Sozialisierung und Hundefreunde

Diskutiere Sozialisierung und Hundefreunde im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo an alle! Da dies mein erster Post ist gebe ich hier natürlich erstmal Informationen zu dem Hund über den ich spreche und seinen Alltag/die...
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Hallo an alle! Da dies mein erster Post ist gebe ich hier natürlich erstmal Informationen zu dem Hund über den ich spreche und seinen Alltag/die Ausgangssituation.

Name des Hundes: Tony
Alter des Hundes: 3 Jahre
Rasse des Hundes: Labrador Retriever
Herkunft: DL
Kastriert?: mit Microchip, der jetzt "ausgelaufen" ist und nun soll er im nächsten Monat normal kastriert werden
Wie lange lebt der Hund schon bei euch? 10 Monate


Was ist das Problem?
Das Problem ( oder was vielleicht ein ernstes Problem werden könnte) ist die Sozialisierung unseres kleinen Rüden. Wir haben den guten Jungen von Nachbarn aufgenommen die vom Land in die Stadt ziehen mussten und den Hund nicht mit in die Wohnung nehmen konnten. Er hat in seiner Jugend leider keine Hundeschule oder Welpenspielgruppe genossen und da er bisher so tolles Gehorsam an den Tag gelegt hat, haben wir das auch noch nicht nachgeholt. Wie ihr vielleicht schon herauslesen konntet leben wir im Dorfbererich und mit den Nachbarshunden (bis auf ein Cocker-Spaniel Mädchen) ist er beim Spazieren gehen stets aufgeschlossen und verspielt, hat aber nie von sich aus (sofern ich das beurteilen kann) Aggression gezeigt. Der Vorfall mit dem Locker Spaniel war mit mir und ging meiner Meinung nach von dem Spaniel aus, da der un-angeleint und ohne Herrchen in Sicht bellend auf uns zugerannt kam. Daraufhin hat Tony auch angefangen zu bellen und bevor ich ihn korrigieren konnte hat ihn der Spaniel gebissen/gezwickt. Tony hat versucht auszuweichen und da konnte ich den Spaniel wegschubsen. Tony hat nicht zurück gebissen, und sich nach dem Vorfall recht schnell beruhigt. Sein Verhalten gegenüber anderen Hunden hat sich dadurch nicht geändert. Nun kommt meine eigentliche Frage/Problem. Ich mache mir sorgen, ob Tony durch diese mangelnden Erfahrungen mit Welpenspielstunden etc. zu wenig Hunde kennen gelernt hat. Auch jetzt hat er keine Hundespielpartner mit denen wir regelmäßig ohne Leine auf Spielwiesen unterwegs sind. Nur halt die gelegentlichen verspielten Treffen und Interaktionen beim spazieren gehen! Könnte es sein, dass ich Ihn nicht richtig lese, und er durch mangelnde Sozialisierung den Cocker Spaniel provoziert hat? Oder ist es normal das ein Hund einen anderen mal nicht mag? Was denkt Ihr sind die besten nächsten Schritte, einen Rüden zu Sozialisieren, wenn dieser Kaum Erfahrungen mit anderen Hunden hat und wie kann ich dabei die Sicherheit garantieren? Gibts es noch alternativen oder eigene Dinge die man machen kann außer zur Hundeschule zu rennen? Kann ich irgendwie erkennen ob Tony sozial Schwierigkeiten hat/haben könnte? Vielen Dank schonmal für alle Rückmeldungen und fragt mich gerne weiter aus.

Art und Häufigkeit der geistigen Auslastung (Suchspiele, Agility, Turnierhundesport usw.)
Suchspiele von Menschen die er kennt beim Spazieren gehen.
Art und Häufigkeit der körperlichen Auslastung (Uhrzeit und Länge der Spaziergänge, Radfahren, Joggen usw.)
Er kann ganztags im Garten herumlaufen und wird 2 Mal am Tag ausgeführt , manchmal jeweils nur 20 Minuten und manchmal 40 Minuten , an den Wochenenden generell länger (1-2 St. Spiel und Spazieren)
Wer ist die Bezugsperson, wer trainiert mit dem Hund?
Der Autor dieses Themas:)
 
  • Sozialisierung und Hundefreunde Beitrag #2
Wo siehst du denn eine Provokation des Cocker Spaniels?
Ja, es ist absolut normal, dass nicht jeder Hund jeden anderen Hund mag.
Ich sehe bei deinem Hund keine mangelnde Sozialisierung. Die meisten Labradore sind eher über-sozialisiert und laufen noch schwanzwedelnd auf einen zähnefletschenden Rottweiler drauf zu.
 
  • Sozialisierung und Hundefreunde Beitrag #3
DIe Hundemädchen sind derzeit alle "relativ" komisch - Frühjahr ist und die Hündinnen sind "Normalerweise" läufig. Das heisst aber auch - dass sterilisierte/kastrierte Hündinnen zickig sein könnten. Ich würde mir da keinen großen Kopf darüber machen.

Labradore sind relativ ruhige und gesellige Hunde, es gibt wirklich sehr wenige die nicht mit "fast" jedem können. Diese Hunde sind generell die Lehrmeister der Sozialisierung für andere Hunde, überdurchschnittlich freundlich, ein wenig feig, beobachtend - nicht wirklich aufdringlich - aber manchmal (selten) sich selbst verteidigend.

Auslastung wäre für mich - ihn mal von der Leine zu lassen - gerade wenn man andere Hunde begegnet und man sieht das sie sich gut verstehen - laufen lassen, nachjagen lassen. Das ist goldeswert.

Euch wäre schon aufgefallen, wenn der Hund nun falsch sozialisiert wurde.
 
  • Sozialisierung und Hundefreunde Beitrag #4
Wo siehst du denn eine Provokation des Cocker Spaniels?

Wie gesagt ich war mir nicht ganz sicher, manchmal hört man ja nur, dass der Hund der beißt/bellt nicht unbedingt auch der Verursacher des Streits sein muss. Tony stand in Alarmbereitschaft ( also Route gerade nach Hinten, Ohren aufgestellt und hat nicht gelächelt, war also umentspannt ) vielleicht gibt das ja noch mehr Einsicht auf die Situation. Aber an den Antworten merke ich schon, dass ich mir wohl zu sehr einen Kopf gemacht habe, was mir lieber ist, als zu wenig :D
 
  • Sozialisierung und Hundefreunde Beitrag #5
DIe Hundemädchen sind derzeit alle "relativ" komisch - Frühjahr ist und die Hündinnen sind "Normalerweise" läufig. Das heisst aber auch - dass sterilisierte/kastrierte Hündinnen zickig sein könnten. Ich würde mir da keinen großen Kopf darüber machen.

Auslastung wäre für mich - ihn mal von der Leine zu lassen - gerade wenn man andere Hunde begegnet und man sieht das sie sich gut verstehen - laufen lassen, nachjagen lassen. Das ist goldeswert.

Euch wäre schon aufgefallen, wenn der Hund nun falsch sozialisiert wurde.

Alles klar das ist sehr gut zu wissen mit den Hundedamen.
Gut, dann werde ich mich demnächst darin üben meinem Hund mehr zuzutrauen und ihn auch mal ohne Leine spielen lassen! Vielen Dank für die tolle Antwort.
 
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