- Jagdverhalten von Katzen! Beitrag #1
A
.:Anja:.
Guest
Hallo Leute! Vor ein paar Tagen hab ich einen Artikel über Katzen in der Zeitung gelesen! Ich hab zwar nicht viel mit Katzen am Hut aber ich fand den Artikel sehr interessant! Lest ihn euch doch auch mal durch!
Ein Jagdkamerad wird ungern gesehen
Wie wohl allgemein bekannt ist, leben Löwen in Rudeln zusammen und jagen auch gemeinsam. Alle anderen Katzenarten gelten als Einzelgänger, was aber nicht ganz zutrifft. In vielen Haushalten leben nämlich mehrere Hauskatzen, die Abkommen der Nordafrikanischen Falbkatze, mehr oder weniger friedlich zusammen.Unsere Hauskatzen akzeptieren auch ihresgleichen, jedoch nur bekannte Katzen und wenn genügend Futter vorhanden ist. Bei der Jagd duldet sie keine konkurrenz, denn die würde dabei nur stören. Es hat sich herumgesprochen, dass zwei oder drei katzen in einem Haushalt ganz zufrieden leben können und sich miteinander beschäftigen, wenn ein dienstbereiter Mensch nicht immer zur Verfügung steht.
Deshalb beschließen Tierfreunde zuweilen, ihrer Einzelkatze einen Artgenossen als Spielgefährten an die Seite zu geben. Das kann furchtbar schief gehen und zu erbitterten Katzenkämpfen führen. Der oder die Neue wird nämlich zunächst einmal als unerwünschter Eindringling betrachtet. Wer also Katzen halten möchte, sollte unbedingt nur entweder Wurfgeschwister oder eine Mutterkatze mit einem ihrer Jungen oder zwei offensichtlich befreundete Katzen aufnehmen. Alles andere wird zum unkontrollierbaren Risiko.Und wenn die Einzelkatze nun doch einen Artgenossen bekommen soll, den sie noch nicht kennt?Vorsicht, die erste Begegnung findet am besten auf neutralem Boden - also etwa in einem für beide Katzen unbekannten Zimmer - unter menschlicher Aufsicht statt. Da gibt es drei Möglichkeiten. Die beiden können sich zögernd beschnüffeln und dann eine zunächst noch reservierte Freundschaft schließen.
Dann können sie sich mit dezentem Fauchen und Zischan aus dem Wege gehen, jedoch nicht direkt angreifen. Und drittens kommt es sofort zu einem Wüsetn gefecht, bei dem die fetzen fliegen, bis eine - meistens die Neue - unter einem Möbelstück verschwindet. In diesem Falle gibt man besser die Hoffnung auf, eine Katzenfreundschaft stiften zu wollen. Das klappt nur in den seltensten Fällen. Man kann allenfalls versuchen, einen Zimmerkäfig aufzustellen und darin - vorherige Säuberung - mal die eine, mal die andere Katze unterzubringen. Auf diese Weise können sie sich geruchlich aneinander gewöhnen. Wenn kein sofortiges Gefecht ausbricht, besteht gute Hoffnung, das die Zusammenführung klappt.
Es gilt die Grundregel: zunächst pro Katze ein Zimmer. Damit hat sie ihr eigenes Revier mit eigenem Futter- und Trinknapf sowie eigner Toilette. Wenn sich die Katzen akzeptiert haben, werden sie sich gegenseitig besuchen, zunächst zögernd miteinander spielen und hoffentlich die beabsichtigte Freundschaft schließen. Hilfreich ist, wenn man in der Wohnung einen stresslindernden Geruchshormon-Zerstäuber vom Tierarzt anwendet. Es wird auch empfohlen, die eine Katze mit etwas Speichel der anderen Katze einzureiben. Es gibt viele "Rezepte" wie man die Zusammenstellung gestalten soll. Zur älteren katze ein junges Ding oder zwei gleichaltrige oder zur Katze einen kastrierten Kater. Alles kann klappen, alles kann schief gehen. Man könnte die eigene Katze auch vorübergehend in die Gruppenhaltung eines Tierheimes geben.
Wenn sie dort mit einer anderen Freundschaft schließt, wäre das der geeignete Partner. Generell gilt: Katzen schließen sich im Zweifelsfall lieber an einen geduldigen Menschen an, als an eine andere Katze. der Grund: Menschen lassen sich besser herumscheuchenund drangsalieren als Katzen.
Dies schrieb Dr. Rolf Spangenberg. Er ist Tierarzt und kommt aus Ingelheim.
LG Anja
Ein Jagdkamerad wird ungern gesehen
Wie wohl allgemein bekannt ist, leben Löwen in Rudeln zusammen und jagen auch gemeinsam. Alle anderen Katzenarten gelten als Einzelgänger, was aber nicht ganz zutrifft. In vielen Haushalten leben nämlich mehrere Hauskatzen, die Abkommen der Nordafrikanischen Falbkatze, mehr oder weniger friedlich zusammen.Unsere Hauskatzen akzeptieren auch ihresgleichen, jedoch nur bekannte Katzen und wenn genügend Futter vorhanden ist. Bei der Jagd duldet sie keine konkurrenz, denn die würde dabei nur stören. Es hat sich herumgesprochen, dass zwei oder drei katzen in einem Haushalt ganz zufrieden leben können und sich miteinander beschäftigen, wenn ein dienstbereiter Mensch nicht immer zur Verfügung steht.
Deshalb beschließen Tierfreunde zuweilen, ihrer Einzelkatze einen Artgenossen als Spielgefährten an die Seite zu geben. Das kann furchtbar schief gehen und zu erbitterten Katzenkämpfen führen. Der oder die Neue wird nämlich zunächst einmal als unerwünschter Eindringling betrachtet. Wer also Katzen halten möchte, sollte unbedingt nur entweder Wurfgeschwister oder eine Mutterkatze mit einem ihrer Jungen oder zwei offensichtlich befreundete Katzen aufnehmen. Alles andere wird zum unkontrollierbaren Risiko.Und wenn die Einzelkatze nun doch einen Artgenossen bekommen soll, den sie noch nicht kennt?Vorsicht, die erste Begegnung findet am besten auf neutralem Boden - also etwa in einem für beide Katzen unbekannten Zimmer - unter menschlicher Aufsicht statt. Da gibt es drei Möglichkeiten. Die beiden können sich zögernd beschnüffeln und dann eine zunächst noch reservierte Freundschaft schließen.
Dann können sie sich mit dezentem Fauchen und Zischan aus dem Wege gehen, jedoch nicht direkt angreifen. Und drittens kommt es sofort zu einem Wüsetn gefecht, bei dem die fetzen fliegen, bis eine - meistens die Neue - unter einem Möbelstück verschwindet. In diesem Falle gibt man besser die Hoffnung auf, eine Katzenfreundschaft stiften zu wollen. Das klappt nur in den seltensten Fällen. Man kann allenfalls versuchen, einen Zimmerkäfig aufzustellen und darin - vorherige Säuberung - mal die eine, mal die andere Katze unterzubringen. Auf diese Weise können sie sich geruchlich aneinander gewöhnen. Wenn kein sofortiges Gefecht ausbricht, besteht gute Hoffnung, das die Zusammenführung klappt.
Es gilt die Grundregel: zunächst pro Katze ein Zimmer. Damit hat sie ihr eigenes Revier mit eigenem Futter- und Trinknapf sowie eigner Toilette. Wenn sich die Katzen akzeptiert haben, werden sie sich gegenseitig besuchen, zunächst zögernd miteinander spielen und hoffentlich die beabsichtigte Freundschaft schließen. Hilfreich ist, wenn man in der Wohnung einen stresslindernden Geruchshormon-Zerstäuber vom Tierarzt anwendet. Es wird auch empfohlen, die eine Katze mit etwas Speichel der anderen Katze einzureiben. Es gibt viele "Rezepte" wie man die Zusammenstellung gestalten soll. Zur älteren katze ein junges Ding oder zwei gleichaltrige oder zur Katze einen kastrierten Kater. Alles kann klappen, alles kann schief gehen. Man könnte die eigene Katze auch vorübergehend in die Gruppenhaltung eines Tierheimes geben.
Wenn sie dort mit einer anderen Freundschaft schließt, wäre das der geeignete Partner. Generell gilt: Katzen schließen sich im Zweifelsfall lieber an einen geduldigen Menschen an, als an eine andere Katze. der Grund: Menschen lassen sich besser herumscheuchenund drangsalieren als Katzen.
Dies schrieb Dr. Rolf Spangenberg. Er ist Tierarzt und kommt aus Ingelheim.
LG Anja