Ich verlange monatlich für ein ausgebildetes S-Dressurpferd mit entsprechenden Erfolgen 150€, für 3-4x Reiten pro Woche.
Das Pferd steht zur freien Verfügung.
Das Pferd muss geputzt und versorgt werden, Stallarbeit fällt nicht an. Ausrüstung wird gestellt.
Das entspricht einem Stundenpreis zwischen9,38€ und 12,50€. Hinzu kommt die Verpflichtung mind. 1x wöchentlich am Unterricht teilzunehmen, der bei uns meist in Einzelunterricht gehalten wird. Eine Stunde kostet 24€.
Insgesamt zahlt die Reiterin pro Reiten also zwischen 15,38 und 20,50€ für ein gesundes Toppferd, wobei es egal ist, ob sie in der Bahn arbeitet, im Gelände reitet (absolut geländesicher), longiert, aufs Turnier geht, einen Kurs besucht, ein Abzeichen macht oder Bodenarbeit macht.
Das 2. Pferd ist ein Westernpferd. Es ist LK 1 Pleasure und Horsemanship ready to show und befindet sich in Reiningausbildung. Es wird regelmäßig korrektur geritten und steht der Reiterin frei zur Verfügung (Ausreiten, Bahnarbeit, Longe, Bodenarbeit, Turnier nach Absprache, Kurs-nach Absprache, wenn der Trainer mit dem Ausbildungsprogramm harmoniert.
Diese Reiterin zahlt 80€ pro Monat für 3-4 mal pro Woche reiten + 1 Unterrichtsstunde im Monat was einem Reitpreis zwischen 8,75 und 11,67€ pro Stunde. Da Pferd muss gepflegt werden, alles Weitere wird gestellt (incl. Sporen und für den Reiter passender Sattel).
Die Reiterin dieses Pferdes darf jedoch ab dem Nachmittag das Pferd täglich nutzen, wenn sie will, was bei 7 Tagen einem Reitpreis von 5€ entspricht.
Das 3. Pferd sucht noch eine RB, die auch 80€ monatlich für 3-4x reiten zahlen müsste. Diese Reiterin müsste pro Woche mind. 1 Unterrichtsstunde nehmen, wäre allerdings in ihrem Reiten nicht absolut frei, da es sich um ein sehr talentiertes Jungpferd in Ausbildung handelt.
Eine entsprechend talentierte Reiterin würde pro Reiten somit 8,75€ zahlen für ein Pferd, das sofort in entsprechenden Jungpferdeprüfungen mit ihr starten kann (Bayrischer Vizemeister ihrer Altersklasse).
Die Reiter von Pferd 2 und 3 müssen damit rechnen, dass das jeweilige Pferd für einige Wochen den Stall verlässt (z.B. während der Decksaison, wenn ich selber mit dem Pferd auf Kurs bin, etc.) während dieser Zeit steht jedoch dann ein weiteres mind. gleichgutes Pferd zur Verfügung. Steht ein nicht so gutes Pferd zur Verfügung mindert sich der zu zahlende Betrag entsprechend.
Es muss also niemals wie in vielen Schulbetrieben auf einem schlechteren oder gar unrittigerem Pferd der gleiche Betrag gezahlt werden. Die Reiter von Pferd 2 und 3 können nach Absprache (z.B. im Unterricht) tauschen um mal ein anderes Pferd zu reiten. Die Reiter haben immer die Möglichkeit von einem guten Pferd zu lernen.