Es war schlimm.:eusa_shhh:
[VERSTECK]Ich bin kein Mensch, der oft weint, aber ich war nervlich echt am Ende und hab wahnsinnig viel geheult. Die Züchterin hat uns einfach komplett verarscht, um es auf gut Deutsch zu sagen. Er war ja schon ein Jahr bei ihr und kein Welpe mehr. Mittlerweile denken wir, dass er ein Rückläufer ist, mit dem die Vorbesitzer nicht klar gekommen sind. Ich hatte sehr viele Diskussionen mit meinem Partner, ob wir ihn behalten, ob wir ihn weggeben, auf welche Art wir als nächstes versuchen Problem XY in den Griff zu bekommen...
Er hat uns durch seine Wild-Kackerei innerhalb weniger Tage diverse Badmatten, Teppiche (Langfloor/Teddyplüsch) und sogar das Sofa versaut, alle Sachen waren kurz vorher zum Umzug neu gekauft... Er hat sich in sein Schlafkörbchen gelegt/gesetzt und es "unauffällig" einfach laufen lassen bis das Körbchen vor Pipi schwamm, was ja eigentlich kein normaler Hund macht. Er hat sich teilweise ohne Vorwarnung hingehockt, losgepisst und uns dabei angeschaut. Das Highlight war nach ein paar Wochen, als ich gerade mit ihm laufen war, nehme ihm das Geschirr ab, drehe mich um, lege es weg, drehe mich wieder zum Hund zurück und er kackt gerade Durchfall im Kreis in unser Wohnzimmer.:shock:
Er hat nächtelang bei jedem noch so leisen Geräusch (war für menschliche Ohren gar nicht hörbar) gekläfft und war nicht mehr zu beruhigen, er hat tagsüber ständig gekläfft und in einer Tour gefiept. Ich habe monatelang kaum Schlaf bekommen. Mein Partner ist am zweiten Wochenende, als wir ihn hatten, zu seiner Familie gefahren. Eigentlich von Freitag bis Sonntag, ich habe ihn am Samstag vormittag angebettelt zurückzukommen, weil ich am Ende war. Dass mein Freund nicht da war, hat den Dackel derart verunsichert, dass er quasi die ganze Nacht durchgebellt hat - in einem Mehrfamilienhaus möchte ich anmerken. Tagsüber war es dann eine Mischung aus bellen, fiepen und ins Haus machen.
Dazu kam, dass er nachts einfach ins Schlafzimmer gekackt hat. Regelmäßig. Obwohl wir sooo oft mit ihm draußen waren, auch immer die gleiche Abendrunde. Mit der Kackerei war erst Schluss, als wir einen Kennel gekauft haben und er darin geschlafen hat. Seitdem fiept er, wenn er muss. Aber er war mit 13 Monaten kein Stück stubenrein.
Ich habe mehr Zeit damit verbracht mir vorzubeten, was toll an dem Hund ist, als die notwendigen Dinge des Alltags zu erledigen... Wir hatten eine Trainerin, hat nix genützt. Also haben wir uns als Hundeneulinge allein damit auseinandergesetzt, da wir danach auch von "Hilfe" von außen die Nase voll hatten.[/VERSTECK]
Ich habe mir monatelang die Hundebesitzer in den Straßen angeguckt und mich gefragt, wie man so bescheuert sein kann, sich einen Hund zu holen.:lol:
Max ist anfangs wirklich nur noch bei uns geblieben, weil ich Angst hatte, dass er aufgrund seines Verhaltens den Rest seines Lebens ein Wanderpokal wird, wenn wir ihn zurückgeben. Bei dem Gedanken steigen mir heute noch die Tränen in die Augen, das hätte er nämlich nicht verdient. Also haben wir - bis Pari - kam ungefähr 11 Monate lang insgesamt so ca. 3000 Euro in die tägliche Betreuung gesteckt (er konnte ja nicht allein bleiben), damit wir ihn behalten konnten.
Ernsthaft: Wir haben uns zusammengerauft, wir haben das hinbekommen, wir als Menschen sind daran gewachsen und auch Max ist mittlerweile auf einem Level, wo man augenzwinkernd sagen kann "typisch Dackel", aber nicht mehr "Hund, der stark Richtung verhaltensgestört geht". Max kann zwar nicht "alleine alleine" bleiben, aber er hat gelernt, dass er ohne andere Hunde nicht verloren ist.