OP, Behandlung, etc

Diskutiere OP, Behandlung, etc im Farbmäuse Gesundheit Forum im Bereich Farbmäuse Forum; Hab mal eine allgemeine Frage, um zu wissen, ob ich echt alleine da stehe. Ich habe vor einigen Wochen eine Maus an der Wange operieren lassen...
  • OP, Behandlung, etc Beitrag #1
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stefanie1988

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Hab mal eine allgemeine Frage, um zu wissen, ob ich echt alleine da stehe.

Ich habe vor einigen Wochen eine Maus an der Wange operieren lassen, da die plötzlich ziemlich dick geworden ist. (Vermutung: Abszess, war aber doch mit Blut und Flüssigkeit gefüllt....)
Die Maus wurde in der zu dem Zeitpunkt aktuellen Gruppe immer wieder gemobbt. Also habe ich die Gelegenheit genutzt und habe einfach einen neuen Käfig besorgt. (War gar nicht so leicht, einen mit dem nötigen Gitterabstand zu bekommen, der auch noch groß genug ist.)
Habe dann ein neues Rudel mit neuen Mäusen nach verkürzter Quarantänezeit aufgemacht. Habe mir dafür zwei Pärchen und eine einzelne Maus besorgt. (Allesamt nicht von Züchtern, über 6 Monate alt und zu verschenken....)
Die einzelne Maus habe ich nur aus Mitleid genommen, da mir klar war, dass der erste Gang zum Tierarzt ist. Sie lebte alleine in einem winzigen Aquarium.
Resultat: permanenter Lungenschaden. Habe vor einigen Tagen dann die Behandlung in Absprache mit dem Tierarzt abgebrochen, da immer noch keine Änderung erkennbar war. Leider ist sie mir gestern dann verstorben. Habe also jede Menge Geld in eine Maus gesteckt, die kurz danach trotzdem gestorben ist.

War vorhin zum 5ten Mal mit der Maus mit der dicken Backe da, da sie schon wieder angeschwollen war. (Wurde zum zweiten Mal punktiert.) Leider muss sie jetzt Montag nochmal operiert werden. Da wird die Tierärztin dann wohl aber weiter in die Tiefe gehen, da es so nicht weitergehen kann... Für mich ist es selbstverständlich, dass ich das machen lasse. Werden wohl wieder ca 50-60€ werden.

Meine Frage nun, stehe ich alleine da oder würdet ihr das auch so machen?
Also so viel Geld in so kleine Tiere investieren. (Habe in den letzten 30 Tagen ca 150€ für Tierarzt ausgegeben, wenn nicht sogar mehr. 2 Mäuse krank und eine Maus wurde von der anderen rasiert und ich wollte sicher gehen, dass es echt keine Milben oder ähnliches sind, also Kontrolle. Und Montag kommen dann nochmal Kosten dazu.)
Meine Eltern und Freunde meinen Mittlerweile alle, dass ich einen Vollschaden habe. Zumal ich nur eine sehr kleine Wohnung habe (2 Zimmer) und ein Zimmer für meine beiden Kaninchen umgebaut habe, damit sie permanent mehr Platz haben. Und habe zusätzlich halt einen Nagerschrank und jetzt noch einen großen Käfig. (100cmx55cm)
Aber ich will halt, dass es meinen Tieren gut geht und trennen will ich mich von keinem einzigen. :(
 
  • OP, Behandlung, etc Beitrag #2
Huhu!

Ich würde sagen: es kommt immer auf das Tier an. Und darauf, was der Tierarzt sagt. Operieren kann man viel und lange, aber nicht immer ist es zum Besseren für das Tier. Da würde ich mich also zu einem großen Teil auf das ehrliche Wort meines Tierarztes verlassen und auch auf mein Bauchgefühl in Bezug auf das Tier. Ist es jung, verkraftet es die Strapazen noch? Wäre eine Besserung in Sicht? Will es noch weitermachen?
Das sind harte Fragen und manchmal schwer, die objektiv zu beantworten. Aber als Halter hat man das beste Gespür für die eigenen Tiere.
Eine unsere Mäuse hatte einen schnell wachsenden Tumor an der Schnauze/Wange/Hals (der Bereich). Der hätte ihr früher oder später die Luft- und/ oder Speiseröhre abgedrückt. Die TÄ gab ihr eine Woche. Wir hätten warten können, bis es so weit war, aber wir haben uns entschieden, sie gleich an diesem Tag gehen zu lassen. Einfach, weil das Ding so schnell wuchs und diese Maus eh eine war, die sehr zurückgezogen gelebt hat und sich dann sicherlich irgendwo verkrochen und gelitten hätte. So hat sie die letzten Tage noch sehr gut verbracht, konnte fressen, rumspringen und laufen ohne beeinträchtigt gewesen zu sein.

Andererseits habe ich jetzt einen Hamster hier, der mich nun schon 177€ gekostet hat und die nächste Tierarztrechnung kommt. Es ist ein Auf und Ab mit ihm. Aber er kämpft. Er will leben. Und wenn es ihm besser geht, nutzt er diese Zeit auch vollends aus. Und bisher ist es behandelbar- da sieht das alles ganz anders aus.
Mit meinen Verwandten brauch ich über die Summen gar nicht reden. Das verstehen wenige ;)

Tut mir Leid, dass ich dir da kein schlichtes "Ja" oder "Nein" geben kann...
 
  • OP, Behandlung, etc Beitrag #3
Also meiner Meinung nach macht es definitiv Sinn, da sie sonst absolut fit ist und in ihrer neuen Gruppe ist sie vollkommen aufgegangen.
Ich frage die TÄ mittlerweile ganz einfach nachdem sie mir die Optionen erklärt hat, was sie machen würde, wenn es ihre wäre.
Einschläfern kommt für mich momentan halt nicht in Frage, da sie sonst ja noch fit ist und noch sehr mobil.

Eine andere Maus habe ich leider mal einschläfern lassen und bei der tat mir das besonders leid. Sie war noch putzmunter, konnte aber die Hinterbeine nicht mehr bewegen und hat sie mitgeschliffen. Nach einer Woche Behandlung gab es keinerlei Besserung und dann haben wir halt entschieden, dass es keinen Sinn macht. Sie konnte sich nicht einmal selber putzen und das hätte sich auf Dauer einfach nur entzündet und dann hätte sie gelitten. :( Unnötiges Leid vermeide ich und lasse auch nur soweit behandeln, wie es Sinn macht. Bin auch schon zur TÄ hin und hab einfach nur gesagt, dass hier eine Behandlung vermutlich nicht mehr viel Sinn macht und ich vom Prinzip her nur da bin zum einschläfern. In den Fällen hat sie mir auch immer recht gegeben...
Wenn man viele Tiere hat, sterben leider auch regelmäßig (alle paar Monate) mal welche. Besonders bei so kurzlebigen und wenn man sich jedes mal schon längst ausgewachsene Tiere holt.
 
  • OP, Behandlung, etc Beitrag #4
Bei mir kamen schon öfter Reaktionen wie "Was? Mit Mäusen kann man zum TA gehen!?"
Das ist sehr schwer, weil ich auf diese Reaktion nicht wirklich wusste, was ich antworten soll...meinte dann nur, es ist doch logisch, dass man zum Arzt geht! Egal ob man selber, ein großes oder ein kleines Tier betroffen ist. Habe dann sogar gesagt, es gibt sogar Tierärzte, die sich auf Fische spezialisieren...das hat mir dann keiner geglaubt!

Also auf Verständnis stoße ich seltenst :(
Habe auch schon 2 Mäuse einschläfern lassen, mit Tumor, bevor er arg schlimm war. Sie hätten auch noch 1-2 Wochen laut TA gehabt, aber ich wollte das nicht. Nicht das das Ding dann irgendwie aufplatzt oder sowas :silence:

Off-Topic
Ich habe gerade auch das Problem, dass ich 6 Unkastrierten aus einem TH helfen will und sie zu mir holen und kastrieren lassen will...jedoch weiß ich nicht, wie ich meinen Papa von dem Vorhaben am Besten überzeugen kann...denn Schutzgebühr verlangt das TH auch noch :roll:
Aber gut, das ist eine andere Geschichte ;)


Also lass dich nicht unterkriegen! Es ist toll, dass du alles für die Kleinen tust!!!
Sie haben es auch verdient gesund und lange leben zu dürfen :angel:
 
  • OP, Behandlung, etc Beitrag #5
Ich dachte, Tierheime geben unkastrierte Männchen gar nicht ab?! :shock:
Meine Mäuse aus dem Tierheim waren damals 6 kastrierte Jungs. (Alles Albinos, die ich beim besten Willen nicht auseinander halten konnte. Wurden also alle kurzerhand Snowball getauft.:D Und wenn eine krank war und Medikamente brauchte, wurde sie erstmal markiert. Einfach hinten das Fell etwas anrasieren... :lol: Meine jetzigen kann ich zum Glück gut auseinander halten. sind alle verschieden gefleckt oder haben eine andere Farbe. Und die beiden Albinos kann ich anhand der Ohren unterscheiden. Der einen fehlt schon von Anfang an ein halbes Ohr.) Davon sind leider nur noch 2 am Leben. Sind jetzt in Damengesellschaft und scheinen mit denen auch sehr glücklich zu sein.
 
  • OP, Behandlung, etc Beitrag #6
Aaaaalso, es war gut, dass ich das hab machen lassen. Der Tumor (war einer, jetzt wissen wir es mit Sicherheit) ging noch ganz schön in die Tiefen und war letzten Endes fast so groß wie ihr ganzer Kopf. Insgesamt 80€...
Einschicken lassen habe ich es nicht. Macht keinen Sinn über 50€ auszugeben, nur um zu wissen, ob er gut- oder bösartig war. (Wahrscheinlich aber bösartig) Würde nämlich nichts an der weiteren Behandlung ändern. Ihr geht es soweit gut und dann lasse ich sie auch noch so lange leben... Im Moment ist die Hoffnung, dass es nicht wiederkommt. Mal schauen, wie es sich entwickelt.
 
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