Angst vorm Freund

Diskutiere Angst vorm Freund im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo ihr Lieben, ich bin ziemlich verzweifelt und stecke in einer doofen Situation. Bevor ich mich an einen teuren Hundeprofi wende, möchte ich...
  • Angst vorm Freund Beitrag #1
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bolonkamädel

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Hallo ihr Lieben,

ich bin ziemlich verzweifelt und stecke in einer doofen Situation.
Bevor ich mich an einen teuren Hundeprofi wende, möchte ich es hier versuchen.

Folgendes Probelm:
Ich habe einen fünfjährigen Bolonka-Rüden, den ich erst mit 14 Wochen bekommen habe.
Von allen Seiten kam leider, dass er in dem Alter nicht mehr erziehbar sei und somit, das war mein größter Fehler,
habe ich die Erziehung sein gelassen.
Zwischendurch habe ich dennoch einige Kommandos eingeführt, wie Platz, Hier, Sitz, Lauf, Dreh Dich, Such, ihn dabei aber nie unterworfen.
Mit meinem Freund bin ich seit ca. 2einhalb Jahren zusammen.
Mein Hund hat unglaubliche Angst vor ihm...das geht soweit, dass er den Kopf sofort einzieht, wenn der Freund nur an ihm vorbeigeht, er hinpinkelt, wenn mein Freund ihn streicheln will,ganz doll fiept und er bei gemeinsamen Gassi-Gehen (wenn der Freund dabei ist) kaum markiert oder sein Geschäft verrichtet.
Leider hat mein Freund ihn ein paar mal unterworfen (ohne böse Absicht), als mein Hund auf Kommandos nicht gehört hat oder ihn auch mal aus Angst gebissen hat.
Seitdem ist das so.
Ich finde die Situation für meinen Hund sehr schlimm...ich sehe, dass er sich bei mir nicht wohlfühlt und das macht mich sehr traurig. Für meinen Freund, der dazu noch ein absoluter Tierliebhaber ist, ist die Situation auch nicht toll.
Habt ihr Lösungsvorschläge?

Liebe Grüße
 
  • Angst vorm Freund Beitrag #2
Huhu,

Zu aller erst solltest du dich überhaupt mal mit dem Thema Hund beschäftigen. Ein Hund kann, egal in welchem Alter, immer lernen. ;)
Und mit 14 Wochen ist weder Hopfen, noch Malz verloren.

Jetzt mmit 5 Jahren wird es schon ein wenig "schwerer". ;)
Naja, was heisst schwerer? Du musst dich einfach nur mal mit dem Thema Erziehung, Tricks etc befassen.

Wie hat dein Freund deinen Hund unterworfen? :eusa_think:
beugt er sich auch so allgemein über ihn rüber?
Wie verhält er sich, körperlich, ihm gegenüber?

Ich würde mir an deiner Stelle wirklich erst mal die ganzen Grundsachen einlesen und wenn nötig, zu einem Trainer gehen.
Damit du lernst, wie du mit dem Hund richtig umzugehen hast und dein Freund auch. Und wo eure Fehler liegen, diese mal aufgezeigt bekommen. ;)

LG
 
  • Angst vorm Freund Beitrag #3
Ich habe noch nie gehört, dass man einen Hund mit 14 Wochen nicht mehr erziehen kann :eusa_think:
Er ist ein Welpe und genau dann braucht er die Erziehung am meisten, aber damit ist man auch nicht irgendwann fertig, soll heißen, ein Hund wird sein Leben lang auf die eine oder andere Weise von dir erzogen. Bei Kindern hört man ja auch nicht mit z.B. 10 Jahren auf, sie zu erziehen.

Was meinst du mit unterwerfen? Klingt, als meintest du den wahrsten Sinne des Wortes und dein Freund hat den Hund auf den Rücken gedreht bzw. runter gedrückt und wenn der Wuff nicht der Selbstbewussteste ist, unterwirft er sich halt schnell.
Meine Dicke ist das genaue Gegenteil. Sie hat als Welpe durch aufreiten immer wieder versucht, meinen Mann zu "unterwerfen" und ihm zu zeigen, dass er ihrer Meinung nach im Rudel unter ihr steht. Das haben wir natürlich sofort unterbunden und heute haben wir damit keine Probleme mehr. Wobei sie ihn nach wie vor nicht so ernst nimmt wie mich :lol:

Wahrscheinlich wirst du hier noch wesentlich konstruktivere Vorschläge bekommen, aber vielleicht versucht dein Freund einfach mal, dem Hund das komplette (!) Futter aus der Hand zu füttern. Wenn er dies tut, muss Wuffi natürlich überschwänglich gelobt werden. Dadurch lernt der Hund, dass dein Freund wichtig für ihn ist, da er die Ressourcen verwaltet und das baut eventuell das benötigte Vertrauen auf. Das "Problem" dabei wird nur sein, dass der Kleine deinen Freund vielleicht irgendwann als das Oberhaupt des Rudels ansehen wird. Aber daran kann man dann auch arbeiten.

Steinigt mich ruhig, wenn ich damit vollkommen falsch liege. Hatte noch nie mit einem Hund zu tun, der Angst vor einem "Rudelmitglied" hatte :roll:
 
  • Angst vorm Freund Beitrag #4
Hey, Grundlagen anlesen ja, aber wenn es an solchen "Kleinigkeiten" wie Grunderziehung und grundsätzlichen Verhaltens"regeln" für den Menschen hapert würde ich da auf jeden Fall jmd drauf schauen lassen. Angstaggressionen können echt böse werden und auch wenn man sich z.b. nicht mehr über den Hund beugt usw. Hatte dein Hund doch sehr viel Zeit die Angst vor deinem Freund zu festigen. Abgesehen davon, dass eure Beziehung dadurch auch Brüche davon getragen haben wird, weil du ihn nicht geschützt hast- so böse das jetzt auch klingt. Hunde wissen übrigens, dass Menschen keine Artgenossen, sondern Sozialpartner sind- also bitte alles zum Thema Rudel eher kritisch betrachten ;)
 
  • Angst vorm Freund Beitrag #5
ich würde vorschlagen, dass dein freund dem hund erstmal keine beachtung schenkt bis das vertrauen aufgebaut ist. stell dir vor du hast vor jemandem unheimliche angst, jedes mal wenn dieser mensch dich dann ankuckt oder auf dich zugeht wird er dir angst einjagen (auch wenn das gar nichr seine absicht ist) weil du nicht weiß wie du ihn einschätzen sollst.

besser ist es, wege zu finden wie man den hund dazu bringen kann auf deinen freund zuzugehen, wie zum bsp über futter was dein freund ihm hinwirft und die distanz immer mehr verringert. am anfang könnte es helfen sich auf den boden zu setzen (sich klein zu machen) mit dem rücken zum hund und ein buch zu lesen oder so und eher beiläufig das futter oder leckerli zu werfen....vielleicht gehts auch einfacher über ein spiel. vielleicht muss auch da angesetzt werden, dass die beiden zusammen ohne dich ganz entspannt in einem raum sein können.

streicheln, anfassen, hochnehmen oder den hund gar festhalten sollten tabu sein bis der hund selbst nähe zu deinem freund sucht. jeder schritt, den dein hund auf deinen freund zugeht sollte belohnt werden.
 
  • Angst vorm Freund Beitrag #6
"Was meinst du mit unterwerfen? Klingt, als meintest du den wahrsten Sinne des Wortes und dein Freund hat den Hund auf den Rücken gedreht bzw. runter gedrückt und wenn der Wuff nicht der Selbstbewussteste ist, unterwirft er sich halt schnell."


Ja, genau dieses unterwerfen habe ich gemeint. Wir haben es eine Zeit lang mit Leckerlis versucht, da waren Würstchen und co. dabei, die ihm mein Freund geben wollte. Meiner hat zwar geschnuppert, den Kopf aber ständig weggezogen und die Rute in jeder Haltung eingezogen. Erst dachten wir, dass er vielleicht keinen Hunger hat, aber aus meiner Hand wurden die sofort genommen...

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

ich würde vorschlagen, dass dein freund dem hund erstmal keine beachtung schenkt bis das vertrauen aufgebaut ist. stell dir vor du hast vor jemandem unheimliche angst, jedes mal wenn dieser mensch dich dann ankuckt oder auf dich zugeht wird er dir angst einjagen (auch wenn das gar nichr seine absicht ist) weil du nicht weiß wie du ihn einschätzen sollst.

Das haben wir auch schon versucht umzusetzen...mein Bolonka ist jedoch die ganze Zeit dabei, meinen Freund anzuschauen - jede Bewegung die er macht, wird sofort verfolgt. Mein Freund hat sich dann so beobachtet gefühlt, dass ihm das irgendwann zu viel wurde mit dem Nicht-Beachten.
Die Idee mit der Distanzverringerung finde ich aber gut...:angel:
 
  • Angst vorm Freund Beitrag #7
Das ist kein Unterwerfen, sondern dein Freund hat deinem Hund dadurch gedroht ihn zu töten.
Punktum.

Und, ich erwähne das an dieser Stelle nochmal, weil es wichtig ist, du hast ihn nicht davor geschützt, dass dein Freund das tut.
Ergo- dein Freund ist der Böse, aber du bist für ihn ebenfalls nicht "sicher", weil du das nicht unterbunden hast.

Ihr werdet beide (!) an der Beziehung zum Hund arbeiten müssen.
Wenn dein Hund Angst hat soll er sich nicht verkriechen/aggressiv reagieren, sondern im Zweifelsfalle einfach zu dir kommen und gut ist, weil er weiß, dass bei dir nichts passieren kann.

Es wird nichts an seiner allgemeinen Unsicherheit ändern, dass dein Freund mit Futter um sich wirft- er muss wissen, dass ihm nichts passieren kann und das klappt nicht über reines Schönfüttern.
Ist ein Anfang, aber mehr nicht.

Soll heißen: Grunderziehung, Bindungsarbeit mit dir (!) und dann fängt man an mit dem Freund zu arbeiten. Erst die Basis, dann den Angstauslöser, nicht anders herum.
 
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