Hallo und herzlich Willkommen
erstmal finde ich es toll, dass du dich vorher informierst. Obwohl Kasary ja schon viel geschrieben hat, möchte ich auch noch auf einige Dinge eingehen
Zum Thema Außenhaltung:
So ein Gehege, wie von dir gezeigt, ist absolut NICHT Frettchentauglich. Wie schon gesagt, muss das Gehege rundum gesichert sein. Außerdem brauchen Frettchen in Außenhaltung MINDESTENS 10qm (für 2 Frettchen). Für jedes weitere muss man nochmal 2,5qm dazurechnen. Außerdem gibt es aber noch einige Dinge zu beachten:
- Du brauchst einen isolierten Bereich (entweder "nur" Schlafhäuser oder eine kleine Hütte, die komplett isoliert ist)
- Du musst bedenken, dass Futter und Wasser im Winter einfrieren können. Entweder stellt man das also in den isolierten Bereich oder man kauft beheizbare Näpfe (dazu braucht man aber natürlich Strom)
- Auch wenn Frettchen viel miteinander spielen und kuscheln, wollen sie Kontakt zu ihren Besitzern. Und das nicht nur mal eben einmal am Tag zum füttern, sondern sie wollen beschäftigt werden. Und das genauso bei 30°C im Schatten, aber auch bei -10°C bei Schnee und Regen. Da musst du wissen, ob du dich täglich mehrere Stunden zu ihnen gesellen willst (Bei JEDEM Wetter) und ob du das auch auf Dauer so "durchhältst".
- Frettchen sind äußerst hitzeempfindlich. 30°C können für sie schon lebensgefährlich sein (Hitzeschock-Gefahr). Im Sommer werden Fliegen gerne durch das Futter angelockt (Maden! - nicht sehr lecker)
Thema Alter:
Ich selbst war auch 15 als ich meine Frettchen bekommen habe. Meine Eltern haben mir damals ihre finanzielle Unterstützung zugesagt, sonst hätte ich mir natürlich keine Frettchen nehmen können. Futter, Streu, Spielzeug, Kuschelsachen, Kratzbäume, etc. hab ich von Anfang an alleine gezahlt. Vorhersehbare TA-Besuche (Impfen) hab auch ich bezahlt (da hieß es halt an anderen Ecken sparen). Allerdings haben meine Eltern andere Tierarzt-Besuche gezahlt (die, die man eben nicht vorhersehen kann).
Inzwischen bin ich ausgezogen und übernehme alle Kosten alleine. Schon allein die Wohnungssuche kann schwierig sein mit Frettchen, das musste ich vor kurzem selbst erfahren.
Weggehen ist nicht mal eben möglich (hatte bis Jänner ein Frettchen, das mehrmals täglich Medikamente gebraucht hat - da kann man nicht sehr spontan sein). Man sollte immer Geld auf der Seite haben, sollten mal größere Ausgaben auf einen zukommen (was ich in den letzten Monaten alles ausgegeben habe :silence: Ein Nierenkrankes Frettchen: Alle 2 Wochen Blutchecks, mehrmals täglich mehrere Medikamente. Wir hatten Giardien - die loszuwerden war zwar nicht mit allzu viel Kosten verbunden, dafür war's eine Menge Arbeit, jeden Tag ALLES zu putzen und zu desinfizieren. Zahnsanierung, noch mehr Blutchecks, noch mehr Medikamente, etc.pp.)
Ich denke also, dass man - wenn man verantwortungsbewusst ist und sich im Klaren darüber ist, was auf einen zukommt - durchaus auch mit 15 schon Frettchen anschaffen kann (natürlich nur, wenn die Eltern einverstanden sind). Zu warten bis man eine Wohnung, ein sicheres Einkommen und ein geregeltes Leben hast, ist aber sicher auch keine schlechte Idee.
Thema Züchter:
Ich würde Anfängern in den meisten Fällen von Welpen abraten, gerade in deinem Alter. Frettchen sind nicht die einfachsten Haustiere und Welpen sind da nochmal ein ganzes Stück härter. Welpen sind zwar, natürlich, unglaublich süß, aber können richtige Biester sein. Wenn du also immer noch Frettchen willst, dann geh zu einer Frettchenhilfe, lass dich dort nochmal eingehend beraten und nimm, wenn überhaupt, eher erwachsene Tiere
