmen: ich habe einen Hund (jetzt 2), weil ich Hunde schön finde, weil ich, seit ich denken kann, einen Hund wollte und als Kind und Jugendlich nie einen hatte, weil ich es einfach liebe, meine Hunde in die Arme zu schliessen, sie zu kraulen, weil ich mich in ihrer Gesellschaft wohl fühle, weil ich ihnen den grössten Unsinn oder den grössten Kummer an den Hals labern kann, ohne dass es sie langweilt oder sie überdrÜssig werden, im Gegenteil, je mehr, umso besser, weil ich so nicht alleine spazieren gehen muss, weil ich es liebe, vollgesabbert zu werden, weil ich den Geruch nach Hund liebe, weil es schön ist, jemanden so lieb zu haben und von jemandem so bedingungslos zurückgeliebt wird........ ach, es gibt noch so viele Gründe ......
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #34
Das sich hier so wild gerechtfertigt wird, warum man selber reitet oder ein Pferd und Hund hat :lol:

Analysieren wir mal die Geschichte und Werdegang des Pferdes vom Wild zum Reitpferd. Ich denke dieser Aspekt, killt den Artikel schon ;).

Fangen wir mal mit etwas einfachem an, dem Hund ! Der Hund stammt vom Wolf. Ueber die jahrhunderte lange Zucht veraenderten die Hunde sich nicht nur vom Aussehen her, sondern auch vom Charakter, Eigenschaften, Verhalten, Koerperbau, Leistung und genauso ist es mit einem Pferd, die Aussage (Ein Pferd ist nicht zum reiten gedacht) ist falsch, denn ueber die Jahrelange Zucht hat sich der Koerperbau des Pferdes ans Reiten angepasst. Natuerrlich muss auf die gesundhaltung des Pferdes geachtet werden, Ruecken Muskulatur zB.

Pferde werden seit Jahrhunderten in zum Reiten verwendet, Indianer usw. es ist so Mode geworden, Veganismus, Pauschalaussagen zum Tierleid, alles an den Pranger zu stellen.
Ich frag mich immer, wenn man solche Thesen aufstellt, ob man den wirklichen Umgang mit einem Pferd kennt, sein Verhalten beobachten kann?! Meine Pferde waren super Leistungsbereit. Wenn ich mir Vorstelle das er totale schmerzen hat beim reiten, dann wuerde er sich Querstellen und kein Centimeter vorwaerts gehen, oder total verkrampft laufen. Wie schafft man das denn ein total unter akuten schmerz stehendes Pferd, entspannt zu reiten? Das grenzt an ein Wunder.. aber wahrscheinlich beobachten wir unser Pferd gar nicht weil wir alle totale Egoisten sind mit Spitzen Sporen und ner Kandare plus Schlaufzuegel dran. Die Menschheit ist furchtbar. :lol: Ausbeutung eines Tieren beginnt dort wo sie nicht mehr Artgerecht behandelt werden. Kaninchen in zu kleinen Kaefigen, Massentierhaltung, kein Freiraum, Pferde in Isolationshaft, Hunde die nie raus kommen.:!::!:
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #35
Pferde 20 Stunden in her box gehört für mich ebenfalls dazu ;)
 
  • Ist Reiten noch zeitgemäß? Beitrag #36
Pferde 20 Stunden in her box gehört für mich ebenfalls dazu ;)

Habe ja geschrieben /Isolationshaft/ ;)

Ich halte meinen Hengst im Offenstall und denke er ist ziemlich gluecklich darueber. Dennoch kann man auch eine Pensionsstall Haltung dem Pferd gerecht werden lassen, Weidegang pipapo.
 
Thema:

Ist Reiten noch zeitgemäß?

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