Hallo,
das Ding mit den Pflegeheimen, die Tierhaltung erlauben, ist aber das gleiche: Das Pflegeheim wäre im schlimmsten Falle für die Versorgung des Tieres verantwortlich, deswegen ist das auch entsprechend und gerechtfertigterweise teuer.
Und egal, ob ich davon ausgehe, dass ich in ein Heim muss oder nicht: Wenn ich älter bin, so ab 50, muss ich davon ausgehen, dass ich jemanden brauche, der sich kümmert (ob aufgrund von plötzlichen körperlichen Problemen wie Arthrose, BSV, Herzerkrankungen etc. oder aufgrund der Tatsache, dass ich mit 65 plötzlich in ein Heim muss).
Finde ich keinen, der sich bereit erklärt, dann weiß ich ganz klar: Wenn mit mir was ist, dann ist der Hund/das Tier im Heim.
Klar, das kann auch mit 25 passieren, die Wahrscheinlichkeit ist aber wesentlich geringer und die Ausgangssituation familiär gesehen bzw. der soziale Rückhalt und die Möglichkeiten meist noch besser (man hat i.d.R. noch Eltern/Geschwister/gleichjungen Lebenspartner/Freunde etc.).
Und wenn wir mal den traurigen Fakt betrachten, dass es nicht mal annähernd genug Pflegekräfte gibt, um überhaupt unsere ältere Generation zu versorgen (sowohl stationär als auch (und gerade da ganz besonders!) ambulant), dann weiß ich nicht, wie diese wenigen Leute sich auch noch um irgendwelche Haustiere kümmern sollen, wozu sie auch nicht mal ausgebildet sind. Noch dazu kenne ich Altenpfleger persönlich, die sich zum Teil zeitweise um die "Pflegeheimkaninchen" kümmern mussten oder sich gar mal um die Vögel von Bewohnern. Das war mit das lästigste, da es unnötige Zeit fraß (was evtl freie Zeit, die man für die Bewohner nutzen könnte, komplett vernichtet), überhaupt nicht deren Ausbildung entsprach und zwanghaft aufgebunden wurde. Dementsprechend waren diese Tiere alle nur notdürftig versorgt, denn die Qualität der Pflege darf ja nicht leiden, die wird ja schließlich überwacht.
Dazu kommt, dass diverse Menschen auch diverse Allergien haben. Da ich selbst von Allergien betroffen bin, weiß ich wie schrecklich es ist, wenn man diese aushalten muss. Somit können Pflegeheime auch gar keine Tiere aufnehmen, da manche Bewohner allergisch sein könnten oder werden könnten. Mir fällt spontan ein privates Altenheim ein, das explizit Tierhaltung sogar erwünscht. Allerdings bringen diese Bewohner nicht ihre eigenen Tiere mit, sondern die Tiere gehören dem Heim.
Eine Familienangehörige arbeitet in einem Pflegeheim, in welches über die Zeit hinweg mittlerweile nun 3 Katzen zugelaufen sind. Der eine Besitzer kam eines Tages mit Impfausweis und Kratzbaum, weil sein Tier nicht mehr heim kam, die anderen beiden sind vermutete Streuner. Die Katzen werden gut versorgt, das übernehmen größtenteils die Senioren, fahren die Katzen sogar auf ihren Rollatoren umher, bürsten sie etc. Gesetzlich ist es wegen der Hygienevorschriften mehr oder weniger in der Grauzone. Der MDK hat es zumindest mal noch nicht bemängelt, PDL und Heimleitung auch nicht. Aber bekommt einer eine Allergie, müssen alle direkt ins Tierheim. Es sei nun dahingestellt, ob das so gut ist.
Liebe Grüße!
