Border Terrier hasst Katzen ohne Grund (= aus Instinkt?)

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  • Border Terrier hasst Katzen ohne Grund (= aus Instinkt?) Beitrag #1
marveleeous

marveleeous

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Hallo!

Ich kann mich eigentlich nicht über meinen Border beklagen, er ist zwar ab und an ein sturer Bock, aber das steht ja auch in der Rassenbeschreibung. Allerdings gibt es im Moment ein paar Dinge, die schon etwas nervig sind und ich spreche jetzt erst einmal das Thema 'Katzen' an, weil das besonders beim Gassi gehen stört.

Benjen mag keine Katzen. Man könnte meinen er hasst sie sogar und bin mir sicher, dass er die auch ... 'exen' würde, wenn er die Chance dazu hätte. Warum er sie nicht mag weiß nicht, aber es wird wohl aus Instinkt sein? Er hat eigentlich noch keine schlechte Erfahrungen mit Katzen gemacht und von daher hat mich im letzten Jahr auch seine erste Reaktion etwas erschrocken. Er war gerade mal eine Woche bei uns (im August) und beim Gassi gehen hat er seine erste Katze gesehen (die Familie seiner Mutter hatte keine Katzen, nur Hunde). Die saß ein paar Meter von uns entfernt auf dem Bürgersteig und seine erste Reaktion war ein lautes und richtig BÖSES Knurren! Ich hätte nicht gedacht, dass auch ein kleiner Welpe solche Laute von sich geben kann... :shock::D
Von da an habe ich eigentlich jedes Mal versucht seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, wenn wir Katzen begegnen. Hauptsache er lernt die Katzen zumindest zu ignorieren - aber FEHLANZEIGE! Er ist jetzt 1 Jahr alt und hat auch wieder eine kleine Trotzphase. Er würde am liebsten jeden Vogel hinterher jagen und da sieht man auch schon einen großen Unterschied. Bei Vögeln freut er sich wie die Bohne, aber sobald er eine Katze auch nur Ansatzweise in einem Busch riecht, sieht man (ohne Witz) wie sich seine Haare aufstellen und das Knurren und Ziehen an der Leine geht los.
Mit Hunden versteht er sich übrigens prächtig. Er liebt alles und jeden Hund. Ich hoffe das kippt im Laufe seines 'Erwachsenwerdens' nicht. Die meisten Terrier (wie unser erster Border Terrier) sind ja recht eigen und kratzbürstig und bei ihm hat man das überhaupt nicht. Ich bekomme deswegen auch immer Komplimente. :lol:

Kann ich da irgendetwas tun oder muss ich damit leben, dass er Katzen nicht mag? Unser erster Border mochte zwar auch keine Katzen, aber hier ist es schon echt ein bisschen extrem. In unserer Nachbarschaft gibt es zwar viele Hunde, aber auch viele Katzen, die sich besonders jetzt im Sommer ständig draußen aufhalten.

Würde mich über Tipps freuen! Ich habe u.a. auch schon versucht ihm mit seinem Lieblingsspielzeug, Lieblingsleckerli oder einem ganz besonderem Leckerli (also eines, dass er noch nicht kannte und ihn eigentlich hätte interessieren müssen) versucht. Hat alles nichts gebracht.

LG


PS: Kennt ihr diese Art von Katzen, die einen rotzfrech verfolgen? So nach dem Motto 'Ich weiß, dass dein Hund mich nicht mag, aber er ist an der Leine und kann mir nix, also ärger ich euch jetzt.' Wir haben hier in der Nähe gleich zwei von denen. :lol:
 
  • Border Terrier hasst Katzen ohne Grund (= aus Instinkt?) Beitrag #2
Hallo du :),

du sagst, bereits bei seinem ersten Zusammentreffen mit einer Katze hat er geknurrt. Hast du das damals unterbunden? Ihm quasi klar gemacht, dass es keinen Grund gibt zu knurren? Ich glaube, nur versuchen ihn abzulenken, beseitigt nicht die Ursache. Eher im Gegenteil, ich glaube mit Dingen wie Leckerlies und co. bestätigst du in einer solchen Situation sein Verhalten zusätzlich.

Ich vermute mal, ihm war die Katze damals einfach nicht Geheuer, weil er es nicht kannte, und knurrte deshalb. In meinem ist auch Border Terrier mit drin und er war auch ganz lange der Meinung, dass Angriff die beste Verteidigung sei ;) vielleicht ist das rassebedingt.

Und offensichtlich wurde ihm die Angst damals nicht genommen und daher hat es sich gefestigt. Ich glaube, das kann man nur mit gezielten Begegnungen wieder kurieren. Wenn ihr auf eine Mietz trefft und er anfängt zu lamentieren, ihn konsequent korrigieren und beruhigen (zB durch absitzen lassen, bis er runter kommt) und DANN, wenn das der Fall ist, belohnen. Das immer wieder wiederholen, bis er es irgendwann rafft.

Bin zwar kein Hundeexperte, aber ich glaube das wird der einzige Weg sein, dass er sie irgendwann zumindest in seiner Gegenwart toleriert.

Liebe Grüße,

schuhkarton :)
 
  • Border Terrier hasst Katzen ohne Grund (= aus Instinkt?) Beitrag #3
Danke für die Antwort!

Ja, ich hatte mich zwar wie gesagt erschrocken als er so geknurrt hat, aber ich habe auch versucht ihn zu beruhigen. Nur ist die Katze sehr schnell weggerannt und somit war die erste Übung quasi im Eimer. Auch hat er die Leckerli erst bekommen, wenn er gehört hat und auf seinem Pops saß.
Unser erster Border mochte ja auch keine Katzen, aber er hatte auch einen Grund, weil ihn damals eine Katze, die es sich unter einem Auto gemütlich gemacht hat, angefaucht hat und auch ausgeschlagen hat und es hatte ihn auch mal richtig erwischt als ihn eine Katze, die im Busch war, an der Nase getroffen hat. Es hat zwar nur kurz geblutet, aber danach war das Thema 'Katze' auch vorbei. :lol:

Jetzt habe ich das Gefühl, dass je länger er die Katze sieht desto aufgeregter wird er. Er schaltet dann auch komplett auf stur und wird noch hibbeliger, wenn ich ihm ein Kommando sage. Besonders jetzt, da er eh wieder gerne seine Grenzen austesten möchte. Bin die letzte Tage deswegen lieber auf Abstand gegangen. Zum Glück treffen wir nicht jeden Tag eine Katze an, aber viele gibt es hier trotzdem.
Ich bin mir auch sicher, dass es viel mit seinem Jagdinstinkt zu tun hat, da seine Mama und auch sein Papa aktive Jagd-Terrier sind.
 
  • Border Terrier hasst Katzen ohne Grund (= aus Instinkt?) Beitrag #4
Miles ist auch so. Und wenn ich mich dann vor Ihn stelle und ihn so zur Vernunft bringen möchte, findet er das ganz furchtbar. Das ist dann eine Mischung aus Schimpfen und jammern und maulen :mrgreen::roll: aber irgendwann hab ich dann doch gewonnen. Aber erstmal muss er auf jeden Fall seinen Unmut klar machen, dass er jetzt nicht ausrasten darf, so wie das der Herr gerne möchte. :lol: Ist halt wichtig, dass du irgendwie die Aufmerksamkeit auf dich lenkst, allerdings ohne Leckerlies. Ich dreh dann auch einfach seinen Kopf zu mir. Und das so lange, bis er endlich aufhört das Objekt der Begierde zu fixieren. Er ist da ja auch stur... denk bloß nicht, das ist alles so einfach bei Meinem :lol:. Da muss man "nur" ausdauernder sein als der kleine Sturkopp. Auch wenns den letzten Nerv kostet :roll:
 
  • Border Terrier hasst Katzen ohne Grund (= aus Instinkt?) Beitrag #5
Ich bin mir auch sicher, dass es viel mit seinem Jagdinstinkt zu tun hat, da seine Mama und auch sein Papa aktive Jagd-Terrier sind.

Es macht aber für einen Jäger keinen Sinn, seine Beute anzuknurren ;) Das ist Kommunikation, die unter Artgenossen oder gegenüber Feinden als Abwehrreaktion angewandt wird. Beute bekommt so nur ein Zeichen, dass es Zeit ist, zu flüchten. Erfolgreich wäre ein Jäger nicht, wenn er seine Beute derart vorwarnt.

Die Familie selbst, in der der Hund geboren wurde und aufwuchs, hatte zwar keine Katzen, aber kann er sich trotzdem von den anderen Hunden abgeschaut haben, wie die auf Katzen – beispielsweise auf dem Grundstück – reagieren?
 
  • Border Terrier hasst Katzen ohne Grund (= aus Instinkt?) Beitrag #6
Vllt. hat er auch einfach nur Schiss vor Katzen;)

Knurren ist durchaus eine Abwehrreaktion bei Dingen, die man beängstigend findet.
Katzen sind, gerade für Welpen die kaum größer bzw. sogar kleiner sind, erstmal unheimlich.

Fremd, kennt man nicht- ihbah.
Und Katzen starren- was bei Hunden ja jetzt eher weniger nett gemeint ist.

Nun hast du da einen kleinen Terrier an der Leine, die sind per se dazu ausgelegt bei Angst nicht die Beine in die Hand zu nehmen, sondern den Angstfaktor kurz und schmerzlos zu entfernen.

Was tut man also? Volles Rohr in Richtung Katze ausflippen.
Macht ja auch durchaus Sinn- irgendwann ist das Ding ja weg, wenn man ausflippt.

Im Prinzip braucht man bei sowas eine Katze, die die Ruhe weg hat und mit der man Desensibilisierungstraining machen kann.
Sollte er die einfach sch***** finden wäre das übrigens der gleiche Ansatz.

Richtung Reiz laufen, BEVOR der Hund reagiert umdrehen und jede kleinste richtige Reaktion bestätigen.
Da kann man noch sehr schön mit Umorientierungssignalen bzw. Zeigen-und-Benennen arbeiten.

Nun findet man recht schwerlich Katzen, die sowas mit sich machen lassen (mein Kater tut´s, aber der wird nicht verliehen:p).

Option A: Hinnehmen.
Option B: Grundgehorsam ausbauen.
Und zwar ordentlich- ein Hund, der ein vernünftiges Fuß/Bei mir/whatever gelernt hat kann das nachher auch in schwierigen Situationen.
Sprich lässt sich auch bei h
 
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