Ist artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung wirklich möglich ?

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  • Ist artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung wirklich möglich ? Beitrag #41
In Indien sind alle Tiere heilig, auch Hunde und Katzen.
Und wenn Du von Doppelmoral sprichst, dann schaff gefälligst eine zweite Katze an.

Ich hab´ hier drei Katzensenioren - soll ich die jetzt rausprügeln?
Nettys Lebenslauf hab´ ich schon hinlänglich gepostet -die Katze ist froh, dass sie nicht mehr jeden Tag in der Früh rausgejagt wird... die dreht ihre Runde und haut sich wieder auf die Couch... gerade schnarcht sie neben mir tief und fest....
Zum Thema Hunde und Schweiz warte ich jetzt mal auf Nienor :angel:

Du hast absolut Recht, dass alle Tiere die gleichen Rechte haben sollten - keine Frage! Kühe, Schweine, Hühner... müssen dahinvegetieren. Das ist völlig daneben, unbestritten!
Aber wenn man dem entgegenwirken will, muss man sowohl auf sämtliche diesbezüglichen Demos gehen und selbst auch konsequent jeglichen Fleischkonsum verweigern.

und ich bin weiterhin der Meinung: Katzen, die sich mit Wohnungshaltung zufriedengeben, muss ich nicht in den Freilauf zwingen. Meine drei sind hier sehr zufrieden. Die muss ich nicht noch in den Haufen Freigänger, die hier die Gegend unsicher machen, laufen lassen - das wollen die auch gar nicht... am liebsten kuscheln sie mit mir im Bett oder auf der Couch...

Und aus dem Katzenfell werde ich demnächst übrigens was Feines filzen - soviel zum Thema Nutztiere ;)
 
  • Ist artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung wirklich möglich ?

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  • Ist artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung wirklich möglich ? Beitrag #42
die Unterscheidung von Nutz- und Haustieren, ist jetzt nur eine Unterteilung der neusten Zeit und auf einige westliche Länder beschränkt,
es ist noch nicht so lange her, da wurden auch bei uns Hunde, wie Katzen zur Verwertung gehalten.
oder ihre Tiere auch wie Angehörige und nahestehende Menschen lieben,

Die Unterscheidung von Haus- und Nutztieren ist keine "Unterteilung der neusten Zeit" und auch nicht nur in westlichen Ländern vorzufinden. Es gab bereits schon früher bei Adelshäusern die Haustiere wie "kleine Schoßhündchen" hielten und eben die Nutztiere zum Essen dawaren. Aber die "Tierhaltung zur Belustigung" war eben eher ein Zeichen für die höhere Klasse und nicht fürs gemeine Volk, die meistens schon gucken mussten das sie über die Runden kommen.

Auch ich bin eine von diesen seltsamen Menschen, die ihre Tiere liebt wie einen nahestehenden Menschen bzw. meine Tiere einen wichtigen Platz in meinem Leben einnehmen. Warum auch nicht? Sie sind quasi 24h um mich rum und das über Jahre. Mit Ihnen habe ich schöne sowie schlechte Zeiten durchgestanden. Das kann kaum einer aus meinem Familien- / Freundeskreis von sich behaupten. Ich denke auch nicht das es den Katzen hier schlecht geht und sie sich in irgendeiner Weise eingesperrt fühlen. Von meinen derzeitigen 5 Katzen kennen auf jeden Fall zwei Katzen uneingeschränkten Freigang, zwei wurden ausgesetzt gefunden - da konnte keiner abschätzen wie es vorher aussah - und einer kennt gar keinen Freigang. Laut deiner Theorie müssten ja zumindest die Freigänger totunglücklich sein und ihre Freiheit vermissen... Tun aber beide nicht, bzw wenn dann verstecken sie es sehr gut (Auswirkungen der Versklavung? :eusa_think:). Kira nutzt ab und zu gerne mal den Balkon, geht dann aber nach kurzer Zeit wieder rein und Lina nutzt diesen noch nicht mal - geschweige denn hat sie irgendein Interesse an draußen. Den "Keinen-Freigang-Kenner" kann ich mir draußen absolut nicht vorstellen, der erschrickt manchmal vor seinem eigenen Schatten und läuft dann kopflos weg - hauptsache weg. Wenn ich den draußen sehe wenn der kopflos auf eine Straße läuft - dann helfen auch keine 8 Leben.

Ich bitte dich wirklich mal bei Katzenhilfen nach dem "guten, kurzen Leben" von Streunern und heimatlosen Katzen nachzufragen. Ich rede hier nicht von Katzen die sich im Radius von zwei Gärten sich um Zuhause herumbewegen und sich dort bei sämtlichen Nachbarn den Wanst vollschlagen und abends im kuschligen Körbchen sitzen. Sondern wirklichen Streunern, die 24h am Tag und 365 Tage im Jahr sich draußen aufhalten müssen und maximal irgendwo mal ein Schälchen Fressen hingestellt bekommen. Laut deiner Logik müssten solche natürlich lebenden Katzen ja sehr glücklich sein... Ich hab erst wieder heute von einem Katzenschutzverein gelesen die eine Katze von einem belebten Platz geholt haben, diese Katze saß schon dort zwei Tage in der Sonne und es sind natürlich viele Menschen an dieser Katze vorbeigelaufen. Lediglich eine Frau hat dann "zumindest" versucht einen Tierschutzverein zu finden (und das ist schon viel wert). Leider war diese Katze dann zu schwach und hat es nicht überlebt, aber leider musste sie sich zwei Tage lang quälen bzw. man hätte ihr noch helfen können. Und so ergeht es leider vielen Draußen Katzen.
 
  • Ist artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung wirklich möglich ? Beitrag #43
Fritz, ich kann in Ansätzen fast nachvollziehen worauf du hinaus willst, aber a) hat der These, dass Tierhaltung Egoismus ist niemand widersprochen und b) in das mit der größtmöglichen Freiheit in dem Moment vorbei in dem andere Systeme geschädigt werden.

Freilaufende Katzen sind hier ökologisch schlicht falsch, d.h. es dürfte sie überhaupt nicht (!) draußen geben.
Weder als Freigänger noch als Streuner.

Sie hier munter laufen zu lassen ist nur begrenzt eine persönliche Angelegenheit, im Hinblick darauf, dass sie hier Beute schlagen, die sie nicht schlagen sollten (und ja, da ist jeder Vogel zu viel).Daher betrachte ich persönlich es als durchaus vorhandene Notwendigkeit, dass nicht eine Katze mehr als nicht vermeidbar draußen herumläuft.

Der Logik folgend, dass das artgerecht ist könnte man sonst wie gesagt auch Hunde/Pferde/Kühe etc. frei laufen lassen.
Ich bin mir auch sehr sicher, dass mein Hund Freigang sehr genießen und mir regelmäßig Beute mitbringen würde- wäre das auch ein "Liebesbeweis" und niedlich?

Warum dieser Luxus nur Katzen zugestanden wird erschließt sich mir nach wie vor nicht.

Doppelmoral sehe ich da bei dir anbei durchaus auch.
Siehe Einzelhaltung/Hundehaltung usw. usf.

Und nochmal die Frage:

Ist es ok defizitäre Haltung zu praktizieren, wenn man weiß, dass sie es ist?

Scheinbar möchtest du darauf ja nicht antworten, interessieren würde es mich nach wie vor.
 
  • Ist artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung wirklich möglich ? Beitrag #44
Auch zum Thema als "Retter der Katze" aufspielen. Bei ganz vielen Katzen ist es aber nunmal leider so das man der "Retter" genau dieser Katze ist, so ist das nunmal meist bei den Sorgenfällchen (z.B. scheue Katzen, etc). Seven führt hier ja gerne ihr persönliches Erlebnis mit Poldi an, wie sie ihn im Tierheim hinter der Heizung hervorgelockt hat und er nach und nach immer mehr Vertrauen zu seinen Menschen gewonnen hat. Es gibt bestimmt Menschen die es genauso gut gemacht hätten, aber die waren nunmal nicht an dem Tag im Tierheim und haben Poldi gezeigt (über einen längeren Zeitraum) das nicht alle Menschen schlecht sind.
Ich habe auch so eine Katze - Lina - und hatte auch schon vor Lina einige Katzen die gar nichts von Menschen wissen wollten. Lina war damals ein Hilfegesuch an "meinen" Katzenschutzverein. Normalerweise arbeitet dieser gar nicht mit ausländischen Vereinen zusammen, aber einer Userin brannte Lina förmlich im Gedächtnis. Eine ganz stinknormale Hauskatze, die sich förmlich schon aufgegeben hatte, dazu sehr scheu und FIV positiv - in Bulgarien gleich 0 Chancen und selbst für Deutschland sehr schlechte Chancen. (Hab mir mal ihr Vermittlungsprofil bei FB durchgelesen - wie viele drunterschrieben das sie die Katze auf jeden Fall nehmen! Es wurde dann gebeten sich doch beim Verein zu melden. Es kam von keiner Person irgendwas...
Da ich ja FIV positive Katzen habe und auch Erfahrung mit scheuen Katzen kam Lina dann auf PS zu mir. Wenn ich diese Katze nicht genommen hätte säß sie wahrscheinlich immer noch vor sich hinvegetierend in Bulgarien (oder wäre inzwischen eingegangen lange hätte die das nicht mehr durchgehalten). Hier hat sie dann erstmal kennengelernt das Menschen nicht böse sind und Hände nicht nur zuschlagen sondern auch ganz toll am Hals und inzwischen sogar schon den Bauch kraulen können und die sonst immer so bösen Hände auch sogar manchmal noch Leckereien abgeben. Aus der "Bitte, bitte guck mich nicht an, ich sterb vor Angst" Lina ist inzwischen eine "Du hast da eine Stelle beim kraulen vergessen" Lina geworden und auch sonst gibt´s für Lina nichts schöneres als Abends mit auf dem Sofa zu liegen und durchgekrault zu werden. Auch wenn ich der "Retter dieser Katze" bin bürde ich mich nicht damit, groß was kaufen kann ich mir auch nicht damit und ich weiß auch das es auch ganz viele andere Menschen gibt die so einer Katze bereits das Leben förmlich gerettet haben, nur eben nicht dieser Katze.
 
  • Ist artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung wirklich möglich ? Beitrag #45
In Indien sind alle Tiere heilig, auch Hunde und Katzen.
Und wenn Du von Doppelmoral sprichst, dann schaff gefälligst eine zweite Katze an.

Ich hab´ hier drei Katzensenioren - soll ich die jetzt rausprügeln?

Hallo,ich freue mich über Deine schnelle Antwort.
Ob es nun Deinen alten Tieren noch gelingen würde, sich in der Freiheit zurecht zu finden,
kann ich nicht beurteilen, doch ist es gerecht , wenn Deine Katzen dieses nicht ein Mahl probieren dürfen ?

Was meinen Kater angeht, in den Häusern an meiner Straße, hinter und neben meinem Wohnsitz,
leben überall Kater und Katzen in steigender Zahl und dieses ist kein Vorteil für meinen Kater.
Durch ständige Raufereien, bekommt mein Kater häufig schlimme Blessuren am ganzen Körper,
auf die er bestimmt auch gerne verzichten könnte.
Die verschiedenen Kater und Katzen bei uns, sind offenbar keine Freunde
und ein größerer Abstand untereinander und zu meinem Kater, würde dieser bestimmt begrüßen.
Eine weitere Katze würde die Situation bestimmt noch verstärken.

Fritz.
 
  • Ist artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung wirklich möglich ? Beitrag #46
Wie überraschend.

Und das bei revierbezogenen Tieren.
Genau DESWEGEN hält man auch Freigänger im Zweifelsfalle zu zweit- für positive Sozialkontakte und nicht nur auf-die-Fresse-Revierkämpfe.

Klingt quasi logisch,mh?
 
  • Ist artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung wirklich möglich ? Beitrag #47
Fritz, die Netty hat es probiert. Ein gesamtes Katzenleben lang. Hab´ ich aber weiter oben schon erläutert.
Die war ein Flaschenkind, wurde von unseren leider verstorbenen Freunden von Hand aufgepäppelt - und war zeit ihres Lebens Freigängerin - aber eben in der Form, dass sie früh morgens rausgeschmissen wurde, wenn unsere Freunde zur Arbeit mussten, und oft erst spät abends wieder rein durfte, wenn die Freunde von der Arbeit zurückkamen. Sie hatte ein "Paradies", großer Garten und das ganze Anwesen direkt am Waldrand - aber auf der anderen Seite keine 200m weiter weg eine vielbefahrene, unübersichtliche Landstraße. Dass sie da nicht unter die Räder gekommen ist, grenzt schon an ein Wunder - aber möglicherweise war sie so schlau und hat ihr "Revier" in die Waldrichtung verlegt... (Gleiches gilt übrigens für ihre Kumpelkatze Tequila, die bei Ina 4482 ein neues Zuhause gfunden hat - auch Tequila hat jetzt "lediglich" einen gesicherten Garten als Freigang, aber das kann Ina sicher noch besser erklären ;) Tequila ist dort jedenfalls auch sehr glücklich ;) )
So - und dann zog diese Katze nach 12 Jahren Freigang und dem Tod der Freunde hier ein - und musste sich mit Freigang auf der (immerhin 65qm) Dachterrasse begnügen. Da hatten wir erst Sorge, wie sie damit wohl umgehen würde - aber wie ich ja schon schrieb: Die Katze (inzwischen 16 Jahre) geht so 3-4x am Tag raus, dreht eine Runde auf der Terrasse - und dann haut sie sich wieder auf ihr Kissen auf der Couch und pennt. Die ist wirklich froh, dass sie nicht mehr raus MUSS, sondern raus KANN und v. a. auch jederzeit wieder rein kann.
Der Pold würde vor Schiss umkommen, wenn ich den auf die Straße setzen würde - der würde sich in irgendeiner Ecke verkriechen und zitternd darauf warten, dass ich ihn endlich wieder einsammel.
Und die Dinah - puuuh... die geht ja noch nichtmal auf die Terrasse... vielleicht so alle paar Tage mal ganz kurz...

So, und die drei Kleinen, die ja im November letzten Jahres ausgezogen sind, haben jetzt bei meiner Ex-Frau einen sehr großen Garten zur Verfügung, den nutzen sie auch gern. Allerdings war der Garten anfangs noch nicht katzenausbruchssicher, was zur Folge hatte, dass die Audrey ausgebüchst ist. Und dann von meiner Ex in der gesamten Umgebung gesucht wurde (und die wohnt nun wirklich nur 150m von der größten Hauptverkehrsstraße unseres Kuhdorfes entfernt (Iserlohn ist natürlich kein Kuhdorf, das ist für mich als Düsseldorferin eine subjektive Empfindung ;) ) - meine Ex hat die Audrey dann völlig verschüchtert in irgendeinem Kellerfenster direkt an eben jener Hauptverkehrsstraße gefunden und einsammeln können. Joar... hätte auch zu spät sein können. Audrey und ihr Bruder John-Boy waren Streunerfindelkinder aus ´ner Scheune auf dem Land - aber beide Eltern und dann auch beide Geschwister wurden vom in der Nähe vorbeifahrenden Zug überrollt... Die beiden Geschwister hatten also eine Lebenszeit von unter einem Jahr - weiß ich nicht, wie prickelnd ich das finden soll... aber Hauptsache Freiheit?

Und was die ganzen Freigänger betrifft - hier gibt´s davon ja auch genug, zwischenzeitlich gab es sogar völlig unbeteiligte Nachbarn, die einige davon eingefangen und kastrieren haben lassen (das waren aber tatsächlich herrenlose Streunerbabies, ein Besitzer konnte nicht ausfindig gemacht werden) - und Kämpfe kann ich bei denen hier nicht beobachten...

LG seven

edit: Ach so... Meine Ex schickte mir in den letzten Tagen ein Fogo einer gerade flügge werdenden Jung-Drossel, die mitten in ihrem Garten saß. Sie (also meine Ex) hatte es gerade noch geschafft, die Katzen ins Haus zu befördern und hat ihnen vorübergehend ein paar Tage Ausgangssperre verpasst, bis sie die Drossel in Sicherheit wähnte.
Und dann hab´ ich da noch meine beste Schulfreundin, die lange Jahre auf der Elbinsel in Hamburg wohnte und dort eine Freigängerkatze hatte. Dann ist sie nach Lübeck in eine Etagenwohnung gezogen - und die Katze war todunglücklich, hat die ganze Wohnung vollgepisst und - ja... das war ein klarer Fall von "bei dieser Katze geht Wohnungshaltung wirklich nicht" - zum Glück hat meine Freundin dann jemanden gefunden, bei dem die Katze wieder mit großem Garten und Freigang leben konnte. Jetzt hat sie wieder zwei Katzen, und die kommen mit der Wohnungshaltung gut klar...
Ich könnte noch Stunden weiterschreiben :D
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Ist artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung wirklich möglich ? Beitrag #48
Hallo Seven, eigentlich sollte es Dir auch bewusst sein,
die Unterscheidung von Nutz- und Haustieren, ist jetzt nur eine Unterteilung der neusten Zeit und auf einige westliche Länder beschränkt,
es ist noch nicht so lange her, da wurden auch bei uns Hunde, wie Katzen zur Verwertung gehalten.
Aus diese Zeit, besitze ich noch ein altes Katzenfell, welches für rheumatische Erkrankungen genutzt wurde.
In unserem Nachbarland, der Schweiz ist es heute auch noch üblich, das Hunde zur Ernährung dienen.

In Indien sind Kühe oder auch Ratten heilig,
es scheint mir, langsam bekommen Hunde und Katzen bei uns einen ähnlichen Rang.

Bei vielen Menschen sehe ich eine Doppelmoral und einen Widerspruch,
wenn diese einigen bestimmten Haustieren eine Sonderrolle geben wollen.
Ich kann mir z.B. keine Begründung vorstellen, warum Schweine bei uns weniger Rechte bekommen,
wie andere Haustiere.

Heute werden unzählige Tiere nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als Haustiere und Kuscheltiere, oder Seelentröster verbraucht,
davon profitiert eine immer größer werdende Industrie,wie auch Tierärzte und Pharmaindustrie.

Es ist aber leider so, auch wenn manchmal einige Menschen, bestimmte, wenige Tiere retten und dabei ihr Mitteilt an diesen abarbeiten,
oder ihre Tiere auch wie Angehörige und nahestehende Menschen lieben,
Tiere werden von den Menschen benutzt, ob es den Tieren gefällt oder nicht.

Ich selber stehe dazu, auch das Tiere genutzt und verwertet werden sollten,
egal wofür auch immer.


Entscheidend ist aber, daß jedes Tier nach seinen individuellen Besonderheiten und Bedürfnissen gehalten wird
und auch den größtmöglichen Freiraum bekommt.

Katze, die keinen Freilauf bekommen, werden aber nicht artgerecht gehalten.
Ich denke, besser ein gutes, kurzes Leben, als ein langes Leben in der Gefangenschaft.

Fritz.

Was sagt denn jetzt die Nutztierhaltung darüber aus, ob eine reine Wohnungskatze ein artgerechtes Leben führt?:eusa_think:
Das sind doch total verschiedene Themen

Es gibt Katzen, die die Möglichkeit haben, raus zu gehen. Viele liegen aber nur im Hof, auf der Terrasse und gehen gar nicht weit weg.
Meine Katzen waren immer auf Rufweite, also immer in der Nähe. Obwohl ich auf dem Land wohnte. Auch wenn sie "überfällig" von der Zeit her waren, wußte ich genau, wo ich sie suchen musste.
Damals lebte ich auf dem Land, hatte einen Garten mit über 1000 qm. Wenn ich etwas im Garten arbeitete, waren Katzen immer da, um mir dabei zuzuschauen.
Sie hätten also wirklich Gelegenheit gehabt, durch das Dorf und die Felder zu streichen, aber das wollten sie gar nicht.

Zudem sind Freigänger auch wesentlich mehr Gefahren durch Vergiftungen, Autoverkehr, Raufereien, freilaufende Hunde usw. ausgesetzt.

Ach so, fast vergessen, nicht in allen Orten in Indien sind die Kühe heilig und werden genau so geschlchtet, wie hier auch.
In der Schweiz werden schon lange keine Hunde mehr gegessen. Da bist du mit deinem Wissen nicht auf dem neuesten Stand.
Übrigens: Die Schlachtung von Hunde und Katzen wurden in Deutschland erst 1986 verboten, der letzte Scbhlachthof, der Hunde schlachtete, schloss 1985
 
  • Ist artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung wirklich möglich ? Beitrag #49
So, ich les jetzt hier schon eine Weile mit und bin tatsächlich fasziniert von der Unterhaltung hier. Und da ich gerade etwas Langeweile im Büro hab, hab ich mir mal ein paar Punkte herausgepickt und da auch noch meinen Senf hinzugegeben. Entschuldigt bitte den etwas längeren Text :silence:

Ist artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung wirklich möglich ? [...] ich denke eigentlich nicht.

Wer unbedingt eine Katze in einer Wohnung einsperren will, sollte sich
1. von Anfang an gleich für zwei kleine Kätzchen entscheiden, vielleicht Geschwister aus einem Wurf und
2. möglichst nur Rassenkatzen verwenden, die durch ihre Art der Selektion
ein ruhiges, sehr sanftmütiges und ausgeglichenes Wesen entwickelt haben.

Katzenrassen mit vorwiegend ruhigem, wenig agilem Charaktereigenschaften sind wesentlich besser für die reine Wohnungshaltung geeignet, wie unsere europäischen Kurzhaarkatzen, deren Vorfahren eigentlich schon immer Freigänger waren und bestimmt auch genetisch auf ein selbstbestimmtes Leben als unabhängige Mäusefänger programmiert sind.

Punkt 1 stimme ich dir absolut zu. Punkt zwei seh ich anders, weil es genug Senfkatzen gibt, die charakterlich tiefenentspannt sind und wenig Interesse am Mäusefangen haben und genug Rassekatzen (auch bei vermeintlich „ruhigen“ Rassen) die da ganz anders drauf sind. Auch Katzen sind individuen.

Wer sich nicht vor der Anschaffung von Katzen Gedanken macht, welche Bedingungen dies bei ihm vorfinden werden und danach die geeignete Katze einer Rasse mit den passenden Eigenschaften wählt, handelt nach meiner Meinung sehr verantwortungslos.

Klingt in der Theorie so schön – ist aber in der Praxis nicht immer ganz so einfach. Eine Katze lebt mal gerne bis zu 20 Jahre – wie oft ändern sich da Lebensumstände? Zum Teil auch unvorhersehbar? Natürlich sollte ich mich zu Beginn informieren, das schützt mich aber im Zweifel nicht davor, dass in 10 Jahren meine Grundvorrausetzungen eventuell andere sind als zu Beginn der Katzenhaltung.

Jetzt werden wohl einige Katzenhalter anführen, meine Katze stammt aus dem Tierheim, war eine Streunerin , […] Aber ist ein Leben in der Gefangenschaft wirklich lebenswert?
Ich denke, der aus dem 19. Jahrhundert stammende Wahlspruch der Friesisch: - „Lever dood as Slav“ -, gilt auch für viele Katzen , die in enger Wohnungshaltung ein kümmerliches Leben fristen müßen.

Klingt immer sehr sozialromantisch aber im Durchschnitt haben sich in der Vergangenheit erstaunlich wenig Sklaven umgebracht, wenn sie einigermaßen versorgt wurden. So lag die Rate der Selbstmorde zB in den Südstaaten der USA dreimal geringer war als unter freien Euroamerikanern (vgl. Meissner, Jochen et al. „Schwarzes Amerika: eine Geschichte der Sklaverei“, p.145).
Will damit sagen: Wenn man die Leute vor die Wahl stellt, ein eingeschränktes Leben oder der Tod, sind die meisten für das Leben.
Auch wenn mir da keine Vergleichswerte bei Tieren bekannt ist dürfte das ähnlich sein (auch wenn es ja immer wieder Gerüchte über angebliche Selbstmorde durch Nahrungsverzicht in Delfinarien auftauchen, da fehlt mir eine gute Quelle für)

[…] Ich denke aber nicht, daß es gut ist, Sicherheit gegen Freiheit zu tauschen.
Wenn manche Menschen ihre eigenen Katzen lieber einsperren, um diese vor jeglicher Gefahr zu schützen, halte ich dieses für Egoismus und die Missachtung der Interessen dieser Haustiere.

Ich glaube, dass die meisten Menschen (zumindest hier im Forum), ihre Katzen nicht vor jeglichen Gefahren schützen wollen, sondern vor sehr wenigen, dafür vor sehr akuten. Zum Beispiel stark befahrene Straßen. Und in diesem Sinne empfände ich ein „nicht-reagieren“ des Menschen als grob fahrlässig. Oder ein anderes Beispiel: Ich würde auch meine (nicht vorhandenen) Kinder nicht auf einem Autobahnkreuz spielen lassen. Auch wenn ich damit ihre Freiheit einschränke.

Damit, dass eine Freigängerkatze mal mit Blessuren nach Hause kommt können alle Katzenhalter die ich bisher kennengelernt habe gut leben.

Werden mit dem gleichen Argument nicht auch Frauen im Harem gehalten

Schlechtes Beispiel. Frauen wurden in einem Osmanischen Harem (und damit meine ich den geschützten Ort in einem Palast, nicht Harem als Ansammlung von Frauen) wesentlich seltener „gehalten“ als man gemeinhin vermutet und war viel mehr Ort der Reproduktion der Dynastie und der Lehre, sowie der Politik. Zum Beispiel lebten auch unverheiratete Töchter dort um in verschiedenen Sprachen lesen und schreiben sowie singen und musizieren zu lernen. Spätestens ab dem 16. und 17. wurden Harem richtige Machtpolitische Zentren – nix mit „behüten und versklaven“, da ging es um knallharte Interessenspolitik (ich schicke meine Tochter in den Harem, damit sie da gute Deals für meinen Clan rausholt).

auch ich bin der Meinung, die Haltung von Tieren, ob Haustier oder Wildtier, beruht immer auf egoistischen menschlichen Motiven.Auch wenn sich manche Menschen einbilden für ihre Tieren etwas besonders gutes und aufopferndes zu leisten,werden überwiegend auch hier nur bestimmte Triebe und Emotionen befriedigt, egal ob Einsamkeit, Partner,oder Kinderersatz,Helfersyndrom, oder Geltungssucht, usw. die Antriebe ein Tier zu dominieren und zu mißbrauchen sind.

Stimmt, aus demselben Grund halten sich manche Menschen Kinder. Oder pflegen ihre Eltern. Oder-oder-oder. Im Endeffekt kann man jedes menschliche Verhalten auf Egoismus runterbrechen. Selbst wenn ich einem Obdachlosen 2 Euro schenke, könnte ich das aus dem Grund gemacht haben, dass ich ein „gutes Gefühl“ bekomme. Reiner Egoismus ist somit für mich ein schwacher Grund, Tierhaltung abzulehnen, einfach aus dem Grund, dass alles was wir tun, in irgendeiner Form egoistisch ist. Ich bin nun mal das Zentrum meiner Welt.

Hier sollte jeder Mensch einmal ehrlich sein, wenn er ein Tier abhängig macht , kastriert und in einem infantilen Zustand , als Schatten seiner selbst, als ewiger Gefangener, sein gesamtes Leben unter ständiger Kontrolle hält.

Erstens: Die wenigsten Menschen haben ihre Tiere wie Puppenspieler „unter ständiger Kontrolle“
Zweitens: Kastration wird ja (von dummen Ausnahmen mal abgesehen) aus einem bestimmten Grund durchgeführt. Weil das Tier leidet, um Vermehrung einzudämmen, usw.
Drittens: Es gibt auch genug Menschen die so leben müssen (nach Unfällen oder Erkrankungen auf Hilde anderer angewiesen zB) das das nicht optimal ist sei dahingestellt, aber was wäre denn die Alternative? Für die Menschen und/ oder die Tiere? Was wäre dein Vorschlag – Kastration oder Tod? Kastration oder Aussetzen? Nie geboren sein?
Ich bin mir nicht sicher worauf du hinauswillst.


Seit Jahrtausenden haben Menschen Tiere in Abhängigkeit gehalten und für ihre Bedürfnisse ausgenutzt. Wenn heute einigen Exemplaren dieses in einer subtilen Form, mit Krankenversicherung und unter ärztlicher Kontrolle erfahren, ändert dieses doch kaum etwas an dem Eigennutz der Tierhalter.

Es gibt leider viele Fälle in denen eine Kastration nicht aus gutem Grund passiert – aber pauschal Eigennutz zu unterstellen finde ich dann doch etwas happig. Gibt auch Gründe dafür – siehe oben.

Es gibt in unsrer Gesellschaft einen Unterschied zwischen den Nutztieren und den Haustieren, mit denen wir zusammen leben,doch alle werden immer aus nutzbringenden Motiven gehalten.
[…] Ich möchte mich nicht festlegen, wo so eine Vermenschlichung der Heimtiere beginnt
und die Haltungsbedingungen der Tiere eine ungünstige, kritische Linie überschreiten,
doch die Wohnungshaltung bei Katzen, zum Schutz und zur Sicherheit dafür als Begründung,
ist für mich schon grenzwertig.

Vermenschlichung mit Wohnungshaltung zu assoziieren finde ich schwierig, zumal viele Menschen die ich kenne bei einer Vermenschlichung eher dazu neigen, die Katze raus zu lassen, weil „Ich würde doch auch nicht den ganzen Tag in der Wohnung hocken wollen“. Wie gesagt, subjektive Beobachtung von mir. Ganz abgesehen fehlt mir auch hier, wie bereits von einigen Usern angesprochen, der Schutz der Tiere „außerhalb“ meiner 4 Wände, Wildvögel usw.

Was mich manchmal ärgert, sind Menschen, die ihre tierliebende, vermenschlichende Sichtweise,
als allgemein gültig ansehen und andere Meinungen verurteilen. Ich denke, eine Vermenschlichung der Tiere ist ebenso schädlich, wie die Versachlichung dergleichen.

Stimm ich dir zu. Und vermutlich alle anderen hier auch.

[…] Ich habe großes Interesse an allem Leben, ob bei Pflanzen oder Tieren, […]
Meinen Kater halte ich als Freigänger, er kommt häufig auch mit Verletzungen von seinen Ausflügen zurück.Doch ist mir klar, jegliche Tierhaltung kann beim besten Willen immer nur ein Kompromiß zwischen den Bedürfnissen der Tiere und den vorhandenen Möglichkeiten sein, die von den unterschiedlichsten Vektoren abhängig sind […] Jeder macht Fehler und kann manchmal bestimmte Denkmuster nur schwerlich verlassen,dieses gilt ohne Zweifel, natürlich auch für mich.

Wenn dir doch klar ist, dass Tierhaltung ein Kompromiss ist, warum hast du dann ein Problem mit Wohnungskatzen, bei denen sich die Halter nach allen Regeln bemühen, ihnen ein möglichst artgerechtes Leben zu ermöglichen? Das klingt hier ein bisschen so als wäre nur dein Kompromiss in Ordnung, andere aber nicht.

[…] die Unterscheidung von Nutz- und Haustieren, ist jetzt nur eine Unterteilung der neusten Zeit und auf einige westliche Länder beschränkt, es ist noch nicht so lange her, da wurden auch bei uns Hunde, wie Katzen zur Verwertung gehalten.
Aus diese Zeit, besitze ich noch ein altes Katzenfell, welches für rheumatische Erkrankungen genutzt wurde. In unserem Nachbarland, der Schweiz ist es heute auch noch üblich, das Hunde zur Ernährung dienen. […]

Wie bereits gesagt ist diese Unterscheidung nicht sonderlich neu – und nur weil ich einen Hund esse, kann er trotzdem noch ein Haustier sein. Habe eine Tante in Vietnam, die essen einmal monatlich Hund und haben trotzdem seit neuestem einen Welpen und lieben ihn wie ein kleines Kind. Ist widersprüchlich, ja, aber so sind wir Menschen nun mal.

Bei vielen Menschen sehe ich eine Doppelmoral und einen Widerspruch, wenn diese einigen bestimmten Haustieren eine Sonderrolle geben wollen. Ich kann mir z.B. keine Begründung vorstellen, warum Schweine bei uns weniger Rechte bekommen, wie andere Haustiere.

Sehe ich ähnlich, zumindest eine artgerechte Haltung sollte ermöglicht werden. Dazu müssten aber mehr Menschen auf das tägliche Wurstbrötchen verzichten.

Heute werden unzählige Tiere nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als Haustiere und Kuscheltiere, oder Seelentröster verbraucht, davon profitiert eine immer größer werdende Industrie,wie auch Tierärzte und Pharmaindustrie.

Es ist aber leider so, auch wenn manchmal einige Menschen, bestimmte, wenige Tiere retten und dabei ihr Mitteilt an diesen abarbeiten, oder ihre Tiere auch wie Angehörige und nahestehende Menschen lieben, Tiere werden von den Menschen benutzt, ob es den Tieren gefällt oder nicht.

Ich selber stehe dazu, auch das Tiere genutzt und verwertet werden sollten,
egal wofür auch immer.

Ja stimmt, Menschen haben eine sehr ambivalente Beziehung zu Tieren. Aber auch zu anderen Menschen. Vieles davon sollte man verbessern, im Sinne der Tiere und von uns allen. Ich weiß allerdings nicht, was die böse Pharmaindustrie (in der es auch nette Menschen gibt, man glaubt es kaum) jetzt mit Wohnungskatzenhaltung zu tun hat.

Entscheidend ist aber, daß jedes Tier nach seinen individuellen Besonderheiten und Bedürfnissen gehalten wirdund auch den größtmöglichen Freiraum bekommt.
Katze, die keinen Freilauf bekommen, werden aber nicht artgerecht gehalten.
Ich denke, besser ein gutes, kurzes Leben, als ein langes Leben in der Gefangenschaft.

Womit wir wieder am Anfang wären.

[..] Was meinen Kater angeht, in den Häusern an meiner Straße, hinter und neben meinem Wohnsitz, leben überall Kater und Katzen in steigender Zahl und dieses ist kein Vorteil für meinen Kater. Durch ständige Raufereien, bekommt mein Kater häufig schlimme Blessuren am ganzen Körper,auf die er bestimmt auch gerne verzichten könnte. […] Eine weitere Katze würde die Situation bestimmt noch verstärken.

Ich glaube tatsächlich, dass eine zweite befreundete Katze deinem Kater helfen könnte auch positive Sozialkontakte zu finden (wie seven und ich glaube noch andere schon geschrieben haben) – durch deine Haltung schränkst du das soziale Bedürfnis deiner Katze erheblich ein.
 
  • Ist artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung wirklich möglich ? Beitrag #50
Liebe ist die einzige Sache, die alle damit zusammenhängenden Fragen beantworten kann. Wenn du dein Kätzchen sowie Tier tierst, würdest du definitiv einen Weg machen, um sie sicher zu halten und in einer geplanten Weise zu übernehmen. Nicht nur in einer Wohnung, sondern auch in einem Einzelzimmer können Sie annehmen und perfekt ein Kätzchen adoptieren, wenn Sie Ihr Kätzchen lieben können.
 
  • Ist artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung wirklich möglich ? Beitrag #51
Ich sach ma: Nein.

Liebe ist ein nettes Gimmick, ein Tier braucht aber in erster Linie eine an seinen Bedürfnissen orientierte Unterbringung und Versorgung.
Hieße bei Katzen in der Regel erstmal einen Artgenossen, Platz, Futter und Bewegungsmöglichkeiten.
Mangelt es an allem bringt die tollste Liebe nichts.

Nur weil man unbedingt etwas lieb haben will sollte man sich nicht auf Teufel komm raus ein Tier anschaffen.
 
  • Ist artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung wirklich möglich ? Beitrag #52
Ich finde ja, dass sich da irgendwas gegenseitig ausschließt ;)

Wenn ich mein Tier liebe, dann sorge ich doch dafür, dass es einen Artgenossen hat, dass es gescheites Futter hat, dass es Bewegungsmöglichkeiten und Platz hat.
Wenn ich das nicht tue, dann liebe ich mein Tier nicht, sondern bin einfach nur egoistisch...

LG seven
 
  • Ist artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung wirklich möglich ? Beitrag #53
Hallo!
Ich persönlich finde, es kommt hier eben auf die Katze selbst an, als auch auf die Umgebung, in der sie lebt. Wenn man direkt neben einer Bundesstraße wohnt, finde ich es riskant bis gefährlich, eine Katze hier raus zu lassen. Ich kannte eine Katze, die ist durch das gerade einmal einjährig von uns gegangen. Wenn man jetzt aber so lebt wie meine Oma, ein paar Häuser und daneben nur Feld und Wiese und ein Feldweg, finde ich es eine andere Ausgangssituation.

Ich finde, es ist auch ein Unterschied, ob die Katzen wenn sie Wohnungskatzen sind, drinnen viel Platz haben sowie eine katzengerecht strukturierte Umgebung und Klettermöglichkeiten. Oder aber vielleicht in einem Zimmer mit für Katzen langweiliger Umgebung. Auch kommt es denke ich darauf an, ob man sie alleine hält oder zu zweit/mehrere. Habe aber auch schon von Katzen gehört, die allein sein wollen, auch wenn die Mehrheit der Katzen wahrscheinlich einen Partner bevorzugen würde. Ich persönlich würde meinen Garten oder zumindest einen Teil davon katzensicher gestalten, kompletter Freigang wäre mir irgendwie zu gefährlich.

Bei uns ist es auch so, dass ein Jäger eine Katze erschießen darf, sobald sie sich ca. 300 Meter von der nächsten Ortschaft/Gebäude entfernt befindet. Wegen Verdacht auf Wilderei oder so ähnlich, auch wenn sie gerade nicht mal jagt. Ich halte davon gar nichts, zumal es da wo ich zurzeit wohne sehr viele Freigänger (Ich denke auch einige herrenlose Streuner, ist eine ländliche Gegend) gibt und ich die Abends ziemlich oft weit entfernt vom Ort in der „Pampa“ sehe.
 
  • Ist artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung wirklich möglich ? Beitrag #54
Und weil ich Pferde liebe und es damit regelrecht überschütten würde, hol ich mir eins ins HAUS, weil ich hab ja kein Grundstück?
Das ist sowas von naiv..wow..
 
Thema:

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