Junghund ist immer aufgedreht

Diskutiere Junghund ist immer aufgedreht im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, Folgendes Problem habe ich: Meine 9 Monate alte Labrador Mix Hündin habe ich erst seit letztem Freitag. Doch bei ihrer ersten Besitzerin...
  • Junghund ist immer aufgedreht Beitrag #1
HundeDori

HundeDori

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Hallo,
Folgendes Problem habe ich:
Meine 9 Monate alte Labrador Mix Hündin habe ich erst seit letztem Freitag. Doch bei ihrer ersten Besitzerin durfte sie so gut wie alles.
Sie ist noch sehr verspielt und findet selten ein Ende.
Wenn man sie aus der Tür lässt oder man zur Tür herein kommt fiebt sie erst und freut sich so sehr, dass sie uns anspringt. Nicht nur mit den Vorderpfoten, manchmal sogar mit dem ganzen Körper.
Wir drehen uns dann immer weg und ignorieren Sie, aber sie beruhigt sich erst nach ca. 5 Minuten.
Ich weiß, dass wir sie ja noch nicht lange haben, aber wir wollen es ihr gleich von Anfang an abgewöhnen.
Habt ihr denn Ideen?
Bzw habt ihr auch schon solche Erfahrungen gemacht und was hat bei euch geholfen?

Da sie schon Kniehoch ist, wollen wir das schnellstens in den Griff bekommen.

Danke im Voraus :)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Junghund ist immer aufgedreht Beitrag #2
Erinnert mich irgendwie an unseren Zweithund, der mit 1,5 Jahren zu uns kam - auch ein sehr unruhiger Charakter. ;)

Generell sei erstmal gesagt: durchatmen und entspannen! Damit meine ich aber euch und nicht den Hund. Solange ihr konsequent in eurer Erziehung seid und sich mal ein Alltag eingestellt hat, wird euer Neuankömmlin schon deutlich ruhiger sein. Man kann sich manchmal wirklich kaum vorstellen, was so ein Familienwechsel für einen Hund ausmacht. Alles ist neu, man muss sich gegenseitig kennen lernen und aneinander gewöhnen. Das dauert eben seine Zeit. Daher würde ich auch nicht ewig herumdockern am Anfang.

Wegdrehen ist schon sehr gut. Ich würde wohl über Körbchentraining arbeiten. Kennt er schon ein Kommando für seinen Platz? Dann den Hund einfach immer auf den Platz schicken und ruhiges Verhalten loben.

Falls im Haus generell noch viel Unruhe herrscht, bietet sich vielleicht auch ein Knochen oder Spielzeug zum Kauen an. Manchen Hunden hilft das Stress abzubauen.
 
  • Junghund ist immer aufgedreht Beitrag #3
Erinnert mich irgendwie an unseren Zweithund, der mit 1,5 Jahren zu uns kam - auch ein sehr unruhiger Charakter. ;)

Generell sei erstmal gesagt: durchatmen und entspannen! Damit meine ich aber euch und nicht den Hund. Solange ihr konsequent in eurer Erziehung seid und sich mal ein Alltag eingestellt hat, wird euer Neuankömmlin schon deutlich ruhiger sein. Man kann sich manchmal wirklich kaum vorstellen, was so ein Familienwechsel für einen Hund ausmacht. Alles ist neu, man muss sich gegenseitig kennen lernen und aneinander gewöhnen. Das dauert eben seine Zeit. Daher würde ich auch nicht ewig herumdockern am Anfang.

Wegdrehen ist schon sehr gut. Ich würde wohl über Körbchentraining arbeiten. Kennt er schon ein Kommando für seinen Platz? Dann den Hund einfach immer auf den Platz schicken und ruhiges Verhalten loben.

Falls im Haus generell noch viel Unruhe herrscht, bietet sich vielleicht auch ein Knochen oder Spielzeug zum Kauen an. Manchen Hunden hilft das Stress abzubauen.

Vielen Dank erstmal für die Antwort :)
Na ja bei ihr klappt leider vieles noch nicht.. Sie knabbert mit 9 Monaten noch an ihrer Leine rum, kann nicht allein laufen und deshalb kann man sie nicht richtig auspowern usw.
Ansich kennt sie die Begriffe "Leg dich hin" und "Auf deine Decke", doch wenn sie in ihrem "Wahn" ist dann vergisst sie auf einmal alles :/
Kauknochen bekommt sie und sie hat auch viel Spielzeug, doch die Knochen halten vllt eine halbe bis Stunde..
Und das Spielzeug also zb. Bälle halten bei ihr auch nur 2h ungefähr :))
 
  • Junghund ist immer aufgedreht Beitrag #4
Da steht ja auch so langsam die Pubertät an und zudem will euch so ein junger Hund auch ordentlich testen. Ihr müsst eben konsequent Grenzen aufzeigen. Und allgemein halt täglich ein bisschen üben. Vorallem auf das Deckentraining würde ich das Hauptaugenmerk legen. Sie muss lernen Ruhe halten zu können. Wenn sie in schwierigen Situationen noch nicht auf die Decke geht, dann übt das einfach täglich ein paar mal. Signal geben, Hundi geht auf Decke, Keks rein oder streicheln und loben. Hundi wieder von der Decke locken und wieder hinschicken usw. Wenn das schon gut klappt, kannst du die Zeit verlängern in der sie auf der Decke bleiben muss bevor sie wieder frei gibst. Und dann würde ich parallel deine Entfernung zur Decke erweitern bis du sie vom anderen Raum aus zuverlässig auf die Decke schicken kannst.

Wenn sie nie lange auf der Decke bleibt, hilft vielleicht auch eine Box am Anfang besser?

Sowas wie Bälle würde ich eigentlich eher nicht zum Kauen geben. Damitsollte man eher nur aktiv apportieren. Ich dachte eher an zb. Stofftaue oder einen großen Kong. Die Teile kann man auch super mit Leckerchen füllen. Aber wenn sie eh alles schreddert, sollte sie das auch nicht dauerhaft zur Verfügung haben. Kann ja auch gut sein, dass sie mit Spielzeug gar nicht runterkommen kann. Sowas muss man halt immer in der Situation sehen, denn jeder Hund ist da anders. Meinem kleinen Buben hilft kauen zb sehr, wenn er ansonsten bellen würde, weil er gerade Sendepause haben muss. Aber Spielzeug auf dem gekaut wird, fährt ihn eher hoch. Da muss man eher über Abbruch arbeiten.
 
  • Junghund ist immer aufgedreht Beitrag #5
Oh ja haben schon mitbekommen, dass sie gern Ihre Grenzen testet.
Konsequent sind wir auf jeden Fall, aber sie springt sogar fremde Leute beim Gassi gehen an, wenn die Leute zu nah an ihr lang laufen :/
Muss sie da immer ganz kurz an die Leine nehmen, aber ist ja auch auf Dauer für sie nicht so schön..
Also wenn wir sie auf ihre Decke schicken dann geht sie ganz kurz drauf, legt sich nicht einmal hin und will gleich wieder raus. Und wenn sie spielen will, dann bleibt sie vielleicht 20sec drin.
Also bei Stofftauen ist es so, dass sie damit nicht allein spielt, da kommt sie dann immer zu uns und stupst uns an, damit wir mit ihr spielen.
Ok ich werde es jetzt immer mal beobachten, was ihr am besten gefällt :)
Vielen Dank für die Tipps! :)
 
  • Junghund ist immer aufgedreht Beitrag #6
Mit dem Leute anspringen haben wir hier auch eine Kandidatin, also eher Jogger jagen und anbellen...
Wir üben auch immer wieder.
Ich kann dir eine Schleppleine empfehlen, ist praktisch, wenn der Hund noch nicht so hört :)
Ich würde sie erstmal ankommen lassen, aber wenn sie dann erstmal da ist und ihr richtig beginnt, kann ich dir für draußen sagen, üb das "Fuß" mit ihr. Ich nehm sie auch schon immer ins Fuß und sie macht es super dann hat sie auch keinen bedarf mehr an die Leute zu springen. Oder ich lass sie einfach "Sitz" machen.

Und drinnen würde ich dir auch das Decken und Boxentraining empfehlen.

Aber erstmal wie schon geschrieben wurde, Ruhe bewahren. Wir hatten vorher auch eine richtige Hibbelmaus, aber auch nur weil sie nichts kannte(Kam aus Spanien). Nun ist schon alles viiiiel entspannter :)

Das wird werden bei euch sicherlich :)

Lieben Gruß
 
  • Junghund ist immer aufgedreht Beitrag #7
Also bei joggern und Fahrradfahrern ist sie relativ ruhig, sie will nur immer zu den Leuten, die da stehen und wo sie theoretisch die Möglichkeithätte die Leute anzuspringen.
Wir haben eine schleppleine aber das funktioniert nicht.. Sie rennt dann drauf los wenn sie merkt, dass die Leine nicht so straff ist und sie knabbert dann an der Leine Rum (wie auch an der normalen Leine, das durfte sie bis jetzt immer). Wir versuchen ihr das schon abzugewöhnen, aber es ist ziemlich schwierig.
Hab es jetzt die Tage immer bisschen mit dem clicker versucht, so dass ich so mit ihr trainieren kann.
Ok dankeschön :)
 
  • Junghund ist immer aufgedreht Beitrag #8
Schleppleine ist schonmal super, aber die soll ja nur sichern und nicht das Mittel sein, damit sie nicht zu Leuten rennt. Bei der Sache würde ich mit Aufmerksamkeitssignal arbeiten. Sieht bei uns wie folgt aus: Lilly sieht was interessantes, wo sie aber nicht hin darf - ich ruf sie beim Namen - sie reagiert darauf - "prima" und Leckerchen rein. Das dann bei euch solang, bis ihr am Menschen vorbei seid. Alternativ find ich auch den Blickkontakt auf Kommando hier praktisch oder auch den Handtarget. Das tolle am Target ist, dass du den Hund direkt bei dir hast und Hunde verstehen das Signal echt schnell. Zudem kann sie da Energie raus lassen, die sie sonst gerne am "Mensch anspringen" auslassen würde.

Wie genau versucht ihr denn das Leine kauen abzugewöhnen? Sagt ihr nur immer "nein" oder bietet ihr eine Alternative?
 
  • Junghund ist immer aufgedreht Beitrag #9
Na ja da sie noch nicht allein laufen kann haben wir für sie eine schleppleine geholt, aber da muss sie mit dem Leine kauen aufhören.
Also drin hört sie super auf ihren Namen, aber draußen schaltet sie dann auf Durchzug wenn es etwas interessantes gibt.
Wie funktioniert so ein Hundetarget?

Anfangs haben wir immer nein gesagt, doch da macht sie erst recht weiter. Ich versuche ihr gespiele zu ignorieren, aber sie hört erst auf wenn sie nicht mehr kann.
Haben auch schon versucht ihr spielzeug ins Maul zu stecken, wenn wir mitbekommen haben das sie an der Leine kauen will, aber da interessiert Sie sich mehr für die Leine als für das spielzeug.
Wir haben sogar die Leine mit Zitrone eingerieben und auch das hält sie davon nicht ab :(
 
  • Junghund ist immer aufgedreht Beitrag #10
funktioniert es bei deinem hund, dass du ihn in einer ruhgen situatiion körperlich zurück drängst? damit meine ich, dass wenn du etwas breitbeinig mit aufrechter haltung in ruhigem tempo auf deinen hund zugehst, weicht er zurück oder hampelt er um dich rum? wenn er zurückweicht kannst du ganz einfach ein zurück-kommando etablieren, wo der hund hinter dich geht. das ist im straßenverkehr ganz nützlich für alle situationen, wo der hund aufgeregt ist oder angst hat oder sich daneben benehmen möchte. wenn du den hund rechtzeitig (also BEVOR er es selbst sieht) hinter dich rufst, egal ob er an der leine ist oder nicht, signalisierst du ihm, dass du dich drum kümmerst und er da nix zu melden hat bis du ihn frei gibst. wichtig ist, dass nach jedem "zurück"-kommamdo ein auflösungskommanso wie "ok" oder sowas kommt.

wichtig fände ich es auch, falls der hund mal nicht unter deiner kontrolle ist, du andere passanten sagst, dass er springt. hundehalter verstehen das, dann wenden sie sich entweder ab oder ziehen das knie hoch.

dann würde ich etwas gegen das hochspringen unternehmen wenn du zur tür reinkommst. entweder du bringst ihm bei, dass er auf seinem platz zu warten hat bis du ihn zu dir rufst, oder er darf an die tür kommen und dich ruhig begrüßen. zum bsp leine ans geschirr, draufstehen bis er ruhig ist und dann ruhig begrüßen, wenn man das so zehn bis vierzig mal hintereinander macht, kapiert der hund ziemlich schnell was man von ihm möchte. auch deine methode mit abwenden und ignorieren kann gut funktionieren, probier das mal öfter hintereinander, manchen hunden wird das ziemlich schnell langweilig. ich hatte erstere variante gewählt weil unser hund probleme mit dem alleine sein hat. aber auch das hatte er innerhalb eines tages kapiert.
 
  • Junghund ist immer aufgedreht Beitrag #11
Ein "Nein" beherrscht ein Hund auch nicht einfach so. So ein Abbruchsignal muss auch erstmal aufwendig beigebracht werden. ;)

Ein Handtarget ist eigentlich sehr leicht beigebracht. Du hälst die flache Hand in Hundenasennähe und wartest erstmal ab, was dein Hundi macht. Schaut er die Hand an oder stupst sogar direkt dran "super prima". Ziel ist es, dass sie dann immer angerannt kommt wenn du die Hand raushälst und sie anstupst. Sowas kann man super immer zwischendurch üben, auf dem Spaziergang, zuhause, überall. Das kann man auch toll mit dem Klicker erarbeiten, da ihr das ja eh schon begonnen habt.

Und mit dem Handtarget kriegt man sie vielleicht auch vom Leine kauen weg. Allgemein gilt für die Aufmerksamkeit draußen, dass du dich spannender machen musst, um etwas zu erreichen. Das können tolle Leckerlies sein (Leberwurst oder Fleischwurst ist da sehr beliebt, geht aber aufs Gewicht) oder ein tolles Spielzeug, ein Stock. Egal was, hauptsache Hundi findet es toll. :mrgreen: Aber ärgere dich nicht, wenn das in den ersten zwei Monaten nicht klappt. Es ist ja noch alles neu dort für sie. Am besten du entdeckst jetzt am Anfang die Welt gemeinsam mit ihr. Hock dich am Wegrand hin und untersuche ein Mauseloch "oh, was ist das denn tolles?" Und dein Hund wird sicher mal angerannt kommen. Oder untersucht ein Fellbüschel, was du entdeckt hast usw. Das ist auch toll für die Bindung und macht viel Spaß. Zusätzlicher Bonus ist, dass sie nach einigen Entdeckungen aufmerksamer sein wird, weil sie ja wissen will, was du ihr als nächstes zeigst. :eusa_shhh:
 
  • Junghund ist immer aufgedreht Beitrag #12
vielleicht ist bei euch eine prioritätenliste ganz sinnvoll? welches problem ihr am dringendsten angehen wollt? schließlich muss der hund auch erst mal ankommen. unseren hund, der auch mit neun monaten eingzogen war haben wir die ersten beide monate hauptsächlich einfach mal machen lassen. zwei dinge gab es die uns wichtig waren, dass er stubenrein wird und dass er sich draußen an uns orientiert.

das erste was er lernen musste war, dass wenn ich den namen rufe, er mich ankucken muss. denn solange ein hund einem nicht ankuckt, man also nicht seine aufmerksamkeit hat, kann man ihm alle erdenklichen kommandos an kopf werfen, er bekommt sie nicht mit. das problem habe ich darüber gelöst, dass ich in vier wochen lang nicht mehr drinnen, sondenr auf den spaziergängen gefüttert habe. name rufen, hund kuckt, futterbrocken kam geflogen.

dann musste er lernen, dass er sich an mir zu orientieren hat. hab ne 5m leine genommen und bin mit ihm durch die nachbarschaf gelaufen, immer wenn zug auf die leine kam, bin ich stehen geblieben und habe wortlos so lange gewrtet bis er wiede bei mir stand. das konnte gut und gerne fünf bis zehn minuten dauern bis jedes einzelne grashälmchen kennen gelernt hat. danach sind wir weiter bis wieder zug auf der leine war. auch wenn wir mittlerweile ohne leine unterwegs sind und ich stehen bleibe kommt er erst mal zu mir.

danach bin ich ohne leine mit ihm unterwegs gewesen (er konnte schon ohne leine laufen) und habe versucht ihm abzuhauen. habe jeden moment genutzt wo er unachtsam war und hab mich versteckt oder bin in ne andere richtung gegangen. er ist deshalb derjenige, der aufpassen muss wo ich hingehe. selbst wenn er außer sichtweite ist wenn ich auf ner bank sitze weiß ich dass er kommt wenn ich aufstehe oder ihn rufe. auch wenn er hetzt bricht er von selbst ab... außer er sieht dass ich da bin.

vielleicht kannst du davon ja was für deinen hund verwerten. ich wünsch euch viel freude mit eurem neuen familienmitglied

achso manche hunde lieben es auf nem alten handtuch in das man nen knoten gemacht hat zu kauen. da gibt es dann harte und weiche stellen was das ganze etwas interessanter macht
 
  • Junghund ist immer aufgedreht Beitrag #13
Meine 9 Monate alte Labrador Mix Hündin habe ich erst seit letztem Freitag. Doch bei ihrer ersten Besitzerin durfte sie so gut wie alles.
Sie ist noch sehr verspielt und findet selten ein Ende.

Freut Euch doch über einen Welpen der lebendig und aufmerksam ist.
Als erstes haltet Euch vor Augen, dass es auch völlig anders sein könnte, sie könnte apart in der Ecke liegen und völlig daneben sein.
Ihr hab ein aufgewecktes junges Ding welches erstmal ankommen muss, lasst den Tieren doch einfach auch mal die Zeit sich zu akklimatisieren.
Da gibts nun mal keine USB - Schnittstelle um Wunschdaten zu übertragen. Wenn ihr in irgendwo bei Fremden abgeladen werdet, orientiert ihr euch auch und wenn ihr aufgeweckt seid, denn werdet ihr auch versuchen alle Register zu ziehen um beliebt zu sein und freundlich um einfach anzukommen, ob eure Bemühungen beim Gegenüber auch so ankommen wie ihr denk, stellt sich auch erst nach einer Zeit heraus und ihr werdet euer Verhalten dem dann wahrscheinlich auch anpassen.

LG HM
 
  • Junghund ist immer aufgedreht Beitrag #14
Off-Topic
Die Schleppleine meine ich auch nicht als dauerlösung, sondern nur vorerst. Gerade wenn man einen Wirbelwind hat ist es prima, dass man ihn dann trotzdem toben lassen kann. Denn nur an der Leine find ich immer komisch, wenn man nicht gerade einen eingezäunten Bereich bei sich hat wo der Hund auch mal Powern kann. Aber das weiß ich ja nicht, war auch nur eine Idee :)
 
  • Junghund ist immer aufgedreht Beitrag #15
Off-Topic
Hatte ich von dir auch nicht so aufgefasst Maische. Es kam nur vom TE irgendwie so rüber als würde er die Schleppleine wegen dem Leute anspringen dran machen und sie ausschließlich damit davon abhalten wollen. ;) Ich bin selber absoluter Fan von Schleppleinen (wenn nicht grad Ekel-Matsch-Wetter ist :silence:) und habe einen meiner Hunde aus unterschiedlichen Gründen zeitweise an einer Schleppleine. Ich bin eh der Meinung, dass ein Hund an eine Leine gehört, wenn er eben nicht ausreichend auf den Halter hört. Ob das nun Schlepp, Flexi oder 2m Leine ist...mir Wurscht - solang der Hund trotzdem genug Auslastung bekommt.
 
  • Junghund ist immer aufgedreht Beitrag #16
funktioniert es bei deinem hund, dass du ihn in einer ruhgen situatiion körperlich zurück drängst? damit meine ich, dass wenn du etwas breitbeinig mit aufrechter haltung in ruhigem tempo auf deinen hund zugehst, weicht er zurück oder hampelt er um dich rum? wenn er zurückweicht kannst du ganz einfach ein zurück-kommando etablieren, wo der hund hinter dich geht. das ist im straßenverkehr ganz nützlich für alle situationen, wo der hund aufgeregt ist oder angst hat oder sich daneben benehmen möchte. wenn du den hund rechtzeitig (also BEVOR er es selbst sieht) hinter dich rufst, egal ob er an der leine ist oder nicht, signalisierst du ihm, dass du dich drum kümmerst und er da nix zu melden hat bis du ihn frei gibst. wichtig ist, dass nach jedem "zurück"-kommamdo ein auflösungskommanso wie "ok" oder sowas kommt.

wichtig fände ich es auch, falls der hund mal nicht unter deiner kontrolle ist, du andere passanten sagst, dass er springt. hundehalter verstehen das, dann wenden sie sich entweder ab oder ziehen das knie hoch.

dann würde ich etwas gegen das hochspringen unternehmen wenn du zur tür reinkommst. entweder du bringst ihm bei, dass er auf seinem platz zu warten hat bis du ihn zu dir rufst, oder er darf an die tür kommen und dich ruhig begrüßen. zum bsp leine ans geschirr, draufstehen bis er ruhig ist und dann ruhig begrüßen, wenn man das so zehn bis vierzig mal hintereinander macht, kapiert der hund ziemlich schnell was man von ihm möchte. auch deine methode mit abwenden und ignorieren kann gut funktionieren, probier das mal öfter hintereinander, manchen hunden wird das ziemlich schnell langweilig. ich hatte erstere variante gewählt weil unser hund probleme mit dem alleine sein hat. aber auch das hatte er innerhalb eines tages kapiert.

Das klingt wirklich nicht schlecht, aber wie bringt man das der Kleinen bei?
Indem man immer wieder so auf sie zu geht oder lockt man sie dann hinter sich?

Na ja mit Geschirr und Leine habe ich Angst, dass sie sich dann verletzt, wenn sie so wild ist :/
Und das möchte ich auf keinen Fall..
Trotzdem danke :)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ein "Nein" beherrscht ein Hund auch nicht einfach so. So ein Abbruchsignal muss auch erstmal aufwendig beigebracht werden. ;)

Ein Handtarget ist eigentlich sehr leicht beigebracht. Du hälst die flache Hand in Hundenasennähe und wartest erstmal ab, was dein Hundi macht. Schaut er die Hand an oder stupst sogar direkt dran "super prima". Ziel ist es, dass sie dann immer angerannt kommt wenn du die Hand raushälst und sie anstupst. Sowas kann man super immer zwischendurch üben, auf dem Spaziergang, zuhause, überall. Das kann man auch toll mit dem Klicker erarbeiten, da ihr das ja eh schon begonnen habt.

Und mit dem Handtarget kriegt man sie vielleicht auch vom Leine kauen weg. Allgemein gilt für die Aufmerksamkeit draußen, dass du dich spannender machen musst, um etwas zu erreichen. Das können tolle Leckerlies sein (Leberwurst oder Fleischwurst ist da sehr beliebt, geht aber aufs Gewicht) oder ein tolles Spielzeug, ein Stock. Egal was, hauptsache Hundi findet es toll. :mrgreen: Aber ärgere dich nicht, wenn das in den ersten zwei Monaten nicht klappt. Es ist ja noch alles neu dort für sie. Am besten du entdeckst jetzt am Anfang die Welt gemeinsam mit ihr. Hock dich am Wegrand hin und untersuche ein Mauseloch "oh, was ist das denn tolles?" Und dein Hund wird sicher mal angerannt kommen. Oder untersucht ein Fellbüschel, was du entdeckt hast usw. Das ist auch toll für die Bindung und macht viel Spaß. Zusätzlicher Bonus ist, dass sie nach einigen Entdeckungen aufmerksamer sein wird, weil sie ja wissen will, was du ihr als nächstes zeigst. :eusa_shhh:

Das hört sich wirklich gut an, werde ich auf jeden Fall mal versuchen :)
Ok, das mit dem "Suchen" hab ich bis jetzt noch nicht gehört, aber hört sich ebenfalls gut an :)
Danke für die tollen Tipps :)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

vielleicht ist bei euch eine prioritätenliste ganz sinnvoll? welches problem ihr am dringendsten angehen wollt? schließlich muss der hund auch erst mal ankommen. unseren hund, der auch mit neun monaten eingzogen war haben wir die ersten beide monate hauptsächlich einfach mal machen lassen. zwei dinge gab es die uns wichtig waren, dass er stubenrein wird und dass er sich draußen an uns orientiert.

das erste was er lernen musste war, dass wenn ich den namen rufe, er mich ankucken muss. denn solange ein hund einem nicht ankuckt, man also nicht seine aufmerksamkeit hat, kann man ihm alle erdenklichen kommandos an kopf werfen, er bekommt sie nicht mit. das problem habe ich darüber gelöst, dass ich in vier wochen lang nicht mehr drinnen, sondenr auf den spaziergängen gefüttert habe. name rufen, hund kuckt, futterbrocken kam geflogen.

dann musste er lernen, dass er sich an mir zu orientieren hat. hab ne 5m leine genommen und bin mit ihm durch die nachbarschaf gelaufen, immer wenn zug auf die leine kam, bin ich stehen geblieben und habe wortlos so lange gewrtet bis er wiede bei mir stand. das konnte gut und gerne fünf bis zehn minuten dauern bis jedes einzelne grashälmchen kennen gelernt hat. danach sind wir weiter bis wieder zug auf der leine war. auch wenn wir mittlerweile ohne leine unterwegs sind und ich stehen bleibe kommt er erst mal zu mir.

danach bin ich ohne leine mit ihm unterwegs gewesen (er konnte schon ohne leine laufen) und habe versucht ihm abzuhauen. habe jeden moment genutzt wo er unachtsam war und hab mich versteckt oder bin in ne andere richtung gegangen. er ist deshalb derjenige, der aufpassen muss wo ich hingehe. selbst wenn er außer sichtweite ist wenn ich auf ner bank sitze weiß ich dass er kommt wenn ich aufstehe oder ihn rufe. auch wenn er hetzt bricht er von selbst ab... außer er sieht dass ich da bin.

vielleicht kannst du davon ja was für deinen hund verwerten. ich wünsch euch viel freude mit eurem neuen familienmitglied

achso manche hunde lieben es auf nem alten handtuch in das man nen knoten gemacht hat zu kauen. da gibt es dann harte und weiche stellen was das ganze etwas interessanter macht

Also für uns wäre das Wichtigste, dass sie keine Leute mehr anspringt und nicht mehr an der Leine kaut..
Da das den Spaziergang etwas anstrengend macht :/
Inwiefern gefüttert? Die täglichen Mahlzeiten?
Das habe ich heute auch wieder versucht, aber die Kleine findet alles interessanter als zu mir zu schauen :/

Dankeschön :)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Freut Euch doch über einen Welpen der lebendig und aufmerksam ist.
Als erstes haltet Euch vor Augen, dass es auch völlig anders sein könnte, sie könnte apart in der Ecke liegen und völlig daneben sein.
Ihr hab ein aufgewecktes junges Ding welches erstmal ankommen muss, lasst den Tieren doch einfach auch mal die Zeit sich zu akklimatisieren.
Da gibts nun mal keine USB - Schnittstelle um Wunschdaten zu übertragen. Wenn ihr in irgendwo bei Fremden abgeladen werdet, orientiert ihr euch auch und wenn ihr aufgeweckt seid, denn werdet ihr auch versuchen alle Register zu ziehen um beliebt zu sein und freundlich um einfach anzukommen, ob eure Bemühungen beim Gegenüber auch so ankommen wie ihr denk, stellt sich auch erst nach einer Zeit heraus und ihr werdet euer Verhalten dem dann wahrscheinlich auch anpassen.

LG HM
Wir freuen uns auch darüber, dass sie aufgeweckt ist. Ein ruhiger Hund wäre auf Dauer langweilig, aber das Anspringen und an der Leine kauen ist eine wirklich anstrengende Angewohnheit :/
 
  • Junghund ist immer aufgedreht Beitrag #17
Hallo,

das Anspringen vermeiden am besten mit Leuten üben die man kennt. Knie hoch ist eine gute Abwehr, und Abbruchwort dazu ("Nein").

Leine knabbern hab ich bei meinem Hund mit Bite-Stopp aus dem Pferdebedarf verhindert. Ohne Gewähr.
Und Alternativen zum Kauen zuhause anbieten.

Grüße Bernd
 
  • Junghund ist immer aufgedreht Beitrag #18
Hallo,
also mein aktueller Urlaubshund ist auch so einer, der reinkommt und so aufgedreht ist, dass meine Hündin, selbst eigentlich eine Wibbelfutt, von ihm total genervt ist! Da er es aus seiner Familie kennt, dass er auf den Platz geschickt wird, wurde er nach jeder Runde, sobald die Leine und das Geschirr ausgezogen wurden, in sein Bettchen "verbannt". Denn er wuselt einem so übertrieben durch die Beine, dass ich schon mehrfach gestrauchelt bin.
Aber auch bei Nuia und den anderen Hunden habe ich das so gehandhabt, dass drinnen keinerlei körperliche Aktion stattfindet. Klar toben wir mal, aber ich beginne und beende das Spiel, wenn ich merke, dass sie sich zu sehr hochpusht. Nuia kam aus schlechter Haltung (sechs Vorbesitzer und in keinem hatte sie mal ihre Ruhe) und genießt die Ruhe.
Fordert ein Alternativverhalten wie Sitz oder Platz von ihr ein, wenn sie euch anspringen will. Dadurch bietet ihr dem Hund etwas, das von euch gewünscht ist und könnt gleichzeitig etwas ungewolltes raus nehmen aus ihrem Verhaltensreportoir. Nur so als Idee.

LG
 
  • Junghund ist immer aufgedreht Beitrag #19
Hallo,
auch zum Anspringen gibts Gründe, alliene schon der Höhenunterschied ist ja etwas was den Hund dazu bringt dich anzuspringen. Ich begrüsse meine Hunde z.B. immer in der Hocke, sodass dieses Ritual schon alles andere ausschliesst. Der Hund freut sich und will in Kopfnähe, was auch unter den Hunden ganz normal ist, Arsch und Kopf lol.... Hier geht es eigentlich nur um die Balance, schenkt eurem Hund die verdiente Aufmerksamkeit, so wie er sie euch ja auch schenkt und findet die Balance. Wenn ein Kleinkind hoch will, streckt es auch die Arme hoch, es wird auch in einem Maß gewährt und auch hochgehoben. Ab einem gewissen Punkt, heisst es natürlich auch mal NEIN, kann es ja nicht immer hoch heben. Kinder begreifen es auch ;). Aber grundsätzlich Abweisen ist falsch, weil es kein falsches Verhalten in den Augen eines Hundes ist, es passt nur nicht in jedem seinen Kram ....

LG HM
 
  • Junghund ist immer aufgedreht Beitrag #20
Was das Leine-Beißen betrifft: Das ist relativ häufig zu beobachten, wenn Hunde so unter Strom stehen, dass sie sich nicht anders zu helfen wissen. Wird dann noch geschimpft, werden sie noch weiter hochgepusht und KÖNNEN wirklich nicht damit aufhören.

Arbeite auf einem Level wo der Hund noch mitdenken kann und biete Alternativen zum Leine-Beißen an.
Zur Not rennste halt mal 100 Meter mit dem Hund damit er sich den Stress (wenn er auch positiv ist) ablaufen kann.

Grundsätzlich gilt IMMER: Abbruchsignal und SOFORT ein Alternativverhalten hinterher.

Also nicht "Nein, dass das! Nein! Nein! NEIN!", sondern "Nein, Sitz".
 
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Junghund ist immer aufgedreht

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